Eintritt und Ausgang

Hallo! Gleich zum Einstieg,

Ich möchte gleich zu Beginn anmerken, dass dies ein Blog ist. Und ein Blog wird vor allem durch eines gekennzeichnet, insbesondere dann, wenn es ein privater Blog ist, er ändert sich von Tag zu Tag. Zumindest, was die Inhalte angeht. Was heute geschrieben wurde, kann morgen schon wieder ergänzt und redigiert worden sein. Blogs leben durch ihre Dynamik und mir macht es höchste Freude, mich schriftlich darzulegen. Insofern ändern sich meine Bloginhalte zeitweise täglich.
Manche Freunde, Neider, Judasse aber auch Fans meiner Schreibe erliegen der Versuchung, jedes Wort, jedes Komma, einfach alles auf die Waagschale zu legen, weil sie im Auftrag oder manchmal auch aus eigenen Stücken hier Inhalte suchen, die sie gegen mich verwenden könnten. Einmal davon ab, dass ich mich natürlich über so viel Aufmerksamkeit freue, ein Blog ist keine Zeitschrift oder sonst ein Druckwerk. Es ist eine ganz dynamische Sache und selbst ein Screenshot ist nur eine Momentaufnahme. Im nächsten Moment kann sich etwas ändern. Zudem ist diese Spielplatzsandkastenkorngrößenzählerei ein Relikt alter Zeiten, denn nur weil ich die Spielplatzsandkastensandkorngröße eines Sandkorns kenne, kenne ich noch lange nicht den ganzen Spielplatz.
Ach ja, wenn ihr es nicht gewohnt seid, lange Texte zu lesen, dann geht lieber gleich weiter und sucht euch von mir aus ´nen Wolf im Netz der Netze :-).
Also, noch einmal zum Buchstabieren. DAS IST EIN PRIVATER BLOG. Was Du heute liest, kann morgen weg, verändert, variiert worden sein. Es kommt sogar vor, dass man heute diese Tendenz und beim Betrachten älterer Texte diese Tendenz erkennt. Oftmals bin ich müde, enttäuscht, frustriert oder auch mal enthusiastisch. Bsp.: Ich ärgere mich über berufliche Gemeinheiten heute, gestern war ich noch zuversichtlich zum selben Themenbereich.

Mein Blog – also dieser hier – setzt sich mit meinen Erlebnissen in meiner Heimat auseinander. Und demzufolge sind da auch Texte, die fies, satirisch, direkt, ehrlich, völlig verworren sind und wie o.a. z. B.  nach einem damit zusammenhängenden weiteren Erlebnis entsprechend in ihren Aussagen nach und nach variieren.
Mir dient mein Blog auch als eine Art Tagebuch und ich schreibe es sowohl für mich als auch für eine viel spätere Generation. Vielleicht schreibe ich es auch deswegen, um frei nach Franziskus mit dem kleinsten Licht das hellste Dunkel zu erhellen. Welch´ ein heerer Gedanke. Vielleicht aber auch als so eine Art Zeitzeugnis und bevor ich wegen der Erlebnisse in bestimmten Bereichen völlig durchdrehe, ist es last but not least, auch eine therapeutische Maßnahme. Schreiben befreit ungemein!
Ihr werdet bei der etwaigen Lektüre meine Geistes- und seelischen Zustände relativ leicht ablesen können, denn ich habe mich verändert im Laufe der Geschichte dieses Blogs. Folglich verändern sich die Aussagen oder werden durch aktuelle Artikel inhaltlich redigiert obwohl zeitlich zurückliegend vielleicht noch andere Aussagen getätigt wurden. In einem Blog wird das nicht immer sofort nach Aussen hin offensichtlich, dennoch geschieht es. Wer also immer nur das herausinterpretiert und sich die „Rosinen herauspickt“, um dann daraus das Mücken-Elefanten-Spiel ableitet, der ist, Sorry, etwas kurzsichtig.
Ein persönlicher Blog ist in der Form eines Tagebuchs immer auch emotional. Einige, ganz bestimmte äussere Umstände sind so auch in meinem Lebens existenzbestimmend! Und sie verändern mich! Seit einigen Jahren begleitet mich deswegen  ein dunkler Schatten, der sich vorübergehend einnistet und den ich dann an meiner Seite habe. Doch genau darum entstand u.a. meine Leidenschaft zum Dokumentieren der Geschehnisse in meinem Leben und meinem direkten oder weiteren Lebensumfeld aus meiner ganz individuellen Sichtweise. Ich nutze einfach nur die bestehenden Medien, um mich zum Ausdruck zu bringen. Internet und Blogarbeit sind dafür eine hervorragende und topp moderne Möglichkeit. Und es ist mir eigentlich völlig schnurps ob Du das nun gut oder schlecht findest, denn es geht – und das möchte ich noch sagen dürfen – um meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Und diese erhebt keinerlei Anspruch darauf, etwas ganz besonderes zu sein. Sie ist eben einfach nur! Und wenn sie dich ärgert, dann sieh´es doch mal so! Wo wird denn sonst von Dir berichtet 😉

Habt Spaß, seid gesegnet und jetzt geht es los!

Da jeder Blog einen Eintrittsbereich hat. Hier den Meinen:

Alle bisher denkbaren ethischen Begriffe blieben nicht vor des Menschen dunkler Seite verschont und wurden irgendwann nicht vergewaltigt. Seien es Begriffe wie humanistische Intellektualität, sei es soziale und gerechte Marktwirtschaft und und und.
Kein Volk dieser Erde, unendlich viele Familien und Freunde dieser Welt wurden durch Krieg, Seuchen, Rache, Misgunst, Machtgelüste und Neid für immer durch Mord, Totschlag, Blutrache, kriegerische Konflikte., Krankheiten voneinander getrennt und erlebten größten Schmerz.
Es ist also müßig, sich irgendeinem Denksystem zu verschreiben, denn Idealismus schützt in keiner Weise vor Ungemach. Vernunft und Inbrunst mit voller Hingabe ebenso wenig.
Du kannst nicht in die Menschen hineinblicken und ihre wahren Beweggründe sehen. Du kannst aber ihre Handlungen bewerten. Du kannst allerdings durch das Erlernen und hinterfragende Bewerten von Wissen, das von Millionen Büchern, wissenden Menschen erhalten und getragen wird, einige Entwicklungen für Dich und die Dich Umgebenden verstehen und folglich Initiativen ergreifen.

Du kennst Dich. Kämpfe diesen wirklich heiligen Krieg, wie ihn alle Glaubenssysteme in ihrem Kern als höchste seelische und geistige Vollendung des Daseins kennen. Kämpfe gegen Dich selbst, Deine Gier, Deine Gelüste.Fordere Dich dazu auf, zu Lernen! Sei´neugierig! Schaue gensu hin bei allem, was Dir widerfährt.
Verharre stets einen kleinen Moment bevor Du handelst, damit Du Dich mit Deinem Gegenüber austauschen kannst und suche stets Vereinbarungen. Erst wenn diese nur zu Deinem Nachteil sind – DANN KÄMPFE und agiere.
Wenn Du Dich so orientierst, dann trägst Du zum Erhalt der Vielfalt des Lebens mehr bei als durch welches Denk- und Glaubenssystem auch immer.. Ich denke, das Leben dankt Dir.
Ich ganz sicher!
Und lass´nicht nach. Es ist wahrlich schmerzhaft, Du wirst Entsagungen erleben und Verluste. Doch Du wirst auch Siege einfahren, das Hochgefühl der Überwindung, der Freude und Zuversicht auskosten dürfen. Ich denke, dass dies Dich als Mensch in der Erinnerung vieler halten wird und Du von denen, die Dich umgeben, Respekt erfährst. Dieser Respekt verbindet verschiedene Kulturen, verschiedene Sozialisationen und die mit Respekt einhergehende Freundschaft bildet vielleicht eine Grundlage für Frieden miteinander und für Frieden mit Deiner und meiner Mitwelt.

Seid´ gesegnet!

P.S.: Du hast eine andere Art der Willkommensseite erwartet?! Klar habe ich eine. Die Zeiten ändern sich, so auch die Webseiten. Nichts ist beständiger als die Veränderung. Aber wenn Du nun unbedingt schauen möchtet, wie die alte Willkommensseite ausgesehen hat, dann schau doch.

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Eintritt und Ausgang

Der letzte macht das Licht aus im Revier Helmstedt – ja und?!?

Alle hier dargestellten Dinge beruhen auf Veröffentlichungen des lokalen Zeitungsblatts, Internetseiten von Kreistagsmitgliedern und der Homepage des Landkreises Helmstedt. Und es steht jedem frei, seine eigenen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. So auch mir als Bürger eines kleinen Dorfes im Landkreis Helmstedt, das so und so meines Erachtens eines der schönsten im gesamten Elm-Lappwald-Gebiet ist.

Ich fokussiere hier auf „Reviergeschehnisse“. Ich lasse die Bundes- und Landesebene also einmal fast aussen vor, obwohl gerade die Bundesebene der eigentliche Veranlasser der kommunalen Schuldensituation ist, die bei dieser Betrachtung eine markante Rolle spielt, schränkt sie doch den Handlungsspielraum der „Revierkommunen“ spürbar ein. Was schreibe ich? Sie schränkt ihn nicht ein, Nein, sie verhindert ihn und das mit Absicht und seit Jahren sehenden Auges.

Seit Jahrzehnten wissen die gesellschaftlichen Entscheidungsträgerschaften im sog. Revier Helmstedt (Bergbaubetriebe, vor allem an Tagebau mit Braunkohlebergbau angrenzende Bergbaugemeinden, nennt man im Allgemeinen ein Revier), dass Braunkohle eine endliche Ressource ist. Sie sitzen größtenteils seit demselben Zeitraum in ihren durchgesessenen Ehrensitzen in den Räten und im Kreistag und schauen dabei zu, wie die Ressource von Jahr zu Jahr schwindet und immer mehr Bergleute ihren Job verlieren – ja und?!
Und nun ist es bereits in zwei Jahren soweit. Das Kraftwerk Buschhaus wird 2020 endgültig stillgelegt.

Ja und?!

Ich stelle meinen kleinen Essay unter das Thema „Ja und?!“, denn ich versuche darzulegen, dass in meinem Heimatgebiet ein besonderer Menschenschlag lebt, unter denen sich Menschen finden, die viel reden und solche, unter denen wiederum, die noch mehr reden. Und das Jahrzehnte lang, doch es passiert nicht wirklich etwas, um das eigentliche Problem des im Strukturwandel befindlichen Bergbaureviers zu lösen – den Ersatz der wegfallenden hochwertigen Arbeitsplätze im Bergbau resp. den Ersatz dieser Arbeitsplätze durch neue, hochwertige Arbeitsplätze. Bis, ja, bis dann alle Jahre wieder von mir so benannte „Heilsbringer“ im politischen Umfeld auftauchen und einen auf große Hose machen. Sie hauen dann so richtig hemdsärmelige Parolen ´raus oder tun so, dass nur weil sie viel reden, Arbeitsplätze entstehen würden. Schön wär´s, denn dann wäre der Landkreis Helmstedt seit ebenso langer Zeit DIE Boomregion in Deutschland, vielleicht sogar Europa. Bei den Wahlen gewinnen diese meist als „Macher“ bezeichneten Menschen. Ein für sich hochbrisantes gesellschaftliches Phänomen, das im Übrigen kein Problem dieses Landkreises alleine ist, sondern ein weltweites!

Ja und?!

Menschen mit herzlich wenig Ideen – von Visionen, Projekterarbeitungen und ähnlichem gar nicht zu sprechen –  aber umso mehr Geltungsdrang, haben sich in trauter Einigkeit gegenseitig dabei seit Jahren übertroffen, „etwas zu tun“. Bzw. oftmals verwendet diese Spezies die Begrifflichkeit „Da muss MAN etwas tun!“. Das bedeutet, Sie sagen, dass andere – eben MAN – etwas tun muss. Würde ich diesen MAN kennen, ich würde alles tun, ihn von meinen Vorstellungen zu meiner Heimat in Kenntnis zu setzen und würde mich freuen, mit MAN Projekte in die Wege zu leiten und externes Geld dafür heranholen. Aber ich kenne MAN leider nicht! Vielleicht Sie? oder Du ?!?

Ja und?!

 

Aktuelle Geschehnisse (Bericht in der lokalen Zeitung Anfang Februar 2018), die hier unbedingt genannt werden müssen! Das ansässige Pekinger Stadtunternehmen, das Eigentümer der gesamten Müllverbrennungsbetrieblichkeit geworden ist, hat beschlossen, auf dem Kraftwerksgelände von Buschhaus eine vierte Müllverbrennungslinie einzurichten. Hier sollen dann Klärschlämme verbrannt werden. Das stellt den gesamten unten geschilderten Verlauf und Essay auf den Kopf, denn nun benötigt man eigentlich kein Helmstedter Reviermanagement mehr, da der eigentliche Kraftwerksstandort damit eine sinnvolle Nachnutzung erfährt. Die Frage sei erlaubt, ob die Entscheidungsträgerschaften davon wussten und nur deshalb solange abgewartet haben? Wie dem auch sei, dennoch wird eine Müllverbrennungsanlage mit vier Linien und dazugehöriger Verwaltung sowie Technik im Fallkreis eines nicht mehr gewarteten Schornsteins mit 300 m lichter Höhe so einfach auch nicht sein. Die reine Sprengung dieses einstigen Prosperitätssysmbols und Ablegen des Bauwerks in Richtung Osten wird rein laienmäßig betrachtet relativ einfach sein, doch es gibt sicherlich viele Details, die das zu einem komplexen Vorgang werden lassen, einmal ganz abgesehen von der Finanzierung des Abrisses, sollte er denn vorgenommen werden.

 

 

Wohlgemerkt, es gab auch im Landkreis Helmstedt Zeiten, in denen wurde wirklich etwas getan, doch leider blieb das wegen der zeitlichen Vergänglichkeit – und dem Verkauf an die E.ON AG  und später dann der vollständigen Zerlegung des einst überragenden Bergbauunternehmens – ein Tropfen auf den heissen Stein (Bsp. Outsourcing der ehemaligen BKB AG in Form eines Call-Centers, Etablierung der Müllverbrennung und der Terracomp). Das waren echte und wahrnehmbare Projekte und sie schufen einen Ersatz für die wegbrechenden Arbeitsplätze im Bergbauunternehmen. Gewerkschaft und Unternehmensleitung arbeiteten zusammen und die öffentlichen Verwaltungen unterstützten diese positiven unternehmerischen Vorgehensweisen.

Ist seitdem etwas geschehen?

