Freizeitparks als eine Chance für offenzulassende ehemalige Bergbauareale – Revier Helmstedt

Da haben wir im Revier Helmstedt die entsprechenden Flächen und Flächenpotenziale und schaffen es nicht, die Investoren darauf aufmerksam zu machen. Das hat viele verschiedene Gründe, dass es nicht funktioniert. Ich werde jetzt dazu einiges erzählen, weil es mir immer noch, trotz aller Anfeindungen, dem ständigen ins Abseits schieben im beruflichen Umfeld und und und, ein persönliches Anliegen ist, dass hier vor Ort im Revier Helmstedt endlich der Funke überspringt und die Entscheidungsträgerschaften den Mut finden, die hier vorgestellten Ideen endlich umzusetzen.

Bevor ich loslege – ich habe seit Jahren immer und immer wieder etwas dazu geschrieben, weil ich als Planer weiss, welch ein gigantisches Potenzial für eine unglaublich scheinende Wirtschaftsentwicklung gerade durch den Tagebergbau hier vor Ort schlummert. Es wird leider nicht geborgen und in Wert gesetzt, weil die Entscheidungsträgerschaften aus dem Unternehmen, der Politik und der Verwaltung sich lieber mit Lulli beschäftigen, statt sich auf dieses wahrhaftige und vor allem existierende Flächenpotenzial direkt in ihrem unmittelbaren Umfeld zu fokussieren. Bemerkenswert ist, dass alle über den Bergbau reden und viele tausende Menschen ihn jeden Tag sehen, weil sie daran vorbeifahren, doch sie sind blind, was die Inwertsetzung angeht.

Dabei ist es so einfach. Industrie – Freizeit – Naturschutz – Wohnen. Diese vier Schwerpunkt sind die Hauptthemen und sie sind möglich und machbar. Letzten Endes geht es um eine ganz einfache, aber wunderbare Aufgabenstellung, die Planung. Und damit geht es um eine neue Inwertsetzung von devastierten und seit Jahrzehnten zubetonierten Flächen, die für so einen Braunkohletagebau nun einmal typisch sind. Das ist eine schöne Aufgabe, doch vor Ort wird alles schlecht geredet und ich selbst werde inzwischen sogar offen angefeindet, weil ich eben immer noch hier bin und mich nicht wegmobben lasse, weil es mir hier gefällt oder weil ich eben einfach da bin und niemals meinen Mund halte, wenn es darum geht, Arbeit, Einkommen sowie Naturheilung zu erklären.

Doch kommen wir zunächst auf einen hochinteressanten Artikel im Spiegel vom gestrigen Tag.  Hier den notwendige Link dazu, damit ihr euch das einmal in Ruhe durchlesen könnt. Ich lese zu gerne diese Zeitschrift „Spiegel“, denn sie gehört neben der TAZ aus BErlin zu den besten TAges- und Wochenzeitschriften, die wir in Deutschland haben. Aber schaut selbst.

In diesem Bericht wird erzählt, wie Deutschlands große Freizeitparks entstanden sind, wie sie gegen jeden Widerstand wuchsen. Warum geschah das? Weil es unternehmerische Visionäre in unserem Land gibt, die gegen jeden Widerstand kämpfen und sich niemals aufhalten lassen, weil sie ihre Vision verinnerlicht haben und alles tun, damit sie zur Wirklichkeit wird. . Und es wird davon berichtet, was das für die Kommunen bedeutet, in denen sie zuhause sind. Schaut genau hin, was dort gesagt wird! Sie haben eine unglaubliche und positive Entwicklung erlebt. Und warum? Weil es die Visionäre und ihre Familien gab und sie nicht weggingen und sich abschrecken ließen.

Und nun kommen wir zu unserem Revier Helmstedt. Meine Vision ist allenthalben bekannt, weshalb ich mich hier kurz fassen werde. Wir können diese Flächen für all diese Visionäre aufbereiten und anbieten. Wir haben einen Schornstein, der als Leuchtturm verwendet werden kann, um das Licht dieser Flächenentwicklungsvison in die Welt zu senden und wir haben den unschätzbaren Vorteil mitten in Europa an einer der Verkehrsmagistralen zu liegen! Doch leider wollen eine Mehrzahl der entscheidungsrelevanten Menschen hier vor Ort nichts mit Visionären zu tun haben. Im Gegenteil, sie feinden sie an! Sie vertreiben sie durch ihre Stumpfsinnigkeit, die zu DEM Entwicklungshemmnis Nr.1 hier vor Ort gehört!

Statt also die vorhandenen Flächen als ihr Münchhausensyndrom zu verstehen, mit dem sie sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen könnten, ziehen sie es vor, sang- und fast klanglos im selbst geschaffenen Sumpf unterzugehen. Sie betteln, zetern, jammern und zeigen mit allem, was sie haben, auf andere, statt dieses wundervolle Flächenpotenzial so zu entwickeln, dass es die Visionäre anzieht. Zum Beispiel aus der Freizeitparksszene. Sie verstehen es nicht, einen Teil der Tagebauflächen über die gesetzlich vorgeschriebenen Rekultivierungsmassnahmen als regional wirksamen Ausgleichsflächenpool anzubieten. Sie schauen weg, wenn es darum geht, diese künstlich geschaffenen Landschaften für Wohnprojekte – besser Wohnlandschaften – mitten in z. B. essbaren Landschaften zu beplanen. Sie wollen nichts davon hören, Teile der Bergbaulandschaften als künstliche Landschaften für bedrohte europäische Tierarten vorzuhalten, damit diese sich frei vermehren können, um dann in die vielen Auswilderungsprojekte abgegeben zu werden und derweil aber hunderttausende Besucher anlocken, um diese Tierarten zu bewundern. Sie wollen die vorhandenen Industrieflächen nicht in Wert setzen für energieintensive Nutzungen, denn gerade im industriellen Bereich und dem noch viel größeren Mittelstand gibt es in Deutschland hunderte Visionäre, die händeringend nach Flächen Ausschau halten, die ihren Ansprüchen entgegenkommen. Wo sie erkennen können, dass man sie ernst nimmt und alles tut, um ihnen die NAchnutzungsvision dahingehend zu erklären, was sie für die für sie notwendigen Freiräume angeht und die sie hier vor Ort haben können, um sie zur Verwirklichung ihrer eigenen Visionen zu nutzen. Da schaut man hier vor Ort zu, dass ein Gewässer so herumliegt und geht nicht den wichtigen Schritt, mit Hilfe von Kalkung und Springbrunnen die Wasserqualität schneller zu erhöhen und derweil einen Musik-Wasserspiel-Park zu etablieren, der hunderttausende Besucher anlockt, um das sehen zu können. Stattdessen grillt man lieber Würstchen und jammert herum, dass das ja noch alles Jahrzehnte dauern wird und ärgert das Bergbauunternehmen damit, einen neuen Strand anzulegen „ohne“ Bäume, obwohl es einen genehmigten Rekultivierungsplan gibt, an dem alle teilhatten.
Da ist kein Platz für Freiheit. Da ist kein Platz für Visionen. Da wird nie ein Platz sein für visionäre Menschen aus der ganzen Welt, weil man ihnen keine planerische Vision zeigen kann, weil man sie schlicht nicht hat oder haben will. Man sieht Europas höchsten Schornstein und sieht darin nur ein Übel, das weg muss. Man sieht nicht, dass dieser Schornstein ein Leuchtturm sein könnte, der tausende Menschen aus allen Ländern anlockt, weil Menschen einfach neugierig sind. Und Visionäre sind vor allem eines – neugierig! Sie würden sofort kommen, um zu schauen, was da vor ich geht. Und ich wette 1000 Euro, dass sie lachen würden und die Fäuste ballen, wenn sie erkennen könnten, ja, hier ist ein Platz wo man mich nicht für verrückt erklärt, wo man mich nicht disst und mobbt, weil ich anders denke, weil ich Visionen habe, die kaum jemand versteht! Hier kann ich bleiben, denn hier kann ich loslegen, denn hier machen die aus einem Schornstein einen Leuchtturm. Und ich werde dabei sein, sein Licht in die Welt zu tragen, indem ich meine Vision von einem Freizeitpark, von einer essbaren Landschaft, von einem Nachzuchtgehege wie es noch nie jemand gesehen hat (es sei denn er hat Jurassic Park gesehen), von einem Lichtspiel-Wasserpark, einer alternativen, weil vollständig recycelbaren Wohnparklandschaft, von einem, von auf Mittelständler zugeschnittenen, mit Bodenplatten und fliegenden Bauten zu versehenem Ansiedlungspark mit allen Services für die Familien dieser mittelständischen und viusionären Unternehmer, von einem deutsch-chinesischen Umschlagplatz allerfeinster Güte mit Alibaba und Amazon und wem auch immer, von meiner ganz persönlichen Vision endlich beginnen kann, sie in die Wirklichkeit zu holen. Und warum das Ganze? Weil es vor Ort jemanden gibt, der uns versteht und der genauso denkt und fühlt. Der nur Raum für Freiheit organisiert und uns anbietet. Der es versteht, Flächen neu in Wert zu setzen und all die notwendigen Freiräume für meine Ideen und Visionen schafft, weil er die verschiedenen Aspekte zusammenführt und ich darin einen Platz zum Arbeiten und Schaffen finde, der mir und meiner Familie und meinen Freunden sowie Mitstreiter*innen etwas anbietet, was ich so nirgends sonst finde – Freiheit zum kreativen Versuchen, Ausprobieren und Anwenden.

Ja, so einfach wäre es alles, wenn die Entscheidungsträgerschaften aus ihren selbst geschaffenen Gefängnissen heraus könnten, wenn sie dadurch den Mut aufbringen könnten, einen planungsbezogenen Paradigmenwechsel einzuleiten, der allen bestehenden, noch vor der Stilllegung befindlichen Bergbaurevieren in Deutschland, Europa, auf der ganzen Welt ein Licht weisen könnte, um Arbeit, Einkommen und Freiheit für neue Impulsgeber anzubieten. Doch stattdessen bekriegen sie mich, dissen und mobben mich, weil sie ja lieber Würstchen grillen, jammern und zetern und ja so und so alles viel besser wissen. Und dann klammern sie sich an ihre ländlich strukturierten neurogenetischen Larvalstadien, die als Erfahrungsjuristen, Erfahrungsplaner und so und so alles viel besser könnende Showstars ruraler Konvenienz daherkommen und die durch ihre ach so herzliche Jovialität ihre eigene Inkompetenz tarnen und sich qua Machtorientierung ein schier orgiastisch-karrieregeil veranlagtes Opportunisten-Team zusammenstellen und dadurch die verfahrene Situation noch chaotischer machen. Sie alle schauen nur auf das eigene Gemächt und heben nicht den Blick nach draussen in die Welt. Sie alle reden auch niemals von Freiheit, weil sie sie niemals geschmeckt haben, denn sie kommen samt und sonders aus Systemen, die nur Befehle ausführen können und ihrem ernannten Oberlemming an die Klippe folgen, um dann irgendwann im eigenen, selbst geschaffenen Sumpf von Unfähigkeiten zu ertrinken. Und alles, was anders ist, wird platt gemacht, weil es der „Führer“ so will. Und solange es dem eigenen Gemächt dient, ist doch alles bei feinster Ordnung – denken sie!

Doch, liebe Leute, so macht man das oben dargestellte nicht. Ihr werdet niemals wissen oder erahnen können, welche Kraft eine Vision hat, die den Blick aufs eigene Gemächt überhaupt nicht wichtig findet, sondern die an etwas orientiert ist, was viel viel größer ist als das eigene Leben. Solche Visionen orientieren sich an der Liebe zum Detail einer komplexen und komplizierten Situation und suchen ständig und stetig nach Lösungen. Sie sind meist empathisch ausgeprägt, denn wenn jemand an etwas glaubt, was viel größer ist, als das eigene Ich, dann neigt er dazu, das eigene kleine Ich-Gefängnis zu abstrahieren und herauszutreten, um etwas neues zu schaffen, das allen Menschen oder mindestens sehr vielen zugute kommt.
Die Trägerschaften von Visionen brauchen Freiräume! Wenn ihr in der Lage seid, diese zu organisieren, dann entsteht etwas, was noch viel größer ist als das eigene kleine Anhängsel, was ihr bisher angebetet habt. Es entsteht ein neuer Lebensraum für neue Menschen, denen es völlig gleichgültig ist, ob ihr Würstchen bratet oder gemeinsam eine Wanderung zu weggebaggerten Dörfern unternehmt. Sie suchen Lösungen und frönen nicht dem Grillgut, oder sagen wir, das können sie auch, doch das ist nur eine schöne Nebensache, mehr nicht. Sie sind neugierig und sie beseitigen Hemmnisse oder freuen sich, dass sie einen Ort gefunden haben, wo man die Hemmnisse für sie beseitigt, damit sie sich auf ihre Vision konzentrieren können. Genauso entstanden Siemens, Bosch, Mercedes, Porsche, so entstanden Till-Hydraulik, Steinecke, RPM und und und.  Sie alle schufen sich gegen jeden Widerstand von Aussen ihre Freiräume. Und was ist jetzt bitte so schwer daran, dieses Prinzip als das Leitmotiv für die Nachnutzung eines offenzulassenden Bergbaugeländes, wie dem Revier Helmstedt zu etablieren. Freiraum für Visionäre – es ist so einfach und anscheinend doch so schwer.

Aber wenn es euch glücklich macht, dann verunglimpft mich, disst, mobbt und ärgert mich weiter. Wenn ihr sonst nichts zu tun habt als das, dann sei es euch gegönnt. Doch ihr werdet es niemals schaffen, dass ich diese hier kurz dargestellt Vision nicht propagiere. Und solltet ihres es eines Tages dennoch schaffen, mich fertig zu machen, dann werden diese Zeilen mein verwirktes Leben überdauern und man wird euch fragen, was habt ihr denn getan, um diese Vision in ihrem Wert zu erkennen und vor allem in Wert zu setzen. Denn der Träger dieser Vsion hatte niemals das Ziel, euch vom Würstchen braten abzuhalten, euch irgendetwas Schlechtes zu wollen. Im Gegenteil, er hat und hatte diese Vision, um eine vom klassischern BErgbau in Mitleidenschaft gezogene LAndschaft von Grunde auf zu revolutionieren im wahrsten Sinne des Wortes.

Also, bratet Würstchen, lauft denen weiter hinterher, die euch zum Grillen einladen und  mit euch dem jovialen Erfahrungsaustausch frönen, und schaut weiter weg. Und schon bald habt ihr den Schornstein = Leuchtturm abgerissen, bald gibt es ein paar Grillhütten mehr, vielleicht ein Gründerzentrum, das niemand kennt, und es wurden zenternweise bunte Papiere angefertigt, um der NAchwelt davon zu berichten, wieviel Geld und Ressourcen ihr verschwendet habt, damit euch jemand sagt wieviel Uhr es ist.

Wohl bekomm´s.

Übrigens, es ist gerade 18:00 Uhr und ich gehe jetzt zum Training, um all die von euch in mir entstehenden Stresshormoncocktails zu veratmen, indem ich hunderte Tonnen bewege und meinen Körper damit reinige. Danke schön!

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Freizeitparks als eine Chance für offenzulassende ehemalige Bergbauareale – Revier Helmstedt

Willkommen in der Welt meiner Wahrheiten

Willkommen in der kleinen Welt meiner persönlichen Wahrheiten, die ich in aller mir möglichen Transparenz und Nachvollziehbarkeit versuche darzustellen.

Um euch das Lesen dieses doch langen Textes zu vereinfachen, hier meine Gliederung:

  1. Ausgangslage und Beweggründe
  2. Zu den Wahrheiten – Definition
  3. Die Wahrheit der Natur
  4. Die Wahrheit des (Da-)Seins
  5. Die Wahrheit des Lebens
  6. Die Wahrheit des Todes
  7. Die Wahrheit der aktuellen Waffen- und Drogenpolitik in vielen Ländern dieser Welt
  8. Die Wahrheit der Lüge und Intrige
  9. Meine persönlichen Schlussfolgerungen

I. Ausgangslage und Begründung

Zunächst, warum mache ich das?
Es gibt einige Gründe, von denen ich die mir bedeutsamsten schildere. Einer ist, ich werde älter und, das kennen viele, die das älter werden bewusst erleben, der Tod zieht seine Spuren in das direkte Umfeld ein.
Das ist wahrlich beeindruckend, insbesondere dann, wenn Dir die Menschen näher standen. In Anbetracht der Trauernden und des toten Menschen, hat man so seine eigenen Gedanken. Dafür ist dieser Moment der Besinnung  auch da. Es ist eine der unausweichlichen Wahrheiten unseres Daseins. Es geht irgendwann zu Ende. Und bevor ich über die Brücke gehe, möchte ich mich unbedingt zu meinen Wahrheiten äussern, denn es kann schon in wenigen Minuten zu spät dafür sein. Desweiteren habe ich ein Alter erreicht, das Veränderungen in meiner Art der Betrachtungen, vor allem aber der dazugehörigen Interpretationen, mit sich gebracht hat. Manche nennen es Reife.
Und, und das ist für mich eine wesentliche Begründung, ich habe mich durch die ständigen Angriffe gegen meine individuelle Auslegung von Geschehnissen in meiner Mitwelt, sehr stark auf die Suche nach Antworten zu den Fragen – Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? – konzentriert. Ich werde beruflich gesehen „reif geschossen“. Folglich denke ich darüber nach, was das Ganze eigentlich soll. In meinem Fall habe ich ja schon vor Jahren dazu entschlossen, meine Erlebnisse hier in einer Art Persiflage oder auch manchmal Tagebuch mit satirisch angehauchter Untermalung kund zu tun. Dass das die ständigen Angriffe von Befehlsauführermentalitäten, vorauseilenden Gehorsamserbringern und auch opportunistisch Veranlagten erheblich steigerte, damit habe ich, zumindest zu Beginn, nicht wirklich gerechnet. Dennoch wurde die Situation zu einer ganz persönlichen Wahrheit für mich. Und diese wiederum ist eine der Ausgangssituationen für den nun folgenden Essay.

Nicht, dass es irgendwie von Belang wäre, hier nun einen großen Wurf tätigen zu wollen. Das liegt mir fern.
Ich bin nur ein kleiner Mensch in einer großen Welt, dessen Abgang fast so bedeutsam ist wie der Sack Reis, der im Chinesischen umfällt. Doch wenn Dich ein Gedanke nicht mehr loslässt, was machst Du dann? Ich persönlich fokussiere und schaue, was wird mir da eingespielt?
Und ich denke wirklich und wahrhaftig, dass mein Erfahrungs- und Erlebnisschatz eine Wertigkeit besitzt, die mich u.a. zu diesem Bericht veranlasst hat.
Um mich herum sind wahrlich genügend Mitmenschen, die von mir ihre eigenen Ansichten haben, die sie aus dem Hörensagen Anderer ableiten oder weil sie mir in beruflichen Umfeldern begegnet sind, was bekanntermaßen nicht immer konfliktfrei ist, oder weil sie vielleicht auch etwas gelesen haben von mir, z. B. auf diesem Blog, was ihnen missfällt.

Ich möchte mit diesem schriftlichen Ausflug in die Wahrheiten, wie sie sich meiner Erkenntnis und Erfahrung erschliessen, aber auch für mich selbst eine Art Zwischenbericht anfertigen und offen und transparent darlegen, was ich zur Zeit denke und fühle. Und ich gebe es zu, ich hege damit auch die unverhohlene Hoffnung, dass ein gewisser und vor allem spürbar angenehmer Wandel einkehrt. Sei es dadurch, dass ich selbst erkenne, wo stehe ich, oder sei es, dass das kalte und negative berufliche Umfeld etwas Wärme und Licht bekommt. Man wird sehen. Mir ist völlig bewusst, dass sich einfach strukturierte Gehirne selten mit erweiternder Literatur beschäftigen wollen oder gar können. Sie leben ähnlich wie Wasserflöhe in einem Tümpel, für die dieses kleine Gewässer das Universum ist. Und sie rudern und fressen, um eines Tages selbst gefressen zu werden. Und so lebt der Wasserfloh gut und froh, ohne irgendeinen Text zu lesen oder auch nur irgendeinen Gedanken zu verlieren an andere Wahrheiten als seinen Tümpel.

Diese, meine kleine Welt, erhebt keinerlei Anspruch darauf, irgendeine Allgemeingültigkeit zu avisieren, noch möchte sie den Eindruck erwecken, irgendetwas besser zu wissen, zu machen oder irgendwie irgendwen dazu zu veranlassen, es mir gleichzutun. Es mag sogar sein, was ich in keinster Weise intendiere, dass sich diese unsensible und proklamatorisch stumpfe Masse in meinem Berufsumfeld noch vehementer gegen meine Person verhalten könnte. Damit meine ich insbesondere aktive Geister in meinem unmittelbaren beruflichen Umfeld. Ganz anders verhält es im privaten Umfeld, denn dort erfreue ich mich tagtäglich über die vielen positiven Begegnungen, Gespräche und motivierenden Gesten vieler Mitmenschen. Letzteres ist etwas, was mein Herz erfreut und mir belegt, dass ich als Person wahrgenommen und geschätzt werde. Viele Menschen sprechen mich freiwillig, offen und neugierig aber respektvoll an und sie kommen aus vielen verschiedenen Ländern, was mich sehr freut, zeigt es doch, dass ich nicht nur kosmopolitisch denke, sondern eine ebensolche Ausstrahlung habe, die diese Menschen zum Austausch mit mir anregt.

Gehe Deinen Weg, sieh´die Dinge, die Du siehst, schildere sie mir, aber vor allem gehe konsequent Deinen Weg und nur Deinen immer weiter! Das ist hier im „Vorspiel“ sozusagen die Quintessenz, um Dich bei der Lektüre oder auch danach anzutriggern, von Dir zu berichten, denn Deine Ansicht ist ebenso werthaltig wie die meine! Und Du kannst Dir dessen gewiss sein, auch wenn Du eine andere Meinung hast als die meine, ich würde alles geben, dass Du sie äussern darfst und kannst (frei nach Voltaire, einem herausragenden Freidenker).
Darin unterscheide ich mich grundlegend von einem Großteil der mich beruflich Umgebenden, die anscheinend nur ihre eigenen Wahrheiten kennen und darüber auch nicht zu diskutieren in der Lage zu sein scheinen. Im Gegenteil, sie vermeiden jeglichen Disput, vielleicht auch, weil sie intellektuell gesehen arge Zeiten erleben könnten. Aber so ist das im geistigen Bereich nun einmal. Es kann Dir jederzeit den Boden unter den Füssen wegziehen und das ist nicht immer eine schöne Erfahrung, vor allem dann nicht, wenn Du wie ein Wasserfloh doch nur Deinen kleinen Tümpel als das für Dich wahrzunehmende und damit wahrhaftige Universum kennst.
Die subjektiv wahrgenommenen oder wahrzunehmenden Wahrheiten, die sich zum Teil ja aus den unumstösslichen dinglichen Wahrheiten unserer Welt ableiten, sind ein Themenbereich, der, vielleicht nicht von Jedem, doch aber von einigen, für sehr wichtig erachtet wird. Und das ist er auch. Im Austausch miteinander können wir herausarbeiten, was wahr und was falsch ist. Dieser Text ist demzufolge auch ein Puzzlestück meines Lebensgeflechts.
Und an die Wasserflöhe gerichtet – rudert weiter. Ihr seid mindestens sehr interessante Wesen und ich beobachte euch zu gerne in euren Metmorphosen. Das fand ich schon als Kind äusserst faszinierend. Vor allem die Tatsache, dass, wenn ein Gewässer ein Nährstoffüberangebot hat, manche der Wasserfloharten plötzlich zur Parthenogenese wechseln und bei einem Nährstoffmangel dann wieder zur  zweigeschlechtlichen Variante wechseln. Wie genial ist das denn?! Egal – Klone sind manchmal auch „Clowne“ und „Clowne“ sind, geklont, „geclownt“ oder nicht, immer ein geistig anregendes Ereignis, nicht wahr?!

| nach oben

II. Zu den Wahrheiten – Definition

Wie definiere ich Wahrheiten?

Ich erkenne etwas als Wahrheit an, wenn ich es umfassend und grundsätzlich verstehe. Natürlich gibt es viele Wahrheiten, die nur weil ich sie nicht in dem eben genannten Maß verstehe und nachvollziehen kann, dennoch existieren. Wenn ich sie nicht kenne oder meinen Fokus darauf lenke, bleiben sie sozusagen aussen vor. Ich konzentriere mich in diesem Essay auf die Wahrheiten, über die ich etwas aussagen kann.

Wahrheit ist zunächst einmal ein Begriff. Ich begreife also etwas. Ich kann es  fassen und greifen, sowohl physisch wie auch geistig. Wahrheit bildet sich für mich persönlich dann, wenn ich eine Beobachtung von mir oder anderen nachvollziehen kann und ich die Fragen, die ich durch Beobachtungen einer Angelegenheit habe, beantwortet bekomme. Und zwar in der Weise, dass ich in der Folge vergleichen kann, z. B. was dazu veröffentlicht wurde, so dass ich eine Deckungsgleichheit mit den Interpretationen anderer, wacher Geister zum besagten Wahrheitsbereich nachvollziehen – begreifen kann.
Juristen pflegen zu sagen:“Wenn mindestens drei Leute von einer Sache ähnlich berichten, bist Du nahe dran an der Wahrheit!“ Ähnlich verhält es sich in der wissenschaftlichen Betrachtung von beobachtbaren Phänomenen und der  dazugehörigen Theoriebildung, die auf Untersuchungsergebnissen und Versuchen beruhen. Wenn verschiedene Leute an verschiedenen Orten dieselben Beobachtungen und Untersuchungsergebnisse haben, also den Versuch und seine Ergebnisse rekapitulieren und selbst durchführen können, dann bildet sich eine wissenschaftliche Wahrheit heraus. Oder eben auch nicht! Die Wahrheitsfindung in den Wissenschaften ist demnach in einem ständigen Wandel und es werden abertausende von Disputen tagtäglich geführt, um an ihr zu arbeiten.
Die wissenschaftliche Wahrheitsfindung ist für mich ein hohes Gut, das es zu schützen gilt vor politisch induzierter Fehlinterpretation und damit von aus dem Kontext gerissenen Teilergebnissen. Ebenso ist die juristische Wahrheitsfindung zu schützen vor politischer Einflussnahme. Sobald politische Einflussnahme vorliegt, handelt es sich meist nicht mehr um Wahrheiten sondern für gewöhnlich um Demagogie, Manipulation und schlimmstenfalls um Lügen. In meinem Heimatland wurde in der Nazizeit ein Paradebeispiel für eben diesen Missbrauch gegeben und die Folgen waren fürchterlich. Und leider greift die politische Einflussnahme in allen Ländern immer mehr um sich. Den „Aktiven“ dieser politischen Welten liegt sehr daran, Wahrheit selbst zu gestalten, zu bestimmen, was wahr und was falsch ist, und sie so auszulegen, dass sie ihren Denk- und Machtmustern zuträglich ist. Das ist, was die eigentliche Wahrheitsfindung angeht, eine äusserst missliche und vor allem potenziell gefahrvolle Sitution für die jeweiligen Gesellschaften, denn mit der Wahrheitsfindung – oder wie hier angesprochen der Wahrheitsmanipulation – ist immer auch das Thema Freiheit verbunden. Dazu aber später.

Eine Wahrheit ist sicher nie eine alleine, nur weil irgendjemand schöne, eindringliche, drohende, schmeichelnde Wortgefüge verwendet! Wahrheit entsteht durch Lernen, Denken,  Beobachtungen, präszise dargestellte Ergebnisse, deduktive Schlussfolgerungen und zuletzt, was immanent wichtig ist, durch Versuche, die dann entweder die Mutmaßungen (Theorien) durch Versuchsergebnisse bestätigen, teilweise widerlegen oder sogar obsolet stellen. Wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen nicht unter den Vorbehalt gesellschaftlicher Strömungen geraten, denn dann laufen sie Gefahr manipuliert und demagogisch verzerrt zu werden. Auf der anderen Seite muss die Gesellschaft eine Beobachtungs- und Eingriffsfunktion wahrnehmen können, denn sonst wird die Wissenschaft einseitig ausgenutzt, z. B. indem sie von finanzstarken Interessengruppen für deren Zwecke instrumentalisiert wird. Dazu gehören auch die Forschungseinrichtungen eben jener Gruppen. Ein plastisches Beispiel ist hier z. B. die Medikamentenforschung.
Eine wichtiges Instrument der Wahrheitsfindung ist für mich persönlich dieses,  dass Ausnahmen die Regeln widerlegen müssen und dürfen, und dass besonderes Augenmerk auf die immer auftretenden Ausnahmen von vermeintlichen Regeln gelegt werden kann, darf und muss. Also nicht, wie es so gerne im Volksmund dargelegt wird: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ausnahmen widerlegen die Regel! Das ist eine Wahrheit und ein sehr wichtiges Instrument bei der Suche nach Wahrheiten.
Deshalb sind die Widersprüche in sogenannten Gesetzmäßigkeiten (Regeln) für mich persönlich „das Salz in der Suppe“, auch wenn genau zu betrachten und abzuleiten und eben gerade die „Ungereimtheiten, Unregelmässigkeiten““ genau offenzulegen und ggf. die gerade gewonnene Gewissheit wieder zu verlieren und nur eine Ahnung oder einen Eindruck zu haben, einem selbstverliebten wissenschaftlichen Menschen gar nicht schmecken. Noch weniger schmecken sie den die Wissenschaft umgebenden gesellschaftlichen Gruppen. Doch was ist wichtiger? Dass der eigene Name in die Analen eingeht und vielleicht schon kurze Zeit später auf dem Schrott landet weil völlig falsch, oder respektvoll benannt zu werden, weil neben der Theorie auch die Grenzen derselben klar benannt werden?!? Ist es wichtiger, dass die Gesellschaft mit scheinbaren Regelhaftigkeiten befriedigt wird, um dann u.a. politische Entscheidungen zu treffen? Ich denke, dass das einer der schlimmsten Vorgänge ist, denn viel zu oft schon wurden Halbwahrheiten oder sogar schlicht Lügen zum Ausgangspunkt fürchterlichster Kriege mit Myriaden an Toten und Verletzten.
Ein Beispiel ist die Klimaforschung. Auch wenn es nicht von der Hand zu weisen ist, dass die anthropogene Klimaerwärmung stattfindet, gibt es viele signifikante Ausnahmen. Und ich denke, dass wenn wir uns auf diese Ausnahmen fokussieren, könnten wir deutlich mehr erfahren darüber, wie komplex dieses Gesamtgeschehen ist. Dennoch steht es ausser Frage, dass die einfache Regel, dass der Mensch mit seiner Industrie, seinen Maschinen u.v.m. zu einer eindeutigen Gesamterwärmung nie bisher dokumentierten Ausmaßes geführt hat,  eine unumstössliche Wahrheit ist.n Und sie hat gewaltige Folgen, wie z. B. Wanderungsströme, Extinktion von Lebensgeflechten u.v.n..
Wahrheit ist für mich somit ein ständiges Suchen, Vergleichen, Gegenüberstellen, Differenzieren und, ja, und es ist auch ein Vergnügen und eine Freude, hinter „den Spiegel sehen“ zu lernen. Wahrheiten suchen bedeutet für mich persönlich, stets neugierig zu sein, sich zu besinnen und oftmals auch, immer und immer wieder von vorne zu beginnen und nicht aufzugeben, sondern voranzugehen. So genau lassen sich Wahrheiten finden!

Dass dieser kritische und reflektierende Verstand den Mächtigen ganz gleich wo auf dieser Welt ein Dorn im Auge ist, gegen der sie mit teils unmenschlichen (und meist gegen die Menschenrechte verstossenden) Aktionen vorgehen lässt, steht leider auch ausser Frage. Es mag ein schwacher Trost für all die sein, die darunter leiden und gelitten haben, dass diese proklamatorischen Wahrheitsverzerrer im überwiegenden Teil der Fälle von der Geschichte weggespült werden, denn zurückblickend ist die Freiheit und die Suche nach Wahrheit letztendlich stets die stärkere Kraft gewesen und nichts und niemand kann sie verhindern, denn Menschen sind nun einmal neugierig und vor allem auch sehr kreativ.

