Eintritt und Ausgang

Hallo! Gleich zum Einstieg,

Ich möchte gleich zu Beginn anmerken, dass dies ein Blog ist. Und ein Blog wird vor allem durch eines gekennzeichnet, insbesondere dann, wenn es ein privater Blog ist, er ändert sich von Tag zu Tag. Zumindest, was die Inhalte angeht. Was heute geschrieben wurde, kann morgen schon wieder ergänzt und redigiert worden sein. Blogs leben durch ihre Dynamik und mir macht es höchste Freude, mich schriftlich darzulegen. Insofern ändern sich meine Bloginhalte zeitweise täglich.

Manche Freunde, Neider, Judasse aber auch Fans meiner Schreibe erliegen der Versuchung, jedes Wort, jedes Komma, einfach alles auf die Waagschale zu legen, weil sie im Auftrag oder manchmal auch aus eigenen Stücken hier Inhalte suchen, die sie gegen mich verwenden könnten. Einmal davon ab, dass ich mich natürlich über so viel Aufmerksamkeit freue, ein Blog ist keine Zeitschrift oder sonst ein Druckwerk. Es ist eine ganz dynamische Sache und selbst ein Screenshot ist nur eine Momentaufnahme. Im nächsten Moment kann sich etwas ändern. Zudem ist diese Spielplatzsandkastenkorngrößenzählerei ein Relikt alter Zeiten, denn nur weil ich die Spielplatzsandkastensandkorngröße eines Sandkorns kenne, kenne ich noch lange nicht den ganzen Spielplatz.
Ach ja, wenn ihr es nicht gewohnt seid, lange Texte zu lesen, dann geht lieber gleich weiter und sucht euch von mir aus ´nen Wolf im Netz der Netze :-).
Also, noch einmal zum Buchstabieren. DAS IST EIN PRIVATER BLOG. Was Du heute liest, kann morgen weg, verändert, variiert worden sein. Es kommt sogar vor, dass man heute diese Tendenz und beim Betrachten älterer Texte diese Tendenz erkennt. Oftmals bin ich müde, enttäuscht, frustriert oder auch mal enthusiastisch. Bsp.: Ich ärgere mich über berufliche Gemeinheiten heute, gestern war ich noch zuversichtlich zum selben Themenbereich.

Mein Blog – also dieser hier – setzt sich mit meinen Erlebnissen in meiner Heimat auseinander. Und demzufolge sind da auch Texte, die fies, satirisch, direkt, ehrlich, völlig verworren sind und wie o.a. z. B.  nach einem damit zusammenhängenden weiteren Erlebnis entsprechend in ihren Aussagen nach und nach variieren.
Mir dient mein Blog auch als eine Art Tagebuch und ich schreibe es sowohl für mich als auch für eine viel spätere Generation. Vielleicht schreibe ich es auch deswegen, um frei nach Franziskus mit dem kleinsten Licht das tiefste Dunkel zu erhellen. Welch´ ein heerer Gedanke. Vielleicht aber auch als so eine Art Zeitzeugnis und bevor ich wegen der Erlebnisse in bestimmten Bereichen völlig durchdrehe, ist es, last but not least, auch eine therapeutische Maßnahme. Schreiben befreit ungemein!
Ihr werdet bei der etwaigen Lektüre meine Geistes- und seelischen Zustände relativ leicht ablesen können, denn ich habe mich verändert im Laufe der Geschichte dieses Blogs. Folglich verändern sich die Aussagen oder werden durch aktuelle Artikel inhaltlich redigiert obwohl zeitlich zurückliegend vielleicht noch andere Aussagen getätigt wurden. In einem Blog wird das nicht immer sofort nach Aussen hin offensichtlich, dennoch geschieht es. Wer also immer nur das herausinterpretiert und sich die „Rosinen herauspickt“, um dann daraus das Mücken-Elefanten-Spiel abzuleiten, der ist, Sorry, etwas kurzsichtig.
Ein persönlicher Blog ist in der Form eines Tagebuchs immer auch emotional. Einige, ganz bestimmte äussere Umstände sind so auch in meinem Lebens existenzbestimmend! Und sie verändern mich! Seit einigen Jahren begleitet mich deswegen  ein dunkler Schatten, der sich vorübergehend einnistet und den ich dann an meiner Seite habe. Doch genau darum entstand u.a. meine Leidenschaft zum Dokumentieren der Geschehnisse in meinem Leben und meinem direkten oder weiteren Lebensumfeld aus meiner ganz individuellen Sichtweise. Ich nutze einfach nur die bestehenden Medien, um mich zum Ausdruck zu bringen. Internet und Blogarbeit sind dafür eine hervorragende und topp moderne Möglichkeit. Und es ist mir eigentlich völlig schnurps ob Du das nun gut oder schlecht findest, denn es geht – und das möchte ich noch sagen dürfen – um meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Und diese erhebt keinerlei Anspruch darauf, etwas ganz besonderes zu sein. Sie ist eben einfach nur! Und wenn sie dich ärgert, dann sieh´es doch mal so! Wo wird denn sonst von Dir berichtet ;-)

Habt Spaß, seid gesegnet und jetzt geht es los!

Da jeder Blog einen Eintrittsbereich hat. Hier den Meinen:

Alle bisher denkbaren ethischen Begriffe blieben nicht vor des Menschen dunkler Seite verschont und wurden irgendwann nicht vergewaltigt. Seien es Begriffe wie humanistische Intellektualität, sei es soziale und gerechte Marktwirtschaft und und und.
Kein Volk dieser Erde, unendlich viele Familien und Freunde dieser Welt wurden durch Krieg, Seuchen, Rache, Misgunst, Machtgelüste und Neid für immer durch Mord, Totschlag, Blutrache, kriegerische Konflikte., Krankheiten voneinander getrennt und erlebten größten Schmerz.
Es ist also müßig, sich irgendeinem Denksystem zu verschreiben, denn Idealismus schützt in keiner Weise vor Ungemach. Vernunft und Inbrunst mit voller Hingabe ebenso wenig.
Du kannst nicht in die Menschen hineinblicken und ihre wahren Beweggründe sehen. Du kannst aber ihre Handlungen bewerten. Du kannst allerdings durch das Erlernen und hinterfragende Bewerten von Wissen, das von Millionen Büchern, wissenden Menschen erhalten und getragen wird, einige Entwicklungen für Dich und die Dich Umgebenden verstehen und folglich Initiativen ergreifen.

Du kennst Dich. Kämpfe diesen wirklich heiligen Krieg, wie ihn alle Glaubenssysteme in ihrem Kern als höchste seelische und geistige Vollendung des Daseins kennen. Kämpfe gegen Dich selbst, Deine Gier, Deine Gelüste.Fordere Dich dazu auf, zu Lernen! Sei´neugierig! Schaue genau hin bei allem, was Dir widerfährt.
Verharre stets einen kleinen Moment bevor Du handelst, damit Du Dich mit Deinem Gegenüber austauschen kannst und suche stets Vereinbarungen. Erst wenn diese nur zu Deinem Nachteil sind – DANN KÄMPFE und agiere.
Wenn Du Dich so orientierst, dann trägst Du zum Erhalt der Vielfalt des Lebens mehr bei als durch welches Denk- und Glaubenssystem auch immer.. Ich denke, das Leben dankt Dir.
Ich ganz sicher!
Und lass´nicht nach. Es ist wahrlich schmerzhaft, Du wirst Entsagungen erleben und Verluste. Doch Du wirst auch Siege einfahren, das Hochgefühl der Überwindung, der Freude und Zuversicht auskosten dürfen. Ich denke, dass dies Dich als Mensch in der Erinnerung vieler halten wird und Du von denen, die Dich umgeben, Respekt erfährst. Dieser Respekt verbindet verschiedene Kulturen, verschiedene Sozialisationen und die mit Respekt einhergehende Freundschaft bildet vielleicht eine Grundlage für Frieden miteinander und für Frieden mit Deiner und meiner Mitwelt.

Seid´ gesegnet!

P.S.: Du hast eine andere Art der Willkommensseite erwartet?! Klar habe ich eine. Die Zeiten ändern sich, so auch die Webseiten. Nichts ist beständiger als die Veränderung. Aber wenn Du nun unbedingt schauen möchtet, wie die alte Willkommensseite ausgesehen hat, dann schau doch.

 

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Zur Radikalisierung der Triplemania incontinentia oder von der Sache mit dem Hahn…

Ist euch, werte Leserschaft, schon einmal aufgefallen, dass die wahrlich interessanten Erscheinungen in unserer Lebenswelt oftmals beschrieben werden, zumindest rein mathematisch betrachtet,  mit einem Hoch. Auch wenn nicht alle einen hoch bekommen. Das meine ich jetzt nicht, obwohl es auch durchaus von Bedeutung ist, das steht ausser Frage. Ich meine hier und jetzt die  mathematischen Potenzen.

Eine der bekanntesten Potenzen, die dem gesellschaftlichen Umfeld relativ geläufig ist, ist die Quadratpotenz. Ohne tiefer in die Materie einzusteigen und sich z. B. den mathematischen Potenzierungssätzen zu widmen, was dann höhere Mathematik schon fast ist, gereichen schon die Beispiele der Zweierpotenzen, um junge und unerfahrene Mathematiklernende zum Staunen zu bringen. Nur allzu bekannt ist das historische Gleichnis von der Bezahlung eines  Gelehrten als Dank für die Einweisung eines tyrannischen Herrschers in die Kunst des Schachpiels. Der Gelehrte wünschte sich  als Dank Weizenkörner, die nach einem bestimmten Muster oder besser nach einer mathematischen Gleichung auf ein Schachbrett gelegt werden sollten.  Auf das erste Feld eines, auf das zweite das Doppelte – also zwei -, auf das Dritte folglich vier und so weiter. Das Spiel endet bei ca. 18,5 Trillionen Körnern. Das sind dann mal eben um die 700 Milliarden Tonnen Weizen, die selbst heutzutage nicht lieferbar wären. Schnell erkennt der neugierige Geist, poah, das ist ja cool. Stimmt. Ist es!

Da die höhere Mathematik nicht gerade ein Thema ist, das man in einer an Flachlinien gewohnten, larval geprägten Umgebung zu diskutieren wagt, begnügt sich der erfahrene Zeitenwanderer meist damit. zunächst die einfache Formel von 3x zu verwenden, statt sich über die evolutionär wirksame Macht der Potenzierungen auszulassen und sich z. B. dem x³ oder gar den xn zu widmen.
Einige Flatliner, also niedrige larvalen Stadien aus neuroevolutionärer Sicht betrachtet, rühmen sich u.a. darin, der  3F-Fraktion anzugehören.  Fressen-Ficken-Fernsehen – oder was dachtet ihr jetzt?! Andere fröhnen den 3B-Spielen. Brachial-Blöde-Baldrian. Wieder andere, und das zeigt schon der im Alphabet fortgeschrittene Faktor an, streben nach Höherem und widmen sich den 3M. So auch ich, der ich oftmals denke, wann endlich migriert mein Geist, verwandelt sich und mutiert zu neuen Ufern.

3M –  Migration-Metamorphose-Mutation.

Und schon sind wir beim Thema, der Radikalisierung der Triplemania incontinentia. Die Triplemania incontinentia ist zum Einen ein der Spieltheorie entlehntes Verhaltensmuster. Im Ursprung wurde die Triplemania als Titel für Wettkämpfe im Wrestling verwendet. Zum Anderen ist Triplemania ein letales physiologisches Muster. Incontinentia beschreibt lediglich einen, zugegebenermaßen etwas delikaten Zusatz, der sich dann ergibt, wenn die Radikalisierung eintritt. Eine Radikalisierung weist nämlich bei genauerem Hinsehen, eine Unterkategorie auf, die ich jetzt kurz ausholend einmal genauer darlege.
Radikalisierung beschreibt nach Wikipedia den Prozess, in dem ein Individuum oder eine Gruppe radikale oder extreme politische, soziale oder religiöse Einstellungen und Überzeugungen entwickelt oder übernimmt und sich gegebenenfalls eine dementsprechende Ideologie zu Eigen macht. Es handelt sich dabei nicht um eine einmalige, isolierte Entscheidung, sondern eine graduelle Entwicklung, die schrittweise und kumulativ zu Veränderungen des politischen, sozialen oder religiösen Denkens, des Handelns gegenüber Mitmenschen und gesellschaftlichen Institutionen, des sozialen Umfelds, der Lebensplanung sowie der Persönlichkeitsstruktur führen und im Ergebnis in Extremismus, Gesellschaftsfeindschaft und Befürwortung von oder sogar Beteiligung an verfassungsfeindlichen, revolutionären, kriegerischen oder terroristischen Akten münden kann.
Nun wurden erst unlängst, genauer Ende 2016 bis Anfang 2017, bei Feldstudien der 3B, 3F-usw-Geschehnisse einige Besonderheiten entdeckt. In bestimmten sozialen Umgebungen, meist ländlich geprägten Mitweltstrukturen, zeigte sich, dass die Radikalisierung eine Art Vorstufe auszuweisen hat. Ich deutete es bereits an. Man stellte fest, dass es für eine umfassende individuelle wie auch sozial begrenzt wirksame Radikalisierung, triggernde Faktoren gibt. Das können Personen sein, das können umgebungsrelevante Änderungen der Lebenswelt sein, es kann an der Nahrung liegen, es können aber auch spezfiische soziale und sogar umweltrelevante Faktorengefüge sein. Da die beobachteten Systeme teilweise auf dieser speziellen Vorstufe verharrten, ja geradezu erstarrten, ohne sich damit durchgreifend zu radikalisieren, benannte man dieses Tatsachengeschehnis der Einfachheit halber Radekalisierung. Warum Radekalisierung? Ganz einfach, das „e“ kommt im Alphabet vor dem „i“. Wir sagen in unserem allgemeinsprachlichen Gebrauch auch nicht Sartyre sondern Satire, weil das „i“ vor dem „y“ im Alphabet kommt, nicht wahr!?! Zudem sind Sartyre durch auch mythisch und mystisch benannte Wesen, also hier sogar im Plural, also gleich mehrere dieser Wesen. Ich erkläre das deshalb etwas ausführlicher, weil manchmal steht man auf der inzwischen kaum mehr vorhandenen Leitung und braucht etwas Bedenkzeit beim Lesen eines Textes.

Weiter im Kontext!

In der dazugehörigen wissenschaftlichen Literatur wird aktuell diskutiert, ob das „ei“ als geradezu wundersame Symbiose des e mit dem i  eher vorhanden war als die beiden solitären und nachweisbaren Eskalationsstufen hinsichtlich der Radikalisierung. Gab oder gibt es es also eine Radeikalisierung?!
Das ist m. E. das fast triviale Herantasten an die Lösung einer historischen Fragestellung, nämlich der, was eher da war, das Huhn oder das Ei? Insider wissen es längst, es war der Hahn! Semantisch betrachtet ist eine Radekal“ei“sierung durchaus möglich, denn es ist schon wegen der zu beobachtenden Herumeierei der Mitweltsituationen, die sich späterhin zunächst radekalisieren und dann radekalisieren, eine diskussionswürdige Steigerungsform- und -stufe der Radekalisierung.
Alles klar bis hier hin?! Oder soll ich es noch einmal langsamer schreiben?

Wenn also das i dem e vorgezogen wird, dann wird aus dem adi ein ade oder dem ei ein ie usw. usw. usw.. Das hat selbstverständlich, zumindest aus Sicht der diesen Problemen zugetanen Forscher*innengemeinde, tiefgreifende und gewaltige gesellschaftliche Folgen. Ei, ei, ei….

Zu 3F und 3B habe ich mich an anderen Stellen meines Blogs schon ausgelassen. Soweit ich es rekapitulieren kann, habe ich die 3M noch nicht angesprochen. Also tue ich das jetzt.
Es ist mir deswegen von Bedeutung, weil ich in meinem Umfeld eine Radekalisierung wahrnehme, die mich nachdenklich stimmt, basiert sie letzten Endes doch auf einfachen  Variablen und Faktoren, und bevor das mit dem Ei, dem Huhn und dem Hahn zu etwaigen intellektuellen Disparitäten führt, denke ich, habe ich die gesellschaftliche Verantwortung, hier erläuternde Worte darzulegen, um sowohl die Volatabilität des Vokals nachvollziehbar zu machen, als mich auch diesen ominösen 3M eingehender zu widmen.

Denn sie hängen zusammen. Ja, wirklich. Sie hängen also nicht nur einfach so in der Weltgeschichte herum, sondern die Triplemania incontinentia, und damit kommen wir zum bereits im Titel dieses Beitrags angesprochenen Begrifflichkeit,  hat tiefgehende gesellschaftliche Folgen.
Hoch, höher, am höchsten. Weit, weiter, am weitesten. Groß, größer, am größten. Wer kennt diese Triplemaniaks nicht?! Sie gehören zum aktuellen, gesellschaftlichen Weltbild, obwohl sie blöd, blöder, am saudümmsten sind, sollen sie doch stetes Wachstum triggern. Und das möglichst in der o.a. Version. Das allerdings ist mit Verlaub widernatürlich bzw. sogar – wenn es überhaupt vorkommt – letal. Das Beispiel der Krebskrankheiten sei nur exemplarisch benannt. Denn wenn der Mensch, der der Triplemania incontinentia anheim gefallen ist, denkt, alles könne exponentiell wachsen, und er folglich seine Mitwelt aus dieser Sicht durchaus sinngebend, radekalisiert, um sie dann zu radikalisieren, wird schnell feststellen, das so geartete Wachstumsziele erheblich schädigende Wirkungen zeitigen können.
Deswegen haben ja auch gesellschaftskritische und sportliche ambitionierte Mediziner Untersuchungen vorgenommen und dabei sind sie auf die undichteste, was sage ich, die allerundichteste Form der Triplemania gestoßen und haben sie wegen des Faktums der an Selbstbeherrschung verlustig gegangenen und somit in gewisser Weise undichtesten Nutzergemeinschaft mit dem Suffix „incontinentia“ bezeichnet. Und weil sie schon dabei waren, haben sie auch festgestellt, dass Vokale gerne einmal ausgetauscht werden und so die Radikalisierung zur Radekalisierung mutiert. Die Gründe der Volatibität im Sprachgebrauch füllen meterweise die Regale von Bibliotheken.
By the way – das Geschehnis, dass Du etwas genauer untersuchst und etwas anderes als erwartet findest, ist ein oftmals in der Wissenschaft stattfindender Prozess. Du suchst eigentlich nach etwas ganz anderem und plötzlich entdeckst Du Vorgänge, die immense Folgen zeitigen werden. Natürlich weiß das der Beobachtende und Forschende meist zum Zeitpunkt der Entdeckung noch nicht, doch was soll´s, wichtig ist doch alleine, dass es stattfindet, oder nicht?! Wir haben hier also eines der Grundprinzipien der Evolution vor Augen. Wenn Vokale migrieren, dann findet eine Metamorphose statt, um dann ggf. in einer sprachgebäuchlichen Mutation zu kulminieren. Das natürlich nur, wenn nicht irgendwelche Klappspaten dazwischenfunken, um alles das zu verhindern. Doch, werte Lesergemeinde, der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und wir betrachten deshalb jetzt einmal Migration – Metamorphose – Mutation etwas intensiver. Und nicht, wie ihr jetzt vielleicht spasseshalber sagen könntet, der Mogrution, Motemurphuse, Matetoun. Das wäre, mit Verlaub, völlig sinnfrei und zeigt eher mental induzierte Migrationsprozesse an, die ggf. medizinischer Begleitung bedürfen.

Dieses 3M-Triple ist geradezu universell. Ihr merkt, ich möchte zum Thema zurückkommen. Ob die 3M kosmopolitische Dimensionen aufzuweisen hat, das erspare ich mir jetzt einmal, denn damit kämen wir in einen hochinteressanten Denkbereich, der larvalen Stadien aus neuroevolutionärer Sicht betrachtet sicherlich kaum zugänglich sein dürfte. Bleiben wir also mit den Beinen auf irdischem Boden und schauen uns einmal an, was diese 3M, wie hier angeführt, für alle Lebensgemeinschaften bedeuten.

Ganz gleich welche Migration wir betrachten – und ich bitte geradezu darum, es sich einmal selbst zu vergegenwärtigen – wo immer sie abläuft – und sie läuft ständig ab – alles ist in Bewegung. Migration ist ein das Leben charakterisierendes Phänomen. Nur im Blickfeld und der Beobachtungsfähigkeit Eingeschränkte nehmen sie nicht wahr oder blenden sie einfach aus oder, was ich geradezu heftig finde, sie wettern und zetern dagegen an. Ja, es neigt dieses gerade angegebene larvale Stadium dazu, jedwede Wanderbewegung als Bedrohung der eigenen chauvinistischen, konkurrenzbezogenen, imperialistischen und territorialen Kultur zu interpretieren. Oftmals ist diese Interpretation hervorgerufen durch eine tiefgreifende Demoralisierung technologieorientierter Wachstumsfetische und damit letztendlich einem sinn- und zwecklosen Materialismus. Hui! Was habe ich denn da geschrieben?! Diese Interpretation hat gesellschaftlichen Sprengstoff an Bord. Aber dazu dann später einmal, ok!?
Tatsache scheint zu sein, dass so befangene und orientierte Larvalstadien bei einer offensichtlichen und bemerkbaren Migrationserscheinung signifikant häufig einer abwertenden, verunglimpfenden, diskriminierenden Interpretation frönen, die sich darin abmasturbiert, indem sie daraus vermeintliche Bedrohungsszenarien ableitet und sucht, wie soll es anders sein in einer chauvinistischen, konkurrenzbezogenen Territorialmatrix, vermeintlich Schuldige für dieses Bedrohungsszenario. Statt also diesen universellen Evolutionsmotor freudig strahlend zu propagieren, wird sich bei Vertretern der larvalen Stadien eher darin kapriziert, sie mit Begriffsexkrementen zu bewerfen. Und damit nicht genug, es wird signifikant häufig nazistisches Masturbationvokabular wie Kamellen zu Karneval unters umgebende Volk geworfen.
Statt also die Hintergründe einer Migration zu beleuchten, denn nichts, aber auch wirklich gar nichts, bewegt sich ohne Ursache, frönt man zu gerne einer retardierten Ablehnungshaltung gegen die offensichtlichen Migrationsströme, und seien es Ameisenstrassen, der Wandervogelzug oder eben die Wanderungsströme von Humanoiden, die bekanntlich sehr unterschiedliche Hautfarben und Sozialisisationen aufzuweisen haben. Bei genauerem Hinsehen könnten wir gemeinsam ggf. darüber dieksutieren, welches die eigentlichen Gründe z. B. für Ameisenstrassen, den Wandervogelflug und die humanoiden Wanderungphänomene sind. Nicht immer ist es die Gier nach mehr-noch mehr-alles, sondern es können andere Faktoren wirksam sein, wie z. B. die Neugierde oder  gesellschaftliche und sonstige Mitweltveränderungen. Man denke vielleicht, dass Temperaturschwankungen vernachlässigbar sind wenn man die Ursachen von Migrationen betrachtet. Weit gefehlt. Schon kleinere Ausschläge eines Temperaturmixes können gewaltige Migrationsbewegungen verursachen, auf kleinster wie auch auf der Makroebene. Oftmals können auch soziale Disparitäten ein Ursachengefüge darstellen, dann nämlich, wenn die Gemeinschaften von korrumpierten, korrupten und und, wie o.a.,  chauvinistischen, konkurrenzbezogenen, imperialistischen und territorialen Kulturenkreisen zunächst radekalisiert und dann radikalisiert werden.
Doch hier geht es ja um das 3M und nicht um die Beleuchtung des Faktorengefüges.

Jene Geister allerdings, die feststellen, dass es ausserhalb der aktuellen und ggf. für das Individuum gemeinhin als prägend wirksamen gesellschaftlich konditionierten Realitätsmatrix, noch andere Ebenen von Wirklichkeiten gibt, tendieren bei der Erkenntnis einer ständig migrierenden Mitwelt dazu, zu erkennen, dass gerade diese Migrationserscheinungen etwas überaus Wunderbares erzeugen. Sie generieren Metamorphosen der durch die Migrationsphänomene beeinflussten Systeme. In der Wahrnehmung Eingeengte sehen diese Metamorphosen auch, doch sie neigen zu Interpretationen, die ihrem larvalen Stadium entsprechen. Die Migration wird als bedrohlich empfunden und die stattfindenden Metamorphosen werden folglich auch als letal empfunden. Ich habe es gerade erläutert. Doch es sind die induzierten Metamorphosen, die als Vorstufe zu den Mutationen, uns jetzt etwas mehr interessieren. So kann man sich z. B. bei der Interpretation des Wandervogelflugs fragen, machen die das, um die verschiedenen Nahrungsgebiete auszubeuten und, sprachlich und intellektuell grober dargestellt, flott zu machen? Oder nehmen sie lediglich ein Nahrungsdargebot wahr und durch ihr Weiterziehen zum Jahreswechsel bekommt das nun etwas geschröpfte Nahrungsgebiet Zeit zur Regeneration und – UND – die abertausende Tonnen von Guano erhöhen die Nährstoffsituation dermaßen, dass schon im nächsten Jahr ein Mehr an die Wanderer der Lüfte zugereicht werden kann. Zudem wird durch diese Migration der Bestand an nervenden Insekten, quakenden Fröschen, glibberigen Gewürm u.v.m. ganz erheblich dezimiert und auf diese Weise bleibt genügend Platz für andere Arten. Und nun kommt es, die so in Wert gesetzte Landschaft verändert sich, die in ihr lebenden Wesen ändern sich. Es findet also tatsächlich eine Metamorphose statt. Und diese weist – eben weil es eine diagnostizierbare Metamorphose ist – im Laufe der Zeit eine Steigerung des Artengemeinschaften, der Biomasse und auch der inter- und intraspezfischen Wechselbeziehungen auf. Also, wenn man eine Wanderungsphänomen betrachtet, sollte man es doch bitte nicht nur einseitig interpretieren sondern, das wollte ich mit diesem Beispiel darlegen, genauer hinsehen lernen.
Alles andere ist tendentiös und es wäre schön, wenn so geartete Denkmusterträgerschaften nicht, wie es leider sehr häufig vorkommt, immer zuerst davon berichten würden, wie eingeengt ihr Welt- und damit Beobachtungsbild ist, obwohl – und das hat dann auch seine gute Seite – damit der geneigte Beobachter der Szenerie dann selbst aus der etwas tendenziösen Interpretation einiger, die jeweiligen Sozietäten bestimmenden Individuen, seine eigenen Schlüsse daraus ziehen kann und einen Eindruck bekommt, weshalb diese oder jene Interpretation von systemisch Involvierten getätigt wird.
Ok, das ist viel verlangt von einem larvalen Mentalmuster, doch die neuroevolutionäre und -genetische Forschung zeigt eine eindeutige Tendenz, dass sich diese hier als larval benannten Stadien durch einen Paradigmenwechsel recht rasant entwickeln können.  Denn wie schwer fällt es chauvinistisch-imperialistisch-territorrialen Ausgerichteten, das Fremde, das Neue, das Unbekannte als die Kraft zu erkennen, die über die Metamorphosen hin zu Mutationen führen. Wenn sie aber deren evolutionäre Kraft erkennen, z. B. indem sie sich mit den Neuankömmlingen vermischen, was meist systemisch bedingt, denn die Evolution ist eine gar geschickte Fee, ein Akt von Freude, Lust und Liebe ist und folglich meist sehr positiv dargestellt wird, zumindest in der kurzen Zeit nach dem Austausch von Flüssigkeiten.
Und dass Mutationen evolutionär betrachtet der Motor jedweder Entwicklung sind, dürfte selbst diesen an sog. klaren Strukturen sich Begeisternden offensichtlich sein. Klaro, manche denken wirklich, sie seien der Endzustand jedweder Systementwicklung. Gerade diese Spezies ist oftmals charakterisiert durch eine penetrante Selbstbelobigung und Selbstbeweihräucherung, die typisch ist für ein niedriges larvales Stadium. Sie haben ob dieser Auslastung ihrer vergleichsweise eingeengten Beobachtungsfähigkeiten gar keinen Drang, sich aus dem sie versorgenden System zu lösen, und sei es erst einmal intellektuell abstrahierend, und so die grundlegenden Erkenntnisse von Migrationsphänomenen als ständig ablaufenden energetischen Fluss auch  nur ansatzweise zu bedenken oder gar zu respektieren oder noch besser, sich daran zu erfreuen. Denn wie das Wandervogelbeispiel ansatzweise betrachtet zeigt, sind die stattfindenden Prozesse aus energetischer Sicht gesehen, insgesamt sehr zum Vorteil des gesamten vom Wandervogelflug beeinflussten Lebenssystems.
Opportunistische, egozentrierte, territorial-chauvinistische Denkmatrices führen deswegen schon aus Gründen des Selbsterhalts und der materiallen Mehrung und Nährung ihrer Wabenkulturen oftmals einen Kampf gegen alles, was anders ist.
Wabenkulturen haben historisch betrachtet ihren Sinn und Zweck und sind als Charakteristikum  larvaler Stadien im Sinne einer neurogenetischen Evolution zu durchaus bemerkenswerten Leistungen fähig, stellen sie doch qua Leistungs- und Arbeitsteilung Dinge auf die Beine, die, individuell gesehen, niemals möglich wären. Dennoch sind sie für den Fortschritt, der sich selbst bei kleinsten Metamorphosen im Sinne einer Weiterentwicklung einstellt, überhaupt nicht geeignet. Sie reagieren in diesem beschriebenen Kontext geradezu anachronistisch, ja feindlich, zerstörerisch und wissen jedweden grösseren Durchbruch an Erkenntnissen und auch Fähigkeiten durch ihre zahlreichen  Heerscharen an entsprechend auf die Wabenkultur eingeschworenen Wissenschaftlern, Journalisten, Politikern zu verhindern und zu verzögern. Alles, was nicht in das Hexagon passt, wird als unsachgemäß, bezeichnet, ja sogar defätistisch abgeurteilt. Larval eben.
Und so verhindert eine an sechs oder auch acht Ecken definierte Waben- und Schachtelkategorisierung und -denkweise nach Kräften auch die Migration und die  der  Metamorphose folgende, weil induzierte Mutation. Und damit unterbricht oder verzögert den Fluss des Lebens und der neurogenetischen Evolution.
Dass dieser sich aber niemals davon aufhalten lässt, dass wollen die Kleinwabendenkergemeinschaften nicht wahrnehmen, denn ihr Universum besteht eben ausschliesslich aus der ach so schön geregelten und regelmässigen Wabengemeinschaft. Allerdings, und das beschreibe ich jetzt von einem neurogenetischen Standpunkt aus, hat diese durch eben dieses Charakeristikum der übergreifenden gesellschaftlichen Regelmässigkeit geradezu Wegbereiterfunktion für die weit wichtigeren neurogenetischen wichtigsten Entwicklungen. Fatale grande! Stell´Dir vor, Du bist so eine Wabinist und willst alles geben, nicht zum Webinisten zu werden. Radekalisierung! Wir hatten es weiter oben. Und dann must Du erkennen, dass Deine gesamte Verhinderungstrategie erst die Energien für Metamorphosen induziert und sich demzufolge in absehbaren Zeiträumen die ersten Mutationen einstellen werden. Nun kannst Du in die Tischkante beissen oder es auch lassen. Du kannst zetern, zittern, mit Exkrementen werfen oder sie vor lauter Enttäuschung an die Wände schmieren und Grafities des Hasses, der Misgunst, des Neids oder was auch immer an jeden Brückenpfeiler kritzeln, so diese Dir nicht einfach unter Deinem Hintern zusammenbrechen, Du musst irgendwann anerkennen, Du hälst diesen evolutionär wirksamen Ablauf einfach nicht auf auf. Selbst wenn Du der Triplemania incontinentia anheim gefallen bist und eine Radekalisierung Deinen opportunistischen Spielplan infiltriert hat, die 3M sind und bleiben der Garant für einen Fortschritt hoch drei!
Larvale Stadien sind für gewöhnlich nicht in der Lage, die nächste Stufe der neurogenetischen Entwicklung von alleine zu erreichen, denn sie sind meist in ihren eigenen und selbst errichteten Gefängnissen – Wabenstrukturen gefangen. Wobei, und das habe ich weiter oben schon angedeutet, sie das gar nicht merken. Im Gegenteil, sie zelebrieren ihre so gearteten Gefängnisse als das Schönste und Beste aller Zeiten oder noch schlimmer, sie nehmen das Alles gar nicht wahr, weil ihr Alltag ja auskömmlich sättigend und mental befriedigend ist. Und dass ausgerechnet die vehemente Abwehrreaktion dann das 3M-Szenario induziert, dürfte dem Großteil der so Be- und Gefangenen manch unruhige Nacht bereiten. Die Oberwabinisten neigen dann, wie o.a. zu heftigen Reaktionen, denn wenn die geregelte Wabenstruktur bedroht zu sein scheint, dann kennen diese larvalen Geisteszustände kein Halten mehr. Sie drohen, mobben, dissen, verunglimpfen, diskreditieren, ja, sie vernichten sogar Leben. Und das alles nur, weil ihr kleinkariertes, larvales Ist vermeintlich bedroht wird.

