RIK Landkreis Helmstedt – Regionales Investitionskonzept

Werte Leserschaft!
Auch für die Lektüre dieses Dokuments ist Geduld und Durchhaltevermögen notwendig. Die Dinge sind nun einmal komplizierter und es reicht eben nicht, einfach nur mal eben ein paar Sätze zu lesen, sich dann in seeliger Gruppendynamik abzustimmen unter Leuten, die auch nur ein paar Sätze gelesen und verstanden haben, um sich dann darin zu gefallen, proklamatorisch und simpelst ausgestattet, hochkomplexe Vorgänge zu bewerten und demokratisch zu legitimieren. Doch was sage ich, das ist ganz normale Härte in unserem politischen System. Das ist leider so und es erzeugt viel Missmut und vor allem Ärger, denn die Bevölkerung ist eben nicht so hohl wie einige Politnasen sie gerne sähen und vor allem tagtäglich behandeln! Die Zeiten haben sich längst geändert. Und es muss Vieles, wenn nicht Alles alsbald auch grundlegend geändert werden. Ich trage mit meinen Beiträgen dazu bei, indem ich hier in meinem Heimatlandkreis Helmstedt die freie Meinungsäusserung zelebriere. Und dass die nicht immer angenehm ist für einige Betroffene oder sich betroffen Fühlende, das steht ausser Frage. Doch ich bin eines ganz sicher nicht: ein Opportunist! Und ich nutze die verfassungsgemäßen Freiheiten, ob es nun einigen gefällt oder nicht!
Also, bevor einige von euch jetzt in vorauseilendem Gehorsam zum Telefon greifen oder eine Whats App senden an Lorbeerheischende oder andere Opportunisten, lest einfach erst einmal. Und bitte berücksichtigt, dass dieses Dokument, wie viele andere von mir  auch, ein dynamisches Dokument ist. Das heisst, es ändert sich von Tag zu Tag, wird ergänzt, redigiert, korrigiert, teils eliminiert. So ist das in der heutigen Zeit. Selbst Schriftstücke sind einer steten Wandlung unterzogen. Sie leben, möchte man fast meinen ;-) Sie sind so lebendig wie der Verfasser und die ihn umgebende Gesellschaft.

Also, Leute! Nicht nach dem Prinzip „Er hat den Namen des Herrn genannt! Steinigen wir ihn!“ (Filmszene aus „Das Leben des Brian, Monty Pytons)

Jehooova, Jehoova, Jehooova…..

Bevor mich der amtierende Landrat und seine heimliche GroKo von allen aktuellen Wirtschaftsförderungsprojekten offiziell ab Dezember 2017 entbunden haben, was ich persönlich sehr schade finde, wurde das momentan diskutierte Regionale Investitionskonzept noch von mir inhaltlich vorbereitet und dann redigiert. Ich tat wie mir geheissen und habe Satz für Satz durchgearbeitet. Und da waren viele Fehlleistungen im zugelieferten ersten Etwurf, was aber bedingt durch die Auftragsvergabe an ein Beratungsunternehmen eigentlich ganz normale Härte war, beschäftigte dieses sich ja hauptsächlich nicht mit industriellen Entwicklungskonzepten sondern eher mit Land-Forstwirtschaft sowie Tourismus und Natur. Somit entstammt die letzte und jetzt beschlossene Fassung in weiten Teilen aus meiner Feder, auch wenn ich sie dem Landrat sozusagen in die Feder diktierte. Danach wurden anscheinend seitens des Bundeswirtschaftsministeriums noch einige Änderungen vorgenommen, an denen ich nicht mehr beteiligt wurde. Schade, denn ich mache meinen Job nach wie vor gerne und betrachte sowohl das HRM wie auch das RIK als eine gewaltige Chance, einen echten Strukturwandel im Landkreis Helmstedt zu bewerkstelligen. Es sind die I-Tüpfelchen meiner inhaltlichen Arbeit seit 1992 für meinen Heimatlandkreis, denn auch die beiden erfolgreichen Förderanträge (HRM und RIK) entstammen meiner seit Jahrzehnten stets fortgeführten Entwicklungsarbeit für den Landkreis Helmstedt. Ich hätte sie gerne selbst geführt. Gut, dem ist nicht so und ich wünsche den Verantwortlichen, dass sie diese Chance nutzen können und mit Leben erfüllen und damit hunderte neuer und hochwertiger Arbeitsplätze im Landkreis Helmstedt schaffen. Und vielleicht können sie auch endlich die Nachnutzung der offenzulassenden Bergbaufelder in eine sinntragende und arbeitsplatzschaffende Initiative entwickeln. Die konzeptionellen Grundlagen sind allenthalben dafür sehr gut geeignet.

In der aktuellen Vorlage zum Kreistag in der vergangenen Woche wird nun in kondensierter Form die Öffentlichkeit mit dem Thema betraut. In der Zwischenzeit hatten schon einige Ausschüsse, wie z. B. der Wirtschaftsausschuss, der Strategieausschusss und der Betriebsausschuss getagt. Man schaue sich nur das Datum der beschlossenen Fassung des RIK an. Es datiert auf den 7.12.2017.  Ich hatte schon alleine weil man mir nach und nach diese Projekte der Wirtschaftsförderung entzogen hat, u.a. die des RIK, keine Möglichkeit eine geordnete politische Beteiligung zu initiieren. Dabei war mein Vorschlag, die Entwurfsfassung allen Kreistagsabgeordneten zur Debatte zukommen zu lassen, leider nicht willkommen. Inzwischen schaue ich denn auch mit einem lächelnden Auge zu, denn ich kenne den eigentlichen Inhaltsgeber und dann Korrekturleser sehr genau. Und das weinende Auge sieht zu, wie dieses weittragende Dokument, das Grundlage eines Vertrags zwischen dem Bund und dem Landkreis Helmstedt ist, m. E. politisch und damit öffentlichkeitswirksam anscheinend inhaltlich gar nicht nachvollzogen und inhaltlich in seiner Tragweite bewertet wird. So zumindest interpretiere ich die mir zugänglichen Informationen aus der Presse und einem hoch interessanten Blog eines Kreistagsabgeordneten.