Und diese beiden Komponenten alleine sind für sich betrachtet schon so etwas wie Garanten für eine fortschreitende, manipulationsfreie Suche nach den Wahrheiten unserer Lebenswelt. Allerdings gibt es leider sehr schlimme individuelle Schicksale, die aus dieser hier genannten Diskrepanz und dem geschilderten Konfliktfeld hervorgehen und entstanden sind. Hier mag eine kritische historische Wissenschaftsforschung herangezogen werden und es müssen daraus gesellschaftspolitische Konsequenzen gezogen werden, wie z. B. der internationale Schutz von Menschen, die wegen ihrer kritischen und ggf. nicht machtkonformen Betrachtungsweise – u.a. im wissenschaftlichen Kontext – faktisch unterdrückt werden und sogar um das Wohlauf von sich und ihren Familien bangen müssen. Ich persönlich finde es geradezu widerlich, dass die opportune Phalanx es immer wieder bewerkstelligen kann, die Aufrichtigen und Ehrlichen mundtot zu machen und dass die Letztgenannten an den gesellschaftlichen Pranger gestellt werden können, ohne gesetzlichen Schutz. Insofern darf ich mich glücklich schätzen, dass ich in einem Land leben darf, dessen gesetzliche Schutzmechanismen diesbezüglich vergleichsweise fortschrittlich sind. Um wievieles schlimmer ist es in vielen anderen Ländern, wo es so ein starkes Gesetzeswerk und vor allem unabhängige Richterschaften nicht gibt.

| nach oben

III. Die Wahrheit der Natur

Die Wahrheit der Natur –

die Natur ist für mich das Gewebe oder die Matrix, innerhalb dessen auch wir Menschen uns befinden, aus dem wir stammen, mit dem wir tagtäglich interagieren und in das wir nach dem körperlichen Tod dann auch wieder in Form von molekularen und atomaren Strukturen  vollständig eingehen und neu „verbaut“ werden.
Ich verstehe mich sowohl als Individuum und gleichzeitig als Teil einer naturgebundenen Gemeinschaft. Einer Gemeinschaft von Mitmenschen und vielen anderen Mitweltwesen – und zwar allen, vom mikroskopisch Kleinsten bis hin zu den „begreifbaren“ Eintitäten unserer Mitwelt und scheinbaren Unendlichkeiten, wenn ich in einer klaren Nacht empor sehe. Ja, ich erkenne sogar, dass ich selbst das Behältnis für ganze Universen von Bakterienkolonien bin, die mich vielleicht sogar so arrangieren, dass ihnen ein Leben ermöglicht wird. Die Wechselwirkungen sind mir nur teilweise bekannt, dennoch akzeptiere und respektiere ich diese grundlegende Wahrheit umfassend.
Wunderbar hat es einst ein Mensch von der amerikanischen Pazifikküste (See-at-la) zum Ausdruck gebracht: „Die Erde gehört nicht dem Menschen, der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie eint.“
Was immer ich in dieser „Matrix“ unternehme, das tue ich letzten Endes mir selbst an, denn ich bin nicht losgelöst von dem Lebensnetz. Das sollte bitte nicht negativ interpretiert werden, sondern eher den bewussten Umgang herausstellen. Ich bin mir dessen bewusst, dass die kleinste Handlung von mir in diesem Gewebe Wirkungen hervorruft. Deshalb habe ich gelernt und studiert, um dieses Mitwelt- und Lebensgewebe zu verstehen. In meinem persönlichen Fall, indem ich Geowissenschaften studierte und darüber die ganzheitliche Sicht – zumindest bilde ich es mir ein – verinnerlichte. Das hat mir eine große Zahl für mich völlig neuer Blickwinkel ermöglicht und beeinflusst auf sehr direkte und spürbare Weise meine heutige Suche von Wahrheiten. Ich möchte damit andeuten, dass es Wissensgebiete gibt, die diese Wechselwirkungen im Fokus haben. Ich habe eines davon ausgewählt, um mich tiefer einzuarbeiten. Essenz ist hier: lerne, lerne, lerne! Beobachte, lerne, interpretiere, suche, denke, fühle. Die Wahrheiten des Lebens lassen sich genau auf diese Weise erkennen. Und es ist ein wunderbares Erlebnis, sie verstehen zu lernen.
Die Natur ist für mich persönlich die größte Lehrmeisterin in Sachen Wahrheiten, denn sie offenbart sich freundlicherweise stets und überall. Gut, manchmal ist sie gar nicht freundlich, sondern brutal, wild, völlig ungezähmt und übermächtig. Doch ist es nicht genau dieser Gegensatz von lieblich, umschmeichelnd, ernährend, fruchtbar und brutal, desaströs, vernichtend auf engstem Raum?! Ist es nicht völlig faszinierend, dass genau durch diesen Gegensatz, der sich in Raum und Zeit offenbart, eine Fülle von Lebensräumen, Ansichten und eine unvergleichliche, einzigartige Pracht an Formen, Farben, Geräuschen und Gerüchen in jeder nur vorstellbaren und messbaren Größenordnung auftut?! Und wir, ich auch, sind ein Teil davon. Das ist eine Wahrheit!
Sie ist unumstösslich und hat gewaltige Folgen für jeden von uns. Für Dich genauso wie für mich! Wir können nicht ohne die Natur, die Natur kann aber jederzeit ohne uns! Allerdings ist es auch eine Wahrheit, dass Du zur falschen Zeit am falschen Ort sein kannst und Dich dann eben der brutale Aspekt der Natur aus dem Leben nimmt. Fatal! Ich wünsche es wirklich niemandem.
Klimawandel, Verschmutzung, Versauerung der Böden, Sterben ganzer Artengemeinschaften, Verarmung, Desertifikation, Treibhauseffekt – das sind die Wahrheiten oder Tatsachen, die wir Menschen tagtäglich in der „Naturmatrix“ erzeugen! Du, ich, alle! Und warum tun wir das? Weil wir uns nicht zusammen tun und dafür Sorge tragen, dass der Verschmutzung, Versauerung, der Ausrottung, Verarmung, Desertifikation Einhalt geboten wird. Wir halten uns, Du , ich, alle für so wenig mächtig, dass wir, obwohl wir die hier genannten Wahrheiten kennen, denken, wir könnten sie nicht ändern! Dabei ist es einfach! Ein klares Nein! Ein klares „ich werde jeden, der sich gegen diese Wahrheiten vergeht, nicht unterstützen, sondern nur die, die durch ihre Handlungen belegen, dass auch sie die hier genannten Wahrheiten kennen und sich daran orientieren.“
Mehr nicht! Dieser erste Schritt ist meines Erachtens der wesentlichste, denn er verändert alles.
Folglich höre ich nicht denen zu, die mir sagen, wie kompliziert der Zusammenhang ist, das weiss ich selbst, sondern nur denen, die Vorschläge haben und beginnen anders vorzugehen. Obwohl es so einfach ist, ist es ein wirklich schwerer Weg, denn Du kommst dabei sehr zügig in Konflikte mit den Gesellschaftsgruppen, wie u.a. der Industrie oder eben großen Unternehmen, deren Ziel nicht die Erhaltung von sauberer Umwelt sondern schlicht und einfach von Kontoständen, Machtfülle u.ä. ist. Und Du wirst einen fortwährenden Dissenz erzeugen mit den Nulllinienwesen, die meist parasitär und gekonnt opportunistisch durch ihre Leben gehen. Doch was ist es wert, solchen Nullnummern zu folgen, die Dich sogar letzten Endes für ihr kleinkarierten und machtgeilen Sabbereien ausnutzen, um Dich dann hernach fallen zu lassen?! Ich persönlich denke, nichts ist es wert! Schon gar, wenn Du vin Innen heraus eine völlig andere Lebenseinstellung hast oder Dir zueigen machtest durch lernen, beobachten usw..
Viele Institutionen sind z. T. seit Jahrzehnten „am Markt“ und sie haben – zumindest gilt das für Greenpeace, Seasheperd, den BUND, NABU u.v.m. – maßgeblich dazu beigetragen, dass die täglichen Untaten an der Natur öffentlich werden, die Verursacher genannt und entsprechend belangt werden. Gesetze zum Schutz des Menschen und der Natur entstehen nicht von allein. Sie müssen erkämpft werden gegen fast mafiöse Strukturen (mafiöse Strukturen sind immer parasitär; Du kannst sie daran sogar erkennen), die niemals freiwillig ihre Ausbeutermechanismen aufgeben sondern nur durch gesellschaftlichen Druck eingepfercht und ggf. sogar obsolet gestellt werden können. Und selbst dann sind diese mafiösen Machtstrukturen immer und immer wieder in der Lage, ihre Pfründe, ihren Shareholder-Value u.ä., ihren Parasitismus aufrecht zu erhalten. Und sei es mit unrechten Mitteln wie brutaler Gewalt. Als Beispiele seien hier genannt der Strompreis und die Stromlobby, die Autoabgaseinrichtungen und die Fahrzeuglobby, die Müllentsorgung und die Abfalllobby, die Waffenlobby und der Waffenhandel, der Drogenhandel, der Menschenhandel usw.. Sie sind nicht umsonst in einem Zuge genannt worden, da sie parasitär, mehr oder minder offensichtlich brutal und ausschliesslich zum eigenen Wohle vorgehen, ganz gleich welch fatale Wirkungen ihre Handlungsmuster auf die Lebensnetze, die Naturmatrix oder einzelne Gemeinschaften und Gesellschaften haben.

Wahrheit und Faktum bleibt aber immerdar: wenn das natürliche Geflecht verarmt, weil wir Menschen es nur ausbeuten, ohne gleichzeitigen und gleichwertigen Ersatz vorzunehmen (und das geschieht leider nur ganz ganz selten), dann ist es unabwendbar, dass auch wir – oder ein beachtlicher Teil von denen, die keinerlei Macht und Geld haben – ausgelöscht werden, denn die Natur kann ohne den Menschen sehr wohl auskommen, der Mensch kann aber nicht ohne die Natur existieren. So einfach ist das. Fatal ist, wenn einer Mehrheit an Habenichtsen (so werden die Mittellosen gerne von den Machthabenden benannt) Schaden widerfährt, weil einige Wenige sich einen Kehrricht darum kümmern, welche Folgen ihr Handeln hat.
Wenn unsere Landwirte z. B. Unmengen an Düngern, Kulturpflanzenschutzmitteln einbringen, die Böden verdichten und nicht adäquat bearbeiten, dann können sie vielleicht eine ganze zeitlang höhere Erträge erwirtschaften, doch den Preis dafür zahlt die Mitweltgemeinschaft. Wenn das Schutzgut Boden degradiert, erodiert und letzlich dann vernichtet wird, dann wird unsere aller Lebensgrundlage vernichtet. Ohne gesunden Boden sind wir alle nichts, denn er ernährt uns.
Wenn uns Autofirmen betrügen, indem sie sagen, sie würden saubere Motoren bauen, und es dann geschickt manipulierte Maschinen sind, die nur zeitweise weniger Abgase produzieren, dann bezahlen wir alle dafür, denn die Verschmutzung der Luft wird mehr statt weniger und damit nehmen auch die damit verbundenen Krankheiten an Mensch und Natur zu und nicht ab.
Wenn wir zusehen, wie die Industrie und auch wir alle in unseren Haushalten immer mehr CO2 produzieren, dann wird die Erde in einer nie dagewesenen Weise immer wärmer und wir alle spüren diese Veränderungen in unseren Umfeldern (das geschieht bereits, Stichwort Treibhauseffekt).
Wenn unzählige Staaten nichts tun, um die Verschmutzung des Bodens, der Gewässer und der Luft zu verhindern, dann verschmutzen sie damit ihre Länder und die Mitwelt und der überwiegende Teil der Menschen wird dadurch ärmer, nicht reicher.
Es kommt in der Folge zu gewaltigen Wanderungsströmen. Auch das geschieht gerade, Stichwort Flüchtlingskrise.
Wenn guter Boden, reines Wasser und subere Luft nicht mehr vorhanden sind, dann weicht alles, was lebt aus. Es wandert. Und wenn dann die, die noch über diese Güter verfügen, spüren, dass sie abgeben müssten, dann kommt es zu Kriegen und widerlichen Konflikten.

Die Zusammenhänge sind offensichtlich. Sie sind Wahrheiten!

Ist es nicht eine der wichtigsten Aufgaben, den gerade genannten widernatürlichen Vorgehensweisen Einhalt zu gebieten und in jedem Haushalt, jeder Firma, ganz gleich wo, mit dafür Sorge zu tragen, dass wir unsere Kräfte und Kenntnisse dafür einsetzen, dass ein Mehr an sauberer Mitwelt gestaltet wird?! Ist es vielleicht auch für Dich bedeutsam, wenn Du in Deinem Garten statt Nadelgehölzen Bienenweiden, Hummelbrutplätze und Blattpflanzen etablierst?!
Fangen wir im Kleinen an und erweitern den Radius von Jahr zu Jahr, denn im Kleinen wie im Großen ist eine Wahrheit der Natur, die wir respektieren und fördern können, nämlich die, dass wir ohne die Natur gar nichts sind und die Natur sehr wohl ohne den Menschen deutlichst vielfältiger wäre. Sicher ist für mich persönlich, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der sich in dieser Hinsicht einbringt. Es gibt in diesem Kontext wirkliche HeldInnen. Auch wenn Du nur relativ wenig von ihnen erfährst, weil die machtpolitisch gelenkten Medien nicht berichten dürfen oder diesen der Geld in deren Kassen spülende „Bildjournalismus“ wichtiger erscheint. Die „AktivistInnen“ sind dennoch existent und sie arbeiten an ihren jeweiligen Themen! Sie haben in vielen Ländern, u.a. in meinem, für gesetzliche Änderungen gekämpft, die insgesamt betrachtet zum Wohle der Natur beitragen oder beigetragen haben. Und der Weg ist noch lange nicht zuende. Er hat erst gerade begonnen.
Die Natur ist das gewaltigste erlebbare Szenario, das wir in unserem Leben verstehen lernen können. Und das Besondere daran ist, Du spürst oder lernst tagtäglich, dass Du ein Teil von ihr bist und dass sie den Schutz um unserer selbst Willen benötigt. Wollen wir uns selbst und unseren Nachfahren ein gutes, also gesundes und auskömmliches Leben ermöglichen, dann müssen wir uns um die Natur kümmern und sie in Schutz vor den Bestien nehmen, die sie nur ausbeuten und sich nicht darum kümmern, neue Lebensgeflechte aufzubauen oder bestehende zu sanieren und zu revitalisieren. Akzeptiere und respektiere diese Wahrheit, oder lasse es. Lässt Du es, dann gehörst Du für mich nicht zu denen, denen ich meine Freundschaft anbiete und auch die Deine nicht als Besonderheit bewerte. Für mich persönlich ist das Kümmern um die Wechselwirkungen des Lebendigen eine wichtige  Angelegenheit.

| nach oben

IV. Die Wahrheit des (Da-)Seins

Die Wahrheit des (Da-)Seins

Um dem Eindruck vorzubeugen, es ginge bei der Darstellung meiner subjektiv wahrgenommenen Wahrheiten darum, dass es irgendeinen Weg gibt, gar eine Hoffnung oder ähnliches, dem ist meiner Meinung nach nicht so. Das Schicksal, also das, was jedem Einzelnen von uns widerfährt, kennt keine höhere Gerechtigkeit, zumindest kann ich sie nicht als aktive Kraft oder ähnliches ausmachen. Ob ich das hier nun darstelle oder auch nicht, wir entgehen unserem Schicksal niemals. Also selbst wenn Du oder ich denken, wir könnten Wahrheiten erkennen, heisst das nicht, dass unser Lebens- und Schicksalsweg davon irgendwie berührt wird, schon gar in positiver und bekömmlicher Weise.

Ich selbst vermag keinen übergeordneten Plan zu erkennen, ich vermag auch keinen einzigen Hinweis auf ein Interagieren zwischen Hüben und Drüben wahrzunehmen. Das Rätsel des Seins, sollte es einen Sinn geben, ich kann ihn euch nicht sagen, denn ich weiß nicht, ob es einen Sinn unseres Daseins überhaupt gibt. Ich tendiere eher zu der Auffassung, dass wir sowohl der mannigfachen Interaktion der Natur-Matrix (z. B. Krankheiten) als auch der gesellschaftlichen Mitweltgefüge schlicht ausgeliefert zu sein scheinen. Weder meine Intellektualität noch mein Glaube, so ich denn einen habe, können mich vor dem Ungemach der beiden energiegeladenen Netzwerke in irgendeiner Art und Weise schützen. Das einzige, was einen gewissen Schutz gewährleistet, ist, halte die Augen auf, denn die Rettung der Ertrinkenden ist Sache der Ertrinkenden. Und wenn Du denkst, Du musst etwas unternehmen, tue es. Mache es!

Und sei Dir dessen bewusst, alles, was Du in diesem Netzwerk vornimmst, wird eine Wirkung haben und letzten Endes kommt ein Teil dieser Wirkungen bei Dir selbst an. Das hat nichtrs mit irgendeiner Form der Gerechtigkeit zu tun. Meiner Meinung nach hat es einen zutiefst energetischen Aspekt und keinen religiös-philosophischen.

Ich möchte sogar soweit gehen, zu sagen, das ist sicher. Und deshalb ist es auch wichtig, sich darüber bewusst zu werden. Das Wechselwirkungsgeflecht auf einer enerergetischen Ebene existiert. Und wenn Du es manipulierst, kann das zu für Dich erfreulichen kurzfristigen Ergebnissen führen, doch es entlässt Dich nicht.  Du bist genauso Spielball des Seins wie jedes andere, Dich umgebende Mitweltwesen. Das ist das einzige, was ich denke, darüber zu wissen. Doch endgültige Sicherheit habe auch ich nicht. Und aus energetischer Sicht heraus ist das Lebensgefüge anscheinend so ausgelegt, dass es auf jedweden Entzug oder Zusatz von Energie adäquat reagiert. Einzig die Zeitpunkte sind unterschiedlich lang. Mal reagier das lebendige System innerhalb wahrnehmbarer Zeitabschnitte, mal nicht. Das macht es ja gerade so immens schwer, Vorhersagen zu treffen.

Ich denke und fühle, also bin ich. Ich betrachte mich als Gefäss für einen, meinen, von mir wahrzunehmenden Geist, der in meiner körperlichen Hülle zeitweise verweilt. Und mein Geist kann lernen, kann fühlen, kann kommunizieren. Sei es in der mir anerlernten Muttersprache, sei es in einer oder mehrerer weiterer Sprachen, die meine Mitwelt mir anbietet oder die ich in ihr nutzen kann, muss, darf. Oder sei es nonverbal, denn um wievieles mehr kommuniziert mein Geist über Gefühle, Intuitionen, Ahnungen?! Auch das ist erlernbar! Und ich bewege mich wie alles um mich herum in der natürlichen Matrix. Sie machte mich, sie macht alles, was wir als Dasein und Leben erkennen können. Die Natur ist unser aller Mutter und sie ist das Gewebe, aus dem wir als individuelles Wesen hervortreten und in das wir unseren Körper betten, um wieder dispers zu werden, indem unsere Körper dazu beitragen, dass es neues Lebens gibt. Doch wir haben ein geistiges Wesen in uns, das stets neugierig, fordernd, wissen wollend ist, das Freude und Liebe empfinden kann. Es reflektiert sogar das eigene Leben, (Da-)Sein, fragt sich, woher komme ich, wer bin ich, was mache ich hier eigentlich. Du kannst es jederzeit „zuschalten“, indem Du Dir besinnende Momente schenkst, Du kannst es aber auch „wegschalten“, indem Du Dich nur auf Karriere, Geldvermehrung, Machterreichung, Einfluss- und Verdienstespiele konzentrierst, denn auch das ein Teil Deines Geistes! Wir sind in diesen Entscheidungen frei, solange uns nicht andere Menschenwesen daran zu hindern versuchen. Du erkennst zweifelsohne, dass Dein Sein eine Wahrheit ist. Es ist Dein Leben, das Du reflektierst, gestaltest, es ist Deine Interaktion mit anderen Mitweltgeschöpfen, die Du schaffst und an denen Du Dich erfreust oder davon lebst. Auf jeden Fall bist Du lebendig und Dein Sein ist alles, was Du wirklich hast. Und das erkennst Du ganz schnell, wenn Du einmal versuchst, die Luft anzuhalten. NA? Wie lange funktioniert das? 20 Sekunden, gar eine Minute?! Du erkennst unschwer, dass Dein Sein  als lebendiges System unabdingbar verbunden damit ist, dass Du atmest, trinkst und isst – und denkst. Es ist eine unabwendbare und existierende Wahrheit.
Mir wurden die Gedanken, die ich hier als elementare Daseinsfaktoren beschreibe, nicht in die Wiege gelegt. Ich lerne und beobachte, lese, schaue hin, höre zu und gebe mir oft Ruhe, um die Bilder fliessen zu lassen und dadurch den Begriff Wahrheit des Seins für mich greifbarer zu machen. Nicht alles um mich herum ist sofort erklärbar oder erscheint mir sinngebend. Muss es auch nicht, doch in der Ruhe und Besinnlichkeit liegt einer der Schlüssel verborgen, der in mir einen Eindruck von Wahrheit des Seins formen kann. Vielleicht geht es Dir ja genauso?
Ich habe noch einen zweiten Schlüssel gefunden. Es ist dies die Kreativität, also eine Handlungsweise, die in keinster Weise von mir verlangt, genau messend, kalkulierend, logisch vorzugehen.
Verbinde ich diese beiden Geschehnisse zu einer Aktionsform, stelle ich fest, dass eine Art „Gehirnfliessen“ einsetzt, das mein Hier-Sein auf besondere Art und Weise um viele Facetten bereichert. Mit Deiner Hände Arbeit in kreativer Weise verbinden sich die verschiedenen Gehirnareale miteinander und lassen Dich etwas erleben, was ich wie eine Art freundlich aufmerksamer und vor allem liebend fürsorglicher Zuwendung erlebe. Es ist dies die Zuwendung zu Dir selbst, zu Deinem Inneren, zu dem, was Dich als Persönlichkeit ausmacht. Das gestalterische Arbeiten ist ein wundervoller Prozess unseres Seins, sei es individuell oder in einer Gruppe. Gestaltung, Formung bewegt uns im tiefsten Innern und nähert uns auf besondere Weise dem Sinn des Seins, denn wir fühlen uns bei diesem Prozess aufs innigste verbunden, erkennen uns als Teil eines Ganzen und dennoch sind wir ganz in uns und vor allem Du fühlst das eigene Ich. Schon seltsam. Ich hoffe, ich konnte die Worte so wählen, dass es verständlich geworden ist.
Das bedeutet allerdings nicht, dass das kreative Schaffen nicht auch ein Prozess sein kann, der schmerzlich und sehr emotional ist. Häufiger als es mir persönlich z. B. lieb ist, ermöglicht es ein Durchdringen tiefster und scheinbar bedrohlicher Eindrücke. Ich habe erfahren, dass das allen Menschen in ähnlicher Weise widerfährt, ganz gleich aus welchem Kulturkreis und damit Prägungsmuster sie stammen. Meistens  ist das Ergebnis eine innere Ruhe, die dann einkehrt, wenn Du mit Deinen Händen und Deinem Geist auf kreative Weise arbeitest. Doch dieser öffnet ganze Schleusensysteme. Nicht umsonst werden im therapeutischen Kontext kreative Gestaltungsabläufe angewendet, um genau den hier beschriebenen Mechanismus in Kraft zu setzen. Und das ist deshalb auch nicht immer ein wohltuender Prozess. Gut, letzten Endes ist er es, doch dieser Weg kann viele Kurven, Fallgruben, nebulöse Stellen aufweisen. Dafür wirst Du ja im therapeutischen Umfeld auch professionell begleitet.
Ist das hier geschilderte Geschehnis nicht auch ein Hinweis darauf, dass wir Menschen übergreifende Gemeinsamkeiten haben, die unser Sein kennzeichnen, und das über alle kulturellen und gesellschaftlichen Schranken hinweg?! Ist es vielleicht sogar eine ganz wesentliche Gemeinsamkeit, die uns vereint und ist es damit nicht auch ein Ansatz, dem wir gemeinsam folgen können? Ich persönlich halte es für eine Seins- und Sinn des Seins-Frage und erkenne diese Wahrheit der Geschehnisse an. Ich weiss natürlich nicht, wie es Dir geht, doch ich mutmaße, Du kennst das auch.  Deswegen postuliere ich hier ganz frech: der Sinn des Seins ist die Gestaltung, das Schaffen, die gemeinsame Arbeit, das Miteinander. Die Wahrheit unseres Seins beruht im Wesentlichen auf einem Erleben des Miteinanders, denn wir sind letzten Endes auch nur Säugetiere und damit soziale Wesensgemeinschaften, deren Geninformationen auf Austausch ausgelegt sind, weil es sinnvoll und überlebensfördernd ist, miteinander etwas zu tun. Du kannst demnach die Wahrheit Deines Seins für Dich selbst erschliessen, wenn Du Dich kreativ, frisch, fromm, fröhlich und manchmal sogar frei auf die Dich beschäftigenden Ereignisse einlässt und sie beginnst zu „begreifen“ und sie mit anderen Menschen teilst.
Und auch hier, ich sprach es bereits andeutungsweise an, taucht als eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung die Freiheit des Einzelnen auf. Die Freiheit, sich der Entscheidung der Gruppe anzuschliessen, sich eine andere Gruppe zu suchen oder eben eigene Wege zu gehen!  Und interessanterweise wird die Beschäftigung mit Dir selbst, z. B. bei kreativen Handwerksarbeiten, im Rahmen einer Dich umgebenden Gruppe zu einem meist sehr erkenntnisreichen Vorgang, um es etwas neutraler zum Ausdruck zu bringen. Fortgeschrittene und am Wohl und der Gesundheit des Menschen orientierte Kultur- und Gesellschaftskreise erkennen in dieser Freiheit des Einzelnen eine kreative und sinngebende Kraft und lassen sie demzufolge auch zu und schützen sie sogar rechtlich. Retardierte Gesellschaften dagegen versuchen diese Freiheit zu unterdrücken und zu verhindern, denn sie könnte die bestehenden Machtsstrukturen gefährden. Das reicht bis hin zu aktiver Diffamierung und Diskreditierung, gesellschaftlicher Ausgrenzung, ja sogar Verfolgung und Bestrafung. Doch wie auch immer die relevante Vorgehensweise sein mag, immer und stets taucht in der Interpretation der Wahrheit des Seins eben diese Freiheit auf, etwas zu tun oder es zu unterlassen bzw. tun zu dürfen oder es wegen gesellschaftlicher Sanktionen unterlassen zu müssen. Du kannst Dich frei dazu entscheiden, anderen zu schaden oder in friedlichem Austausch mit ihnen zu leben. Und das betrifft alle Mitweltlebensgemeinschaften, nicht nur die Deiner, meiner Mitmenschen. Du kannst Dich für einen Weg zu Dir, zur Suche nach Deiner Wahrheit entschliessen und es kommt dann ganz auf die Dich umgebende aktuelle Gesellschaft an, ob das ein konfliktfreies Unterfangen wird oder Du dafür die jeweils akzeptierten gesellschaftlichen Sanktionen erlebst. Doch diese Suche, dieses Hinausschreiten aus vermeintlichen gesellschaftlichen oder gemeinschaftlichen Grenzsetzungen kennzeichnet m. E. die Wahrheit des Seins. Das sich Bewusstwerden des eigenen Ichs, der eigenen Existenz (ich denke, also bin ich) ist eine Wahrheit. Und es birgt wie schon beschrieben eine Unmenge an Konflikten mit Deinem direkten Umfeld. Allerdings ist dieses Loslösen aus ganz individuellen Erwägungen heraus geradezu ein Charakteristikum der nach Wahrheit suchenden Menschen. Sie erkennen die gesellschaftlichen „Pferche“ und „Gatter“ und stellen sie über kurz oder lang in Frage und lösen sich nach Möglichkeit mehr oder minder vehement und nachhaltig selbst heraus bzw. werden durch die „Eingepferchten“ und „Eingegatterten“ herauskomplementiert.

| nach oben

V. Wahrheit des Lebens

Die Wahrheit des Lebens

Leben bedeutet, dass Du Dich und Deine Mitwelt und Deine Mitwelt wiederum Dich wahrnimmt. Du siehst, hörst, riechst, schmeckst, Du betrachtest und interpretierst. Du lernst durch Abschauen, Zuhören, Nachahmen, durch Ausprobieren und Experimentieren. oder einfach nur so vor Dich hin. Ob Du nun Bücher studierst, Musik machst, Autos reparierst, Dich um Deine Leuter kümmerst, auf Reise bist oder was auch immer – du lebst und Du wirst als lebendiges Wesen wahrgenommen durch Dein Dasein oder Deine Arbeit, Deine Worte und Taten, Deine Musik u.v.m.. Und Du bist neugierig, fragst, suchst Antworten, Lösungen für irgendwelche Problemstellungen.
Und das ist eine weitere Wahrheit, die alle Menschen genau so erleben, ganz gleich aus welchem Kulturkreis sie auch stammen mögen. Die Neugierde – ein typisches Merkmal des Lebens, kennt keine Grenzen. Die Neugierde ist eine Art treibender Motor des Lebens. Sie verbindet uns tierische Wesen in jedweder Lebenssituiation miteinander, sie ist geradezu typisch für uns, und sie ist für mich deshalb ein wichtiger Bestandteil der Lebenswahrheit! Wer oder was auch immer Grenzen setzt, wird es niemals bewerkstelligen können, diese Neugierde zu zähmen. Sie hinterfragt, sie erzeugt Unruhe, sie lässt Dich nicht aufhören, Antworten zu finden, Lösungen zu überdenken.
Die Neugierde läßt und ließ den Menschen schon von Anbeginn an wandern, sei es im Geiste oder physisch. Sie ist eine der treibendsten und stärksten Kräfte, die ich kenne und sehr schätze und sie ist  geradezu kennzeichnend für die Wahrheit des Lebens. Leben bedeutet eine stete Neugierde und Suche nach Optionen, nach Verhaltens- und Handlungsmustern. Sei es, dass Du schaust, was Du zu essen bekommen kannst und den Kühlschrank öffnest oder die Lippen leckend einer vorbeifliegenden Gans nachschaust, sei es, dass Du eine Formulierung einer von Dir getätigten Beobachtung eruierst, sei es, dass Du eine Fehlfunktion z. B. eines Motors untersuchst und nicht aufgibst, sie zu beseitigen. Immer treibt Dich die Neugierde und das unbedingte Wissen und Ausprobieren wollen voran. Und Du bist erst dann beruhigt, wenn sie Dich Antworten, Lösungen finden ließ.
Diese Wahrhaftigkeit birgt als lebendige Kraft revolutionäre Potenziale, die insbesondere dann hervorkommen, wenn ihr gesellschaftliche oder gemeinschaftliche Sanktionen und Restriktionen begegnen. Neugierde – das konstatiere ich hier – ist die Wurzel jedes Freiheitssehnens. Die Freiheit, hinter den Vorhang sehen zu können, die Neugierde Türen zu öffnen, die verschlossen zu sein scheinen, die kaum zu bändigende Sehnsucht, was hinter dem Horizont sein mag. Es ist eine intensive und aktive Kraft, die eine Wahrheit des Lebens charakterisiert.
Und ist es nicht die Neugierde, die Menschen dazu veranlasst, aussergewöhnliche Leistungen zu erbringen?! Hat die Neugierde erst einmal in Dir Fuß gefasst, wird sich der Mensch, also Du, ich, wir alle von Nichts und Niemandem stoppen lassen, um Antworten zu finden.
Ich gehe sogar soweit, im gesellschaftlichen Zusammenhang zu sagen, dass alle die, die Neugierde durch Restriktionen unterbinden und unterdrücken, es nur tun, um einen teils mehr als befristeten Machtanspruch, also eigene Privilegien zu manifestieren. Historisch betrachtet werden solche Menschen dieses niemals für lange Zeiträume bewerkstelligen können. Sie wollen festhalten an ihren Pfründen, Privilegien und damit meist auch an der Ausbeutung, Versklavung von anderen Menschen, um sich selbst Wohlstand und Machteinfluss zu sichern. Doch halten sie die Neugierde dadurch auf? Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sie das nur zeitweise durch Repressionen und Restriktionen schaffen, doch letztendlich verschwinden solche Gesellschaften im geschichtlichen Nichts und die Neugierde, der Drang nach freier Entscheidung siegt. Und damit siegt die Freiheit! Die Freiheit, das zu tun und zu lassen, was jeder einzelne Mensch für sich entscheiden möchte. War es nicht schon immer ein besonderes Anliegen der Menschen ganz gleich wo und wann, selbstbestimmt leben zu können?! Ich denke schon! Es ist sogar aktueller denn je und führt nach wie vor zu ungemein heftigen Auseinandersetzungen.
Sobald das Leben eine nachhaltige Sicherung erfährt, also genug zu essen und zu trinken vorhanden ist und eine geregelte Entsorgung etabliert werden konnte (das sage ich als Siedlungsgeograf, denn wo keine Entsorgung gewährleistet ist, ist ein auskömmliches Zusammenleben nicht möglich), wird das gemeinschaftliche Leben durch die Neugierde auf meist vom Mainstream abweichende Bahnen gebracht. Sie gekennzeichnet und charakterisiert Fortschritt. Sie ist eine Wahrheit des individuellen wie auch gemeinschaftlchen Lebens. Leben ist neugierig, Leben sucht immer und forscht. Es bewegt sich, es untersucht, es wird niemals damit aufhören. Neugierde ist ein Merkmal des Lebendigen, das aus evolutionärer Sicht ein Garant für Weiterentwicklung, nennen wir es ruhig Fortschritt, ist
Sie, die Neugierde,  hat immense Konsequenzen für jeden von uns, denn wenn sich viele Neugierige zusammentun, dann entstehen teilweise umfassende gesellschaftliche Bewegungen und oftmals ist damit auch ein spürbarer technologischer Fortschritt verbunden.Schon sehr früh in der Entwicklung der Menschheit haben sich Menschen mit Spezialkenntnissen zusammen getan und damit bis heute gültige Regelhaftigkeiten der Zusammenarbeit geschaffen. So sind aus dem Iran und Irak Metallurgien nachweisbar und dazugehörige Rohstoffgewinnungsstätten, die mehr als 6.000 Jahre alt sind.
Vielleicht geht es Dir auch so, dass Du es spürst, was ich hier gerade beschrieben habe. Die Wahrheit des Lebens ist forschend, fordernd, suchend – neugierig auf Neues. Die Wahrheit des Lebens ist vielschichtig und dennoch ganz einfach. Und so kannst Du entscheiden, akzeptierst Du diese Wahrheit oder lässt Du es. Sie kann ohne Dich existieren und Du ohne sie, doch wenn Du Dich dieser Wahrheit stellst, verändert sich binner kurzer Zeit Dein gesamtes Leben, denn Du wirst viele Fragen haben und nach Antworten suchen wollen. Sei´ neugierig. Suche! Und schaue Dich um, denn sicherlich gibt es einige anderen Menschen, die ebenfalls so sind wie Du. Zugegeben, sie sind nicht einfach zu finden, doch sicher ist, es gibt sie.