Und hier schliesst sich der Kreis vorerst. Vorerst, weil ich mich kenne. Schon in wenigen Minuten kann sich das Vokalpotpourri völlig neu aufstellen. Es migrieren dann nicht nur Vokale sondern ganze Satzstrukturen verändern sich. Metamorphisch betrachtet könnte dieses dann eine Textmutation auslösen, die das Potenzial hat, diese, unsere Welt, binnen kürzester Zeiträume auf den Kopf zu stellen. Deswegen vorerst.

In diesem Sinne – seid´gesegnet!

 

P.S.: Sicherlich ist dem Einen oder Anderen aufgefallen, dass ich viele der Veröffentlichungen eines der m. E. grössten Philosophen des vergangenen Jahrtausends, T.Leary, gelesen haben muss. Doch es gibt noch andere, wie z. B. R. Riedel, der sich mit der evolutionären Erkenntnistheorie auseinandergesetzt hat und die sog. autopoietischen Systemgeschehnisse bei der Wahrnehmung intensivst beschrieben hat. Anlehnungen meiner Texte an Maturana und Varela und deren Arbeiten zur Erkenntnis und Wahrnehmung sind sicher nicht zufällig. Ich könnte hier noch einige mehr benennen. Verzeiht mir, dass ich sie nicht zitiert habe, doch ich schreibe ja auch keine wissenschaftliche Abhandlung sondern eine Geschichte, einen Essay, der hin und wieder spürbare satirische Charakteristiken aufzuweisen hat.

Übereinstimmungen mit lebenden Personen mögen vorhanden sein, sind aber, wie häufiger in meinen Texten, rein zufälliger Natur. Dennoch gibt es Menschentiere in meiner aktuellen Lebensmatrix, die mich qua ihrer ganz eigenen Handlungsmuster zu Interpretationen inspirieren.

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Freizeitparks als eine Chance für offenzulassende ehemalige Bergbauareale – Revier Helmstedt

Da haben wir im Revier Helmstedt die entsprechenden Flächen und Flächenpotenziale und schaffen es nicht, die Investoren darauf aufmerksam zu machen. Das hat viele verschiedene Gründe, dass es nicht funktioniert. Ich werde jetzt dazu einiges erzählen, weil es mir immer noch, trotz aller Anfeindungen, dem ständigen ins Abseits schieben im beruflichen Umfeld und und und, ein persönliches Anliegen ist, dass hier vor Ort im Revier Helmstedt endlich der Funke überspringt und die Entscheidungsträgerschaften den Mut finden, die hier vorgestellten Ideen endlich umzusetzen.

Bevor ich loslege – ich habe seit Jahren immer und immer wieder etwas dazu geschrieben, weil ich als Planer weiss, welch ein gigantisches Potenzial für eine unglaublich scheinende Wirtschaftsentwicklung gerade durch den Tagebergbau hier vor Ort schlummert. Es wird leider nicht geborgen und in Wert gesetzt, weil die Entscheidungsträgerschaften aus dem Unternehmen, der Politik und der Verwaltung sich lieber mit Lulli beschäftigen, statt sich auf dieses wahrhaftige und vor allem existierende Flächenpotenzial direkt in ihrem unmittelbaren Umfeld zu fokussieren. Bemerkenswert ist, dass alle über den Bergbau reden und viele tausende Menschen ihn jeden Tag sehen, weil sie daran vorbeifahren, doch sie sind blind, was die Inwertsetzung angeht.

Dabei ist es so einfach. Industrie – Freizeit – Naturschutz – Wohnen. Diese vier Schwerpunkt sind die Hauptthemen und sie sind möglich und machbar. Letzten Endes geht es um eine ganz einfache, aber wunderbare Aufgabenstellung, die Planung. Und damit geht es um eine neue Inwertsetzung von devastierten und seit Jahrzehnten zubetonierten Flächen, die für so einen Braunkohletagebau nun einmal typisch sind. Das ist eine schöne Aufgabe, doch vor Ort wird alles schlecht geredet und ich selbst werde inzwischen sogar offen angefeindet, weil ich eben immer noch hier bin und mich nicht wegmobben lasse, weil es mir hier gefällt oder weil ich eben einfach da bin und niemals meinen Mund halte, wenn es darum geht, Arbeit, Einkommen sowie Naturheilung zu erklären.

Doch kommen wir zunächst auf einen hochinteressanten Artikel im Spiegel vom gestrigen Tag.  Hier den notwendige Link dazu, damit ihr euch das einmal in Ruhe durchlesen könnt. Ich lese zu gerne diese Zeitschrift „Spiegel“, denn sie gehört neben der TAZ aus BErlin zu den besten TAges- und Wochenzeitschriften, die wir in Deutschland haben. Aber schaut selbst.

In diesem Bericht wird erzählt, wie Deutschlands große Freizeitparks entstanden sind, wie sie gegen jeden Widerstand wuchsen. Warum geschah das? Weil es unternehmerische Visionäre in unserem Land gibt, die gegen jeden Widerstand kämpfen und sich niemals aufhalten lassen, weil sie ihre Vision verinnerlicht haben und alles tun, damit sie zur Wirklichkeit wird. . Und es wird davon berichtet, was das für die Kommunen bedeutet, in denen sie zuhause sind. Schaut genau hin, was dort gesagt wird! Sie haben eine unglaubliche und positive Entwicklung erlebt. Und warum? Weil es die Visionäre und ihre Familien gab und sie nicht weggingen und sich abschrecken ließen.

Und nun kommen wir zu unserem Revier Helmstedt. Meine Vision ist allenthalben bekannt, weshalb ich mich hier kurz fassen werde. Wir können diese Flächen für all diese Visionäre aufbereiten und anbieten. Wir haben einen Schornstein, der als Leuchtturm verwendet werden kann, um das Licht dieser Flächenentwicklungsvison in die Welt zu senden und wir haben den unschätzbaren Vorteil mitten in Europa an einer der Verkehrsmagistralen zu liegen! Doch leider wollen eine Mehrzahl der entscheidungsrelevanten Menschen hier vor Ort nichts mit Visionären zu tun haben. Im Gegenteil, sie feinden sie an! Sie vertreiben sie durch ihre Stumpfsinnigkeit, die zu DEM Entwicklungshemmnis Nr.1 hier vor Ort gehört!

Statt also die vorhandenen Flächen als ihr Münchhausensyndrom zu verstehen, mit dem sie sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen könnten, ziehen sie es vor, sang- und fast klanglos im selbst geschaffenen Sumpf unterzugehen. Sie betteln, zetern, jammern und zeigen mit allem, was sie haben, auf andere, statt dieses wundervolle Flächenpotenzial so zu entwickeln, dass es die Visionäre anzieht. Zum Beispiel aus der Freizeitparksszene. Sie verstehen es nicht, einen Teil der Tagebauflächen über die gesetzlich vorgeschriebenen Rekultivierungsmassnahmen als regional wirksamen Ausgleichsflächenpool anzubieten. Sie schauen weg, wenn es darum geht, diese künstlich geschaffenen Landschaften für Wohnprojekte – besser Wohnlandschaften – mitten in z. B. essbaren Landschaften zu beplanen. Sie wollen nichts davon hören, Teile der Bergbaulandschaften als künstliche Landschaften für bedrohte europäische Tierarten vorzuhalten, damit diese sich frei vermehren können, um dann in die vielen Auswilderungsprojekte abgegeben zu werden und derweil aber hunderttausende Besucher anlocken, um diese Tierarten zu bewundern. Sie wollen die vorhandenen Industrieflächen nicht in Wert setzen für energieintensive Nutzungen, denn gerade im industriellen Bereich und dem noch viel größeren Mittelstand gibt es in Deutschland hunderte Visionäre, die händeringend nach Flächen Ausschau halten, die ihren Ansprüchen entgegenkommen. Wo sie erkennen können, dass man sie ernst nimmt und alles tut, um ihnen die NAchnutzungsvision dahingehend zu erklären, was sie für die für sie notwendigen Freiräume angeht und die sie hier vor Ort haben können, um sie zur Verwirklichung ihrer eigenen Visionen zu nutzen. Da schaut man hier vor Ort zu, dass ein Gewässer so herumliegt und geht nicht den wichtigen Schritt, mit Hilfe von Kalkung und Springbrunnen die Wasserqualität schneller zu erhöhen und derweil einen Musik-Wasserspiel-Park zu etablieren, der hunderttausende Besucher anlockt, um das sehen zu können. Stattdessen grillt man lieber Würstchen und jammert herum, dass das ja noch alles Jahrzehnte dauern wird und ärgert das Bergbauunternehmen damit, einen neuen Strand anzulegen „ohne“ Bäume, obwohl es einen genehmigten Rekultivierungsplan gibt, an dem alle teilhatten.
Da ist kein Platz für Freiheit. Da ist kein Platz für Visionen. Da wird nie ein Platz sein für visionäre Menschen aus der ganzen Welt, weil man ihnen keine planerische Vision zeigen kann, weil man sie schlicht nicht hat oder haben will. Man sieht Europas höchsten Schornstein und sieht darin nur ein Übel, das weg muss. Man sieht nicht, dass dieser Schornstein ein Leuchtturm sein könnte, der tausende Menschen aus allen Ländern anlockt, weil Menschen einfach neugierig sind. Und Visionäre sind vor allem eines – neugierig! Sie würden sofort kommen, um zu schauen, was da vor ich geht. Und ich wette 1000 Euro, dass sie lachen würden und die Fäuste ballen, wenn sie erkennen könnten, ja, hier ist ein Platz wo man mich nicht für verrückt erklärt, wo man mich nicht disst und mobbt, weil ich anders denke, weil ich Visionen habe, die kaum jemand versteht! Hier kann ich bleiben, denn hier kann ich loslegen, denn hier machen die aus einem Schornstein einen Leuchtturm. Und ich werde dabei sein, sein Licht in die Welt zu tragen, indem ich meine Vision von einem Freizeitpark, von einer essbaren Landschaft, von einem Nachzuchtgehege wie es noch nie jemand gesehen hat (es sei denn er hat Jurassic Park gesehen), von einem Lichtspiel-Wasserpark, einer alternativen, weil vollständig recycelbaren Wohnparklandschaft, von einem, von auf Mittelständler zugeschnittenen, mit Bodenplatten und fliegenden Bauten zu versehenem Ansiedlungspark mit allen Services für die Familien dieser mittelständischen und viusionären Unternehmer, von einem deutsch-chinesischen Umschlagplatz allerfeinster Güte mit Alibaba und Amazon und wem auch immer, von meiner ganz persönlichen Vision endlich beginnen kann, sie in die Wirklichkeit zu holen. Und warum das Ganze? Weil es vor Ort jemanden gibt, der uns versteht und der genauso denkt und fühlt. Der nur Raum für Freiheit organisiert und uns anbietet. Der es versteht, Flächen neu in Wert zu setzen und all die notwendigen Freiräume für meine Ideen und Visionen schafft, weil er die verschiedenen Aspekte zusammenführt und ich darin einen Platz zum Arbeiten und Schaffen finde, der mir und meiner Familie und meinen Freunden sowie Mitstreiter*innen etwas anbietet, was ich so nirgends sonst finde – Freiheit zum kreativen Versuchen, Ausprobieren und Anwenden.

Ja, so einfach wäre es alles, wenn die Entscheidungsträgerschaften aus ihren selbst geschaffenen Gefängnissen heraus könnten, wenn sie dadurch den Mut aufbringen könnten, einen planungsbezogenen Paradigmenwechsel einzuleiten, der allen bestehenden, noch vor der Stilllegung befindlichen Bergbaurevieren in Deutschland, Europa, auf der ganzen Welt ein Licht weisen könnte, um Arbeit, Einkommen und Freiheit für neue Impulsgeber anzubieten. Doch stattdessen bekriegen sie mich, dissen und mobben mich, weil sie ja lieber Würstchen grillen, jammern und zetern und ja so und so alles viel besser wissen. Und dann klammern sie sich an ihre ländlich strukturierten neurogenetischen Larvalstadien, die als Erfahrungsjuristen, Erfahrungsplaner und so und so alles viel besser könnende Showstars ruraler Konvenienz daherkommen und die durch ihre ach so herzliche Jovialität ihre eigene Inkompetenz tarnen und sich qua Machtorientierung ein schier orgiastisch-karrieregeil veranlagtes Opportunisten-Team zusammenstellen und dadurch die verfahrene Situation noch chaotischer machen. Sie alle schauen nur auf das eigene Gemächt und heben nicht den Blick nach draussen in die Welt. Sie alle reden auch niemals von Freiheit, weil sie sie niemals geschmeckt haben, denn sie kommen samt und sonders aus Systemen, die nur Befehle ausführen können und ihrem ernannten Oberlemming an die Klippe folgen, um dann irgendwann im eigenen, selbst geschaffenen Sumpf von Unfähigkeiten zu ertrinken. Und alles, was anders ist, wird platt gemacht, weil es der „Führer“ so will. Und solange es dem eigenen Gemächt dient, ist doch alles bei feinster Ordnung – denken sie!

Doch, liebe Leute, so macht man das oben dargestellte nicht. Ihr werdet niemals wissen oder erahnen können, welche Kraft eine Vision hat, die den Blick aufs eigene Gemächt überhaupt nicht wichtig findet, sondern die an etwas orientiert ist, was viel viel größer ist als das eigene Leben. Solche Visionen orientieren sich an der Liebe zum Detail einer komplexen und komplizierten Situation und suchen ständig und stetig nach Lösungen. Sie sind meist empathisch ausgeprägt, denn wenn jemand an etwas glaubt, was viel größer ist, als das eigene Ich, dann neigt er dazu, das eigene kleine Ich-Gefängnis zu abstrahieren und herauszutreten, um etwas neues zu schaffen, das allen Menschen oder mindestens sehr vielen zugute kommt.
Die Trägerschaften von Visionen brauchen Freiräume! Wenn ihr in der Lage seid, diese zu organisieren, dann entsteht etwas, was noch viel größer ist als das eigene kleine Anhängsel, was ihr bisher angebetet habt. Es entsteht ein neuer Lebensraum für neue Menschen, denen es völlig gleichgültig ist, ob ihr Würstchen bratet oder gemeinsam eine Wanderung zu weggebaggerten Dörfern unternehmt. Sie suchen Lösungen und frönen nicht dem Grillgut, oder sagen wir, das können sie auch, doch das ist nur eine schöne Nebensache, mehr nicht. Sie sind neugierig und sie beseitigen Hemmnisse oder freuen sich, dass sie einen Ort gefunden haben, wo man die Hemmnisse für sie beseitigt, damit sie sich auf ihre Vision konzentrieren können. Genauso entstanden Siemens, Bosch, Mercedes, Porsche, so entstanden Till-Hydraulik, Steinecke, RPM und und und.  Sie alle schufen sich gegen jeden Widerstand von Aussen ihre Freiräume. Und was ist jetzt bitte so schwer daran, dieses Prinzip als das Leitmotiv für die Nachnutzung eines offenzulassenden Bergbaugeländes, wie dem Revier Helmstedt zu etablieren. Freiraum für Visionäre – es ist so einfach und anscheinend doch so schwer.

Aber wenn es euch glücklich macht, dann verunglimpft mich, disst, mobbt und ärgert mich weiter. Wenn ihr sonst nichts zu tun habt als das, dann sei es euch gegönnt. Doch ihr werdet es niemals schaffen, dass ich diese hier kurz dargestellt Vision nicht propagiere. Und solltet ihres es eines Tages dennoch schaffen, mich fertig zu machen, dann werden diese Zeilen mein verwirktes Leben überdauern und man wird euch fragen, was habt ihr denn getan, um diese Vision in ihrem Wert zu erkennen und vor allem in Wert zu setzen. Denn der Träger dieser Vsion hatte niemals das Ziel, euch vom Würstchen braten abzuhalten, euch irgendetwas Schlechtes zu wollen. Im Gegenteil, er hat und hatte diese Vision, um eine vom klassischern BErgbau in Mitleidenschaft gezogene LAndschaft von Grunde auf zu revolutionieren im wahrsten Sinne des Wortes.

Also, bratet Würstchen, lauft denen weiter hinterher, die euch zum Grillen einladen und  mit euch dem jovialen Erfahrungsaustausch frönen, und schaut weiter weg. Und schon bald habt ihr den Schornstein = Leuchtturm abgerissen, bald gibt es ein paar Grillhütten mehr, vielleicht ein Gründerzentrum, das niemand kennt, und es wurden zenternweise bunte Papiere angefertigt, um der NAchwelt davon zu berichten, wieviel Geld und Ressourcen ihr verschwendet habt, damit euch jemand sagt wieviel Uhr es ist.

Wohl bekomm´s.

Übrigens, es ist gerade 18:00 Uhr und ich gehe jetzt zum Training, um all die von euch in mir entstehenden Stresshormoncocktails zu veratmen, indem ich hunderte Tonnen bewege und meinen Körper damit reinige. Danke schön!

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Freizeitparks als eine Chance für offenzulassende ehemalige Bergbauareale – Revier Helmstedt

Willkommen in der Welt meiner Wahrheiten

Willkommen in der kleinen Welt meiner persönlichen Wahrheiten, die ich in aller mir möglichen Transparenz und Nachvollziehbarkeit versuche darzustellen.

Um euch das Lesen dieses doch langen Textes zu vereinfachen, hier meine Gliederung:

  1. Ausgangslage und Beweggründe
  2. Zu den Wahrheiten – Definition
  3. Die Wahrheit der Natur
  4. Die Wahrheit des (Da-)Seins
  5. Die Wahrheit des Lebens
  6. Die Wahrheit des Todes
  7. Die Wahrheit der aktuellen Waffen- und Drogenpolitik in vielen Ländern dieser Welt
  8. Die Wahrheit der Lüge und Intrige
  9. Meine persönlichen Schlussfolgerungen

I. Ausgangslage und Begründung

Zunächst, warum mache ich das?
Es gibt einige Gründe, von denen ich die mir bedeutsamsten schildere. Einer ist, ich werde älter und, das kennen viele, die das älter werden bewusst erleben, der Tod zieht seine Spuren in das direkte Umfeld ein.
Das ist wahrlich beeindruckend, insbesondere dann, wenn Dir die Menschen näher standen. In Anbetracht der Trauernden und des toten Menschen, hat man so seine eigenen Gedanken. Dafür ist dieser Moment der Besinnung  auch da. Es ist eine der unausweichlichen Wahrheiten unseres Daseins. Es geht irgendwann zu Ende. Und bevor ich über die Brücke gehe, möchte ich mich unbedingt zu meinen Wahrheiten äussern, denn es kann schon in wenigen Minuten zu spät dafür sein. Desweiteren habe ich ein Alter erreicht, das Veränderungen in meiner Art der Betrachtungen, vor allem aber der dazugehörigen Interpretationen, mit sich gebracht hat. Manche nennen es Reife.
Und, und das ist für mich eine wesentliche Begründung, ich habe mich durch die ständigen Angriffe gegen meine individuelle Auslegung von Geschehnissen in meiner Mitwelt, sehr stark auf die Suche nach Antworten zu den Fragen – Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? – konzentriert. Ich werde beruflich gesehen „reif geschossen“. Folglich denke ich darüber nach, was das Ganze eigentlich soll. In meinem Fall habe ich ja schon vor Jahren dazu entschlossen, meine Erlebnisse hier in einer Art Persiflage oder auch manchmal Tagebuch mit satirisch angehauchter Untermalung kund zu tun. Dass das die ständigen Angriffe von Befehlsauführermentalitäten, vorauseilenden Gehorsamserbringern und auch opportunistisch Veranlagten erheblich steigerte, damit habe ich, zumindest zu Beginn, nicht wirklich gerechnet. Dennoch wurde die Situation zu einer ganz persönlichen Wahrheit für mich. Und diese wiederum ist eine der Ausgangssituationen für den nun folgenden Essay.

Nicht, dass es irgendwie von Belang wäre, hier nun einen großen Wurf tätigen zu wollen. Das liegt mir fern.
Ich bin nur ein kleiner Mensch in einer großen Welt, dessen Abgang fast so bedeutsam ist wie der Sack Reis, der im Chinesischen umfällt. Doch wenn Dich ein Gedanke nicht mehr loslässt, was machst Du dann? Ich persönlich fokussiere und schaue, was wird mir da eingespielt?
Und ich denke wirklich und wahrhaftig, dass mein Erfahrungs- und Erlebnisschatz eine Wertigkeit besitzt, die mich u.a. zu diesem Bericht veranlasst hat.
Um mich herum sind wahrlich genügend Mitmenschen, die von mir ihre eigenen Ansichten haben, die sie aus dem Hörensagen Anderer ableiten oder weil sie mir in beruflichen Umfeldern begegnet sind, was bekanntermaßen nicht immer konfliktfrei ist, oder weil sie vielleicht auch etwas gelesen haben von mir, z. B. auf diesem Blog, was ihnen missfällt.

Ich möchte mit diesem schriftlichen Ausflug in die Wahrheiten, wie sie sich meiner Erkenntnis und Erfahrung erschliessen, aber auch für mich selbst eine Art Zwischenbericht anfertigen und offen und transparent darlegen, was ich zur Zeit denke und fühle. Und ich gebe es zu, ich hege damit auch die unverhohlene Hoffnung, dass ein gewisser und vor allem spürbar angenehmer Wandel einkehrt. Sei es dadurch, dass ich selbst erkenne, wo stehe ich, oder sei es, dass das kalte und negative berufliche Umfeld etwas Wärme und Licht bekommt. Man wird sehen. Mir ist völlig bewusst, dass sich einfach strukturierte Gehirne selten mit erweiternder Literatur beschäftigen wollen oder gar können. Sie leben ähnlich wie Wasserflöhe in einem Tümpel, für die dieses kleine Gewässer das Universum ist. Und sie rudern und fressen, um eines Tages selbst gefressen zu werden. Und so lebt der Wasserfloh gut und froh, ohne irgendeinen Text zu lesen oder auch nur irgendeinen Gedanken zu verlieren an andere Wahrheiten als seinen Tümpel.

Diese, meine kleine Welt, erhebt keinerlei Anspruch darauf, irgendeine Allgemeingültigkeit zu avisieren, noch möchte sie den Eindruck erwecken, irgendetwas besser zu wissen, zu machen oder irgendwie irgendwen dazu zu veranlassen, es mir gleichzutun. Es mag sogar sein, was ich in keinster Weise intendiere, dass sich diese unsensible und proklamatorisch stumpfe Masse in meinem Berufsumfeld noch vehementer gegen meine Person verhalten könnte. Damit meine ich insbesondere aktive Geister in meinem unmittelbaren beruflichen Umfeld. Ganz anders verhält es im privaten Umfeld, denn dort erfreue ich mich tagtäglich über die vielen positiven Begegnungen, Gespräche und motivierenden Gesten vieler Mitmenschen. Letzteres ist etwas, was mein Herz erfreut und mir belegt, dass ich als Person wahrgenommen und geschätzt werde. Viele Menschen sprechen mich freiwillig, offen und neugierig aber respektvoll an und sie kommen aus vielen verschiedenen Ländern, was mich sehr freut, zeigt es doch, dass ich nicht nur kosmopolitisch denke, sondern eine ebensolche Ausstrahlung habe, die diese Menschen zum Austausch mit mir anregt.

Gehe Deinen Weg, sieh´die Dinge, die Du siehst, schildere sie mir, aber vor allem gehe konsequent Deinen Weg und nur Deinen immer weiter! Das ist hier im „Vorspiel“ sozusagen die Quintessenz, um Dich bei der Lektüre oder auch danach anzutriggern, von Dir zu berichten, denn Deine Ansicht ist ebenso werthaltig wie die meine! Und Du kannst Dir dessen gewiss sein, auch wenn Du eine andere Meinung hast als die meine, ich würde alles geben, dass Du sie äussern darfst und kannst (frei nach Voltaire, einem herausragenden Freidenker).
Darin unterscheide ich mich grundlegend von einem Großteil der mich beruflich Umgebenden, die anscheinend nur ihre eigenen Wahrheiten kennen und darüber auch nicht zu diskutieren in der Lage zu sein scheinen. Im Gegenteil, sie vermeiden jeglichen Disput, vielleicht auch, weil sie intellektuell gesehen arge Zeiten erleben könnten. Aber so ist das im geistigen Bereich nun einmal. Es kann Dir jederzeit den Boden unter den Füssen wegziehen und das ist nicht immer eine schöne Erfahrung, vor allem dann nicht, wenn Du wie ein Wasserfloh doch nur Deinen kleinen Tümpel als das für Dich wahrzunehmende und damit wahrhaftige Universum kennst.
Die subjektiv wahrgenommenen oder wahrzunehmenden Wahrheiten, die sich zum Teil ja aus den unumstösslichen dinglichen Wahrheiten unserer Welt ableiten, sind ein Themenbereich, der, vielleicht nicht von Jedem, doch aber von einigen, für sehr wichtig erachtet wird. Und das ist er auch. Im Austausch miteinander können wir herausarbeiten, was wahr und was falsch ist. Dieser Text ist demzufolge auch ein Puzzlestück meines Lebensgeflechts.
Und an die Wasserflöhe gerichtet – rudert weiter. Ihr seid mindestens sehr interessante Wesen und ich beobachte euch zu gerne in euren Metmorphosen. Das fand ich schon als Kind äusserst faszinierend. Vor allem die Tatsache, dass, wenn ein Gewässer ein Nährstoffüberangebot hat, manche der Wasserfloharten plötzlich zur Parthenogenese wechseln und bei einem Nährstoffmangel dann wieder zur  zweigeschlechtlichen Variante wechseln. Wie genial ist das denn?! Egal – Klone sind manchmal auch „Clowne“ und „Clowne“ sind, geklont, „geclownt“ oder nicht, immer ein geistig anregendes Ereignis, nicht wahr?!

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II. Zu den Wahrheiten – Definition

Wie definiere ich Wahrheiten?

Ich erkenne etwas als Wahrheit an, wenn ich es umfassend und grundsätzlich verstehe. Natürlich gibt es viele Wahrheiten, die nur weil ich sie nicht in dem eben genannten Maß verstehe und nachvollziehen kann, dennoch existieren. Wenn ich sie nicht kenne oder meinen Fokus darauf lenke, bleiben sie sozusagen aussen vor. Ich konzentriere mich in diesem Essay auf die Wahrheiten, über die ich etwas aussagen kann.