Ok, das Paläon! Ja, das Paläon! Wer kennt dieses aussergewöhnliche Projekt denn nicht?!
Doch leider ist es wirtschaftlich betrachtet ein Zuschussgeschäft und das trotz sehr teurer Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsuntersuchungen im Vorfeld des Baus vor einigen Jahren, die nämlich etwas gänzlich anderes behaupteten. Sie behaupteten dreist und frech, das Paläon werde sich alsbald wirtschaftlich selbst tragen, weil ja mindestens 100.000 zahlende Besucher jedes Jahr Eintrittsgelder generieren würden.
Fakt ist heute und die vergangenen Jahre, dass es ohne die öffentlichen und finanziell erheblichen Zuschüsse seitens des Kreises und der direkt angrenzenden Stadt in Höhe von mehreren hunderttausend Euro pro Jahr sofort schliessen müsste. Nun mag man sagen, das ist bei allen anderen, ähnlich gelagerten Institutionen auch so. Ohne die öffentliche Hand geht es nicht. Ok, das ist eine gute Denkart, denn schliesslich sollen neben den Strukturwandlungen eines ehemaligen Bergbaureviers auch die Menschen im jeweiligen Bergbaurevier erkennen mögen, dass neue Wege beschritten werden, auch mit öffentlichen Mitteln. Doch was, wenn nicht genügend zahlende Besucher kommen?! Mag es daran liegen, dass die Eintrittspreise so happig sind, dass es sich eine durchschnittlich verdienende Familie kaum mehr leisten kann?! Mag es daran liegen, dass es eben eine sehr eingegrenzte Zielgruppe ist?! Es gibt sicher viele Gründe, dass die zahlenden Besucherströme einfach zu gering sind. Ist das der Strukturwandel, der gewünscht ist? Ich habe da meine Zweifel, Sorry! Es ist sicherlich ein Baustein für eine positive Wende, doch es ist ein echt teurer Baustein. Ein sehr teurer!
Und ich hege noch mehr Zweifel, wenn ich mir die finanzielle Situation der o.a. kommunalen Gebietskörperschaften einmal näher betrachte. Sie sind – ob nun selbst herbeigeführt oder nicht (letzteres ist der Fall) – bis über beide Ohren im Minus und müssen selbst weitere staatliche Mittel in Anspruch nehmen, um überhaupt genehmigungsfähige Haushalte beschliessen zu können. Das ist irgendwie eine recht fatale Situation, oder nicht?!
By the way, auch das ist ein Strukturwandel. Eben ein negativer Strukturwandel, der oftmals und das leider und auch richtig als Abwärtsspirale in der Fachliteratur beschrieben wird. Die eingesetzten Millionen für den Bau hätte man z. B. in Form einer Unternehmensförderung zur Erhaltung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen einsetzen können und so wären in den Jahren mehrere hundert neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Oder man hätte es kombinieren können mit einem Bergbauwandel mit Paläon usw. usw. usw..
Aber, was soll´s. Es ist nicht so gekommen, weil bestimmte Herrschaften sich anscheinend lieber Lorbeeren für wohlfeile Reden ins Haar setzen  lassen möchten und nicht an die wirklichen Problemstellungen herangehen wollten. Und nicht, dass sie die gesellschaftlichen Ist-Situationen in ihrem Umfeld  nicht hätten wissen könnten, als da wären Alterung der Bevölkerung, Wegzug der jungen Generation, Schlafdörfer, sozio-kulturelle Dissonanzen, ökologische Verarmung wegen Höchstintensiv-Landwirtschaft (Bördeböden) und Flächenbetonierung in oder direkt bei historischen Dörfern, Bestandsunternehmensnachfolgeproblematiken, hohe soziale Belastung des Kommunen und damit prekäre Verschuldungssituationen der Städte und Gemeinden im Landkreis Helmstedt usw.. Doch das wissen alle1 Ich, Du, Viele!
Und last not least haben diese Hau-ruck´s dann auch noch die notwendigen Mehrheiten der demokratisch Legitimierten hinter sich. So sei es denn. Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt.

Ja und?!

Selbst der Bund und auch das Land Niedersachsen haben erkannt, dass wenn solche Dinge geschehen, also ein Bergbaurevier endgültig dicht gemacht werden soll, unbedingt „etwas getan werden muss“. Das Land selbst gefällt sich sehr darin, Fördermittel des Bundes und der Länder (die sog. Gemeinschaftsaufgaben) einzuwerben (immerhin!), doch selbst tut es finanziell betrachtet herzlich wenig dazu. MAN tut etwas. Zudem doch wiederum bekannt ist, dass der Landkreis Helmstedt, also die Verwaltung und alle kreisangehörigen Städte und Kommunen wegen der bestehenden Bundesgesetzgebung erhebliche, wenn nicht knebelnde Haushaltssituationen aufzuweisen haben. Folglich sind sog. Eigenanteile, die bei allen Fördermitteln als Gegenfinanzierung benötigt werden, Gegenstand hitzigster politischer Diskussionen. Und da haut man aufeinander ein statt sich geschlossen nach Berlin zu wenden, an die Verbände heranzutreten und sich mit allen anderen deutschen Kommunen, die eine ähnliche Ausgangslage haben, zusammenzutun, um diese gesetzlichen Vorgaben zu beenden. Denn  so wie sie momentan  sind, vernichten sie jegliche Zukunftsperspektive, da sie den Bewegungsspielraum schlicht und einfach zunichte machen.

Ja und?!

Für Südniedersachsen gibt es einen Sonderfonds des Landes Niedersachsen von über 50 Millionen Euro für ein paar Jahre, für den Landkreis Helmstedt gibt es lediglich ein freundliches Lächeln und er könne sich ja immerhin um die Fördermittel aus einer anderen Förderkulisse bewerben. Na tolle Wurst! Das Südniedersachsen-Programm ist eben auch dem zufälligen Wohnsitz eines Bundespolitikers zu verdanken. Er tut für seinen Heimatkreis wirklich etwas! Doch so richtig gut ist das nicht, denn es gibt nun einmal nicht nur den notleidenden Landkreis Goslar sondern noch andere.
Ach ja, da gibt es eine wunderbare Legendenbildung, die ich an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte. Sie ist so delikat, dass es mir beim ersten Hören fast die Tränen in die Augen trieb – vor Lachen. Da soll doch einer der sich ganz groß Fühlenden zu einem anderen sich noch größer Fühlenden gesagt haben, der Landkreis Helmstedt bekomme keine zusätzlichen Fördermittel weil es mich gäbe.  Hoppla! Gut, man sagt auch, dass der eine aus einer Institution stammt, die sich vorwiegend mit Menschen beschäftigt, die mit Gott reden resp. solchen die denken, er antworte ihnen, und der andere aus einer Institution, die zu gerne jedem Verdacht nachgeht, ob er nun stimmt oder auch nicht. Und manchmal ist er sogar zugegen ist, wenn irgendwelche Leute sagen, dass sie etwas wissen möchten, ob es stimmt oder auch nicht, um eine dritte Person endlich rechtlich angehen zu können. Kurz gesagt, wenn sich solche Menschen unterhalten,kann es zu Verwirrungen auf beiden Seiten kommen. Das mag solche Proklamationen in ihrer Sinnhaftigkeit erklären, doch geistig gesehen ist das ein Niveau, das eine geistig-intellektuelle Nulllinie belegt, sollte diese kleine Anekdote wirklich so geschehen sein. Ich denke, es kann eigentlich nicht sein, denn das ist Kinderkram und wenn erwachsene Männer so etwas lancieren sollten, dann könnte das ein erster Hinweis darauf sein, wie hilflos die betroffenen Personen im Grunde genommen sind und wie hoch der Grad der externen Hilfsbedürftigkeit ist.

Zurück zum Text.

Wer hilft dem Revier-Landkreis und den Revierkommunen im Landkreis wirklich ?! Natürlich gibt es seit Jahren Fördermittel für Unternehmen und es gab sogar einmal eine direkte Wirtschaftsförderung der Städte und Gemeinden UND des Landkreises Helmstedt, doch auch hier gab es solche, die gut mitmachten und einige mehr, die so taten, als sei es lästig, eigene Bestandsunternehmen direkt mit Fördermitteln zu unterstützen, wenn sie neue Arbeits- und Ausbildungsplätze aufbauen und bewahren. Und es gibt nach wie vor Fördermittel, doch die Kommunen sind VERSCHULDET. Was nützen da die schönsten Förderprogramme und die Tatkraft einiger Weniger, wenn sie Mehrheiten gegenüber stehen, die vorrangig die Erfüllung der jährlichen Haushaltsdaten bearbeiten!?! Was wenn eine zögerliche, unkreative und konservative Grundhaltung einer Meherheit überwiegt?! DAS ist Demokratie! Tatendurstige, Ungeduldige, Neugierige, Kreative, Neue-Wege-Suchende haben in so einem Umfeld keine Chance. Im Gegenteil, sie werden teilweise sogar angefeindet und verunglimpft. Und genau das ist das größte Manko jedweder Entwicklungsarbeit, ganz gleich auf welcher Ebene und ganz gleich wo auf der Welt. Dörfer, Gemeinden, Gemeindeverbände, Landkreise, Länder und Nationen leiden auf genau dieselbe Weise, wenn solche wie o.a. Konstellationen bei den Entscheidern anzutreffen sind. Wenn sich diese Handlungsletargie in Sachen Finanzen dann noch mit stumpfem Erfüllungsgehorsam vereint, dann passiert einfach nichts mehr, denn diese dröge Mischung macht jedwede Strategie zunichte.

Ja und?!

Der Bund selbst möchte dem Revier (wohlgemerkt, das Revier ist sowohl in Sachen Fördermittel Bund als auch Land geographisch abgegrenzt durch die Kommunalgrenzen der Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel sowie der Städte Braunschweig und Wolfsburg) insgesamt 400.000 EUR pro Jahr zur Verfügung stellen, um neue Impulse in Sachen Nachfolgenutzung zu entwickeln.

Ja und?!

Einmal abgesehen von dieser etwas seltsam anmutenden „Revier-Abgrenzung“, denn was haben die Autostadt Wolfsburg oder die Technologiestadt Braunschweig mit dem Braunkohlerevier zu tun, was sind schon 400.000 EUR pro Jahr, wenn hunderte Arbeitsplätze wegfallen, die einen Gegenwert von mindestens dem zig-fachen pro Jahr volkswirtschaftlich betrachtet hier im Landkreis an Steueraufkommen generieren?!
Aber gut, vielleicht hat man diese Abgrenzung des Reviers deswegen eingerichtet, weil man es mit einer deutschlandweit einzigartigen Situation zu tun hat. Das Revier Helmstedt ist eben sehr klein ist und Kleines kann nicht gefördert werden, weil wie sieht das denn aus?! Da muss man auf Teufel komm´heraus, eben einfach einmal größere Förderregionen konstruieren. Und dennoch bleibt es bei dem jährlichen Betrag von  marginalen 400.000 EUR. Das verstehe mal einer!

Ja und?!

Ich wiederhole mich, doch ich finde, das ist notwendig, damit es wirklich jeder versteht! Was sind schon 400.000 EUR pro Jahr, wenn hunderte Menschen keine Arbeit mehr haben bzw. in die Frührente gehen, Umschulen müssen und dadurch zur Steigerung der Soziallasten beitragen, vielleicht sogar Wegziehen, weil es andere gute Beschäftigungsmöglichkeiten gibt und die Kinder einen Umzug verkraften. Und die Einwohner trifft keinerlei Schuld, nur dass das klar zum Ausdruck gebracht wird. Doch so sind nun einmal die Zusammenhänge! Was sind 400.000 EUR pro Jahr, wenn keine Zulieferverbindungen mehr wirksam sind , weil einfach kein Strom mehr aus der Braunkohle gewonnen wird?! Andere Bergbaureviere, vornehmlich Braunkohlereviere, investieren seit Jahren in den sich abzeichnenden Strukturwandel und werden dabei intensivst von der Bundes- und den Landesregierungen finanziell und organisatorisch unterstützt, z. B. weil sie sich seit Jahren kooperativ zusammentun und mit Hilfe von Bundes- und Landes- und teils sogar EU-Mitteln neue Beschäftigungsinintiativen ins Leben rufen, Flächen neu bewerten und ganzheitlich und bedachte Flächennutzungspotenziale entwickeln. Das ist wohlgemerkt kein Königsweg, doch sie SIND AUF DEM WEG. Und das ist genau das Unterscheidungsmerkmal.
Kurz, sie setzen sich zusammen und damit nachweislich auseinander, wie der Strukturwandel bewerkstelligt werden kann.  Sie bekommen jeweils mehrere Millionen EUR pro Jahr vom Bund, von ihrem Bundesland, der EU und und und für genau dieselben Lösungsansätze wie sie zur Fördermittelbewilligung seitens des Landkreises Helmstedt als Antragsteller beim aktuellen Reviermanagement dargelegt wurden. Warum ist das so?!? Warum fängt man hier vor Ort nicht schon vor einem knappen Jahr damit an?! Auch wenn die Förderbeträge kritisch zu bewerten sind, doch wenn man eine Bewilligung für Steuergelder bekommt, dann ist es eine Frage der Ehre, diese auch umgehend anzuwenden und in konkrete Projekte zu investierten, oder verstehe ich die Welt nicht mehr?!?

Auch hier vor Ort war das Thema Reviernachnutzung in der Vergangenheit bei jedem Förderprojekt immer und immer wieder auf der Agenda, alleine es fehlte der politische und administrative Wille, sich ernsthaft darauf zu konzenrieren, denn sonst wäre man in Sachen Koordination und Nachnutzung z. B. (und das ist nur eines von Vielen) rekultivierter oder zu rekultivierender Tagebauflächen sicher deutlich konstruktiver vorgegangen und hätte nicht nur Land- und Forstwirtschaftsflächen zugelassen oder findet sich damit ab, dass eben nur solche entstehen.
Wer im Übrigen zu der aktuellen Förderkulisse des Bundes in Sachen „Unternehmen Revier“ mehr wissen möchte, der schaue einfach unter diesem LINK.

Insgesamt darf man zum jetzigen Zeitpunkt demnach konstatieren, dass ausser dass die jeweiligen Förderbeantragungen erfolgreich umgesetzt werden konnten, nichts oder nur wenig Sichtbares geschehen ist, wenn man der Presse Glauben schenken darf.

Ja und?!

Und diese Umsetzungen von Fördermittelbeantragungen beruhen nicht stringent darauf, dass ein neuer Landrat im Amt ist, sondern sie gründen sich auf den Vorarbeiten seiner Vorgänger sowie der fokussierten Arbeit der bestehenden Verwaltung in dieser Angelegenheit, die in Form der Kreis-Wirtschaftsförderung seit Jahrzehnten an dem Thema dran ist und versucht, die Förderimpulse in konkrete Projekte umzuwidmen. Doch leider fehlt es an konzertierter Aktion, denn die jeweiligen Räte und Parlamentäre kommen nicht so richtig aus den Puschen und haben sich zudem mit der existenziellen Fragestellung der jeweiligen kommunalen Haushalte herumzuschlagen, was jedwede Neuorientierung im Keim zu ersticken vermag, vor allem dann wenn man kreativen und erfahrenen Schiffslenkern immerdar nur hereinredet und sie für die Darstellung neuer Möglichkeiten als Spinner, Störer und Nestbeschmutzer verunglimpft.