Ein weiterer Aspekt der Wahrheit des Lebens ist der, dass ein jedes Leben einzigartig und deshalb schon aus sich heraus faszinierend ist. Auch wenn sich die Individuen einer Art sehr ähnlich sind, dennoch weist jedes einzelne Exemplar eindeutige und unverwechselbare Eigenschaften auf. Faszinierend. Und die Arten sind untereinander wiederum teilweise ähnlich und zeigen eine Weiterentwicklung der Fähigkeiten und der Ausnutzung ihres Lebensumfeldes. Als gäbe es Bauanleitungen, die stets darauf achten, dass das Lebewesen eindeutig seiner Art zugehörig ist und dennoch einzigartig, eben nur ähnlich aber nicht gleich. Dieser Bauplan, der das Leben ausmacht und in seiner Komplexität unüberschaubar ist und dennoch funktioniert, macht mich persönlich schweigsam ob dessen umfassender Komplexizität und Funktionalität.
Ich denke, es ist gut, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass wirklich jede Lebensform Sinn und Zweck erfüllt und zudem bei genauer Betrachtung einzigartig und bestens ausgestaltet am Reigen des Lebens teilnimmt.
Ist es in Anbetracht dieser Ausprägungen und Funktionalitäten, von denen wir nur einen kleinen Ausschnitt nachvollziehen und begreifen, nicht sinnvoll,  es vollständig zu respektieren, zu schützen, und uns, wo immer wir auch mit der Mitwelt interagieren ,vor- und umsichtig zu verhalten? Oder ist es zielführender, so wie es in Gänze zur Zeit passiert, so zu tun, als sei jedes andere Leben ausser unserem eigenen, wertloser und kann in der Folge dessen rigoros ausgebeutet werden?!
Ich vergegenwärtige mir bei immer mehr Interaktionen meinerseits diese Wahrheit, die ich nur oberflächlich in Worte zu fassen in der Lage bin, und je mehr ich darüber nachdenke, desto demütiger und vor allem umsichtiger werde ich. Vielleicht geht es Dir auch so, denn eines ist sicher, die kurze Lebensspanne einer jeder Lebensform mit all seiner Vitalität und Einzigartigkeit ist stets auch endlich! Und so ist auch die Zeitspanne, in der Du Dich staunend in den Lebenswahrheiten umsiehst, sehr begrenzt. Vielen widerfährt sie nie, da sie niemals die Chance dazu bekommen oder sie sich vielleicht schnell selbst vorenthalten, indem sie sogenannte rationale, gesellschaftlich konforme und opportune Verhaltensweisen auswählen und sich damit jedweder tieferen Erkenntnis zu den Lebenswahrheiten selbst verbauen.  Monetär ausgerichtete Lebenswahrheiten kennzeichnen sich meiner Meinung nach vor allem durch ein aktives Wegsehen von der Mitwelt und ein Fokussieren auf simple Sammlertätigkeiten (wie z.B. in Form von Kontoständen, die über den Verkauf oder das Anbieten von Waren und Dienstleistungen generiert werden). Sie kennen keine Demut, kaum Respekt und sie neigen dazu, alles nur unter dem Aspekt der Nutzung zu bewerten und zu sehen, um damit Geld anzuhäufen.  Es ist im Grunde genommen wine ganz einfache Vorgehensweise, die so alt wie die Menschheit selbst ist. Dass damit wesentliche Erkenntnisse schlicht unmöglich werden, ist denen, die so vorgehen, völlig gleichgültig, solange der Kontostand, die eigenen Privilegien sich möglichst linear wenn nicht exponentiell entwickeln. Im Grunde genommen sind solche Vorgehensweisen von Beginn an tot, denn ein Kontostand lebt nicht, ein gesellschaftliches Privileg oder ein entsprechender Machtzuwachs haben nichts mit dem Leben zu tun, sondern sind nur Merkmale eines gesellschaftlichen Status´, der zeitweise vielleicht schönere Häuser, goldene Wasserhähne u.ä. ermöglicht. Doch genau diese sind nur dadurch entstanden, dass andere mit ihrer Arbeit (sei sie freiwillig oder zwangsweise ausgeführt worden) dazu ihre Kraft und Arbeitsleistung bereitgestellt haben. Lebendig sind sie nicht und sie können sogar dazu führen, dass sich die betroffene Person ob dieser Glaubensausrichtung immer weiter vom Leben entfernt, gar zu einem Feind alles Lebendigen wird. Nun darf man aber in diesem speziellen Kontext auch nicht vergessen, dass solche monetär ausgerichteten Agglomerationen die Grundlage bilden können, die ein Forschen erst ermöglichen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es genügend Beispiele dafür gibt, dass solche montaären Agglomerationen überhaupt erst die Grundlage dafür darstellten, was wir als Initiation der Wissenschaften erkennen können. Erst der monetäre und meist dann auch militärische Verdichtungsprozess führt zur Etablierung von Forschungszirkeln, Schulen, Universitäten u.ä..

Ich denke, dass es ein grundlegender Schritt ist, sich darüber bewusst zu werden, dass das Leben in einem steten Austausch stattfindet und dass dieser Austausch im wesentlichen durch bestimmte, sogar charakterisierende treibende Kräfte ermöglicht wird. Und es sei die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er altruistisch teilnimmt, als Parasit oder einfach nur als dummer und vernichtender Organismus. Wir haben es oben bereits angerissen, ganz gleich wie Du Deine Entscheidung triffst, sie wird ihre indisviduellen wie auch gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen entfalten, so dass Du irgendwann rückblickend dann bewerten kannst, habe Du zum Wohl all dessen beigetragen oder nicht. Zum Wohle bedeutet, dass durch Dich neue Strukturen entstehen, die Überdauerungsmerkmale besitzen, weil sie zum gesellschaftlichen, familiären oder letzten Ende individuellen Auskommen beitragen oder beigetragen haben.

Zur Wahrheit des Lebens gehört deshalb, wie kann es auch anders sein, der Tod. Die Nähe des Todes ist oftmals der Grund für die Menschen zurückzublicken. Für viele ist es ganz schrecklich, denn sie erkennen vielleicht, dass sie nicht zum Wohle der Mitwelt beigetragen haben, sondern nur zur Steigerung von Zahlenwerten auf dem eigenen Konto. Diesen mag diese Sinnlosigkeit dann vielleicht sogar als Last erscheinen, denn interessanterweise werden die meisten Menschen im Angesicht der Brücke hinüber plötzlich emotional und altruistisch.

| nach oben

VI. Wahrheit des Todes

Die Wahrheit des Todes

Tod bedeutet nichts anderes als das Ende aller lebendigen Funktionen. Der Körper funktioniert nicht mehr, verstirbt und wird auf geradezu wundersame Weise wieder in den Kreislauf des Lebens zurückgeführt, indem alle physischen Komponenten wieder in den Kreislauf eingegliedert werden. Es gibt Situationen, z. B. auf dem Mond, da ist alles tot (auch wenn es dort anscheinend einmal Leben gegeben haben könnte), denn es gibt keinerlei Lebensformen, die unter den dort vorherrschenden Situationen existieren könnten. Doch wo nichts Lebendiges ist, kann auch nichts sterben! Erst dort, wo Leben existieren kann, gibt es auch den Tod.
Wenn das Lebendige aufhört zu existieren, dann müssen wir schon etwas genauer hinsehen. Denn nur weil ein lebendiger Körper aufhört zu existieren, bedeutet das nicht gleichzeitig das Ende des Lebendigen. Im Gegenteil. Myriaden von Lebewesen bekommen durch den Tod von lebendigen Körpern erst eine Nahrungsgrundlage. Stirbt also durch den Körpertod auch  das Leben? Nein, es stirbt nur die physische Hülle und der Geist des Wiederaufnehmens und in den lebendigen Kreislauf Integrierens wird durch unzählige Lebensformen durch den Tod des Anderen geradezu getriggert. Somit sind es energetische Übergänge, die weiterhin Leben und seine unzähligen energetischen Zyklen gewährleisten, auch wenn das individuelle Dasein ein Ende gefunden hat. Und diese Helferleingemeinschaften arbeiten daran, dass neues Leben ermöglicht wird. Ich spreche hier nicht umsonst vom Geist oder eben dem Plan der Wiederaufnahme, denn es erscheint mir geradezu genial, dass es diese Vorgänge gibt. Es ist irgendwie alles aufeinander eingespielt mit dem einen Ziel, weiteres Leben zu ermöglichen und die Myriaden an physischen Entitäten mit Energie zu versorgen. Abstrahierst Du den Tod auf diese Weise, verliert er ein wenig seiner dunklen Bedrohlichkeit, denn Du als Teil des Lebens bleibst für immerdar auch ein Teil des Lebens.
Und um den ständigen Nachschub an Leben zu gewährleisten, das von Anbeginn seiner Existenz an dem Tode geweiht ist. ist es notwendig sich zu vergegenwärtigen, dass eine weitere Genialität des Lebens und des Todes, die körperliche Vereinigung, die Vermehrung, die Liebe ist. Sie erst schafft neue, dem Tod geweihte Wesen. Ist doch faszinierend, oder nicht?! Die Liebe ermöglicht erst den Tod. Ich finde das sehr faszinierend. Es gäbe keinen Tod, gäbe es nicht die Liebe und Vereinigung der Geschlechter. Beides ist aufs Innigste miteinander verwoben.
Somit basiert die Wahrheit des Todes im Grunde genommen auf der Liebe und man möchte sogar meinen, sie ist ein wesentliches Element der Liebe. Das ist schwerer Tobak, das ist mir völlig bewusst. Wie kann denn der Tod ein Teil des Lebens und damit der Liebe sein? Machen wir es uns einfacher. Ohne das Leben und dessen Tod, keine neue Liebe und somit kein neues Leben! Erst durch den physischen Tod, wird Platz geschaffen und vor allem der energetische Kreislauf aufrecht erhalten, der in einem noch umfassenderen Kreislaufsystem der natürlichen und energetischen Ereignisse die Grundlage für immer neues Leben und damit neuen Tod darstellt. Und die treibende Kraft ist die Liebe.
Die Liebe ist meiner Meinung nach das verbindende Element, denn sie hat nur ein Ziel,. Sie garantiert, das Leben zu erhalten und zu mehren. Der Tod beendet ein jedes Leben. Doch der Bauplan wird weitergegeben und durch die genetischen und auf molekularer Ebene ablaufenden Prozessgefüge sogar erweitert. Faszinierend. Nicht Klonen, Nein, im Gegenteil, es wird immer auch eine neue Kombinationsoption fixiert, die ggf. zu einer besseren und angepassteren Ausstattung des Individuums führen kann und damit zu einem Vorteil im Mitweltgefüge wird, sei es individuell oder im sozialen Kontext.
Natürlich kann sie auch zum Nachteil sein, das steht ausser Frage, doch im genetischen Prozess ist es, als gäbe es einen Plan, eine Skizze, eine Matrix, die darauf basiert, dass bis dato erfolgreich Angewendetes beibehalten wird, da es damit eine gewisse Funktionsverlässlichkeit bekommt, um am Lebensgefüge teilnehmen zu können. Und diese wird im Genom über die Verschmelzung der Geschlechter weitergereicht und durch die Zusammenführung oder eben die Neukombination der verschiedenen Erbanlagen ein klein wenig moduliert. Die Mitwelt selektiert dann die optimalste oder einfach nur die glücklichste Anpassung. Also ist die Selektion, die durch die verschiedensten organischen und anorganischen Mitweltgefüge und ihre Interaktionen  und Zwischenabhängigkeiten generiert wird, eine weitere Kraft, die sowohl ständig neue Lebensräume ermöglicht als auch auszulöschen in der Lage ist. Dieses Interaktionsgefüge vermag  meiner Meinung nach den Tod als solches durchaus zu abstrahieren. Ich hoffe, Du kannst das nachvollziehen?!
Kommen wir zu unserem menschlichen Tod. Viele Wissenschaftler haben schon längst untersucht, ob der Tod Deines Körpers eine endgültige Sache ist. Ja und Nein, das ist das Ergebnis meiner bisherigen eigenen Untersuchungen. Ja, er ist unausweichlich und gewiss, er findet unausweichlich statt. Doch stirbt damit auch unser Geist? Eine des wesentlichen Wahrheiten in diesem Bereich ist für mich die, dass wir uns gewiss sein können, dass es ein Jenseits gibt. Unzählige neugierige Forschende haben es eindeutig belegt, indem sie die sogenannten NTE (Nahtoderlebnisse) wissenschaftlich untersuchten. Es gibt einen Bereich, der uns klar belegt, dass unser physischer Körper seine Funktionen nachweislich beendet hat und dennoch nimmst Du Dich weiter wahr!
Fatal! Somit ist es eine Wahrheit, denn so viele Beschreibungen sind vorhanden, so viele Prüfungen dieser Darlegungen wurden vorgenommen, als dass es nicht als gewiss betrachtet werden kann, dass es ein Weiter“existieren(leben)“ gibt. Die Wahrheit dieser Aussage ist gewaltig, auch wenn wir nicht wissen, was hinter dem Horizont geschieht, denn es ist eine der grundlegendsten Wahrheiten, dass wir auch als Neugeborene nicht wieder in den Mutterbauch zurück können und uns nicht erinnern können, wie es dort war oder eben ist. Genauso ist es mit diesem Vorhang. Ist dieser erreicht, gibt es vermeintlich kein Zurück mehr. Und vielleicht ist es dann ja wie in dem gerade genannten Beispiel, wir erinnern uns niemals mehr daran, was vorher war.
Doch ganz gleich, was dann passieren mag, sicher ist, dass wir, und damit meine ich alle Menschen in allen Kulturkreisen dieser Welt, bereits jetzt schon wissen, dass es ein Weiter gibt und dass dieses Weiter von einer Klarheit begleitet ist, die alle Beschreibungen als umfassende Gemeinsamkeit aufzuweisen haben. Und bei einem vergleichenden Literaturstudium fallen bestimmte Charakteristika der Untersuchungsergebnisse ins Auge. Ich überlasse es auch hier einem jeden selbst, sich einzulesen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Ich halte ihn für sehr wertvoll. Ohne ihn hätte ich dieses Kapitel niemals geschrieben.
Für mich ist eines der bedeutendsten Merkmale dieser NTE, die geschilderte Klarheit über Dich selbst, über die Wirkungen Deiner Handlungen im Diesseits, über Deine Herkunft und Deine Art des Lebens. Anscheinend erleben das alle Kulturen auf genau dieselbe Weise. Du bist dann noch nicht hinter dem Vorhang sondern in einem Zwischenbereich zwischen Dies- und Jenseits – auf der Brücke.
Hier tritt nach den Schilderungen vieler Menschen eine umfassende Klarheit zu Tage, die Dich aufnimmt und Dir den Weg bereitet in eine andere Welt oder Existenzform. Wie auch immer dieses Erlebnis geschildert wird, alle sind sich darin einig und auch sehr ähnlich, dass es ein aktives Erleben des Geschehens ist, denn Du erkennst Dich als Individuum, Du siehst andere Individuen, doch du nimmst auch etwas Neues wahr, dass Dich auffordert und Dich begleitet, Dich selbst zu erkennen in einer ganzheitlichen, allumfassenden und sehr freundlichen Art und Weise.
Die Ganzheit der mir zugänglichen Literatur weist mir eine frappierende Klarheit auf,  denn die dort geschilderten Beobachtungen über die NTE kennen interessanterweise keinerlei kulturelle und soziale Schranken, sondern das was dort vor sich geht, behandelt Dich und die Anderen als Gleiche unter Gleichen. Eigentlich will gerade das einem bei tiefergehender Betrachtung geradezu logisch erscheinen, denn wir sind alle Menschen und die Hautfarbe, Herkunft, der Bildungs- und sogar der Kontostand sind völlig belanglos. Doch warum unterscheiden dann viele Gesellschaften zwischen Menschen mit christlichem, islamischem und so weiter Glauben, wenn wir doch so gleich sind, vor allem im Kontext der NTE?! Benötigen wir in der Folge dessen dann wirklich Kirchen, Minarette und ihre institutionalisierten Religionsvertretungen, wenn wir doch so gleich sind und uns als solche auch empfinden? Benötigen wir diese von Menschen etablierten Herrschaftssysteme, die teilweise sogar von sich behaupten, Gott gefällig zu sein? Ich halte sie in diesem Kontext für  erneuerungsbedürftig, denn sie sollten in Anbetracht dieser hier geschilderten Wahrheit auf keinen Fall dahingehend ausgelegt sein, anderes Leben – vor allem menschliches Leben – derart zu beeinträchtigen, dass sie eben nicht einem jeden Leben denselben Wert und dieselbe Würde zugestehen. Die Ergebnisse der NTE-Untersuchungen weisen hier einen klaren Weg auf. Und wenn uns das dann alles genauso widerfährt, können wir nicht daraus für das Hiersein, also unser aktives Dasein daraus lernen und damit diese widerlichen Herkunfts- und Diskriminierungsdebatten veruchen zu beenden?!

Ihr seht, ich benötige keinen Glauben. Diesen überlasse ich den Unwissenden. Ich brauche Klarheiten im Sinne von rationalen und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführten Untersuchungen und Ergebnisdarstellungen. Und erst dann finde ich Wahrheiten oder eben Ansätze zu Wahrheiten.
Es spielt für mich überhaupt keine Rolle, welchem Glauben Du im Diesseits angenommen hast, es spielt keine Rolle ob Du arm, reich, schwarz, weiß oder sonst etwas warst. Es zählen einzig und alleine Deine Handlungen. Und sie zählen deshalb weil Du es nach diesen Untersuchungen auf innigste Weise erkennst, wie Deine Handlungen gewirkt haben, sowohl auf Dich selbst wie auch auf die Dir im Leben begegnenden Menschen. Es gibt sogar erkennbare Hinweise darauf, dass für uns ersichtlich wird, wie wir auf andere als die menschlichen Lebensformen gewirkt haben. Das ist wirklich faszinierend, denn es deckt sich interessanterweise mit vielen Grundprinzipien von religiösen Denksystemen. Doch verzeiht mir, wenn mein kritisch geschulter Verstand die Glaubensprinzipien anzweifelt, denn dieser Verstand hat gelernt, dass durch unterschiedliche Glaubenssysteme, vor allem dann wenn sie jeweils einen Einzigartigkeitsanspruch durchsetzen wollen und wollten, widerlichste und menschenfressende Kriege entstanden sind. Zudem haben diverse dieser Glaubenssysteme parasitäre Gesellschaftsformen manifestiert und wurden dadurch auch zu einem Leben beeinträchtigenden, gar -beseitigenden und despotischen System, dass jedweden Fortschritt unterdrückt und unterdrückte.
Wenn es um die Religion und eine entsprechende Lebenseinstellung geht, so pflege ich persönlich die Auffassung: Gott ist die Liebe. Ende des 18. Jahrhundert hat ein Matthias Claudius es wunderschön beschrieben:
Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel,
Und dringt durch alles sich;
Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel,
Und schlägt sie ewiglich.

Besser kann man diese vermeintlich größte Kraft des Lebens kaum beschreiben, oder?!

Diese Entscheidung und das Wissen um die NTE-Forschungsergebnisse schenken mir zeitweise eine große Herzensfreude und sind für mich rein intellektuell gleichzeitig ein Bindeglied zur ökologischen und ganzheitlichen Erkenntnis, dass alles miteinander verbunden ist und alles miteinander im Austausch steht. Dieser Blickwinkel oder auch diese Voreinstellung hat auch eine Art Paradigmenwechsel bei meiner wissenschaftlichen Arbeit erzeugt. Ich schaue nicht mehr nur auf das einzelne Beobachtungsobjekt, sondern ich suche die Verbindungen zur Mitwelt und schaue, in welcher Weise  sie in der jeweiligen Momentaufnahme ausgeprägt sind und wie sie miteinander interagieren und sich gegenseitig möglicherweise beeinflussen.
Und ich akzeptiere, dass ich es selbst bin, der meinen weiteren Weg nachhaltig beeinflusst. Ich akzeptiere für mich persönlich schlechterdings, dass die Wahrheit des Dies- und Jenseits vorhanden ist und es ist für mich immer wichtiger, hier und jetzt aktiv einen Weg zu finden, der sowohl den Respekt vor dem Anderen als auch vor mir selbst zu Einen in der Lage ist. Meiner Meinung nach benötigt niemand irgendeinen Prediger, der ihm letzten Endes lediglich nur seine eigenen Ansichten vorträgt. Niemand benötigt jemandem, der ihm sagt wieviel Uhr es ist. Aber es bedarf dringend der Lehrerschaften, um (junge) Menschen Lernen zu lehren, Neugierde zu wecken, Sprach- und Kalkulationsfähigkeiten zu schulen, um dem wachen Verstand adäquate Instrumente an die Hand zu geben. Es bedarf auf keinen Fall der Clowns,, die Restriktionen, Repressionen und schlichte Lügengespinste vermitteln. Wichtiger scheint es zu sein, die Bedürfnisse zu wecken, sich mit anderen Menschen zu welchem Thema auch immer auszutauschen und miteinander ins Gespräch kommen zu können. Es ist wichtig, Lieben zu lernen. Denn das kann sogar nach dem Tod eine Rolle spielen. Auch hier besteht eine signifikante Synchronizität zu diversen Glaubenssystemen, die genau das lehren – Respekt vor dem Anderen, Freiheit des Denkens und Fühlens und der dazugehörigen Ausdrucksweisen und -formen und das alles nicht, um ein Gott gefälliges Leben zu führen, sondern um Dir einen weiteren guten Weg zu ermöglichen!

Eine persönliche Schlussfolgerung in diesem Kontext der Wahrheit des Jenseits ist für mich: es gibt keinen strafenden Gott oder irgendeine bewertende Institution. Es hat umgekehrt im Diesseits niemand das Recht,  Dir einzutrichtern, wie Du ein besseres Leben führst, denn es liegt über kurz oder lang alleine in Deiner Verantwortung, was Du tust und zu tun gedenkst. Hier sei kurz darauf hingewiesen, welche hohe Bedeutung eine umfassende humanistische Ausbildung hat, denn sie erst ermöglicht (wie viele andere, ähnliche Ausbildungssysteme) des Erwachen des kritischen Geistes. Ja, ich wage zu konstatieren, dass sie eine der wesentlichen Mittlerrollen einnimmt.
Je mehr also das Selbstbewusstsein in Form von umfassender Lehre entwickelt wird, desto eher ist der oder die Betroffene in der Lage, sich späterhin auch vorbehaltlos darüber auszutauschen und sich selbst damit wie ein Cybernaut zu steuern und seine Wege und Kurse zu berechnen und zu gehen, zu fahren oder was auch immer.
Das klingt zunächst eigenartig und vielleicht finde ich auch noch nicht die richtigen Worte dafür. Wenn wir dafür Sorge tragen, unsere Kinder, unsere Nächsten dazu anzuhalten, voller Freude, Liebe und Hingabe sowier Respekt  zu lernen bzw. sie in ebensolcher Auslegung zu lehren, entwickelt sich ein signifikantes Selbstbewusstsein, dass eben, weil es geschult und neugierig aber auch respektvoll ausgerichtet ist,  ein verstärktes Interesse am Austausch mit ganz gleich wem hat. Es wird nicht zurückschrecken, weil jemand eine andere Hautfarbe, einen anderen Geruch hat, eine andere Sprache spricht, sondern es wird neugierig und respektvoll den gemeinsamen Austausch pflegen wollen. Und diese Form der Kommunikation ist m. E. dazu in der Lage, sowohl den Einzelnen wie auch die Gemeinschaften auf einen Weg zu bringen, der sowohl für eine positive Ausrichtung im Dies- und im Jenseits sorgen UND einen deutlich friedvolleren, weil nachhaltigeren Umgang mit der Mitwelt herbeiführen könnte.
Vergesst bitte nicht: es heisst, es wurde den Menschen die Freiheit geschenkt. Freiheit auch, die eigenen Handlungen vollständig zu verantworten. Es gibt demnach einzig und alleine die Verantwortung gegenüber dem Leben und der Liebe und Du gestaltest Dir dadurch Dein höchsteigenes Schicksal, denn Du wirst nach Deinem Tod niemanden kennenlernen, der Dich straft, sondern Du erkennst anscheinend lediglich Dich selbst und wirst erkennen, was Du tust und getan hast. Und da Du vollkommen von einer umfassenden Liebe umgeben bist, wirst Du Dich Dir selbst stellen, weil Du als Liebender gar nicht anders kannst. Wenn uns also irgendetwas oder irgendjemand zur Verantwortung zieht und ziehen wird, dann sind wir es selbst. Das ist heftig, denn geht es euch nicht auch so, dass ihr ganz schnell Gedanken an Menschen habt, die unzähliges Leid über die Menschen gebracht haben? Was passiert mit denen? Nun, auch für sie gilt das o.a. und ich denke, dass es ganz schrecklich sein muss, wenn Du als so geartete Persönlichkeit das von Dir verursachte Leid in voller Härte spürst, wenn Dich der Schmerz, den Du bei anderen Menschen verursacht hast unwiderruflich und unausweichlich erreicht und durchflutet. Es ist bei diesem Vorgang eine ganz persönliche Hölle durchaus vorstellbar, oder nicht? Ich mag es mir gar nicht konkreter ausmalen, denn diese unausweichliche Agonie muss das schlimmste sein, was einem lebenden Wesen widerfahren kann.
Ich habe in diesem Sinnzusammenhang noch etwas interessantes gelernt: die sogenannten Gebote für ein friedvolles Zusammenleben wurden bereits vor Jahrtausenden in Schriftform dargelegt. Es mag diesen Menschen bereits darum gegangen sein, dass sie Wege suchten, wie Menschen miteinander in Frieden zusammenleben und die lebenvernichtenden Konflikte verhindern können. In diesem Zusammenhang – hat es seitdem einen Fortschritt gegeben? Ich denke ja, auch wenn die tagtägliche Lektüre von Zeitungen usw. uns scheinbar etwas anderes berichten. Doch vergesst in diesem Zusammenhang bitte nicht, dass es mehrere Milliarden Menschen auf dieser Erde gibt. Das ist wichtig, denn dieser Größenzusammenhang mag einem einen Eindruck dessen vermitteln, wie umfassend groß unsere Mitwelt ist, und wie verschwindend klein die Tagesmeldung einer Zeitschrift daherkommt und vor allem in Relation dazu eigentlich eine Marginalie darstellt.
Waren es zu Beginn der Schriftaufzeichnung zwei, drei Gebote, sind es heute ´mal gerade höchstens zehn. Wenn wir von der Erweiterung durch die Menschenrechte laut UNO-Charta einmal absehen, die deutlich ausdifferenzierter ist, reichen im Grunde genommen auch zehn Gebote. Und sie gelten im wahrsten Sinne kosmopolitisch und damit für jedweden Kulturkreis. Sie zielen darauf ab, das menschliche Leben zu schützen, sie sind meiner Meinung nach sogar die Basis für die sogenannten, gerade angesprochenen Menschenrechte, die kein anderes Ziel aufweisen, als Leben, Wohlergehen und Freiheit aller Menschen zu respektieren und zu schützen.
Warum wohl? Ich denke, weil die, die sich daran orientieren, wahre Kosmopoliten sind und die Liebe als Grundlage des Lebens in seinem allerhöchsten Wert erkennen und sich der Tragweite des eigenen Schicksals völlig bewusst sind. Und dafür brauchst Du kein Studium, keine Kirche, keinen Staat. Wohl ist es sehr förderlich, Lesen und Schreiben zu lernen, damit Du Dich im Geiste entwickeln kannst, doch auch Analphabeten, Taube und Stumme, Verletzte, mit körperlichen Gebrechen Beeinträchtigte und Gesunde, Reiche und Arme, allen widerfährt dasselbe. Es gibt kein Entrinnen, wir sind sterblich! Wir werden ganz sicher körperlich sterben, doch der Geist stirbt nach allem, was sich in der Forschung bis heute abzeichnet, nicht! Niemals! Und wenn wir die gegebenen Regelwerke einhalten, die so einfach wie nur irgendetwas sind, dann tun wir uns letzten Endes selbst einen sehr großen Gefallen.
Du kannst Dir Deinen weiteren Schicksalsweg nicht kaufen, Du kannst ihn nicht erobern, annektieren, manipulieren, denn es wird Dir vergeben und dennoch wirst Du anscheinend ganz mit Dir alleine konfrontiert sein. Fatal! Und ob Du Dir im Kontext einer umfassenden Freundlichkeit und Liebe als Matrix dann selbst verzeihst, das wage ich hier einmal in Frage stellen. Suche Dir eine eigene Antwort!
Vielleicht sind meine Interpretationen ja falsch, doch ich habe nach all dem Studium zu diesem Themenkomplex festgestellt, es wird kein Gericht geben, wie wir es kennen. Es gibt keinen alten Mann mit Bart, der auf einem Stuhl sitzt und über Dich richtet. Wohl aber erfährst Du die „Gnade“ der vollständigen Selbsterkenntnis, wobei es durchaus sein kann, dass diese kein Zuckerschlecken für Dich sein wird, denn wenn gerichtet wird, dann richtest Du Dich ganz alleine und selbst. Gerichte sind Kontrollorgane des Menschen, das Jenseits kennt anscheinend keine Gerichtsbarkeiten dieser Ausprägung, wie wir es uns vorstellen. Eine höchst effiziente Organisation, finde ich, denn es spart erheblich Ressourcen und Energien, wenn solche Gremien nicht vorhanden sind. Vielmehr wirst Du als Geistwesen Deine in der Körperlichkeit vollbrachten Handlungen in ihrer ganzen Tragweite erkennen. Ist es gar ein weiteres Zeugnis für die Deklaration der Freiheit, die dereinst von Gott getroffen worden ist?! Also, kann es sein, dass dies eine der höchsten Formen von Freiheit ist, dass niemand ausser Du selbst richtet?!
Du bist frei! So frei, dass Du Dich vollständig und umfassend selbst erkennen kannst und Du Dir dessen gewiss sein darfst, dass die Liebe auch Dich umfasst. Die Liebe, dass Du Dich frei entwickeln darfst und kannst und Du darfst und kannst dann auch frei entscheiden, welchen Weg Du gehen kannst und darfst. Es wäre demnach eine Art von Selbstgericht in Freiheit. Wie genial! Durch das Erkennen Deiner Taten, durch das Nachfühlen wie sie sich auf die Mitwelt auswirkten, erfährst Du all die Kräfte, die Du im Diesseits freigesetzt hast. Ob das dann eine Gnade ist, ich wage es durchaus zu bezweifeln, doch es scheint so zu sein.
Dass diese Wahrheit ein nicht von der Hand zu weisendes, gesellschaftliche revolutionäres Potenzial birgt, steht meiner persönlichen Ansicht nach ausser Frage. Ich hatte es gerade eben schon angedeutet. Wozu brauchen wir eine Kirche, eine Religion, eine sanktionierende Gesellschaft, wenn Du doch die Wahrheit erkennen kannst, die völlig losgelöst von kirchlichen und staatlichen Institutionen existiert? Ist es nicht sogar vielmehr eine alles Leben umfassende Daseinswahrheit, die uns alle miteinander verbindet, weil wir sie alle in gleicher oder zumindest recht ähnlicher Weise beschreiben, vorausgesetzt Du lebst nach der NTE weiter und kannst dann davon berichten, denn aus diesem Forschungsbereich entstammen einige der hier von mir dargelegten Argumente?! Die, denen es so widerfuhr, zeigen über alle kulturellen Prägungsmuster und gesellschaftlichen Umfeldmuster hinweg, dass wir es hier mit einer Wahrheit zu tun haben, die ich gerade versuchte in Worte zu fassen, und die für jegliches menschliche Dasein dieselbe zu sein scheint. Ich wagte eine Vorausschau, indem ich die kirchlichen und staatlichen Institutionen in ihrer Sinnhaftigkeit anzweifelte. Ich korrigiere mich hier jetzt ein wenig. Wenn sich Menschen im Hier und Jetzt gegen die Lebensregeln verhalten, dann muss man sie schon aus Schutzgründen der Gemeinschaft herausfiltern und separatisieren, doch es darf niemals soweit kommen, dass sie jedweder Menschenwürde entsagen müssen. Sie müssen m. E. sogar dazu geführt werden, ihre Handlungen zu reflektieren und sich zu entwickeln. Wenn als Sanktionsgebilde wie Gefängnisse nur darauf aus sind, ein Menschenleben zu vernichten, dann ist das völlig falsch. Sie müssen immer eine Möglichkeit bieten, zu lernen, sich geistig und somit auch moralisch zu entwickeln, sonst sind es Konzentrationslager wie sie die Nazis in Deutschland dereinst etablierten, um sog. „unwertes“ Leben auszuquetschen und dann sogar vollständig auszunehmen.
Verantwortung, Disziplin und Güte, die sich daran ausrichten, sind für mich eine kosmopolitische Orientierungsmöglichkeit, für die es sich im wahrsten Sinne lohnen kann, sie umfassend und konsequent anzuwenden, denn es geht schliesslich um uns ganz persönlich und darum, zu verinnerlichen, dass es die Liebe ist, die uns allenthalben begegnet. Selbst wenn wir oder andere sie verneinen, weil die Alltage z. B. ungemein hart und ungerecht sein können, sie ist dennoch vorhanden. Es ist fast so, als wenn Du Dir am hellichten Tage das Unwetter ansiehst und es über Dich ergehen lassen musst und die Sonne dennoch scheint. Eine Liebe von aufrichtigster Klarheit, ohne jedwede Rücksichtnahme auf gesellschaftliche Funktionen, Bildungsstand, Kontostand und vieles mehr. Eine Liebe, die Dich in Deinem gesamten Wesen erfasst.
Das mag zunächst frappierend sein, denn es könnte manche dazu veranlassen, noch selbstorientierter „ihr Ding“ durchzuziehen, von wegen, was soll mir denn schon passieren, ich werde ja, ganz gleich was ich tue, trotzdem geliebt und aufgenommen!? Im Prinzip scheint das richtig zu sein, doch was ist mit der Einsicht in die Wirkungsweise aller im Leben stattgefundenen Geschehnisse, vor allem unter dem Aspekt, zu erfahren, wie die eigenen Handlungen bei dem jeweiligen Gegenüber gewirkt haben? Was ist, wenn die unausweichliche Klarheit Dir so begegnet, dass Du erkennst, was genau Du getan hast? Und was, wenn Du spürst, welchen Schmerz Du verursacht hast und Du kannst ihn lediglich erkennen aber nicht mehr zurücknehmen, weil Du eben keine NTE hast, sondern die Brücke überschreiten wirst, um hinter den Vorhang zu gehen?! Merkt ihr, worauf ich hinaus will? Ich will darauf hinaus, dass Du erkennst, welche Verantwortung Du für Dein Leben, das Leben Deiner Mitmenschen, die Geschehnisse in Deiner Mitwelt hast, sie in möglichst umfassender Liebe zu umhegen, ihre Entwicklung mit Warmherzigkeit, Aufrichtigkeit und dem Willen zum förderlichen Umgang miteinander  zu unterstützen. Denn Du baust an Deiner eigenen Weiterentwicklung. Und das ist unausweichlich! Es ist eine Wahrheit.