Wahrheit ist zunächst einmal ein Begriff. Ich begreife also etwas. Ich kann es  fassen und greifen, sowohl physisch wie auch geistig. Wahrheit bildet sich für mich persönlich dann, wenn ich eine Beobachtung von mir oder anderen nachvollziehen kann und ich die Fragen, die ich durch Beobachtungen einer Angelegenheit habe, beantwortet bekomme. Und zwar in der Weise, dass ich in der Folge vergleichen kann, z. B. was dazu veröffentlicht wurde, so dass ich eine Deckungsgleichheit mit den Interpretationen anderer, wacher Geister zum besagten Wahrheitsbereich nachvollziehen – begreifen kann.
Juristen pflegen zu sagen:“Wenn mindestens drei Leute von einer Sache ähnlich berichten, bist Du nahe dran an der Wahrheit!“ Ähnlich verhält es sich in der wissenschaftlichen Betrachtung von beobachtbaren Phänomenen und der  dazugehörigen Theoriebildung, die auf Untersuchungsergebnissen und Versuchen beruhen. Wenn verschiedene Leute an verschiedenen Orten dieselben Beobachtungen und Untersuchungsergebnisse haben, also den Versuch und seine Ergebnisse rekapitulieren und selbst durchführen können, dann bildet sich eine wissenschaftliche Wahrheit heraus. Oder eben auch nicht! Die Wahrheitsfindung in den Wissenschaften ist demnach in einem ständigen Wandel und es werden abertausende von Disputen tagtäglich geführt, um an ihr zu arbeiten.
Die wissenschaftliche Wahrheitsfindung ist für mich ein hohes Gut, das es zu schützen gilt vor politisch induzierter Fehlinterpretation und damit von aus dem Kontext gerissenen Teilergebnissen. Ebenso ist die juristische Wahrheitsfindung zu schützen vor politischer Einflussnahme. Sobald politische Einflussnahme vorliegt, handelt es sich meist nicht mehr um Wahrheiten sondern für gewöhnlich um Demagogie, Manipulation und schlimmstenfalls um Lügen. In meinem Heimatland wurde in der Nazizeit ein Paradebeispiel für eben diesen Missbrauch gegeben und die Folgen waren fürchterlich. Und leider greift die politische Einflussnahme in allen Ländern immer mehr um sich. Den „Aktiven“ dieser politischen Welten liegt sehr daran, Wahrheit selbst zu gestalten, zu bestimmen, was wahr und was falsch ist, und sie so auszulegen, dass sie ihren Denk- und Machtmustern zuträglich ist. Das ist, was die eigentliche Wahrheitsfindung angeht, eine äusserst missliche und vor allem potenziell gefahrvolle Sitution für die jeweiligen Gesellschaften, denn mit der Wahrheitsfindung – oder wie hier angesprochen der Wahrheitsmanipulation – ist immer auch das Thema Freiheit verbunden. Dazu aber später.

Eine Wahrheit ist sicher nie eine alleine, nur weil irgendjemand schöne, eindringliche, drohende, schmeichelnde Wortgefüge verwendet! Wahrheit entsteht durch Lernen, Denken,  Beobachtungen, präszise dargestellte Ergebnisse, deduktive Schlussfolgerungen und zuletzt, was immanent wichtig ist, durch Versuche, die dann entweder die Mutmaßungen (Theorien) durch Versuchsergebnisse bestätigen, teilweise widerlegen oder sogar obsolet stellen. Wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen nicht unter den Vorbehalt gesellschaftlicher Strömungen geraten, denn dann laufen sie Gefahr manipuliert und demagogisch verzerrt zu werden. Auf der anderen Seite muss die Gesellschaft eine Beobachtungs- und Eingriffsfunktion wahrnehmen können, denn sonst wird die Wissenschaft einseitig ausgenutzt, z. B. indem sie von finanzstarken Interessengruppen für deren Zwecke instrumentalisiert wird. Dazu gehören auch die Forschungseinrichtungen eben jener Gruppen. Ein plastisches Beispiel ist hier z. B. die Medikamentenforschung.
Eine wichtiges Instrument der Wahrheitsfindung ist für mich persönlich dieses,  dass Ausnahmen die Regeln widerlegen müssen und dürfen, und dass besonderes Augenmerk auf die immer auftretenden Ausnahmen von vermeintlichen Regeln gelegt werden kann, darf und muss. Also nicht, wie es so gerne im Volksmund dargelegt wird: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ausnahmen widerlegen die Regel! Das ist eine Wahrheit und ein sehr wichtiges Instrument bei der Suche nach Wahrheiten.
Deshalb sind die Widersprüche in sogenannten Gesetzmäßigkeiten (Regeln) für mich persönlich „das Salz in der Suppe“, auch wenn genau zu betrachten und abzuleiten und eben gerade die „Ungereimtheiten, Unregelmässigkeiten““ genau offenzulegen und ggf. die gerade gewonnene Gewissheit wieder zu verlieren und nur eine Ahnung oder einen Eindruck zu haben, einem selbstverliebten wissenschaftlichen Menschen gar nicht schmecken. Noch weniger schmecken sie den die Wissenschaft umgebenden gesellschaftlichen Gruppen. Doch was ist wichtiger? Dass der eigene Name in die Analen eingeht und vielleicht schon kurze Zeit später auf dem Schrott landet weil völlig falsch, oder respektvoll benannt zu werden, weil neben der Theorie auch die Grenzen derselben klar benannt werden?!? Ist es wichtiger, dass die Gesellschaft mit scheinbaren Regelhaftigkeiten befriedigt wird, um dann u.a. politische Entscheidungen zu treffen? Ich denke, dass das einer der schlimmsten Vorgänge ist, denn viel zu oft schon wurden Halbwahrheiten oder sogar schlicht Lügen zum Ausgangspunkt fürchterlichster Kriege mit Myriaden an Toten und Verletzten.
Ein Beispiel ist die Klimaforschung. Auch wenn es nicht von der Hand zu weisen ist, dass die anthropogene Klimaerwärmung stattfindet, gibt es viele signifikante Ausnahmen. Und ich denke, dass wenn wir uns auf diese Ausnahmen fokussieren, könnten wir deutlich mehr erfahren darüber, wie komplex dieses Gesamtgeschehen ist. Dennoch steht es ausser Frage, dass die einfache Regel, dass der Mensch mit seiner Industrie, seinen Maschinen u.v.m. zu einer eindeutigen Gesamterwärmung nie bisher dokumentierten Ausmaßes geführt hat,  eine unumstössliche Wahrheit ist.n Und sie hat gewaltige Folgen, wie z. B. Wanderungsströme, Extinktion von Lebensgeflechten u.v.n..
Wahrheit ist für mich somit ein ständiges Suchen, Vergleichen, Gegenüberstellen, Differenzieren und, ja, und es ist auch ein Vergnügen und eine Freude, hinter „den Spiegel sehen“ zu lernen. Wahrheiten suchen bedeutet für mich persönlich, stets neugierig zu sein, sich zu besinnen und oftmals auch, immer und immer wieder von vorne zu beginnen und nicht aufzugeben, sondern voranzugehen. So genau lassen sich Wahrheiten finden!

Dass dieser kritische und reflektierende Verstand den Mächtigen ganz gleich wo auf dieser Welt ein Dorn im Auge ist, gegen der sie mit teils unmenschlichen (und meist gegen die Menschenrechte verstossenden) Aktionen vorgehen lässt, steht leider auch ausser Frage. Es mag ein schwacher Trost für all die sein, die darunter leiden und gelitten haben, dass diese proklamatorischen Wahrheitsverzerrer im überwiegenden Teil der Fälle von der Geschichte weggespült werden, denn zurückblickend ist die Freiheit und die Suche nach Wahrheit letztendlich stets die stärkere Kraft gewesen und nichts und niemand kann sie verhindern, denn Menschen sind nun einmal neugierig und vor allem auch sehr kreativ.

Und diese beiden Komponenten alleine sind für sich betrachtet schon so etwas wie Garanten für eine fortschreitende, manipulationsfreie Suche nach den Wahrheiten unserer Lebenswelt. Allerdings gibt es leider sehr schlimme individuelle Schicksale, die aus dieser hier genannten Diskrepanz und dem geschilderten Konfliktfeld hervorgehen und entstanden sind. Hier mag eine kritische historische Wissenschaftsforschung herangezogen werden und es müssen daraus gesellschaftspolitische Konsequenzen gezogen werden, wie z. B. der internationale Schutz von Menschen, die wegen ihrer kritischen und ggf. nicht machtkonformen Betrachtungsweise – u.a. im wissenschaftlichen Kontext – faktisch unterdrückt werden und sogar um das Wohlauf von sich und ihren Familien bangen müssen. Ich persönlich finde es geradezu widerlich, dass die opportune Phalanx es immer wieder bewerkstelligen kann, die Aufrichtigen und Ehrlichen mundtot zu machen und dass die Letztgenannten an den gesellschaftlichen Pranger gestellt werden können, ohne gesetzlichen Schutz. Insofern darf ich mich glücklich schätzen, dass ich in einem Land leben darf, dessen gesetzliche Schutzmechanismen diesbezüglich vergleichsweise fortschrittlich sind. Um wievieles schlimmer ist es in vielen anderen Ländern, wo es so ein starkes Gesetzeswerk und vor allem unabhängige Richterschaften nicht gibt.

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III. Die Wahrheit der Natur

Die Wahrheit der Natur –

die Natur ist für mich das Gewebe oder die Matrix, innerhalb dessen auch wir Menschen uns befinden, aus dem wir stammen, mit dem wir tagtäglich interagieren und in das wir nach dem körperlichen Tod dann auch wieder in Form von molekularen und atomaren Strukturen  vollständig eingehen und neu „verbaut“ werden.
Ich verstehe mich sowohl als Individuum und gleichzeitig als Teil einer naturgebundenen Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft von Mitmenschen und vielen anderen Mitweltwesen – und zwar allen, vom mikroskopisch Kleinsten bis hin zu den „begreifbaren“ Eintitäten unserer Mitwelt und scheinbaren Unendlichkeiten, wenn ich in einer klaren Nacht empor sehe. Ja, ich erkenne sogar, dass ich selbst das Behältnis für ganze Universen von Bakterienkolonien bin, die mich vielleicht sogar so arrangieren, dass ihnen ein Leben ermöglicht wird. Die Wechselwirkungen sind mir nur teilweise bekannt, dennoch akzeptiere und respektiere ich diese grundlegende Wahrheit umfassend.
Wunderbar hat es einst ein Mensch von der amerikanischen Pazifikküste (See-at-la) zum Ausdruck gebracht: „Die Erde gehört nicht dem Menschen, der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie eint.“
Was immer ich in dieser „Matrix“ unternehme, das tue ich letzten Endes mir selbst an, denn ich bin nicht losgelöst von dem Lebensnetz. Das sollte bitte nicht negativ interpretiert werden, sondern eher den bewussten Umgang herausstellen. Ich bin mir dessen bewusst, dass die kleinste Handlung von mir in diesem Gewebe Wirkungen hervorruft. Deshalb habe ich gelernt und studiert, um dieses Mitwelt- und Lebensgewebe zu verstehen. In meinem persönlichen Fall, indem ich Geowissenschaften studierte und darüber die ganzheitliche Sicht – zumindest bilde ich es mir ein – verinnerlichte. Das hat mir eine große Zahl für mich völlig neuer Blickwinkel ermöglicht und beeinflusst auf sehr direkte und spürbare Weise meine heutige Suche von Wahrheiten. Ich möchte damit andeuten, dass es Wissensgebiete gibt, die diese Wechselwirkungen im Fokus haben. Ich habe eines davon ausgewählt, um mich tiefer einzuarbeiten. Essenz ist hier: lerne, lerne, lerne! Beobachte, lerne, interpretiere, suche, denke, fühle. Die Wahrheiten des Lebens lassen sich genau auf diese Weise erkennen. Und es ist ein wunderbares Erlebnis, sie verstehen zu lernen.
Die Natur ist für mich persönlich die größte Lehrmeisterin in Sachen Wahrheiten, denn sie offenbart sich freundlicherweise stets und überall. Gut, manchmal ist sie gar nicht freundlich, sondern brutal, wild, völlig ungezähmt und übermächtig. Doch ist es nicht genau dieser Gegensatz von lieblich, umschmeichelnd, ernährend, fruchtbar und brutal, desaströs, vernichtend auf engstem Raum?! Ist es nicht völlig faszinierend, dass genau durch diesen Gegensatz, der sich in Raum und Zeit offenbart, eine Fülle von Lebensräumen, Ansichten und eine unvergleichliche, einzigartige Pracht an Formen, Farben, Geräuschen und Gerüchen in jeder nur vorstellbaren und messbaren Größenordnung auftut?! Und wir, ich auch, sind ein Teil davon. Das ist eine Wahrheit!
Sie ist unumstösslich und hat gewaltige Folgen für jeden von uns. Für Dich genauso wie für mich! Wir können nicht ohne die Natur, die Natur kann aber jederzeit ohne uns! Allerdings ist es auch eine Wahrheit, dass Du zur falschen Zeit am falschen Ort sein kannst und Dich dann eben der brutale Aspekt der Natur aus dem Leben nimmt. Fatal! Ich wünsche es wirklich niemandem.
Klimawandel, Verschmutzung, Versauerung der Böden, Sterben ganzer Artengemeinschaften, Verarmung, Desertifikation, Treibhauseffekt – das sind die Wahrheiten oder Tatsachen, die wir Menschen tagtäglich in der „Naturmatrix“ erzeugen! Du, ich, alle! Und warum tun wir das? Weil wir uns nicht zusammen tun und dafür Sorge tragen, dass der Verschmutzung, Versauerung, der Ausrottung, Verarmung, Desertifikation Einhalt geboten wird. Wir halten uns, Du , ich, alle für so wenig mächtig, dass wir, obwohl wir die hier genannten Wahrheiten kennen, denken, wir könnten sie nicht ändern! Dabei ist es einfach! Ein klares Nein! Ein klares „ich werde jeden, der sich gegen diese Wahrheiten vergeht, nicht unterstützen, sondern nur die, die durch ihre Handlungen belegen, dass auch sie die hier genannten Wahrheiten kennen und sich daran orientieren.“
Mehr nicht! Dieser erste Schritt ist meines Erachtens der wesentlichste, denn er verändert alles.
Folglich höre ich nicht denen zu, die mir sagen, wie kompliziert der Zusammenhang ist, das weiss ich selbst, sondern nur denen, die Vorschläge haben und beginnen anders vorzugehen. Obwohl es so einfach ist, ist es ein wirklich schwerer Weg, denn Du kommst dabei sehr zügig in Konflikte mit den Gesellschaftsgruppen, wie u.a. der Industrie oder eben großen Unternehmen, deren Ziel nicht die Erhaltung von sauberer Umwelt sondern schlicht und einfach von Kontoständen, Machtfülle u.ä. ist. Und Du wirst einen fortwährenden Dissenz erzeugen mit den Nulllinienwesen, die meist parasitär und gekonnt opportunistisch durch ihre Leben gehen. Doch was ist es wert, solchen Nullnummern zu folgen, die Dich sogar letzten Endes für ihr kleinkarierten und machtgeilen Sabbereien ausnutzen, um Dich dann hernach fallen zu lassen?! Ich persönlich denke, nichts ist es wert! Schon gar, wenn Du vin Innen heraus eine völlig andere Lebenseinstellung hast oder Dir zueigen machtest durch lernen, beobachten usw..
Viele Institutionen sind z. T. seit Jahrzehnten „am Markt“ und sie haben – zumindest gilt das für Greenpeace, Seasheperd, den BUND, NABU u.v.m. – maßgeblich dazu beigetragen, dass die täglichen Untaten an der Natur öffentlich werden, die Verursacher genannt und entsprechend belangt werden. Gesetze zum Schutz des Menschen und der Natur entstehen nicht von allein. Sie müssen erkämpft werden gegen fast mafiöse Strukturen (mafiöse Strukturen sind immer parasitär; Du kannst sie daran sogar erkennen), die niemals freiwillig ihre Ausbeutermechanismen aufgeben sondern nur durch gesellschaftlichen Druck eingepfercht und ggf. sogar obsolet gestellt werden können. Und selbst dann sind diese mafiösen Machtstrukturen immer und immer wieder in der Lage, ihre Pfründe, ihren Shareholder-Value u.ä., ihren Parasitismus aufrecht zu erhalten. Und sei es mit unrechten Mitteln wie brutaler Gewalt. Als Beispiele seien hier genannt der Strompreis und die Stromlobby, die Autoabgaseinrichtungen und die Fahrzeuglobby, die Müllentsorgung und die Abfalllobby, die Waffenlobby und der Waffenhandel, der Drogenhandel, der Menschenhandel usw.. Sie sind nicht umsonst in einem Zuge genannt worden, da sie parasitär, mehr oder minder offensichtlich brutal und ausschliesslich zum eigenen Wohle vorgehen, ganz gleich welch fatale Wirkungen ihre Handlungsmuster auf die Lebensnetze, die Naturmatrix oder einzelne Gemeinschaften und Gesellschaften haben.

Wahrheit und Faktum bleibt aber immerdar: wenn das natürliche Geflecht verarmt, weil wir Menschen es nur ausbeuten, ohne gleichzeitigen und gleichwertigen Ersatz vorzunehmen (und das geschieht leider nur ganz ganz selten), dann ist es unabwendbar, dass auch wir – oder ein beachtlicher Teil von denen, die keinerlei Macht und Geld haben – ausgelöscht werden, denn die Natur kann ohne den Menschen sehr wohl auskommen, der Mensch kann aber nicht ohne die Natur existieren. So einfach ist das. Fatal ist, wenn einer Mehrheit an Habenichtsen (so werden die Mittellosen gerne von den Machthabenden benannt) Schaden widerfährt, weil einige Wenige sich einen Kehrricht darum kümmern, welche Folgen ihr Handeln hat.
Wenn unsere Landwirte z. B. Unmengen an Düngern, Kulturpflanzenschutzmitteln einbringen, die Böden verdichten und nicht adäquat bearbeiten, dann können sie vielleicht eine ganze zeitlang höhere Erträge erwirtschaften, doch den Preis dafür zahlt die Mitweltgemeinschaft. Wenn das Schutzgut Boden degradiert, erodiert und letzlich dann vernichtet wird, dann wird unsere aller Lebensgrundlage vernichtet. Ohne gesunden Boden sind wir alle nichts, denn er ernährt uns.
Wenn uns Autofirmen betrügen, indem sie sagen, sie würden saubere Motoren bauen, und es dann geschickt manipulierte Maschinen sind, die nur zeitweise weniger Abgase produzieren, dann bezahlen wir alle dafür, denn die Verschmutzung der Luft wird mehr statt weniger und damit nehmen auch die damit verbundenen Krankheiten an Mensch und Natur zu und nicht ab.
Wenn wir zusehen, wie die Industrie und auch wir alle in unseren Haushalten immer mehr CO2 produzieren, dann wird die Erde in einer nie dagewesenen Weise immer wärmer und wir alle spüren diese Veränderungen in unseren Umfeldern (das geschieht bereits, Stichwort Treibhauseffekt).
Wenn unzählige Staaten nichts tun, um die Verschmutzung des Bodens, der Gewässer und der Luft zu verhindern, dann verschmutzen sie damit ihre Länder und die Mitwelt und der überwiegende Teil der Menschen wird dadurch ärmer, nicht reicher.
Es kommt in der Folge zu gewaltigen Wanderungsströmen. Auch das geschieht gerade, Stichwort Flüchtlingskrise.
Wenn guter Boden, reines Wasser und subere Luft nicht mehr vorhanden sind, dann weicht alles, was lebt aus. Es wandert. Und wenn dann die, die noch über diese Güter verfügen, spüren, dass sie abgeben müssten, dann kommt es zu Kriegen und widerlichen Konflikten.

Die Zusammenhänge sind offensichtlich. Sie sind Wahrheiten!

Ist es nicht eine der wichtigsten Aufgaben, den gerade genannten widernatürlichen Vorgehensweisen Einhalt zu gebieten und in jedem Haushalt, jeder Firma, ganz gleich wo, mit dafür Sorge zu tragen, dass wir unsere Kräfte und Kenntnisse dafür einsetzen, dass ein Mehr an sauberer Mitwelt gestaltet wird?! Ist es vielleicht auch für Dich bedeutsam, wenn Du in Deinem Garten statt Nadelgehölzen Bienenweiden, Hummelbrutplätze und Blattpflanzen etablierst?!
Fangen wir im Kleinen an und erweitern den Radius von Jahr zu Jahr, denn im Kleinen wie im Großen ist eine Wahrheit der Natur, die wir respektieren und fördern können, nämlich die, dass wir ohne die Natur gar nichts sind und die Natur sehr wohl ohne den Menschen deutlichst vielfältiger wäre. Sicher ist für mich persönlich, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der sich in dieser Hinsicht einbringt. Es gibt in diesem Kontext wirkliche HeldInnen. Auch wenn Du nur relativ wenig von ihnen erfährst, weil die machtpolitisch gelenkten Medien nicht berichten dürfen oder diesen der Geld in deren Kassen spülende „Bildjournalismus“ wichtiger erscheint. Die „AktivistInnen“ sind dennoch existent und sie arbeiten an ihren jeweiligen Themen! Sie haben in vielen Ländern, u.a. in meinem, für gesetzliche Änderungen gekämpft, die insgesamt betrachtet zum Wohle der Natur beitragen oder beigetragen haben. Und der Weg ist noch lange nicht zuende. Er hat erst gerade begonnen.
Die Natur ist das gewaltigste erlebbare Szenario, das wir in unserem Leben verstehen lernen können. Und das Besondere daran ist, Du spürst oder lernst tagtäglich, dass Du ein Teil von ihr bist und dass sie den Schutz um unserer selbst Willen benötigt. Wollen wir uns selbst und unseren Nachfahren ein gutes, also gesundes und auskömmliches Leben ermöglichen, dann müssen wir uns um die Natur kümmern und sie in Schutz vor den Bestien nehmen, die sie nur ausbeuten und sich nicht darum kümmern, neue Lebensgeflechte aufzubauen oder bestehende zu sanieren und zu revitalisieren. Akzeptiere und respektiere diese Wahrheit, oder lasse es. Lässt Du es, dann gehörst Du für mich nicht zu denen, denen ich meine Freundschaft anbiete und auch die Deine nicht als Besonderheit bewerte. Für mich persönlich ist das Kümmern um die Wechselwirkungen des Lebendigen eine wichtige  Angelegenheit.

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IV. Die Wahrheit des (Da-)Seins

Die Wahrheit des (Da-)Seins

Um dem Eindruck vorzubeugen, es ginge bei der Darstellung meiner subjektiv wahrgenommenen Wahrheiten darum, dass es irgendeinen Weg gibt, gar eine Hoffnung oder ähnliches, dem ist meiner Meinung nach nicht so. Das Schicksal, also das, was jedem Einzelnen von uns widerfährt, kennt keine höhere Gerechtigkeit, zumindest kann ich sie nicht als aktive Kraft oder ähnliches ausmachen. Ob ich das hier nun darstelle oder auch nicht, wir entgehen unserem Schicksal niemals. Also selbst wenn Du oder ich denken, wir könnten Wahrheiten erkennen, heisst das nicht, dass unser Lebens- und Schicksalsweg davon irgendwie berührt wird, schon gar in positiver und bekömmlicher Weise.

Ich selbst vermag keinen übergeordneten Plan zu erkennen, ich vermag auch keinen einzigen Hinweis auf ein Interagieren zwischen Hüben und Drüben wahrzunehmen. Das Rätsel des Seins, sollte es einen Sinn geben, ich kann ihn euch nicht sagen, denn ich weiß nicht, ob es einen Sinn unseres Daseins überhaupt gibt. Ich tendiere eher zu der Auffassung, dass wir sowohl der mannigfachen Interaktion der Natur-Matrix (z. B. Krankheiten) als auch der gesellschaftlichen Mitweltgefüge schlicht ausgeliefert zu sein scheinen. Weder meine Intellektualität noch mein Glaube, so ich denn einen habe, können mich vor dem Ungemach der beiden energiegeladenen Netzwerke in irgendeiner Art und Weise schützen. Das einzige, was einen gewissen Schutz gewährleistet, ist, halte die Augen auf, denn die Rettung der Ertrinkenden ist Sache der Ertrinkenden. Und wenn Du denkst, Du musst etwas unternehmen, tue es. Mache es!

Und sei Dir dessen bewusst, alles, was Du in diesem Netzwerk vornimmst, wird eine Wirkung haben und letzten Endes kommt ein Teil dieser Wirkungen bei Dir selbst an. Das hat nichtrs mit irgendeiner Form der Gerechtigkeit zu tun. Meiner Meinung nach hat es einen zutiefst energetischen Aspekt und keinen religiös-philosophischen.

Ich möchte sogar soweit gehen, zu sagen, das ist sicher. Und deshalb ist es auch wichtig, sich darüber bewusst zu werden. Das Wechselwirkungsgeflecht auf einer enerergetischen Ebene existiert. Und wenn Du es manipulierst, kann das zu für Dich erfreulichen kurzfristigen Ergebnissen führen, doch es entlässt Dich nicht.  Du bist genauso Spielball des Seins wie jedes andere, Dich umgebende Mitweltwesen. Das ist das einzige, was ich denke, darüber zu wissen. Doch endgültige Sicherheit habe auch ich nicht. Und aus energetischer Sicht heraus ist das Lebensgefüge anscheinend so ausgelegt, dass es auf jedweden Entzug oder Zusatz von Energie adäquat reagiert. Einzig die Zeitpunkte sind unterschiedlich lang. Mal reagier das lebendige System innerhalb wahrnehmbarer Zeitabschnitte, mal nicht. Das macht es ja gerade so immens schwer, Vorhersagen zu treffen.