Damit die werte Leserschaft selbst bewerten kann, worum es genau geht, stelle ich hier das öffentlich zugängliche Dokument des Kreistages vom 7.3.2018 zur Verfügung. Es enthält sowohl die zu entscheidende Kreistagsvorlage, das RIK, die jeder Förderung zugrunde liegende Richtlinie sowie den Vertrag (Verwaltungsvereinbarung) zwischen dem Bund und dem Landkreis Helmstedt zu diesem Vorgang.

Bevor ich mit der Detailbetrachtung beginne, möchte ich noch etwas vorausschicken. Dieses Konzept erscheint zugebenermaßen wegen der knappen Fristen und dem daraus entstandenen Hauruck-Verfahren wie mit der heissen Nadel gestrickt. Zudem hat der beauftragte Berater herzlich wenig Plan von der industriellen Entwicklung und er hat, warum auch immer, niemals mit mir selbst gesprochen. Dazu kam ein von ihm praktizierter technischer Anachronismus, wie ich ihn bisher noch nicht erlebt hatte. Er setzte sich beim amtierenden Landrat damit durch, dass das zur Korrektur zugereichte Dokument nicht mit einem entsprechenden Textbearbeitungsprogramm bearbeitet werden konnte. Und das in der heutigen Zeit! :-) Sorry, wenn ich gerade lächle. Das muss man sich auch erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Somit musste ich aus einem inhaltlich streckenweise satt daneben liegenden Dokument handish versuchen, einen Guss zu formen. Dazu kommt, dass der besagte LR dann alles Stück für Stück mit mir durchging und hier war der zweite faux-pas zu verzeichnen. Er hat ebenso wenig Plan von industrieller Entwicklung und Standort- und Strukturwandel wie der beauftragte Berater, der den ersten Entwurf zureichte. Also versuchte ich in der Kürze der Zeit so gut ich eben konnte, die handschriftlichen Verbesserungen zu erläutern, die dann der besagte LR aufnahm und als eigenes Word-Dokument sozusagen Zeile für Zeile, Satz für Satz benennend dem Berater zukommen ließ. Wie sagte er damals so treffend: ich kann dazu nichts sagen, da ich noch viel zu kurz im Amt bin und kein Erfahrungen habe! Dennoch hat er sich breitschlagen lassen und dem Berater nicht die notwendige technische Vorgehensweise auferlegt, so dass ich das Dokument viel besser hätte inhaltlich geradeziehen können, um es dann der letzten Korrekturlesung durch den LR zuzuführen. In dieser Vorgehensweise liegt einer der grundlegenden technischen Fehlerquellen, die sich dann bei genauerer Betrachtung wunderschön im nun kritisierten Dokument belegen lassen.

Leider ist das so geschehen, doch mich haben fachliche Laien schlicht an die Wand gedrängt. Ich finde das sehr schade, denn natürlich sehe ich nach wie vor in den beiden Projekten des HRM und des RIK sehr wertvolle Impulse, doch ich sage es auch klar und ehrlich, wenn etwas m. E. nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte, denn durch solche Vorgehensweisen werden solche Papiere m. E. in ihrem inhaltlichen und konzeptionellen Wert gemindert und nicht gerade befördert. Und das lege ich im Folgenden genauer dar, damit ein jeder es ggf. selbst nachvollziehen kann. Öffentlichkeit zu schaffen ist eines der Urprinzipien freier Gesellschaften. Wie die amtierenden Mächtigen mit freier Meinungsdarlegung umgehen, das legt mal für mal Zeugnis davon ab, wie diese die freiheitlich-demokratische Grundordnung in unserem Land verinnerlicht haben oder auch nicht.

Schauen wir uns das entsprechende Papier des Regionalen Innovationskonzeptes jetzt einmal genauer an.

Unter Punkt 2 auf S. 8 findet sich der Schwerpunkt Zukunftsfeld „Innovation: Junge Unternehmen – Neue Wege“. Das klingt zunächst wertfrei. Aber bei genauerem Hinsehen wird hier fokussiert auf  Wertstoff- und Abfallverwertung, insbesondere auf denr Aufbau eines Forschungs- und Gründerzentrums im Themenfeld Recycling und Abfallverwertung. Dieses “ leitet inhaltlich sich aus den Bestrebungen ab, dass die vor Ort entwickelten und eingesetzten Technologien und wissenschaftlichen Ansätze im Sinne einer wirtschaftlichen Entwicklung genutzt werden. Das Engagement eines chinesischen Investors vor Ort zeigt, dass diese Technologie an dem Standort wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Parallel gibt es Überlegungen, im Wirtschaftsbereich Wertstoff- und Abfallverwertung weitere Unternehmen anzusiedeln, z.B. die Demontage und die Weiter- und Endverwertung von Batterie- und Akkumulatoren-Technik in der Auto-Region Wolfsburg“. Der Standort Buschhaus soll demnach konvertiert werden in einen Recycling und Abfallverwertungsstandort höchster Güte. Das ist insofern konsequent, als man damit den Absichten des ansässigen Unternehmens entgegenkommt, Klärschlämme zu verbrennen, um diese dann zur Phosphorrückgewinnung weiter zu veräussern. Das ist das Thema Abfall und Recycling. Mit Batterietechnik oder gar „Digitaler Kompetenz“ hat das zunächst wenig zu tun.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, das ansässige Unternehmen bei seinen Klärschlammverbrennungsplänen soweit es geht zu unterstützen, doch es steht auch ausser Frage, dass dieses Unternehmen aus eigenen Kräften – und die sind finanziell und organisatorisch hervorragend ausgebildet – seine Pläne auch ohne externe Hilfe umsetzen können wird. Und in Sachen Batterierecycling hat sich das Unternehmen bis dato noch nicht komittet und es ist bisher auch nichts im Netz zu finden, was darauf hinweist, dass es in dieser Richtung überhaupt seine Fühler ausstreckt. Dazu kommt, dass ein Batterierecycling eher dort anzusiedeln ist, wo neue Batterien hergestellt werden, denn die Recyclingprodukte werden aller Voraussicht nach dann schnell und kostengüntig in den bestehenden Produktionsprozess neuer Batterien implementiert werden können. Zudem besagen die einschlägigen  Gesetze, dass Batterien vom Hersteller zurückzunehmen sind. Folglich werden sie sinnvollerweise auch am Produktionsstandort verortet werden. Da wäre zumindest rein ökonomisch und vom gesetzlichen Rahmen her angesagt, oder nicht?!