Ja und?!.

Nun, man mag ja hoffen dürfen, dass z. B. so ein Führungswechsel befruchtend wirken mag, doch allein es stirbt die Hoffnung als letztes. Denn ausser den anscheinend auf die opportune Erfüllungshilfe ausgerichteten Neuorganisationen, deren Fördertatbestände aber seit Mai vergangenen Jahres auch nur mit einem spürbaren Quota erfüllt werden konnten, geschieht nichts Anmerkenswertes, Das kann ein jeder durch Studium der Presseveröffentlichungen zu diesem Thema selbst nachvollziehen. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen. Da besteht die Chance, einen Förderbetrag von über einer Million Euro in zielweisende Nachnutzuungsprojekte resp. deren Vorbereitungen (wie z. B. die wichtige Fragestellung der aktuellen Eigentumsverhältnisse, der Baugrundbeschaffenheit u.v.m.)  zu investieren und es geschieht so gut wie NICHTS. Monate gehen ins Land und man beschäftigt sich auf vortreffliche Weise mit irgendwelchen mehr oder minder bunten Orga-Bildchen, statt in die Umsetzung und damit den längst ausstehenden Startschuss zu geben. So schön z. B. ein Eigenbetrieb sein mag, wenn alleine die formelle Vorarbeit Monate in Anspruch nimmt, dann könnte eine GmbH doch letztlich viel schneller organisiert werden, oder nicht?! Also ich habe schon bei Vereinsgründungen mitgemacht, da haben sich sieben Leute getroffen und zwei Monate später war die formelle Anerkennung da und wir konnten loslegen.

Und wenn MAN dann die Monate verrinnen läßt, ohne auch nur einen winzigen und zielführenden Schritt (Gründung, Personal, Projektstarts, Meetings, Übereinkünfte und so etwas) weiterzukommen, dann fragt man sich ernsthaft, ist der Buchstabe des Gesetzes und der Gestaltungswille Einzelner nur zum Selbstzweck da, oder geht es vielleicht auch anders, vielleicht bitte auch um eine euphemistische Zielsetzung, wirklich neue Arbeitsmöglichkeiten im ehemaligen Bergbaurevier zu schaffen?!? Ok, die Show ist inzwischen unterhaltsamer geworden, denn es werden eigene Leute hin- und hergeschoben, es kaprizieren sich andere Leute und zelebrieren einen Administrativpotpourri allerbester Convenience, doch so richtig voran geht es nur gaaanz laaangsam. Und das bei der bestehenden Dringlichkeit.

Ja und?!

Statt dessen werden nette Reden gehalten, bunte Bildchen gemalt und in selbstverherrlichender Kaprizierungsfestivalstimmung „Umorganisationen“ als scheinbarer Beginn der, fördertechnisch gesehen, genehmigten Projekte dargestellt. Doch das sind m. E. allenfalls Flickschustereien und führen bis dato nur dazu, dass der äussere Schein gewahrt wird. Man kann so ja durchaus behaupten, dass doch etwas geschehe. Die Wahrheit ist (so wurde es in der Presse zumindest dargestellt), dass lediglich bestehende Funktionen aus der Aufgabe der bestehenden Wirtschaftsförderung auf das Projekt verschoben werden und man zudem noch Mitarbeiter abzieht. Ok, mag sein, dass das alles ganz wichtig und bedeutsam ist, ich finde es ehrlich gesagt weniger zielführend!

Ja und?!

Versteht mich bitte nicht falsch! Wenn sich eine Kreispolitik und die Kreisverwaltung darin kaprizieren möchten,  spezielle Leute einer Karrierebehandlung zu unterziehen, dann sei es so. Doch so zu tun, als könne man auf jahrzehntelange Erfahrungen verzichten, vor allem im Bereich der Fördermittelakquise UND der dazugehörigen Projektumsetzungen, das ist schlichtweg fatal. Und man kann ja gerade sehr deutlich erkennen, wie ein sich selbst als der strahlendste aller Lorbeerträgerschaften Kaprizierender agiert, um sich in den Fokus des Geschehens zu rücken. Das sei ihm gegönnt und er möge sich darin selbst beweihräuchernd auch seine vollste Befriedigung finden. Doch es geht bei unserem Bergbaurevier nicht darum, Lorbeerkränze zu verteilen und Selbsthuldigungen zu generieren. Es geht auch nicht darum, neue Organisationen dahingehend auszurichten, dass sie direkt dem Lorbeerträger unterstehen, es geht eindeutig nur darum, Wege zu finden, eine wirtschaftliche Nachnutzung zu ermöglichen, die hunderte neuer und möglichst hochwertiger (also übertariflich bezahlter) Arbeitsplätze schaffen – und zwar eher Gestern als Heute! Und es gibt noch ganz viele andere Baustellen in unserem Landkreis! Sehr viele! Es gibt vor allem die Hauptbaustelle der anwachsenden Sozialleistungen, die die Kommunen finanziell an die Wand drücken. Es geht um Abwanderung, Veralterung und vieles mehr! Oder doch nicht? Vielleicht habe ich ja inzwischen einen völlig verstellten Blick ob der Sonderbehandlungen.

In so einer vielschichtigen Problemkonstellation geht es eben nur, wenn man auch erfahrene Querdenker an Bord hat, die die Untiefen und Strömungen sehr genau kennen, denn sonst erleidet man voraussichtlich Schiffbruch. Und wenn bestimmte Strandläuferscharen meinen, es gehe nur, wenn sie selbst eine „Gemeinsame Strandläuferorganisation“ gründeten, dann frage ich mich wirklich, ob das der richtige Weg ist, denn eigentlich geht es ums Schiff fahren und nicht darum, sich mit Strandläuferproblematiken herumzuärgern. Und diese Schiffe fahren los, um die eben geschilderten Zusammenhänge inhaltlich umzukehren,  Und da ist eine „Gemeinsame Strandläuferorganisation“ nur zweitrangig. Es sei denn, sie steht mit allen Ressourcen zur Verfügung, um neue Schiffe auf den Weg zu bringen! Aber ich sehe sie nicht. Sie vielleicht?

Ja und?!

Schauen wir also einmal aus Projektentwicklersicht auf das Geschehern. Ehrlich, es ist kaum etwas Konstruktives und Zielorientiertes geschehen bis zum heutigen Tage. Im Gegenteil, man schafft es sogar noch, dass sich profunde BewerberInnen für die ausgeschriebene Projektleitung mit Presseerklärungen konfrontiert sehen, die verlautbaren lassen, dass man so und so nur die zweite Garnitur als Bewerber für im Projekt benötigte Stellenbesetzungen bekomme. Und dann wird der dann nach Monaten des Hin und Her´s auserwählte Bewerber in einer großartig besetzten öffentlichen Runde vorgestellt und der zieht dann plötzlich zurück. Man darf mutmaßen, dass es vielleicht daran gelegen hat, dass dieser Mensch von Beginn an von dem nach Lorbeer Heischenden verbrannt worden ist, man kann es aber auch lassen. Es kann ja auch daran liegen, dass der werte Betroffene, von dem ich hier spreche, die Liebe seines Lebens gefunden hat. Was im im Übrigen von Herzen gegönnt sei! Und deswegen sagte er ab. Wie auch immer, er trat nicht an!

Ja und?!

Wer sich nur darin gefällt, seine offensichtliche Unerfahrenheit in jedweder Kommunalprojektierung als „DEN WEG“ zu deklarieren, der ist durchaus in der Lage, Menschen und ihre Kenntnisse zu verheizen, vielleicht auch nur, um mehr Lorbeer auf dem lichten Haarkleid tragen zu können, vielleicht aber auch, weil er wirklich denkt, er wisen wie es geht. Wer weiß das schon genau?! Sorry, nur so ein Gedanke, der meiner Blitzbirne gerade beim Schreiben aus den Fingern rutschte. Es können sich viel Ursachen finden, da bin ich sicher. Aber so richtig was Impulsgebendes ist nicht geschehen und dafür muss es wiederum Ursachen geben. Ich kenne sie einfach nicht genau!

Wie dem auch sei,  das sei denen überlassen, die in einer stillschweigenden Klein-Groko ihren vermeintlichen Heilsbringer unterstützen und in seinen Vorgehensweisen anscheinend voll und ganz unterstützen. Und es steht mir gerade auch nicht der Sinn danach, diese Geschehnisse weiter zu interpretieren, zudem das ja die Presse und einige Kreistagsmitglieder bereits ausgiebigst getan haben.

Letzteres gibt durchaus Anlass zur Hoffnung, denn es zeigt, dass der neue Kreistag auch Parlamentäre aufweist, die einen kritischen und aufrichtigen Geist haben und den Finger in die Wunde zu legen in der Lage zu sein scheinen. Und das ist auch gut so, denn wenn mit viel Pomp und lauten Fanfarensignalen zum Aufbruch geblasen wird und das Schiff aber weiter am Steg vertäut liegt, dann können noch so viele fleissige Ruderer sich ins Zeug legen. Solange das Tau fest verankert an der Mole ist, wird ausser einer immensen und dann auch sinnlosen Kraftanstrengung nichts geschehen in Sachen Aufbruch!

Ja und?!

Wichtig ist alleine, dass seit der Absage des ersten profunden Bewerbers und vermeintlichen Stelleninhabers erneut Monate vergingen und man sich darin gefiel, die Förderbank sowie die Fachleute sowie die Entscheidungsträgerschaften im betroffenen Umfeld NICHT unmittelbar und öffentlich über etwaige Alternativen zu informieren oder gar – und das ist wirklich notwendig – einen öffentlichen Diskurs dazu zu führen, um neue Wege der Personalbeschaffung gemeinsam zu eruieren. Mir fehlt einfach der gesellschaftliche Diskurs und e ist zu wenig Action! Sorry, ich bin so. Es muss auch ruhig mal Brummen dürfen und dazu bedarf es einfachster handwerklicher Fähigkeiten.

Nein, statt dessen wurden bestehende Stellen und deren Funktionen verlagert und mehr oder minder sinnfreie Gespräche  mit wem auch immer geführt, um u.a. die in den Bewilligungsdokumenten fixierte Lohndotierung aufzuweichen, weil man doch ernsthaft dachte, dass man für eine Entgeltgruppe 13 niemanden finde könne und unbedingt eine Entgeltgruppe 14 im Bewilligungsbescheid aufnehmen müsse. So zumindest wird es öffentlich diskutiert und alleine diese Tatsache spricht nicht gerade für eine professionelle Hintergrundarbeit, oder denken Sie, dass gewiefte und erfahrene Projektierer solche Dinge überhaupt zulassen würden?! Ich denke, dem wäre eindeutig nicht so. Aber ich kann mich ja auch täuschen, nicht wahr? Der neue Berliner Flughafen liegt in ….ok! Ist das eine deutsche Art, die nur wir Deutsche drauf haben?!

Dabei gibt es viele erfahrene Projektierer. Es gibt viele junge wissenschaftliche Kräfte,  die eine Anfangsstellung suchen. Doch das scheint so richtig niemanden zu interessieren. So hat man bei den aktuellen Stellenausschreibungen lediglich die Berufsbezeichnung geändert, mehr nicht. Das spricht im Grunde genommen Bände in Sachen Entwicklungsplanung oder eben Projektplanung.

Ja und?!

Was ist also aus öffentlicher Sicht demnach in dieser Sachlage geschehen? Wenig bis Nichts! So leid es mir tut, das Nichts kommt eindeutig freier über die Lippen als alles andere, denn es findet sich einfach nichts im direkten Umfeld, was als zielgerichtete und projektorientierte Vorgehensweise interpretiert werden könnte. Aber vielleicht habe ich auch nicht wirklich alles dazu Veröffentlichte gefunden, was ich aber bezweifle, denn ich beobachte das System seit Jahrzehnten sehr genau. Dennoch, auch mir kann etwas durch die Finger flutschen, denn auch ich bin nur ein Mensch. Die einfache und erneut monatelang sich hinziehende Etablierung eines Bürokomplexes, die Veränderung der inneren Struktur und damit verbundene Stellen- und Funktionsverlagerung sind nicht wirklich die Bringer in dieser Sache und belegen auf anschauliche Weise, mit welcher Unkreativität und mit welchem Grad an Wissen und Elan hier agiert wird. Sorry! War das jetzt zu ehrlich!?

Ja und?!

Natürlich wird ein Förderbescheid nicht dahingehend verändert, dass man gefixte Fördertatbestände, wie es z. B. Entgeltgruppen für geförderte Stellenbesetzungen sind,  verändert, denn ein bewilligter Förderantrag basiert für gewöhnlich auf Vorgaben anderer staatlicher Ebenen, die wiederum auf vorher ausgehandelten Freigaben der Europäischen Union fussen, um diese Fördermittel national anwenden zu dürfen, ohne bestehende Märkte zu beeinträchtigen. Oder es handelt sich direkt um europäische Fördermittel und das ist ein RIESENAKT für alle beteiligten staatlichen Ebenen. Zumindest hier bei uns in Deutschland.

Und das wusste der nach Lorbeeren Heischende, denn es wurde ihm mehrfach erklärt. Doch verstanden hat er es in seiner sich selbst als das Wohl der Menschheit kaprizierden Leidenschaft (ähm, vielleicht merkt er es auch nur einfach nicht und die Lorbeeren spielen eine untergeordnete Rolle) wohl leider nicht. Im Gegenteil. Er konsultierte Dritte und Vierte und Fünfte und auch Sechste und Siebente – ich habe bei über 10 aufgehört zu zählen. Tatsache ist, dass ausser dem durchaus gegönnten Bauchpinseleinheitenschmeichelgefühl wenig Konstruktives und Zeitnahes auf den Weg gebracht werden konnte. Das ist übrigens ein Phänomen, das alle Lorbeersuchtsysteme kennzeichnet, sowohl historisch betrachtet, als auch inhaltlich. Die vermeintlich Lorbeertragenden und danach Süchtigen organisieren sich immer eine Gefolgschaft von vermeintlichen Fachleuten, die mindestens ebenso süchtig sind – nach Lorbeeren. Und in dieser Sucht nach Lorbeeren und dem dazugehörigen Mechanismus liegt das vermeintliche Ende auch schon immer wieder von Beginn an verborgen. Und es tritt über kurz oder lang zu Tage und reisst dann viele, viele Andere mit in den Abgrund, wobei sich die Lorbeerfraktion meist vortrefflich darin versteht, die Schuld rechtzeitig stets auf Andere zu übertragen und sich den vermeintlich neuen Machtstrukturen Fähnchen in den Wind haltend – typisch für jedweden Opportunismus, ganz gleich wo und in welchem Land – erneut anzudienen, um diesen Teufelskreislauf aufs Neue zu starten. Sollte der Lorbeer keine so bedeutsame Rolle spielen, dann ist es eben irgendein anderes Kraut.