Ich denke und fühle, also bin ich. Ich betrachte mich als Gefäss für einen, meinen, von mir wahrzunehmenden Geist, der in meiner körperlichen Hülle zeitweise verweilt. Und mein Geist kann lernen, kann fühlen, kann kommunizieren. Sei es in der mir anerlernten Muttersprache, sei es in einer oder mehrerer weiterer Sprachen, die meine Mitwelt mir anbietet oder die ich in ihr nutzen kann, muss, darf. Oder sei es nonverbal, denn um wievieles mehr kommuniziert mein Geist über Gefühle, Intuitionen, Ahnungen?! Auch das ist erlernbar! Und ich bewege mich wie alles um mich herum in der natürlichen Matrix. Sie machte mich, sie macht alles, was wir als Dasein und Leben erkennen können. Die Natur ist unser aller Mutter und sie ist das Gewebe, aus dem wir als individuelles Wesen hervortreten und in das wir unseren Körper betten, um wieder dispers zu werden, indem unsere Körper dazu beitragen, dass es neues Lebens gibt. Doch wir haben ein geistiges Wesen in uns, das stets neugierig, fordernd, wissen wollend ist, das Freude und Liebe empfinden kann. Es reflektiert sogar das eigene Leben, (Da-)Sein, fragt sich, woher komme ich, wer bin ich, was mache ich hier eigentlich. Du kannst es jederzeit „zuschalten“, indem Du Dir besinnende Momente schenkst, Du kannst es aber auch „wegschalten“, indem Du Dich nur auf Karriere, Geldvermehrung, Machterreichung, Einfluss- und Verdienstespiele konzentrierst, denn auch das ein Teil Deines Geistes! Wir sind in diesen Entscheidungen frei, solange uns nicht andere Menschenwesen daran zu hindern versuchen. Du erkennst zweifelsohne, dass Dein Sein eine Wahrheit ist. Es ist Dein Leben, das Du reflektierst, gestaltest, es ist Deine Interaktion mit anderen Mitweltgeschöpfen, die Du schaffst und an denen Du Dich erfreust oder davon lebst. Auf jeden Fall bist Du lebendig und Dein Sein ist alles, was Du wirklich hast. Und das erkennst Du ganz schnell, wenn Du einmal versuchst, die Luft anzuhalten. NA? Wie lange funktioniert das? 20 Sekunden, gar eine Minute?! Du erkennst unschwer, dass Dein Sein  als lebendiges System unabdingbar verbunden damit ist, dass Du atmest, trinkst und isst – und denkst. Es ist eine unabwendbare und existierende Wahrheit.
Mir wurden die Gedanken, die ich hier als elementare Daseinsfaktoren beschreibe, nicht in die Wiege gelegt. Ich lerne und beobachte, lese, schaue hin, höre zu und gebe mir oft Ruhe, um die Bilder fliessen zu lassen und dadurch den Begriff Wahrheit des Seins für mich greifbarer zu machen. Nicht alles um mich herum ist sofort erklärbar oder erscheint mir sinngebend. Muss es auch nicht, doch in der Ruhe und Besinnlichkeit liegt einer der Schlüssel verborgen, der in mir einen Eindruck von Wahrheit des Seins formen kann. Vielleicht geht es Dir ja genauso?
Ich habe noch einen zweiten Schlüssel gefunden. Es ist dies die Kreativität, also eine Handlungsweise, die in keinster Weise von mir verlangt, genau messend, kalkulierend, logisch vorzugehen.
Verbinde ich diese beiden Geschehnisse zu einer Aktionsform, stelle ich fest, dass eine Art „Gehirnfliessen“ einsetzt, das mein Hier-Sein auf besondere Art und Weise um viele Facetten bereichert. Mit Deiner Hände Arbeit in kreativer Weise verbinden sich die verschiedenen Gehirnareale miteinander und lassen Dich etwas erleben, was ich wie eine Art freundlich aufmerksamer und vor allem liebend fürsorglicher Zuwendung erlebe. Es ist dies die Zuwendung zu Dir selbst, zu Deinem Inneren, zu dem, was Dich als Persönlichkeit ausmacht. Das gestalterische Arbeiten ist ein wundervoller Prozess unseres Seins, sei es individuell oder in einer Gruppe. Gestaltung, Formung bewegt uns im tiefsten Innern und nähert uns auf besondere Weise dem Sinn des Seins, denn wir fühlen uns bei diesem Prozess aufs innigste verbunden, erkennen uns als Teil eines Ganzen und dennoch sind wir ganz in uns und vor allem Du fühlst das eigene Ich. Schon seltsam. Ich hoffe, ich konnte die Worte so wählen, dass es verständlich geworden ist.
Das bedeutet allerdings nicht, dass das kreative Schaffen nicht auch ein Prozess sein kann, der schmerzlich und sehr emotional ist. Häufiger als es mir persönlich z. B. lieb ist, ermöglicht es ein Durchdringen tiefster und scheinbar bedrohlicher Eindrücke. Ich habe erfahren, dass das allen Menschen in ähnlicher Weise widerfährt, ganz gleich aus welchem Kulturkreis und damit Prägungsmuster sie stammen. Meistens  ist das Ergebnis eine innere Ruhe, die dann einkehrt, wenn Du mit Deinen Händen und Deinem Geist auf kreative Weise arbeitest. Doch dieser öffnet ganze Schleusensysteme. Nicht umsonst werden im therapeutischen Kontext kreative Gestaltungsabläufe angewendet, um genau den hier beschriebenen Mechanismus in Kraft zu setzen. Und das ist deshalb auch nicht immer ein wohltuender Prozess. Gut, letzten Endes ist er es, doch dieser Weg kann viele Kurven, Fallgruben, nebulöse Stellen aufweisen. Dafür wirst Du ja im therapeutischen Umfeld auch professionell begleitet.
Ist das hier geschilderte Geschehnis nicht auch ein Hinweis darauf, dass wir Menschen übergreifende Gemeinsamkeiten haben, die unser Sein kennzeichnen, und das über alle kulturellen und gesellschaftlichen Schranken hinweg?! Ist es vielleicht sogar eine ganz wesentliche Gemeinsamkeit, die uns vereint und ist es damit nicht auch ein Ansatz, dem wir gemeinsam folgen können? Ich persönlich halte es für eine Seins- und Sinn des Seins-Frage und erkenne diese Wahrheit der Geschehnisse an. Ich weiss natürlich nicht, wie es Dir geht, doch ich mutmaße, Du kennst das auch.  Deswegen postuliere ich hier ganz frech: der Sinn des Seins ist die Gestaltung, das Schaffen, die gemeinsame Arbeit, das Miteinander. Die Wahrheit unseres Seins beruht im Wesentlichen auf einem Erleben des Miteinanders, denn wir sind letzten Endes auch nur Säugetiere und damit soziale Wesensgemeinschaften, deren Geninformationen auf Austausch ausgelegt sind, weil es sinnvoll und überlebensfördernd ist, miteinander etwas zu tun. Du kannst demnach die Wahrheit Deines Seins für Dich selbst erschliessen, wenn Du Dich kreativ, frisch, fromm, fröhlich und manchmal sogar frei auf die Dich beschäftigenden Ereignisse einlässt und sie beginnst zu „begreifen“ und sie mit anderen Menschen teilst.
Und auch hier, ich sprach es bereits andeutungsweise an, taucht als eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung die Freiheit des Einzelnen auf. Die Freiheit, sich der Entscheidung der Gruppe anzuschliessen, sich eine andere Gruppe zu suchen oder eben eigene Wege zu gehen!  Und interessanterweise wird die Beschäftigung mit Dir selbst, z. B. bei kreativen Handwerksarbeiten, im Rahmen einer Dich umgebenden Gruppe zu einem meist sehr erkenntnisreichen Vorgang, um es etwas neutraler zum Ausdruck zu bringen. Fortgeschrittene und am Wohl und der Gesundheit des Menschen orientierte Kultur- und Gesellschaftskreise erkennen in dieser Freiheit des Einzelnen eine kreative und sinngebende Kraft und lassen sie demzufolge auch zu und schützen sie sogar rechtlich. Retardierte Gesellschaften dagegen versuchen diese Freiheit zu unterdrücken und zu verhindern, denn sie könnte die bestehenden Machtsstrukturen gefährden. Das reicht bis hin zu aktiver Diffamierung und Diskreditierung, gesellschaftlicher Ausgrenzung, ja sogar Verfolgung und Bestrafung. Doch wie auch immer die relevante Vorgehensweise sein mag, immer und stets taucht in der Interpretation der Wahrheit des Seins eben diese Freiheit auf, etwas zu tun oder es zu unterlassen bzw. tun zu dürfen oder es wegen gesellschaftlicher Sanktionen unterlassen zu müssen. Du kannst Dich frei dazu entscheiden, anderen zu schaden oder in friedlichem Austausch mit ihnen zu leben. Und das betrifft alle Mitweltlebensgemeinschaften, nicht nur die Deiner, meiner Mitmenschen. Du kannst Dich für einen Weg zu Dir, zur Suche nach Deiner Wahrheit entschliessen und es kommt dann ganz auf die Dich umgebende aktuelle Gesellschaft an, ob das ein konfliktfreies Unterfangen wird oder Du dafür die jeweils akzeptierten gesellschaftlichen Sanktionen erlebst. Doch diese Suche, dieses Hinausschreiten aus vermeintlichen gesellschaftlichen oder gemeinschaftlichen Grenzsetzungen kennzeichnet m. E. die Wahrheit des Seins. Das sich Bewusstwerden des eigenen Ichs, der eigenen Existenz (ich denke, also bin ich) ist eine Wahrheit. Und es birgt wie schon beschrieben eine Unmenge an Konflikten mit Deinem direkten Umfeld. Allerdings ist dieses Loslösen aus ganz individuellen Erwägungen heraus geradezu ein Charakteristikum der nach Wahrheit suchenden Menschen. Sie erkennen die gesellschaftlichen „Pferche“ und „Gatter“ und stellen sie über kurz oder lang in Frage und lösen sich nach Möglichkeit mehr oder minder vehement und nachhaltig selbst heraus bzw. werden durch die „Eingepferchten“ und „Eingegatterten“ herauskomplementiert.

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V. Wahrheit des Lebens

Die Wahrheit des Lebens

Leben bedeutet, dass Du Dich und Deine Mitwelt und Deine Mitwelt wiederum Dich wahrnimmt. Du siehst, hörst, riechst, schmeckst, Du betrachtest und interpretierst. Du lernst durch Abschauen, Zuhören, Nachahmen, durch Ausprobieren und Experimentieren. oder einfach nur so vor Dich hin. Ob Du nun Bücher studierst, Musik machst, Autos reparierst, Dich um Deine Leuter kümmerst, auf Reise bist oder was auch immer – du lebst und Du wirst als lebendiges Wesen wahrgenommen durch Dein Dasein oder Deine Arbeit, Deine Worte und Taten, Deine Musik u.v.m.. Und Du bist neugierig, fragst, suchst Antworten, Lösungen für irgendwelche Problemstellungen.
Und das ist eine weitere Wahrheit, die alle Menschen genau so erleben, ganz gleich aus welchem Kulturkreis sie auch stammen mögen. Die Neugierde – ein typisches Merkmal des Lebens, kennt keine Grenzen. Die Neugierde ist eine Art treibender Motor des Lebens. Sie verbindet uns tierische Wesen in jedweder Lebenssituiation miteinander, sie ist geradezu typisch für uns, und sie ist für mich deshalb ein wichtiger Bestandteil der Lebenswahrheit! Wer oder was auch immer Grenzen setzt, wird es niemals bewerkstelligen können, diese Neugierde zu zähmen. Sie hinterfragt, sie erzeugt Unruhe, sie lässt Dich nicht aufhören, Antworten zu finden, Lösungen zu überdenken.
Die Neugierde läßt und ließ den Menschen schon von Anbeginn an wandern, sei es im Geiste oder physisch. Sie ist eine der treibendsten und stärksten Kräfte, die ich kenne und sehr schätze und sie ist  geradezu kennzeichnend für die Wahrheit des Lebens. Leben bedeutet eine stete Neugierde und Suche nach Optionen, nach Verhaltens- und Handlungsmustern. Sei es, dass Du schaust, was Du zu essen bekommen kannst und den Kühlschrank öffnest oder die Lippen leckend einer vorbeifliegenden Gans nachschaust, sei es, dass Du eine Formulierung einer von Dir getätigten Beobachtung eruierst, sei es, dass Du eine Fehlfunktion z. B. eines Motors untersuchst und nicht aufgibst, sie zu beseitigen. Immer treibt Dich die Neugierde und das unbedingte Wissen und Ausprobieren wollen voran. Und Du bist erst dann beruhigt, wenn sie Dich Antworten, Lösungen finden ließ.
Diese Wahrhaftigkeit birgt als lebendige Kraft revolutionäre Potenziale, die insbesondere dann hervorkommen, wenn ihr gesellschaftliche oder gemeinschaftliche Sanktionen und Restriktionen begegnen. Neugierde – das konstatiere ich hier – ist die Wurzel jedes Freiheitssehnens. Die Freiheit, hinter den Vorhang sehen zu können, die Neugierde Türen zu öffnen, die verschlossen zu sein scheinen, die kaum zu bändigende Sehnsucht, was hinter dem Horizont sein mag. Es ist eine intensive und aktive Kraft, die eine Wahrheit des Lebens charakterisiert.
Und ist es nicht die Neugierde, die Menschen dazu veranlasst, aussergewöhnliche Leistungen zu erbringen?! Hat die Neugierde erst einmal in Dir Fuß gefasst, wird sich der Mensch, also Du, ich, wir alle von Nichts und Niemandem stoppen lassen, um Antworten zu finden.
Ich gehe sogar soweit, im gesellschaftlichen Zusammenhang zu sagen, dass alle die, die Neugierde durch Restriktionen unterbinden und unterdrücken, es nur tun, um einen teils mehr als befristeten Machtanspruch, also eigene Privilegien zu manifestieren. Historisch betrachtet werden solche Menschen dieses niemals für lange Zeiträume bewerkstelligen können. Sie wollen festhalten an ihren Pfründen, Privilegien und damit meist auch an der Ausbeutung, Versklavung von anderen Menschen, um sich selbst Wohlstand und Machteinfluss zu sichern. Doch halten sie die Neugierde dadurch auf? Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sie das nur zeitweise durch Repressionen und Restriktionen schaffen, doch letztendlich verschwinden solche Gesellschaften im geschichtlichen Nichts und die Neugierde, der Drang nach freier Entscheidung siegt. Und damit siegt die Freiheit! Die Freiheit, das zu tun und zu lassen, was jeder einzelne Mensch für sich entscheiden möchte. War es nicht schon immer ein besonderes Anliegen der Menschen ganz gleich wo und wann, selbstbestimmt leben zu können?! Ich denke schon! Es ist sogar aktueller denn je und führt nach wie vor zu ungemein heftigen Auseinandersetzungen.
Sobald das Leben eine nachhaltige Sicherung erfährt, also genug zu essen und zu trinken vorhanden ist und eine geregelte Entsorgung etabliert werden konnte (das sage ich als Siedlungsgeograf, denn wo keine Entsorgung gewährleistet ist, ist ein auskömmliches Zusammenleben nicht möglich), wird das gemeinschaftliche Leben durch die Neugierde auf meist vom Mainstream abweichende Bahnen gebracht. Sie gekennzeichnet und charakterisiert Fortschritt. Sie ist eine Wahrheit des individuellen wie auch gemeinschaftlchen Lebens. Leben ist neugierig, Leben sucht immer und forscht. Es bewegt sich, es untersucht, es wird niemals damit aufhören. Neugierde ist ein Merkmal des Lebendigen, das aus evolutionärer Sicht ein Garant für Weiterentwicklung, nennen wir es ruhig Fortschritt, ist
Sie, die Neugierde,  hat immense Konsequenzen für jeden von uns, denn wenn sich viele Neugierige zusammentun, dann entstehen teilweise umfassende gesellschaftliche Bewegungen und oftmals ist damit auch ein spürbarer technologischer Fortschritt verbunden.Schon sehr früh in der Entwicklung der Menschheit haben sich Menschen mit Spezialkenntnissen zusammen getan und damit bis heute gültige Regelhaftigkeiten der Zusammenarbeit geschaffen. So sind aus dem Iran und Irak Metallurgien nachweisbar und dazugehörige Rohstoffgewinnungsstätten, die mehr als 6.000 Jahre alt sind.
Vielleicht geht es Dir auch so, dass Du es spürst, was ich hier gerade beschrieben habe. Die Wahrheit des Lebens ist forschend, fordernd, suchend – neugierig auf Neues. Die Wahrheit des Lebens ist vielschichtig und dennoch ganz einfach. Und so kannst Du entscheiden, akzeptierst Du diese Wahrheit oder lässt Du es. Sie kann ohne Dich existieren und Du ohne sie, doch wenn Du Dich dieser Wahrheit stellst, verändert sich binner kurzer Zeit Dein gesamtes Leben, denn Du wirst viele Fragen haben und nach Antworten suchen wollen. Sei´ neugierig. Suche! Und schaue Dich um, denn sicherlich gibt es einige anderen Menschen, die ebenfalls so sind wie Du. Zugegeben, sie sind nicht einfach zu finden, doch sicher ist, es gibt sie.

Ein weiterer Aspekt der Wahrheit des Lebens ist der, dass ein jedes Leben einzigartig und deshalb schon aus sich heraus faszinierend ist. Auch wenn sich die Individuen einer Art sehr ähnlich sind, dennoch weist jedes einzelne Exemplar eindeutige und unverwechselbare Eigenschaften auf. Faszinierend. Und die Arten sind untereinander wiederum teilweise ähnlich und zeigen eine Weiterentwicklung der Fähigkeiten und der Ausnutzung ihres Lebensumfeldes. Als gäbe es Bauanleitungen, die stets darauf achten, dass das Lebewesen eindeutig seiner Art zugehörig ist und dennoch einzigartig, eben nur ähnlich aber nicht gleich. Dieser Bauplan, der das Leben ausmacht und in seiner Komplexität unüberschaubar ist und dennoch funktioniert, macht mich persönlich schweigsam ob dessen umfassender Komplexizität und Funktionalität.
Ich denke, es ist gut, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wirklich jede Lebensform Sinn und Zweck erfüllt und zudem bei genauer Betrachtung einzigartig und bestens ausgestaltet am Reigen des Lebens teilnimmt.
Ist es in Anbetracht dieser Ausprägungen und Funktionalitäten, von denen wir nur einen kleinen Ausschnitt nachvollziehen und begreifen, nicht sinnvoll,  es vollständig zu respektieren, zu schützen, und uns, wo immer wir auch mit der Mitwelt interagieren ,vor- und umsichtig zu verhalten? Oder ist es zielführender, so wie es in Gänze zur Zeit passiert, so zu tun, als sei jedes andere Leben ausser unserem eigenen, wertloser und kann in der Folge dessen rigoros ausgebeutet werden?!
Ich vergegenwärtige mir bei immer mehr Interaktionen meinerseits diese Wahrheit, die ich nur oberflächlich in Worte zu fassen in der Lage bin, und je mehr ich darüber nachdenke, desto demütiger und vor allem umsichtiger werde ich. Vielleicht geht es Dir auch so, denn eines ist sicher, die kurze Lebensspanne einer jeder Lebensform mit all seiner Vitalität und Einzigartigkeit ist stets auch endlich! Und so ist auch die Zeitspanne, in der Du Dich staunend in den Lebenswahrheiten umsiehst, sehr begrenzt. Vielen widerfährt sie nie, da sie niemals die Chance dazu bekommen oder sie sich vielleicht schnell selbst vorenthalten, indem sie sogenannte rationale, gesellschaftlich konforme und opportune Verhaltensweisen auswählen und sich damit jedweder tieferen Erkenntnis zu den Lebenswahrheiten selbst verbauen.  Monetär ausgerichtete Lebenswahrheiten kennzeichnen sich meiner Meinung nach vor allem durch ein aktives Wegsehen von der Mitwelt und ein Fokussieren auf simple Sammlertätigkeiten (wie z.B. in Form von Kontoständen, die über den Verkauf oder das Anbieten von Waren und Dienstleistungen generiert werden). Sie kennen keine Demut, kaum Respekt und sie neigen dazu, alles nur unter dem Aspekt der Nutzung zu bewerten und zu sehen, um damit Geld anzuhäufen.  Es ist im Grunde genommen wine ganz einfache Vorgehensweise, die so alt wie die Menschheit selbst ist. Dass damit wesentliche Erkenntnisse schlicht unmöglich werden, ist denen, die so vorgehen, völlig gleichgültig, solange der Kontostand, die eigenen Privilegien sich möglichst linear wenn nicht exponentiell entwickeln. Im Grunde genommen sind solche Vorgehensweisen von Beginn an tot, denn ein Kontostand lebt nicht, ein gesellschaftliches Privileg oder ein entsprechender Machtzuwachs haben nichts mit dem Leben zu tun, sondern sind nur Merkmale eines gesellschaftlichen Status´, der zeitweise vielleicht schönere Häuser, goldene Wasserhähne u.ä. ermöglicht. Doch genau diese sind nur dadurch entstanden, dass andere mit ihrer Arbeit (sei sie freiwillig oder zwangsweise ausgeführt worden) dazu ihre Kraft und Arbeitsleistung bereitgestellt haben. Lebendig sind sie nicht und sie können sogar dazu führen, dass sich die betroffene Person ob dieser Glaubensausrichtung immer weiter vom Leben entfernt, gar zu einem Feind alles Lebendigen wird. Nun darf man aber in diesem speziellen Kontext auch nicht vergessen, dass solche monetär ausgerichteten Agglomerationen die Grundlage bilden können, die ein Forschen erst ermöglichen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es genügend Beispiele dafür gibt, dass solche montaären Agglomerationen überhaupt erst die Grundlage dafür darstellten, was wir als Initiation der Wissenschaften erkennen können. Erst der monetäre und meist dann auch militärische Verdichtungsprozess führt zur Etablierung von Forschungszirkeln, Schulen, Universitäten u.ä..

Ich denke, dass es ein grundlegender Schritt ist, sich darüber bewusst zu werden, dass das Leben in einem steten Austausch stattfindet und dass dieser Austausch im wesentlichen durch bestimmte, sogar charakterisierende treibende Kräfte ermöglicht wird. Und es sei die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er altruistisch teilnimmt, als Parasit oder einfach nur als dummer und vernichtender Organismus. Wir haben es oben bereits angerissen, ganz gleich wie Du Deine Entscheidung triffst, sie wird ihre indisviduellen wie auch gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen entfalten, so dass Du irgendwann rückblickend dann bewerten kannst, habe Du zum Wohl all dessen beigetragen oder nicht. Zum Wohle bedeutet, dass durch Dich neue Strukturen entstehen, die Überdauerungsmerkmale besitzen, weil sie zum gesellschaftlichen, familiären oder letzten Ende individuellen Auskommen beitragen oder beigetragen haben.

Zur Wahrheit des Lebens gehört deshalb, wie kann es auch anders sein, der Tod. Die Nähe des Todes ist oftmals der Grund für die Menschen zurückzublicken. Für viele ist es ganz schrecklich, denn sie erkennen vielleicht, dass sie nicht zum Wohle der Mitwelt beigetragen haben, sondern nur zur Steigerung von Zahlenwerten auf dem eigenen Konto. Diesen mag diese Sinnlosigkeit dann vielleicht sogar als Last erscheinen, denn interessanterweise werden die meisten Menschen im Angesicht der Brücke hinüber plötzlich emotional und altruistisch.

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VI. Wahrheit des Todes

Die Wahrheit des Todes

Tod bedeutet nichts anderes als das Ende aller lebendigen Funktionen. Der Körper funktioniert nicht mehr, verstirbt und wird auf geradezu wundersame Weise wieder in den Kreislauf des Lebens zurückgeführt, indem alle physischen Komponenten wieder in den Kreislauf eingegliedert werden. Es gibt Situationen, z. B. auf dem Mond, da ist alles tot (auch wenn es dort anscheinend einmal Leben gegeben haben könnte), denn es gibt keinerlei Lebensformen, die unter den dort vorherrschenden Situationen existieren könnten. Doch wo nichts Lebendiges ist, kann auch nichts sterben! Erst dort, wo Leben existieren kann, gibt es auch den Tod.
Wenn das Lebendige aufhört zu existieren, dann müssen wir schon etwas genauer hinsehen. Denn nur weil ein lebendiger Körper aufhört zu existieren, bedeutet das nicht gleichzeitig das Ende des Lebendigen. Im Gegenteil. Myriaden von Lebewesen bekommen durch den Tod von lebendigen Körpern erst eine Nahrungsgrundlage. Stirbt also durch den Körpertod auch  das Leben? Nein, es stirbt nur die physische Hülle und der Geist des Wiederaufnehmens und in den lebendigen Kreislauf Integrierens wird durch unzählige Lebensformen durch den Tod des Anderen geradezu getriggert. Somit sind es energetische Übergänge, die weiterhin Leben und seine unzähligen energetischen Zyklen gewährleisten, auch wenn das individuelle Dasein ein Ende gefunden hat. Und diese Helferleingemeinschaften arbeiten daran, dass neues Leben ermöglicht wird. Ich spreche hier nicht umsonst vom Geist oder eben dem Plan der Wiederaufnahme, denn es erscheint mir geradezu genial, dass es diese Vorgänge gibt. Es ist irgendwie alles aufeinander eingespielt mit dem einen Ziel, weiteres Leben zu ermöglichen und die Myriaden an physischen Entitäten mit Energie zu versorgen. Abstrahierst Du den Tod auf diese Weise, verliert er ein wenig seiner dunklen Bedrohlichkeit, denn Du als Teil des Lebens bleibst für immerdar auch ein Teil des Lebens.
Und um den ständigen Nachschub an Leben zu gewährleisten, das von Anbeginn seiner Existenz an dem Tode geweiht ist. ist es notwendig sich zu vergegenwärtigen, dass eine weitere Genialität des Lebens und des Todes, die körperliche Vereinigung, die Vermehrung, die Liebe ist. Sie erst schafft neue, dem Tod geweihte Wesen. Ist doch faszinierend, oder nicht?! Die Liebe ermöglicht erst den Tod. Ich finde das sehr faszinierend. Es gäbe keinen Tod, gäbe es nicht die Liebe und Vereinigung der Geschlechter. Beides ist aufs Innigste miteinander verwoben.
Somit basiert die Wahrheit des Todes im Grunde genommen auf der Liebe und man möchte sogar meinen, sie ist ein wesentliches Element der Liebe. Das ist schwerer Tobak, das ist mir völlig bewusst. Wie kann denn der Tod ein Teil des Lebens und damit der Liebe sein? Machen wir es uns einfacher. Ohne das Leben und dessen Tod, keine neue Liebe und somit kein neues Leben! Erst durch den physischen Tod, wird Platz geschaffen und vor allem der energetische Kreislauf aufrecht erhalten, der in einem noch umfassenderen Kreislaufsystem der natürlichen und energetischen Ereignisse die Grundlage für immer neues Leben und damit neuen Tod darstellt. Und die treibende Kraft ist die Liebe.
Die Liebe ist meiner Meinung nach das verbindende Element, denn sie hat nur ein Ziel,. Sie garantiert, das Leben zu erhalten und zu mehren. Der Tod beendet ein jedes Leben. Doch der Bauplan wird weitergegeben und durch die genetischen und auf molekularer Ebene ablaufenden Prozessgefüge sogar erweitert. Faszinierend. Nicht Klonen, Nein, im Gegenteil, es wird immer auch eine neue Kombinationsoption fixiert, die ggf. zu einer besseren und angepassteren Ausstattung des Individuums führen kann und damit zu einem Vorteil im Mitweltgefüge wird, sei es individuell oder im sozialen Kontext.
Natürlich kann sie auch zum Nachteil sein, das steht ausser Frage, doch im genetischen Prozess ist es, als gäbe es einen Plan, eine Skizze, eine Matrix, die darauf basiert, dass bis dato erfolgreich Angewendetes beibehalten wird, da es damit eine gewisse Funktionsverlässlichkeit bekommt, um am Lebensgefüge teilnehmen zu können. Und diese wird im Genom über die Verschmelzung der Geschlechter weitergereicht und durch die Zusammenführung oder eben die Neukombination der verschiedenen Erbanlagen ein klein wenig moduliert. Die Mitwelt selektiert dann die optimalste oder einfach nur die glücklichste Anpassung. Also ist die Selektion, die durch die verschiedensten organischen und anorganischen Mitweltgefüge und ihre Interaktionen  und Zwischenabhängigkeiten generiert wird, eine weitere Kraft, die sowohl ständig neue Lebensräume ermöglicht als auch auszulöschen in der Lage ist. Dieses Interaktionsgefüge vermag  meiner Meinung nach den Tod als solches durchaus zu abstrahieren. Ich hoffe, Du kannst das nachvollziehen?!
Kommen wir zu unserem menschlichen Tod. Viele Wissenschaftler haben schon längst untersucht, ob der Tod Deines Körpers eine endgültige Sache ist. Ja und Nein, das ist das Ergebnis meiner bisherigen eigenen Untersuchungen. Ja, er ist unausweichlich und gewiss, er findet unausweichlich statt. Doch stirbt damit auch unser Geist? Eine des wesentlichen Wahrheiten in diesem Bereich ist für mich die, dass wir uns gewiss sein können, dass es ein Jenseits gibt. Unzählige neugierige Forschende haben es eindeutig belegt, indem sie die sogenannten NTE (Nahtoderlebnisse) wissenschaftlich untersuchten. Es gibt einen Bereich, der uns klar belegt, dass unser physischer Körper seine Funktionen nachweislich beendet hat und dennoch nimmst Du Dich weiter wahr!
Fatal! Somit ist es eine Wahrheit, denn so viele Beschreibungen sind vorhanden, so viele Prüfungen dieser Darlegungen wurden vorgenommen, als dass es nicht als gewiss betrachtet werden kann, dass es ein Weiter“existieren(leben)“ gibt. Die Wahrheit dieser Aussage ist gewaltig, auch wenn wir nicht wissen, was hinter dem Horizont geschieht, denn es ist eine der grundlegendsten Wahrheiten, dass wir auch als Neugeborene nicht wieder in den Mutterbauch zurück können und uns nicht erinnern können, wie es dort war oder eben ist. Genauso ist es mit diesem Vorhang. Ist dieser erreicht, gibt es vermeintlich kein Zurück mehr. Und vielleicht ist es dann ja wie in dem gerade genannten Beispiel, wir erinnern uns niemals mehr daran, was vorher war.
Doch ganz gleich, was dann passieren mag, sicher ist, dass wir, und damit meine ich alle Menschen in allen Kulturkreisen dieser Welt, bereits jetzt schon wissen, dass es ein Weiter gibt und dass dieses Weiter von einer Klarheit begleitet ist, die alle Beschreibungen als umfassende Gemeinsamkeit aufzuweisen haben. Und bei einem vergleichenden Literaturstudium fallen bestimmte Charakteristika der Untersuchungsergebnisse ins Auge. Ich überlasse es auch hier einem jeden selbst, sich einzulesen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Ich halte ihn für sehr wertvoll. Ohne ihn hätte ich dieses Kapitel niemals geschrieben.
Für mich ist eines der bedeutendsten Merkmale dieser NTE, die geschilderte Klarheit über Dich selbst, über die Wirkungen Deiner Handlungen im Diesseits, über Deine Herkunft und Deine Art des Lebens. Anscheinend erleben das alle Kulturen auf genau dieselbe Weise. Du bist dann noch nicht hinter dem Vorhang sondern in einem Zwischenbereich zwischen Dies- und Jenseits – auf der Brücke.
Hier tritt nach den Schilderungen vieler Menschen eine umfassende Klarheit zu Tage, die Dich aufnimmt und Dir den Weg bereitet in eine andere Welt oder Existenzform. Wie auch immer dieses Erlebnis geschildert wird, alle sind sich darin einig und auch sehr ähnlich, dass es ein aktives Erleben des Geschehens ist, denn Du erkennst Dich als Individuum, Du siehst andere Individuen, doch du nimmst auch etwas Neues wahr, dass Dich auffordert und Dich begleitet, Dich selbst zu erkennen in einer ganzheitlichen, allumfassenden und sehr freundlichen Art und Weise.
Die Ganzheit der mir zugänglichen Literatur weist mir eine frappierende Klarheit auf,  denn die dort geschilderten Beobachtungen über die NTE kennen interessanterweise keinerlei kulturelle und soziale Schranken, sondern das was dort vor sich geht, behandelt Dich und die Anderen als Gleiche unter Gleichen. Eigentlich will gerade das einem bei tiefergehender Betrachtung geradezu logisch erscheinen, denn wir sind alle Menschen und die Hautfarbe, Herkunft, der Bildungs- und sogar der Kontostand sind völlig belanglos. Doch warum unterscheiden dann viele Gesellschaften zwischen Menschen mit christlichem, islamischem und so weiter Glauben, wenn wir doch so gleich sind, vor allem im Kontext der NTE?! Benötigen wir in der Folge dessen dann wirklich Kirchen, Minarette und ihre institutionalisierten Religionsvertretungen, wenn wir doch so gleich sind und uns als solche auch empfinden? Benötigen wir diese von Menschen etablierten Herrschaftssysteme, die teilweise sogar von sich behaupten, Gott gefällig zu sein? Ich halte sie in diesem Kontext für  erneuerungsbedürftig, denn sie sollten in Anbetracht dieser hier geschilderten Wahrheit auf keinen Fall dahingehend ausgelegt sein, anderes Leben – vor allem menschliches Leben – derart zu beeinträchtigen, dass sie eben nicht einem jeden Leben denselben Wert und dieselbe Würde zugestehen. Die Ergebnisse der NTE-Untersuchungen weisen hier einen klaren Weg auf. Und wenn uns das dann alles genauso widerfährt, können wir nicht daraus für das Hiersein, also unser aktives Dasein daraus lernen und damit diese widerlichen Herkunfts- und Diskriminierungsdebatten veruchen zu beenden?!