Im darauf folgenden Abschnitt auf den S. 9 und 10 wird das Paläon als wissenschaftliches Zentrum genannt. Ein Gedanke, den auch der Berater des HRM gerne aufgegriffen hat. Doch hier wie dort ist die finanzielle Situation leider die, dass diese Institution am Steuermitteltropf hängt. Und dass ausgerechnet zwei völlig verschuldeten kommunale Gebietskörperschaften jeweils 200.000 EURO zumindest dieses und die letzten beiden Jahre zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs beigetragen haben. Ansonsten wäre das Paläon wohl schon längst insolvent. Insofern ist es berechtigt, hier Kritik zu üben, denn sollen die kommunalen Gebietskörperschaften weiterhin bei eigener finanziell prekärer Situation dafür aufkommen?!

In den folgenden Darlegungen diees Papiers wird offensichtlich, dass hier Menschen versuchen etwas zum Ausdruck zu bringen, was sie gar nicht inhaltlich und damit konzeptionell nachvollziehen können. Es ist sozusagen ein Stückwerk. Bitte verzeiht mir, dass ich es erst hier darlegen kann. ich wurde bereits im Dezember von allen wichtigen Aufgabenstellungen, u.a. HRM und RIK abgezogen und konnte so auch nicht dazu beitragen, dieses Papier eingehender zu erläutern und die inhaltlichen Dinge verständlich zu machen. Einer dieser gedanklichen Brüche findet sich auf S. 10 am Ende des vorletzten Absatzes.

Hier wird plötzlich davon gesprochen: „Es ist angedacht,das Instrument einer direkten und zielgerichteten KMU-Förderung in Verbindung mit einem spezifizierten Gründer- und oder einem Werkstattzentrum zu eruieren.“ Mehr nicht! Es war einst einmal deutlich mehr, doch das passte bestimmten Personen wohl nicht ins mentale Muster. Was ist damit genau denn beabsichtigt? Die Richtlinie und auch die Kollegen vom Bundeswirtschaftsministerium legten besonderen Wert darauf, für kleine und mittlere Unternehmen und die Gründerszene etwas zu tun. Und die Idee von mir ist nach wie vor, KMU benötigen Platz, sie benötigen Werkstätten, sie benötigen ein Sekretariat, Steuerberater, teils auch Rechtsanwaltskanzleien, vor allem aber benötigen sie Raum. Einen geschützten und buchbaren, günstigen und damit sicheren Platz, um ihre Vorhaben ins Werk zu setzen. Doch nicht nur KMU brauchen das, sondern auch sehr viele Kreative und Handwerksaffine ( so nenne ich einmal all jene, die keinen oder lediglich einen grundlegenden handwerklichen Abschluss haben) haben einen erkennbaren Bedarf an einem Werkstatt- und ggf. Gründerzentrum. Dort können Sie eingerichtete Werkstätten zu günstigem Preis buchen und ihre Ideen und Vorhaben ins Werk setzen. Werkstätten und Büroraum sind auf dem freien Markt selten und wenn dann erfüllen sie fast nie die gewünschten Voraussetzungen dieser Klientel. Und genau da setzt diese Idee an. Sie richtet ein solches Werkstätten- und Gründungszentrum ein und versieht es mit der notwendigen Infrastruktur, sowohl was die Hard- als auch die Software angeht. Die Software umfasst neben Sekretariats- und Hausmeister-, steuerlichen und anwaltlichen sowie Sicherheitsleistungen auch die Förderdienstleistung. Dadurch erst wird so ein Objekt zu einer Art Brüter! Und genau das, so verstehe ich die Vorgaben des Bundes- und Landeswirtschaftsministeriums, ist das Ziel. Und jetzt können Sie diesen einen Satz vielleicht besser verstehen. Denn genau so war er eingeplant. Als ein eigenes Vorhaben!

Das findet sich im Dokument dann im Folgenden auf S. 11 unter der Überschrift Projektideen. Sie ergänzt das eben Dargestellte und macht es greifbarer. Allerdings ist der Begriff kein Guter. Ein Regio-Büro mit daran angeschlossenen Gründer-Kompetenz-Werkstattzentren klingt sehr holprig und muss deshalb hier noch einmal genauer erläutert werden. Die Fehlleitung liegt in der Beschreibung, dass diese Zentren auf Volkswagen ausgerichtet sein sollen. Sie können, wenn das seitens der Mieter ermöglicht werden kann, sie können aber auch auf ganze andere Kunden ausgerichtet sein. Sie dienen, und das ist wichtig, als ländliche Zentren, die Werkstätten wie auch Büroräume zur Verfügung stellen. Ja warum sollen dort nicht auch Kinderbetreuungseinrichtungen sesshaft werden? Warum soll ein Teil der Büroräume nicht auch ärztlichen Dienstleistungen zugänglich sein? Das Konzept von solchen dörflichen Entwicklungszentren wird in vielen Teilen der Welt (u.a. vielen afrikanischen Staaten, in China, in einigen südamerikanischen Staaten u.v.m.) seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Und wenn wir uns Deutschland ansehen, so gab es das auch hier. Erinnern Sie sich vielleicht an das dörfliche Wasch- und Backhaus?! Dieses Konzept erweitert dieses Dorfzentrum lediglich um die Komponenten Büros und Werkstätten sowie Glasfaseranschlüsse und wird damit der Moderne angepasst.

Der letzte Absatz auf S 11, also die Domäne in Schöningen, steht in diesem Kontext als ein Beispiel für die Umsetzung des eben genannten Beispiels. Und damit bekommt dieser Satz auch erst Sinn. So wie er jetzt im Dokument steht, da fragt man sich doch ernsthaft, was wollen die uns denn jetzt damit sagen?! Hier haben Sie die Erklärung!

Und jetzt wird Ihnen dieser Teil des Dokuments vielleicht auch zugänglicher?! Ich hoffe es sehr.