| nach oben

VII. Wahrheit der Waffen- und Drogenpolitik

Die Wahrheit der aktuellen Waffen- und Drogenpolitik in vielen Ländern dieser Welt

Die Politik meines Landes ist in dieser Hinsicht genauso gut oder schlecht wie die jedes anderen Landes. Das möchte ich vorausschicken, denn es gibt manche, die denken, das eigene Land hätte die schlechteste oder eben die beste Politik in Sachen Drogen- und Waffenpolitik. Entscheidend für mich ist allerdings, kannst Du als BürgerIn auf diese oder anderen Politikbereiche Einfluss üben, ohne dafür Sanktionen, Repressionen oder gar Verfolgungen durch die Staatsorgane befürchten zu müssen oder gar zu erleiden? Diese Tatsachen trennen despotische von freiheitlichen Gesellschaftssystemen. Und wir brauchen nun wirklich nicht über die vielen despotischen und machtgeilen Systeme sprechen, denn erstens wird sich nichts ändern, nur weil ich hier etwas darüber schreibe und zweitens ist es in solchen Systemen m. E. wichtiger, den wegen ihrer öffentlichen Kritik Verfolgten und Diskreditierten zu helfen, z. B. über Amnesty International u.ä..

Ich weiß es selbst, seit einigen Jahren haben die freiheitlichen Systeme Angriffe zu erleiden von Menschen anderer, sagen wir potenziell despotischer Ausrichtung, die z. B. wirklich denken, dass es falsch ist, wenn Frauen und Männer gleichgestellt sind, wenn Menschen ihre Neigungen leben dürfen, wenn sich Menschen freizügig verhalten und wenn sie eben nicht das tun, was die vielen kleinen oder großen Despoten wollen.
All den Speichelleckern, sublimen oder sogar ganz offene agierenden KArrieristen, parasitären Opportunisten sei hier gleich gesagt, ihr lauft einer fatalen Verblendung hinterher, die in vielen Fällen von sabbernden Tattergreisen ins Werk gesetzt wird, um einer verquasten Vorstellung von Gott oder sonst einem Trugbild Folge zu leisten. Aber das ist ein anderes Thema. Ihr gehorcht teilweise Leuten, die genauso aus der Hose steigen wie jeder andere. Der einzige Unterschied ist der, dass sie goldene Hosen haben und silberne Windeln, doch ihre Exkremente riechen interessanterweise genauso wie die jedes anderen Menschen. Und die ganze Mitläuferschar tut das meist nur, weil auch sie einmal im Leben goldene Hosen und silberne Windeln tragen wollen. Dass sie dabei völlig verkennen, dass durch ihre Handlungen andere Menschen unfreier werden, das ist diesen Mentalterroristen völlig gleichgültig.

Auch in unserer sogenannten freien GEsellschaft findet ein steter Kampf um die Macht, um Geld, um Einfluss und Privilegien statt. Es geht niemals oder viel zu selten darum, wirklich und nachhaltig Geld für Dinge auszugeben, die den Menschen insgesamt wirklichen Fortschritt, Auskommen und Sicherheit bringen. Als Beispiel wähle ich nur die beiden Themen Waffen und Drogen. Ich könnte genauso gut Gesundheit und Bildung auswählen oder jedes andere Thema, das mit wahrem, menschlichen (unter der Prämisse der Menschenrechte) Fortschritten einhergeht. Warum gibt es denn den illegalen oder scheinlegalen Drogen- und Waffenhandel, warum denn gibt es nach wie vor den Menschenhandel?
Waffen, Drogen und Menschen sind Haupteinkunftsquellen krimineller oder auch weniger krimineller Strukturen, die in nahezu allen Staaten unsere Erdgemeinschaft von besonderer Bedeutung sind. Es geht um nichts anderes als Macht, Einfluss und Privilegien. Waffen sind die Garanten, um durch Repression dieses Dreiergespann von Macht, Einfluss und Privilegien umzusetzen und vor allem zu sichern. Solange die Geschäfte gut funktionieren, werden sie meist nur  zur Schau gestellt, um jegliche störende Etwaigkeit durch Schüren von Angst um das eigene Leben oder das der nächsten Angehörigen von vorneherein auszuschliessen oder aber, um sie anderen Ländern zu verkaufen oder sie gar zu verschenken, damit die eigenen Strukturen ausreichend Geld verdienen. Sollten sich Störelemente des lukrativen Geschäfts andeuten, dann werden konsequent Repressionen eingesetzt. Und zwar von Leuten, die sich dazu bereit erklären, diesen widerlichen Job zu machen, nicht von denen, die die Macht, den Einfluss und die Privilegien bereits haben. Die vielen Polizisten, Soldaten und ähnliche staatsdienliche – oder besser systemerhaltende – Organschaften rekrutieren selten die Kinder der Mächtigen und Privilegierten, sondern in der überwiegenden Zahl die Söhne und Töchter armer oder sagen wir weniger bis nicht privilegierter Bevölkerungsteile. Zudem gibt es immer eine satte Anzahl von Lobbyisten, die die Interessen der Waffenlobby oder eben der kriminellen Strukturen im jeweiligen Gesellschaftssystem festigen, sei aus Angst, sei es aus korrumptivem Andienen. Es gibt viele Beweggründe, doch immer gibt es viele Judasse. Dieser Lobbyismus durchzieht alle gesellschaftlichen Institutionen, wirklich jede, es gibt keine Ausnahme.
Die Wahrheit ist in diesem Fall eine menschenfressende und lebenvernichtende. Und sie läßt sich durch nichts schön reden, sie ist allgegenwärtig und wird niemals durch Wegsehen, Abfinden oder gar direktes und indirektes Unterstützen eine Veränderung erfahren. Betrachten wir in diesem Kontext einige der oben ausgeführten Aussagen zu Wahrheiten, so läßt sich mutmaßen, dass das Jenseits ständig aufgefüllt wird mit Schicksalsträgern, die genau wegen der hier ausgeführten Wahrheit Schaden verbreiteten und Schaden nahmen. Ohne eine Gewichtung oder Wertung vorzunehmen, auch wenn das zugegebenermaßen kaum möglich ist in diesem Zusammenhang, was wäre,  wenn diese beiden Gruppen einander begegnen und sei es nur weil der Eine die Wirkung seiner Handlungen auf den Anderen umfassend und klar erkennt und der Andere Schaden nahm und dem Einsehenden jetzt vielleicht sogar hilfreich zur Seite stehen will!?
Für die meisten Schicksale gibt es kein zurück mehr, sondern nur noch ein Voran auf dem Weg hinter den Horizont. Was, wenn Dein Ich, Dein Geist, Dein Wesen all die Ängste, all den Schmerz erkennt, den Du direkt oder indirekt aber wohl wissend um die Zusammenhänge in Deinem ehemaligen Diesseits veranlasst hast? Es wird, wie ich es verstehe, kein Ausweichen mehr geben, niemanden, der Dich mit Gewalt hindert oder gar treibt. Dein Wehklagen wird erhört werden, doch es wird Nichts mehr geben, was der Unausweichlichkeit dieses Erlebens entgegen stehen wird, um Deinen Schmerz, und sei es nur für einen kleinen Moment, zu lindern. Wohl aber wird Dich dennoch eine gütige Liebe umgeben, derer Du Dir gewiss sein kannst, doch sie wird Dir nicht den von Dir verursachten Schmerz und die Qual nehmen, denn Du siehst lediglich Dich und Du erkennst auch nur Dich und Deinen Weg und weisst, dass all die Dinge, die Du getan hast, in Deiner alleinigen Verantwortung liegen, für die Du alleine gerade stehen möchtest, denn Du musst aus eigener Veranlassung heraus oder weil Du erkennst, wie die Liebe eine Sehnsucht in Dir entfacht, fortan eine Art Reinigung vornehmen.
Vielleicht sind das die sogenannten Höllenqualen, vielleicht ist das die besagte Kartarsis. Wie dem auch sei, das Geflecht der Waffenproduzenten, der Finanzwelt und des politischen Umfeldes sind die eine Seite der Medaille, die andere ist der jeweilige Nutzer oder Anwender der Waffe als solche. Es gibt keinen Unterschied in der Verantwortungswertigkeit und es gibt auch kein Ausweichen, Herauslavieren, Schönreden – denn Du bist ganz alleine verantwortlich. Ich betrachte es als Wahrheit, dass uns allen diese Kartarsis bervorsteht und ich habe ein Gefühl des Mitleids für all die, die durch Waffengewalt und durch die Verantwortlichen für durch Waffen gesicherte Gesellschaftssysteme Leid widerfährt. Dasselbe gilt für die Drogen- und Menschenhandelsbereiche.
Doch ich habe auch ein Mitgefühl für all jene, die an den Hebeln der Macht saßen, Gewalt veranlassten oder eben die Befehle ausführten, die zum Leid anderer führen. Denn niemand wird dieser Wahrheitsfindung entgehen, denn wir alle sind sterblich.
Umso mehr empfinde ich größten Respekt und tiefe Anerkennung gegenüber all jenen, die diese Vernichtungsmechanismen erkennen und mit ihren Mitteln und Instrumenten versuchen, dagegen vorzugehen. Wieviele Karl Liebknecht´s, wieviele Martin Luther King´s, Gandhis`s usw. haben deren Weg unbeachtet  von der Öffentlichkeit beschritten und wurden scheinbar ohne große Anteilnahme von den korrupten und korrumptierten Gemeinschaftssystemen „entsorgt“, nur weil sie mit klarer und vernehmbarer Stimme auf die Fehlleistungen ihrer Mitwelt hingewiesen haben und damit letzten Endes über die Wahrheiten berichteten?! Es sind Hunderttausende nach meiner vorsichtigen Schätzung, wenn nicht gar Millionen und Abermillionen.
Wieviele dieser Schicksale gingen vermeintlich ungehört hinter den Vorhang oder die Brücke?!  Auch wenn es den Gerechtigkeitssinn äusserst strapaziert, weil es ob der erlittenen Qualen für die die Wahrheit Darlegenden im Innern erheblich schmerzt, wir abstrahieren ihr Schicksal unter den o.a. Prämissen. Und siehe da, ihrer ist das Himmelreich! Sie werden voranschreiten, denn ihre aufrichtige Liebe und ihr aufrichtiger Sinn zur Wahrheitsfindung und vor allem ihr Respekt vor dem Leben, denn sie agieren für gewöhnlich aus Respekt vor der Liebe und dem Leben mit friedfertigen Mitteln, lassen sie zu wahren Menschen und Geistern werden. Das mag jetzt hier erscheinen wie eine der vielen Trostlitaneien. Ja, ich gebe es zu, es soll auch Trost spenden und damit Anteilnahme für die vielen, vielen Aufrichtigen, die Tag für Tag gegen die Verkommenheit des menschlichen Abschaums von Opportunisten, Konformisten, Machtgeilen, Tyrannen, Despoten ihr Leben und ihr Auskommen riskieren oder sogar dessen verlustig gehen, weil irgendeine mafiöse Struktur sie als störend empfindet und beseitigt. Doch ich bin hier nicht mit meinem Essay angetreten, um Trost zu spenden, sondern ich verfolge ein sehr persönliches Ziel. Das Ziel, etwas zur Wahrheit zu schreiben.

Drogen – habt ihr euch nicht auch schon gefragt, weshalb fast alle Arten von bewusstseinsbeeinflussenden Drogen zwar gesetzlich verboten werden und dennoch der Drogenkonsum, vor allem aber der lagalisierte MEdizinaldrogenkonsum stets zunimmt?!

Klar, letzteres hat damit zu tun, dass hier große, internationale Medizinaldrogenkonzerne und die ihnen meist sehr zugetane ÄrztInnenschaft sowie Apothekerschaft ihr Spiel spielen.
Gibt es vielleicht geschäftliche Hintergründe, weshalb nicht über den vernünftigen Weg der staatlichen Legalisierung sowie förderlichen und medizinischen Begleitung von „Suchenden“ die Drogenkartelle schlicht ausgetrocknet werden? Gibt es vielleicht in den Wirkungsszenarien sogar Parallelitäten zur Wahrheit der Waffenpolitik, zur Einstellung in Sachen Menschenhandel, was die illegalen Geschäfte angeht? Oder was die anscheinend legitimierten Geschäfte angeht? Gut, es nützt nichts, wenn alle Waffen legalisiert werden, das beweist ein Land westwärts über den großen Teich tagtäglich. Ist die Legalisierung von Handfeuerwaffen vielleicht der Wegbereiter für eine Politik, die den größten jemals auf unserer Erde entstandenen Waffenhandel, mit dem größten jemals existierenden Militärhaushalt protegiert? Ich weiß es nicht, doch ich habe den Eindruck, dass es Verbindungen gibt zwischen der Legalisierung von Handfeuerwaffen und dem größten, jemals entstandenen Waffenarsenal und dem gigantischsten Waffenhandel, der jemals auf unserer Erde existiert hat. Hier scheint sich eine von Tattergreisen etablierte Gesellschaftsschicht Macht und Raum verschafft zu haben, die in keinster Weise besser ist als die irgendeiner Gottesvorstellung Fröhnenden. Sie unterscheiden sich lediglich vom Thema her, doch die Wirkungsmechanismen der Machtergreifung, Machtsicherung und des -ausbaus sind fatalerweise sehr ähnlich. Was, wenn man deren Konten schlicht unter eine staatlich und gesellschaftliche Kontrolle brächte? Könnte man sie dann austrocknen? Ja, das könnte man. Doch es wird nicht getan, weil dieses mafiöse und damit parasitäre Geflecht alles durchdringt.
Die Wahrheit ist, dieses Geflecht von parasitär-mafiösen und gesellschaftspolitisch korrumpierten Strukturen existiert! Die Wahrheit ist, dieses Waffenarsenal wird unverblümt und sichtbar zum Einsatz gebracht, mit dem verdummenden Hinweis, dass einjeder das Recht habe, seine Interessen zu verteidigen. Und damit wird das größte Verbrechen an vielen Millionen Menschen begangen, was ich mir überhaupt vorzustellen in der Lage bin. Mord und Totschlag – und die scheinbare Entschuldigung, dass einjeder das Recht habe, seine Interessen zu verteidigen, wird zur legalisierten Handlungs- und Rechtfertigungsmatrix. Die Wahrheist ist, dass in Sachen Drogen oder auch Medizinalpflanzen so getan wird, als wären all die möglichen Anwendungen zum Nachteil des Menschen, und deshalb muss man sie kriminalisieren. Statt sich dem sinnvollen und erweiternden Einsatz zuzuwenden und eine möglichst umfassende Aufklärung und Begleitung bereitzustellen, werden Milliarden ausgegeben, um ganze Sicherungs- und Strafsysteme zu etablieren. Welch eine Verschwendung. Und es liegt immer und immer wieder daran, dass sich die Verantwortlichen aus welchen Gründen auch immer nicht der Wahrheit stellen, sondern ein Zerrbild derselben als ihre Wahrheit etablieren, die sie qua Machtinstrumenten absichern. Und es geht darum, Geld auf Konten zu bekommen, um all die goldenen Hosen und silbernen Windeln in zig-facher Ausführung zu bekommen.
Oftmals, also bei genauerem Hinsehen, darf man dann feststellen, dass diese Zerrbilder eben gerade durch einseitigen Drogenkonsum manifestiert werden. Hitler war drogensüchtig, das sollten wir niemals vergessen! Wieviele PolitikerInnen und Verantwortliche sind abhängig von das Bewusstsein und den Körper verändernden Arzneimitteln, Medizinaldrogen oder gar Aufputschmitteln?! Es sind sehr viele, das ist sicher.
Und wieviele sind einfach nur geldgeil und bekommen einen Orgasmus nach dem anderen, wenn sie ihren Kontostand beobachten, den sie durch kriminelle Aktivitäten erhöhen?! Das sind noch mehr, soviel ist sicher.
Übrigens, auch das ist eine Sucht. Eine Sucht, die wie jede andere, destruktive und die Persönlichkeit negativ beeinträchtigende Wirkung hat. Der Glaube daran, dass Geld alles ermöglicht, ist berechtigt, denn in unserem Lebensbereich verleiht es Macht ohne Ende. Doch ist damit auch nicht die gesamte Verantwortung verbunden, was die individuelle Nutzung dieses MAchtfaktors angeht?! Oh ja, ist sie! Mit allen zum Teil o.a. Konsequenzen.
Die Wahrheiten in den hier beschriebenen Teilbereichen sind wie sie sind. Es ist die Verantwortung derer, die an der Macht sind. Und Macht korrumpiert nun einmal und es ist leider so, dass die Korruption jede Menge Mentoren hat, die ihre Interessen auf jede nur erdenkliche Weise durchsetzen will, eben weil das Geschäft störende Elemente auszumerzen sind, um den Geldfluss nicht zu stören. Es ist eine Religion oder es gleicht den Prinzipien einer despotischen und menschenfeindlichen Religion.

Und wenn ich mit einem Finger auf andere zeige, zeigen vier Finger in meine Richtung. Jeder von uns ist mitverantwortlich, dass sich die o.a. Wahrheiten so darstellen, wie sie es tun.

Und ist es nicht die Wahrheit der entzogenen Aufmerksamkeiten, der vorenthaltenen Liebe und Zuwendung, die Menschen aus unserem unmittelbaren Umfeld dazu veranlassen, auf die „Suche“ zu gehen. Auf die Suche nach Trost, Anerkennung, Wärme und Zuwendung?! Oder wollen sie es vielleicht einfach nicht mehr ertragen, was ihnen im Alltag an Leid widerfährt und „suchen“ nach einer Fluchtmöglichkeit?! Und dann treffen diese „Suchenden“ auf die vielen kleinen Geschäftemacher, die gestrecktes, verunreinigtes und teilweise sogar letales Material unter der Hand anbieten, das zudem in tiefste und oftmals unwiderrufbare körperlich-geistige Abhängigkeiten führt. Was soll das?! Eine ganze Industrie, ein ganzer Apparat lebt von diesen Vorgängen. Es ist ein Milliardengeschäft. Und die Wahrheit ist so einfach wie plausibel. Dieser Ablauf kann von heute auf morgen ausgetrocknet werden und es würde einen Bruchteil dessen kosten. Doch das ist eben wegen der Wahrheiten von den Machterhaltungen und den dazugehörigen Manipulationsinstitutionalisierungen scheinbar unmöglich, diese Abläufe zu durchbrechen. Selbstreflektierend musst Du nun zugeben, dass Dein Inneres Dir gerade sagt: es ist ganz einfach. Sage Nein!
Es ist eine der unabweislichen Wahrheiten, dass z. B. der Drogenhandel von heute auf Morgen versiegen würde, wenn wir uns dem Thema Legalisierung widmen! Es ist eine der unabweislichen Wahrheiten, dass der legale wie auch der illegale Waffenhandel zum Versiegen käme, wenn wir alle die Gehirnkranken heilen würden, die Drohszenarien verbreiten, die sich sogar subversiver und gekaufter Elemente bedienen, um ganze Gesellschaften in den Abgrund zu stürzen, um das eigene Geschäft abzusichern. Und das betrifft die Drohszenarien einer NATO genauso wie die Szenarien einer Mafia, ganz gleich wo, die ihre parasitären Geldeinnahmen absichern möchte. Es ist im Grunde genommen das Gleiche. Könnten wir den Menschenhandel nicht dadurch unterbinden, wenn wir eine frei zugängliche Welt hätten. Keine Pässe, keine Visa. Und schon ist dem Menschenhandel, den Schleppernetzen der Nährboden entzogen. Doch warum funktioniert es nicht?! Es sit immer und immer wieder derselbe Mechanismus. Irgendwelche Möchtegerne oder eben auch durch illegale Aktionen an die Macht Gekommenen, bauen Drohszenarien auf, etablieren Repressionsinstrumente, um die Mehrheit gefügig zu machen. Und wir lassen uns davon beeindrucken, denn es ist wirklich nicht leicht, wenn Du und Deine Familen bedroht werden, Nein zu sagen. Das gebe ich ehrlich zu. Doch es wird einfach deshalb geschene, weil die Aufrichtigen es nicht schaffen, sich zu solidarisieren und diese Systeme qua gesellschaftlichem Druck abzuschaffen.