Ihr seht, ich benötige keinen Glauben. Diesen überlasse ich den Unwissenden. Ich brauche Klarheiten im Sinne von rationalen und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführten Untersuchungen und Ergebnisdarstellungen. Und erst dann finde ich Wahrheiten oder eben Ansätze zu Wahrheiten.
Es spielt für mich überhaupt keine Rolle, welchem Glauben Du im Diesseits angenommen hast, es spielt keine Rolle ob Du arm, reich, schwarz, weiß oder sonst etwas warst. Es zählen einzig und alleine Deine Handlungen. Und sie zählen deshalb weil Du es nach diesen Untersuchungen auf innigste Weise erkennst, wie Deine Handlungen gewirkt haben, sowohl auf Dich selbst wie auch auf die Dir im Leben begegnenden Menschen. Es gibt sogar erkennbare Hinweise darauf, dass für uns ersichtlich wird, wie wir auf andere als die menschlichen Lebensformen gewirkt haben. Das ist wirklich faszinierend, denn es deckt sich interessanterweise mit vielen Grundprinzipien von religiösen Denksystemen. Doch verzeiht mir, wenn mein kritisch geschulter Verstand die Glaubensprinzipien anzweifelt, denn dieser Verstand hat gelernt, dass durch unterschiedliche Glaubenssysteme, vor allem dann wenn sie jeweils einen Einzigartigkeitsanspruch durchsetzen wollen und wollten, widerlichste und menschenfressende Kriege entstanden sind. Zudem haben diverse dieser Glaubenssysteme parasitäre Gesellschaftsformen manifestiert und wurden dadurch auch zu einem Leben beeinträchtigenden, gar -beseitigenden und despotischen System, dass jedweden Fortschritt unterdrückt und unterdrückte.
Wenn es um die Religion und eine entsprechende Lebenseinstellung geht, so pflege ich persönlich die Auffassung: Gott ist die Liebe. Ende des 18. Jahrhundert hat ein Matthias Claudius es wunderschön beschrieben:
Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,
Und dringt durch alles sich;
Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.

Besser kann man diese vermeintlich größte Kraft des Lebens kaum beschreiben, oder?!

Diese Entscheidung und das Wissen um die NTE-Forschungsergebnisse schenken mir zeitweise eine große Herzensfreude und sind für mich rein intellektuell gleichzeitig ein Bindeglied zur ökologischen und ganzheitlichen Erkenntnis, dass alles miteinander verbunden ist und alles miteinander im Austausch steht. Dieser Blickwinkel oder auch diese Voreinstellung hat auch eine Art Paradigmenwechsel bei meiner wissenschaftlichen Arbeit erzeugt. Ich schaue nicht mehr nur auf das einzelne Beobachtungsobjekt, sondern ich suche die Verbindungen zur Mitwelt und schaue, in welcher Weise  sie in der jeweiligen Momentaufnahme ausgeprägt sind und wie sie miteinander interagieren und sich gegenseitig möglicherweise beeinflussen.
Und ich akzeptiere, dass ich es selbst bin, der meinen weiteren Weg nachhaltig beeinflusst. Ich akzeptiere für mich persönlich schlechterdings, dass die Wahrheit des Dies- und Jenseits vorhanden ist und es ist für mich immer wichtiger, hier und jetzt aktiv einen Weg zu finden, der sowohl den Respekt vor dem Anderen als auch vor mir selbst zu Einen in der Lage ist. Meiner Meinung nach benötigt niemand irgendeinen Prediger, der ihm letzten Endes lediglich nur seine eigenen Ansichten vorträgt. Niemand benötigt jemandem, der ihm sagt wieviel Uhr es ist. Aber es bedarf dringend der Lehrerschaften, um (junge) Menschen Lernen zu lehren, Neugierde zu wecken, Sprach- und Kalkulationsfähigkeiten zu schulen, um dem wachen Verstand adäquate Instrumente an die Hand zu geben. Es bedarf auf keinen Fall der Clowns,, die Restriktionen, Repressionen und schlichte Lügengespinste vermitteln. Wichtiger scheint es zu sein, die Bedürfnisse zu wecken, sich mit anderen Menschen zu welchem Thema auch immer auszutauschen und miteinander ins Gespräch kommen zu können. Es ist wichtig, Lieben zu lernen. Denn das kann sogar nach dem Tod eine Rolle spielen. Auch hier besteht eine signifikante Synchronizität zu diversen Glaubenssystemen, die genau das lehren – Respekt vor dem Anderen, Freiheit des Denkens und Fühlens und der dazugehörigen Ausdrucksweisen und -formen und das alles nicht, um ein Gott gefälliges Leben zu führen, sondern um Dir einen weiteren guten Weg zu ermöglichen!

Eine persönliche Schlussfolgerung in diesem Kontext der Wahrheit des Jenseits ist für mich: es gibt keinen strafenden Gott oder irgendeine bewertende Institution. Es hat umgekehrt im Diesseits niemand das Recht,  Dir einzutrichtern, wie Du ein besseres Leben führst, denn es liegt über kurz oder lang alleine in Deiner Verantwortung, was Du tust und zu tun gedenkst. Hier sei kurz darauf hingewiesen, welche hohe Bedeutung eine umfassende humanistische Ausbildung hat, denn sie erst ermöglicht (wie viele andere, ähnliche Ausbildungssysteme) des Erwachen des kritischen Geistes. Ja, ich wage zu konstatieren, dass sie eine der wesentlichen Mittlerrollen einnimmt.
Je mehr also das Selbstbewusstsein in Form von umfassender Lehre entwickelt wird, desto eher ist der oder die Betroffene in der Lage, sich späterhin auch vorbehaltlos darüber auszutauschen und sich selbst damit wie ein Cybernaut zu steuern und seine Wege und Kurse zu berechnen und zu gehen, zu fahren oder was auch immer.
Das klingt zunächst eigenartig und vielleicht finde ich auch noch nicht die richtigen Worte dafür. Wenn wir dafür Sorge tragen, unsere Kinder, unsere Nächsten dazu anzuhalten, voller Freude, Liebe und Hingabe sowier Respekt  zu lernen bzw. sie in ebensolcher Auslegung zu lehren, entwickelt sich ein signifikantes Selbstbewusstsein, dass eben, weil es geschult und neugierig aber auch respektvoll ausgerichtet ist,  ein verstärktes Interesse am Austausch mit ganz gleich wem hat. Es wird nicht zurückschrecken, weil jemand eine andere Hautfarbe, einen anderen Geruch hat, eine andere Sprache spricht, sondern es wird neugierig und respektvoll den gemeinsamen Austausch pflegen wollen. Und diese Form der Kommunikation ist m. E. dazu in der Lage, sowohl den Einzelnen wie auch die Gemeinschaften auf einen Weg zu bringen, der sowohl für eine positive Ausrichtung im Dies- und im Jenseits sorgen UND einen deutlich friedvolleren, weil nachhaltigeren Umgang mit der Mitwelt herbeiführen könnte.
Vergesst bitte nicht: es heisst, es wurde den Menschen die Freiheit geschenkt. Freiheit auch, die eigenen Handlungen vollständig zu verantworten. Es gibt demnach einzig und alleine die Verantwortung gegenüber dem Leben und der Liebe und Du gestaltest Dir dadurch Dein höchsteigenes Schicksal, denn Du wirst nach Deinem Tod niemanden kennenlernen, der Dich straft, sondern Du erkennst anscheinend lediglich Dich selbst und wirst erkennen, was Du tust und getan hast. Und da Du vollkommen von einer umfassenden Liebe umgeben bist, wirst Du Dich Dir selbst stellen, weil Du als Liebender gar nicht anders kannst. Wenn uns also irgendetwas oder irgendjemand zur Verantwortung zieht und ziehen wird, dann sind wir es selbst. Das ist heftig, denn geht es euch nicht auch so, dass ihr ganz schnell Gedanken an Menschen habt, die unzähliges Leid über die Menschen gebracht haben? Was passiert mit denen? Nun, auch für sie gilt das o.a. und ich denke, dass es ganz schrecklich sein muss, wenn Du als so geartete Persönlichkeit das von Dir verursachte Leid in voller Härte spürst, wenn Dich der Schmerz, den Du bei anderen Menschen verursacht hast unwiderruflich und unausweichlich erreicht und durchflutet. Es ist bei diesem Vorgang eine ganz persönliche Hölle durchaus vorstellbar, oder nicht? Ich mag es mir gar nicht konkreter ausmalen, denn diese unausweichliche Agonie muss das schlimmste sein, was einem lebenden Wesen widerfahren kann.
Ich habe in diesem Sinnzusammenhang noch etwas interessantes gelernt: die sogenannten Gebote für ein friedvolles Zusammenleben wurden bereits vor Jahrtausenden in Schriftform dargelegt. Es mag diesen Menschen bereits darum gegangen sein, dass sie Wege suchten, wie Menschen miteinander in Frieden zusammenleben und die lebenvernichtenden Konflikte verhindern können. In diesem Zusammenhang – hat es seitdem einen Fortschritt gegeben? Ich denke ja, auch wenn die tagtägliche Lektüre von Zeitungen usw. uns scheinbar etwas anderes berichten. Doch vergesst in diesem Zusammenhang bitte nicht, dass es mehrere Milliarden Menschen auf dieser Erde gibt. Das ist wichtig, denn dieser Größenzusammenhang mag einem einen Eindruck dessen vermitteln, wie umfassend groß unsere Mitwelt ist, und wie verschwindend klein die Tagesmeldung einer Zeitschrift daherkommt und vor allem in Relation dazu eigentlich eine Marginalie darstellt.
Waren es zu Beginn der Schriftaufzeichnung zwei, drei Gebote, sind es heute ´mal gerade höchstens zehn. Wenn wir von der Erweiterung durch die Menschenrechte laut UNO-Charta einmal absehen, die deutlich ausdifferenzierter ist, reichen im Grunde genommen auch zehn Gebote. Und sie gelten im wahrsten Sinne kosmopolitisch und damit für jedweden Kulturkreis. Sie zielen darauf ab, das menschliche Leben zu schützen, sie sind meiner Meinung nach sogar die Basis für die sogenannten, gerade angesprochenen Menschenrechte, die kein anderes Ziel aufweisen, als Leben, Wohlergehen und Freiheit aller Menschen zu respektieren und zu schützen.
Warum wohl? Ich denke, weil die, die sich daran orientieren, wahre Kosmopoliten sind und die Liebe als Grundlage des Lebens in seinem allerhöchsten Wert erkennen und sich der Tragweite des eigenen Schicksals völlig bewusst sind. Und dafür brauchst Du kein Studium, keine Kirche, keinen Staat. Wohl ist es sehr förderlich, Lesen und Schreiben zu lernen, damit Du Dich im Geiste entwickeln kannst, doch auch Analphabeten, Taube und Stumme, Verletzte, mit körperlichen Gebrechen Beeinträchtigte und Gesunde, Reiche und Arme, allen widerfährt dasselbe. Es gibt kein Entrinnen, wir sind sterblich! Wir werden ganz sicher körperlich sterben, doch der Geist stirbt nach allem, was sich in der Forschung bis heute abzeichnet, nicht! Niemals! Und wenn wir die gegebenen Regelwerke einhalten, die so einfach wie nur irgendetwas sind, dann tun wir uns letzten Endes selbst einen sehr großen Gefallen.
Du kannst Dir Deinen weiteren Schicksalsweg nicht kaufen, Du kannst ihn nicht erobern, annektieren, manipulieren, denn es wird Dir vergeben und dennoch wirst Du anscheinend ganz mit Dir alleine konfrontiert sein. Fatal! Und ob Du Dir im Kontext einer umfassenden Freundlichkeit und Liebe als Matrix dann selbst verzeihst, das wage ich hier einmal in Frage stellen. Suche Dir eine eigene Antwort!
Vielleicht sind meine Interpretationen ja falsch, doch ich habe nach all dem Studium zu diesem Themenkomplex festgestellt, es wird kein Gericht geben, wie wir es kennen. Es gibt keinen alten Mann mit Bart, der auf einem Stuhl sitzt und über Dich richtet. Wohl aber erfährst Du die „Gnade“ der vollständigen Selbsterkenntnis, wobei es durchaus sein kann, dass diese kein Zuckerschlecken für Dich sein wird, denn wenn gerichtet wird, dann richtest Du Dich ganz alleine und selbst. Gerichte sind Kontrollorgane des Menschen, das Jenseits kennt anscheinend keine Gerichtsbarkeiten dieser Ausprägung, wie wir es uns vorstellen. Eine höchst effiziente Organisation, finde ich, denn es spart erheblich Ressourcen und Energien, wenn solche Gremien nicht vorhanden sind. Vielmehr wirst Du als Geistwesen Deine in der Körperlichkeit vollbrachten Handlungen in ihrer ganzen Tragweite erkennen. Ist es gar ein weiteres Zeugnis für die Deklaration der Freiheit, die dereinst von Gott getroffen worden ist?! Also, kann es sein, dass dies eine der höchsten Formen von Freiheit ist, dass niemand ausser Du selbst richtet?!
Du bist frei! So frei, dass Du Dich vollständig und umfassend selbst erkennen kannst und Du Dir dessen gewiss sein darfst, dass die Liebe auch Dich umfasst. Die Liebe, dass Du Dich frei entwickeln darfst und kannst und Du darfst und kannst dann auch frei entscheiden, welchen Weg Du gehen kannst und darfst. Es wäre demnach eine Art von Selbstgericht in Freiheit. Wie genial! Durch das Erkennen Deiner Taten, durch das Nachfühlen wie sie sich auf die Mitwelt auswirkten, erfährst Du all die Kräfte, die Du im Diesseits freigesetzt hast. Ob das dann eine Gnade ist, ich wage es durchaus zu bezweifeln, doch es scheint so zu sein.
Dass diese Wahrheit ein nicht von der Hand zu weisendes, gesellschaftliche revolutionäres Potenzial birgt, steht meiner persönlichen Ansicht nach ausser Frage. Ich hatte es gerade eben schon angedeutet. Wozu brauchen wir eine Kirche, eine Religion, eine sanktionierende Gesellschaft, wenn Du doch die Wahrheit erkennen kannst, die völlig losgelöst von kirchlichen und staatlichen Institutionen existiert? Ist es nicht sogar vielmehr eine alles Leben umfassende Daseinswahrheit, die uns alle miteinander verbindet, weil wir sie alle in gleicher oder zumindest recht ähnlicher Weise beschreiben, vorausgesetzt Du lebst nach der NTE weiter und kannst dann davon berichten, denn aus diesem Forschungsbereich entstammen einige der hier von mir dargelegten Argumente?! Die, denen es so widerfuhr, zeigen über alle kulturellen Prägungsmuster und gesellschaftlichen Umfeldmuster hinweg, dass wir es hier mit einer Wahrheit zu tun haben, die ich gerade versuchte in Worte zu fassen, und die für jegliches menschliche Dasein dieselbe zu sein scheint. Ich wagte eine Vorausschau, indem ich die kirchlichen und staatlichen Institutionen in ihrer Sinnhaftigkeit anzweifelte. Ich korrigiere mich hier jetzt ein wenig. Wenn sich Menschen im Hier und Jetzt gegen die Lebensregeln verhalten, dann muss man sie schon aus Schutzgründen der Gemeinschaft herausfiltern und separatisieren, doch es darf niemals soweit kommen, dass sie jedweder Menschenwürde entsagen müssen. Sie müssen m. E. sogar dazu geführt werden, ihre Handlungen zu reflektieren und sich zu entwickeln. Wenn als Sanktionsgebilde wie Gefängnisse nur darauf aus sind, ein Menschenleben zu vernichten, dann ist das völlig falsch. Sie müssen immer eine Möglichkeit bieten, zu lernen, sich geistig und somit auch moralisch zu entwickeln, sonst sind es Konzentrationslager wie sie die Nazis in Deutschland dereinst etablierten, um sog. „unwertes“ Leben auszuquetschen und dann sogar vollständig auszunehmen.
Verantwortung, Disziplin und Güte, die sich daran ausrichten, sind für mich eine kosmopolitische Orientierungsmöglichkeit, für die es sich im wahrsten Sinne lohnen kann, sie umfassend und konsequent anzuwenden, denn es geht schliesslich um uns ganz persönlich und darum, zu verinnerlichen, dass es die Liebe ist, die uns allenthalben begegnet. Selbst wenn wir oder andere sie verneinen, weil die Alltage z. B. ungemein hart und ungerecht sein können, sie ist dennoch vorhanden. Es ist fast so, als wenn Du Dir am hellichten Tage das Unwetter ansiehst und es über Dich ergehen lassen musst und die Sonne dennoch scheint. Eine Liebe von aufrichtigster Klarheit, ohne jedwede Rücksichtnahme auf gesellschaftliche Funktionen, Bildungsstand, Kontostand und vieles mehr. Eine Liebe, die Dich in Deinem gesamten Wesen erfasst.
Das mag zunächst frappierend sein, denn es könnte manche dazu veranlassen, noch selbstorientierter „ihr Ding“ durchzuziehen, von wegen, was soll mir denn schon passieren, ich werde ja, ganz gleich was ich tue, trotzdem geliebt und aufgenommen!? Im Prinzip scheint das richtig zu sein, doch was ist mit der Einsicht in die Wirkungsweise aller im Leben stattgefundenen Geschehnisse, vor allem unter dem Aspekt, zu erfahren, wie die eigenen Handlungen bei dem jeweiligen Gegenüber gewirkt haben? Was ist, wenn die unausweichliche Klarheit Dir so begegnet, dass Du erkennst, was genau Du getan hast? Und was, wenn Du spürst, welchen Schmerz Du verursacht hast und Du kannst ihn lediglich erkennen aber nicht mehr zurücknehmen, weil Du eben keine NTE hast, sondern die Brücke überschreiten wirst, um hinter den Vorhang zu gehen?! Merkt ihr, worauf ich hinaus will? Ich will darauf hinaus, dass Du erkennst, welche Verantwortung Du für Dein Leben, das Leben Deiner Mitmenschen, die Geschehnisse in Deiner Mitwelt hast, sie in möglichst umfassender Liebe zu umhegen, ihre Entwicklung mit Warmherzigkeit, Aufrichtigkeit und dem Willen zum förderlichen Umgang miteinander  zu unterstützen. Denn Du baust an Deiner eigenen Weiterentwicklung. Und das ist unausweichlich! Es ist eine Wahrheit.

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VII. Wahrheit der Waffen- und Drogenpolitik

Die Wahrheit der aktuellen Waffen- und Drogenpolitik in vielen Ländern dieser Welt

Die Politik meines Landes ist in dieser Hinsicht genauso gut oder schlecht wie die jedes anderen Landes. Das möchte ich vorausschicken, denn es gibt manche, die denken, das eigene Land hätte die schlechteste oder eben die beste Politik in Sachen Drogen- und Waffenpolitik. Entscheidend für mich ist allerdings, kannst Du als BürgerIn auf diese oder anderen Politikbereiche Einfluss üben, ohne dafür Sanktionen, Repressionen oder gar Verfolgungen durch die Staatsorgane befürchten zu müssen oder gar zu erleiden? Diese Tatsachen trennen despotische von freiheitlichen Gesellschaftssystemen. Und wir brauchen nun wirklich nicht über die vielen despotischen und machtgeilen Systeme sprechen, denn erstens wird sich nichts ändern, nur weil ich hier etwas darüber schreibe und zweitens ist es in solchen Systemen m. E. wichtiger, den wegen ihrer öffentlichen Kritik Verfolgten und Diskreditierten zu helfen, z. B. über Amnesty International u.ä..

Ich weiß es selbst, seit einigen Jahren haben die freiheitlichen Systeme Angriffe zu erleiden von Menschen anderer, sagen wir potenziell despotischer Ausrichtung, die z. B. wirklich denken, dass es falsch ist, wenn Frauen und Männer gleichgestellt sind, wenn Menschen ihre Neigungen leben dürfen, wenn sich Menschen freizügig verhalten und wenn sie eben nicht das tun, was die vielen kleinen oder großen Despoten wollen.
All den Speichelleckern, sublimen oder sogar ganz offene agierenden KArrieristen, parasitären Opportunisten sei hier gleich gesagt, ihr lauft einer fatalen Verblendung hinterher, die in vielen Fällen von sabbernden Tattergreisen ins Werk gesetzt wird, um einer verquasten Vorstellung von Gott oder sonst einem Trugbild Folge zu leisten. Aber das ist ein anderes Thema. Ihr gehorcht teilweise Leuten, die genauso aus der Hose steigen wie jeder andere. Der einzige Unterschied ist der, dass sie goldene Hosen haben und silberne Windeln, doch ihre Exkremente riechen interessanterweise genauso wie die jedes anderen Menschen. Und die ganze Mitläuferschar tut das meist nur, weil auch sie einmal im Leben goldene Hosen und silberne Windeln tragen wollen. Dass sie dabei völlig verkennen, dass durch ihre Handlungen andere Menschen unfreier werden, das ist diesen Mentalterroristen völlig gleichgültig.

Auch in unserer sogenannten freien GEsellschaft findet ein steter Kampf um die Macht, um Geld, um Einfluss und Privilegien statt. Es geht niemals oder viel zu selten darum, wirklich und nachhaltig Geld für Dinge auszugeben, die den Menschen insgesamt wirklichen Fortschritt, Auskommen und Sicherheit bringen. Als Beispiel wähle ich nur die beiden Themen Waffen und Drogen. Ich könnte genauso gut Gesundheit und Bildung auswählen oder jedes andere Thema, das mit wahrem, menschlichen (unter der Prämisse der Menschenrechte) Fortschritten einhergeht. Warum gibt es denn den illegalen oder scheinlegalen Drogen- und Waffenhandel, warum denn gibt es nach wie vor den Menschenhandel?
Waffen, Drogen und Menschen sind Haupteinkunftsquellen krimineller oder auch weniger krimineller Strukturen, die in nahezu allen Staaten unsere Erdgemeinschaft von besonderer Bedeutung sind. Es geht um nichts anderes als Macht, Einfluss und Privilegien. Waffen sind die Garanten, um durch Repression dieses Dreiergespann von Macht, Einfluss und Privilegien umzusetzen und vor allem zu sichern. Solange die Geschäfte gut funktionieren, werden sie meist nur  zur Schau gestellt, um jegliche störende Etwaigkeit durch Schüren von Angst um das eigene Leben oder das der nächsten Angehörigen von vorneherein auszuschliessen oder aber, um sie anderen Ländern zu verkaufen oder sie gar zu verschenken, damit die eigenen Strukturen ausreichend Geld verdienen. Sollten sich Störelemente des lukrativen Geschäfts andeuten, dann werden konsequent Repressionen eingesetzt. Und zwar von Leuten, die sich dazu bereit erklären, diesen widerlichen Job zu machen, nicht von denen, die die Macht, den Einfluss und die Privilegien bereits haben. Die vielen Polizisten, Soldaten und ähnliche staatsdienliche – oder besser systemerhaltende – Organschaften rekrutieren selten die Kinder der Mächtigen und Privilegierten, sondern in der überwiegenden Zahl die Söhne und Töchter armer oder sagen wir weniger bis nicht privilegierter Bevölkerungsteile. Zudem gibt es immer eine satte Anzahl von Lobbyisten, die die Interessen der Waffenlobby oder eben der kriminellen Strukturen im jeweiligen Gesellschaftssystem festigen, sei aus Angst, sei es aus korrumptivem Andienen. Es gibt viele Beweggründe, doch immer gibt es viele Judasse. Dieser Lobbyismus durchzieht alle gesellschaftlichen Institutionen, wirklich jede, es gibt keine Ausnahme.
Die Wahrheit ist in diesem Fall eine menschenfressende und lebenvernichtende. Und sie läßt sich durch nichts schön reden, sie ist allgegenwärtig und wird niemals durch Wegsehen, Abfinden oder gar direktes und indirektes Unterstützen eine Veränderung erfahren. Betrachten wir in diesem Kontext einige der oben ausgeführten Aussagen zu Wahrheiten, so läßt sich mutmaßen, dass das Jenseits ständig aufgefüllt wird mit Schicksalsträgern, die genau wegen der hier ausgeführten Wahrheit Schaden verbreiteten und Schaden nahmen. Ohne eine Gewichtung oder Wertung vorzunehmen, auch wenn das zugegebenermaßen kaum möglich ist in diesem Zusammenhang, was wäre,  wenn diese beiden Gruppen einander begegnen und sei es nur weil der Eine die Wirkung seiner Handlungen auf den Anderen umfassend und klar erkennt und der Andere Schaden nahm und dem Einsehenden jetzt vielleicht sogar hilfreich zur Seite stehen will!?
Für die meisten Schicksale gibt es kein zurück mehr, sondern nur noch ein Voran auf dem Weg hinter den Horizont. Was, wenn Dein Ich, Dein Geist, Dein Wesen all die Ängste, all den Schmerz erkennt, den Du direkt oder indirekt aber wohl wissend um die Zusammenhänge in Deinem ehemaligen Diesseits veranlasst hast? Es wird, wie ich es verstehe, kein Ausweichen mehr geben, niemanden, der Dich mit Gewalt hindert oder gar treibt. Dein Wehklagen wird erhört werden, doch es wird Nichts mehr geben, was der Unausweichlichkeit dieses Erlebens entgegen stehen wird, um Deinen Schmerz, und sei es nur für einen kleinen Moment, zu lindern. Wohl aber wird Dich dennoch eine gütige Liebe umgeben, derer Du Dir gewiss sein kannst, doch sie wird Dir nicht den von Dir verursachten Schmerz und die Qual nehmen, denn Du siehst lediglich Dich und Du erkennst auch nur Dich und Deinen Weg und weisst, dass all die Dinge, die Du getan hast, in Deiner alleinigen Verantwortung liegen, für die Du alleine gerade stehen möchtest, denn Du musst aus eigener Veranlassung heraus oder weil Du erkennst, wie die Liebe eine Sehnsucht in Dir entfacht, fortan eine Art Reinigung vornehmen.
Vielleicht sind das die sogenannten Höllenqualen, vielleicht ist das die besagte Kartarsis. Wie dem auch sei, das Geflecht der Waffenproduzenten, der Finanzwelt und des politischen Umfeldes sind die eine Seite der Medaille, die andere ist der jeweilige Nutzer oder Anwender der Waffe als solche. Es gibt keinen Unterschied in der Verantwortungswertigkeit und es gibt auch kein Ausweichen, Herauslavieren, Schönreden – denn Du bist ganz alleine verantwortlich. Ich betrachte es als Wahrheit, dass uns allen diese Kartarsis bervorsteht und ich habe ein Gefühl des Mitleids für all die, die durch Waffengewalt und durch die Verantwortlichen für durch Waffen gesicherte Gesellschaftssysteme Leid widerfährt. Dasselbe gilt für die Drogen- und Menschenhandelsbereiche.
Doch ich habe auch ein Mitgefühl für all jene, die an den Hebeln der Macht saßen, Gewalt veranlassten oder eben die Befehle ausführten, die zum Leid anderer führen. Denn niemand wird dieser Wahrheitsfindung entgehen, denn wir alle sind sterblich.
Umso mehr empfinde ich größten Respekt und tiefe Anerkennung gegenüber all jenen, die diese Vernichtungsmechanismen erkennen und mit ihren Mitteln und Instrumenten versuchen, dagegen vorzugehen. Wieviele Karl Liebknecht´s, wieviele Martin Luther King´s, Gandhis`s usw. haben deren Weg unbeachtet  von der Öffentlichkeit beschritten und wurden scheinbar ohne große Anteilnahme von den korrupten und korrumptierten Gemeinschaftssystemen „entsorgt“, nur weil sie mit klarer und vernehmbarer Stimme auf die Fehlleistungen ihrer Mitwelt hingewiesen haben und damit letzten Endes über die Wahrheiten berichteten?! Es sind Hunderttausende nach meiner vorsichtigen Schätzung, wenn nicht gar Millionen und Abermillionen.
Wieviele dieser Schicksale gingen vermeintlich ungehört hinter den Vorhang oder die Brücke?!  Auch wenn es den Gerechtigkeitssinn äusserst strapaziert, weil es ob der erlittenen Qualen für die die Wahrheit Darlegenden im Innern erheblich schmerzt, wir abstrahieren ihr Schicksal unter den o.a. Prämissen. Und siehe da, ihrer ist das Himmelreich! Sie werden voranschreiten, denn ihre aufrichtige Liebe und ihr aufrichtiger Sinn zur Wahrheitsfindung und vor allem ihr Respekt vor dem Leben, denn sie agieren für gewöhnlich aus Respekt vor der Liebe und dem Leben mit friedfertigen Mitteln, lassen sie zu wahren Menschen und Geistern werden. Das mag jetzt hier erscheinen wie eine der vielen Trostlitaneien. Ja, ich gebe es zu, es soll auch Trost spenden und damit Anteilnahme für die vielen, vielen Aufrichtigen, die Tag für Tag gegen die Verkommenheit des menschlichen Abschaums von Opportunisten, Konformisten, Machtgeilen, Tyrannen, Despoten ihr Leben und ihr Auskommen riskieren oder sogar dessen verlustig gehen, weil irgendeine mafiöse Struktur sie als störend empfindet und beseitigt. Doch ich bin hier nicht mit meinem Essay angetreten, um Trost zu spenden, sondern ich verfolge ein sehr persönliches Ziel. Das Ziel, etwas zur Wahrheit zu schreiben.

Drogen – habt ihr euch nicht auch schon gefragt, weshalb fast alle Arten von bewusstseinsbeeinflussenden Drogen zwar gesetzlich verboten werden und dennoch der Drogenkonsum, vor allem aber der lagalisierte MEdizinaldrogenkonsum stets zunimmt?!