Kommen wir zum nächsten Abschnitt  auf S. 12 des Dokuments mit der Überschrift Zukunftsfeld „Potenzialraum in Mitteleuropa“

Dieser Absatz ist fast vollständig aus meiner Feder, was man sofort merkt, wenn man ihn sich genauer ansieht. Die Nutzung der offenzulassenen ehemaligen Tagebauflächen für Freizeitintensivnutzung u.ä. ist von mir bereits 1995 vorgestellt worden. Und genauso lange schaut man in der Riege der politisch Verantwortlichen lächelnd auf diesen Vorschlag. Das gilt auch für die Nutzung des Schornsteins als Leuchtturm, der sich in diesem Dokument ebenfalls wiederfindet. Es geht mir wirklich nicht darum, hier ein Lob auf meine Ideen darzulegen. Viel mehr geht es mir darum, dass die politisch Verantwortlichen nicht mutig genug sind, um zu erkennen, dass das eine wahrhaft bemerkenswerte Vorgehensweise wäre, um eine Umnutzung eines Bergbaubetriebs zu beginnen. Viel mehr hört man auf die „Abwinker“, „Beschwichtiger“, „Diskreditierer“ und die vermeintlichen Fachleute. Das Konzept Leuchtturm, Freizeitintensivnutzung, Kunst- und Kulturflächen lässt sich eben nicht umsetzen, indem man diesen „Fachleuten“ Folge leistet, vor allem wenn sie immer nur von sich geben, weshalb etwas nicht geht. Oft genug schon standen Fördermittel zur Verfügung und genauso oft haben sich Verwaltungen und Politik belabern lassen, dass solche Ideen Hirngespinste sind. Lieber kriecht man dem Unternehmen in den Allerwertesten, weil das ja deutlich einfacher ist, als eigene zukunftsgerichtete und vor allem Arbeitsplatz schaffende Maßnahmen einer wirklichen Konversion standfest und verbissen durchzusetzen gegen einen unternehmerischen Dinosaurier, der zudem in den vergangenen Jahren langsam vor sich hinstirbt. Opportunismus ist eben schon immer einfacher gewesen, als gegen den Strom zu schwimmen.

Zurück zum Text des Dokuments auf S. 12.

Unter der Überschrift fehlt denn in der jetzigen Version vom 7.12.2017 demnach auch ein ganz wichtiger Teil. Es fehlt der Teil, der weiter oben im Dokumentenext bereits beschrieben wird. Das West-Ost-Güterzentrum für die Zug-Verbindung über Russland, Weissrussland, Kasachstan nach China. Ich habe sie im ersten Korrekturgang, den ich noch vorgenommen habe, auch benannt: der Yuxinou-Güterzug!
Die Bezeichnung ist schlicht ausradiert worden. Und das trotz der bereits im Dokumententext nachvollziehbaren Tatsachenbeschreibung, die von jedem nachvollziehbar ist, würde man nur die einschlägigen Veröffentlichungen dazu endlich einmal ernst nehmen und sich aus dem eigenen dörflichen Umfeld lösen können. Warum dann ausgerechnet diese Idee unter der Überschrift „Projektideen“ weggelassen wurde, ist mir ein Rätsel. Und falls Deutschland und seine Ting-Germanen im Landkreis Helmstedt es noch nicht bekommen haben, pro Woche rollt drei-bis siebenmal ein voll beladener Zug aus China durch Helmstedt in Richtung des Warenverteilzentrums nach Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Und genauso oft fährt er fast leer wieder in die andere Richtung! Diese riesige verkehrstechnische Chance wird erst gar nicht benannt im Text, obwohl ich sie einst darin verankert hatte.

Statt dessen wird eine weitere Idee von mir unter „Projektideen“  benannt, aber so bruchstückhaft, dass es mir persönlich fast weh tut. DAs 3-D-Druckzentrum in Anbindung an die o.a. Büro-Werkstatt-Zentren. Auch hier kann ich belegen, dass ich es eingehender beschrieben habe als es im jetzigen Dokument dargestellt wird. Warum habe ich das getan? Es hat mit dem Industriewandel zu tun und mit einer der noch jungen aber bereits im Groß- wie im Kleinstmaßstab praktizierten TEchnologie des 3-D-Drucks. Diese hat, wenn man den einschlägigen Veröffentlichungen dazu vertraut, eines der größten Wandlungspotenziale für die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskette aller vorhandenen Produktfertigungsbranchen. Und sie vereint zudem den sog. Laien- und Halblaienbereich mit dem Profi-Bereich. Warum also nicht die Werkstätten, wie ich sie o.a. beschrieben habe, mit genau so einem Segment ausstatten?! Es eröffnen sich damit riesige Ideen- und Fertigungspotenziale, denn selbstverständlich sind die „Skripte“ über Glasfaseranschlüsse jederzeit schnell austauschbar, ja es können sogar ganze Druckerkolonnen zusammengeschaltet werden, vorausgesetzt sie weisen dieselben Qualitätsmerkmale auf, um schnell Kleinserien ins Werk zu setzen. Einmal ganz abgesehen vom kreativen Bereich, der schon heute ungemein interessante Werkstücke ans Licht bringt, ist diese tiefgreifende Umwälzung des Gestaltungs- und Fertigungsprozesses mit Hilfe der 3-D-Drucktechnologie nicht mehr von der Hand zu weisen. Die rudimentär wiedergegebene und auch nicht erläuterte VErbindung zur Industrie, lege ich hier noch einmal des Verständnisses halber genauer dar. Dezentrale 3-D-Gestaltungs- und Fertigungseinheiten sind deshalb möglich – vorausgesetzt sie verfügen über eine Glasfaseranbindung – weil die Industrie ihren gesamten Fertgungsprozess vehement umbaut und sie ständig neue Zulieferer benötigt, vor allem in der Kleinteileproduktion. Und da die Procurement (Beschaffungs)-prozesse allesamt online und teils sogar voll automatisiert vorgenommen werden, ist es gleichgültig, ob die Zulieferer in Wolfsburg, Velpke, Lehre, Königslutter, Helmstedt, Schöningen sitzen. Wichtig ist alleine, dass sie schnell und in ausreichender Stückzahl liefern können. Und wichtig ist,  Und diese kann der Staat mit Hilfe der hier beschriebenen Vordass die „Gestalter“ in den kleinen Orten die entsprechenden Infrastrukturen zur Verfügung haben!gehensweise zur Verfügung stellen und dafür Sorge tragen, dass die 3-D-Technologie Eingang in die Bildungsstrukturen (Volkshochschulen, Schulen, Handwerksausbildungen) findet. Und genau darauf zielt diese, meine Projektidee ab. Und deshalb hieß es in meiner Version auch Miet-Werkstattplätze und nicht wie im Dokument auf S.  13 vorletzter Absatz „Miet-Arbeitsplätze“ .