Ja und?!

Und genau das passiert hier vor Ort, denke ich. Leider! Leider deshalb, weil damit wahrlich große Chancen vergeudet werden und wertvollste Zeitbudgets ungenutzt verronnen sind . Schade, weil es ganz gleich wo und wann, es immer wert ist, an der Sache konzertiert und konzentriert zu arbeiten und alle Kräfte, die daran Interesse haben und sich einbringen können, wollen und müssen (z. B. der Eigentümer MIBRAG AG), umgehend und drängend zum öffentlichen Diskurs zu bitten und vortrefflich um Argumente zu streiten, um Wege zu finden, die dem Wohl Aller dienen. Vor allem dem Wohl der unmittelbar Betroffenen, also den vielen Menschen, die nur zum Wohle ihrer Angehörigen eine Einkommenquelle wollen, um die Ihren und sich selbst,sicher und wohlbedacht durchs Dasein zu bringen. Und das bitte nicht erst Gestern und Heute sondern schon Jahre zuvor! Wir brauchen hochwertige Arbeitsplätze und wir müssen mit dem Bund aushandeln, dass eine bestehende Sozialgesetzgebung viele Kommunen in unserer Heimat finanziell ruinieren.

Ja und?!

Was nützt es den Menschen, wenn sich nach was auch immer Süchtige darin kaprizieren, vermeintliche Fehlorganisationen zu etablieren, ohne dass auch nur ein einziger neuer Arbeitsplatz entstanden ist, gefördert wurde etc., geschweige denn Grundlagen erarbeitet wurden, um viele, neue und höher- bis hochwertige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen!?! Wegweisende Grundlagenarbeiten (u.a. Klärung der Eigentumsverhältnisse in Sachen Bergbaufolgenutzung, Baugrunduntersuchungen, Planänderungen u.v.m.) getätigt worden wären, obwohl seit mindestens zwei Jahren bekannt ist, dass der Bergbau endgültig ab 2020 Vergangenheit sein wird und seit Jahrzehnten auch dem letzten Schulkind geläufig sein dürfte, dass Braunkohle eine ENDLICHE RESSOURCE darstellt. Statt dessen vergeht die Zeit, und Geld in Form von Fördermitteln, also Steuermitteln, fliesst auch kaum, vielleicht weil es nicht konsequent entsprechend dem Förderbescheid und damit dem eingereichten Förderkonzept, mit Handlungen unterlegt wird, für die dann die Fördermittel abgerufen werden können. Denn die Haushaltsplanungen und geschaffenen Tatsachen lassen das durchaus seit März vergangenen Jahres zu! Seit März 2017!

Ja und?!

Um dem vorzubeugen, dass alle kleingeistigen Hofberichterstatterstrukturen jetzt sofort zum Telefonhörer greifen, vielleicht um ein kleines Lorbeerblatt zu erheischen oder sich sonst irgendein Gemüse ins Harr zu stecken, ich schreibe dies, um mich als kritischer Zeitgeist zu den Geschehnissen zu äussern. Ich versuche, ein Bild zu zeichnen , auch um darzulegen, wie man hier vor Ort mit Menschen umgeht, die einfach nur als Fachleute dereinst angeworben wurden, wenn sie sich kritisch und gegen den ach so heimelig sich anfühlenden Nestbesatz darzulegen in der Lage fühlen, um Entwicklungsimpulse zu setzen. Und ich schreibe es auch, um gegen den seit 2011/2012 stattfindenden Femeprozess kritisch, teil satirisch unterlegt, anzugehen, denn ich bin auch ein freier und mündiger Bürger dieses Landkreises, der ein Recht auf freie Meinungsäusserung hat.  Ich nehme mir das Recht, in der Öffentlichkeit bereits bekannte Tatsachen zu beleuchten und zu interpretieren, aber eben auch Kritik zu üben an den Geschehnissen, die in der Öffentlichkeit dazu bekannt sind. Es handelt sich bei dem gesamten Vorgang immerhin auch um eine Angelegenheit, die im öffentlichen Raum stattfindet und von demokratisch Gewählten verantwortet wird und auch ich bin ein Bürger dieses Landkreises und nicht nur ein klemmendes Rädchen in einer öffentlichen Institution. Dass mir vorgehalten wird, ich äussere mich abwertend, gar diskreditierend, das ist eine Sache des jeweiligen Standpunktes. Dass sich Machthabende stets gegen jedwede Form der Kritik wehren, steht doch ausser Frage, oder nicht? Wenn sich aber Bürger gegen Vorgehensweisen der Mächtigen sträuben, sei es in Form von Berichten und Statements in irgendwelchen Medien ihrer Wahl, dann kommt es zu Dissonanzen und die Mächtigen versuchen alles in ihrer Verfügungsgewalt Stehende zu unternehmen, um diese Bürger dann mundtot zu machen. Statt sich der Kritik zu stellen, wird also (leider oftmals) mit scharfer Munition gearbeitet. Und das ist etwas, was für despotische und in die Despotie abgleitende Machtsysteme geradezu charakteritisch ist. Was aber, wenn sich Bürger wie ich dem stellen und dennoch nicht aufgeben werden, das freie Wort und auch die manchmal auch zwickende Kritik nicht einstellen?!

Ja und?!

Das ist Demokratie! So wie viele Mitstreitende ständig kritisiert, hinterrücks verraten und diskreditiert werden, sei es im Beruf oder manchmal auch im privaten Umfeld, so steht einjeder dennoch im Austausch mit der ihn umgebenden Gesellschaft und viele Geschehnisse sind es m. E. wirklich wert, öffentlich dargestellt zu werden. Vor allem, um einen Diskurs zu initiieren, denn nur wenn die Menschzen streiten und um Argumente miteinander kämpfen, entstehen Impulse, die dann zu konkreten Projektarbeiten führen.

So menschlich nachvollziehbar es ist, wenn sich ein Machtmensch und die ihn direkt umgebenden Mitsstreiter*innen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen verwahren, doch sie werden es in einer Demokratie wie der Unseren nur schwerlich hinbekommen, dass man jemandem die freie Meinungsäusserung verbieten kann.  Und schon gar nicht, wenn sie genau wissen, wer rechtlich angreift, bekommt rechtliche Gegenmaßnahmen. Und mit diesem „Pottbourie“ ist Lorbeeren zu sammeln auch nicht so leicht, das darf einmal gesagt werden.
Wer sein Spiegelbild als das größte Wohl der umgebenden Gemeinschaft  zelebriert und dies ihm dann vor Augen geführt wird – das ist ggf. kritisch zu bewerten- doch es ist keine Majestätsbeleidigung, denn die gibt es de fakt in unserem Land rechtlich gesehen nicht, da die Majestäten dazu fehlen.
Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat wie dem Unseren und in diesem gibt es  immer auch anzurufende Gerichte, um dort die dargelegten Tatsachenbeschreibungen hinsichtlich bestehenden Rechts bewerten = beurteilen zu lassen.

Doch leider vergeudet das nur unnütz die vorhandenen Ressourcen. Wirklich nutzbringend im Sinne der Reviernachfolge ist es eindeutig nicht! Im Gegenteil, es ist hinderlich, finde ich!

Ja und?!

Oftmals ist es besser, so denke ich,  miteinander in den Disput zu gehen, als unnötig Ressourcen zu verschwenden für fast bedeutungslose Rechtsangelegenheiten, vor allem, wenn es um gemeinsame Ziele geht und man die Kraftanstrengungen bündeln sollte. Leider neigen machthungrige Männer immer zu entsprechenden vehementen Reaktionen, weil sie denken, dass wenn sie nicht entsprechend vorgehen würden, keine Macht mehr hätten. Ein fataler Denkfehler. Es geht um Arbeitsplätze und zwar neue und hochwertige! Darum geht es doch alleine, oder nicht?

Ja und?!

Viele, für mich werte Zeitgeister, haben mir schon oftmals vorgeschlagen, geh´einfach weg. Ja, das ist eine mögliche und vor allem sicherlich meiner Gesundheit und dem persönlichen Wohlergehen viel zuträglichere Option, zweifelsohne. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen, solange ich noch hier vor Ort bin, mir nicht das kritische Wort von denen verbieten zu lassen, die nachweislich nur an Gemüse- und Lorbeerblattsammeln denken und fachlich und erfahrungstechnisch betrachtet, nicht dazu in der Lage zu sein scheinen, mutige und dennoch professionelle Wege zu gehen. Mutige, professionelle Wege und damit verbundene Projekte sind aber genau das Salz in der Suppe, um der bestehenden sozio-ökonomischen Situation in meinem Heimatlandkreis entgegenzuwirken. Ja, so denke ich! Und das sage ich auch!

Ich wünsche den Beteiligten, ob Lorbeersammlern oder Beweihräucherungsexpertenschaften, Aufrichtigen, Judassen, Ambitionierten und Engagierten, wem auch immer, eine glückliche Hand und falls nicht, dann macht eben der Letzte das Licht aus! Vielleicht merkt es ja niemand.

Ja und?!

 

 

 

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Tourismus lebt von Bewahrung und Erneuerung

Der regionale Tourismus im Elm-Lappwald, also auch dem Landkreis Helmstedt, ist gekennzeichnet von einer jahrzehntelangen Entwicklung von bestimmten Persönlichkeiten. Diese haben sich nach Kräften dafür engagiert, dass es überhaupt so etwas wie einen eigenen, wahrnehmbaren Tourismus in diesem Gebiet gibt.

Dereinst aus der Situation heraus, dass Berliner BürgerInnen entweder vor der Weiterreise nach Berlin durch die ehemalige DDR oder eben danach als erstem Stop nach der Grenze in Marienborn ein naturnahes Erholungsgebiet erreichten, entwickelten meine Vorgänger erstmals ein touristisches Marketing. Das bestand vor allem darin, dass man die klassischen Werbematerialien anfertigte, wie z. B. eine Informationsbroschüre und ein Gastgeberverzeichnis. Und man erkannte, dass es wichtig ist, den Berliner Markt verstärkt zu bearbeiten, indem man dort Verkaufsförderaktionen (u.a. Messebesuche) veranstaltete. Damit war der Grundstein gelegt für eine inzwischen über 35 Jahre andauernde Marketingsaktivität.

Ich selbst habe ab 1995 die Verantwortung übernommen und die Produktentwicklung sowie das Marketing im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten nach und nach ausgebaut und modernisiert. 1997 z. B. wurde das Projekt ROMANIK ins Leben gerufen, was sich vor allem durch die damalige DEUREGIO Ostfalen zu einem länderübergreifenden Feature entwickeln ließ. Im selben Jahr wurde die Tourismusgemeinschaft Mitglied in den Tourismusregion Braunschweiger Land. In dieser Zeit etablierte ich dann die Internetdomains helmstedt.de, romanik.de, grenzen-los.de, braunschweiger-land.de und natürlich elm-lappwald.de, damit sich ein umfassender Marketingsmix etablieren ließ, der aus Printmedien, Messebesuchen und Internetarbeit bestand.

Das ging alles seinen recht erfolgreichen Weg bis, ja, bis 2011 ein völlig schräger Typ den Posten des Landrats übernahm und die Kreispolitik plötzlich alle zuvor getätigten Arbeiten in Frage stellte, ohne auch nur ein winzig kleines bißchen zu reflektieren. Man versuchte, die Funktion Tourismus aus meiner Verantwortung zu trennen, weil man eben auch spürte, wie maßgeblich ich in meiner Verantwortung dafür sorgte, dass dieser Marketingmix beibehalten werden konnte. Letztlich dauerten die Arbeitsgerichtsverfahren bis Anfang 2016.
Heute ist der Tourismus eine Unterabteilung des Geschäftsbereichs Kultur und die dortige Geschäftsleitung hat im Grunde genommen Null Plan von dieser Arbeit, was sie aber auch nicht haben muss. Nun, ich habe an anderer Stelle bereits mehrmals von dieser Nulllinienaktion berichtet und möchte euch hier nicht langweilen. Fachlich gesehen ist es ein Desaster, was maßgeblich von der SPD/Bündnis90-Die GRÜNEN und ihren kleinstkarierten Möchtegern-Karrieristen (das betrifft wirklich nur deren Modeverständnis, nichts anderes!) veranstaltet wird. Und der Tourismus – so sagen eben jene pfeifenden Spatzenhirne – wird mißbraucht durch geistige tieffliegende Mickermännerchen und Puperzenkrauler, die sich nur selbst bereichern wollen, sei es auf die Weise, dass sie sich als Vorsitzende oder durch subbige Dienerleckereien an den Tourismus dranhängen, um sich vermeintlich zu profilieren. Leider haben sie nach Aussage vieler Spatzen, die bekanntlich von den Dächern pfeifen, keine tieferreichende Ahnung oder gar Wissen und sind geprägt von den individuellen, aber fachlich völlig unreflektierten und hirngespinstigen Leitlinien verschrobener Geistlichkeit (was auch wiederum die Spatzen pfeifenderweise von sich geben). Alles halb so schlimm, möchte man jetzt mutmaßen, dennoch schmerzt es professionell aufgestellte Fachleute wie mich, wenn sich Fach-Laien dazu anschicken so zu tun, als seien sie ausgebildete und erfahrene Fachmenschen. Manch klarer Geist mag dazu anmerken, dass das schon ein wenig dreist ist. Doch, wie schon engdeutet, das alles pfeifen jene Spatzenhirne von den Dachsimsen diverser Gebäude und ich sehe es denn gelassener als mancher dier Akteure. Vielleicht liegt es daran, dss mich Spatzenhirne nicht verstehen, vielleicht aber auch an anderen uslösefaktoren. Niemand weiß ds genau.

Und damit bin ich beim Thema: Der Landkreis Helmstedt äussert auf seiner Homepage mit einem Artikel vom 6.7.2016, dass er neue Schwerpunkte in der Zusammenarbeit im touristischen Marketing  setzen möchte. „Beispielhaft seien hier genannt: „Grünes Band“, Lappwaldsee, Zeitorte, Himmelswege, Rad- und Wandermöglichkeiten.“
So, da frage ich mich doch ernsthaft, welche Drogen diese Leute zu sich nehmen. Die längst etablierten und nach wie vor unterstützungswürdigen Produkte „UNESCO-Geopark, Romanik, Grenzenlos-Wege zum Nachbarn“ werden erst gar nicht mehr genannt. Man möge daran erkennen, wie tief die Tourismusarbeit gesunken ist, was u.a. daran liegen mag, dass die beiden Verantwortlichen keine stringente Führung mehr haben und sich ggf. lieber dem Alkohol und der selbstverstärkenden Krankheitszelebrierung hingeben. Wer weiß es schon genau 😉 ?! Ich weiß es ganz sicher nicht, denn ich fische ja bekanntlich so und so nur im Trüben. Wie auch anders, wenn die reinen Gewässer durch vielerlei Verschmutzungen fast ungenießbar geworden sind! Da wirst Du über kurz oder lanbg zum Spatzenhirn. Ups, Sorry. Nein, zum Im-Trüben-Fischer natürlich.