Klar, letzteres hat damit zu tun, dass hier große, internationale Medizinaldrogenkonzerne und die ihnen meist sehr zugetane ÄrztInnenschaft sowie Apothekerschaft ihr Spiel spielen.
Gibt es vielleicht geschäftliche Hintergründe, weshalb nicht über den vernünftigen Weg der staatlichen Legalisierung sowie förderlichen und medizinischen Begleitung von „Suchenden“ die Drogenkartelle schlicht ausgetrocknet werden? Gibt es vielleicht in den Wirkungsszenarien sogar Parallelitäten zur Wahrheit der Waffenpolitik, zur Einstellung in Sachen Menschenhandel, was die illegalen Geschäfte angeht? Oder was die anscheinend legitimierten Geschäfte angeht? Gut, es nützt nichts, wenn alle Waffen legalisiert werden, das beweist ein Land westwärts über den großen Teich tagtäglich. Ist die Legalisierung von Handfeuerwaffen vielleicht der Wegbereiter für eine Politik, die den größten jemals auf unserer Erde entstandenen Waffenhandel, mit dem größten jemals existierenden Militärhaushalt protegiert? Ich weiß es nicht, doch ich habe den Eindruck, dass es Verbindungen gibt zwischen der Legalisierung von Handfeuerwaffen und dem größten, jemals entstandenen Waffenarsenal und dem gigantischsten Waffenhandel, der jemals auf unserer Erde existiert hat. Hier scheint sich eine von Tattergreisen etablierte Gesellschaftsschicht Macht und Raum verschafft zu haben, die in keinster Weise besser ist als die irgendeiner Gottesvorstellung Fröhnenden. Sie unterscheiden sich lediglich vom Thema her, doch die Wirkungsmechanismen der Machtergreifung, Machtsicherung und des -ausbaus sind fatalerweise sehr ähnlich. Was, wenn man deren Konten schlicht unter eine staatlich und gesellschaftliche Kontrolle brächte? Könnte man sie dann austrocknen? Ja, das könnte man. Doch es wird nicht getan, weil dieses mafiöse und damit parasitäre Geflecht alles durchdringt.
Die Wahrheit ist, dieses Geflecht von parasitär-mafiösen und gesellschaftspolitisch korrumpierten Strukturen existiert! Die Wahrheit ist, dieses Waffenarsenal wird unverblümt und sichtbar zum Einsatz gebracht, mit dem verdummenden Hinweis, dass einjeder das Recht habe, seine Interessen zu verteidigen. Und damit wird das größte Verbrechen an vielen Millionen Menschen begangen, was ich mir überhaupt vorzustellen in der Lage bin. Mord und Totschlag – und die scheinbare Entschuldigung, dass einjeder das Recht habe, seine Interessen zu verteidigen, wird zur legalisierten Handlungs- und Rechtfertigungsmatrix. Die Wahrheist ist, dass in Sachen Drogen oder auch Medizinalpflanzen so getan wird, als wären all die möglichen Anwendungen zum Nachteil des Menschen, und deshalb muss man sie kriminalisieren. Statt sich dem sinnvollen und erweiternden Einsatz zuzuwenden und eine möglichst umfassende Aufklärung und Begleitung bereitzustellen, werden Milliarden ausgegeben, um ganze Sicherungs- und Strafsysteme zu etablieren. Welch eine Verschwendung. Und es liegt immer und immer wieder daran, dass sich die Verantwortlichen aus welchen Gründen auch immer nicht der Wahrheit stellen, sondern ein Zerrbild derselben als ihre Wahrheit etablieren, die sie qua Machtinstrumenten absichern. Und es geht darum, Geld auf Konten zu bekommen, um all die goldenen Hosen und silbernen Windeln in zig-facher Ausführung zu bekommen.
Oftmals, also bei genauerem Hinsehen, darf man dann feststellen, dass diese Zerrbilder eben gerade durch einseitigen Drogenkonsum manifestiert werden. Hitler war drogensüchtig, das sollten wir niemals vergessen! Wieviele PolitikerInnen und Verantwortliche sind abhängig von das Bewusstsein und den Körper verändernden Arzneimitteln, Medizinaldrogen oder gar Aufputschmitteln?! Es sind sehr viele, das ist sicher.
Und wieviele sind einfach nur geldgeil und bekommen einen Orgasmus nach dem anderen, wenn sie ihren Kontostand beobachten, den sie durch kriminelle Aktivitäten erhöhen?! Das sind noch mehr, soviel ist sicher.
Übrigens, auch das ist eine Sucht. Eine Sucht, die wie jede andere, destruktive und die Persönlichkeit negativ beeinträchtigende Wirkung hat. Der Glaube daran, dass Geld alles ermöglicht, ist berechtigt, denn in unserem Lebensbereich verleiht es Macht ohne Ende. Doch ist damit auch nicht die gesamte Verantwortung verbunden, was die individuelle Nutzung dieses MAchtfaktors angeht?! Oh ja, ist sie! Mit allen zum Teil o.a. Konsequenzen.
Die Wahrheiten in den hier beschriebenen Teilbereichen sind wie sie sind. Es ist die Verantwortung derer, die an der Macht sind. Und Macht korrumpiert nun einmal und es ist leider so, dass die Korruption jede Menge Mentoren hat, die ihre Interessen auf jede nur erdenkliche Weise durchsetzen will, eben weil das Geschäft störende Elemente auszumerzen sind, um den Geldfluss nicht zu stören. Es ist eine Religion oder es gleicht den Prinzipien einer despotischen und menschenfeindlichen Religion.

Und wenn ich mit einem Finger auf andere zeige, zeigen vier Finger in meine Richtung. Jeder von uns ist mitverantwortlich, dass sich die o.a. Wahrheiten so darstellen, wie sie es tun.

Und ist es nicht die Wahrheit der entzogenen Aufmerksamkeiten, der vorenthaltenen Liebe und Zuwendung, die Menschen aus unserem unmittelbaren Umfeld dazu veranlassen, auf die „Suche“ zu gehen. Auf die Suche nach Trost, Anerkennung, Wärme und Zuwendung?! Oder wollen sie es vielleicht einfach nicht mehr ertragen, was ihnen im Alltag an Leid widerfährt und „suchen“ nach einer Fluchtmöglichkeit?! Und dann treffen diese „Suchenden“ auf die vielen kleinen Geschäftemacher, die gestrecktes, verunreinigtes und teilweise sogar letales Material unter der Hand anbieten, das zudem in tiefste und oftmals unwiderrufbare körperlich-geistige Abhängigkeiten führt. Was soll das?! Eine ganze Industrie, ein ganzer Apparat lebt von diesen Vorgängen. Es ist ein Milliardengeschäft. Und die Wahrheit ist so einfach wie plausibel. Dieser Ablauf kann von heute auf morgen ausgetrocknet werden und es würde einen Bruchteil dessen kosten. Doch das ist eben wegen der Wahrheiten von den Machterhaltungen und den dazugehörigen Manipulationsinstitutionalisierungen scheinbar unmöglich, diese Abläufe zu durchbrechen. Selbstreflektierend musst Du nun zugeben, dass Dein Inneres Dir gerade sagt: es ist ganz einfach. Sage Nein!
Es ist eine der unabweislichen Wahrheiten, dass z. B. der Drogenhandel von heute auf Morgen versiegen würde, wenn wir uns dem Thema Legalisierung widmen! Es ist eine der unabweislichen Wahrheiten, dass der legale wie auch der illegale Waffenhandel zum Versiegen käme, wenn wir alle die Gehirnkranken heilen würden, die Drohszenarien verbreiten, die sich sogar subversiver und gekaufter Elemente bedienen, um ganze Gesellschaften in den Abgrund zu stürzen, um das eigene Geschäft abzusichern. Und das betrifft die Drohszenarien einer NATO genauso wie die Szenarien einer Mafia, ganz gleich wo, die ihre parasitären Geldeinnahmen absichern möchte. Es ist im Grunde genommen das Gleiche. Könnten wir den Menschenhandel nicht dadurch unterbinden, wenn wir eine frei zugängliche Welt hätten. Keine Pässe, keine Visa. Und schon ist dem Menschenhandel, den Schleppernetzen der Nährboden entzogen. Doch warum funktioniert es nicht?! Es sit immer und immer wieder derselbe Mechanismus. Irgendwelche Möchtegerne oder eben auch durch illegale Aktionen an die Macht Gekommenen, bauen Drohszenarien auf, etablieren Repressionsinstrumente, um die Mehrheit gefügig zu machen. Und wir lassen uns davon beeindrucken, denn es ist wirklich nicht leicht, wenn Du und Deine Familen bedroht werden, Nein zu sagen. Das gebe ich ehrlich zu. Doch es wird einfach deshalb geschene, weil die Aufrichtigen es nicht schaffen, sich zu solidarisieren und diese Systeme qua gesellschaftlichem Druck abzuschaffen.

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VIII. Die Wahrheit der Lüge und Intrige

Die Wahrheit der Lüge und Intrige

ihr kennt diese Wahrheiten als Alltagsgeschehnisse. Du, ich, jeder, alle. Lügen und Intrigen sind für uns Menschen charakteristisch. Die Ursachen und die Zeitpunkte der Anwendung dafür sind in diesem Zusammenhang für mich wichtig.  Lügen sind etwas, was wir durch eine gesellschaftliche Erziehung erlernen. Es ist deutlich zu unterscheiden zwischen der fantasievollen Ausgestaltung von erlebten Ereignissen und der absichtlichen Unwahrheit, um z. B. keinen Stress und Ärger zu bekommen.
Kennt ihr das, wenn Eltern ihren Kindern sagen, Du kannst mir alles erzählen und wenn sie dieses dann tun, werden sie sanktioniert, gar bestraft?!. So genau entstehen Lügen.  Es ist die Angst vor Repression. Vor allem einer Repression, die dann erfolgt, wenn zuvor ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das dann im konkreten Fall schlicht ausser Kraft gesetzt wird!
Die Angst vor Sanktionen oder gar spürbaren Bestrafungen ist immer wieder einer der Hauptgründe, weshalb Lügen entstehen. Ich sprach deshalb gerade von einer sozialen Adaption, denn ein Mensch, der aufrichtig ist und für seine Aufrichtigkeit keine Sanktionen erfährt, wird es auch bleiben. In dem Moment, wo die Aufrichtigkeit bestraft wird oder der Mensch eine solche Situation miterlebt, ändert sich das Gefüge auf signifikante Weise und vor allem innerhalb kürzester Zeiträume.
Somit haben wir es, wie so oft, wieder einmal selbst in der Hand, ob wir selbst lügen oder andere uns anlügen. Nicht umsonst wurde in unserem Rechtssystem verankert, dass wer seine Tat zugibt und aktiv dazu beiträgt, sie in ihrer Gänze nachzuvollziehen, Strafmilderung erfährt. Hier zeigt sich auf anschauliche Weise, dass die Wahrheit zu sagen selbst bei nachweislichen Untaten zu Milderungen führt. Wir sollten uns alle vergegenwärtigen, dass wir es erst gar nicht zu Untaten kommen lassen, sondern frühzeitig in Austausch mit Vertrauten treten, um dort über unsere Beweggründe und Erlebnisse zu reden. Und das aufrichtig.
Im gesellschaftlichen Alltag sind Lügen und ihre perfiden Gespinste sehr oft verbunden mit Macht, Einfluss, Interessen und Privilegien. Und da das gesamte, uns umgebende System diese Tatsache akzeptiert und nicht oder nur marginal sanktioniert, bildet sich genau daraus nach meinem Dafürhalten ein für das Lügengespinst äusserst fruchtbarer Nährboden aus. Ganz aktuell erfahren wir z. B., dass uns Industriebosse seit Jahren angelogen haben und qua Macht ganze Hierarchiesysteme mit einem Lügengespinst eingewoben haben, Stichwort Manipulation der Abgaswerte eines Neuwagens. Doch die Autoindustrie ist ganz sicher nicht alleine und sollte nicht gebrandmarkt werden für etwas, was in der Lebensmittelindustrie und der Strombranche seit Jahrzehnten praktiziert wird. Vielleicht kennst Du den Begriff der „legalen Täuschung“ ?! Alleine der Begriff ist schon bemerkenswert! Eine legale Täuschung ist z. B. die, dass Du einen Joghurt kaufst, in dem „natürliche Aromen enthalten sind, die schlicht und ergreifend aus einem Holz- oder gar Schimmelpilz gewonnen werden. Noch delikater ist der Umgang mit den Grenzwerten, wie z. B. der von Dioxin, das sich in unseren Lebensmitteln befindet. Um den Fischmarkt der Ostsee und anderer Gewässer zu schützen, wurden kurzerhand die Dioxin-Grenzwerte erhöht. Und das ist nur ein Beispiel.
Es ist ein durch und durch verwobenes Netz an Lügen und alle die, die das kritisierten, wurden herausgemobbt oder einfach nur entfernt aus dem System. Übrigens ist dieser Vorgang ein geradezu charakterisierender für das Vorhandensein von Lügengespinsten:  der Umgang mit Andersdenkenden und oder KritikerInnen! Man kann recht leicht ablesen, ob ein Gemeinschaftssystem auf Lügen basiert, wenn wir untersuchen, wie mit Andersdenken konkret umgegangen wird. Sie werden mit juristischen Verfahren „diszipliniert“, sie werden diffamiert, diskreditiert. Man macht sie fertig! Und das geht nur, weil wir uns nicht schnell und effizient solidarisieren und weil es einem Gutteil der Mitmenschen am Allerwertesten vorbeigeht, Hauptsache die Kohle stimmt und der abendliche Grill kann ausreichend bestückt werden.
Der angerichtete gesellschaftliche und teils auch finanzielle Schaden von Lügengespinsten ist gewaltig. Gewaltig im Falle der Abgasproblematik deshalb, weil fortan niemand mehr irgendeinem Autoboss Glauben schenken wird. Und nicht nur das, diese „Schule“ wird andere Gesellschaftsbereiche mit in Leidenschaft ziehen.
Denken wir uns dann noch die Metoo-Initiative dazu, dann dreht sich einem vor Abscheu der Magen ganz um. Allerdings gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen der Lüge vom sauberen Automotor bei der Abgaswerteanipulationsintrige und dem sexuellen Missbrauch – es ist diese gerade die eben benannte Metoo-Initiative. Hier verwehren sich Betroffene oder sich betroffen Fühlende gegen das widerliche Belästigungsgehabe machtgeiler und vor simpler Sexlust sabbernder Kerle. Beim Abgasskandal ist es etwas anders , wobei, wenn man genauer hinsieht, es auch hier inzwischen eine ganze Phalanx an Abwehrinitiativen gibt.
Es scheint auch bei den Presseorganen eine zumindest zeitweise verspürbare „männliche Solidarität“ zu existieren, die wenig Interesse entwickelt, das Lügengespinst der ach so erfolgreichen Filmszene genauer zu hinterfragen. Bei der Abgasproblematik scheint es deutlich leichter zu sein, seitens der unabhängigen Presseorgane Kritik zu üben und Vorgänge aufzudecken. Aber vielleicht täusche ich mich da auch. Doch ich habe so einen Eindruck gewonnen, dass hier geschlechtsspezifische Animositäten zu besonderen Themenbereichen vorhanden zu sein scheinen.
Wir erkennen anhand dieser Beispiele aber auch,  dass es keinerlei Maßstab oder eine festlegbare, gar gesellschaftliche Grenze gibt, ab der sich diese Wahrheit des Lügens manifestiert oder auch nicht,  und wir erkennen zudem, dass machtvolle und meist patriarchalisch ausgerichtete Hierarchiesysteme vollständig korrumpiert werden können. Kurze Anmerkung: Es gibt m. E. so rein von der Anzahl her, keinen Unterschied in dieser Hinsicht zwischen matriarchalen und partiarchalen Hierarchiesystemen. Verrat, Lüge, Inrige sind meiner Meinung nach geschlechtsunabhängig.
Wenn Angst um den Job, die Geilheit auf eine neue Position, das Sichern, Erreichen  und Verteidigen von Privilegien im Spiel sind, dann passiert das im Folgenden dargestellte relativ häufig. Es wird eine Drohgebärde aufgebaut, die in etwa wie folgt postuliert werden kann: „Wage es und sage das (was Du die Wahrheit nennst) und ich mache Dich fertig!“. Wer kennt diesen Satz nicht?! Er ist in der überwiegenden der mir bekannten Fälle verklausulierter dahergekommen und wird somit getarnt, denn Lügner und Lügnerinnen sind meist sehr geschickt und kühl abwägende Individuen, die sich schon aus opportunen Beweggründen heraus selten mit offenem Visier zeigen. Insofern wird gerne ein ganzer Strauss an Diffamierungs-, Degradations- und Beeinträchtigungsinstrumenten angewandt, deren gemeinsame Wurzel aber der hier genannte Kernsatz ist. Man möchte denjenigen, der ein Lügengespinst aufdeckt, fertig machen. Er oder sie stört die Abläufe und man ist sich zu nichts zu schade, das zu verhindern.
Ich selbst kenne diesen Ablauf und erfahre es täglich am eigenen Leib, wenn es um mein berufliches Umfeld geht. Seit Jahren versuchen die mich umgebenden amtierenden Machtstrukturen, „mich fertig zu machen“ weil ich es wage, ihnen darzulegen, wo sie z. B. das Wahlvolk belügen oder belogen haben. Ich möchte das nur deshalb anführen, um zu belegen, dass wir alle mit dieser Wahrheit der Lüge konfrontiert werden und einjeder hat einen anderen Umgang damit oder wird auf ganz individuelle Weise davon beeinträchtigt. Dennoch gibt es ein Muster. Und jeder, der diese Muster aufdeckt, läuft Gefahr, dass ihn die Gespinstweber dann „fertig machen“. Es wird selten die Wahrheit angegangen und vor allem geändert, denn zu viele leben als Webergemeinschaften und profitieren auf die eine oder andere Weise davon, als dass sich hier etwas grundlegend in Richtung Wahrheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit verändert. Leider!
Ein jeder kennt auch die meist freundlich gemeinten Hinweise aus seinem persönlichen Umfeld, die so oder so ähnlich lauten: „Sei´doch einfach ruhig! Was machst Du Dir so einen Stress?! Halte einfach die Klappe und finde Dich mit den Gegebenheiten ab. Du wirst sie niemals ändern!“
Da spricht der vermeintlich Vernünftige, Erfahrene, der Dir Wohlgesonnene und Dir sogar vermeintlich Zugetane. Ich sage Dir aber, da spricht der Verlierer, der Schweinehund, der Intrigant und der Angepasste, der Weberknecht. Manche nennen diese oder ähnlich lautende Eingaben vernünftig, andere, so wie ich, einfach nur angepasst oder sogar tot. Eine Folge haben solche Eingaben aber immer. Dir wird als Betroffenem dadurch direkt oder indirekt jene berühmte Schwelle oder Grenze angezeigt, von der aus Du erkennst, dass Du Dich ab sofort persönlich nur mit Dir und Deinem Wertesystem auseinandersetzen musst, wenn es darum geht, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden. Du wirst ab sofort wenige bis gar keine Freunde mehr haben. Und oft genug gehen wir, was allzu menschlich ist, in der Folge dann diese berühmten Kompromisse ein, denn schliesslich wollen wir alle ja auch nur unseren Frieden mit uns selbst, unserer direkten sozialen Umgebung usw.. haben.
Ja, was wäre die Welt ohne diese viel gerühmten Kompromisse?! Und ist es nicht signifikant, dass wir dem allzu gerne nachgeben, vielleicht weil wir ein gehöriges Stück weit alle Opportunisten sind?! Schon qua Erbgut sind wir ja bekanntlich darauf ausgelegt, den einfacheren Weg als den sinnvollen und gewinnbringenden attraktiv zu finden. Nicht umsonst sind fast alle Säugetiere, vor allem die Carniforen, Aasfresser und oder jagen anderen die Beute ab. Es ist nachweislich mit weniger Energieaufwand verbunden.
So einfach ist die genetisch angelegte, physiologisch ausgeprägte und energetische Erklärung. Doch wir reden hier nicht über das opportunistische Aasfressen, sondern wir sprechen über hochkomplexe soziale Wirkungsgefüge. Und ich beschreibe diese Wahrheit des sozialen Lebens ja nicht ohne Grund, denn sie hat immense Folgen für das Miteinander.
Lügengespinste waren und sind immer schon ein Ansatz zum individuellen und gesellschaftlichen Scheitern gewesen. Es ist fast so wie bei der Wahrheit des Todes, der immer mit dem gerade entstehenden Leben schon vorgezeichnet ist. Vielleicht ist diese Synchronizität ja eine systemimmmanente Wirklichkeit. Ich vermag das nicht abschliessend zu beurteilen. Sicher ist nur, dass Betrug, Lüge, Intrige genauso wie Liebe, Zuneigung wahrhaftige und wirksame Kräfte sind und vielleicht gehören sie ja einfach zum Leben dazu, denn sie bewirken immer auch Veränderungen und damit Entwicklung, mal in eine positive, mal in eine negative Richtung aus Sicht der zum Zeitpunkt des Geschehnisses Lebenden oder deren direkter Nachfahren. Doch ich sehe in der Mechanik der Etablierung von Lügen und Intrigen einen wesentlichen Faktor, der Fortschritt zumindest zeitweise verhindern kann, der mafiöse Machtstrukturen induziert und erhält und damit auch zu unendlich viel Leid in der Folge wesentlich beiträgt.
Zum Muster zurück. Häufig treffen wir in diesem Zusammenhang auf einen gerne genannten Rechtfertigungsgrund der Agierenden sowie Intervenierenden in Sachen Lügen und Intrigen, der da lautet: schliesslich und letztendlich habe doch ein jeder die Freiheit und das Recht, seine Interessen zu schützen und zu erweitern. Oftmals wird der Zusatz, dass wenn es um die eigene Familie gehe, sei alles erlaubt! Ich persönlich halte das für Scheinargumentationen, um der Sache ein wohlfeiles Deckmäntelchen zu verpassen und um sich eine gesellschaftgängige Rechtfertigung zu verschaffen. Lüge und Intrige wird nicht besser, wenn sie für die Familie angewandt wird, im Gegenteil, sie kann durchaus auch sehr negative Folgen haben für die Familie. Dennoch vernehme ich es auffäälig oft, dass sich die psychopathischen Opportunisten und damit Lügenbarone gerne eben dieses Arguments bedienen, um ihre ätzenden und individuell wie gemeinschaftlich wirksamen Egomanstrukturen zu rechtfertigen.
Macht, Einfluss, Privilegien und die vermeintliche Gefährdung derselben haben, und das ist eine deskriptives Charakteristikum, keine gesellschaftlich relevante Größenordnung. Der eine sieht für einen relativ kleinen Geldbetrag einen Auslöser, der andere für einen größeren. Für den einen reicht eine Einmalzahlung, der andere macht daraus eine Art persönliches Rentensystem. Ist es für den einen Fall ein kleines familiäres Privileg, rechtfertigt sich der andere damit,  prinzipiell sich und seine Mitweltsituation „voranzubringen“, zu schützen oder weiterzuentwickeln  Anmerkung: Die Argumentationskaskade kann so von einem Akteur auf mehreren Ebenen und in mehreren Dimensionen Besitz ergreifen und er oder sie wendet sie ab einem bestimmten Zeitpunkt sogar so an, dass er oder sie irgendwann selbst daran glaubt. Es ist ein Gespinst. Dieser Begriff beschreibt diesen Vorgang nach meinem Dafürhalten sehr treffend. Die In Sachen Lügenetablierung Intervenierenden sind mindestens so ätzend wie die eigentlich Agierenden selbst, denn sie versuchen häufiger als einem vielleicht lieb ist, den Lügenstatus-Quo zu verteidigen, als dass sie sich aktiv und spürbar mit dem von der Lügenspinnerei Betroffenen solidarisieren und sogar Unterstützung im Kampf gegen die Lügengespinste gewähren. Das ist schon irgendwie signifikant. Diese Mitläufersysteme bei tatkräftigst agierenden Lügenbaronen halte ich sogar für gefährlicher al die eigentlichen und ursprünglich die Lüge ins Werk Setzenden. Es ist durchaus ein Vergleich mit der Metastasierung von Krebsgeschwüren möglich oder eben der Verbreitung von epidemischen Krankheiten.
Was mich persönlich immer wieder berührt, ist die Dreistigkeit, mit der sich Menschen hintergehen und belügen. Zu den Beweggründen habe ich ja schon einiges gesagt, doch zur schauspielerischen Leistung noch nicht. Ist es nicht frappierend, welch´hohe und gekonnte schauspielerische Leistung notwendig ist, um Lügen und Lügengespinste ins Werk zu setzen?! Wahre Meisterleistungen vollbringen m. E. psychopathische Opportunisten. Sie kennzeichnen sich geradezu durch ihre oft bis ins Detail vorgeplanten „Theateraufführungen“ gleichenden Darlegungen. Ich habe selbst schon oft genug diesen Typus persönlich kennengelernt und bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie gekonnt dieser Typus es versteht, ein Lügengespinst ins Werk zu setzen. Meist verstecken sie ihre krankhaften Ausprägungen hinter eine wohl sortierten und dargereichten Fassade des Gutmenschen und spielen so wie ein Tulius destructivus jeden gegen jeden aus, um ihre eigentlichen Ziele zu erreichen. Die Zielsetzung ist niemals eine, die irgendetwas mit dem Wohlergehen anderer, sie umgebender Menschen zu tun hat, sondern es geht immer und einzig und alleine um ihr eigenes Wohlergehen, oftmals mit dem netten und ach so gesellschaftsfähigen „Vorankommen der eigenen Familie und der eigenen Freunde“ ausgeschmückt. Und die Tuliise haben eine große Freude daran, zu manipulieren und sich dabei immer selbst als den Helden darzustellen. Und wehe, sie werden frühzeitig durchschaut und Gegenerschaften bzw. zum Gegner gewordene Durchschauer des Gespinstes wagen es, ihre Kritik zum Ausdruck zu bringen. Dieser Typus des psychopathischen Opportunisten setzt dann mit großer Akribie vorbereitete Szenarien ins Werk. „Du wirst mich kennenlernen“, ist fast ein charakterisierender Kernsatz dieses Menschentyps. Wenn sich so ein opportunistischer Lügenbaron erst einmal in einem Machtgefüge eingenistet hat, dann wird er das gesamte System umdrehen wollen. Das erinnert fatal an die grassierende Wirkung eines Kranksheitsbefalls durch einen Virus. Und die Häufigkeit, mit der gelogen und intrigiert wird, nimmt binnen kurzer Zeiträume exponentiell zu, weil ein Lügenbaron kommt selten alleine und seine Verlockungsinstrumente animieren die ganzen Möchtegerne, und das weiß der Lügenbaron nur zu gut. Und wenn das ganze System dann irgendwann auffliegt, weill es wie immer keiner gewesen sein, denn die kleinen und großen Lügenbarone haben längst verinnerlicht, bei Gefahr der Aufdeckung ihres Gespinstes mit dem Finger auf andere zu zeigen. Die Nürnberger Naziprozesse oder eben die Prozesse der UNO-Menschenrechtskommission können das mit meterweise Mitschriften belegen. Ganz zu schweigen von den kilometerlangen Schriftenreihen, die unsere Gerichte jeden Tag vergrössern, wenn es darum geht, Lüge von Wahrheit zu beurteilen.

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IX. Meine persönlichen Schlussfolgerungen

Nun, am Ende dieses doch einmal mehr lang gewordenen Textes, möchte ich noch etwas berichten von meinen persönlichen Schlussfolgerungen des hier Dargelegten zum Thema Wahrheit.
Ich bin nicht echatologisch ambitioniert. Das sei hier sicherheitshalber vorweggeschickt. Ich maße mir nicht an, vom Ende einer Sache, des individuellen Erkenntnisgewinns oder gar der Welt zu fabulieren. Möge jedEr selbst schauen, wie sich sein/ihr Weg entwickelt und welche Erkenntnisse während des Beschreitens des eigenen Lebenswegs  als Wahrheiten des eigenen Schicksals dabei ins Gehirn gespült werden resp. physiologisch wirksam werden. Zudem möge jeder für sich selbst, die von unserem individuellen Schicksal unabhängigen Wahrheiten für sich erkunden. Dazu ist es m. E. notwendig, dass Du Deine Neugierde niemals versiegen lässt, dass Du Dich immer wieder gerne aufraffst, neue Teilbereiche der Wissen Schaffenden zu studieren und niemals aufhörst, Dich zu wundern. Wenn Du das zu bewerkstelligen weisst, dann, da bin ich mir sicher, wirst Du viele Wahrheiten Deines Da- und Hierseins kennenlernen. Und Du wirst so gewappnet einen Umgang mit den Wahrheiten erlernen, die Dir andere in Dein Buch schreiben, um ihre Wahrheiten durchzusetzen. Ich hoffe sehr, dass wenn Du diesen Essay gelesen hast, Dich dagegen verwehren kannst, ohne selbst zu großen Schaden zu nehmen.
Da ich den neuralen Chauvinismus respektiere und um die Macht der Prägungen weiß, habe ich auch keinen Klemmer damit, wenn irgendjemand bei der Lektüre dieses Textes mentale Brechreize oder im Gegenteil sogar Freudensprünge vollführt. Ich bin mir dessen sehr wohl bewusst, dass viele Brains mit Hilfe von biochemischen Prozessen ihre eigenen Prägungsmuster verändern und dann denken, sie könnten ungeniert und unbehindert agieren und wirken in anderer Leute Welten. Und da bekanntlich die Dosierung die Giftwirkung induziert und bestimmt, weiß ich auch, dass manch vergiftete Gehirnphänologie zum normalen Alltag gehört und man diese öfters trifft als einem vielleicht zunächst bewusst wird oder lieb ist.
Ergo, nehmt es oder lasst es.
Entscheidet euch frei und unabhängig, welche Wahrheit ihr erkunden wollt, ob es überhaupt eine ist, und wie ihr damit umzugehen gedenkt. Doch ihr werdet nicht darum herumkommen, euch intensiver mit den Wahrheiten eures Lebens zu beschäftigen, wenn ihr nach dem Sinn und Zweck eures Daseins sucht. Und wenn Du erst einmal gelernt hast, dass es die unabänderlichen Wahrheiten gibt, eben die durch das Sein definierten, und dass diese schon komplex genug sind, um sich jahrelang damit ausschliesslich zu beschäftigen, dann wird es noch etwas komplizierter, wenn Du Dich mit den „erzeugten“ Wahrheiten beschäftigst, die durch Deine Mitmenschen gemacht und getragen werden. Durch die hier kurz angerissene Analyse und die dargelegten Charakteristika sowie Instrumentierungen, bekommst Du eine Art Handwerkszeug, um Dich zurechzufinden. Ich wünsche mir sehr, dass es für Dich hilfreich sein wird.