| nach oben

VIII. Die Wahrheit der Lüge und Intrige

Die Wahrheit der Lüge und Intrige

ihr kennt diese Wahrheiten als Alltagsgeschehnisse. Du, ich, jeder, alle. Lügen und Intrigen sind für uns Menschen charakteristisch. Die Ursachen und die Zeitpunkte der Anwendung dafür sind in diesem Zusammenhang für mich wichtig.  Lügen sind etwas, was wir durch eine gesellschaftliche Erziehung erlernen. Es ist deutlich zu unterscheiden zwischen der fantasievollen Ausgestaltung von erlebten Ereignissen und der absichtlichen Unwahrheit, um z. B. keinen Stress und Ärger zu bekommen.
Kennt ihr das, wenn Eltern ihren Kindern sagen, Du kannst mir alles erzählen und wenn sie dieses dann tun, werden sie sanktioniert, gar bestraft?!. So genau entstehen Lügen.  Es ist die Angst vor Repression. Vor allem einer Repression, die dann erfolgt, wenn zuvor ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, das dann im konkreten Fall schlicht ausser Kraft gesetzt wird!
Die Angst vor Sanktionen oder gar spürbaren Bestrafungen ist immer wieder einer der Hauptgründe, weshalb Lügen entstehen. Ich sprach deshalb gerade von einer sozialen Adaption, denn ein Mensch, der aufrichtig ist und für seine Aufrichtigkeit keine Sanktionen erfährt, wird es auch bleiben. In dem Moment, wo die Aufrichtigkeit bestraft wird oder der Mensch eine solche Situation miterlebt, ändert sich das Gefüge auf signifikante Weise und vor allem innerhalb kürzester Zeiträume.
Somit haben wir es, wie so oft, wieder einmal selbst in der Hand, ob wir selbst lügen oder andere uns anlügen. Nicht umsonst wurde in unserem Rechtssystem verankert, dass wer seine Tat zugibt und aktiv dazu beiträgt, sie in ihrer Gänze nachzuvollziehen, Strafmilderung erfährt. Hier zeigt sich auf anschauliche Weise, dass die Wahrheit zu sagen selbst bei nachweislichen Untaten zu Milderungen führt. Wir sollten uns alle vergegenwärtigen, dass wir es erst gar nicht zu Untaten kommen lassen, sondern frühzeitig in Austausch mit Vertrauten treten, um dort über unsere Beweggründe und Erlebnisse zu reden. Und das aufrichtig.
Im gesellschaftlichen Alltag sind Lügen und ihre perfiden Gespinste sehr oft verbunden mit Macht, Einfluss, Interessen und Privilegien. Und da das gesamte, uns umgebende System diese Tatsache akzeptiert und nicht oder nur marginal sanktioniert, bildet sich genau daraus nach meinem Dafürhalten ein für das Lügengespinst äusserst fruchtbarer Nährboden aus. Ganz aktuell erfahren wir z. B., dass uns Industriebosse seit Jahren angelogen haben und qua Macht ganze Hierarchiesysteme mit einem Lügengespinst eingewoben haben, Stichwort Manipulation der Abgaswerte eines Neuwagens. Doch die Autoindustrie ist ganz sicher nicht alleine und sollte nicht gebrandmarkt werden für etwas, was in der Lebensmittelindustrie und der Strombranche seit Jahrzehnten praktiziert wird. Vielleicht kennst Du den Begriff der „legalen Täuschung“ ?! Alleine der Begriff ist schon bemerkenswert! Eine legale Täuschung ist z. B. die, dass Du einen Joghurt kaufst, in dem „natürliche Aromen enthalten sind, die schlicht und ergreifend aus einem Holz- oder gar Schimmelpilz gewonnen werden. Noch delikater ist der Umgang mit den Grenzwerten, wie z. B. der von Dioxin, das sich in unseren Lebensmitteln befindet. Um den Fischmarkt der Ostsee und anderer Gewässer zu schützen, wurden kurzerhand die Dioxin-Grenzwerte erhöht. Und das ist nur ein Beispiel.
Es ist ein durch und durch verwobenes Netz an Lügen und alle die, die das kritisierten, wurden herausgemobbt oder einfach nur entfernt aus dem System. Übrigens ist dieser Vorgang ein geradezu charakterisierender für das Vorhandensein von Lügengespinsten:  der Umgang mit Andersdenkenden und oder KritikerInnen! Man kann recht leicht ablesen, ob ein Gemeinschaftssystem auf Lügen basiert, wenn wir untersuchen, wie mit Andersdenken konkret umgegangen wird. Sie werden mit juristischen Verfahren „diszipliniert“, sie werden diffamiert, diskreditiert. Man macht sie fertig! Und das geht nur, weil wir uns nicht schnell und effizient solidarisieren und weil es einem Gutteil der Mitmenschen am Allerwertesten vorbeigeht, Hauptsache die Kohle stimmt und der abendliche Grill kann ausreichend bestückt werden.
Der angerichtete gesellschaftliche und teils auch finanzielle Schaden von Lügengespinsten ist gewaltig. Gewaltig im Falle der Abgasproblematik deshalb, weil fortan niemand mehr irgendeinem Autoboss Glauben schenken wird. Und nicht nur das, diese „Schule“ wird andere Gesellschaftsbereiche mit in Leidenschaft ziehen.
Denken wir uns dann noch die Metoo-Initiative dazu, dann dreht sich einem vor Abscheu der Magen ganz um. Allerdings gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen der Lüge vom sauberen Automotor bei der Abgaswerteanipulationsintrige und dem sexuellen Missbrauch – es ist diese gerade die eben benannte Metoo-Initiative. Hier verwehren sich Betroffene oder sich betroffen Fühlende gegen das widerliche Belästigungsgehabe machtgeiler und vor simpler Sexlust sabbernder Kerle. Beim Abgasskandal ist es etwas anders , wobei, wenn man genauer hinsieht, es auch hier inzwischen eine ganze Phalanx an Abwehrinitiativen gibt.
Es scheint auch bei den Presseorganen eine zumindest zeitweise verspürbare „männliche Solidarität“ zu existieren, die wenig Interesse entwickelt, das Lügengespinst der ach so erfolgreichen Filmszene genauer zu hinterfragen. Bei der Abgasproblematik scheint es deutlich leichter zu sein, seitens der unabhängigen Presseorgane Kritik zu üben und Vorgänge aufzudecken. Aber vielleicht täusche ich mich da auch. Doch ich habe so einen Eindruck gewonnen, dass hier geschlechtsspezifische Animositäten zu besonderen Themenbereichen vorhanden zu sein scheinen.
Wir erkennen anhand dieser Beispiele aber auch,  dass es keinerlei Maßstab oder eine festlegbare, gar gesellschaftliche Grenze gibt, ab der sich diese Wahrheit des Lügens manifestiert oder auch nicht,  und wir erkennen zudem, dass machtvolle und meist patriarchalisch ausgerichtete Hierarchiesysteme vollständig korrumpiert werden können. Kurze Anmerkung: Es gibt m. E. so rein von der Anzahl her, keinen Unterschied in dieser Hinsicht zwischen matriarchalen und partiarchalen Hierarchiesystemen. Verrat, Lüge, Inrige sind meiner Meinung nach geschlechtsunabhängig.
Wenn Angst um den Job, die Geilheit auf eine neue Position, das Sichern, Erreichen  und Verteidigen von Privilegien im Spiel sind, dann passiert das im Folgenden dargestellte relativ häufig. Es wird eine Drohgebärde aufgebaut, die in etwa wie folgt postuliert werden kann: „Wage es und sage das (was Du die Wahrheit nennst) und ich mache Dich fertig!“. Wer kennt diesen Satz nicht?! Er ist in der überwiegenden der mir bekannten Fälle verklausulierter dahergekommen und wird somit getarnt, denn Lügner und Lügnerinnen sind meist sehr geschickt und kühl abwägende Individuen, die sich schon aus opportunen Beweggründen heraus selten mit offenem Visier zeigen. Insofern wird gerne ein ganzer Strauss an Diffamierungs-, Degradations- und Beeinträchtigungsinstrumenten angewandt, deren gemeinsame Wurzel aber der hier genannte Kernsatz ist. Man möchte denjenigen, der ein Lügengespinst aufdeckt, fertig machen. Er oder sie stört die Abläufe und man ist sich zu nichts zu schade, das zu verhindern.
Ich selbst kenne diesen Ablauf und erfahre es täglich am eigenen Leib, wenn es um mein berufliches Umfeld geht. Seit Jahren versuchen die mich umgebenden amtierenden Machtstrukturen, „mich fertig zu machen“ weil ich es wage, ihnen darzulegen, wo sie z. B. das Wahlvolk belügen oder belogen haben. Ich möchte das nur deshalb anführen, um zu belegen, dass wir alle mit dieser Wahrheit der Lüge konfrontiert werden und einjeder hat einen anderen Umgang damit oder wird auf ganz individuelle Weise davon beeinträchtigt. Dennoch gibt es ein Muster. Und jeder, der diese Muster aufdeckt, läuft Gefahr, dass ihn die Gespinstweber dann „fertig machen“. Es wird selten die Wahrheit angegangen und vor allem geändert, denn zu viele leben als Webergemeinschaften und profitieren auf die eine oder andere Weise davon, als dass sich hier etwas grundlegend in Richtung Wahrheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit verändert. Leider!
Ein jeder kennt auch die meist freundlich gemeinten Hinweise aus seinem persönlichen Umfeld, die so oder so ähnlich lauten: „Sei´doch einfach ruhig! Was machst Du Dir so einen Stress?! Halte einfach die Klappe und finde Dich mit den Gegebenheiten ab. Du wirst sie niemals ändern!“
Da spricht der vermeintlich Vernünftige, Erfahrene, der Dir Wohlgesonnene und Dir sogar vermeintlich Zugetane. Ich sage Dir aber, da spricht der Verlierer, der Schweinehund, der Intrigant und der Angepasste, der Weberknecht. Manche nennen diese oder ähnlich lautende Eingaben vernünftig, andere, so wie ich, einfach nur angepasst oder sogar tot. Eine Folge haben solche Eingaben aber immer. Dir wird als Betroffenem dadurch direkt oder indirekt jene berühmte Schwelle oder Grenze angezeigt, von der aus Du erkennst, dass Du Dich ab sofort persönlich nur mit Dir und Deinem Wertesystem auseinandersetzen musst, wenn es darum geht, Lüge von Wahrheit zu unterscheiden. Du wirst ab sofort wenige bis gar keine Freunde mehr haben. Und oft genug gehen wir, was allzu menschlich ist, in der Folge dann diese berühmten Kompromisse ein, denn schliesslich wollen wir alle ja auch nur unseren Frieden mit uns selbst, unserer direkten sozialen Umgebung usw.. haben.
Ja, was wäre die Welt ohne diese viel gerühmten Kompromisse?! Und ist es nicht signifikant, dass wir dem allzu gerne nachgeben, vielleicht weil wir ein gehöriges Stück weit alle Opportunisten sind?! Schon qua Erbgut sind wir ja bekanntlich darauf ausgelegt, den einfacheren Weg als den sinnvollen und gewinnbringenden attraktiv zu finden. Nicht umsonst sind fast alle Säugetiere, vor allem die Carniforen, Aasfresser und oder jagen anderen die Beute ab. Es ist nachweislich mit weniger Energieaufwand verbunden.
So einfach ist die genetisch angelegte, physiologisch ausgeprägte und energetische Erklärung. Doch wir reden hier nicht über das opportunistische Aasfressen, sondern wir sprechen über hochkomplexe soziale Wirkungsgefüge. Und ich beschreibe diese Wahrheit des sozialen Lebens ja nicht ohne Grund, denn sie hat immense Folgen für das Miteinander.
Lügengespinste waren und sind immer schon ein Ansatz zum individuellen und gesellschaftlichen Scheitern gewesen. Es ist fast so wie bei der Wahrheit des Todes, der immer mit dem gerade entstehenden Leben schon vorgezeichnet ist. Vielleicht ist diese Synchronizität ja eine systemimmmanente Wirklichkeit. Ich vermag das nicht abschliessend zu beurteilen. Sicher ist nur, dass Betrug, Lüge, Intrige genauso wie Liebe, Zuneigung wahrhaftige und wirksame Kräfte sind und vielleicht gehören sie ja einfach zum Leben dazu, denn sie bewirken immer auch Veränderungen und damit Entwicklung, mal in eine positive, mal in eine negative Richtung aus Sicht der zum Zeitpunkt des Geschehnisses Lebenden oder deren direkter Nachfahren. Doch ich sehe in der Mechanik der Etablierung von Lügen und Intrigen einen wesentlichen Faktor, der Fortschritt zumindest zeitweise verhindern kann, der mafiöse Machtstrukturen induziert und erhält und damit auch zu unendlich viel Leid in der Folge wesentlich beiträgt.
Zum Muster zurück. Häufig treffen wir in diesem Zusammenhang auf einen gerne genannten Rechtfertigungsgrund der Agierenden sowie Intervenierenden in Sachen Lügen und Intrigen, der da lautet: schliesslich und letztendlich habe doch ein jeder die Freiheit und das Recht, seine Interessen zu schützen und zu erweitern. Oftmals wird der Zusatz, dass wenn es um die eigene Familie gehe, sei alles erlaubt! Ich persönlich halte das für Scheinargumentationen, um der Sache ein wohlfeiles Deckmäntelchen zu verpassen und um sich eine gesellschaftgängige Rechtfertigung zu verschaffen. Lüge und Intrige wird nicht besser, wenn sie für die Familie angewandt wird, im Gegenteil, sie kann durchaus auch sehr negative Folgen haben für die Familie. Dennoch vernehme ich es auffäälig oft, dass sich die psychopathischen Opportunisten und damit Lügenbarone gerne eben dieses Arguments bedienen, um ihre ätzenden und individuell wie gemeinschaftlich wirksamen Egomanstrukturen zu rechtfertigen.
Macht, Einfluss, Privilegien und die vermeintliche Gefährdung derselben haben, und das ist eine deskriptives Charakteristikum, keine gesellschaftlich relevante Größenordnung. Der eine sieht für einen relativ kleinen Geldbetrag einen Auslöser, der andere für einen größeren. Für den einen reicht eine Einmalzahlung, der andere macht daraus eine Art persönliches Rentensystem. Ist es für den einen Fall ein kleines familiäres Privileg, rechtfertigt sich der andere damit,  prinzipiell sich und seine Mitweltsituation „voranzubringen“, zu schützen oder weiterzuentwickeln  Anmerkung: Die Argumentationskaskade kann so von einem Akteur auf mehreren Ebenen und in mehreren Dimensionen Besitz ergreifen und er oder sie wendet sie ab einem bestimmten Zeitpunkt sogar so an, dass er oder sie irgendwann selbst daran glaubt. Es ist ein Gespinst. Dieser Begriff beschreibt diesen Vorgang nach meinem Dafürhalten sehr treffend. Die In Sachen Lügenetablierung Intervenierenden sind mindestens so ätzend wie die eigentlich Agierenden selbst, denn sie versuchen häufiger als einem vielleicht lieb ist, den Lügenstatus-Quo zu verteidigen, als dass sie sich aktiv und spürbar mit dem von der Lügenspinnerei Betroffenen solidarisieren und sogar Unterstützung im Kampf gegen die Lügengespinste gewähren. Das ist schon irgendwie signifikant. Diese Mitläufersysteme bei tatkräftigst agierenden Lügenbaronen halte ich sogar für gefährlicher al die eigentlichen und ursprünglich die Lüge ins Werk Setzenden. Es ist durchaus ein Vergleich mit der Metastasierung von Krebsgeschwüren möglich oder eben der Verbreitung von epidemischen Krankheiten.
Was mich persönlich immer wieder berührt, ist die Dreistigkeit, mit der sich Menschen hintergehen und belügen. Zu den Beweggründen habe ich ja schon einiges gesagt, doch zur schauspielerischen Leistung noch nicht. Ist es nicht frappierend, welch´hohe und gekonnte schauspielerische Leistung notwendig ist, um Lügen und Lügengespinste ins Werk zu setzen?! Wahre Meisterleistungen vollbringen m. E. psychopathische Opportunisten. Sie kennzeichnen sich geradezu durch ihre oft bis ins Detail vorgeplanten „Theateraufführungen“ gleichenden Darlegungen. Ich habe selbst schon oft genug diesen Typus persönlich kennengelernt und bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie gekonnt dieser Typus es versteht, ein Lügengespinst ins Werk zu setzen. Meist verstecken sie ihre krankhaften Ausprägungen hinter eine wohl sortierten und dargereichten Fassade des Gutmenschen und spielen so wie ein Tulius destructivus jeden gegen jeden aus, um ihre eigentlichen Ziele zu erreichen. Die Zielsetzung ist niemals eine, die irgendetwas mit dem Wohlergehen anderer, sie umgebender Menschen zu tun hat, sondern es geht immer und einzig und alleine um ihr eigenes Wohlergehen, oftmals mit dem netten und ach so gesellschaftsfähigen „Vorankommen der eigenen Familie und der eigenen Freunde“ ausgeschmückt. Und die Tuliise haben eine große Freude daran, zu manipulieren und sich dabei immer selbst als den Helden darzustellen. Und wehe, sie werden frühzeitig durchschaut und Gegenerschaften bzw. zum Gegner gewordene Durchschauer des Gespinstes wagen es, ihre Kritik zum Ausdruck zu bringen. Dieser Typus des psychopathischen Opportunisten setzt dann mit großer Akribie vorbereitete Szenarien ins Werk. „Du wirst mich kennenlernen“, ist fast ein charakterisierender Kernsatz dieses Menschentyps. Wenn sich so ein opportunistischer Lügenbaron erst einmal in einem Machtgefüge eingenistet hat, dann wird er das gesamte System umdrehen wollen. Das erinnert fatal an die grassierende Wirkung eines Kranksheitsbefalls durch einen Virus. Und die Häufigkeit, mit der gelogen und intrigiert wird, nimmt binnen kurzer Zeiträume exponentiell zu, weil ein Lügenbaron kommt selten alleine und seine Verlockungsinstrumente animieren die ganzen Möchtegerne, und das weiß der Lügenbaron nur zu gut. Und wenn das ganze System dann irgendwann auffliegt, weill es wie immer keiner gewesen sein, denn die kleinen und großen Lügenbarone haben längst verinnerlicht, bei Gefahr der Aufdeckung ihres Gespinstes mit dem Finger auf andere zu zeigen. Die Nürnberger Naziprozesse oder eben die Prozesse der UNO-Menschenrechtskommission können das mit meterweise Mitschriften belegen. Ganz zu schweigen von den kilometerlangen Schriftenreihen, die unsere Gerichte jeden Tag vergrössern, wenn es darum geht, Lüge von Wahrheit zu beurteilen.

| nach oben

IX. Meine persönlichen Schlussfolgerungen

Nun, am Ende dieses doch einmal mehr lang gewordenen Textes, möchte ich noch etwas berichten von meinen persönlichen Schlussfolgerungen des hier Dargelegten zum Thema Wahrheit.
Ich bin nicht echatologisch ambitioniert. Das sei hier sicherheitshalber vorweggeschickt. Ich maße mir nicht an, vom Ende einer Sache, des individuellen Erkenntnisgewinns oder gar der Welt zu fabulieren. Möge jedEr selbst schauen, wie sich sein/ihr Weg entwickelt und welche Erkenntnisse während des Beschreitens des eigenen Lebenswegs  als Wahrheiten des eigenen Schicksals dabei ins Gehirn gespült werden resp. physiologisch wirksam werden. Zudem möge jeder für sich selbst, die von unserem individuellen Schicksal unabhängigen Wahrheiten für sich erkunden. Dazu ist es m. E. notwendig, dass Du Deine Neugierde niemals versiegen lässt, dass Du Dich immer wieder gerne aufraffst, neue Teilbereiche der Wissen Schaffenden zu studieren und niemals aufhörst, Dich zu wundern. Wenn Du das zu bewerkstelligen weisst, dann, da bin ich mir sicher, wirst Du viele Wahrheiten Deines Da- und Hierseins kennenlernen. Und Du wirst so gewappnet einen Umgang mit den Wahrheiten erlernen, die Dir andere in Dein Buch schreiben, um ihre Wahrheiten durchzusetzen. Ich hoffe sehr, dass wenn Du diesen Essay gelesen hast, Dich dagegen verwehren kannst, ohne selbst zu großen Schaden zu nehmen.
Da ich den neuralen Chauvinismus respektiere und um die Macht der Prägungen weiß, habe ich auch keinen Klemmer damit, wenn irgendjemand bei der Lektüre dieses Textes mentale Brechreize oder im Gegenteil sogar Freudensprünge vollführt. Ich bin mir dessen sehr wohl bewusst, dass viele Brains mit Hilfe von biochemischen Prozessen ihre eigenen Prägungsmuster verändern und dann denken, sie könnten ungeniert und unbehindert agieren und wirken in anderer Leute Welten. Und da bekanntlich die Dosierung die Giftwirkung induziert und bestimmt, weiß ich auch, dass manch vergiftete Gehirnphänologie zum normalen Alltag gehört und man diese öfters trifft als einem vielleicht zunächst bewusst wird oder lieb ist.
Ergo, nehmt es oder lasst es.
Entscheidet euch frei und unabhängig, welche Wahrheit ihr erkunden wollt, ob es überhaupt eine ist, und wie ihr damit umzugehen gedenkt. Doch ihr werdet nicht darum herumkommen, euch intensiver mit den Wahrheiten eures Lebens zu beschäftigen, wenn ihr nach dem Sinn und Zweck eures Daseins sucht. Und wenn Du erst einmal gelernt hast, dass es die unabänderlichen Wahrheiten gibt, eben die durch das Sein definierten, und dass diese schon komplex genug sind, um sich jahrelang damit ausschliesslich zu beschäftigen, dann wird es noch etwas komplizierter, wenn Du Dich mit den „erzeugten“ Wahrheiten beschäftigst, die durch Deine Mitmenschen gemacht und getragen werden. Durch die hier kurz angerissene Analyse und die dargelegten Charakteristika sowie Instrumentierungen, bekommst Du eine Art Handwerkszeug, um Dich zurechzufinden. Ich wünsche mir sehr, dass es für Dich hilfreich sein wird.

Ihr habt im Laufe der Lektüre dieses Textes vielleicht erkannt, es gibt Wahrheiten, die sind so einfach wie genial. An meine meinen Lieblingsfeinde:  alles andere überlasse ich euren teilweise antiquierten Prägungsmustern, die aus meiner Sicht nicht nur phänologische Spuren bei manchen meiner Freudengegner in Form verbitterter Gesichtszüge hinterlassen, sondern nur eingeschränkt geeignet  zu sein scheinen, eben jene Prägungsmuster aufzuheben, deren Prägnanz mir persönlich wie ein selbst geschaffenes Gefängnis vorkommt. Ich habe inzwischen den Verdacht, dass einige von euch ein Surplus an Alkohol und medikamentös ausgerichteten Drogengaben veralltagt haben. Ich meine damit z. B. Aufputschmittelchen jeglicher Konvenienz, denn diese manifestieren erst so verquaste Prägungsmuster, die wiederum dazu führen, Andersdenkende mit der Reichsacht zu versehen und als Feinde des eigenen kleinen Nestes zu deklarieren. Ich persönlich bin schon immer so gespult, dass ich darauf aus bin, die Wesensart der mich Umgebenden zum Positiven für die jeweiligen Individuen zu verändern. Lasst doch die Hände von irgendwelchen Mittelchen, weil ihr vermeintlich denkt,  sie könnten vorhandene Prägungsmuster auflösen, oder ihr mutmaßt, dass ihr sogar erleuchtende Momente durch die Einnahme induzieren könntet oder einfach nur Linderung der medizinischen Indikationen erfahrt.

By the way,  die Crux an den ganzen Chemobomben ist, sie wirken nur bedingt und sie sind abhängig machende Mittelchen, die das Gespür für die Mitwelt so erheblich verändern können, dass man sich Gedanken machen muss, wie man diese Toxizität wieder los wird, bevor sie letal wird. Ich schreibe das, weil ich mir schon bewusst darüber bin, wie manche Nachreden zu meiner Person zustandekomment. Soviel an dieser Stelle zu den Wirkungen von die Perönlichkeit veränderten Mittelchen.

Ich persönlich kenne Leute, die sind z. B. am Morgen so aufgedreht wie ein Duracell-Häschen und hören gar nicht mehr auf, ihre gesamte Mitwelt mit ihrer vibrierenden Lästigkeit zu erfreuen. Davon abgesehen, dass ich eine körperoptimierte Baldriangabe für indiziert halte, sehe ich es mehr als kritisch, wenn solch ´geartete Persönlichkeiten versuchen Wahrheiten zu schaffen für andere Mitmenschen. Kümmert euch doch lieber erst einmal um euch selbst! Noch härter finde ich es, wenn ich persönlich gezwungen werde, mich gegen solche Duracell-Häschen zur Wehr setzen zu müssen, da sie denken, sie seien in jedweder Hinsicht das wahre Zentrum allen Geschehens. Das sind sie mitnichten! Im Gegenteil – sie sind nervig hoch zehn.

Dennoch sah ich mich auch deswegen dazu veranlasst, etwas zu meinen Wahrheiten und meinen Instrumenten der Wahrheitsfindung zu schreiben.

Ich bin im Laufe der Jahrzehnte vorsichtiger geworden, denn ich wurde und werde persönlich angegriffen für die Darlegung des freien Wortes. Ja, ich habe sogar Verletzungen erlitten, die mir andere Synapsenverrenkte zugefügt haben. Insofern schaue ich genauer hin bei allen Menschen, die ich in meiner unmittelbaren Ursache-Wirkung-Matrix wahrnehme. Eine Wahrheit der Schlussfolgerungen ist die, dass ich erkenne, dass viele Wesen in dieser Matrix kaum mehr persönliche Kräfte aufzuweisen haben.
Wie komme ich zu dieser Schlussfolgerung?
Es ist im Grunde auch das ein, im Nachhinein betrachtet, ganz einfacher Wirkmechanismus. Liegt genügend persönliche Kraft beim Einzelnen vor, dann gereicht schon ein einziges Wort, ein winziger Impuls, um das gesamte Leben zu verändern. Ich habe Be- und Erleuchtete selbst erlebt und mir widerfuhren sowohl Be- als auch Erleuchtungen. Sie formten eine Wahrheitsempfindung, die mir persönlich Kraft verliehen hat. Allerdings sehe ich auch jene Unterbelichteten und Abgedunkelten, die in großer, sich stets zu Clustern vereinigenden Vehemenz in meinem Buch herumschreiben oder herumgekritzelt haben und mir weniger angenehme Wahrheiten schufen.
Jene nicht so Hellen, bei diesen können noch so viele Impulse gesetzt werden, es offenbart sich und bewirkt bei ihnen nichts. Sie sind im Grunde genommen eine träge, dumbe Masse, geifernd, sabbernd und selbstverliebt. Mit diesen über Wahrheiten einen Austausch zu betreiben, ist fast so, als würdest Du einen Griesbrei zum Philosophieren anregen wollen. Iss´ihn lieber, denn er ist für nichts anderes zu gebrauchen. Eine Wahrheit! Zweifelsohne! Und in diesem speziellen Fall sogar eine wohlschmeckende, es sei denn Du kannst keinen Griesbrei zubereiten.

Zeitenwanderer gelangen häufig an einzigartige Orte

Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass es Persönlichkeiten gibt, deren Wahrheitsbild sich aus der Meinung Anderer nährt. Und sie gefallen sich darin, diese vermeintlichen Wahrheiten dann als Arbeitsaufträge umzusetzen, weil sie vielleicht – ich sagte vielleicht – keinen Arsch in der Hose haben, um sich selbst ein Bild zu machen und auch, weil sie einem mit der Reichsacht Versehenenen als Erfüllungsgehilfen ohne auch nur einen winzigen Augenblick des Innehaltens das Leben vergällen, da sie sich damit eine Vergrösserung ihrer eigenen Machtposition versprechen. Es sind letzten Endes psychopathische Opportunisten und speichelleckende Konformisten. Ob es nun so Lügenbarone waren wie ein Dobbelview oder ein auf den Tritt-Tretender oder ein selbstverliebter Possenreisser, sie alle treten an, um lediglich sich selbst zu zelebrieren und zu kaprizieren. Ihr Blick ist wohl schon lange verstellt und sie glauben wahrscheinlich sogar an ihre eigenen, verqueren Geschichten und betrachten sie als die allerwichtigsten Lebenswahrheiten. Folgt solchen Leuten nicht. Ja, grenzt euch ab, denn diese Trugbildhauer verstellen euren eigentlichen Sinn zur Findung von Wahrheiten mindesten zeitweise. Und wenn ihr dennoch feststellt, ihr seid gefangen vom Wirken eines solches Verzerrers, dann geht unbeirrt euren Weg und nehmt die Energien auf, um sie in für euch förderliche Tatbestände und Energien umzumünzen. Orientiert euch an den unabänderlichen Wahrheiten, durchlebt die vielen Zeitwanderungen, die ihr vornehmen müsst, weil  diese Trubbildgaleristen sie euch aufzwingen und ihr euch dagegen verwehrt. Und ihr werdet mit etwas Glück wachsen und reifen. Ich habe deshalb auch versucht, etwas mehr Klarheit zu schaffen im Bereich der Wahrheiten, um für einen jeden etwas mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit beim Thema Suche nach Wahrheiten, Finden von Wahrheiten und letzten Endes dann Nutzen der Erkenntnisse bereitzustellen.

Einmal abgesehen vom Leid, das mir widerfuhr,  gaben sie – diese Trugbildhauer –  mir durch ihre Verhaltensweisen etwas, was ich als sehr wertvoll betrachte.  Ich lernte mich durch deren Angriffe immer besser selbst kennen und ich erkenne sogar einen Sinn meines eigenen Weg, den ich aufgrund der Einflussnahmen immer wieder neu wählen musste. Ich spüre, dass all diese Angriffe und Widerlichkeiten einen Reinigungsprozess in mir auslösten. Ich erwarb in diesen Dschungeln der Lügen und Intrigen die Kenntnis, zu überleben, indem ich Schein von Ist zu unterscheiden lernte. Und ich fand das, was alle in die Wüsten Gehenden sich ersehnen. Eine Botschaft der Kartese. Schmerz reinigt. Agonie stählt Deinen Willen.
Wie ein Diamant wurde mein Geist neu geschaffen. Er leuchtet stärker und kräftiger denn je und all die Missetaten an mir sind eine Art Schleifmittel geworden, dass diesen Diamanten nun umso einzigartiger macht. Druck und Hitze, die diese Unwahrheitengläubigen in meinem Dasein erzeugen und erzeugten, sie liessen den Diamanten also überhaupt erst entstehen, und die Verzerrerfraktionen haben ihn dann sogar noch für lau mit ihren Schleifmitteln versehen, so dass die Geschehnisse in dieser Kombination etwas einzigartiges schufen. So genau bildete sich eine Fähigkeit in mir heraus, die ich zuvor nicht kannte. Ich kann Unwahrheiten von Wahrheiten , Schein vom Ist unterscheiden. Ich beobachte Menschen eine zeitlang und erkenne deren wahres Ich. Für diese Erkenntnis und Wahrheit in meinem Dasein bin ich sehr dankbar, doch es ist ein schmerzlicher Weg voller Gefahren.

Und so sende ich Dir, der Du das alles gelesen hast, eine ganz wesentliche Botschaft!
Gehe Deinen Weg! Gehe ihn immer bis ans Ende und halte durch. Lasse Dich durch nichts und niemanden von Deinem Kurs abbringen, den Du einschlägst, um Wahrheiten zu finden oder Deine eigene Wahrheit zu gestalten.
Und sollte Dir das Glück widerfahren, alle Unpässlichkeiten lebend zu überstehen, wirst Du als wahrhaftig reicher Mensch daraus hervorgehen. Dein Willen, Dein Humor, Deine Vernunft, Deine Neugierde, Deine Kreativität werden völlig erneuert und Dich erweiternde Impulse erfahren. Du wirst im wahrsten Sinne ein Cybernaut. Und das ist eine der für mich persönlich wundervollsten Wahrheiten und Geschenke, die ich fand und erwarb. Diese Fähigkeit zur Selbststeuerung und -regulierung.

Ständig vernehme ich neue Impulse, spüre Energien. Ich bekomme sie eingespielt und freue mich daran wie ein kleiner Junge, der von seinen Eltern gelobt wird, wenn er etwas Gutes getan hat. Meine innere Stimme lächelt mich an und sagt, schleife Deinen Diamanten, indem Du all den Widerlichkeiten die Stirn bietest. Wenn der Druck auf Dich erhöht wird, steigere Dich selbst und reagiere damit auf den Druck Dir gegenüber. Und genauso wächst Du in Geist und Körper.

Ich spüre, dass ich die Brücke erreiche, die dort ist, wo sich mein wirkliches Zuhause befindet. Vielleicht warte ich dort auf Dich, vielleicht wartest Du auf mich, sicher ist, ich werde zur Brücke kommen, wenn die mich Quälenden ihren Weg beendet haben und ein neues Leben vor ihnen liegt.

Ich wünsche Dir, dass es Dir genauso geht und ich hoffe für Dich, dass Du vielleicht auch nur ein auskömmliches Leben führen darfst, ohne die ganzen Wanderschaften zu unternehmen, die mich durch so viele neue Welten führten. Falls Du aber selbst ein Zeitenwanderer bist, den die „Anderen“ immer vor sich hertreiben möchten, dann mag Dir dieser Aufsatz über die verschiedenen Ausprägungen der Wahrheiten eine Art Lehr- und Erfahrungsbericht sein, denn wenn Du diese Wahrheiten herausarbeitest und sie genau beschreiben kannst, dann bist Du zu einem Zeitenwanderer von besonderer Größe und sich immer stärker herausbildender Einzigartigkeit geworden.

Im Russischen sagt man, zeige mir, wer Deine Feinde sind und ich sage Dir, was Du für ein Mensch bist.

Ehre und  Respekt sind denen vorbehalten, die kämpfen können. Sei es gegen die äusseren Feinde oder sei es gegen den größten aller Feinde: Dich selbst. Das ist eine wesentliche Wahrheit. Lerne ausweichen, lerne taktieren, lerne einfach am Leben zu bleiben und Dich daran zu erfreuen, dass der nächste Tag beginnt und Du immer noch im Hier und Jetzt bist. Biete denen, die Dich herzumschubsen wollen, Widerstand und bleibe dennoch friedfertig. Je mehr Du ertragen lernst, desto größer wird die Ernte sein, die Du irgendwann einfahren wirst.
Führe diesen heiligsten aller Kriege, den Krieg gegen Dich selbst, und Du wirst immer stärker und brillianter, denn Du lehrst Deinen weltlichen Feinden Respekt und Dir widerfährt trotz oder gerade wegen Deines kämpferischen Herzens, eine wohlwollende Liebe. Denn alle die, die für ihre Liebe zur Wahrheit nicht einknicken wie ein Grashalm im Wind, ist es vorbehalten, innere Größe zu erlangen, die sie zu großen Geistern werden lässt. Und manchmal, wenn Du und ich verzagen, dann hilft uns der Glaube an die Wahrheit, an das Licht der reinen Liebe,  daran, dass wir erneut aufstehen und den geschundenen Geist und Körper erheben solange auch nur noch ein Tropfen Blut in unseren Adern fliesst.
Und wir beide wissen eines: „sie“ sehen uns von der anderen Seite  aus und stehen uns bei, auch wenn wir sie nicht sehen und spüren können! Sie, die Wächter, Engel – nenne sie wie Du magst – sie sind Verbündete, weil sie genauso geschliffen wurden und niemals aufgegeben haben. Und sie alle sind, weil wir und unseresgleichen sie denken und gedacht haben und weil wir ihnen auf diese Weise auch unseren immer währenden Respekt zeigen, da sie dadurch ewiglich in Erinnerung bleiben. So einfach kann die Wahrheit auch sein!

Und wenn wir Glück haben, dann treffen wir einander und können uns von unseren Geschichten erzählen. Du von Deinen Wahrheiten und ich von meinen!

Bleib´ tapfer und LEBE für immer, auch oder gerade wenn Du im Kampf stirbst :-)

 

| nach oben

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Willkommen in der Welt meiner Wahrheiten

Schaue ich nach Innen, in mich hinein…

dann sehe ich auf ein Leben, das wie im Fluge vorüberzieht. Ich durchwanderte Landschaften voller Höhen und Tiefen. Fruchtbare Tallagen wechselten mit der Zeit zu schroffen und ausgelaugten Gebirgszügen und umgekehrt. Mal sehe ich alles im Kalt des Winters, mal in der gleissenden Sonne des Sommers, doch immerdar spüre ich, dass die Wanderung durch das Leben ein dauerndes Mühsal ist.

Auf meinem Weg habe ich viele Menschen gesehen und einige davon auch näher kennengelernt. Oft verweilte ich einen Moment, denn ich hatte den Wunsch an der Seite der mir freundlich begegnenden Menschen zu sein. Leider verliessen mich viele. Sie verblassten einfach in der Zeit oder wir gingen  aus vielerlei Gründen getrennte Wege.

Bei einigen dieser Menschen fühle ich Bedauern, denn ich nahm sie als wirkliche Menschen wahr. Dennoch trennten sich unsere Wege immer wieder aufs Neue und ich wanderte weiter alleine durch mein Leben. Ich lernte, dass die Mehrzahl der mir begegnenden Menschen einen Gutteil ihrer Zeit damit verbringen, andere, also auch mich selbst, für die ihnen wesentlichen Belange zu manipulieren und auszunutzen. Es ist wie in einem Theaterstück. Ich spielte eine bestimmte Rolle, die sie mir zudachten. Und wenn ich sie nicht so spielte wie es ihnen gefiel, dann verliessen sie mich oder ich beschloss, meinen eigenen Weg weiter zu suchen, ohne sie.
Und so verlor ich im Laufe der vielen Wanderjahre nach und nach den Gedanken, dass ich irgendwann einen Ort mit Menschen finde, die mich so nehmen wie ich bin. Ich bin wahrlich kein begabter Schauspieler, doch bin in der Lage, selbst die Dschungel des Zwistes, der Missgunst, der Niederträchtigkeit zu durchwandern und habe dabei festgestellt, dass je dichter dieser Dschungel und je bedrohlicher er im Laufe der Zeit wird, er dennoch große und wundervolle Entdeckungen bereithält. Je ärger die Agonie des Entzugs und je umfassender die Bedrohlichkeit, desto tiefergehender sind die durch diese Erfahrungen entstehenden Erkenntnisse. Es ist als würdest Du durch äusserlich zugefügten Schmerz innerlich stärker werden. Wenn Du das Glück hast, dies alles zu überleben, dann magst Du, wie ich selbst auch, vielleicht erkennen, dass Du gewappneter  und gegebenenfalls sogar gestärkter weiter Deines Weges gehst. Ich habe das so empfunden  als hätte ich einen großen Schatz gefunden. Er lag nicht irgendwo in diesen Dschungeln herum, sondern ich fand ihn in mir selbst. Im Moment der Gefahr habe ich das natürlich nicht so interpretiert. Im Gegenteil, ich jammerte oft, fühlte mich schwach, verletzlich und manches mal auch sehr einsam. Vielleicht liegt darin eines der Mysterien der Lebenswanderungen. Je mehr Du Deinen eigenen Weg suchst, desto einsamer wird dieser Weg. Zuerst wagst Du Dich nur einige Schritte in die sich vor Dir auftuenden, neuen Landschaften. Viele verharren an diesen Übergängen und noch mehr gehen nicht mehr weiter. Sie sind am Ende ihres Weges angelangt und lassen sich nieder. Viele hegen die Hoffnung, dass dieser Platz der Ort ihres Lebens für immerdar ist und sein wird. Doch ich sage euch, der überwiegende Teil wird wieder aufstehen und weitergehen. Ich begegnete einer Vielzahl solcher Menschen in den ausgedörrten Wüsten oder den bedrohlichen, vor Leben strotzenden Dschungeln. Viele waren am Ende ihres Lebenswegs und verzweifelt, andere wiederum berichteten mir von abenteuerlichen Begegnungen und Geschehnissen. Diese Lebenswanderer sind mir die sympathischsten von allen meinen Begegnungen. Sie sind zwar meist verschlossen wirkende Menschen, doch das sind sie gar nicht. Sie haben nur gelernt, vorsichtig zu sein. Und sie kennzeichnen sich durch den „tiefen“ Blick. Sie sind, wie auch ich heute, in der Lage, einen Menschen und sein Wesen zu erkennen. Ich traf auf Menschen, die mir anvertrauten, dass sie mich schon eine geraume Zeit wahrgenommen hatten, doch sich aus Vorsicht nicht annäherten. Oft haben wir dann festgestellt, dass es mir ebenso widerfahren war. Auch ich hatte sie gespürt und beobachtet, ohne mich ihnen anzunähern. Solche Begegnungen sind mir im Nachhinein die Schönsten, denn es war als würde sich alles um einen herum nach und nach in einen Ort verwandeln, an dem man gerne verweilt.