Und natürlich ist es ein eklatantes Führungsdesaster, denn ausgerechnet der 1. Kreisrat, der es seinerzeit auf vortrefflichste Weise verstand, als Samtgemeindedirektor und -bürgermeister des Samtgemeinde Velpke eben gerade aus der regionalen Tourismusarbeit auszusteigen, gerade dieser zelebriert sich jetzt als Kleinkarrierist  einmal mehr und propagiert auf der Grundlage schnöder Gutachten und Entwicklungspapiere, ohne Sinn und Verstand eine vermeintliche „Neue, netzwerkbasierte Zusammenarbeit“. Ich frage mich als Im-Trüben-Fischender ehrlich, woher er das alles weiß, da er es ja eigentlich gar nicht kennen kann, weil er als Fachlaie und ehemaliger Gegner von der jahrzehntelangen Zusammenarbeit wahrscheinlich wenig mitbekommen hat. Oder hat er doch?
Da ist es in Zeiten des Wahlkampfs doch deutlich einfacher, so zu tun, als wäre er jetzt der Superheld und große kleinste größte Macher vor dem allmächtigen Herrn. Sollte sich nun jemand aufgerufen fühlen, Kleinkarrieristen als Schmähruf zu verstehen, dann sei einfach einmal darauf hingewiesen, dass es auch vermeintlich Autos ohne Fahrer gibt und folglich gibt es auch Groß- und Kleinkarrieristen. Das ist doch wirklich kaum mißzuverstehen, oder? Und was ist schon dran, wenn sich jemand als größer gebiert als er eigentlich ist. Das ist das ganz normale Showprogramm, was wir täglich bei aufmerksamer Beobachtung der Natur, der Spatzen und ähnlicher Geschehnisse  lernen naxchzuvollziehen.

Aber nun kann man ja im Rahmen von LEADER II endlich wieder ein weiteres Papier hinzufügen. Nicht, dass es nicht sinnvoll wäre, solche Entwicklungskonzeptionen anzugehen, vor allem wenn sie ländergrenzübergreifend bestimmte Themen aufgreifen, die ggf. gemeinsam besser vermarktet werden können oder wenn einem solche Papiere dann zukünftig eine gehörig´Maß an Fördergeldern einbringt. Doch, ich frage allen Ernstes, warum hat man dann 2011 dem vermeintlichen Heilsbringer der SPD folgend die einzige ländergrenzübergreifende Institution platt gemacht? Toll, oder?! Das hat weder Hand noch Fuß, was aber bei einer bestimmten Schuhgröße auch nicht weiter ins Gewicht fällt. Und es soll sogar Fälle geben, da leben Kleinfüssige auf großem Fuß – aber selten umgekehrt. Verstanden? Nicht?! Dann fr4agt eineml denjenigen, der ach zu gerne den Klöten-Kontroll-Griff anwendet, um komplexe Sachzusammenhänge zu verdeutlichen.

Mir persönlich zeigt der gesamte Ablauf auf beispielhafteste Weise, wie einfältig die Handelnden vermeibntlich sein müssen und welches Desaster sie anzurichten in der Lage sind. Ich habe wirklich versucht, dagegen zu halten, doch ich musste mich dann nach fünf Jahren dem Druck der Dunmmheit, Karrieregeilheit von Kleingeistern und Habenichtsen beugen. Das ist wirklich schade, denn ich arbeite sicher nicht, um meine Karriere voranzubringen. Dann wäre ich in der Privatwirtschaft und nicht beim Staat.Ich arbeite nur an der Sache und entwickle, und muss nun mit allen anderen neugierigen Geistern zusehen, wie jahrzehntelange Entwicklungsarbeit von Dummerjanen mit den Füssen getreten wird und sie sich dreist und frech noch selbst zelebrieren und ihren fachliche Diarrhoe als vermeintliche Erfolge darzustellen versuchen. Das war jetzt aber hart, oder? Ja, es findet ja auch alles im morgendlichen Delier statt und da hat man ab und an eine etwas ausgefeiltere Ausdrucksweise, als, von mir aus, Nachmittags. Man möge es mir nachsehen und vor allem die Tatsache berücksichtigen, dass ich morgens um 03:30 noch nicht so richtig wach bin. Aber das vereint mich mit eben jeder Tatsache, dass hier der Tourismus momenten anscheinend auch von Leuten gemacht wird, die ebenfalls nicht so wirklich wach zu sein scheinen und in geistiger – vielleicht auch körperlicher – Umnachtung so tun, als wären sie überaus belichtet.

Selbst der wenig aufwendige Lehrsatz im Tourismusmarketing, dass eben diese von Bewahrung und Erneuerung lebt, wird nicht angewandt. Kultur ist immer ein Rückblick und ein Bewahren und darauf aufbauend dann eine Weiterentwicklung und Sicherung des Geschaffenen. Aber was sage ich? Ich könnte genauso gut mit einem Kuhfladen kommunizieren, wobei dieser sich im Laufe der Zeit freundlicherweise in den Kreislauf der Elemente einreiht und in Kompost umwandelt, um neues Leben zu ermöglichen. Im Gegensatz dazu wird statt des Auflösens hier ein einfältiges Sichselbst-Feiern, ein fachliches Desaster sondersgleichen an den Tag gelegt, dass es mich fast sprachlos macht.

In diesem Sinne…….

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Helmstedt – wach´auf und nutze Dein Glück-auf!

Helmstedt – wache auf!  Direkt vor der eigenen Haustür hat eine international tätige chinesische Holding, die Beijing Enterprises, die EEW GmbH gekauft.

Eine standortbezogene Betrachtung neuer Technologiefelder bezugnehmend auf den Kauf der EEW GmbH durch einen chinesischen Industriekonzern.

Wenn man den chinesischen Markt und die chinesische Wirtschaftspolitik beobachtet, so gibt es in vielerlei Hinsicht erkennbare Geschäftspotenziale für deutsche Unternehmen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Nicht umsonst hat erst unlängst ein chinesischer Konzern in Helmstedt Umwelttechnologie eingekauft. Und das war – nur nebenbei bemerkt – der größte Deal in Deutschland mit einem chinesischen Konzern bis Mitte 2016. Dieser Deal steht für einen Paradigmenwechsel der chinesischen Wirtschaftspolitik und ich möchte darauf etwas vertiefend eingehen.

Zunächst aber schauen wir uns in einer Sparte in China um, die mit einem ganz aktuellen Problem im Landkreis Helmstedt zu tun hat – der Schließung von Kohlestandorten. China macht in den nächsten fünf Jahren  1.000 Kohlekraftwerke dicht! Sie haben richtig gelesen!
Nur ein Vergleich – in Deutschland sind es aktuell 7-8 Kraftwerksstandorte, die bald zugemacht werden. Ok, China ist eine ganz andere Liga, doch ich möchte ja auch nur für eine Sichtweise sensibilisieren, die den Blick vielleicht für die Absichten chinesischer Unternehmenskäufer noch mehr schärft. In China geht bei der Schliessung der 1000 Kohlekraftwerke gleich um ca. eine Million Arbeitsplätze, alleine nur aus der Bergarbeiterschaft, ohne die Zuliefererstrukturen gerechnet. Und die chinesische Führung weiss nur zu gut, dass dieses Potenzial an Arbeitslosen, vor allem aus dem Bergbau eine unter Umständen hochexplosive Gesellschaftsgruppe darstellt. Deshalb sind chinesische Vertretungen auf der ganzen Welt dazu aufgerufen worden, bestehende Unterstützungsprogramme zu studieren, die darauf abzielen Arbeitslose zu vermeiden, Arbeitslose umzuschulen und neu zu qualifizieren, um den avisierten Paradigmenwechsel in der chinesischen Wirtschaftspolitik erfolgreich zu bewerkstelligen, ohne dass es zu ernstzunehmenden gesellschaftlichen Verwerfungen kommt.

Hintergrund dieser Vorgehensweise ist folgender: Im März diesen Jahres verabschiedete Chinas Nationaler Volkskongress den neuen Fünfjahresplan. Die Entwicklungsziele sind wie immer sehr engagiert. Ein durchschnittliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von mindestens 6,5 Prozent soll dazu beitragen, bis 2020 die durchschnittlichen Einkommen und die Wirtschaftsleistung gegenüber 2010 zu verdoppeln!
Der neue Plan führt die bereits laufende Umstrukturierung des Wachstumsmodells weiter. Ineffektive Großbetriebe und marode Bergwerke sollen im Zuge dessen geschlossen werden. Vor allem der Binnenkonsum und die Innovationsfähigkeit sollen in China gestärkt werden. Doch die gesellschaftlichen Herausforderungen sind enorm.
Vor allem Hightech steht im Fokus der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung. Dies bietet besonders deutschen Unternehmen neue Geschäftschancen, denn ein wichtiges zukünftiges Geschäftsfeld liegt bei mehr und höherwertigen Innovationen. Dies birgt deutlich erkennbar neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von deutschen und chinesischen Unternehmen. Natürlich haben die Fachleute das längst erkannt und es sind jeden Tag hunderte von ihnen in dieser Angelegenheit unterwegs, um neue Geschäfte anzubahnen oder sogar Verträge zu unterzeichnen.

Die Umstrukturierung der Montanindustrie ist ein Schwerpunkt deutsch-chinesischer Zusammenarbeit. Deutschland und China machen bereits Bergbauprojekte in Drittstaaten, wie Ausbildungsinitiativen in Afghanistan u.v.m.. Und China zeigt sich sehr interessiert an deutschen Qualitätsproduktionen, die sie in einer nie da gewesenen Einkaufsinitiative auch spürbar belegen. In diesem Bereich herrscht eine spürbare Aufbruchstimmung, denn Chinas technologischer Umbau gibt der deutschen Industrie und dem großen Mittelstand eine ganze Anzahl neuer  Geschäftsmöglichkeiten.

China bleibt demnach für die deutsche Wirtschaft und besonders für die Hightech-Industrie sehr spannend und Insider berichten davon, dass es um Milliardendeals geht. Doch nicht nur die innovationsorientierte Industrie, sondern auch die Innovationskerne der kleinen und mittleren Unternehmen gewinnen immer mehr an Bedeutung für chinesische Einkäufer. Nach Jahrzehnten des Mengenwachstums setzt das Reich der Mitte in seinem neuen 5-Jahresplan jetzt auf Hightech, Umwelttechnik und produktionsorientierte Zukunftskonzepte. Das neue chinesische Entwicklungskonzept verabschiedet sich damit von hohen Wachstumsraten mit gewaltigem Ressourcenverbrauch und setzt auf nachhaltige Wirtschaft und Umweltschutz. China ist damit nicht mehr die verlängerte Werkbank für Billigarbeit, sondern möchte sich zu einer Hightech-Nation mit Qualitätsproduktion entwickeln. Die Betonung liegt auf Qualitätsproduktion! Warum wohl will ein chinesisches Unternehmen den Roboterhersteller KUKA kaufen? Und das ist nur die Spitze vom Eisberg, doch es zeigt auf exemplarische Weise an, dass in diesem Qualitäts- und Hightech-Segment eine erhebliche Dynamik zu verzeichnen ist.

Im Grunde genommen verläuft die Entwicklung in China damit ähnlich wie in Deutschland vor einigen Jahrzehnten, in denen Stahlwerke und Bergwerke geschlossen wurden, die Textil- oder Schuhbranche weitgehend an Bedeutung verlor. Doch die Herausforderungen sind um ein Vielfaches größer, wenn man bedenkt, dass China mehr als doppelt so viele Einwohner wie die EU hat. Manche Kohleprovinz mit mehr Einwohnern als insgesamt in Deutschland wehrt sich vehement gegen diese Veränderungen, andere sehen eher die Chancen, welche sich durch die Neuorientierungen ergeben. Schon allein angesichts von Dauersmog oder vergifteten Flüssen ist dieses Umsteuern alternativlos, erklären chinesische Regierungsvertreter immer wieder. Die Bevölkerung akzeptiert nicht mehr die Schattenseiten einer zu schnellen Entwicklung und die wirtschaftlichen Folgekosten der gewaltigen Verschmutzung. Zweistellige Wachstumsraten beim Ressourcenverbrauch über weitere Jahrzehnte – das würde China, das würde die Welt nicht verkraften. Und deshalb ist u.a. die Umwelttechnologie sowie der Umgang mit den Abfällen von strategischem Interesse für China.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Robotertechnologie und Fabrikautomation. Nicht nur die Wirtschaft wuchs in China kontinuierlich über Jahrzehnte, sondern auch die Einkommen zeigten hohe Wachstumsraten. Jährlich zweistellig steigende Mindestlöhne und zunehmender Fachkräftemangel erfordern eine höhere Arbeitsproduktivität. Auf Basis der offiziellen Daten des National Bureau of Statistics (NBS) lagen die Zuwächse der Arbeitsproduktivität zwischen 2002 und 2012 in der Regel über den Lohnsteigerungen. Zudem soll der CO2-Ausstoß pro produzierter Ware drastisch reduziert werden, umweltfreundliche, effektive Verfahren sind gefragt und werden auf allen chinesischen politisch-administrativen Ebenen in die Welt getragen. Sie erkennen, welchen Stellenwert die Investition und der Kauf der EEW GmbH in Helmstedt hat?!
Zurück zur Robotik und der Fabrik 4.0. In China ist ein gewaltiger Bedarf an Industrierobotern vorhanden. Im Jahr 2014 wurden in China etwa 56.000 Industrieroboter verkauft, so die International Federation of Robotics (IFR). Das entspricht fast einem Viertel der Weltproduktion (zum Vergleich: 2013 – 36.860 Stück; rund ein Fünftel der Weltproduktion), meldet Germany Trade and Invest (gtai). Nach einer Hochrechnung der „2015 World Robotics Statistics“ soll bis 2018 mit 614.000 Einheiten ein Drittel aller Industrieroboter der Welt in China installiert sein. Gegenwärtig sind dies 262.900, berichtet China Daily im Januar 2016. Eine Massenarbeitslosigkeit erwarten die Wirtschaftspolitiker nicht. Eher im Gegenteil: Es wird in China immer schwieriger, Arbeitskräfte für einfache, stupide Tätigkeiten zu finden. Auch bei einer hohen Automatisierung entsteht ein wachsender Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern für Steuerungs- und Überwachungsaufgaben oder Wartung. Auch die Fabrik 4.0 kommt nicht ohne Menschen aus.
All diese automatischen Fertigungsverfahren müssen in der Produktion zusammenwirken. Doch im Produktionsprozess kommt es nicht auf die punktuelle Rationalisierung an, sondern auf das Zusammenwirken des Gesamtprozesses, erklärt Zhou Zhao Peng, Vice President der Shanghai STEP Electric Co., Ltd. „Wesentlich ist die Steuerungstechnik, die hinter einem Robotereinsatz steht. Wir haben beispielsweise eine Fertigungsline in der Automobilindustrie mit 140 unserer Industrieroboter bestückt, die in einer Minute gleichzeitig an einem Fahrzeug arbeiten. Da ist nicht der einzelne Roboter wichtig, sondern die Steuerung, die nur von Menschen gemacht werden kann. Ein Roboter kann im Endeffekt den Menschen nicht voll ersetzen, sondern nur menschlich vorgegebene Arbeitsschritte übernehmen“, schätzt Zhang. Und genau in diesem Bereich sind deutsche Produkte und deutsches Wissen sehr gefragt in China.