Revier Helmstedt – Landschaftslabor Seite 14 – 17

Ich sprach gerade eben von meinem Entwurf und meiner Konzeption. Und genau diese wird ab S.14 im „Zukunftsfeld Helmstedter Revier als Landschaftslabor“ fast 1:1 wiedergegeben. Das hat seinen Grund u.a. darin, dass keiner der Korrektoren hier irgendetwas fachlich relevantes dazu tun konnte. Das Kernprojekt „Ausgleichsflächenpool“ habe ich seit 1995 oftmals erklärt. Die Reaktion war dieselbe wie beim Projekt „Leuchtturm“. Dieses seelige, abwertende und diskreditierende Lächeln ist mir inzwischen ein Graus, denn es ist der Indikator für stumpfes Nicht-Verstehen-wollen und -können. Dennoch ist es eines der wichtigsten Projekte hinsichtlich des Bundesprojektes „Unternehmen Revier“, denn hier könnte das Revier Helmstedt ein herausragende Vorreiterrolle übernehmen. Es ist nun einmal eminent wichtig, dass die Rekultivierungsplanung schon Jahrzehnte vor Beendigung eines Tagebaus die richtigen Weichenstellungen vornimmt. Ein Beispiel, wie man es nun wirklich vor die Wand fahren kann aus dem Revier Helmstedt, möchte ich hier zur Erläuterung kurz darlegen. Es betrifft das Nordufer des sog. Lappwaldsees. Ich habe immer und immer wieder versucht, die Zuständigen und Verantwortlichen dahingehend zu sensibiliseren, dass ein Nordufer DAS Sonnenufer eines zukünftigen Gewässers darstellt. Erst danach folgt in der Attraktivitätsabfolge das Ostufer. Und warum ist das so? Ganz einfach. Vor allem ein Nordufer ist logischerweise südexponiert und damit das „Sonnenufer“ schlechthin, gefolgt vom Ostufer, das folglich westexponiert ist, und deshalb den Rang zwei in der Attraktivitätsskala für touristische aber auch naturgestaltungsorientierte Planungen aufweist. Schauen Sie sich doch den Ist-Zustand einmal genau an. Das Nordufer ist als Steilufer angelegt! Und das wurde in den dazu notwendigen Planungsrunden auch akzeptiert. Jahrzehnte vor heute hat man also den Grundstein für eine Entwicklungsblockade SELBST gelegt. Genau das meine ich mit dem o.a. Text. Man hat sich damit selbst ein Entwicklungspotenzial verbaut und das legitimiert durch alle möglichen Planungsebenen. Ganz hervorragend! Und genau solche Fehler gilt es weiterzugeben andere in ähnlichen Situationen, denn sie dürfen oder sollten an anderer Stelle nicht wiederholt werden!
Ausgleichsflächen! Offen zu lassende Bergbauflächen können naturschutzfachliche und siedlungsentwickelnde Planungen auf sehr anschauliche Weise miteinander verbinden, ist die erstere doch sowohl die vorbereitende als auch die begleitende Voraussetzung für die siedlungsentwickelnde Planung. Wenn man sich all das Wissen um ökologische Beschleunigungsgestaltung zur Hilfe nimmt, so können künstlich geschaffene Landschaften von nachweisbarer hoher ökologischer Qualität entstehen. Und in diese läßt sich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Siedlungsplanung aufsetzen, die meist mit dem Wege- und Platzbau beginnt, um spätere Erholungs- und Wohnareale vorzubereiten, die dann ab einem beginnenden adulten Stadium der Gestaltung mit der konkreten Bauumsetzung in die ökologischen Gestaltungsmuster integriert wird.

Deshalb habe ich diesen Abschnitt des Dokuments „Landschaftslabor“ genannt. Ein solches Labor gibt es meines Wissens nach nirgends auf der Welt. Es ist immer dasselbe abgestumpfte administrativ-technokratische und oftmals lobbyistisch gelenkte „Abwickklungsmuster“, das von „geht-nicht“, „gibts-nicht“ und „das haben wir noch nie so gemacht“ gekennzeichnet ist geradezu definiert werden kann. Hunderte sog. Fachleute, Tausende sog. politischer „Entscheidungsträger“ schauen stumpf zu, wie aus einem „Impulspotenzial“ eine abgeschmackte, degenerierte und meist als lästig empfundene „Restlochfläche“ gemacht wird. Ohne jeden Esprit, ohne interdisziplinäre auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Vorgehensweisen. Beispiel aus dem Revier Helmstedt gefällig? Betrachten Sie sich einmal genau den sog. Lappwald-See. Schauen Sie sich die Uferbereiche genau an. Was sehen Sie? Nichts! Genau richtig! Und warum ist das so? Weil die Wasserqualität unter aller Kanone ist. Und warum ist das so? Weil das im Unterbau befindliche Substrat Asche-Abraum-Gemisch sauer ist und bleiben wird und weil es keinen direkten Zu- und Abfluss gibt. Diese Voraussetzung wird einfach so hingenommen, anstatt initiativ zu werden. Jeder Aquarianer weiß, wie man diese sauren ph-Werte verändert. Es ist so einfach und hätte gewaltige sichtbare und vor allem limnologische und damit gesamtökologische Folgen.  „Gutes Wasser“ kann man künstlich schaffen und „gutes Wasser“ lebt und Leben bringt Vielfalt und Vielfalt ist ein nicht von der Hand zu weisendes Qualitätsmerkmal für jedwede humanogene Nutzung, sei es als Freizeitareal, als Wohnareal o.ä..Und deshalb habe ich ja auch die „Helmstedter Wasserspiele“ erfunden, denn durch den Eintrag von u.a. Sauerstoff über Fotänen- und dazugehörige Pumpeinrichtungen entstehen „Wasserspiele“, die sogar zur Finanzierung beitragen können, indem sie als überregionale einzigartige „Attraktion angeboten werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ist im Übrigen typisch für ganzheitlich ausgebildete Menschen, von denen es meiner Meinung nach viel zu wenige gibt und die nach wie vor ähnliche Schicksale wie ich erleiden müssen, indem sie verlacht, gehasst, diffamiert und funktionsberaubt werden, weil sie mit ihren Denkmustern nicht in die Flachlinienmuster rudimentärer mentaler Konvenienz passen.