Selbst wenn um Dich herum Stürme toben, der Regen Dich wegzuschwemmen droht oder die Trockenheit Deinen Rachen völlig ausgetrocknet hat. Begegnete ich so einem Menschen, bildete sich eine Art durchsichtige Schutzkugel. Das kleinste Feuer, der löcherigste Schutz vor den Unbilden der Natur , sie wurden zum Hier und Jetzt, das von besonderer Größe und Güte war. Und das nur, weil sich zwei wahrhaftige Lebenswanderer dazu entschlossen, dem Anderen zu vertrauen und gemeinsam zu lagern und einander von den eigenen Wandererlebnissen zu berichten und dem Anderen inständigst zu lauschen, wenn er ins Erzählen kam.

Und wo immer auch Deine Wege hinführen, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Wege findest, die Dich wachsen lassen, die Dir das ewige Geschenk der Zeitenwanderer darreichen – das Erlebnis des Sinns Deines einzigartigen Weges.

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Schaue ich nach Innen, in mich hinein…

Und wir tanzten….

Nur dieses eine Mal noch schenk mir Kraft für einen neuen Tag
Ich stehe nackt und hilflos vor dem Morgen, nie war ich so stark
Nur einen Tag noch Kraft und ich reiß alle Mauern um mich ein
Nur wer sich öffnet für den Schmerz, lässt auch die Liebe mit hinein

ASP – Auszug aus dem Song „Wir tanzten“  aus dem Album „Ungeschickte Liebesbriefe“

Mit diesem kleinen Zitat des Songs „Wir tanzten“ aus dem wundervollen Album „Ungeschickte Liebebriefe“ der Gruppe ASP möchte ich heute etwas zum Tanz auf zwei Hochzeiten erzählen.
Für gewöhnlich nutzen wir im allgemeinen Sprachgebrauch diese Metapher, um ein Phänomen oder eine Verhaltensweise in Worte zu kleiden. Es geht dabei um das Ereignis, wenn sich jemand in zwei oder mehreren ähnlichen oder sogar gleichen Themenbereichen und den dazugehörigen Situationen hervortut und in wahrnehmbarer Weise exponiert. Man sagt dann, er oder sie tanze auf zwei oder eben mehreren Hochzeiten und wir verwenden dann den Sinnspruch „Du kannst nicht auf zwei (oder mehreren) Hochzeiten gleichzeitig tanzen“.
Nun kennen wir aber auch wirklich alle, dass dieses immer wieder geschieht. Sei es, dass wir selbst uns darin versuchen oder versucht haben, oder dass irgendwelche Mitmenschen eben dieses tun. Wir empfinden das für gewöhnlich als nicht gerade angenehm.
Warum ist dem so? Es mag daran liegen, dass wir moralische und gesellschaftlich induzierte Verhaltensweisen in unserem Sozialverhalten codifiziert  haben. Es kann auch sein, dass wir im beruflichen und projektorientierten Umfeld – also mit unserer analytischen Verhaltensregelung – gelernt haben, dass es der Priorisierung, der Konzentration und Fokussierung auf Teilschritte oder sogar Hauptthemen bedarf, um ein komplexes Geschehen zum Ziel zu führen und dass zweimal dasselbe zu tun dem Projekt oder Vorhaben nicht zuträglich ist. Insbesondere dann, wenn wir Leute um uns herum haben, die ihre Kenntnisse und ohne es uns wissen zu lassen, zur selben Zeit an einem anderen Ort und in einem anderen Kontext genauso ausführen, wie wir es in der uns selbst betreffenden Situation wahrnehmen.
Frauen und auch Männer haben in ihrem, der genetischen Vielfalt fröhnenden Verhaltensrepertoire, relativ klar erkennbare Interpretationen zu diesem „Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten tanzen“. Doch das ist ein anderes Thema.

Was nun, wenn z. B. eine exponierte Persönlichkeit im öffentlichen Umfeld seit geraumer Zeit drei prioritäre Schwerpunkte für einen regelungstechnisch und projektinhärent umfassenden Themenbereich propagiert und plötzlich einen vierten Schwerpunkt  dazunimmt und angibt, man sei ja prinzipiell offen dafür, ohne sich festlegen zu wollen, doch man führe bereits Gespräche?!
Es gibt da mindestens zwei Interpretationsmöglichkeiten. Die eine ist, dass wir es hier mit einem Fall zu tun haben, der dem o.a. Informationsstrang folgt. Hier möchte jemand auf mehreren Hochzeiten tanzen.
Oder, und das weist fast dieselbe Geschehenswahrscheinlichkeit auf, wir haben es dabei mit einem Ereignis zu tun, das einer personifizierten Phänologie zuzurechnen ist, die heute nicht mehr weiß, was sie gestern noch geschwätzt hat. Ich nenne es das Adenauer-Syndrom. Im medizinischen Sektor wird es auch mit retrogradueller Amnäsie betitelt.
Im speziellen Fall geht es darum, dass führende Entscheidungsträgerschaften im regionalen kommunalen Umfeld vermelden (lassen), dass ein Industrie- und Gewerbegebiet an resp. im direkten Umfeld des Autobahnkreuzes der A2 und der A39 ein den Wirtschaftsstandort voranbringendes Projekt sein müsste. Wir wollen uns jetzt hier nicht darauf konzentrieren, ob das wirklich so ist, also, dass so ein Planungsvorhaben zielführend und bekömmlich für die wirtschaftliche Standortentwicklung ist. Es ist dem natürlich wirklich so, denn unsere oder auch auswärtige Unternehmen benötigen Platz und Raum für ihre Entwicklung. Es ist demnach eine der grundlegenden Daseinsfunktionen von Kommunen, Platz und Raum für Unternehmen zu schaffen. Strittig ist alleine, wo dieses Raumangebot platziert wird.
Wir wollen uns vielmehr hier und jetzt darauf fokussieren, warum jemand plötzlich in der öfffentlichen Diskussion einen vermeintlichen vierten Schwerpunkt in seiner standortentwickelnden  Projektierung proklamiert und gleichzeitig butterweich darauf abhebt, man führe Gespräche ohne Konkretisierungen. Andere aus seinem Politumfeld weisen freundlicherweise noch darauf hin, dass es Parteifreunde ja so und so schon vor Jahren ins Gespräch gebracht hätten. Und wieder andere kaprizieren sich darin, dass ein solches Vorhaben von regionaler, wenn nicht sogar internationaler oder gar intergalaktischer Bedeutung sei und man mit den Klingonen, Trump, Putin und wem sonst noch in engster Abstimmung dazu stehe. Letztere sind nur nettes Beiwerk, also dem Salatblättel ähnelnd, das bei einem lecker zubereiteten Steak mit auf dem Teller liegt, um den vermeintlich frischen Teint des zubereiteten Fleischstücks zu triggern.
Da die die hier handelnde Hauptperson nicht oder nur sehr abgeschwächt auf die eigenen Prioritäten in diesem Themenzusammenhang hinweist, hat er entweder eine Retrograduelle usw. oder er ist jemand, der auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen möchte, dernn es läuft bereits ein Großprojekt, das u.a. die Entwicklung eines riesigen Flächenkomplexes umfasst und das sowohl an der Autobahn wie auch in der BErgbaunachfolge an einem bald geschlossenen Bergbauareal. Zwei Hochzeiten eben.

Ich überlasse es wie immer der werten Leserschaft, sich jetzt zu verhalten, wie es ihr gerade genehm ist. Die einen greifen zwecks Informationsübermittlung zum Handy, die anderen beissen vielleicht in irgendeine bereits zerfaserte Tischkante. Wieder andere knüpfen an dem Strick, um mich klu-kluxiger Behandlungstherapien zu unterziehen. Wieder andere lächeln und erfreuen sich am wunderbaren Sommerwetter.

Letzteres tue ich gerade, denn ich liege hier wie Gott mich schuf oder – nein, besser – wie ich mich gerade körperlich transformiere, in der nachmittäglichen Sonne. Mag sein, dass mir die Sonne zu sehr aufs Hirn oder andere wichtigere Körperregionen gebrannt hat.

Doch eines ist sicher. Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen.

In diesem Sinne – seid gesegnet!

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Und wir tanzten….

Die Weddeler Schleife und manch´ andere zentrale Beschaffungen

Wie dem heutigen Kommuniqué des Lokalteils der Regionalzeitung zu entnehmen ist, hat Mr. Tschie nun offiziell verlauten lassen, dass er in Sachen Schleife bei Weddel geloost hat. Die Planungen seien zu weit fortgeschritten. Da hätte er kämpfen können wie ein Berserker, die besten Kontakte in diverse Bundesministerien spielen lassen können, ja, er hätte sich ja auch, zumindest im übertragenen Sinne, selbst quer auf die Gleise gelegt, seinen besten Parteikumpanen alles angedient, ob nun mit oder ohne Hose, alles, ich sage ALLES hätte er getan für diese eine kleine Schleife. Und warum? Nun ….
Erinnern wir uns an die Aussagen im Wahlkampf 2016, die ihr in dieser Synopse (des seit 2011 gedisstesten, gehasstesten und verunglimpftesten Wirtschaftsförderers aller Zeiten – er wagte es, gegen das Establishment zu kandidieren, oh weia!) gerne nachlesen könnt.
Schaut einfach selbst, denn Rekapitulation erhellt bekanntlich den Geist. Manchmal, nicht bei Allen, soll es dennoch vorkommen. Illumination? Initiation? Oder einfach nur, bevor ich jetzt weiterlese, schau ich selbst und bilde mir meine eigene Meinung?! Letzteres reicht völlig, denn ich unterbelichtete Wesenheit habe durch eigene Rekpitulation schon echt schöne Momente gehabt. Insofern empfehle ich es hier ganz frech.

Und es ist gerade einmal eine Woche vergangen, da berichtete dasselbe Blatt von einer neuen gemeinsamen Beschaffungsstelle in der Verwaltung meines ach so geliebten  und beschaulichen Heimatlandkreises. Poah, eine gemeinsame Beschaffungsstelle, wie genial ist das denn?!
Auch dieses Thema, man höre und staune, wurde von dieser o.a. persona non grata im Wahlkampf 2016 als zentrales Projekt benannt. Schaut dazu bitte an dieser Stelle.
Interessant an dieser Begebenheit ist, dass Mr. Tschie es damals noch nicht kannte, jetzt aber so tut, als sei es seine Idee. Nun ja, Opportunisten sind im Grunde genommen, und das ist eine historisch belegbare Tatsache, die allerbesten, ach was sage ich, die weltbesten Kopisten. Wozu selbst den Kopf zerbrechen, wenn ich es doch abschreiben kann, und dann tue ich mit gockelig geschwellter Brust, markantem Lächeln und gehobenem und abgewinkelten linkem Arm (das soll wahrscheinlich so eine Duftnote von Stärke und Willen darstellen; Hitler übte dafür tagelang vor dem Spiegel und hat sich auch nicht vor Lachen über seine Fratzen und seine markige Mimik weggeworfen; ok, der stand auch unter Drogen. Wieder andere brauchen so einen Ikeatritt, um sich und ihre ganze Pracht im Spiegel…aber das ist ein anderes Thema) – stets im Halbprofil ins Apparatchen schauend, geübt ist geübt, als sei es alles eigenständiges Gedankengut.
Wieviele Menschen sind darauf schon hereingefallen? Gottfried Keller hat dazu einst einen wunderbaren Roman verfasst. In der Natur wird es als Mimikry bezeichnet, wenn ein Wesen so tut als ob, es aber gar nicht ist. Frei nach dem Motto einstiger Bundeswehrsoldaten: Tarnen, Täuschen und Verpissen. Ok, heutzutage ist das natürlich nicht mehr so, denn heute sind ja alle Helden und bestausgebildeste Fachleute. Manche sind letzteres, allerdings fehlt es ihnen an einsatzfähigem Gerät. Macht nichts, fliegen wir halt ´nen ADAC-Hubi und rufen dann Feuer und daddeln auf Spielekonsolen herum. By the way, vielleicht begreift endlich mal eine Mehrheit, dass manche Leute aber sowas von völlige Fehlplatzierungen darstellen, dass es schon wehtut, denn seit wann ist ein Militär einsatzfähig, wenn über die Hälfte der todbringenden Maschinerie in der InSt ist, weil mal wieder irgendein Teil fehlt oder kaputt gegangen ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt sogar Minister (in dem Falle a.D oder einfach nur Ade), es sei hier höflichst an die Plagiatsaffäre Guttenberg erinnert, die schreiben  nahezu alles ab, was sie einst als Promotionsarbeit ablieferten. Was soll´s, die Pension ist gesichert.

So oder so ähnlich spielt es sich in meinem schuckeligen, kleinen Heimatlandkreis gerade in Sachen „zentrale Beschaffungsstelle“ auch ab. Aber schaut einfach selbst. Sagte ich ja schon.

Wenn ihr die verlinkten Texte vor euch habt, dann sucht die Begriffe „Weddeler Schleife“ und dann beim zweiten link „Beschaffung“ und schon habt ihr die Stellen, um die es mir in diesem kleinen Essay geht.

Wundert euch aber bitte nicht, wenn auf der Seite des damalig so humoresk benannten Heimatliebenden an dieser besagten „Beschaffungs-„Stelle noch nichts stand. Dagegen steht beim Thema Weddeler Schleife umso mehr.
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sie – die Weddeler Schleife“ – erst gar nicht als programmatischen Inhalt in meinem Wahlkampf 2016 benannt, da es so und so Lulli gewesen wäre, etwas anzugeben, von dem ich rein inhaltlich wusste, das kann man mal getrost knicken mit der Weddeler Schleife im Sinne einer Anbindung an Helmstedt oder gar das Kraftwerk Buschhaus. Dennoch, beachtet den Gegensatz in den Aussagen, der reinen Menge an Worten und und und, die ich in der angegebenen Synopse dargelegt habe. Übrigens, alles saubere Zitate von einer ehemaligen Homepage des Heimatliebenden, die es inzwischen nicht mehr gibt, weil sie neu erstellt werden soll. Wer etws genauer im Netz sucht, der findet sogar einen Flyer trotz abgeschalteter Homepage. Sorry, wenn ich jetzt gerade Grinsen muss, denn wer hat da bitte die Abstellung vorgenommen?! Ok, es kam im Flyer etwas verklausulierter daher: “ Durch den Lückenschluss der Bahnstrecke Helmstedt/ Wolfsburg können wir für Buschhaus positive Akzente setzen“. Na ja, wir wissen ja jetzt wie es sich mit der Akzentuierung verhält. In meinem gekünstelten französischen Akzent würde ich glatt sagen:“ Le boucle du Gerard,   c´est fini! und ös prickölt so schönn in meine Bauchnabböll!“. Französisch ist doch ´was feines, findet ihr nicht?!

In der Angelegenheit Beschaffung – wo nichts ist, kann auch nichts sein. Will sagen, es gibt Leute, die haben Plan von der Sache, die sie angehen, andere haben Schleifen, Knoten oder sonstige erquickliche und erstaunliche Verdrehungen. Wenn also jemand vor fast zwei Jahren das Thema zentralisierte Beschaffung nicht auf dem Schirm hatte, dann bedeutet das auch, dass es sich erst später in den gehirnmäßigen Windungen etablierte, oder nicht?!
Doch das Internet und die vielen Millionen Server vergessen nichts, es sei denn die NSA will es so, weil PRISM gerade mal wieder vom russischen oder chinesischen Geheimdienst oder VPN-Tunnel-nutzenden TORheiten kompromittiert wird, oder irgendein Schnarch einen Pubs gelassen hat, der amerikanische Neokolonialambitionen gefährden könnte. Doch in diesem Fall geht es ja auch nicht um die Verschleierung irgendwelcher Fiesigkeiten, gar staatstragender Gehirnverwicklungen oder gar böse Dinge, die die ganzen Durchgeknallten, die u.a. auf 40 Jungfrauen hoffen, wenn sie anderer Leute Leben in Stücke reissen und es  als heiligen Krieg gegen jeden, der keinen Bart tragen möchte oder im Umhang ins Freibad hüpfen soll, deklarieren,  nein, es geht schlicht darum zu belegen, dass ich einen eigenen Plagiatus habe! Ist das nicht geil?! Ich habe einen, der bei mir abschreibt. Wow! Und nicht nur das. Der hat selbst nicht viel auf dem Schirm und bedient sich einer Vorgehensweise, die Uderzo und Goscinny dereinst in einem ihrer Comics verarbeitet haben. Der Tullius destructivus-Typus ist eine höchst erfreuliche Persönlichkeit, denn als wahrhaftiger Opportunist und selbstverliebter Ich-kann-alles-weil-ich-habe-Fahrrad-fahren-gelernt infiltriert er jedwedes System und höhlt es von innen aus. Ich mag solche Typen echt gerne. Sie sind doch das Salz in jeder gesellschaftlichen Suppenküche, nicht wahr?

In meiner frühen Schulzeit, also zu einem Zeitpunkt, wo ich ausser Dönecken und freiem Spieltriebeausleben noch nicht viel in der Birne hatte, da schrieb ich auch immer ab, weil war ja einfacher als selbst zu lernen und zu arbeiten. Ja, ich war damals ein glänzender Opportunist, denn das verbarg meine infantile und auf maximalen Freude ausgerichtete Faulheit. Nun, das legte sich zum Glück im Laufe der Jahre und vor allem ab dem Moment, wo ich nicht nur Fahrrad fahren gelernt hatte, sondern es kulminierte geradezu in erquicklichstem Zuwachs an Selbständigkeit, kritischem Denken, Freiheitswillen und Ausbau meiner kantigen PErsönlichkeit, als ich in Göttingen studieren dürfte. Göttingen ist nicht Münster! Warum? Weil in Göttingen nicht ganz so viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Münster ist schliesslich bekannt als die fahrradfahrerfreundlichste Kommune in Deutschland. Es gibt noch einige weitere prägnante Unterschiede, doch ich komme vom Thema ab.
Wichtig ist, anscheinend gibt es in meiner unmittelbaren Umgebung auch solche exaltierten und sich zum Ausdruck bringenden Träger eben benannter Persönlichkeitsmerkmale, die sich dadurch kennzeichnen, weniger zu arbeiten und lieber ´mal ´ne Runde abzupinnen, weil´s halt einfacher ist, und die sind nicht infantil. Also, schon etwas, doch so rein vom Äuserren sind sie eher als adult zu bezeichnen. Harte Schale, butterweicher Kern. Fast so wie bei manchen Hartschalentieren, wie z. B. Schnecken, Krebsen, Muscheln.  Das mit dem Grad der Ausleuchtung führe ich jetzt nicht weiter aus. Das mit dem Fahradfahrersyndrom auch. Schliesslich habe ich noch anderes zu tun.

Egal wie, da ich keinerlei Copyright einfordere sondern nur darstelle, wie es sich für mich erschliesst, möchte ich hier zum Ende noch sagen dürfen: Es ist ok so. Das Projekt einer gemeinsamen Beschaffung ist sinnvoll. Schaut einfach in meiner Wahlkampfdarstellung von 2016 und ihr findet noch viel mehr sinnvolle Projekte. Also, werter Plagiatus, Du hast noch viel zu tun :-)

Seid´gesegnet!

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Die Weddeler Schleife und manch´ andere zentrale Beschaffungen

LEADER braucht das Land oder wie sich neue Leader „leaderlich“ verhalten

Inzwischen hat es auch der letzte Vogel in meiner Heimat verstanden, dass es Programme der europäischen Union gibt, die darauf abzielen, auf verschiedenen staatlichen Ebenen neue wirtschaftliche Impulse zu setzen. Und da diese zu einem bestimmten Teil auf der sogenannten NUTS-III-Ebene auszuführen sind, also auf der Ebene der kreisfreien Städte, der Landkreise und oder von diesen gemeinschaftlich gegründeten und geführten Zusammenschlüssen, kann man, muss aber nicht, diese Ebene genauer betrachten, um herauszubekommen, wie sie diese Subventionsprogramme anwendet.
Oftmals werden für die organisatorische und inhaltliche Abwicklung externe Beraterstrukturen beauftragt. Ich halte diese Vorgehensweise zwar für wenig effizient, denn sie mindert die eigentlichen „Einsatz- und Projektmittel“, denn wenn Dritte „eingekauft“es eine oft anzutreffende Vorgehensweise.
Diese Vorgehensweise wird meiner Ansicht nach deshalb sehr häufig gewählt, weil sowohl die Konzeption und erst recht die organisatorische und inhaltliche Umsetzung zusätzlich Arbeit bedeuten und man dadurch dann niemanden mehr hätte, auf den man zeigen kann, wenn es, was völlig normal ist, zu inhaltlichen Differenzen kommt und dann ein Disput (oder auch zwei, drei und mehr) darüber geführt wird. Allerdings ist, zumindest in meinem Land, die Politik der Hauptauftraggeber für solche Projekte. Sei es, dass sie Vorlagen der Verwaltung zustimmt oder sei es, dass es gerade die Politik ist, die die Verwaltung beauftragt, solche Projekte umzusetzen. Insofern würde ich immer dafür plädieren, die Umsetzung solcher Projekte mit einer Federführung und Projektverantwortung im eigenen Hause zu bevorzugen. Nur eine Figur einzusetzen oder auch mal zwei oder drei oder vier und diese dann Lenkungsgruppe zu nennen, ist nicht das Salz in der Suppe. Warum? Ganz einfach, für gewöhnlich glänzen diese „Ausschüsse“ durch thematische und inhaltliche Abwesenheit, was kein Vorwurf sein soll, doch auf der kommunalen Ebene gibt es nun einmal kaum Fachleute in den politischen Gremien, die Potenziale aufgrund einer statistischen Feinanalyse nachvollziehen können, fundierte Kenntnisse der Situation haben und über ausreichende thematisch-fachliche Projekterfahrungen verfügen. Und so finden sich häufiger Menschen in diesen Lenkungsgruppen, die zwar ein hohes Maß an Geltungsdrang aufzuweisen haben, doch projektrelevante Newcomer sind und zudem meist nur politische Papageien sind, die im Phrasen nachsprechen glatt ein sehr gut bekommen, doch einer fundierten und nachvollziehbaren eigenen Meinungbildung obsolet gehen.
Würden eigene Fachleute das Projekt führen, besteht demnach aber immer auch das von politischen Entscheidungsträgern gefürchtete Risiko, dass politische Gegner sich daran erfreuen, und alles in Grund und Boden zu reden. Und so hat man gerne einen „Externen“, dem man ggf. das „Versagen“ aufbürden kann. Das ist eine reichlich dumme Vorgehensweise, denn es sollte immer daran gearbeitet werden, auch die politischen Kräfte am Portepee zu fassen und sie in die Verantwortung gegenüber ihren Wählerschaften und der Bevölkerung zu bringen, wenn sie nicht sogar selbst Auftraggeber und Initiator sind. Zudem sind genau diese PolitikerInnen diejenigen, die als Multiplikatoren eine herausragende Bedeutung haben, wenn es darum geht, Inhalte, Perspektiven und Vorhaben in ihre Parteistrukturen zu kommunizieren und dort zu diskutieren! Aber, ich habe es gerade dargestellt, wenn die Verwaltungsstrukturen eigene Fachleute aufzuweisen haben, dann sollten diese die Projektführung bekommen.
Also werden leider für gewöhnlich hunderttausende EUR verbraucht, damit die externen Uhrenableser und Zeitansagedienste eingekauft werden können. Und diese wiederum spielen all zu häufig im organisatorischen als auch inhaltlichen Bereich den Ball zurück und kaprizieren sich als Tagungsorganisationen und Protokollanten. Frei nach dem Motto „Wer, wenn nicht ihr, weiß, was vor Ort dringend benötigt wird!?!“Also verlagern sie die Verantwortung zum  Auftraggeber zurück. Einmal, um sich Zeit zu sparen, zum Anderen, um nur nicht den Anschein zu erwecken, sie würden auch nicht den letzten Vogel noch vergessen und nicht zu Wort kommen lassen. Dass dadurch ein Dilemma entsteht, ist klar und offensichtlich. Wenn nicht, lest weiter!

Und damit beginnen die unzähligen Dilemmata, die im Bereich der europäischen Förderungskulissen tagtäglich ablaufen, und egal wo solche europäischen Förderprogramme angewendet werden, anzutreffen sind. Europaweit gesehen ist die Beraterszene geradezu hervorragend aufgestellt und kann sich professioneller Netzwerke bedienen, um an diese lukrativen Verträge zu kommen. Und immer wieder laufen diese Akquisen und darauf folgende Umsetzungen nach einem Schema ab, das ich persönlich als „low-level-Schema“ bezeichne. Ich selbst habe es erlebt, dass ein politisch gewogener Stellvertreter in Funktion, ein Fördeprogramm dazu nutzte, seine eigene, wohlgemerkt fachlich wenig fundierte Vorgehensweise durchzusetzen. Insofern ist es ratsam, eben gerade die administrativen Führungskräfte entsprechend der Wertigkeit der akqurierten Fördeprogramme einzusetzen und nicht, wie gerade dargestellt, politiwsch fügsame Speichelleckerstrukturen aus der nächst tieferen Ebene. Das ist das erste Merkmal von „low-level“ Das zweite betrifft die Arbeit von Beraterfirmen, die eben weil sie von stellvertretenden Kleinhorizontvertretern bevorzugt werden, häufiger als man denkt gar keine entsprechende Expertise aufzuweisen haben. Ein Beispiel: Wenn eine Beraterfirma sich mit landwirtschaftlichen und touristischen Kleinprojekten befasst und dazu auch entsprechende Umsetzungskonzepte erstellen kann, bedeutet das nicht, dass eben diese Beraterfirma auch hochkomplexe Industriekonversionsprojekte führen kann. Man merkt deren Unkenntnisse oftmals daran, dass die Konzepte für die avisierte Industriekonversion gehäuft Elemente enthalten, die fachlich betrachtet kleinräumige, teilweise einfach nur abgekupferte Elemente aufzuweisen haben, die wenig mit Industriekonversion und viel mit, wie in diesem Beispiel hier dargelegt, landwirtschaftlichen, kulturtouristischen, auf der Mikroebene möglicherweise wirksamen Elementen zu tun haben. Und wenn dann zudem allzu oft weder – zumindest auf der kommunalen Ebene –  die Ist-Situation tiefergehend analysiert wird, noch fachliche treffsichere Schwerpunkte herausgearbeitet werden, um das Projekt gleich zu Beginn professionell aufzustellen und dann die „Macher“ vor Ort zu involvieren, dann bezeichne ich das als Dilemma. Statt dessen werden mit auffälliger Häufigkeit geradezu oberflächliche Vorgehensweisen gewählt, die m. E. viel mit dem der Beraterszene typischen Opportunismus zu tun haben. Man redet dem Kunden resp. seinen scheinbaren Vertretern nach dem Mund, analysiert nur oberflächlich und gibt etwaige Präsentationen im Vorhinein zur „Korrektur“ ins „System. Und schon beginnt das Dilemma, denn wenn nicht tiefgehender analysiert wird (oft werden z. B. keine intensiven Literatur- und Internetrecherchen durchgeführt), sind die Ergebnisse schon einmal als mindestens kritisch zu betrachten. Wenn dann noch diese oberflächlichen Ergebnisse zur Korrektur an den Auftraggeber zugereicht werden und dieser wiederum, wie es oft geschieht, nicht die eigenen Fachleute involvieren, sondern die Stellvertreterebenen, z. B. weil sie der politischen Führungskraft eher genehm sind, dann wird daraus ein weiteres Dilemma. Das Dilemma der selbstbeweihräuchernden, karriereorientierten, politisch eingefärbten Proklamatik. Besonders bitter ist, dass nur in den wenigsten Fällen Erfahrungen von ähnlichen Projekten und vor allem deren Ergebnisse mit der Vor-Ort-Situation verbunden werden, um etwaige Perspektiven aufzuzeigen. Wie auch, wenn jemand einen Bioladen und seinen Förderantrag bearbeiten kann, bedeutet das keinesfalls, dass dieselbe Person aus der Industriekonversion herausgearbeitete Projektanträge generieren und umsetzen kann und es bedeutet schon gar nicht, dass er – eben wegen der fehlenden Expertise – Projekterfahrungen aus ähnlich gelagerten Industriekonversionsprojekten einbringen kann.

So geschieht es auch in meinem Heimatlandkreis. Von ein paar expliziten Beispielen  möchte ich im Folgenden berichten.

Das Beispiel des historisch-kulturellen Projekts „Romanik“. Ich wähle es deshalb, weil es so einfach ist und ich nicht in die Tiefe von hochkopmplizierten Industriekonversionsprojekten zu gehen brauche, was sie – werte Leserschaft – wahrscheinlich leicht verwirren könnte. Anhand dieses Beispieles kann ich ihnen dennoch darlegen, was geschieht, wenn ein ganzes Gefüge von Dilemmata wirksam wird.

Vor vielen Jahren hatte das Land Niedersachsen einmal ein kulturhistorisches Projekt . Es hieß „Wege in die Romanik“ und wurde Mitte bis Ende der 90er Jahre im vergangenen Jahrhundert initiiert. Vor Ort schloss man sich diesem Landesprojekt an, schilderte mit organisatorisch-finanzieller Unterstützung des Landesministeriums diverse Romanikdestinationen aus und erstellte Kartenwerke dazu. Dann ließ das Land das Projekt auslaufen und die sogenannten Routenpaten wurden sich selbst überlassen. Damit konnte ich mich in Funktion aber niemals abfinden, denn diese Kulturepoche ist geradezu fundamental für unseren Raum. Es gibt im nahen Umfeld  hunderte Destinationen aus dieser Zeit und in diesem Zeitraum wurde u.a. die Erschliessung des deutschen Reiches römischer Nation in Richtung Osten etabliert, so dass schnell offensichtlich wird, mit welchem Schatz an kulturhistorischen Zeugnissen man es beim Thema Romanik zu tun hat. Diese Epoche ist für ganz Mitteleuropa ein sehr wichtiges und weitreichendes Zeitalter.

Hier vor Ort ist in einer ehemaligen Templerkommende in Süpplingenburg z. B. der spätere Kaiser Lothar III. geboren worden, der selbst, und vor allem seine direkten Nachfahren, für die Weiterentwicklung des damaligen deutschen Reiches von hoher Bedeutung sein sollten. Und so habe ich mit dem mir angehörigen Durchsetzungscharme u.a. dafür Sorge getragen, dass die Romanik zu einem festen Bestandteil der kulturhistorischen Tourismusvermarktung des Landkreises Helmstedt wurde. Es konnte  im Laufe der Jahre u.a. ein Themenradweg etabliert werden und ich habe die www.romanik.de gesichert und dann mit Inhalten gefüllt. Dort finden Sie z. B. eine Datenbank, die international einzigartig ist, kann sie doch alle romanischen Destinationen aufnehmen und so dem interessierten Kunden wie auch den Orten mit den Bauzeugnissen Nutzen und Aufmerksamkeit geben. Allerdings hat sich auch wirklich so gut wie niemand gefunden, der diese entwicklungspolitische Projektierung nachvollziehen und loben konnte. Ich war relativ alleine und selbst meine damaligen Mitarbeiter waren größtenteils nur mit Nachdruck und Hinweisen auf die Professionalität zur Unterstützung zu gewinnen.

Was mir seit 2011 widerfuhr, habe ich an anderer Stelle ausreichend vertieft dargestellt. Es wurde mir letzten Ende nicht nur Personal und Budget weggenommen, sondern es wurden mir bis heute sogar alle Verantwortlichkeiten  entzogen. Ergebnis: wenn niemand mehr da ist, der dieses Thema bearbeitet, dann erodiert es in Sachen Wahrnehmung und damit verbunden marktgängiger Wirkung. Vor allem dann, wenn sich politische Kräfte dazu entschliessen, weder Taten noch Ergebnisse zu werten, sondern sich lieber an einer Haarpracht auslassen, die den meist mit schütterem Haarkleid gesegneten politischen Kräften anscheinend ein Dorn im Auge ist. Wohlgemerkt, das Projekt Romanik ist ein sog. Nischenprodukt, weil die Zielgruppe vergleichsweise eingeschränkt ist, doch auch ein Nischen- oder Sekundärprodukt hat seine Berechtigung, vor allem dann, wenn es als Segment eines umfassenderen Themen- und Marketingsmixes entwickelt wird.