Ihr habt im Laufe der Lektüre dieses Textes vielleicht erkannt, es gibt Wahrheiten, die sind so einfach wie genial. An meine meinen Lieblingsfeinde:  alles andere überlasse ich euren teilweise antiquierten Prägungsmustern, die aus meiner Sicht nicht nur phänologische Spuren bei manchen meiner Freudengegner in Form verbitterter Gesichtszüge hinterlassen, sondern nur eingeschränkt geeignet  zu sein scheinen, eben jene Prägungsmuster aufzuheben, deren Prägnanz mir persönlich wie ein selbst geschaffenes Gefängnis vorkommt. Ich habe inzwischen den Verdacht, dass einige von euch ein Surplus an Alkohol und medikamentös ausgerichteten Drogengaben veralltagt haben. Ich meine damit z. B. Aufputschmittelchen jeglicher Konvenienz, denn diese manifestieren erst so verquaste Prägungsmuster, die wiederum dazu führen, Andersdenkende mit der Reichsacht zu versehen und als Feinde des eigenen kleinen Nestes zu deklarieren. Ich persönlich bin schon immer so gespult, dass ich darauf aus bin, die Wesensart der mich Umgebenden zum Positiven für die jeweiligen Individuen zu verändern. Lasst doch die Hände von irgendwelchen Mittelchen, weil ihr vermeintlich denkt,  sie könnten vorhandene Prägungsmuster auflösen, oder ihr mutmaßt, dass ihr sogar erleuchtende Momente durch die Einnahme induzieren könntet oder einfach nur Linderung der medizinischen Indikationen erfahrt.

By the way,  die Crux an den ganzen Chemobomben ist, sie wirken nur bedingt und sie sind abhängig machende Mittelchen, die das Gespür für die Mitwelt so erheblich verändern können, dass man sich Gedanken machen muss, wie man diese Toxizität wieder los wird, bevor sie letal wird. Ich schreibe das, weil ich mir schon bewusst darüber bin, wie manche Nachreden zu meiner Person zustandekomment. Soviel an dieser Stelle zu den Wirkungen von die Perönlichkeit veränderten Mittelchen.

Ich persönlich kenne Leute, die sind z. B. am Morgen so aufgedreht wie ein Duracell-Häschen und hören gar nicht mehr auf, ihre gesamte Mitwelt mit ihrer vibrierenden Lästigkeit zu erfreuen. Davon abgesehen, dass ich eine körperoptimierte Baldriangabe für indiziert halte, sehe ich es mehr als kritisch, wenn solch ´geartete Persönlichkeiten versuchen Wahrheiten zu schaffen für andere Mitmenschen. Kümmert euch doch lieber erst einmal um euch selbst! Noch härter finde ich es, wenn ich persönlich gezwungen werde, mich gegen solche Duracell-Häschen zur Wehr setzen zu müssen, da sie denken, sie seien in jedweder Hinsicht das wahre Zentrum allen Geschehens. Das sind sie mitnichten! Im Gegenteil – sie sind nervig hoch zehn.

Dennoch sah ich mich auch deswegen dazu veranlasst, etwas zu meinen Wahrheiten und meinen Instrumenten der Wahrheitsfindung zu schreiben.

Ich bin im Laufe der Jahrzehnte vorsichtiger geworden, denn ich wurde und werde persönlich angegriffen für die Darlegung des freien Wortes. Ja, ich habe sogar Verletzungen erlitten, die mir andere Synapsenverrenkte zugefügt haben. Insofern schaue ich genauer hin bei allen Menschen, die ich in meiner unmittelbaren Ursache-Wirkung-Matrix wahrnehme. Eine Wahrheit der Schlussfolgerungen ist die, dass ich erkenne, dass viele Wesen in dieser Matrix kaum mehr persönliche Kräfte aufzuweisen haben.
Wie komme ich zu dieser Schlussfolgerung?
Es ist im Grunde auch das ein, im Nachhinein betrachtet, ganz einfacher Wirkmechanismus. Liegt genügend persönliche Kraft beim Einzelnen vor, dann gereicht schon ein einziges Wort, ein winziger Impuls, um das gesamte Leben zu verändern. Ich habe Be- und Erleuchtete selbst erlebt und mir widerfuhren sowohl Be- als auch Erleuchtungen. Sie formten eine Wahrheitsempfindung, die mir persönlich Kraft verliehen hat. Allerdings sehe ich auch jene Unterbelichteten und Abgedunkelten, die in großer, sich stets zu Clustern vereinigenden Vehemenz in meinem Buch herumschreiben oder herumgekritzelt haben und mir weniger angenehme Wahrheiten schufen.
Jene nicht so Hellen, bei diesen können noch so viele Impulse gesetzt werden, es offenbart sich und bewirkt bei ihnen nichts. Sie sind im Grunde genommen eine träge, dumbe Masse, geifernd, sabbernd und selbstverliebt. Mit diesen über Wahrheiten einen Austausch zu betreiben, ist fast so, als würdest Du einen Griesbrei zum Philosophieren anregen wollen. Iss´ihn lieber, denn er ist für nichts anderes zu gebrauchen. Eine Wahrheit! Zweifelsohne! Und in diesem speziellen Fall sogar eine wohlschmeckende, es sei denn Du kannst keinen Griesbrei zubereiten.

Zeitenwanderer gelangen häufig an einzigartige Orte

Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass es Persönlichkeiten gibt, deren Wahrheitsbild sich aus der Meinung Anderer nährt. Und sie gefallen sich darin, diese vermeintlichen Wahrheiten dann als Arbeitsaufträge umzusetzen, weil sie vielleicht – ich sagte vielleicht – keinen Arsch in der Hose haben, um sich selbst ein Bild zu machen und auch, weil sie einem mit der Reichsacht Versehenenen als Erfüllungsgehilfen ohne auch nur einen winzigen Augenblick des Innehaltens das Leben vergällen, da sie sich damit eine Vergrösserung ihrer eigenen Machtposition versprechen. Es sind letzten Endes psychopathische Opportunisten und speichelleckende Konformisten. Ob es nun so Lügenbarone waren wie ein Dobbelview oder ein auf den Tritt-Tretender oder ein selbstverliebter Possenreisser, sie alle treten an, um lediglich sich selbst zu zelebrieren und zu kaprizieren. Ihr Blick ist wohl schon lange verstellt und sie glauben wahrscheinlich sogar an ihre eigenen, verqueren Geschichten und betrachten sie als die allerwichtigsten Lebenswahrheiten. Folgt solchen Leuten nicht. Ja, grenzt euch ab, denn diese Trugbildhauer verstellen euren eigentlichen Sinn zur Findung von Wahrheiten mindesten zeitweise. Und wenn ihr dennoch feststellt, ihr seid gefangen vom Wirken eines solches Verzerrers, dann geht unbeirrt euren Weg und nehmt die Energien auf, um sie in für euch förderliche Tatbestände und Energien umzumünzen. Orientiert euch an den unabänderlichen Wahrheiten, durchlebt die vielen Zeitwanderungen, die ihr vornehmen müsst, weil  diese Trubbildgaleristen sie euch aufzwingen und ihr euch dagegen verwehrt. Und ihr werdet mit etwas Glück wachsen und reifen. Ich habe deshalb auch versucht, etwas mehr Klarheit zu schaffen im Bereich der Wahrheiten, um für einen jeden etwas mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit beim Thema Suche nach Wahrheiten, Finden von Wahrheiten und letzten Endes dann Nutzen der Erkenntnisse bereitzustellen.

Einmal abgesehen vom Leid, das mir widerfuhr,  gaben sie – diese Trugbildhauer –  mir durch ihre Verhaltensweisen etwas, was ich als sehr wertvoll betrachte.  Ich lernte mich durch deren Angriffe immer besser selbst kennen und ich erkenne sogar einen Sinn meines eigenen Weg, den ich aufgrund der Einflussnahmen immer wieder neu wählen musste. Ich spüre, dass all diese Angriffe und Widerlichkeiten einen Reinigungsprozess in mir auslösten. Ich erwarb in diesen Dschungeln der Lügen und Intrigen die Kenntnis, zu überleben, indem ich Schein von Ist zu unterscheiden lernte. Und ich fand das, was alle in die Wüsten Gehenden sich ersehnen. Eine Botschaft der Kartese. Schmerz reinigt. Agonie stählt Deinen Willen.
Wie ein Diamant wurde mein Geist neu geschaffen. Er leuchtet stärker und kräftiger denn je und all die Missetaten an mir sind eine Art Schleifmittel geworden, dass diesen Diamanten nun umso einzigartiger macht. Druck und Hitze, die diese Unwahrheitengläubigen in meinem Dasein erzeugen und erzeugten, sie liessen den Diamanten also überhaupt erst entstehen, und die Verzerrerfraktionen haben ihn dann sogar noch für lau mit ihren Schleifmitteln versehen, so dass die Geschehnisse in dieser Kombination etwas einzigartiges schufen. So genau bildete sich eine Fähigkeit in mir heraus, die ich zuvor nicht kannte. Ich kann Unwahrheiten von Wahrheiten , Schein vom Ist unterscheiden. Ich beobachte Menschen eine zeitlang und erkenne deren wahres Ich. Für diese Erkenntnis und Wahrheit in meinem Dasein bin ich sehr dankbar, doch es ist ein schmerzlicher Weg voller Gefahren.

Und so sende ich Dir, der Du das alles gelesen hast, eine ganz wesentliche Botschaft!
Gehe Deinen Weg! Gehe ihn immer bis ans Ende und halte durch. Lasse Dich durch nichts und niemanden von Deinem Kurs abbringen, den Du einschlägst, um Wahrheiten zu finden oder Deine eigene Wahrheit zu gestalten.
Und sollte Dir das Glück widerfahren, alle Unpässlichkeiten lebend zu überstehen, wirst Du als wahrhaftig reicher Mensch daraus hervorgehen. Dein Willen, Dein Humor, Deine Vernunft, Deine Neugierde, Deine Kreativität werden völlig erneuert und Dich erweiternde Impulse erfahren. Du wirst im wahrsten Sinne ein Cybernaut. Und das ist eine der für mich persönlich wundervollsten Wahrheiten und Geschenke, die ich fand und erwarb. Diese Fähigkeit zur Selbststeuerung und -regulierung.

Ständig vernehme ich neue Impulse, spüre Energien. Ich bekomme sie eingespielt und freue mich daran wie ein kleiner Junge, der von seinen Eltern gelobt wird, wenn er etwas Gutes getan hat. Meine innere Stimme lächelt mich an und sagt, schleife Deinen Diamanten, indem Du all den Widerlichkeiten die Stirn bietest. Wenn der Druck auf Dich erhöht wird, steigere Dich selbst und reagiere damit auf den Druck Dir gegenüber. Und genauso wächst Du in Geist und Körper.

Ich spüre, dass ich die Brücke erreiche, die dort ist, wo sich mein wirkliches Zuhause befindet. Vielleicht warte ich dort auf Dich, vielleicht wartest Du auf mich, sicher ist, ich werde zur Brücke kommen, wenn die mich Quälenden ihren Weg beendet haben und ein neues Leben vor ihnen liegt.

Ich wünsche Dir, dass es Dir genauso geht und ich hoffe für Dich, dass Du vielleicht auch nur ein auskömmliches Leben führen darfst, ohne die ganzen Wanderschaften zu unternehmen, die mich durch so viele neue Welten führten. Falls Du aber selbst ein Zeitenwanderer bist, den die „Anderen“ immer vor sich hertreiben möchten, dann mag Dir dieser Aufsatz über die verschiedenen Ausprägungen der Wahrheiten eine Art Lehr- und Erfahrungsbericht sein, denn wenn Du diese Wahrheiten herausarbeitest und sie genau beschreiben kannst, dann bist Du zu einem Zeitenwanderer von besonderer Größe und sich immer stärker herausbildender Einzigartigkeit geworden.

Im Russischen sagt man, zeige mir, wer Deine Feinde sind und ich sage Dir, was Du für ein Mensch bist.

Ehre und  Respekt sind denen vorbehalten, die kämpfen können. Sei es gegen die äusseren Feinde oder sei es gegen den größten aller Feinde: Dich selbst. Das ist eine wesentliche Wahrheit. Lerne ausweichen, lerne taktieren, lerne einfach am Leben zu bleiben und Dich daran zu erfreuen, dass der nächste Tag beginnt und Du immer noch im Hier und Jetzt bist. Biete denen, die Dich herzumschubsen wollen, Widerstand und bleibe dennoch friedfertig. Je mehr Du ertragen lernst, desto größer wird die Ernte sein, die Du irgendwann einfahren wirst.
Führe diesen heiligsten aller Kriege, den Krieg gegen Dich selbst, und Du wirst immer stärker und brillianter, denn Du lehrst Deinen weltlichen Feinden Respekt und Dir widerfährt trotz oder gerade wegen Deines kämpferischen Herzens, eine wohlwollende Liebe. Denn alle die, die für ihre Liebe zur Wahrheit nicht einknicken wie ein Grashalm im Wind, ist es vorbehalten, innere Größe zu erlangen, die sie zu großen Geistern werden lässt. Und manchmal, wenn Du und ich verzagen, dann hilft uns der Glaube an die Wahrheit, an das Licht der reinen Liebe,  daran, dass wir erneut aufstehen und den geschundenen Geist und Körper erheben solange auch nur noch ein Tropfen Blut in unseren Adern fliesst.
Und wir beide wissen eines: „sie“ sehen uns von der anderen Seite  aus und stehen uns bei, auch wenn wir sie nicht sehen und spüren können! Sie, die Wächter, Engel – nenne sie wie Du magst – sie sind Verbündete, weil sie genauso geschliffen wurden und niemals aufgegeben haben. Und sie alle sind, weil wir und unseresgleichen sie denken und gedacht haben und weil wir ihnen auf diese Weise auch unseren immer währenden Respekt zeigen, da sie dadurch ewiglich in Erinnerung bleiben. So einfach kann die Wahrheit auch sein!

Und wenn wir Glück haben, dann treffen wir einander und können uns von unseren Geschichten erzählen. Du von Deinen Wahrheiten und ich von meinen!

Bleib´ tapfer und LEBE für immer, auch oder gerade wenn Du im Kampf stirbst :-)

 

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Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Willkommen in der Welt meiner Wahrheiten

Schaue ich nach Innen, in mich hinein…

dann sehe ich auf ein Leben, das wie im Fluge vorüberzieht. Ich durchwanderte Landschaften voller Höhen und Tiefen. Fruchtbare Tallagen wechselten mit der Zeit zu schroffen und ausgelaugten Gebirgszügen und umgekehrt. Mal sehe ich alles im Kalt des Winters, mal in der gleissenden Sonne des Sommers, doch immerdar spüre ich, dass die Wanderung durch das Leben ein dauerndes Mühsal ist.

Auf meinem Weg habe ich viele Menschen gesehen und einige davon auch näher kennengelernt. Oft verweilte ich einen Moment, denn ich hatte den Wunsch an der Seite der mir freundlich begegnenden Menschen zu sein. Leider verliessen mich viele. Sie verblassten einfach in der Zeit oder wir gingen  aus vielerlei Gründen getrennte Wege.

Bei einigen dieser Menschen fühle ich Bedauern, denn ich nahm sie als wirkliche Menschen wahr. Dennoch trennten sich unsere Wege immer wieder aufs Neue und ich wanderte weiter alleine durch mein Leben. Ich lernte, dass die Mehrzahl der mir begegnenden Menschen einen Gutteil ihrer Zeit damit verbringen, andere, also auch mich selbst, für die ihnen wesentlichen Belange zu manipulieren und auszunutzen. Es ist wie in einem Theaterstück. Ich spielte eine bestimmte Rolle, die sie mir zudachten. Und wenn ich sie nicht so spielte wie es ihnen gefiel, dann verliessen sie mich oder ich beschloss, meinen eigenen Weg weiter zu suchen, ohne sie.
Und so verlor ich im Laufe der vielen Wanderjahre nach und nach den Gedanken, dass ich irgendwann einen Ort mit Menschen finde, die mich so nehmen wie ich bin. Ich bin wahrlich kein begabter Schauspieler, doch bin in der Lage, selbst die Dschungel des Zwistes, der Missgunst, der Niederträchtigkeit zu durchwandern und habe dabei festgestellt, dass je dichter dieser Dschungel und je bedrohlicher er im Laufe der Zeit wird, er dennoch große und wundervolle Entdeckungen bereithält. Je ärger die Agonie des Entzugs und je umfassender die Bedrohlichkeit, desto tiefergehender sind die durch diese Erfahrungen entstehenden Erkenntnisse. Es ist als würdest Du durch äusserlich zugefügten Schmerz innerlich stärker werden. Wenn Du das Glück hast, dies alles zu überleben, dann magst Du, wie ich selbst auch, vielleicht erkennen, dass Du gewappneter  und gegebenenfalls sogar gestärkter weiter Deines Weges gehst. Ich habe das so empfunden  als hätte ich einen großen Schatz gefunden. Er lag nicht irgendwo in diesen Dschungeln herum, sondern ich fand ihn in mir selbst. Im Moment der Gefahr habe ich das natürlich nicht so interpretiert. Im Gegenteil, ich jammerte oft, fühlte mich schwach, verletzlich und manches mal auch sehr einsam. Vielleicht liegt darin eines der Mysterien der Lebenswanderungen. Je mehr Du Deinen eigenen Weg suchst, desto einsamer wird dieser Weg. Zuerst wagst Du Dich nur einige Schritte in die sich vor Dir auftuenden, neuen Landschaften. Viele verharren an diesen Übergängen und noch mehr gehen nicht mehr weiter. Sie sind am Ende ihres Weges angelangt und lassen sich nieder. Viele hegen die Hoffnung, dass dieser Platz der Ort ihres Lebens für immerdar ist und sein wird. Doch ich sage euch, der überwiegende Teil wird wieder aufstehen und weitergehen. Ich begegnete einer Vielzahl solcher Menschen in den ausgedörrten Wüsten oder den bedrohlichen, vor Leben strotzenden Dschungeln. Viele waren am Ende ihres Lebenswegs und verzweifelt, andere wiederum berichteten mir von abenteuerlichen Begegnungen und Geschehnissen. Diese Lebenswanderer sind mir die sympathischsten von allen meinen Begegnungen. Sie sind zwar meist verschlossen wirkende Menschen, doch das sind sie gar nicht. Sie haben nur gelernt, vorsichtig zu sein. Und sie kennzeichnen sich durch den „tiefen“ Blick. Sie sind, wie auch ich heute, in der Lage, einen Menschen und sein Wesen zu erkennen. Ich traf auf Menschen, die mir anvertrauten, dass sie mich schon eine geraume Zeit wahrgenommen hatten, doch sich aus Vorsicht nicht annäherten. Oft haben wir dann festgestellt, dass es mir ebenso widerfahren war. Auch ich hatte sie gespürt und beobachtet, ohne mich ihnen anzunähern. Solche Begegnungen sind mir im Nachhinein die Schönsten, denn es war als würde sich alles um einen herum nach und nach in einen Ort verwandeln, an dem man gerne verweilt.

Selbst wenn um Dich herum Stürme toben, der Regen Dich wegzuschwemmen droht oder die Trockenheit Deinen Rachen völlig ausgetrocknet hat. Begegnete ich so einem Menschen, bildete sich eine Art durchsichtige Schutzkugel. Das kleinste Feuer, der löcherigste Schutz vor den Unbilden der Natur , sie wurden zum Hier und Jetzt, das von besonderer Größe und Güte war. Und das nur, weil sich zwei wahrhaftige Lebenswanderer dazu entschlossen, dem Anderen zu vertrauen und gemeinsam zu lagern und einander von den eigenen Wandererlebnissen zu berichten und dem Anderen inständigst zu lauschen, wenn er ins Erzählen kam.

Und wo immer auch Deine Wege hinführen, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Wege findest, die Dich wachsen lassen, die Dir das ewige Geschenk der Zeitenwanderer darreichen – das Erlebnis des Sinns Deines einzigartigen Weges.

 

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Und wir tanzten….

Nur dieses eine Mal noch schenk mir Kraft für einen neuen Tag
Ich stehe nackt und hilflos vor dem Morgen, nie war ich so stark
Nur einen Tag noch Kraft und ich reiß alle Mauern um mich ein
Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein

ASP – Auszug aus dem Song „Wir tanzten“  aus dem Album „Ungeschickte Liebesbriefe“

Mit diesem kleinen Zitat des Songs „Wir tanzten“ aus dem wundervollen Album „Ungeschickte Liebebriefe“ der Gruppe ASP möchte ich heute etwas zum Tanz auf zwei Hochzeiten erzählen.
Für gewöhnlich nutzen wir im allgemeinen Sprachgebrauch diese Metapher, um ein Phänomen oder eine Verhaltensweise in Worte zu kleiden. Es geht dabei um das Ereignis, wenn sich jemand in zwei oder mehreren ähnlichen oder sogar gleichen Themenbereichen und den dazugehörigen Situationen hervortut und in wahrnehmbarer Weise exponiert. Man sagt dann, er oder sie tanze auf zwei oder eben mehreren Hochzeiten und wir verwenden dann den Sinnspruch „Du kannst nicht auf zwei (oder mehreren) Hochzeiten gleichzeitig tanzen“.
Nun kennen wir aber auch wirklich alle, dass dieses immer wieder geschieht. Sei es, dass wir selbst uns darin versuchen oder versucht haben, oder dass irgendwelche Mitmenschen eben dieses tun. Wir empfinden das für gewöhnlich als nicht gerade angenehm.
Warum ist dem so? Es mag daran liegen, dass wir moralische und gesellschaftlich induzierte Verhaltensweisen in unserem Sozialverhalten codifiziert  haben. Es kann auch sein, dass wir im beruflichen und projektorientierten Umfeld – also mit unserer analytischen Verhaltensregelung – gelernt haben, dass es der Priorisierung, der Konzentration und Fokussierung auf Teilschritte oder sogar Hauptthemen bedarf, um ein komplexes Geschehen zum Ziel zu führen und dass zweimal dasselbe zu tun dem Projekt oder Vorhaben nicht zuträglich ist. Insbesondere dann, wenn wir Leute um uns herum haben, die ihre Kenntnisse und ohne es uns wissen zu lassen, zur selben Zeit an einem anderen Ort und in einem anderen Kontext genauso ausführen, wie wir es in der uns selbst betreffenden Situation wahrnehmen.
Frauen und auch Männer haben in ihrem, der genetischen Vielfalt fröhnenden Verhaltensrepertoire, relativ klar erkennbare Interpretationen zu diesem „Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten tanzen“. Doch das ist ein anderes Thema.

Was nun, wenn z. B. eine exponierte Persönlichkeit im öffentlichen Umfeld seit geraumer Zeit drei prioritäre Schwerpunkte für einen regelungstechnisch und projektinhärent umfassenden Themenbereich propagiert und plötzlich einen vierten Schwerpunkt  dazunimmt und angibt, man sei ja prinzipiell offen dafür, ohne sich festlegen zu wollen, doch man führe bereits Gespräche?!
Es gibt da mindestens zwei Interpretationsmöglichkeiten. Die eine ist, dass wir es hier mit einem Fall zu tun haben, der dem o.a. Informationsstrang folgt. Hier möchte jemand auf mehreren Hochzeiten tanzen.
Oder, und das weist fast dieselbe Geschehenswahrscheinlichkeit auf, wir haben es dabei mit einem Ereignis zu tun, das einer personifizierten Phänologie zuzurechnen ist, die heute nicht mehr weiß, was sie gestern noch geschwätzt hat. Ich nenne es das Adenauer-Syndrom. Im medizinischen Sektor wird es auch mit retrogradueller Amnäsie betitelt.
Im speziellen Fall geht es darum, dass führende Entscheidungsträgerschaften im regionalen kommunalen Umfeld vermelden (lassen), dass ein Industrie- und Gewerbegebiet an resp. im direkten Umfeld des Autobahnkreuzes der A2 und der A39 ein den Wirtschaftsstandort voranbringendes Projekt sein müsste. Wir wollen uns jetzt hier nicht darauf konzentrieren, ob das wirklich so ist, also, dass so ein Planungsvorhaben zielführend und bekömmlich für die wirtschaftliche Standortentwicklung ist. Es ist dem natürlich wirklich so, denn unsere oder auch auswärtige Unternehmen benötigen Platz und Raum für ihre Entwicklung. Es ist demnach eine der grundlegenden Daseinsfunktionen von Kommunen, Platz und Raum für Unternehmen zu schaffen. Strittig ist alleine, wo dieses Raumangebot platziert wird.
Wir wollen uns vielmehr hier und jetzt darauf fokussieren, warum jemand plötzlich in der öfffentlichen Diskussion einen vermeintlichen vierten Schwerpunkt in seiner standortentwickelnden  Projektierung proklamiert und gleichzeitig butterweich darauf abhebt, man führe Gespräche ohne Konkretisierungen. Andere aus seinem Politumfeld weisen freundlicherweise noch darauf hin, dass es Parteifreunde ja so und so schon vor Jahren ins Gespräch gebracht hätten. Und wieder andere kaprizieren sich darin, dass ein solches Vorhaben von regionaler, wenn nicht sogar internationaler oder gar intergalaktischer Bedeutung sei und man mit den Klingonen, Trump, Putin und wem sonst noch in engster Abstimmung dazu stehe. Letztere sind nur nettes Beiwerk, also dem Salatblättel ähnelnd, das bei einem lecker zubereiteten Steak mit auf dem Teller liegt, um den vermeintlich frischen Teint des zubereiteten Fleischstücks zu triggern.
Da die die hier handelnde Hauptperson nicht oder nur sehr abgeschwächt auf die eigenen Prioritäten in diesem Themenzusammenhang hinweist, hat er entweder eine Retrograduelle usw. oder er ist jemand, der auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen möchte, dernn es läuft bereits ein Großprojekt, das u.a. die Entwicklung eines riesigen Flächenkomplexes umfasst und das sowohl an der Autobahn wie auch in der BErgbaunachfolge an einem bald geschlossenen Bergbauareal. Zwei Hochzeiten eben.

Ich überlasse es wie immer der werten Leserschaft, sich jetzt zu verhalten, wie es ihr gerade genehm ist. Die einen greifen zwecks Informationsübermittlung zum Handy, die anderen beissen vielleicht in irgendeine bereits zerfaserte Tischkante. Wieder andere knüpfen an dem Strick, um mich klu-kluxiger Behandlungstherapien zu unterziehen. Wieder andere lächeln und erfreuen sich am wunderbaren Sommerwetter.

Letzteres tue ich gerade, denn ich liege hier wie Gott mich schuf oder – nein, besser – wie ich mich gerade körperlich transformiere, in der nachmittäglichen Sonne. Mag sein, dass mir die Sonne zu sehr aufs Hirn oder andere wichtigere Körperregionen gebrannt hat.

Doch eines ist sicher. Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

In diesem Sinne – seid gesegnet!

 

 

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Die Weddeler Schleife und manch´ andere zentrale Beschaffungen

Wie dem heutigen Kommuniqué des Lokalteils der Regionalzeitung zu entnehmen ist, hat Mr. Tschie nun offiziell verlauten lassen, dass er in Sachen Schleife bei Weddel geloost hat. Die Planungen seien zu weit fortgeschritten. Da hätte er kämpfen können wie ein Berserker, die besten Kontakte in diverse Bundesministerien spielen lassen können, ja, er hätte sich ja auch, zumindest im übertragenen Sinne, selbst quer auf die Gleise gelegt, seinen besten Parteikumpanen alles angedient, ob nun mit oder ohne Hose, alles, ich sage ALLES hätte er getan für diese eine kleine Schleife. Und warum? Nun ….
Erinnern wir uns an die Aussagen im Wahlkampf 2016, die ihr in dieser Synopse (des seit 2011 gedisstesten, gehasstesten und verunglimpftesten Wirtschaftsförderers aller Zeiten – er wagte es, gegen das Establishment zu kandidieren, oh weia!) gerne nachlesen könnt.
Schaut einfach selbst, denn Rekapitulation erhellt bekanntlich den Geist. Manchmal, nicht bei Allen, soll es dennoch vorkommen. Illumination? Initiation? Oder einfach nur, bevor ich jetzt weiterlese, schau ich selbst und bilde mir meine eigene Meinung?! Letzteres reicht völlig, denn ich unterbelichtete Wesenheit habe durch eigene Rekpitulation schon echt schöne Momente gehabt. Insofern empfehle ich es hier ganz frech.