Gut, weiter im Kontext. Immerhin wurde meine Idee der „Helmstedter Wasser-, Musik- und Lichtspiele“ unter den zum Landschaftslabor zugehörigen Leitptojekten auf S. 13 des Konzepts aufgenommen. Allerdings wird auch sie rudimentär erläutert, denn es fehlt einmal mehr der ganzheitliche Ansatz. Und der lautet: Die bestehende Wasserqualität ist unter aller Kanone. Nicht umsonst seht ihr keine Pflanzen an den Rändern des Sees. Und Leben in diesem sauren Gewässer (ph-Wert liegt nach eigenen Messungen stellenweise unter dem Wert 3!) ist fast unmöglich. Also was liegt näher als den See – übrigens wie auch andernorts (z. B. dem Leipziger Revier) –  mit Kalk aufzupuffern UND Sauerstoff einzuleiten und zwar durch Umwälz- und Fontänenpumpen, die ggf. sogar mit ehemaligen, dann umgegebauten und umgenutzten Grundwasserpumpen bestückt werden können. Damit werden zum Einen Arbeitsplätze gesichert, eine zusätzliche Einnahmequelle geschaffen für die ab 2020 ehemaligen Mitarbeiter, und zum Anderen wird damit die Wasserqualität nach und nach deutlichst verbessert UND es wird eine überregional interessante Destination initiiert. Denn mal ehrlich, es mag ja dem provinziellen Politcharme durchaus entgegenkommen, sich zum trauten Parteienstelldichein oder eben mal mit Ehefrau wandernd im Wahlkampf vor diesem toten See abzulichten, doch so richtig cool ist das nun einmal gar nicht. Es ist m. E. sogar fast so trivial wie die bereits heute durch den amtierenden Landrat verlautbarte Absicht, dann alles abzureissen und das einzigartigste Wahrzeichen des 300m-Schornsteins schlicht platt zu machen. Und das alles ohne auch nur eine einzige Verhandlung mit dem Eigentümer selbst geführt zu haben. Davon einmal ab, die zum Kraftwerk führenden Schienenwege werden ggf. an die EEW verkauft werden können, falls eine schienengebundene Klärschlammanlieferung überhaupt Sinn macht. Ansonsten wird die MIBRAG sicher sehr froh sein, wenn sie den ganzen Ausstattungsbestand schlicht abbauen kann und dadurch vielleicht eine sog. schwarze Null durch den Altstahlverkauf erzielen kann. Doch wäre sie bereit, das auch zu verkaufen und wenn ja zu welchem Preis?! Dazu gibt es keinerlei Informationen. Statt dessen kann sich die ansässige Bevölkerung schon einmal darauf einstellen, dass mind. 150.000 Tonnen Klärschlämme pro Jahr antransportiert und verarbeitet werden, falls die lobbyistisch starke EEW es schafft, dass die Landesregierung ein entsprechendes Gesetz veranlasst. Wird sie wohl, denn diese drückt in diesem Kontext noch ein ganz anderer Schuh, nämlich die Nitrat- und Schwermetallbelastung der Böden und vor allem des Grundwassers, das wir ja auch je nach Gegend dann wieder über die Wasserleitungen zu uns nehmen. Haben Sie einmal nachgerechnet, was das an VErkehrsbelastungen mit sich bringt, nur um ein einzelnes Unternehmen zu erfreuen und vielleicht ca. 50 MitarbeiterInnen?! Der Großteil der Klärschlämme wird aller Voraussicht nach per Lkw kommen. Gehen wir von einer Frachttonnage von ca 25 Tonnen pro Lkw aus, dann sind das 6.000 Lkw pro Jahr. Das sind in einer Woche 115 zusätzliche Lkw. Bei einer 8-stündigen Anlieferung sind das ca. 14 Lkw pro Stunde und noch einmal dieselbe Summe für die Abfuhr. Das erscheint auf den ersten Blick erträglich zu sein, denn wenn wenn alle 4 Minuten pro Arbeitstag ein Klärschlamm-Lkw zur Müllverbrennungsanlage fährt, dann fällt das nicht gleich auf. Klärschlamm enthält ca. 25% Trockensubstanz (nach der Verbrennung). Damit wird rein verkehrstechnisch betrachtet, etwa jeder dritte abfahrende Lkw noch Klärschlammasche abtransportieren. Die anderen fahren dann wohl leer wieder zurück. Das ist nur eine vereinfachte und grobe verkehrstechnische Betrachtung und sie betrifft nur das Plus durch die etwaige Klärschlammverbrennung. Wenn ich schon dabei bin, nur ein kleiner Exkurs in die chemische Betrachtung. Einschlägige Untersuchungen weisen darauf hin, dass bei einer Klärschlamm(mit)verbrennung mit signifikanten Erhöhungen der Schwermetallbelastungen sowohl in den Stäuben, in den Abgasen und demzufolge den Filteranlagen, den Abwässern als auch in den Klärschlammaschen zu rechnen ist.  Schwermetalle sind für die Lebewelt besonders giftig und bedürfen deshalb besonderer Aufmerksamkeit. Und was ist mit dem Abwasser der Anlage? Sie sehen, hier sind einige sehr wichtige Fragen zu beantworten, die allesamt im Genehmigungsverfahren nach dem BImSchG abgearbeitet werden, denke ich.