Der Maschinen- und Anlagenbau steht nicht nur in China vor neuen Herausforderungen, sondern in ganz Europa und insbesondere in Deutschland. Robotik, Firma 4.0, 3-D-Fertigung, Netzwerkorientierte Logistik und Beschaffung, E-Mobilität, Alternative Energie- und Wasserversorgung, hochmoderne Entsorgung – das sind auch im Deutschland der heutigen Zeit Technologiefelder, die eine strategische Wichtigkeit haben.

Nun, liebe Freunde der Zunft. Da ich ja seit Jahren nicht so darf, wie ich es als Wirtschaftsförderer gerne möchte, habe ich euch diese kleine Betrachtung angeboten. Wie ich aus dem politisch-administrativen Umfeld vernehme, streitet man sich immer noch, wer denn jetzt als erstes mit der Holding versucht zu kontakten. Ich selbst hätte schon lange ernsthaft versucht, einen engeren Kontakt herzustellen, doch mir sind die Hände wieder einmal gebunden worden. Das tut mir geradezu körperlich weh, denn ich bin mit ganzem Herzen Wirtschaftsförderer, doch es gibt hier im direkten Umfeld eben welche, die denken, Sie könnten das alles viel besser. Die Botschaft hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Statt auf Messen und durch direkte Ansprachen die chinesischen Einkäufer zu akquirieren, wird sich hier immer noch geeinigt, ob es sinnvoll ist und wer es denn machen soll, statt einfach auf die Menschen zuzugehen!

Wohl denn, vielleicht ändert sich ja bald etwas, wenn die Bevölkerung in einer Direktwahl den neuen Landrat wählt. Ich persönlich wünsche es mir so sehr, glaubt mir.

Seid gesegnet!

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Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis

13.11.2015 und released am 23.12.2015 ganz früh am Morgen

Wie gehabt, meine werten LerserInnen, werde ich schlaglichtartig das aktuelle gesellschaftliche Geschehen im Landkreis Helmstedt betrachten. Dabei fokussiere ich auf spezielle Themen, ohne mir anzumaßen, dass ich hier die richtige Sicht der Dinge darstelle. Es ist eher ein informeller Habitus, der euch dazu animieren könnte, selbst nachzufragen. Insofern seht mir einige Seitenhiebe nach, die immer wieder durch die Zeilen dringen.

Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis….

Dieses Motto ist scheinbar zum Leitthema der Verwaltungsspitze des Landkreises Helmstedt geworden. In den vergangenen Monaten wurden mehr Arbeitskreise initiiert als in den vorangegangenen Jahren zusammen. Es scheint demnach ein Steckenpferd des ersten Kreisrats des Landkreises Helmstedt zu sein, Arbeitskreise ins Leben zu rufen oder zu reanimieren. Nun mag man der Meinung sein, dass ein erster Kreisrat anderes zu tun habe, als Arbeitskreise zu gründen, vielleicht weil einfach sehr viel dringendere Themen anstehen. Weit gefehlt. Es scheint ihm nichts lieber als regionale Gesprächsrunden, regionale Projektzirkel und eben diese ominösen Arbeitskreise zu bedienen. Da ist wohl ein Steckenpferd dieses Herrn. Steckenpferde sind, soweit ich mich recht erinnere, die Teile aus einem langen Stab mit einem Pferdekopf dran, die früher, als es noch keine Handies und Computer gab, von Kindern gerne zum Spielen von Reiterspielen verwendet wurden.

Warum eigentlich?! Also warum jetzt Arbeitskreise? Sie wollten jetzt nicht fragen, warum er Steckenpferde mag, oder?! Ok, kurzer Exkurs…Ponies sind ja für seinesgleichen ganz ok, auch andere Minipferde, aber echte Pferde…? Na ja, es gibt ja noch die vielen Steigbügelhalter und solche, die sich hingebungsvoll in den Modder knien, um die versagte Höhe auszugleichen. Einer heisst Pitter, ein anderer Ken. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Zurück zu den Reiterspielen…

Wie schon der Leitsatz dieses kleinen Beitrags besagt, könnte einer der Beweggründe sein, dass er einfach nicht mehr weiter weiß und folglich gründet er einen Arbeitskreis. Arbeitskreise gibt es bekanntlich wie Sand am Meer und sie kennzeichnen sich meist dadurch, dass sich bei einem erhöhten organisatorischen, finanziellen und zeitlichen Aufwand sog. SpezialistInnen mehr oder minder regelmässig zusammenfinden, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder, sollte sich der Arbeitskreis bereits in einer adulten Phase befinden, im Gespräch zu bleiben. Alles ganz nett und gut, doch bei Arbeitskreisen, die hier vor Ort gegründet werden, um z. B. zu einem Thema zu tagen, wo die, die sich zusammenfinden, überhaupt nichts beitragen können (wie z. B. der Abschaltung des Kraftwerks Buschhaus), da gelangt man doch schnell an die Grenze der Nachvollziehbarkeit, oder nicht?

Wenn sich also ein längst der zeitlichen und inhaltlichen Erosion anheim gefallener Arbeitskreis neu zusammenfindet, dann darf gefragt werden, warum soll das denn geschehen? Nehmen wir gleich das bereits angeführte Beispiel des Braunkohletagebaus und ganz aktuell die Schliessung des Kraftwerks Buschhaus, die wiederum auch das Ende  des Braunkohletagebaus im Revier Helmstedt bedeutet.
Einst – also vor einigen Jahren – gab es zwei solcher Arbeitskreise. Einmal das sog. Revierfrühstück, zu dem sich die Führungskräfte aus den kommunalen Verwaltungen mit der Führungsmannschaft der ehemaligen BKB und später der E:ON regelmässig vor Ort trafen. Dann gab es noch ein weiteres Treffen, das sich konkreteren Inhalten widmete, wie z. der Tagebaufolgenutzung u.ä..
Wenn Sie sich aus der heutigen Sicht bitte fragen wollen, was haben diese Arbeitskreise denn konkret gebracht, dann gehen Sie einmal tief in sich und reflektieren, ob es irgendwelche Erinnerungen in ihnen hervorruft, die mit diesen Arbeitskreisen etwas zu tun haben könnten?!
Ist die Antwort „da fällt mich nichts zu ein“, dann sind sie ganz sicher nicht alleine damit. Denn erstens fällt einem dazu so und so nichts mehr ein und zweitens sind sowohl das Revierfrühstück wie auch das Abendessentreffen nur hinsichtlich der Einnahme von Nahrungsmitteln mit einem gewissen Arbeitsaufwand für die TeilnehmerInnen verbunden gewesen. Insgesamt gesehen dienten sie beide dem diplomatischen Austausch des Konzerns mit seiner direkten Umgebung und waren dazu angetan, die kommunalen und regionalen Führungskräfte einzulullen, um den Konzernumbau möglichst ruhig über die Bühne zu bekommen. Das Ergebnis können Sie heute sehen: der Letzte macht dann 2016 resp. 2020 das Licht aus – ob nun mit einem gepflegten Menü für die VIP oder eben nur einfach Pommes Ketschup Majo. Licht aus ist Licht aus.
Und – Sorry, wenn ich jetzt diese blasphemische Frage stelle – seit wann wissen die regionalen politischen Akteure von der Endlichkeit des Kohleabbaus und dessen Folgen?! Was denken Sie? Erst seit Gestern?! Seit Vorgestern?! Nein, seit Anbeginn an und spätestens seit den 80-ern des vergangenen Jahrhunderts, als einschlägige planerische Texte veröffentlicht wurden, die ganz klar darauf hinwiesen, dass sich die regionale Politik unbedingt frühzeitig einem Braunkohletagebaufolge-Szenario widmen müsse… Noch Fragen?!

Und nun kommen wir kurz noch einmal zur Sinnhaftigkeit des reanimierten Arbeitskreises zu diesem Themenbereich Bergbau. Ich denke, dass es bei der Reanimation dieses Arbeitskreises um Aktionismus und die Verlagerung der Verantwortung geht, um nichts anderes. Aktionismus, um sich als „der Macher“ zu präsentieren und Verlagerung der Verantwortung, weil man zu der Tagebaufolgesituation ausser einem schnöden und zudem nicht bebadungsfähigen See und ein paar kleinen Wegen um das Gewässer herum so und so nichts auf dem Hut hat. So einfach ist das!
Es geht also sicher nicht darum, mit neuen Impulsen und Zielsetzungen in einen Arbeitskreis zu gehen, um neue Arbeitsplätze und Beschäftigungsalternativen zu generieren! Zudem lassen sich solche Beschäftigungsimpulse auch nur generieren, wenn man widerständig und kampferprobt ist, denn es gibt neben der Trägheit der politischen Akteure vor Ort auch einige planerische Herausforderungen zu überwinden, die nicht ohne sind. Und man braucht dazu etwas, was in diesem Landkreis kaum vorhanden ist, Mut!
Und siehe da, schon vermeldet die regionale Zeitung, dass man seitens dieses Arbeitskreises nun den Bund auffordern wolle, er solle gefälligst etwas tun und bitte schön Ausgleichszahlungen ins Revier pumpen, also Steuermittel. Das hat einen gewissen Charme, dieser Vorschlag. Schliesslich wurde und wird die Verstromung von Kohle mit Milliarden an Steuermitteln subventioniert und da darf doch ruhig auch einmal so ein Brosamen für die Revierkommunen abfallen, oder nicht?! Doch das Muster des Abweisens und auf die Anderen Zeigens nützt herzlich wenig, zudem man sich dann als Bittsteller und Herummoserer generiert und nicht als Forderer, der konkrete Ziele beim Umbau des Reviers vorlegt und diese umsetzen will.

Wer hat denn in diesem Landkreis Helmstedt wirklich herausgearbeitete Ziele, die der Bevölkerung etwas nützen? Gibt es z. B. eine bessere Schulaustattung (Labore, Experimentierflächen, Kreativausstattungen), gibt es ein besseres Wegesystem, eine intelligentere Abfallbehandlung, ein günstigeres und besser getaktetes ÖPNV-System?! Ich sehe es nicht. Vielleicht Sie?!

Der Umgang mit der Tagebaufolgenutzung oder sagen wir besser, die Ignoranz der verantwortlichen regionalen Politik im Landkreis Helmstedt mit diesem Thema, zeigt auf eklatante Weise, wie wenig Willen und Mut vorhanden ist, um eine Chance nutzbar für Viele zu machen. Dieses ständige Wegsehen, Delegieren auf Andere sowie die aktive Unterdrückung Andersdenkender kennzeichnen immer und immer wieder solche Verlierersituationen, sei es die im Landkreis Helmstedt oder an anderen Orten mit ähnlicher Problemkonstalltion.

Da ich schon dabei bin. Es wurde ja unlängst im Kreistag des Landkreises Helmstedt der Beschluss gefasst, an der sog. Gesundheitsregion zusammen mit der Allianz für die Region GmbH und dem Landkreis Wolfenbüttel teilzunehmen. Hier verhält es sich ähnlich, wobei dieser Arbeitskreis sich dadurch auszeichnet, dass er zudem noch immense Steuermittel verschlingt, da es sich dabei um ein vom Land Niedersachsen gefördertes Netzwerkprojekt handelt. Rechnen Sie getrost einmal mit mehreren hunderttausend EURO. Drunter macht es die Allianz für die Region GmbH so und so nicht und wenn dann Arbeitsplätze entstehen, dann nur in dieser GmbH selbst und sonst nirgends. Natürlich wäre das Geld viel besser vor Ort aufgehoben, doch daran denkt dieser exaltierte und snobbistische Club der Besserwissenden so und so nicht und es kritisiert ja auch niemand. Denn auch dabei gilt, wir sind doch voller Aktionismus und wenn wir ein paar bunte Papiere präsentieren können, dann ist das doch Ergebnis genug, oder nicht?! Dass diese Mache hervorragend funktioniert, erkennt man ja allenthalben und sie passt auch ganz hervorragend in das o.a. Muster des Delegierens, Meckerns und Motzens.

Nun, mir fällt gerade z. B. das wundervolle Projekt des Arztbusses für die Dörfer ein. Was gab es da nicht für eine Aufmerksamkeitswelle in den regionalen Medien!?! Oh ja, es wurde allenthalben über dieses SUPER-Projekt berichtet. Und was ist daraus geworden? Es wurde Ende 2014 dann eingestellt und der Praxisbus abgestellt. Hatte sich also ´was mit ärztlich mobiler Versorgung auf den Dörfern der Region.
Man hatte schlicht vergessen, die Bedarfe vorher zu analysieren und so kam es, dass sich die vielen kleinen Möchtegerngrössen der Region selbst feierten ob ihrer ach so tollen Idee, in den kleinen Dörfern zu bestimmten Zeiten einen mobile Arztpraxis anzubieten. Leider interessierte sich die Bevölkerung dafür gar nicht und das Projekt war sowohl organisatorisch wie auch finanziell ein Megaflopp! Nun mögen Sie denken, warum schauen die sich nicht vorher so etwas an und machen dann erst konkrete Realisierungsschritte? Das kann ich Ihnen leider auch nicht beantworten. Den einzigen Erklärungsansatz sehe ich darin, dass es den handelnden Personen herzlichst gleichgültig ist, ob es sinnführend ist, was sie tun, Hauptsache sie können ihre Grinsebacken einmal mehr in den Zeitungen sehen und einen auf wichtig machen. Denken scheint bei dieser Klientel nicht angesagt zu sein und da es sich so und so um Steuermittel handelt, ist es diesen Haltlosen auch schnuppe, ob dabei ein Nutzen entsteht oder nicht. Es gilt der schnöde Aktionismus mehr als eine sinnvolle und vernünftige Vorgehensweise. Leider. Leider, weil damit unnötig Steuermittel verbrannt werden und die Projekte anscheinend auch nur dafür da sind, damit sich irgendwelche Heiopeis öffentlich als die Superhelden darstellen können.