Ingesamt betrachtet führt das o.a. „Umfeld“ des Romanikprojektes  dazu, dass sogar von denen, die damals wie heute in Funktion sind, diese o.a. Ergebnisse negiert und bei aktuellen Entwicklungsprojekten scheinbar ausser acht gelassen werden. Da ist z. B. ein heutiger Bürgermeister in einer Stadt am Elm, der einst Führungskraft  in einer Samtgemeinde mit einer herausragenden romanischen Destination war und seinerzeit gerne dabei war, wenn es um Ausschilderung, Einweihungen und Veranstaltungen ging. Und heute leitet er eine LEADER-Gruppe, die sich dem Thema Romanik widmet und kein Wort zu den bereits bestehenden und am Markt platzierten Romanik-Angeboten. Doch er ist nicht alleine untätig, sondern das diesen Prozess begleitende Beratungsunternehmen hat bis dato auch keinerlei recherchierte Informationen bereit gestellt, die  selbstverständlich – wäre es ein professionelles Beratungsunternehmen – alle die bereits etablierten Initiativen erkannt haben sollte. Vor allem die Romanik-Datenbank auf der www.romanik.de sowie den Themenradweg „Romanik“! Denn diese können und müssen aus professioneller Sicht aktualisiert und weiterentwickelt werden. Geschieht aber nicht! Zumindest findet man dazu keine offiziellen Verlautbarungen oder gar Dokumente.

Wie blind und oberflächlich! Und vor allem wie unprofessionell. Eigentlich ist das inhaltlich betrachtet ganz schrecklich, denn es gibt ja  „neue Tourismusverantwortliche“ (also mindestens das ehemalig unter meiner Führung tätige Personal), die anscheinend auch den Mund halten und alles zu vergessen haben scheinen. Wissen sie es nicht? Wollen sie es nicht wissen? Natürlich müssten sie als Profis alles zum Thema „Romanik“ in unserem direkten Umfeld wissen, denn sie haben diverse Projektausführungen zu verantworten (Messematerial anfertigen, Verkaufsangebote erstellen, Messedienste, Pressebetreuung und und und). Doch es ist – zumindest auf den einschlägigen Internetseiten oder in Presseverlautbarungen – kein Hinweis zu finden, der darauf schliessen ließe, dass sie ihre Kenntnisse weitergeben obwohl sie seit geraumer Zeit dafür zuständig sind.

Hier vermischt sich meiner Ansicht nach eine klar diagnostizierbare Unprofessionalität mit opportuner und karrieregeiler Politseichtheit zu einem nur Geld kostenden Agglomerat. Das ist zum Einen wirklich schade um das Steuergeld, zum Anderen werden Laien nicht tiefergehend informiert und geraten damit auf eine ressourcenverschwendende Schiene, was einfach schade ist um das bürgerliche Engagement. Schon gar nicht sprechen wir hier davon, dass es stringent wäre, die vorhandenen Instrumente zu aktualisieren und weiter auszubauen! Würden die sich engagierenden gesellschaftlichen Kräfte professionell unterstützt – und dazu gehört eindeutig in diesem Kontext das Auffinden der www.romanik.de mit der dazugehörigen Datenbank, dazu gehört sicher der Themenradweg „Romanik“, Messematerialien und und und – dann bräuchten sie sich nicht darum kümmern, romanische Destinationen zu suchen, eine Internetseite gestalten zu lassen und und und, denn das ist ja alles bereits vorhanden. Statt dessen wird mit großem Hallali das Rad neu erfunden. Natürlich gefällt das den politischen  Fähnleinschwenkern, denn sie können sich als „Macher“ kaprizieren, bekommen das eine oder andere Artikelchen in der lokalen Gazette und dürfen an mit Steuermitteln gesponsorten Arbeits- und Präsentationstreffen teilnehmen und sich dort dann groß und wissend darstellen. Zudem können sich die Funktionsträger als erfolgreiche Projektierer feiern lassen, was für den einen oder anderen kleine Karrieresprünge bedeutet. Doch die europäischen Fördermittel sind nicht dafür aufgelegt worden, um sich politisch und öffentlichkeitswirksam darzustellen, sondern sie sind für konkrete Projektinhalte geschaffen worden, um z. B. mit dem Kulturtourismus ein weiteres wirtschaftliches Standbein für die Vor-Ort-Akteure zu ermöglichen.

Leute, das ist schlimm! Schlimm, weil jahrzehntelange Arbeiten am Thema einfach negiert werden, Ressourcen verschwendet werden, das Rad immer und immer wieder neu erfunden wird, statt sinngebende Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Und ich persönlich betrachtet es als Rückschritt! So sieht nun ein Fortschritt gar nicht aus! Im Gegenteil!

Ich denke, dass ich einer der letzten Fachleute in meinem Heimatlandkreis bin, der die Zusammenhänge noch kennt, sie selbst gestaltete und professionalisierte und versuchte, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Personal eine Marktgängigkeit für das Projekt Romanik zu etablieren. Scheinbar siegt seit 2012 der kleingeistige Neid, der widerliche Opportunismus verbunden mit einer geldverschwendenden Mentalität, die ich so vorher niemals erleben musste. Das ist um der Sache Willen wirklich bedauerlich, denn das Thema „Romanik“, „Wege in die Romanik“, www.romanik.de und dazugehörige Datenbank, Romanik-Radweg und und und, hat viele Energien gekostet sowie Enthusiasmus und Einsatzbereitschaft der dafür Verantwortlichen, die daran arbeiteten, um unserem Landkreis Helmstedt ein kulturtouristisches Profil zu geben.

Dass das nicht das Einzige ist, steht ausser Frage. Doch ich habe mich hier darauf konzentriert, um einen Mechanismus zu erklären, der m. E. fatale Wirkungen hat. Einige davon habe ich im Text dargelegt.

Und es ist nur eine Einzelfallbetrachtung. Es gibt diverse andere Beispiele, die ich genauer darlegen kann, da ich selbst für die Arbeiten mit verantwortlich war und heute alles negiert wird und aus dem Blickwinkel gerät.

Da sind u.a. die Themen Gründerberatung, Gründerzentrum, Flächenentwicklung (Bergbaufolgeszenarien, wie z. B. der Lappwaldsee sowie der Schöninger Bereich des ehemaligen Reviers, das Gewerbegebiet Barmke), Standortmarketing, Internetarbeit, das Thema „Grenzenlos“, der UNESCO-Geopark, die Internetbandbreitenversorgung, etc..Das alles lief dereinst zentral bei mir und meinem Team zusammen. Wir haben es unter meiner Führung mit den bestehenden Ressourcen soweit entwickelt, wie es eben nur möglich war. Und heute? Heute bin ich vereinzelt worden, weil bestimmte politische Kräfte und Hauptverwaltungsbeamten die für die Umsetzung der angegebenen Projekte völlig falsch interpretieren und weil sie sich selbst als die Macher präsentieren mögen. Gemessen an ihren Leistungen, sind das aber keine Macher sondern eher Auslasser und Fehlleistungen Produzierende. Leider! Und die, die engagiert sind, werden gemobbt, diffamiert, diskredistiert oder schlicht negiert. DAS ist eine der wirklich nachhaltigen Fehlleistungen, wenn es um die Entwicklung und Weiterentwicklung eines Raumes geht! Wer so einfältig ist und stets ein Rad neu erfindet, dem muss geholfen werden. Doch stattdessen wird ein Leichentuch aufgespannt und als neue Tischdecke verkauft. Sorry, doch ich finde das fachlich und auch menschlich betrachtet schrecklich!

Danke für eure Aufmerksamkeit. Seid´gesegnet!

 

 

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für LEADER braucht das Land oder wie sich neue Leader „leaderlich“ verhalten

Was denn nun?! Windräder Nein, Lappwaldsee Ja, Klärschlamm Ja!?

Zugegeben, es ist manchmal nicht einfach, eine klare Position zu beziehen wenn man in beruflicher Funktion etwas „bewegen möchte“. Vor allem dann nicht, wenn man als demokratisch legitimierte Persönlichkeit zunächst die Windrichtung -und -stärke der umgebenden Öffentlichkeit prüfen muss, um das eigene Fähnchen sichtbar, schön wehend und vor allem aufrecht zu halten. Diese Fahnenträgerverhaltensweisen sind in allen gesellschaftlichen Bereichen zu finden, denn es geht bekanntlich immer irgendwie um Geld, Macht, Einfluss oder manchmal auch nur darum, das eigene Ego im gegebenen gesellschaftlichen Kontext möglichst strahlend darzustellen. Sicherlich kennt ihr die kleingeistige und vor allem retardierte Version der MO´s, dass sich gerade solche Umgebungsindividuen häufig darin kaprizieren, anderer Menschen Arbeitsergebnisse vor einem ihnen gewogenen Publikum durch den Kakao oder ähnlich trübe Flüssigkeiten zu ziehen, indem sie diskreditieren, diffamieren, degradieren und somit schlicht und einfach mental onanieren, um sich fast im gleichen Atemzug als die einzig wahren und großen Problemlöser darzustellen. Hoch lebe der psychosozial pathogene Onaniefetisch und das im Zuge dessen fabrizierte Diffamierungsejakult, denn was wäre unsere Welt ohne diese MO´s?! Sie wäre geradezu friedlich und etwas harmonischer, wenn nicht diese retardierten OnanistenInnen wären, doch – ich wiederhole mich – das ist ein anderes Thema. Und ausserdem, wer weiß wofür es gut ist!?

Nicht, dass ihr mich hier jetzt falsch versteht. Ich bin nicht neidisch oder möchte bestehenden Persönlichkeiten an die Karre pinkeln, wie man so schön im Volksmund sagt. Ich habe auch keinerlei Ambitionen, mich jetzt hier über mentale Onanie und ihre Rückstände auszulassen. Wanking is not forbidden! Und es ist nicht verboten, andere runterzumachen und sich selbst als das strahlendste Beispiel menschlicher Geistesgröße darzulegen, wenn man denn auch die adäquaten und nachweisbaren Leistungen aufzuweisen hat. Nur, es ist manchmal überflüssig und wird als Anmaßung interpretiert, vor allem, wenn die eigenen Auswürfe sich weder in der Konsistenz, noch im Informationsgehalt irgendwie abheben vom negativ Dargelegten, oder nicht?!?

Anderes Thema! Weiter im Kontext.

Mir geht es viel mehr darum, die Mechanismen des Fähnchenschwenkens aufzudecken. Ab und zu verwende ich dazu einen deskriptiven Spiegel, um den Handelnden ihr zeitweise skuril verstelltes Zerrbild aufzuweisen. Das gefällt diesen nicht. Kann ich nachvollziehen. Doch ganz gleich, was sie auch anstellen, ich werde nicht aufhören, meine Gedanken darzulegen und das Spieglein fein aufzupolieren. Ich mag Spiegel. Wirklich!

Zu den Windspielen, den Seen und dem Wir-sind-Sch.-Syndrom.

Wie wir dem Blog eines aufmerksamen politischen Kreistagsfraktionsführers entnehmen können, wurde bei der Positionierung einer wichtigen oder sich als wichtigst empfindenden Repräsentativpersönlichkeit zum Thema Klärschlamm (also dem Wir-sind-Sch.-Syndrom – anderes Thema, aber ich bin so dreist und fasse es mit diesem Kürzel vorab schon einmal zusammen) angeführt, ein Landkreis als Verwaltung habe so und so keine Möglichkeit zu intervenieren, da er bei der Genehmigung nicht federführende Behörde sei.
Nun darf man sich die Frage stellen, ob das bei den oben genannten anderen Themen in der Überschrift dieses kleinen Essays ansonsten auch so ist!?

Beginnen wir beim Thema Windräder. Hier ist eine Landkreisverwaltung interessanterweise ebenfalls nicht federführende Behörde. Federführend ist der Regionalverband Braunschweig (ehemals ZGB = Zweckverband Braunschweig).

Beim Thema Lappwaldsee ist die federführende Behörde ebenfalls nicht eine Landkreisverwaltung sondern die obere Bergbaubehörde.

Und beim Thema Klärschlamm verhält es sich, wie gerade dargelegt, ganz genauso. Auch hier ist die federführende Behörde nicht eine Landkreisverwaltung sondern das Gewerbeaufsichtsamt.

In allen genannten Fällen dürfen sowohl die Verwaltung eines Landkreises als auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden, wie bei solchen Planverfahren üblich, als sogenannte TÖB (Träger öffentlicher Belange) eine Stellungnahme abgeben. Zum Teil werden dieses Stellungnahmen durch die Beteiligung öffentlich tagender Ausschüsse und abschliessend durch den Rat oder den Kreistag verabschiedet, was der jeweiligen Stellungnahme ein besonderes Gewicht verleihen soll. Teilweise werden die Stellungnahmen diesen Ausschüssen zur Kenntnis gegeben und oder seitens der jeweiligen Verwaltung als sog. Geschäft der laufenden Verwaltung gehandhabt. Das ist bei Planverfahren eine übliche und stets praktizierte Ausführungsoption. Doch ein TÖB hat keine Federführung, wie wir gerade gelernt haben.

Unter uns Lorbeerblattsammlern, und ich kenne viele Gewürzliebhaber, es sei die Frage erlaubt, warum also sollte ich bei dem einen Themenbereich nun so tun als könnte ich irgendetwas bewirken und kapriziere mich darin, mich für Land, Leute und sonstige Liebesverhältniss in meinem Obliegenheitsbereich einzusetzen, und in einem anderen, wo ich genauso wenig zu sagen und zu walten habe, tue ich dann so, als seien mir die Hände gebunden und ich könne so und so nichts bewerkstelligen?!

Die Antwort, werte Leserschaft, überlasse ich wohlweislichst dem Auditorium, denn weder bin ich ein politischer Fahnenschwenker oder gar -träger, noch kann ich mir solche Handlungsweisen selbst tiefgreifender erklärbar machen. Wundern, ja wundern, das darf sich einjedEr. Wunder geschehen schliesslich immer wieder. Zufälle soll es auch geben. Bei genauerem Hinsehen und bedingt durch ein gehöriges Maß an professioneller Erfahrung, schwinden für gewöhnlich diese beiden Aspekte in der Nichtigkeit. Soll passieren. Und genau dann fragt man sich, weshalb tut ein Verantwortlicher das denn dann?! Ist es die Liebe zu sich? Ist es die Zuneigung und der ihm anhaftende Altruismus gegenüber „seinem Volk“? Oder ist es gar eine medizinisch indizierbare Persönlichkeitsstörung? Oder gar einfach nur Ahnungslosigkeit? Unprofessionalität? Korrumptives Verhalten? Oder vielleicht denkt der- oder diejenige, er oder sie habe ausreichend Veranlassung, Luft durch umfangreiche Worteagglomerationen zu verbrauchen?

Wer weiß das schon genau?

Es geht hier nicht darum, dazu eine schlüssige Antwort zu finden.

Wir wundern uns nur. Zudem ist Wundern eine ganz vortreffliche Gabe, fördert sie doch u.a. den humoresken Interpretationsanteil einer Beobachtung. Wenn das nichts ist!

In diesem Sinne, seid gesegnet!

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Was denn nun?! Windräder Nein, Lappwaldsee Ja, Klärschlamm Ja!?

Helmstedter Regionalmanagement – retrodespektierlich-graduelle Amnesie oder wie man etwas einfach neu organisiert und schon vergessen die meisten….

Das Helmstedter Regionalmanagement. Ja, das Helmstedter Regionalmanagement. Erst neulich haben die Gewürznelkensammler unter uns eine Revitalisierung, eine Reanimation dieses inzwischen über 15 Jahre alten Projekts der Wirtschaftsförderung meines Heimatlandkreises ins Werk gesetzt. Da dachte ich, ich mache einmal eine Retrospektive. Was ist eine Retrospektive?  Wozu verwendet man rein stilistisch betrachtet Retrospektiven? Welchen Wert haben Retrospektiven im kommunalentwicklungstechnischen Kontext? Welchen hat sie hier?

Dazu komme ich gleich. Aber zuvor möchte ich mich mit einer medizinischen Indikation beschäftigen, die mir seit kurzem im Gehirn umherspukt. Es ist diese die ganz spezielle retrodespektierliche Amnesie. Diese ist laut der einschlägigen Literatur eine Steigerungsform der retrograduellen Amnesie. So von wegen, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, wenn ich es heute so und so nicht mehr weiß und vor allem wenn es wirklich der totale geistige Dünnpfiff war?! Also, auch wenn Du Dich schlechterdings nicht erinnerst, was Du gestern noch von Dir gegeben und getan hast, Du äusserst Dich zudem noch despektierlich daüber auch wenn Du nicht weisst worum es eigentlich geht, denn Du erinnerst Dich ja nicht mehr daran, dann willkommen im Reich der retrodespektierlichern Amnesie.
Es gibt nichts, was es nicht gibt, magst Du jetzt denken. Macht auch nichts, denn gleich weisst Du es so und so nicht mehr, auch nicht dass Du der totale Armleuchter bist. Aber das sagst Du ja. Nicht ich. Denn Du hast ja die retrodespektierliche Amnesie und nicht ich, oder?!

Nun, wie sind diese thesenartig dargelegten Teildiagnosen eines inzwischen sich qua Lorbeerkranzflechtenden zu einem perfiden Gespinst von Mutmaßungen, sequentiell paranoid emotionalen Eigenlobhudeleien und seiner im Grunde genommen von Beginn an als obsolet zu bezeichnenden Opportunistenveranstaltung, ausgestaltenden Pottbourry´s mit dem Thema Helmstedter Regionalmanagement verbunden?

Schauen Sie einmal selbst! Ich meine, verwenden Sie einen Suchdienst und geben Helmstedter Regionalmanagement ein. Was sehen Sie? Richtig! Sie finden eine ganze Anzahl von Artikeln seit 2017 und einige aus dem aktuellen Jahr 2018. Und so können Sie schnell erkennen, dass es ein ganzes Jahr gedauert hat bis man es bewerkstelligen konnte, endlich organisatorisch und inhaltlich sowie personell loslegen zu können. Gut Ding will eben Weile haben, nicht wahr?! Das interessiert jetzt aber nicht, auch wenn diese Retrospektive ihren eigenen Reiz hat, denn lassen Sie es sich einmal auf der Zunge zergehen, dass man über ein Jahr benötigt, um so eine einfache organisatorische Problemstellung zu lösen! Das muss man erst einmal hinbekommen! Und man muss es auch erst einmal hinbekommen, dass einfach ehemalige Funktionen umgesetzt werden, zwei neue Stellen (eine mit einer umgelagerten Funktion und eine neue, also eine, die man abrechnen kann und eine die aus dem Haushalt selbst bezahlt wird) geschaffen werden und man dann so tut, als wäre es  nach über einem Jahr endlich soweit, dass es losgehen kann. Hui, hui, hui! Nur was genau geht los? Vielleicht geht ja auch ´was nach hinten los? So und so ist es betrachtenwert, sein Pferd von hinten aufzuzäumen und falsch herum durch die Gegend zu reiten. Retro eben, wobei nur weil jemand ein Pferd von hinten aufzäumt und sich dann im Grunde genommen sogar „richtig herum“ aufs Pferd setzt, ist das noch lange kein Grund zur Besorgnis. Fatal wird es, wenn er dem Pferdeschwanz zuredet und mit allen Mitteln versucht, sich Gehör zu verschaffen, um die Richtung zu ändern. Retrodespektierliche Amnesie steigert diese Darstellung noch um einen Grad, denn dabei wird das Pferd beschimpft, weil es immer schon falsch herum gegangen sei und in seiner ganzen Ausprägung so und so kein Pferd sondern ein Rhinozeros o.ä. ist. Und noch besser, der nun eigentlich „richtig herum“ sitzende Reiter vergisst sowohl Rhinozeros als auch Pferd und dass er es gerade als das dümmste Pferd auf der Welt genannt hat. Ist das nicht seelig machend?! Frei nach der Bergpredigt, seelig sind die ….usw. usw. usw..

War was? Ach ja, Suchbegriffe!

Und jetzt ändern Sie die Suchbegriffe in „Landkreis Helmstedt Regionalmanagement“ und finden ggf. dieses oder jenes. Nein, Sie haben sicher noch keine retrograduelle und auch keine retrodespektierliche Amnesie. Sie haben schlichtweg gesucht und gefunden. Und Sie haben damit erfolgreich eine Retrospektive ermöglicht. Eine Rückschau darauf, was bereits getan wurde und zudem Informationen erhalten zum wie, wer und welche Ergebnisse das Projekt Helmstedter Regionalmanagement zeitigte. Retrodespektierliche Amnesie wird es erst dann, wenn sich eine Persönlichkeit dahingehend äussert, dass Vergangenes „Schuld“ sei an der bestehenden, natürlich aus Sicht des Patienten stets unbefriedigenden Situation, und das sogar mit Namen verbindet. Die Morbidität des Vorgehens ist schnell feststellbar, wenn Sie das o.a. einmal selbst durchführen und dann feststellen, Moment mal, das Vergangenes ist weder schlecht noch hat es zu einer Verschlechterung der aktuellen Situation beigetragen.
Vielleicht haben Sie dann auch den durchaus richtungsweisenden Gedanken, dass der das Vergangene Streichende und sogar mit depektierlichen Äusserungen Bewertende eine Art der Amnesie hat, die sauber diagnostizierbar ist. Und vielleicht kommen Sie zu dem Schluss, dass es fortan vernünftiger ist, das von der nachweisbar, indizierten retrodespektierlichen Amnesie heimgesuchte Individuum und dessen Äusserungen differenzierter zu betrachten. Sollten Sie einen therapeutischen Ansatz pflegen wollen, um diese kranke Person bei der Heilung zu unterstützen, dann prüfen Sie alles von diesem Individuum Geäusserte auf seinen Wahrheitsgehalt und konfrontieren ihn damit. Denn eines ist auch in der medizinischen Fachliteratur zu diesem Themenkomplex ersichtlich, die Verzweifelung derer, die von einer retrograduellen Amnesie und ihrer Steigerungsform der retrodespektierlichen Amnesie betroffen sind, nimmt zeitweise groteske Züge an und sie bedürfen der helfenden Hände. Manchmal schwitzen sie ganz fürchterlich, manchmal sind ihnen die Hemdskragen zu eng. Wollen Sie solchen Patienten helfen, schenken Sie ihnen ein Deo, Rollkragenpullover und im Rahmen der Gesprächstherapie weisen Sie ihnen nach, dass nur weil etwas vergessen und verunglimpft wird durch den Patienten, es dennoch existiert haben kann. Und dass das gar nicht schlecht ist, nur weil es andere erarbeitet haben. Es ist eine intensive Betreuung indiziert, aber retrodespektierliche Amnesie ist heilbar! Die mit der retrodespektierlichen Amnesie Befassten wissen, dass es einer liebevollen Pflege und Geduld bedarf, um die Blockaden zu lösen und den Geist wieder auf Vordermann zu bekommen. Zeitweise Rückfälle und partiell auftretende Verschlimmbesserungen sind in der einschlägigen Literatur benannt und können durch eine intensive Gesprächs- und Beschäftigungstherapie gelindert, wenn nicht sogar vollständig beseitigt werden.

Übrigens – das sei hier noch kurz angesprochen. Der Autor weiss inzwischen nicht mehr, dass er einst einmal gute Arbeit leistete, denn das Pogromisten- und Opportunisten-Kabinett seiner Umgebung hat ihn handlungsunfähig gemacht und er befindet sich in einer stationären Therapieeinrichtung. Also habt bitte Nachsicht, dass alles, was er von sich gibt, nicht ganz für bare Münze zu nehmen ist, und nur wenn ihr Spaß daran habt, dann lächelt ein wenig. Denn dieses Lächeln ist ein Zeichen dafür, dass eure Solidarität noch nicht erloschen ist und tief in eurem Innern so etwas wie eine Differenzierung stattfindet, die es euch ermöglicht, wahrhaftig Geschehendes von einer wie auch immer gearteten Interpretation zum Geschehenen und Geschehenden zu trennen und dann für euch zu bewerten..

Und wenn euch interessiert, was da vor Ort passiert, dann schaut einmal genau nach, was im Grunde genommen wirklich gemeint ist. Es geht um ein Helmstedter Reviermanagement, denn der bewilligte Förderantrag bezieht sich eindeutig auf eine Bergbaunachfolge. Dass daraus nun ein Projekt mit maßgeblicher Beteiligung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden gemacht werden soll,  erhöht die Gefahr, dass eine Landkreisverwaltung zu einer manipulierbaren Institution wird, weil wenn sie durch die sog. kreisangehörigen Städte und Gemeinden gesteuert wird,  werden ihre gesetzlichen Funktionen durch partei- und karriereorientierte Willfährigkeit einzelner Hauptverwaltungsbeamter manipulierbar. Und das ist kritisch, denn wenn der übergeordneten Behörde Kontroll- und Steuerungsfunktionen  gesetzlich zugedacht sind, sollte darauf besonderes Augenmerk gelegt werden, dass  diese nicht durch Einzelne unterhöhlt werden, insbesondere dann, wenn sie als kreisangehörige Städte und Gemeinden unter der Dienstaufsicht u.a. des Landkreises als Teil der Landesverwaltung stehen. Aber das ist bis zu einem gewissen Grad Sache eines Kreistages als gesetzlich legitimiertem Gremium. Grundsätzlich sollte eine Objektivität eher die Leitlinie darstellen als eine für alle immer gerne gesehene Opportunität. Kontrollinstitutionen sind nun einmal keine Instrumente für ein Andienen bei den Kontrollierten.
Es klingt immer erst einmal so schön und ach so kameradschaftlich, wenn ein wohliges Miteinander propagiert wird. Doch es kann genauso gut ein Zeugnis von fachlicher Fragwürdigkeit darstellen, denn es gehört ein nennenswertes Maß an professioneller Fähigkeit dazu, sich im Zusammenspiel der Kräfte, die zudem in einem transparenten gesetzlichen Rahmen agieren, entsprechend klar zu positionieren.  Auch im sog. freiwilligen Bereich, zudem hier letzten Endes bezüglich der Bergbaunachfolge hauptsächlich zwei kommunale Gebietskörperschaften und eher marginal eine weitere betroffen sind. Fatal wird es, weil eine der Grundlagen des bewilligten Förderantrags die ist, dass das Fördergebiet = Revier seitens der Bewilligungsstelle wie folgt festgelegt wurde: Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel, Städte Braunschweig und Wolfsburg! Aber das ist ein anderes Thema, wobei es schon Charme hatte, dass einige Herren des Landesministeriums die letzten drei genannten Gebiete als Revier deklariert haben obwohl dort keinerlei Barunkohlebergbau stattgefunden hat. Aber vielleicht sind wir hier einfach zu dumm, um diese Logik zu verstehen!?
Wie dem auch sein, anderen nach dem Mund zu reden und sich opportunistisch durchzulavieren, kann fatale Wirkungen haben, denn wo klare Kante angesagt ist, kann Weichspülerei nichts bewegen. Aber solange die Betroffenen andere Spielwiesen haben und sich darin kaprizieren können, die eigenen Leute zu maßregeln und gar funktionsunfähig zu machen (teilweise verstehen diese das als kollegiales Miteinander), solange haben sie ja ihre Spielwiese und können sich dann das eine oder andere Lorbeerblättchen ins lichte Haarkleid basteln lassen. Ich persönlich wünsche ihnen bei ihrer ganz eigentümlichen Art des „kollegialen Miteinanders“ eine starke und unnachgiebige Hand , denn schliesslich ist es doch auch wichtig, politisch und teils auch fachlich unliebsame Personen auszugrenzen und ggf. sogar zu zerstören. Man hat ja anscheinend sonst nichts zu tun. Zudem ist es ja schon fast zur Pflichtaufgabe geworden, jene auszusortieren, die den Bierstammtischteilnehmerschaften und vergreisenden Politzirkeln nicht ins Kalkül passen oder eben einfach nur aufstrebenden Kräften in den eigenen Häusern damit den Weg zu weiteren Einkommenssteigerungen freizumachen.

In diesem Sinne – seid´gesegnet!

P.S.: Ein junger und engagierter Mann hat als Betriebsleiter des sogenannten HRM angefangen. Wie man aus den öffentlichen Meldungen ableiten kann, soll er die Wirtschaftsförderung des Landkreises Helmstedt bearbeiten. Manche politische Kräfte lassen verlautbaren, dass das HRM dann als Wirtschafts- und Zukunftsförderung firmieren könnte. Ich wünsche ihm aus professioneller Sicht eine glückliche Hand und möge ihm mehr Erfolg beschieden sein als mir selbst. Rein aüsserlich dürfte er den meisten wohl gefallen. Immerhin hat er ein ganz schickes Outfit und wichtig – keine längeren Haare :-)

 

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Helmstedter Regionalmanagement – retrodespektierlich-graduelle Amnesie oder wie man etwas einfach neu organisiert und schon vergessen die meisten….

Lorbeerkranzflechterei 4.0 – Grenzen-LOS

Wer sich den ganzen Zores über Historie und meine Aus- und Einlassungen zur Entwicklung meines Heimatlandkreises ersparen möchte und viel lieber zum meiner Meinung nach wichtigsten Projekt eines HRM, einer Wirtschaftsförderung, einer Standorteentwicklung im Landkreis Helmstedt kommen möchte, der schaue bitte hier unter Grenzenlos

Wer allerdings wissen möchte, was es mit Lorbeeren so auf sich hat, der möge verweilen. Laurus nobilis ist eine Pflanze, deren Inhaltsstoffe wie auch deren Symbolkraft seit alters her bekannt ist, steht deren Blattwerk zu einem Kranz verwoben doch immer für besondere Auszeichnungen. Im Alltag meines eigenen Daseins begegnen mir seit geraumer Zeit gehäuft solche Individuen, die eine hohe Antriebskraft aufzuweisen haben, wenn es darum geht, solch´einen Lorbeerkranz auf dem Haupte tragen zu dürfen. Also jetzt nicht so in echt, die Zeiten sind wohl vorüber, viel mehr symbolisch. Ich beschreibe diese Begegnungen mit Lorbeerkranzheischenden, Lorbeerkranzflechtereien, Lorbeerkranzsüchtigen u.ä. Begriffen. Möget ihr euch daran erfreuen oder auch nicht. Vergesst bitte nicht, dass ich mir lediglich erlaube, meine ganz subjektiven Erlebnisse hier zu dokumentieren. Ausserdem ist der Lorbeer eine faszinierende Pflanze.

Lorbeerkränzewicklerszenario 4.0 – was ist das? Ein Lorbeerkranzwicklerszenario besteht zum Einen aus dem, der der vermeintliche oder potenzielle Lorbeerkranzträger ist, und zum Anderen aus einer ganzen Schar von Lorbeerblattsammlerschaften, also einer gemeinhin hin opportun ausgerichteten Gemeinschaft. Diese sammelt und wickelt was das Zeug hält, denn sie werden natürlich vom cäsarisch Angehauchten mit adäquaten Belohnungen versehen für ihre wohlfeilen Dienstbarkeiten am zu Schmückenden. Und die, die nicht sammeln, die werden, wie schon seit Jahrtausenden üblich, ausgelöscht oder eben kalt gestellt oder beides.
Damit ein ganz besonderes Lorbeerkränzchen gewickelt werden kann, wird seinerzeit in meinem mir ach so heimelig gewordenen Heimatlandkreis ein Stell-Dich-ein der außerordentlichen Persönlichkeiten zelebriert. Regionales Management heißt das Hauptthema. Oder einfach ins Deutsche übersetzt regionale Verwaltung. Als gäbe es nicht schon genug zu Verwaltendes, wird also noch mehr zu Verwaltendes geschaffen. Eigentlich wurde das Geschehnis ja noch vor gar nicht allzu langer Zeit Reviermanagement genannt, denn es geht im Kern darum, ein der endgültigen Schließung nahes Bergbaurevier so zu verwalten, dass daraus etwas Neues entstehen möge. Möglichst etwas Neues, das dazu geriert, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu etablieren. Zu der entsprechenden Förderkulisse und allen dazugehörigen Arbeiten habe ich mich bereits an anderer Stelle geäußert. Deshalb lasse ich diesen Teilaspekt jetzt einmal außer acht. Allerdings darf man doch sagen, dass ein ganzes Jahr verging bis die Verwaltung eine neue Verwaltungseinheit schuf. Aber das ist ganz normale Härte in den Hydrocephalien von sich mit sich selbst beschäftigenden Verwaltungen. Überhaupt sind alle Begriffe, die mit Ver- beginnen, immer wieder dadurch gekennzeichnet, dass sie über kurz oder lang eine Art Selbstbeweihräucherung zelebrieren, die zur Lähmung der gesamten sie umgebenden Lebensgemeinschaft führen. Ist das jetzt eine Ver-brämung?!
Man darf sogar konstatieren, dass je größer die Verwaltung wird, desto mehr beschäftigt sie sich mit sich selbst. Beispiel gefällig? Nun, vor 20 Jahren konnte man z. B. in Helmstedt das dem Kreis zugehörige ehemalige Universitätsgebäude relativ einfach für gesellschaftliche Zusammentreffen buchen. Man fragte den obersten Chef, schaltete die Verwaltungseinheit ein, um einen Termin zu prüfen, bezahlte später seinen Obulus an eben jene Verwaltungseinheit und fertig. Heute beschäftigen sich ca. 10-15 Verwaltungseinheiten damit, ein Buchungsgesuch zu prüfen, um dann erst noch ein Go von einem Ausschuss bekommen zu müssen. Und bevor ein Ausschuss darüber entscheidet, muss natürlich erst einmal der Verwaltungsleiter zustimmen, dass es überhaupt eine Vorlage gibt. Und das wird alles sorgfältigst dokumentiert und mit der internen Leistungsverrechnung auf höchst unerfreuliche, weil damit verteuernde Art gewürzt.
Das ist nur ein kleines und beiläufiges Beispiel von geringer Tragweite. Sie können garantiert selbst Fälle benennen, die eine viel vehementere Wirkung haben.