Und was mich besonders freut, ist, dass der „regionale Ausgleichsflächenpool“ im RIK für den Landkreis Helmstedt überlebt hat und hier dezidiert benannt wird. Diese Idee von mir gehört zu dem seit Jahrzehnten erfolglos propagierten Schwerpunkt eines Tagebaufolgenutzung. Die Gestaltung von großflächigen und mit Hilfe permakulturell und deswegen ökologischer Planungs- und Umsetzungsinstrumente kann hier eine künstliche Landschaft gestaltet werden. Was vergessen wurde, ist auch hier der ganzheitliche Charakter, denn dieser Ausgleichsflächenpool sollte so geplant werden, dass er an die potenziellen Bauflächen anschliesst und somit z. B. für den Bereich Wohnen eine Art Parklandschaft darstellt. Dort, wo später ggf. eine Freizeitintensivnutzung vorgesehen ist, bietet er Rekreationsflächen für dort Verweilende an und erweitert zudem noch das ökologische Potenzial. Eine permakulturell angelegte „Parklandschaft“ ist ein Verbundmuster, wo sich alle Teile gegenseitig ergänzen und bedingt durch ihre Anlage sogar fördern. Die zu rekultivierenden Tagebauflächen sind groß genug, damit man ein deutlich höheres Maß an Naturflächen etablieren kann,, als die laut der Rekultivierungspläne vorgesehenen 2-5%. Eine Besonderheit permakulturellen Anlagen ist die, dass das Hauptaugenmerk auf Nahrungsbeschaffungen liegt. Nahrungsbeschaffung für alle dort verweilenden Lebewesen. Das betrifft insbesondere den Amphibien-, Insekten-, Reptilien und Vogelschutz und last but not least auch den Menschen. Durch diese Besonderheit werden Permakulturdesigns zu immer wieder wunderschönen und sehr vielfältigen, parkähnlichen Nutzungslandschaften, wo es auch von vorne herein vorgesehen ist, eben nicht zu pflegen oder die Pflege durch die Integration von Nutztierarten durchführen zu lassen. Und genau dieser Aspekt wurde bedingt durch den Autoren und den Korrekturleser wohl willentlich übersehen. Leider! Doch vielleicht liegt es auch an dem ganzheitlichen Aspekt, den ich stets in der Vordergrund meiner Überlegungen stelle, und der seitens „einfach“ Ausgebildeter und Erfahrener somit u. U. sogar als „esoterischer Quatsch“ diskreditiert wird. Oder eben der Einfachheit geschuldet, einfach weggelassen wird.

Die Ausbildungsregion Helmstedter Revier Seite 17 – 19

Auch hier fehlt der ganzheitliche Ansatz! In meinem Konzept wurde als eine grundlegende Infrastruktur für die Umsetzung eben der dezentrale Charakter der o.a.  Gründer- und Werkstatt-Zentren in den Vordergrund gerückt. Diese Infrastruktur schafft den benötigten Raum für alle Bildungs- und Weiterbildungsinitiativen. Raum ist ein grundlegender Faktor! Für Alles! Ohne den notwendigen Raum in einer dezentralen Beschaffenheit, kommt kein Leben in die Dörfer und Kleinstädte, wie wir sie hier im Landkreis Helmstedt nun einmal haben. Sie erkennen unschwer, dass der ganzheitliche Charakter wieder darin besteht, dass das Eine das Andere befördert und unterstützt! Ich brauche es jetzt hier nicht mehr detaillierter darlegen, denke ich. Wichtig ist alleine, Strukturen zu schaffen, die eine dezentrale und damit bevölkerungsnahe Bildungs- und Weiterbildungsinfrastruktur schaffen. Und da der Landkreis Helmstedt in mancher Hinsicht vorbildlich ist, sei hier das Freizeitheim Scheppau genannt. Vor über einem Jahr habe ich in einem Alleingang mit einem mir sehr sympathischen Metallwerkstattleiter die bestehende EU-LEADER-Förderkulisse besprochen und wir haben Initiative ergriffen und ein Konzept für den Ausbau des Freizeitheims in Sachen Metallwerkstatt aufgelegt. Nun, ein Jahr später mahlen die Mühlen immer noch, geschehen in Sachen Ausbau ist noch nichts. Aber es ist wohl in der Vorbereitung. Und zudem ist gerade erst der Haushalt des Landkreises genehmigt worden. Also schauen wir frohen Mutes in die nahe Zukunft, denn Antrag ist gestellt und die Kofinanzierung müsste demzufolge auch im Haushalt verankert worden sein. Mal sehen. Was ich sagen wollte, dieses praktische Beispiel einer dezentralen Bildungsstruktur wie das Freizeitheim Scheppau ist genau der Ansatz, den es noch zu verstärken gilt.

Nehmen wir uns das Kapitel „Revierpakte“ ab S. 19 des RIK-Konzepts des Landkreises Helmstedt einmal vor.

Auffällig ist, dass hier das HRM als zentraler Organisationspartner benannt wird. Ich weise deshalb darauf hin, dass damit der sich nach Lorbeeren Sehnende ganz klar komittet, indem er fixed, dass die Wirtschaftsförderung trotz eines klar definierten Arbeitsvertrages meinerseits, platt gemacht werden soll. Und das ist sein Plan von Anbeginn an. Vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht. Hart nur, dass die gesamte Struktur seines Hauses in erfüllendem oder manchmal auch einfach nur karriereorientiertem Gehorsam mitzieht. Klaro, wenn die POLITIK einen Hass schiebt auf mich, was nach über 25 Jahren ständiger Dispute durchaus menschlich nachvollziehbar ist (oder haben sie in ihren Ehen das nicht auch erlebt?! 25 Jahre Bett und Tisch zu teilen, ist manchmal – vor allem nach diesem Zeitraum – nicht mehr möglich und dann schiebt man ggf. nur noch Hass, und manchmal orientieren sich die Partner neu. Das allerdings ist so einfach nicht, denn wir leben in einem Rechtsstaat, der Ausgleiche, Abfindungen und inhaltliche Vergleiche vorschreibt, vor allem dann wenn es vertragliche Vorbedingungen gibt. Ich selbst teilte – zum Glück darf ich anmerken – niemals das Bett mit irgendeinem der in meinem Fall Betroffenen). Nun, ich möchte mit meiner Kritik den Sommernachtstraum von Shakespeare einmal anführen und zwar die Szene „Handwerker im Elfenwald, Einübung eines Theaterstücks“. Genauso zeigt sich für mich das Geschehnis jetzt in Sachen Revierpakte und deren Organistionsform. Mehr brauche und möchte ich nicht sagen, denn selbstverständlich ist meine Leserschaft in Sachen Mitsommernachtstraum und Shakespeare ausreichend im Thema, um nachvollziehen zu können, was ich mit diesem Vergleich und diesem Bild dazu zum Ausdruck bringen möchte.