Und was ist mit dem Fahrzeug? Das steht herum und wird nicht genutzt! Und da platzt mir dann persönlich die Hutschnur, denn wir haben zur Zeit wahrlich genügend Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der stattfindenden Flüchtlingsströme, sei es auf den griechischen Inseln, entlang der Fluchtrouten oder an den Brennpunkten, also dort, wo sich die Flüchtlinge stauen oder eben kaserniert werden. Aber auch hier Fehlanzeige! Da lässt man ein zehntausende Euro teures Fahrzeug einfach irgendwo herumstehen, statt es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt in den Brennpunkten dieser Welt zum Einsatz zu bringen!
Das ist in meinen Augen eine geradezu perverser Charakterzug vieler dieser Arbeitskreise, Gesundheitsregionen und Allianz für die Region -Projekte. Es werden nur Steuermittel verbrannt und den Menschen wird ob der fehlenden Erdung all der Handelnden zu den Realitäten des Alltags (Verarmung der eigenen Bevölkerung, Abschneiden der gesellschaftlichen Teilhabe durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Flüchtlingsproblematik u.e.m.) noch der Hintern abgewischt und sie feiern sich selbst. Sodumm und Camorra – oder so ähnlich….

Wie dem auch sei, seid gesegnet!

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Kraftwerk Buschhaus – Landkreis Helmstedt – Revier Helmstedt – und der Letzte macht das Licht aus

November 2016

Aus aktuellem Anlass. Das hier zu Lesende ist Vergangenheit. Seit September 2016 hat ein neuer Kapitän das Ruder und Schiff übernommen. Nun beginnt eine neue Ära. Vorüber ist die Zeit des Widerstands gegen alle Diffamierungen und vorüber ist auch der dazugehörige Kampf. Allerdings darf ich heute, nach über fünf Jahren Widerstand, eines konstatieren. Ich werde immer wieder kämpfen und alles geben, denn die Wahrheit ist ein so kostbares Gut, dass ich helfe, ihr den Weg zu bahnen. Und wer denn meint, man könne mich nun erneut vergiften und aufrichtige Menschen zum Zweifeln zu bringen, der möge meine Texte doch einmal genau lesen und dann reflektieren, was ich dort von mir gegeben habe. Die Wahrheit tut manchmal weh und die, die sich als Schuhlecker oder sogar als Giftmischer kaprizieren, sind oft genau die, die sich deswegen so verhalten, weil sie ihre eigene Inkompetenz erkennen, weil ich sie ihnen klar und deutlich aufzeige. Und all denen, die im täglichen Kampf stehen gegen solche perfiden Angriffstaktiken, wünsche ich von Herzen Kraft. Mögt ihr nicht solche schweren Verletzungen erleiden wie ich sie erlitt. Mögt ihr, falls es trotzdem so ist, bald wieder genesen und niemals aufgeben, gegen solche Widerlichkeiten mit aller Kraft und allem Wissen anzutreten. Meine Entscheidung war für mich richtig. Welche ihr wählt, das ist und bleibt eure jeweilige Freiheit.

Seid gesegnet!

Oktober/November 2015

Sicherlich liest eine überwiegende Zahl der BesucherInnen dieses Blogs die Ausgaben der ansässigen Braunschweiger Zeitung und findet dort zur Zeit Artikel zum Thema Stilllegung des Kraftwerks Buschhaus. Dieses Kraftwerk hat nun Jahrzehnte lang seinen guten Dienst geleistet und wurde zuletzt von der MIBRAG betrieben. Und nun wird es endgültig stillgelegt, weil im Rahmen der Energiewende und der Klimaschutzziele (also Verminderung des CO2-Ausstosses) die alten Braunkohlekraftwerke als CO2-Schleudern gelten. Darüber möchte ich mich hier nicht äußern, denn die Sinnhaftigkeit dieser Vorgehensweise ist allenthalben in den einschlägigen Veröffentlichungen dargelegt worden.

Es gibt allerdings zwei Themen, zu denen ich etwas vertiefend sagen möchte.

Thema 1: EU-Subventionen!

Das ist eines meiner absoluten Lieblingsthemen geworden, da die EU sich hier meiner Meinung nach ambivalent verhält. Ihre Regeln sind im Grunde genommen eindeutig, doch sie macht ständige Ausnahmen zu Gunsten ihrer eigenen neoliberalen Ausrichtung und damit ganz klar zu Gunsten der Industrie, die mit ihrer Lobby mit tausenden von SchosssitzerInnen, PuberzenkraulerInnen sowie blasphemischen DrohgebärdenverteilerInnen bei den ParlamentärInnen der EU tätig ist – und das, wie auch anders, sehr sehr erfolgreich (s. dazu das Thema TTIP, CETA, Grenzwertefeilschereien wie Dieselgate, Glyphosat, Quecksilber u.v.m.). Wenn hier also die Stromgiganten mit Subventionen erfreut werden, weil ein Gesetz sagt, eure Kraftwerke sind nicht mehr gesetzeskonform, dann muss dem die EU zustimmen, denn dadurch könnten deutsche oder ausländische Kraftwerksbetreibergesellschaften mit deutschen Standorten bevorteilt werden gegenüber anderen Standorten in der EU. Das werden sie auch ganz eindeutig, doch Schwamm drüber. Die EU wird schon spuren und es zulassen, dass wir BürgerInnen das Abschalten der längst abgeschriebenen Kraftwerke selbst bezahlen und dann der Bund eben jenen Kraftwerksgesellschaften den Ausstieg mit hunderten Millionen EURO noch vergoldet. Ist doch eigentlich ganz easy, denn aus neoliberaler Sicht sind es schließlich die BürgerInnen selbst, die ihnen die schönen Geschäfte vermasseln. Sollten sie also gefälligst dafür auch bezahlen, indem der Bund dann eine einseitige Subvention der Stromindustrie vornimmt. Ist doch geil, oder?! Und der Strompreis? Ach, was soll´s! Den können wir auch gleich noch erhöhen, weil wir haben ja eine Angebotsknappheit auf dem Strommarkt!? Haben wir?? Nein, haben wir gar nicht, aber die Stromkonzerne zocken eben gerne, weil sie nicht den Dienstleistungsauftrag als solches sehen, sondern den Shareholder-Value, also den Ertrag der AktieninhaberInnen. Und der muss befriedigt werden, denn schließlich hängen auch fette Gratifikationen für die Angestellten daran. Und seien wir doch mal ganz ehrlich! Es ist doch einfach geil, wenn man bei denen arbeitet und für steigende Gewinne dann auch seine Gratifikation kurz vor Weihnachten erhält, oder nicht?! Da freut man sich doch! Und was ist, wenn die Stromkonzerne die bezahlende Bürgerschaft nach Strich und Faden verarschen und die Strompreis künstlich erhöhen obwohl der Einkaufspreis so niedrig ist, dann nennt man das nach neoliberaler Scheisseargumentation – geil! Geil, weil billig einkaufen und teuerst verkaufen. So easy ist das. Und wenn man dann noch Subventionen einheimsen kann, na aber Hallo!?

Thema 2: Bergbaufolgeszenarien im Revier Helmstedt.

In den besagten Artikeln in der Braunschweiger Zeitung – Helmstedter Nachrichten finden Sie Aussagen von amtierenden KreistagspolitikerInnen sowie einem Gewerkschaftssekretär der IGBCE, der hier vor Ort seit Jahrzehnten tätig sind. Was als erstes ins Auge fällt, ist die fast Tränen treibende Delegierung der Problemstellung auf andere, bloß nicht auf die eigene Verantwortlichkeit im Revier Helmstedt. Da sollen andere die Vorteile haben und die Menschen hier vor Ort zahlten die Zeche. Dann solle doch bitte schön das Land die ländliche Entwicklung förderlich begleiten, wieder eine andere denkt, dass alles mit Solaranlagen zuzubauen das Heil sei und einer appelliert an eine Kreativität bei der Rekultivierungsplanung, die nicht vorhanden ist. Kurz und gut, hier vor Ort sind sich alle darin einig, dass andere jetzt an der Reihe seien, um die wegfallenden letzten 500 Arbeitsplätze durch Schließung des Kraftwerksbetriebs zu ersetzen.
Weit gefehlt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie waren alle die letzten Jahrzehnte bereits in der Politik vor Ort oder in gewerkschaftlicher Funktion tätig und Sie haben allesamt die vorhandenen „kreativen“ Alternativen der Revierfolgenutzung belächelt und insgesamt gesehen im wahrsten Sinne „weggenickt“. Natürlich sind Sie damit nicht alleine! Sie haben eine Mehrheit in Ihren Fraktionen, die ebenso wenig getan hat wie Sie selbst! Die Schaffung alternativer Arbeitsplätze hat Sie ebenso wenig interessiert wie jedwede alternative Flächenplanung. Sie haben in der Ihnen anscheinend angeborenen Wegseh-Mentalität und Ihrer vermeintlich durch simple Trägheit induzierten Bergbau-Unterwürfigkeit jedes alternative Szenario bisher zunichte gemacht! Oder bestehen nicht seit mindestens 1992 an bereits Rekultivierungspläne, in die sie keinerlei „alternative“ Optionen eingebaut haben, so dass sich z. B. Ansiedlungsflächen hätten baurechtlich hätten vorbereiten lassen?!Nichts ist geschehen. Und seit spätestens 1994 wissen alle, was ich z. B. dazu veröffentlicht und darauf hingewiesen habe, wie man mit dieser einmaligen Chance der Rekultivierung des Reviers Helmstedt umgehen kann. Ich sage nur „Leuchtturm-Projekt“. Statt also jetzt herumzulamentieren, wäre es an der Zeit, die eigene Unfähigkeit zu akzeptieren und abzutreten! Ja, richtig gelesen! Abzutreten! Sie haben auf eklatanteste Weise die Verantwortung für Ihren Lebensbereich abgelehnt und gerade in Sachen Bergbaufolgenutzung NICHTS, gar NICHTS getan, um Beschäftigungsalternativen durchzusetzen gegenüber dem Bergbauunternehmen. Sie haben zugesehen, als es verschleudert wurde an die E.ON, sie haben zugesehen als MIBRAG die Reste kaufte und immer wieder mit derselben trägen Art jedwede Inspiration und Kreativität vermissen lassen. Statt dessen stürzen Sie sich auf mich, weil ich Ihnen genau das seit Jahrzehnten vorhalte und Sie das nicht mehr hören mögen! Sie verbauen mir und vor allem dem Revier jedwede Chance auf einen Neubeginn! Das ist das Einzige, was Sie zustande bringen! Mich disziplinarisch zu belangen und mundtot zu machen, sich den Argumenten zu verschließen und sogar, was noch viel weitreichendere negative Folgen hat, alle die Förderoptionen, die ich erarbeitet habe, schlicht in den Wind zu schießen! Herzlichen Glückwunsch! Und jetzt lamentieren Sie herum! Das schlägt dem Fass den Boden aus, denn gerade Sie müssten kleinlaut abtreten und oder sich endlich dazu bekennen, dass man gegenüber einem Bergbauunternehmen nicht kuscht und die Klappe hält, sondern klar und deutlich alternative Nutzungsszenarien bauplanungsrechtlich und über die Rekultivierungspläne, Randflächen betreffende Flächennutzungspläne u.ä. schon vor über 20 Jahren hätte beginnen können. Sagen Sie nie, Sie hätten die Alternativen nicht gekannt, denn Sie sind Ihnen sogar persönlich vorgestellt worden in den verschiedensten Projekten (z. B. beim REK, der Erarbeitung eines Radwegekonzeptes, dem OFT, ILEK sowie dem Regionalmanagement), wo sie sogar persönlich involviert waren, nicht wahr, Herr W. aus J.?!
Zum Thema Solaranlagen noch ein abschließendes Wort! Schaffen Solaranlagen vor Ort Arbeitsplätze, die die wegfallenden kompensieren könnten!? Nein! Also, was soll das?! Es ist die einfältigste und drögeste Idee, denn hier geht es nicht darum, eine Energiegewinnungslandschaft durch eine andere zu ersetzen, vor allem dann nicht, wenn damit nicht mindestens dieselbe Anzahl hochwertiger Arbeitsplätze verbunden ist, wie mit dem alten Szenario! Also liebe GRÜNEN, einfach mal Klappe halten und setzen, denn retardierter geht es kaum!
Das Revier Helmstedt hat – ich wiederhole es jetzt hier nicht mehr – einige einzigartige Merkmale aufzuweisen, die es für Freizeitintensivstnutzung, spezielle und alternative Wohnprojekte und als Ausgleichsflächenpool in Zusammenarbeit mit Zoos sowie NABU und ggf. BUND oder WWF durchaus interessant machen könnten. Nur, es nützt nichts, wenn man diese Ideen nicht mit Geld unterlegt, um die Entwicklung voranzutreiben, und sich statt dessen mit seinem dickbräsigen Hintern in den zugepfurzten Sessel lehnt und die Schuld wie immer bei allen anderen eher sucht als bei sich selbst!

Seid gesegnet!

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Das Muster Volkswagen – Konzern – Abgasskandal – Manipulation – Landkreis Helmstedt – Region – Bildung – Gesundheit – Fachkräftebündnis

Die Volkswagen AG in Wolfsburg steht momentan unter Dauerbeschuss wegen eines meines Empfindens nach gar nicht so weltbewegenden Fehlers in der Unternehmensausrichtung und dazugehörigen Qualitätssicherung oder auch nur wegen einer recht dreist durchgeführten Softwaremanipulation in Sachen Messung der Abgase. Natürlich, das steht außer Frage, ist es ein gewaltiger Betrug an den Kunden. Und genau diese sollten auch eine entsprechende Reaktion zeigen, denn es kann ja mal gar nicht angehen, dass Du Dir im Vertrauen auf die Werte, die das Unternehmen zu dem Fahrzeug veröffentlicht, eines erwirbst und dann eben diese Werte so arg daneben liegen, dass Du sogar Gefahr läufst, dass Dein Auto keine Betriebserlaubnis mehr ohne Nachrüstung bekommt.

Was hat das nun mit dem Titel dieses kleines Essays zu tun?