Und es ist gerade einmal eine Woche vergangen, da berichtete dasselbe Blatt von einer neuen gemeinsamen Beschaffungsstelle in der Verwaltung meines ach so geliebten  und beschaulichen Heimatlandkreises. Poah, eine gemeinsame Beschaffungsstelle, wie genial ist das denn?!
Auch dieses Thema, man höre und staune, wurde von dieser o.a. persona non grata im Wahlkampf 2016 als zentrales Projekt benannt. Schaut dazu bitte an dieser Stelle.
Interessant an dieser Begebenheit ist, dass Mr. Tschie es damals noch nicht kannte, jetzt aber so tut, als sei es seine Idee. Nun ja, Opportunisten sind im Grunde genommen, und das ist eine historisch belegbare Tatsache, die allerbesten, ach was sage ich, die weltbesten Kopisten. Wozu selbst den Kopf zerbrechen, wenn ich es doch abschreiben kann, und dann tue ich mit gockelig geschwellter Brust, markantem Lächeln und gehobenem und abgewinkelten linkem Arm (das soll wahrscheinlich so eine Duftnote von Stärke und Willen darstellen; Hitler übte dafür tagelang vor dem Spiegel und hat sich auch nicht vor Lachen über seine Fratzen und seine markige Mimik weggeworfen; ok, der stand auch unter Drogen. Wieder andere brauchen so einen Ikeatritt, um sich und ihre ganze Pracht im Spiegel…aber das ist ein anderes Thema) – stets im Halbprofil ins Apparatchen schauend, geübt ist geübt, als sei es alles eigenständiges Gedankengut.
Wieviele Menschen sind darauf schon hereingefallen? Gottfried Keller hat dazu einst einen wunderbaren Roman verfasst. In der Natur wird es als Mimikry bezeichnet, wenn ein Wesen so tut als ob, es aber gar nicht ist. Frei nach dem Motto einstiger Bundeswehrsoldaten: Tarnen, Täuschen und Verpissen. Ok, heutzutage ist das natürlich nicht mehr so, denn heute sind ja alle Helden und bestausgebildeste Fachleute. Manche sind letzteres, allerdings fehlt es ihnen an einsatzfähigem Gerät. Macht nichts, fliegen wir halt ´nen ADAC-Hubi und rufen dann Feuer und daddeln auf Spielekonsolen herum. By the way, vielleicht begreift endlich mal eine Mehrheit, dass manche Leute aber sowas von völlige Fehlplatzierungen darstellen, dass es schon wehtut, denn seit wann ist ein Militär einsatzfähig, wenn über die Hälfte der todbringenden Maschinerie in der InSt ist, weil mal wieder irgendein Teil fehlt oder kaputt gegangen ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt sogar Minister (in dem Falle a.D oder einfach nur Ade), es sei hier höflichst an die Plagiatsaffäre Guttenberg erinnert, die schreiben  nahezu alles ab, was sie einst als Promotionsarbeit ablieferten. Was soll´s, die Pension ist gesichert.

So oder so ähnlich spielt es sich in meinem schuckeligen, kleinen Heimatlandkreis gerade in Sachen „zentrale Beschaffungsstelle“ auch ab. Aber schaut einfach selbst. Sagte ich ja schon.

Wenn ihr die verlinkten Texte vor euch habt, dann sucht die Begriffe „Weddeler Schleife“ und dann beim zweiten link „Beschaffung“ und schon habt ihr die Stellen, um die es mir in diesem kleinen Essay geht.

Wundert euch aber bitte nicht, wenn auf der Seite des damalig so humoresk benannten Heimatliebenden an dieser besagten „Beschaffungs-„Stelle noch nichts stand. Dagegen steht beim Thema Weddeler Schleife umso mehr.
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sie – die Weddeler Schleife“ – erst gar nicht als programmatischen Inhalt in meinem Wahlkampf 2016 benannt, da es so und so Lulli gewesen wäre, etwas anzugeben, von dem ich rein inhaltlich wusste, das kann man mal getrost knicken mit der Weddeler Schleife im Sinne einer Anbindung an Helmstedt oder gar das Kraftwerk Buschhaus. Dennoch, beachtet den Gegensatz in den Aussagen, der reinen Menge an Worten und und und, die ich in der angegebenen Synopse dargelegt habe. Übrigens, alles saubere Zitate von einer ehemaligen Homepage des Heimatliebenden, die es inzwischen nicht mehr gibt, weil sie neu erstellt werden soll. Wer etws genauer im Netz sucht, der findet sogar einen Flyer trotz abgeschalteter Homepage. Sorry, wenn ich jetzt gerade Grinsen muss, denn wer hat da bitte die Abstellung vorgenommen?! Ok, es kam im Flyer etwas verklausulierter daher: “ Durch den Lückenschluss der Bahnstrecke Helmstedt/ Wolfsburg können wir für Buschhaus positive Akzente setzen“. Na ja, wir wissen ja jetzt wie es sich mit der Akzentuierung verhält. In meinem gekünstelten französischen Akzent würde ich glatt sagen:“ Le boucle du Gerard,   c´est fini! und ös prickölt so schönn in meine Bauchnabböll!“. Französisch ist doch ´was feines, findet ihr nicht?!

In der Angelegenheit Beschaffung – wo nichts ist, kann auch nichts sein. Will sagen, es gibt Leute, die haben Plan von der Sache, die sie angehen, andere haben Schleifen, Knoten oder sonstige erquickliche und erstaunliche Verdrehungen. Wenn also jemand vor fast zwei Jahren das Thema zentralisierte Beschaffung nicht auf dem Schirm hatte, dann bedeutet das auch, dass es sich erst später in den gehirnmäßigen Windungen etablierte, oder nicht?!
Doch das Internet und die vielen Millionen Server vergessen nichts, es sei denn die NSA will es so, weil PRISM gerade mal wieder vom russischen oder chinesischen Geheimdienst oder VPN-Tunnel-nutzenden TORheiten kompromittiert wird, oder irgendein Schnarch einen Pubs gelassen hat, der amerikanische Neokolonialambitionen gefährden könnte. Doch in diesem Fall geht es ja auch nicht um die Verschleierung irgendwelcher Fiesigkeiten, gar staatstragender Gehirnverwicklungen oder gar böse Dinge, die die ganzen Durchgeknallten, die u.a. auf 40 Jungfrauen hoffen, wenn sie anderer Leute Leben in Stücke reissen und es  als heiligen Krieg gegen jeden, der keinen Bart tragen möchte oder im Umhang ins Freibad hüpfen soll, deklarieren,  nein, es geht schlicht darum zu belegen, dass ich einen eigenen Plagiatus habe! Ist das nicht geil?! Ich habe einen, der bei mir abschreibt. Wow! Und nicht nur das. Der hat selbst nicht viel auf dem Schirm und bedient sich einer Vorgehensweise, die Uderzo und Goscinny dereinst in einem ihrer Comics verarbeitet haben. Der Tullius destructivus-Typus ist eine höchst erfreuliche Persönlichkeit, denn als wahrhaftiger Opportunist und selbstverliebter Ich-kann-alles-weil-ich-habe-Fahrrad-fahren-gelernt infiltriert er jedwedes System und höhlt es von innen aus. Ich mag solche Typen echt gerne. Sie sind doch das Salz in jeder gesellschaftlichen Suppenküche, nicht wahr?

In meiner frühen Schulzeit, also zu einem Zeitpunkt, wo ich ausser Dönecken und freiem Spieltriebeausleben noch nicht viel in der Birne hatte, da schrieb ich auch immer ab, weil war ja einfacher als selbst zu lernen und zu arbeiten. Ja, ich war damals ein glänzender Opportunist, denn das verbarg meine infantile und auf maximalen Freude ausgerichtete Faulheit. Nun, das legte sich zum Glück im Laufe der Jahre und vor allem ab dem Moment, wo ich nicht nur Fahrrad fahren gelernt hatte, sondern es kulminierte geradezu in erquicklichstem Zuwachs an Selbständigkeit, kritischem Denken, Freiheitswillen und Ausbau meiner kantigen PErsönlichkeit, als ich in Göttingen studieren dürfte. Göttingen ist nicht Münster! Warum? Weil in Göttingen nicht ganz so viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Münster ist schliesslich bekannt als die fahrradfahrerfreundlichste Kommune in Deutschland. Es gibt noch einige weitere prägnante Unterschiede, doch ich komme vom Thema ab.
Wichtig ist, anscheinend gibt es in meiner unmittelbaren Umgebung auch solche exaltierten und sich zum Ausdruck bringenden Träger eben benannter Persönlichkeitsmerkmale, die sich dadurch kennzeichnen, weniger zu arbeiten und lieber ´mal ´ne Runde abzupinnen, weil´s halt einfacher ist, und die sind nicht infantil. Also, schon etwas, doch so rein vom Äuserren sind sie eher als adult zu bezeichnen. Harte Schale, butterweicher Kern. Fast so wie bei manchen Hartschalentieren, wie z. B. Schnecken, Krebsen, Muscheln.  Das mit dem Grad der Ausleuchtung führe ich jetzt nicht weiter aus. Das mit dem Fahradfahrersyndrom auch. Schliesslich habe ich noch anderes zu tun.

Egal wie, da ich keinerlei Copyright einfordere sondern nur darstelle, wie es sich für mich erschliesst, möchte ich hier zum Ende noch sagen dürfen: Es ist ok so. Das Projekt einer gemeinsamen Beschaffung ist sinnvoll. Schaut einfach in meiner Wahlkampfdarstellung von 2016 und ihr findet noch viel mehr sinnvolle Projekte. Also, werter Plagiatus, Du hast noch viel zu tun :-)

Seid´gesegnet!

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LEADER braucht das Land oder wie sich neue Leader „leaderlich“ verhalten

Inzwischen hat es auch der letzte Vogel in meiner Heimat verstanden, dass es Programme der europäischen Union gibt, die darauf abzielen, auf verschiedenen staatlichen Ebenen neue wirtschaftliche Impulse zu setzen. Und da diese zu einem bestimmten Teil auf der sogenannten NUTS-III-Ebene auszuführen sind, also auf der Ebene der kreisfreien Städte, der Landkreise und oder von diesen gemeinschaftlich gegründeten und geführten Zusammenschlüssen, kann man, muss aber nicht, diese Ebene genauer betrachten, um herauszubekommen, wie sie diese Subventionsprogramme anwendet.
Oftmals werden für die organisatorische und inhaltliche Abwicklung externe Beraterstrukturen beauftragt. Ich halte diese Vorgehensweise zwar für wenig effizient, denn sie mindert die eigentlichen „Einsatz- und Projektmittel“, denn wenn Dritte „eingekauft“es eine oft anzutreffende Vorgehensweise.
Diese Vorgehensweise wird meiner Ansicht nach deshalb sehr häufig gewählt, weil sowohl die Konzeption und erst recht die organisatorische und inhaltliche Umsetzung zusätzlich Arbeit bedeuten und man dadurch dann niemanden mehr hätte, auf den man zeigen kann, wenn es, was völlig normal ist, zu inhaltlichen Differenzen kommt und dann ein Disput (oder auch zwei, drei und mehr) darüber geführt wird. Allerdings ist, zumindest in meinem Land, die Politik der Hauptauftraggeber für solche Projekte. Sei es, dass sie Vorlagen der Verwaltung zustimmt oder sei es, dass es gerade die Politik ist, die die Verwaltung beauftragt, solche Projekte umzusetzen. Insofern würde ich immer dafür plädieren, die Umsetzung solcher Projekte mit einer Federführung und Projektverantwortung im eigenen Hause zu bevorzugen. Nur eine Figur einzusetzen oder auch mal zwei oder drei oder vier und diese dann Lenkungsgruppe zu nennen, ist nicht das Salz in der Suppe. Warum? Ganz einfach, für gewöhnlich glänzen diese „Ausschüsse“ durch thematische und inhaltliche Abwesenheit, was kein Vorwurf sein soll, doch auf der kommunalen Ebene gibt es nun einmal kaum Fachleute in den politischen Gremien, die Potenziale aufgrund einer statistischen Feinanalyse nachvollziehen können, fundierte Kenntnisse der Situation haben und über ausreichende thematisch-fachliche Projekterfahrungen verfügen. Und so finden sich häufiger Menschen in diesen Lenkungsgruppen, die zwar ein hohes Maß an Geltungsdrang aufzuweisen haben, doch projektrelevante Newcomer sind und zudem meist nur politische Papageien sind, die im Phrasen nachsprechen glatt ein sehr gut bekommen, doch einer fundierten und nachvollziehbaren eigenen Meinungbildung obsolet gehen.
Würden eigene Fachleute das Projekt führen, besteht demnach aber immer auch das von politischen Entscheidungsträgern gefürchtete Risiko, dass politische Gegner sich daran erfreuen, und alles in Grund und Boden zu reden. Und so hat man gerne einen „Externen“, dem man ggf. das „Versagen“ aufbürden kann. Das ist eine reichlich dumme Vorgehensweise, denn es sollte immer daran gearbeitet werden, auch die politischen Kräfte am Portepee zu fassen und sie in die Verantwortung gegenüber ihren Wählerschaften und der Bevölkerung zu bringen, wenn sie nicht sogar selbst Auftraggeber und Initiator sind. Zudem sind genau diese PolitikerInnen diejenigen, die als Multiplikatoren eine herausragende Bedeutung haben, wenn es darum geht, Inhalte, Perspektiven und Vorhaben in ihre Parteistrukturen zu kommunizieren und dort zu diskutieren! Aber, ich habe es gerade dargestellt, wenn die Verwaltungsstrukturen eigene Fachleute aufzuweisen haben, dann sollten diese die Projektführung bekommen.
Also werden leider für gewöhnlich hunderttausende EUR verbraucht, damit die externen Uhrenableser und Zeitansagedienste eingekauft werden können. Und diese wiederum spielen all zu häufig im organisatorischen als auch inhaltlichen Bereich den Ball zurück und kaprizieren sich als Tagungsorganisationen und Protokollanten. Frei nach dem Motto „Wer, wenn nicht ihr, weiß, was vor Ort dringend benötigt wird!?!“Also verlagern sie die Verantwortung zum  Auftraggeber zurück. Einmal, um sich Zeit zu sparen, zum Anderen, um nur nicht den Anschein zu erwecken, sie würden auch nicht den letzten Vogel noch vergessen und nicht zu Wort kommen lassen. Dass dadurch ein Dilemma entsteht, ist klar und offensichtlich. Wenn nicht, lest weiter!

Und damit beginnen die unzähligen Dilemmata, die im Bereich der europäischen Förderungskulissen tagtäglich ablaufen, und egal wo solche europäischen Förderprogramme angewendet werden, anzutreffen sind. Europaweit gesehen ist die Beraterszene geradezu hervorragend aufgestellt und kann sich professioneller Netzwerke bedienen, um an diese lukrativen Verträge zu kommen. Und immer wieder laufen diese Akquisen und darauf folgende Umsetzungen nach einem Schema ab, das ich persönlich als „low-level-Schema“ bezeichne. Ich selbst habe es erlebt, dass ein politisch gewogener Stellvertreter in Funktion, ein Fördeprogramm dazu nutzte, seine eigene, wohlgemerkt fachlich wenig fundierte Vorgehensweise durchzusetzen. Insofern ist es ratsam, eben gerade die administrativen Führungskräfte entsprechend der Wertigkeit der akqurierten Fördeprogramme einzusetzen und nicht, wie gerade dargestellt, politiwsch fügsame Speichelleckerstrukturen aus der nächst tieferen Ebene. Das ist das erste Merkmal von „low-level“ Das zweite betrifft die Arbeit von Beraterfirmen, die eben weil sie von stellvertretenden Kleinhorizontvertretern bevorzugt werden, häufiger als man denkt gar keine entsprechende Expertise aufzuweisen haben. Ein Beispiel: Wenn eine Beraterfirma sich mit landwirtschaftlichen und touristischen Kleinprojekten befasst und dazu auch entsprechende Umsetzungskonzepte erstellen kann, bedeutet das nicht, dass eben diese Beraterfirma auch hochkomplexe Industriekonversionsprojekte führen kann. Man merkt deren Unkenntnisse oftmals daran, dass die Konzepte für die avisierte Industriekonversion gehäuft Elemente enthalten, die fachlich betrachtet kleinräumige, teilweise einfach nur abgekupferte Elemente aufzuweisen haben, die wenig mit Industriekonversion und viel mit, wie in diesem Beispiel hier dargelegt, landwirtschaftlichen, kulturtouristischen, auf der Mikroebene möglicherweise wirksamen Elementen zu tun haben. Und wenn dann zudem allzu oft weder – zumindest auf der kommunalen Ebene –  die Ist-Situation tiefergehend analysiert wird, noch fachliche treffsichere Schwerpunkte herausgearbeitet werden, um das Projekt gleich zu Beginn professionell aufzustellen und dann die „Macher“ vor Ort zu involvieren, dann bezeichne ich das als Dilemma. Statt dessen werden mit auffälliger Häufigkeit geradezu oberflächliche Vorgehensweisen gewählt, die m. E. viel mit dem der Beraterszene typischen Opportunismus zu tun haben. Man redet dem Kunden resp. seinen scheinbaren Vertretern nach dem Mund, analysiert nur oberflächlich und gibt etwaige Präsentationen im Vorhinein zur „Korrektur“ ins „System. Und schon beginnt das Dilemma, denn wenn nicht tiefgehender analysiert wird (oft werden z. B. keine intensiven Literatur- und Internetrecherchen durchgeführt), sind die Ergebnisse schon einmal als mindestens kritisch zu betrachten. Wenn dann noch diese oberflächlichen Ergebnisse zur Korrektur an den Auftraggeber zugereicht werden und dieser wiederum, wie es oft geschieht, nicht die eigenen Fachleute involvieren, sondern die Stellvertreterebenen, z. B. weil sie der politischen Führungskraft eher genehm sind, dann wird daraus ein weiteres Dilemma. Das Dilemma der selbstbeweihräuchernden, karriereorientierten, politisch eingefärbten Proklamatik. Besonders bitter ist, dass nur in den wenigsten Fällen Erfahrungen von ähnlichen Projekten und vor allem deren Ergebnisse mit der Vor-Ort-Situation verbunden werden, um etwaige Perspektiven aufzuzeigen. Wie auch, wenn jemand einen Bioladen und seinen Förderantrag bearbeiten kann, bedeutet das keinesfalls, dass dieselbe Person aus der Industriekonversion herausgearbeitete Projektanträge generieren und umsetzen kann und es bedeutet schon gar nicht, dass er – eben wegen der fehlenden Expertise – Projekterfahrungen aus ähnlich gelagerten Industriekonversionsprojekten einbringen kann.

So geschieht es auch in meinem Heimatlandkreis. Von ein paar expliziten Beispielen  möchte ich im Folgenden berichten.

Das Beispiel des historisch-kulturellen Projekts „Romanik“. Ich wähle es deshalb, weil es so einfach ist und ich nicht in die Tiefe von hochkopmplizierten Industriekonversionsprojekten zu gehen brauche, was sie – werte Leserschaft – wahrscheinlich leicht verwirren könnte. Anhand dieses Beispieles kann ich ihnen dennoch darlegen, was geschieht, wenn ein ganzes Gefüge von Dilemmata wirksam wird.

Vor vielen Jahren hatte das Land Niedersachsen einmal ein kulturhistorisches Projekt . Es hieß „Wege in die Romanik“ und wurde Mitte bis Ende der 90er Jahre im vergangenen Jahrhundert initiiert. Vor Ort schloss man sich diesem Landesprojekt an, schilderte mit organisatorisch-finanzieller Unterstützung des Landesministeriums diverse Romanikdestinationen aus und erstellte Kartenwerke dazu. Dann ließ das Land das Projekt auslaufen und die sogenannten Routenpaten wurden sich selbst überlassen. Damit konnte ich mich in Funktion aber niemals abfinden, denn diese Kulturepoche ist geradezu fundamental für unseren Raum. Es gibt im nahen Umfeld  hunderte Destinationen aus dieser Zeit und in diesem Zeitraum wurde u.a. die Erschliessung des deutschen Reiches römischer Nation in Richtung Osten etabliert, so dass schnell offensichtlich wird, mit welchem Schatz an kulturhistorischen Zeugnissen man es beim Thema Romanik zu tun hat. Diese Epoche ist für ganz Mitteleuropa ein sehr wichtiges und weitreichendes Zeitalter.

Hier vor Ort ist in einer ehemaligen Templerkommende in Süpplingenburg z. B. der spätere Kaiser Lothar III. geboren worden, der selbst, und vor allem seine direkten Nachfahren, für die Weiterentwicklung des damaligen deutschen Reiches von hoher Bedeutung sein sollten. Und so habe ich mit dem mir angehörigen Durchsetzungscharme u.a. dafür Sorge getragen, dass die Romanik zu einem festen Bestandteil der kulturhistorischen Tourismusvermarktung des Landkreises Helmstedt wurde. Es konnte  im Laufe der Jahre u.a. ein Themenradweg etabliert werden und ich habe die www.romanik.de gesichert und dann mit Inhalten gefüllt. Dort finden Sie z. B. eine Datenbank, die international einzigartig ist, kann sie doch alle romanischen Destinationen aufnehmen und so dem interessierten Kunden wie auch den Orten mit den Bauzeugnissen Nutzen und Aufmerksamkeit geben. Allerdings hat sich auch wirklich so gut wie niemand gefunden, der diese entwicklungspolitische Projektierung nachvollziehen und loben konnte. Ich war relativ alleine und selbst meine damaligen Mitarbeiter waren größtenteils nur mit Nachdruck und Hinweisen auf die Professionalität zur Unterstützung zu gewinnen.

Was mir seit 2011 widerfuhr, habe ich an anderer Stelle ausreichend vertieft dargestellt. Es wurde mir letzten Ende nicht nur Personal und Budget weggenommen, sondern es wurden mir bis heute sogar alle Verantwortlichkeiten  entzogen. Ergebnis: wenn niemand mehr da ist, der dieses Thema bearbeitet, dann erodiert es in Sachen Wahrnehmung und damit verbunden marktgängiger Wirkung. Vor allem dann, wenn sich politische Kräfte dazu entschliessen, weder Taten noch Ergebnisse zu werten, sondern sich lieber an einer Haarpracht auslassen, die den meist mit schütterem Haarkleid gesegneten politischen Kräften anscheinend ein Dorn im Auge ist. Wohlgemerkt, das Projekt Romanik ist ein sog. Nischenprodukt, weil die Zielgruppe vergleichsweise eingeschränkt ist, doch auch ein Nischen- oder Sekundärprodukt hat seine Berechtigung, vor allem dann, wenn es als Segment eines umfassenderen Themen- und Marketingsmixes entwickelt wird.

Ingesamt betrachtet führt das o.a. „Umfeld“ des Romanikprojektes  dazu, dass sogar von denen, die damals wie heute in Funktion sind, diese o.a. Ergebnisse negiert und bei aktuellen Entwicklungsprojekten scheinbar ausser acht gelassen werden. Da ist z. B. ein heutiger Bürgermeister in einer Stadt am Elm, der einst Führungskraft  in einer Samtgemeinde mit einer herausragenden romanischen Destination war und seinerzeit gerne dabei war, wenn es um Ausschilderung, Einweihungen und Veranstaltungen ging. Und heute leitet er eine LEADER-Gruppe, die sich dem Thema Romanik widmet und kein Wort zu den bereits bestehenden und am Markt platzierten Romanik-Angeboten. Doch er ist nicht alleine untätig, sondern das diesen Prozess begleitende Beratungsunternehmen hat bis dato auch keinerlei recherchierte Informationen bereit gestellt, die  selbstverständlich – wäre es ein professionelles Beratungsunternehmen – alle die bereits etablierten Initiativen erkannt haben sollte. Vor allem die Romanik-Datenbank auf der www.romanik.de sowie den Themenradweg „Romanik“! Denn diese können und müssen aus professioneller Sicht aktualisiert und weiterentwickelt werden. Geschieht aber nicht! Zumindest findet man dazu keine offiziellen Verlautbarungen oder gar Dokumente.

Wie blind und oberflächlich! Und vor allem wie unprofessionell. Eigentlich ist das inhaltlich betrachtet ganz schrecklich, denn es gibt ja  „neue Tourismusverantwortliche“ (also mindestens das ehemalig unter meiner Führung tätige Personal), die anscheinend auch den Mund halten und alles zu vergessen haben scheinen. Wissen sie es nicht? Wollen sie es nicht wissen? Natürlich müssten sie als Profis alles zum Thema „Romanik“ in unserem direkten Umfeld wissen, denn sie haben diverse Projektausführungen zu verantworten (Messematerial anfertigen, Verkaufsangebote erstellen, Messedienste, Pressebetreuung und und und). Doch es ist – zumindest auf den einschlägigen Internetseiten oder in Presseverlautbarungen – kein Hinweis zu finden, der darauf schliessen ließe, dass sie ihre Kenntnisse weitergeben obwohl sie seit geraumer Zeit dafür zuständig sind.

Hier vermischt sich meiner Ansicht nach eine klar diagnostizierbare Unprofessionalität mit opportuner und karrieregeiler Politseichtheit zu einem nur Geld kostenden Agglomerat. Das ist zum Einen wirklich schade um das Steuergeld, zum Anderen werden Laien nicht tiefergehend informiert und geraten damit auf eine ressourcenverschwendende Schiene, was einfach schade ist um das bürgerliche Engagement. Schon gar nicht sprechen wir hier davon, dass es stringent wäre, die vorhandenen Instrumente zu aktualisieren und weiter auszubauen! Würden die sich engagierenden gesellschaftlichen Kräfte professionell unterstützt – und dazu gehört eindeutig in diesem Kontext das Auffinden der www.romanik.de mit der dazugehörigen Datenbank, dazu gehört sicher der Themenradweg „Romanik“, Messematerialien und und und – dann bräuchten sie sich nicht darum kümmern, romanische Destinationen zu suchen, eine Internetseite gestalten zu lassen und und und, denn das ist ja alles bereits vorhanden. Statt dessen wird mit großem Hallali das Rad neu erfunden. Natürlich gefällt das den politischen  Fähnleinschwenkern, denn sie können sich als „Macher“ kaprizieren, bekommen das eine oder andere Artikelchen in der lokalen Gazette und dürfen an mit Steuermitteln gesponsorten Arbeits- und Präsentationstreffen teilnehmen und sich dort dann groß und wissend darstellen. Zudem können sich die Funktionsträger als erfolgreiche Projektierer feiern lassen, was für den einen oder anderen kleine Karrieresprünge bedeutet. Doch die europäischen Fördermittel sind nicht dafür aufgelegt worden, um sich politisch und öffentlichkeitswirksam darzustellen, sondern sie sind für konkrete Projektinhalte geschaffen worden, um z. B. mit dem Kulturtourismus ein weiteres wirtschaftliches Standbein für die Vor-Ort-Akteure zu ermöglichen.

Leute, das ist schlimm! Schlimm, weil jahrzehntelange Arbeiten am Thema einfach negiert werden, Ressourcen verschwendet werden, das Rad immer und immer wieder neu erfunden wird, statt sinngebende Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Und ich persönlich betrachtet es als Rückschritt! So sieht nun ein Fortschritt gar nicht aus! Im Gegenteil!

Ich denke, dass ich einer der letzten Fachleute in meinem Heimatlandkreis bin, der die Zusammenhänge noch kennt, sie selbst gestaltete und professionalisierte und versuchte, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Personal eine Marktgängigkeit für das Projekt Romanik zu etablieren. Scheinbar siegt seit 2012 der kleingeistige Neid, der widerliche Opportunismus verbunden mit einer geldverschwendenden Mentalität, die ich so vorher niemals erleben musste. Das ist um der Sache Willen wirklich bedauerlich, denn das Thema „Romanik“, „Wege in die Romanik“, www.romanik.de und dazugehörige Datenbank, Romanik-Radweg und und und, hat viele Energien gekostet sowie Enthusiasmus und Einsatzbereitschaft der dafür Verantwortlichen, die daran arbeiteten, um unserem Landkreis Helmstedt ein kulturtouristisches Profil zu geben.

Dass das nicht das Einzige ist, steht ausser Frage. Doch ich habe mich hier darauf konzentriert, um einen Mechanismus zu erklären, der m. E. fatale Wirkungen hat. Einige davon habe ich im Text dargelegt.

Und es ist nur eine Einzelfallbetrachtung. Es gibt diverse andere Beispiele, die ich genauer darlegen kann, da ich selbst für die Arbeiten mit verantwortlich war und heute alles negiert wird und aus dem Blickwinkel gerät.

Da sind u.a. die Themen Gründerberatung, Gründerzentrum, Flächenentwicklung (Bergbaufolgeszenarien, wie z. B. der Lappwaldsee sowie der Schöninger Bereich des ehemaligen Reviers, das Gewerbegebiet Barmke), Standortmarketing, Internetarbeit, das Thema „Grenzenlos“, der UNESCO-Geopark, die Internetbandbreitenversorgung, etc..Das alles lief dereinst zentral bei mir und meinem Team zusammen. Wir haben es unter meiner Führung mit den bestehenden Ressourcen soweit entwickelt, wie es eben nur möglich war. Und heute? Heute bin ich vereinzelt worden, weil bestimmte politische Kräfte und Hauptverwaltungsbeamten die für die Umsetzung der angegebenen Projekte völlig falsch interpretieren und weil sie sich selbst als die Macher präsentieren mögen. Gemessen an ihren Leistungen, sind das aber keine Macher sondern eher Auslasser und Fehlleistungen Produzierende. Leider! Und die, die engagiert sind, werden gemobbt, diffamiert, diskredistiert oder schlicht negiert. DAS ist eine der wirklich nachhaltigen Fehlleistungen, wenn es um die Entwicklung und Weiterentwicklung eines Raumes geht! Wer so einfältig ist und stets ein Rad neu erfindet, dem muss geholfen werden. Doch stattdessen wird ein Leichentuch aufgespannt und als neue Tischdecke verkauft. Sorry, doch ich finde das fachlich und auch menschlich betrachtet schrecklich!

Danke für eure Aufmerksamkeit. Seid´gesegnet!

 

 

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für LEADER braucht das Land oder wie sich neue Leader „leaderlich“ verhalten