Nun aber zu zentralen Kritikpunkten an den Arbeits- und Entscheidungsstrukturen meinerseits.
Die Organisationsstruktur ist ein Glanzstück der Bürokratie. Also der Herrschenden am Schreibtisch, denn das bedeutet der Begriff Bürokratie. Wenn Sie sich das Organigramm der Projektstruktur auf S. 21 ff. genauer ansehen, dann werden sie zweifelsfrei schnell feststellen können, dass diese Struktur zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen wird.
1. ist das Ausgliedern des Regionalpartners an eine Beratungsinstitution, die mit industriellem Strukturwandel keine nachweisbaren Erfahrungen hat, m. E. ein Schnellschuss. Und warum das? Ganz einfach, weil die hausinterne Organsiationskraft und vor allem -fähigkeit m. E. ebenfalls keinerlei Erfahrungen im Umgang mit industriellem Strukturwandel hat. Es werden Strukturen geschaffen und fixiert, die insgesamt gesehen letal sein können, denn wenn ich eine komplizierte Operation vorhabe, dann müssen die erfahrensten Operateure an den Tisch und nicht sog. Möchtegerne und politisch gewogene Emporkömmlinge und oder Karrieristen. Und genau das ist der Fall. Zumindest sehe ich es persönlich so.
2. Projekte ab 50.000 und 100.000 Euro – und diese Beträge sind in der heutigen Zeit ganz schnell erreicht – müssen seitens des BMWI freigegeben werden. Hier liegt ein erheblicher Verzögerungsfaktor verborgen, der im dargestellten Organisationsplan ja bestimmte Vorläufe hat, die wiederum zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen werden. Strukturwandel, vor allem industrieller Strukturwandel ist ein steter Prozess mit einer vehementen, teils tagesaktuellen Dynamik. Hier wird demnach eine in sich anchronistisch wirkende Vorgehensweise zementiert. Ich halte das für nicht adäquat.
3. Der Abwicklungspartner soll der Landkreis Helmstedt sein, und wie man aus der Vorlage (s.o.) entnehmen kann, soll dazu eine Verwaltungskraft nach VErg-Gr. 9 angestellt werden. Das bedeutet, dass sich der Landrat selbst und höchstpersönlich darin kaprizieren möchte, die zentrale Steuerung inne zu haben, denn diesem Abwicklungspartner obliegt die zentrale und entscheidende Funktion der „abschließenden Projektauswahl und Förderentscheidung“! Das bedeutet, dass trotzdem das Modellvorhaben Revier Helmstedt vier kommunale Gebietskörperschaften umfasst (wir erinnern uns: Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel sowie die Städte Braunschweig und Wolfsburg), werden diese völlig aussen vorgelassen.
4. Das Regionale Empfehlungsgremium tagt zweimal im Jahr und wird überwiegend (was nicht abschließend so sein muß) aus Vertretern aus dem Landkreis Helmstedt besetzt. Das wiederum bedeutet, dass trotzdem die Führungsspitze des Landkreises über verschiedenste funktionsgebundene Tätigkeiten in der Region präsent ist, hat sie es nicht im Ansatz bewerkstelligt bekommen, die seitens des BMWI vorgegebene Modellstruktur organisatorisch auch nur im Ansatz abzubilden. Beispiel: Vorstand et al der Allianz für die Region GmbH, Verbandsdirektor et al des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Industrieclub Braunschweig-Wolfsburg , Zuständige Verwaltungsfachleute aus den Bereichen Wirtschaft u.ä. aus den zur Modellregion zugehörigen Landkreisen Wolfenbüttel sowie der Städte Braunschweig und Wolfsburg, und nicht zu vergessen die Präsidentschaften et al der Universitäten und Fachhochschulen aus Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg u.v.a.. Von diesen eigentlich naheliegenden und unter der Prämisse der Gebietsabgrenzung des Modellvorhabens notwendigen Vertretungen ist niemand benannt worden. Was zeigt uns das? Es zeigt uns an, dass hier niemand daran gedacht hat, diese Vertretungen zu benennen! Sie können jetzt selbst eruieren, warum das geschehen ist. Sicher ist allerdings, dass in der zugehörigen Richtlinie Bundesanzeiger Bekanntmachung vom 3.11.2017 sowohl auf S.2 dieser Bekanntmachung als auch unter 3.2. (Gegenstand der Förderung) klar darauf hingewiesen wird, dass a l l e  zur Region gehörigen sog. Stakeholder zu involvieren sind und dass die Hochschulen unbedingt dabei sein sollen, was auch nachvollziehbar ist, wenn auch diese als Institute der Länder selbst keine Förderanträge stellen dürfen.

So, nun bin ich am Ende dieses einmal mehr langen und inhaltlich tiefgreifenden Aufsatzes. Ich hoffe, es ist offensichtlich geworden, dass dieses RIK und auch das darin involvierte HRM noch viele Hausarbeiten zu erledigen haben. Ich hoffe auch, dass es klar genug zum Ausdruck gekommen ist, dass hier eine fast seeligmachende Flickschusterei offensichtlich wird, was die organisatorische Ausführung angeht. Scheinbar geht es den Stakeholdern im Landkreis Helmstedt einzig und alleine darum, mich herauszudissen und umso mehr öffentlich unter Beweis zu stellen, dass alles Schlechte nur von mir kommt. Ich hoffe, ich konnte das hiermit widerlegen. Ich habe mir seit 1992, also inzwischen mehr als 26 Jahre, intensive Gedanken gemacht um die sozio-ökonomische Entwicklung und sie Stück für Stück vorangebracht. Das HRM und das RIK und vor allem die dazu gestellten und erfolgreich bewilligten Förderanträge basieren inhaltlich gesehen auf meinen Kenntnissen und Arbeiten sowie Erfahrungen aus dem genannten Zeitraum. Schade, dass ich nun kaltgestellt werde. Dennoch kann ich mitreden, und sei es hier in dieser ausführlichen Art und Weise. Ich wünsche den Beteiligten mehr Glück als ich es habe und dass sie lange leben möchten und es hoffentlich niemals erleben müssen, dass ihr Lebenswerk auf infame und hintertriebene Art und Weise Stück für Stück zerlegt wird.

Wirtschaftsförderung wie ich sie verstehe und immer praktiziert habe, besteht eben nicht nur aus dem Abnicken der proklamatorisch-politischen und administrativen Komponenten, sondern sie muss sich stets neu justierend mit der speziellen Situation und dem Geschehen vor Ort auskennen und versuchen, in diesem Gewirr von politischen,  und teils fachlich fragwürdigen Vorgehensweisen eine den Förderbedingungen und vor allem der Situation gerecht werdende Strategie durchzusetzen und dann auch „sauber“ umzusetzen. Und dazu bedarf eines fachlichen Rückgrats und nicht einer „gehorsamen“ und dienenden Ausrichtung der Verantwortlichen. Letztere ist leider zur Zeit anscheinend vorhanden. Umso mehr wünsche ich allen Beteiligten, dass es schon alles gut werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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