Ich will es euch in den nächsten paar Minuten etwas vertiefend erläutern. Die Projekte Bildungs- und Gesundheitsregion entstammen der Feder der Allianz für die Region GmbH, einer Gesellschaft, in der der industrielle Einfluss insbesondere des einen Fahrzeugbauers inzwischen so maßgeblich geworden ist, dass man ohne mit der Wimper zu zucken von einer Okkupation sprechen darf. So hat die Volkswagen AG in den vergangenen Jahren nach und nach diese Allianz für die Region GmbH, die zuvor unter Projekt Region Braunschweig GmbH firmierte, okkupiert und für die einseitigen Zielsetzungen der Volkswagen AG verwendet und manipuliert. Woran man das merkt?! Ganz einfach. Schauen Sie sich einfach die Besetzung der Schlüsselpositionen genauer an und sie werden schnell zu demselben Schluss kommen. Es sind alles „VW-Leute“!. Und warum sind dort überall Volkswagen-Angestellte zu finden?! Ganz einfach, weil die Volkswagen-AG bis vor knapp einer Woche (also vor dem inzwischen sich zum größten Industrieskandal der deutschen Geschichte ausweitenden Malheur)sehr daran gelegen war, neben dem Automobilbau, die diesem zuarbeitenden gesellschaftlichen Themenfelder zu belegen bzw. die Region so zu manipulieren, dass alle juchzend und frohlockend darin einstimmen, um die Ziele dieses Industriemolochs und seiner höchst bezahlten SklavenarbeiterInnen mit aller Macht durchzusetzen. Harte Worte – ja, doch die sind auch notwendig. Denn es geht gar nicht um eine Bildungsregion, sondern letzten Endes darum, neue SklavenarbeiterInnen zu finden für den Konzern. Es geht gar nicht um Gesundheit, sondern darum, den Krankenstand beim Industrieunternehmen zu senken. Es geht auch nicht um Fachkräftebündnisse für KMU, sondern darum, dass der Autobauer zuverlässige Zulieferstrukturen hat. Es ist deswegen so drastisch von mir dargestellt worden, weil die Allianz für die Region GmbH keine Volkswagen-GmbH ist, sondern von sämtlichen kreisfreien Städten und Landkreisen im alten Regierungsbezirk Braunschweig finanziell nachhaltigst unterstützt wird. Und gerade diese haben und hatten immer den Anspruch, dass Arbeitsplätze, Infrastrukturen und ähnlich konkret anfassbare Erfolge gerade für die kommunalen Gesellschafter generiert werden. Und genau das ist nicht der Fall!
Nun, alle, die dort arbeiten und sich ach so solidarisch zeigen, werden bei diesen Sätzen erzürnt wegklicken. Tut es, Freunde und seid gesegnet! Mir geht es darum, dass diese Region eine einzige Monostruktur darstellt und die Gefahrenmomente sind gigantisch für das sozioökonomische Leben der gesamten Region, wie sich jetzt wieder aufs Deutlichste zeigt.
Nun mag man darüber vortrefflich streiten können, wer so einen Schwachsinn wie eine solche dreiste Softwaremanipulation in diesem Konzern gut geheißen hat.Und vor allem, wer in diesem Konzern so blöde war und das dreist frech und mit klarer krimineller Energie dann auch noch hat einbauen lassen?!?
Doch ganz so einfach ist diese Geschichte nicht! Wer sich mit unserer bundesdeutschen Gesetzgebung in dieser Hinsicht etwas auskennt, wird schnell feststellen, dass diese Gesetzgebung in Sachen Abgaswertemessungen butterweich ist und geradezu dazu einlädt, um dort an mehreren Stellen zu tricksen. Und bitte jetzt bei diesem Gedankenspiel auch nicht außer Acht lassen, dass dieser Konzern es nicht nur versteht, eine Region zu manipulieren! Ach was, da lacht man im Getriebe dieses Autobauers doch drüber, eine Region wie die unsere, das sind „Peanuts“!
Kennt ihr es nicht, dieses abfällige Grinsen und Lächeln all derer, die sich das VW-Emblem in die Seele gebrannt haben?! Ich sehe und höre es seit gut 25 Jahren und vielleicht höre und sehe ich es auch nur, weil ich nichts mit den Gehirnwäscheabteilungen des Volkswagen-Konzerns zu tun habe, wohl aber mit seinen ganzen sublimen bis offen aggressiven SpeichelleckerInnen außerhalb und im direkten Umfeld.
Dieser VW-Konzern manipuliert europaweit, ja weltweit, die Gesetzgebungsabläufe zu seinen Gunsten. Und dabei werden unheilige Allianzen mit anderen Konzernen eingegangen, die dasselbe Ziel verfolgen: möglichst große Gewinne bei möglichst kleinstem Einsatz  zu bewerkstelligen. Und so kommt es, dass die deutschen Umweltgesetze in dieser Hinsicht geradezu lax und oberflächlich sind. Klar, sie wurden ja auch von der Konzernmafia in erheblichem Maße so geschrieben, dass sie insbesondere der Industrie nicht wehtun können. Und so überrascht es mich schon ein wenig, dass jetzt im Konzern die Köpfe rollen und sich die bundesdeutsche Gesetzgebung und die dafür verantwortlichen PolitikerInnen nur darauf beschränken, jene immer wieder gern gelesene Floskel der „umfassenden Aufklärung“ zu verwenden. Hat nicht gerade die Gesetzgebung in erheblichem Maße dazu beigetragen, dass so ein Vorgang überhaupt möglich geworden ist?! Ich sehe das so! Ja, die bundesdeutsche Gesetzgebung und auch die europäischen einschlägigen Gesetze zu Umweltwerten und der Messung eben dieser sind meiner Meinung nach industrieaffin! Und warum das so ist, das dürfen Sie sich, werte LeserInnenschaft, nun selbst einmal ableiten und ob Sie es gut finden, das auch!

Und nun, nur wegen des allheiligen Shareholder-Values, eben die zu entlassen (wohlgemerkt mit satten Abfindungen), die das falsch gemacht haben, das ist meiner Ansicht nach dumm. Denn wer wüsste besser, was wie zu ersetzen ist, als die, die es bewerkstelligt haben. Und wenn jemand einen solchen Fehler macht, nun, dann sollte er ihn erst geraderücken. Danach kann man dann über Positionswechsel sprechen. Das ist auf jeden Fall deutlichst kostengünstiger, als jetzt das Personalkarusell zu drehen, damit man im feist-fröhlichen Aktionismus die eigentlichen Ursachen im Konzern und seiner staatlichen Umgebung als „gesäubert“ proklamieren kann. Mir will doch niemand im ernst erzählen, dass dieser eklatante technische Vertrauensbruch nicht schon seit Jahren in allen damit befassten Ebenen klar war. Doch dürfte man ihn vermeintlich nicht artikulieren, da man ansonsten ein Bedenkenträger und Nestbeschmutzer gewesen wäre. Und in solchen Systemen, die sich erfolgreich im Sinne der Gewinnmaximierung einen in die Tasche lügen, wird die Wahrheit genauso getreten und misshandelt wie in allen anderen, auch staatlichen und politisch beeinflussten, Gesellschaftssystemen.
DAS, meine Freunde ist neoliberaler Kapitalismus in seiner widerlichsten und reinsten Form. Er kennt keine Rücksicht auf Nichts! Hauptsache der Gewinn wird gesteigert! Das ist der eigentliche Grund und jetzt versuchen alle Kapitalismus- und Neoliberalismus-Gläubigen schnell das sogenannte Kundenvertrauen wiederzugewinnen, indem sie Köpfe rollen lassen. Daran zeigt sich umso mehr, wie widerlich dieses Systeme sind! Und wer dort unwidersprochen teilnimmt, darf auch nicht jammern und bangen um seinen eigenen Kopf, denn solche Systeme kennen keine Gnade! Das ist fast wie im Königreich Saudi-Arabien…aber nur fast.

Jetzt aber zu den Vorhaben meines Heimatlandkreises in Sachen Bildungsregion und Gesundheitsregion, Fachkräftebündnisse, Mobilitätsregion und und und.
Ich habe oben bereits angeführt, dass diese Projekttitel samt und sonders aus der Feder der Volkswagen AG und ihrer Andienerschaft stammen. Und so kann es passieren, dass wenn jetzt etwas Unerwartetes dazwischen kommt – sind die menschliche Neugierde und der sogenannte Zufall nicht wundervolle wunderbare Elemente unseres Daseins!?! – das sublim, subalterne Gefüge der Dienerschaft und vorgegebenen kapitalistischen Rücksichtslosigkeit das gar nicht so schnell umsetzen können, wenn sich plötzlich die Ausrichtungen ändern und einfach so weitermachen wie gehabt!

Und so kommt es, dass jetzt auch der Landkreis Helmstedt – natürlich auch bedingt dadurch, dass die Landesebene so und so alles tut, um die kommunale Selbstverwaltung zu zerstören, indem sie im freiwilligen Handlungsbereich voll auf die „regionalen Heilsbringerschaften“ setzt und damit die Kommunen fördertechnisch im Regen stehen lässt – seine „regionale Einbindung“ mit der Teilnahme an dieser schon obskure Züge zeigenden Regionalmanie propagiert.

Nicht, dass solche akademischen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nicht auch ihren Sinn haben?! Ganz und gar nicht! Sie sind als analytische, quantifizierende Diagnostik unabdingbar, doch hat die gesamte Region im Bereich der Standortentwicklung nicht Wichtigeres zu tun, als solche artifiziellen Regionsprojekte auf den Weg zu bringen?! Anscheinend nicht, denn sonst würde ja nicht der sich selbst widersprechende Kreisrat es nun öffentlich überall propagieren, dass die Bildungsregion,  die Gesundheitsregion und das Fachkräftebündnis und die Bündnisse mit egal wem, Hauptsache man steht in der Zeitung, das Non plus ultra darstellen in Sachen Standortentwicklung.
Widersprechend habe ich gesagt. Ja, stimmt! Er widerspricht sich selbst in einem damit verbundenen Kontext und zwar beim Thema Fusion! Es ist noch gar nicht lange her, da hat derselbe Mensch keine Gelegenheit ausgelassen und gesagt, dass Fusionsverhandlungen (vor allem der mit der Stadt Wolfsburg!) eine Neuwahl eines vom Volk direkt gewählten Landrats oder einer Landrätin nicht zulässig erscheinen lassen.
Und jetzt ist er plötzlich, wie von Gottes gnädiger Hand, völlig anderer Meinung, zumindest was das Scheitern der Fusionsverhandlungen angeht. Er hat das Fähnlein in den Wind geschwenkt und tut nun so, als hätte er nicht gerade ein paar Monate zuvor noch als DER Verfechter einer Fusion mit der Stadt Wolfsburg dagestanden. Nun soll das alles Schnee von gestern sein und über die rechtlichen Folgen, dass dann unmittelbar eine Neuwahl stattzufinden hat, schweigt der Meister der obskuren Volksmanipulation lieber.

Klar, denn das würde ja auch bedeuten, dass er zurück ins Glied muss, denn es sieht zur Zeit so aus, als hätte das bestehende Kreistagsbündnis von SPD/Bündnis 90-Die Grünen weniger Chancen, einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin beim Volk durchzusetzen. Insofern sind all die jetzigen Bemühungen natürlich durch die Zielsetzungen in der persönlichen Karriereplanung getrieben, was ja im Grunde auch nichts verwerfliches darstellt.
Nun darf man aber durchaus kritisch sein, wenn es um Projekte der Allianz für die Region GmbH geht, denn diese haben in den vergangenen Jahren wenig bis gar keine Auswirkungen für die kommunalen Gesellschafter gehabt, wenn man einmal absieht von wohl vorbereiteten Informationsveranstaltungen mit Häppchen und schönen bunten Präsentationen. Natürlich werden alle kommunalen Gesellschafter resp. deren Vertretungen meistens das Gegenteil behaupten und ihre wundervolle Zusammenarbeit mit der Allianz für die Region GmbH als besonders positiv hervorheben. Logisch, oder?!? Es geht ja schließlich und letztendlich um den großen Autobauer und da sagt man doch nie etwas kritisches. Da lässt man lieber die Karre richtig in den Dreck fahren, um hernach dann unschuldig dreinblickend zu verkünden, das haben wir doch niemals geahnt! Und vor allem bedrängt man eben die, die es wagen unabhängig und frei von industriellen Vorbelastungen, kritische Anmerkungen zu machen.
Diese unheilige Allianz für die Region ist eine vom Land protegierter Fördermittelabsauger zu Lasten der kommunalen Gesellschafter, nicht mehr, nicht weniger! Auf den Arbeitsmärkten im Umfeld hat die Allianz für die Region GmbH überhaupt keine Effekte. Insofern gilt meine ganz besondere Kritik sowohl dem Aufsichtsrat wie auch der Geschäftsführung, die in den vergangenen Jahren stets VW-affin blieb und nur solche Projekte zur Förderung anmeldete, die direkt oder indirekt dem Autobauer Nutzen versprachen. Und das Land Niedersachsen hofiert und unterstützt das noch bei gleichzeitiger Austrocknung der Kommunen, was den Finanzausgleich angeht. Ja, dieses Land Niedersachsen trocknet seine Kommunen willentlich aus, indem es die Konnexität einfach fallen lässt. 99% der Aufgaben der Kommunen bestehen darin, Landes- und Bundesgesetze auszuführen und alle die dort entstehenden Kosten müssen laut Konnexitätsgesetz von eben dem Land und dem Bund auch vollständig ausgeglichen werden. Das Land bricht also vorsätzlich eigene Gesetze zu Gunsten des eigenen Haushalts. Es greift willentlich und diktatorisch die Bundesgelder ab, um sie dann erheblich vermindert an die Kommunen für die bei der Ausführung der Gesetze entstandenen Kosten durchzureichen.
Und hier schließen sich die Teufelskreisläufe resp. verstärken sich gegenseitig. Wenn Bund und Land so vorgehen, dann tun sie nichts anderes als der Volkswagen-Konzern. Sie manipulieren Geldströme so, dass sie wie Schmarotzer der schaffenden und werkenden Bevölkerung das von ihr geschaffene Wertpotenzial zu immer größer werdenden Anteilen schlicht wegnehmen und es für ganz eigene Zielsetzungen, die völlig losgelöst sind von der werte schaffenden Bevölkerung, einsetzen. Das nennt man schlicht Betrug!
Ich will hier erst einmal enden, denn sonst werden meine mir gewogenen Denunzianten sicher noch staatsfeindliche Äußerungen hier interpretieren und mich wieder mit Disziplinarmaßnahmen und Aufgabenentzügen behelligen. Ich bin es zwar schon gewohnt seit fast fünf Jahren, doch ich will hier auch niemanden überzeugen. ich stelle lediglich meine eigene Sichtweise dar und stelle sie durch diesen kleinen Blog in einen gesellschaftlichen Kontext. Denkt einfach selbst nach und redet miteinander ohne die aufgesetzte, verlogene Fratze der Selbstsucht. Vielleicht entdeckt ihr auch, dass ich hier Muster beschreibe, die uns allen schaden.

Seid gesegnet!

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