Wohl denn – im Kern geht es also jetzt um Beratungen – nicht für den, der Lorbeerkränze sammeln möchte, sondern für alle die, die mit dem Thema der bergbaulichen Revierverwaltung, Reviernachfolge, Revierentwicklung verbunden sind oder sich dadurch direkt angesprochen fühlen.
Beraterverträge eines kommunalen Eigenbetriebs sind gebunden an vorhergehende Vergabeszenarien, die in den dazugehörigen, einschlägigen Gesetzen genau dargelegt sind. Nun schaut man sich seit Jahren die dazu bekannten Veröffentlichungen und Verzeichnisse ja genau an. Einmal, um zu sehen, was so los ist auf dem staatlichen und damit auch kommunalen Vergabemarkt. Zum Anderen, um nachzuvollziehen, welche Finanzaufwendungen wofür an welchen Orten eingesetzt werden, um so etwas wie kommunale Entwicklung oder Bestandspflege abzuarbeiten. Der Abgleich mit den Homepages der betroffenen staatlichen oder partiell staatlichen Institutionen (Ausschreibungspflichten bestehen dann, wenn eine solche Institution zu mehr als 50% in der öffentlichen Hand ist) ermöglicht dann eine weitere Vertiefung der Zusammenhänge. Diese Veröffentlichungspflicht, also auch auf den jeweiligen Homepages, sieht das Gesetz so vor. Aus dieser umfassenden informellen Zusammenstellung wiederum kann die mit Ausschreibungen vertraute Leserschaft Tendenzen ablesen, was auf den verschiedenen Märkten, die sich um solche Vergaben bewerben, los ist. Dieses wiederum lässt direkte oder indirekte Schlussfolgerungen z. B. dahingehend zu, ob z. B. der staatliche Beratungsmarkt gerade in Bewegung ist. Das ist dann wichtig, wenn man betrachten möchte, ob die ausschreibenden Institutionen ggf. auf dem bestehenden Markt dann umeinander buhlen müssen, denn je mehr Angebote gemacht werden, desto enger kann es auf einem Nachfragermarkt werden. Bemerkenswert, dass sich in allen zugänglichen Veröffentlichungen zu dem Thema „Beratung eines Helmstedter Regionalmanagements“ wenig finden lässt. Gut, manches Mal ist der Blick warum auch immer verstellt. Vielleicht wurde ja aber auch gar nicht ausgeschrieben. Kann ja immerhin sein. Und das wäre durchaus ein auch rechtlich interessantes Gebaren, denn dann muss es ja Schriftstücke geben, die plausibel darlegen, weshalb nicht öffentlich ausgeschrieben wurde und hernach dann weitere Schriftstücke, die darlegen, weshalb wie ausgewählt wurde. So ist das bei der öffentlichen Hand nun einmal und es hat Sinn, denn damit sollen sog. „Kungeleien“ verhindert werden. Doch egal wie dem auch sei, Fakt ist, jetzt geht es richtig los.
Plötzlich tauchen Personen auf Bildern in den Tagesgazetten auf, die sich bereits höchste Ehren verdienten, indem sie rechtliche Essays zu Sachverhalten anfertigten, deren Inhalte jedem, der auch nur ein ganz klein wenig fachliche Belichtung widerfahren ist, noch vor Veröffentlichung, hier konkret zum Thema Fusion kommunaler Gebietskörperschaften längst bekannt waren. Man nennt solche Schriftstücke für gewöhnlich Gutachten. In diesem speziellen Fall wurde seinerzeit die etwaige Fusion der Stadt Wolfsburg mit dem Landkreis Helmstedt begutachtet. Oft fragte man sich damals, wozu bedarf es für so ein Vorhaben eines Gutachtens, wenn den Profis im Umfeld schon klar ist, das wird so einfach nicht möglich sein. Schon alleine aus diesem Umstand ist demzufolge ein entsprechendes Gutachten so schlecht auch wieder nicht, denn es schafft eine Orientierungshilfe für alle, die es bereits wissen und jene, die es ahnen. Die Profis haben damals bereits vor Veröffentlichung des entsprechenden Gutachtens immer wieder verlautbaren lassen, dass es keine gangbare Lösung geben wird solange das Land Niedersachsen, als eigentlich zuständige staatliche Ebene, kommunale Fusionen nicht qua Gesetz umsetzt. Dieses tat es aber nicht, sondern – damals hatte man nur einen Sitz Mehrheit in der Mehrheitsfraktion – überließ es der sog. Freiwilligkeit der kommunalen Einheiten und setzte „Kopf- und Belohnungsgelder“ aus für freiwillige Zusammenschlüsse.
Zu der damaligen Zeit wollten z. B. eine Samtgemeinde Velpke oder eine Stadt Königslutter sich mit der Stadt Wolfsburg verbinden, obwohl das rechtlich betrachtet Unsinn war. Doch es gab zu dieser Zeit einen Tullius destructivus unter uns, ich nenne ihn den Wundersamen. Dieser Wundersame kennzeichnete sich u.a. durch eine ausgeprägte Kundenorientiertheit = geilheit, die u.a. wiederum darauf abzielte, dass er von Beginn an Kalif anstelle des Kalifen werden wollte. Ihm alleine konnten solche Gutachten nützen, obwohl das Ergebnis prinzipiell schon feststand. Na egal, Hauptsache diese Schriftstücke hatten überhaupt einen Sinn. Und sei es der, dass sich 1. ein Gutachter daran erfreuen konnte, etwas Nebenverdienst dazu zu bekommen und oder 2. sich bestimmte Persönlichkeiten im Zuge dessen öfters als einmal ablichten lassen konnten, um dann später wiederum „endlich“ die Stimmen zu hören, die sie riefen, sogenannte höhere Ehren zu empfangen. Das ist immerhin eine Sinngebung, denn Kenner wissen, solche Selbstwerbemaßnahmen kosten schnell tausende EURO. Und was ist schöner, als wenn der Steuerzahler das bezahlt und der eigene Karriereweg auf diese Weise ganz umsonst und für lau mit schönen Presseartikeln gepflastert wird. Es ist vielleicht ein wenig perfide, doch für jemanden, der nur sich und wirklich nur sich als das Gelbe vom Ei interpretiert, der geht ohne mit einer Wimper zu zucken über die diversen Killing fields und betrachtet sie sogar noch als notwendigen Nährboden für sein aufstrebendes Ich-will-ich-will. Und genau dieser Aspekt ist bei bestimmten Personen nachweislich dokumentiert. Wir lassen jetzt die psychopathische induzierte Komponentenbeschreibung des besonderen Falls weg, da sie den Argumentationsstrang behindern könnte. Ich hoffe, das ist in Ordnung?
Nun aber zu den Inhalten, die der wie auch immer ausgewählte Berater als erste Schwerpunkte seiner hochkonzentrierten zukünftigen Tätigkeit, zunächst ob der notwendigen Kürze eines Presseartikels, grob darlegte.

Struktur!
Ein wahrlich wichtiger Punkt, denn ohne Struktur geht ja mal gleich gar nichts. Lorbeerkranzflechtmeister und -gesellen stehen also traut beieinander und bieten einem einen Status zahnärztlicher Tätigkeit, um als erstes das Thema Struktur zu benennen! Bevor also irgendjemand etwas falsches von sich gibt, da ja so und so meist alles ein wenig unstrukturiert daherkommt, vor allem dann, wenn sich vermeintlich Allwissende an Themen üben, von denen sie nur herzlich unstrukturiertes Wissen haben, ist es natürlich angesagt, dass die Themen Struktur, Klassifizierung und Kategorisierung zuerst benannt werden, auch damit überhaupt ´mal Ordnung in den Laden kommt. Wenn ich also Struktur als solches benenne, impliziere ich damit, dass es eben KEINE Struktur gibt! Das ist schon fast frech. Ok, wenn ich irgendwo als Berater aufschlage, um allen fortan zu sagen wieviel Uhr es ist, dann gehört es schon fast zum guten Handwerkszeug, erst einmal das Thema Struktur zu benennen. Das schafft Respekt, denn ab jetzt werden die Uhren anders laufen. Eben mit einer neuen Struktur :-)

Widmen wir uns der in der Gazette veröffentlichten Struktur einmal etwas intensiver.

Zunächst einmal lässt man verlautbaren, dass unser Heimatlandkreis „ein Schatz im Verborgenen“ darstelle.
Das ist so ein Spruch, der oftmals verwendet wird, um den Leser in eine mystisch-märchenhafte Stimmung zu bringen (ein Schatz im Verborgenen – der Schatz der Nibelungen im Rhein – die Jungfrau im dunklen Walde etc. etc. etc.) und natürlich schon von Beginn an darauf hinweist, dass ab jetzt eine Schatzsucherstimmung herrsche, denn das Verborgene gilt es an das Licht zu holen. Klingt doch geiler als wenn Du sagst, dann schauen wir mal, was die Analysen für Ergebnisse zeitigen werden, oder nicht!?
Hier klingen m. E. durchaus psychologische Hintergrundmuster und -verbindungen des den solches  Sagenden an, denn wenn das Verborgene geborgen, also das Versteckte offensichtlich gemacht werden soll, dann hat das seine Ursachen auch in einer meist männlichen Individuen zu eigenen Sucht nach dem Schoß der Mutter, dem Schoß der Geliebten, und ist somit wiederum Hinweis auf ein Verlusttrauma männlicher Konvenienz, eben des Verlustes mütterlicher Vollversorgung, des Abnabeln, des Abstillens, des in diese kalte Welt Verwiesenen, weg vom schützenden mütterlichen Schoß, abgestillt und Alleine gelassen Seins des dieses Äußernden. Freud´hatte ich, das zu schreiben :-) Überhaupt spielt bei männlichen Mitgliedern unserer postindustriellen Gesellschaft dieser Schockzustand eine größerer Rolle als man zunächst vermuten mag. Und als Ersatzhandlung, um eben diese Verlusttraumata zu kompensieren, wird die Schatzsuche, das „Wir sind auf Abenteuerfahrt zu fernen Ufern“, das „Wie werden die Schätze im Verborgenen bergen“, das „es warten großartige Schätze auf uns“ ein gern verwendetes Entre bevorstehender Handlungenszenarien und gleichzeitig eine allumfassende Begründung für alle zukünftigen Maßnahmen. Wenn also der Landkreis Helmstedt ein Schatz im Verborgenen sei, dann ubiquitiert der das Deklarierende, dass dieses Verborgene jetzt offensichtlich zu machen ist. Und da wir alle Säugetiere sind, zielt dieser Satz auch darauf ab, das in uns Verborgene, das sich vor uns Verbergende offen zu legen. Und es ist für den das Verlautbarende denn auch „reizvoll“. ´Mal davon ab, ich finde das auch cool. Nun könnte man aber auch denken, dass dieser Mensch zum ersten mal in seinem Leben im Landkreis Helmstedt verweilt und folglich ganz erstaunt ist über die vielen erlebnisträchtigen Orte und deren Menschen. Er entdeckt sie quasi gerade neu für sich und sagt dann folglich „Der Landkreis Helmstedt ist ein Schatz im Verborgenen“ und meint damit lediglich, dass er noch Null Plan hat von diesem Landstrich und gerade dabei ist, das ihm persönlich Verborgene nach und nach zu entdecken. Es gab mal einen Lächler bei der Allianz für die Region, der keine Möglichkeit ausließ, allen zu sagen, dass es ja ach so viel Tolles gäbe in unserer Region. Ach?! Ehrlich!? Fällt euch auch auf, dass die, die am wenigsten Plan haben von irgendetwas, auffällig oft solche Sprüche ablassen? Von wegen, wenn ich euch sage, dass ich es ja ach so schön hier finde, dann nehmt ihr mich auf in euren Kreis der Schönsehenden, nur weil ich gerade entdecke, dass auch dieser Landstrich Einzigartigkeiten aufzuweisen hat. Eigentlich ist das eine ganz flache Nummer, doch wer von den opportun veranlagten Mitlächlern würde zu so einer Flachlinienaussage irgendetwas sagen?! Schliesslich können die da vorne labern was sie wollen, Hauptsache meine kleine Karrieregeilheit wird weiter befriedigt, also klatsche ich mal :-) Muster….aber ich komme ab vom Thema.

Sicher ist, es klingt irgendwie cool, oder nicht?!

Und dann kommt eine ganze Breitseite an Themenvorschlägen, die das HRM-Team mit dem Berater bereits definiert habe. Aha?! Definiert?! Zukunft des Industrieareals Buschhaus, kreisweites Gewerbeflächenkonzept, Entwicklung Tourismus und Kultur, Infrastruktur 4.0 etc..

Da sich der nach Lorbeerkränzen Sehnende ja darin gefiel, die Aufgabenstellungen und Planstrategien der amtierenden Wirtschaftsförderung zu über 90% auf das HRM zu übertragen, was rein bewilligungstechnisch so eigentlich nicht vorgesehen war, nimmt es nicht Wunder, dass die seit Jahrzehnten erarbeiteten Aufgabenschwerpunkte plötzlich als Kernthemen beim HRM auftauchen. By the way – hier ist demnach eine Struktur erkennbar, oder nicht?! Eben die Struktur, vermeintliche Strategen wie eine Orange auszuquetschen und dann in den Kompost zu entsorgen. Opportunisten, vor allem die psychopathische Version derer, beherrscht dieses Verarscheprogramm ganz hervorragend, was man schon alleine daran merkt, dass sich immer irgendwelche LobhuldelrednerInnen finden, die dem so Gesalbten dann den Allerwertesten ablecken und damit klar zu erkennen geben, dass sie sich mit dieser Orangenpresse auf einer Linie sehen. Ich komme schon wieder vom Thema ab.

Die Buschhaus-Problematik ist ganz sicher und auf jeden Fall keine Neue. Die Abstimmung in der Gewerbeflächenentwicklung wurde bereits beim Regionalmanagement 2003-2005 als Schwerpunkt eruiert, die Entwicklung des Tourismus findet spätestens seit 1995 strukturiert und stringent statt (zu dieser Zeit hat der Autor mit der adäquaten konstruktiven touristischen Entwicklungsarbeit begonnen) und die Breitbandarbeit ebenso. Diese wurde bereits 2007 begonnen und gipfelte darin, dass der sehr komplexe Glasfaserantrag erfolgreich durchgebracht wurde. Eben von diesem besagten Mitarbeiter und seinem Team. Dass jetzt jemand Neues das zu vollenden beauftragt ist, ist sehr gut und der Autor wünscht diesem Menschen dabei viel Glück und Erfolg.

Nun dürft ihr zusammen mit mir staunen! Hier wird also eine über 20-jährige wirtschaftförderliche Struktur, die so ganz nebenbei aus meiner Feder kommt und nachweislich seit 1995 nach und nach ausgebaut und teilweise verwirklicht wurde, als eine Zielsetzung eines zusätzlichen Betriebs übernommen. Ich meckere hier nicht darüber, dass neue Betriebe gegründet werden, im Gegenteil, habe ich doch selbst den dazugehörigen Förderantrag mit Inhalten gefüllt und dieser wurde bekanntlich ja dann auch bewilligt. Was mir etwas seltsam anmutet ist die Tatsache, dass plötzlich die Wirtschaftsförderung in meiner Person isoliert wird, ja, platt gemacht werden soll und einfach mal hoppla hopp ein neuer Betrieb gegründet wird, der genau diese Zierlstrukturen 1:1 übernimmt und das dann noch als etwas Besonderes „verkauft“ wird. Eine der großartigsten politischen Rädchendreherinnen, Rädelsführerinnen und Kranzflechtassistentinnen in meinem Heimatlandkreis nennt es denn auch „Wirtschafts- und Zukunfstförderung“. Wobei, so ganz nebenbei bemerkt, diese Dame ihre vermeintliche Zukunft, sei es aus Langeweile, überbordendem Müßiggang oder einfach weil sie sich als eine dazu Geborene interpretiert, noch einmal politisch hauptamtlich tätig werden möchte. Im nahen und näheren Umfeld ist sie politisch bereits verbrannt, aber Brüssel, da ließe sich ja vielleicht noch etwas holen?! Mögen ihr die Speichelleckergemeinschaften, die Opportunistengemeinschaften u.ä. gnädig gewogen sein.

Und dann benennt der Berater noch das Thema Wissenschaft. Begründet wird es damit, dass die seit dem Jahre 1810 geschlossene Universität Helmstedt doch einen profunden Ansatz für einen Neubeginn darstelle. Wow! Doch das ist allenfalls kalter Kaffee, denn es gibt bereits diverse Verbindungen vor allem zur Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. So wird seit 2003 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der berufsbegleitende Masterstudiengang Business Administration an der Alten Universität Helmstedt angeboten. Zudem ist die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt Akademisches Lehrkrankenhaus der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg, und das seit vielen Jahren. Hiermit sind also bereits seit Jahren existierende wissenschaftliche Kooperationen vorhanden, die vielleicht dem Berater so nicht bekannt sind und ihm auch nicht von dem sog. HRM-Team benannt werden konnten, da diesem der professionell-erfahrene Weitblick fehlt oder wegen mangelnder Kenntnisse einfach abgeht. Richtig ist, dass im Paläon ein dritter Baustein hinzugekommen ist. Doch finanziell lebensfähig ist dieses Konstrukt nur weil mehr als 400.000 EURO Steuermittel seitens der Stadt Schöningen und des Landkreises Helmstedt seit einigen Jahren dort zur Verfügung gestellt werden. Das unterscheidet dieses Projekt ganz erheblich von den beiden zuvor genannten! Es ist ein reiner Zuschussbetrieb. Da seit geraumer Zeit aber Lorbeeren im Vordergrund und Zuschussgeschäfte in höchst professioneller Perfektion im Fokus stehen, ist es gar nicht so abwegig, zu behaupten, da findet sich sicherlich noch jemand, der auch dieses reine Steuermittelzuschussgeschäft als DIE Bringernummer deklariert und sich dann vielleicht sogar dazu hinreissen lässt, alle anderen universitären Verbindungen ad acta zu legen, einfach weil sie funktionieren und sich ein Lorbeerheischender dort keine entsprechende Öffentlichkeit verspricht. Könnte ja sein, oder?

Das vom neuen Berater benannte AWO Psychatriezentrum Königslutter gehört zusammen mit dem o.a. Lehrkrankenhaus zu den Top-5 der Arbeitgeber und ihre wissenschaftliche Profilierung ist bereits Jahrzehnte alt. Darauf ist aufzubauen, denn hier ist das notwendige wissenschaftliche Netzwerk eingespielt. Vielleicht kann der neue Berater es erneut ins Spiel bringen, doch ich hege wenig Hoffnung, dass die Entscheidungsträgerschaften im Umfeld dieses wissenschaftliche Pfund wirklich nachvollziehen können. Sie haben es immerhin bewerkstelligt bekommen, es seit Jahrzehnten stiefmütterlich zu behandeln und folglich auch herzlich wenig getan, es weiter zu profilieren resp. den dort Verantwortlichen wichtige Hilfestellungen zu vermitteln, um die vorhandene einzigartige Ist-Situation zu festigen und weiter auszubauen. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich als Letztes.

Zu guter Letzt benennt der neue designierte Berater noch die Paramentenwerkstatt in Helmstedt sowie die Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn. Auch das ist schon seit Jahren in der wirtschaftsförderlichen Diskussion. Zuletzt (und das ist inzwischen auch schon wieder acht Jahre her) hat es die Wirtschaftsförderung- also ich selbst – bewerkstelligt bekommen, dass ein profundes und international tätiges Beratungsunternehmen, das im Auftrag der Allianz für die Region GmbH nach besonders herausragenden etwaigen Freizeit- und Erlebnispark-Ideen suchte, einen Plan der Wirtschaftsförderung des Landkreises aus dem Jahr 1999 reanimierte, der sich dem Thema „Grenzen-los“ widmet.

Grenzenlos

Grenzen-Los

Dieses Thema ist nach Ansicht des Autors und Konzeptionierers DAS Thema schlechthin für alles, was mit der sozio-ökonomischen Entwicklung des Landkreises Helmstedt zu tun hat. Zur Expo 2000 wurde dieses Projekt ins Leben gerufen (die dazugehörige Domain www.grenzen-los.de wurde durch den Autor ins Netz gestellt und harrt dort der weiteren Entwicklung). Eines der Überbleibsel sind die sog. Helmstedter Universitätstage, die sich leider aber thematisch völlig entfernt haben von der ursprünglichen Konzeption. Diese beruht darauf, dass das Thema „Grenzen“ ein ganzheitliches Themenfeld darstellt, unter das sich sowohl die nicht ganz freiwillige Standortkompetenz des ehemaligen Grenzstandortes Helmstedt/Marienborn als auch jedwede wissenschaftliche und gesellschaftliche Thematik zum Thema „Grenzen, Grenzziehungen, Grenzwissenschaften, Grenzgebiete, Grenzenüberwindung, institutionelle und administrative Bearbeitung von Grenzen“ etc. einordnen lässt.

Helmstedt als internationaler Standort, der sich der Grenzüberwindung widmet.

Internationale Fachtagungen dazu an der historischen Universität Helmstedt (denken wir dabei bitte an einen das Weltbild verändernden Giordano Bruno, der aus Helmstedt verjagt wurde und seinem karriereorientierten Drang folgend hernach auf dem Scheiterhaufen endete), politischer Treffpunkt an historischem Ort zum Thema „Grenzkonflikte“, Ausbildung zum Thema „was sind Grenzen, physisch, naturräumlich als auch, anthropogen, was bewirken sie, wie kann man sie durchlässiger machen etc. etc. etc.“.

Ich betone das deshalb, weil es mir 20 Jahre nach der ersten konkreten Umsetzung zu diesem Thema leider bis heute nicht gelungen ist, die Initialzündung zu einem Flächenbrand mit internationaler Aufmerksamkeit zu entfachen. Und dabei ist es das Topp-Thema in der heutigen Welt, denn ganz gleich wo auf dieser Welt, Abgrenzungen, Grenzziehungen und daraus entstehende widerlichste kriegerische Auseinandersetzungen sind ubiquitär geworden. Die Gesellschaften grenzen sich ab, innergesellschaftliche Grenzziehungen sorgen für eine Entsolidarisierung, die so noch nie in den letzten 80 Jahren diagnostiziert werden konnte.  Mit allen fürchterlichen Folgen für die betroffenen Gesellschaften auf nationaler, regionaler und vor allem auf internationaler Ebene.

Helmstedt bietet nach meinem Dafürhalten ein Terrain an, um sich hier auf sog. „neutralem aber historisch betroffenen Boden“, miteinander unter entsprechender Mediation auszutauschen und zu vereinbaren.

Helmstedt sendet damit ein international bemerkbares Signal des FRIEDENS in diese durch Grenzkonflikte gekennzeichnete aktuelle Welt. DAS ist das herausragende Alleinstellungsmerkmal von Helmstedt!

Helmstedt wird Frieden bedeuten, es wird in einem Zuge mit herausragender Mediation in Sachen Grenzüberwindungen genannt werden. Es wird zu einem Treffpunkt der verschiedensten Fachleute, zum Lernort für die Lösung bei Grenzkonflikten, bei der Beschreibung und wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Thema Grenzen der Wissenschaften, Grenzen der Erkenntnis, Grenzen der Wahrnehmung und somit bei der „Bewusstseinserweiterung“, denn wo miteinander Austausch betrieben wird, erweitert sich der Horizont aller Teilhabenden. Indem es bewusst gemacht wird, dass Grenzen etwas ganz natürliches sind, dass sie aber niemals undurchlässig, also mindestens semipermeabel sind, kann ein Bewusstsein geschaffen werden, dass eine Grenze völlig neu definiert. Eben als Austauschraum, Austauschmedium des Eigenen mit dem Anderen,  Fremden und damit als Initiator oder Impuls völlig neuer Energien und Wirkmuster, die sich gerade durch die Grenze als solches etablieren. Das Abgrenzen des Eigenen zum Anderen, Fremden, Neuen, Raumgreifenden bietet auch Schutz und damit Selbstbestimmung bis zu einem gewissen Grad. Wenn sich aber eine Zelle, ein Zellverband, eine Gemeinschaft hermetisch abriegeln, stirbt sie.

Frieden wird dadurch geschaffen, dass man sich über Abgrenzungen, Durchlässigkeiten der Abgrenzungen, über Grenzbeziehungen und ggf. sogar (z. B. institutionalisierte) Grenzüberschreitungen ins Einvernehmen setzt. Und genau DAS ist die Botschaft aus Helmstedt. Helmstedt ist ein diesbezüglich traditioneller Standort, der heute, 30 Jahre nach der deutsch-deutschen Grenzöffnung, mitten in Deutschland liegt und nicht mehr, wie vor 30 Jahren, am Rande der westlichen und dem Beginn der östlichen Machtststrukturen.

Und wenn sich diese Region dann noch darauf besinnt, dass sie einen Leuchtturm hat (eben den höchsten Schornstein Europas), dann wird das alles auch gut. Denn jede Botschaft benötigt ein Symbol. Ein Leuchtturm ist immer ein sehr positives Signal, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Leuchtturm ist ein Symbol der Sicherheit, der Orientierung, ein Zeichen aber auch der Warnung vor Untiefen. Statt ihn also einfach nur plattzumachen – was bereits jetzt schon als scheinbar gegeben dargestellt wird in der öffentlichen Diskussion, sollte man ihn meines Erachtens als Symbol behalten. Zudem zeigt man damit seine Verbundenheit zum Bergbau und signalisiert eine intelligente Transformation vom Bergbau zu einem Dienstleistungsstandort allerhöchster Güte, denn welcher Standort kann schon mit so einem Symbolsignal, das so weit sichtbar ist und so viel „Strahlkraft“ hat, aufwarten?! Ich kenne keinen anderen Standort in Deutschland!

Last but not least. Wenn sich ein Landrat darin kapriziert, dass es „ganz häufig gehapert“ habe bei der Umsetzung, dann sage ich, das stimmt so nicht. Ich denke, ich habe das im o.a. Text eingehend dargelegt. Gut, es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten der Entwicklung, doch auch wenn sie langsam ist und zwei Schritte vor und einen zurück macht, sie geht dann immerhin Schritt für Schritt, auch wenn es mir persönlich viel zu langsam ist. Es hapert also nicht an der Umsetzung, sondern es hapert an der Geschwindigkeit.

Ich werde zu gegebener Zeit meine Thesen weiterhin darlegen. Für heute ende ich erst einmal.

Seid gesegnet und habt Dank für eure Aufmerksamkeit.

.

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Lorbeerkranzflechterei 4.0 – Grenzen-LOS

RIK Landkreis Helmstedt – Regionales Investitionskonzept

Werte Leserschaft!
Auch für die Lektüre dieses Dokuments ist Geduld und Durchhaltevermögen notwendig. Die Dinge sind nun einmal komplizierter und es reicht eben nicht, einfach nur mal eben ein paar Sätze zu lesen, sich dann in seeliger Gruppendynamik abzustimmen unter Leuten, die auch nur ein paar Sätze gelesen und verstanden haben, um sich dann darin zu gefallen, proklamatorisch und simpelst ausgestattet, hochkomplexe Vorgänge zu bewerten und demokratisch zu legitimieren. Doch was sage ich, das ist ganz normale Härte in unserem politischen System. Das ist leider so und es erzeugt viel Missmut und vor allem Ärger, denn die Bevölkerung ist eben nicht so hohl wie einige Politnasen sie gerne sähen und vor allem tagtäglich behandeln! Die Zeiten haben sich längst geändert. Und es muss Vieles, wenn nicht Alles alsbald auch grundlegend geändert werden. Ich trage mit meinen Beiträgen dazu bei, indem ich hier in meinem Heimatlandkreis Helmstedt die freie Meinungsäusserung zelebriere. Und dass die nicht immer angenehm ist für einige Betroffene oder sich betroffen Fühlende, das steht ausser Frage. Doch ich bin eines ganz sicher nicht: ein Opportunist! Und ich nutze die verfassungsgemäßen Freiheiten, ob es nun einigen gefällt oder nicht!
Also, bevor einige von euch jetzt in vorauseilendem Gehorsam zum Telefon greifen oder eine Whats App senden an Lorbeerheischende oder andere Opportunisten, lest einfach erst einmal. Und bitte berücksichtigt, dass dieses Dokument, wie viele andere von mir  auch, ein dynamisches Dokument ist. Das heisst, es ändert sich von Tag zu Tag, wird ergänzt, redigiert, korrigiert, teils eliminiert. So ist das in der heutigen Zeit. Selbst Schriftstücke sind einer steten Wandlung unterzogen. Sie leben, möchte man fast meinen ;-) Sie sind so lebendig wie der Verfasser und die ihn umgebende Gesellschaft.

Also, Leute! Nicht nach dem Prinzip „Er hat den Namen des Herrn genannt! Steinigen wir ihn!“ (Filmszene aus „Das Leben des Brian, Monty Pytons)

Jehooova, Jehoova, Jehooova…..

Bevor mich der amtierende Landrat und seine heimliche GroKo von allen aktuellen Wirtschaftsförderungsprojekten offiziell ab Dezember 2017 entbunden haben, was ich persönlich sehr schade finde, wurde das momentan diskutierte Regionale Investitionskonzept noch von mir inhaltlich vorbereitet und dann redigiert. Ich tat wie mir geheissen und habe Satz für Satz durchgearbeitet. Und da waren viele Fehlleistungen im zugelieferten ersten Entwurf, was aber bedingt durch die Auftragsvergabe an ein Beratungsunternehmen eigentlich ganz normale Härte war, beschäftigte dieses sich ja hauptsächlich nicht mit industriellen Entwicklungskonzepten sondern eher mit Land-Forstwirtschaft sowie Tourismus und Natur. Somit entstammt die letzte und jetzt beschlossene Fassung in weiten Teilen aus meiner Feder, auch wenn ich sie dem Landrat sozusagen in die Feder diktierte. Danach wurden anscheinend seitens des Bundeswirtschaftsministeriums noch einige Änderungen vorgenommen, an denen ich nicht mehr beteiligt wurde. Schade, denn ich mache meinen Job nach wie vor gerne und betrachte sowohl das HRM wie auch das RIK als eine gewaltige Chance, einen echten Strukturwandel im Landkreis Helmstedt zu bewerkstelligen. Es sind die I-Tüpfelchen meiner inhaltlichen Arbeit seit 1992 für meinen Heimatlandkreis, denn auch die beiden erfolgreichen Förderanträge (HRM und RIK) entstammen meiner seit Jahrzehnten stets fortgeführten Entwicklungsarbeit für den Landkreis Helmstedt. Ich hätte sie gerne selbst geführt. Gut, dem ist nicht so und ich wünsche den Verantwortlichen, dass sie diese Chance nutzen und mit Leben erfüllen können und damit hunderte neuer und hochwertiger Arbeitsplätze im Landkreis Helmstedt schaffen. Und vielleicht können sie auch endlich die Nachnutzung der offenzulassenden Bergbaufelder in eine sinntragende und arbeitsplatzschaffende Initiative entwickeln. Die konzeptionellen Grundlagen sind allenthalben dafür sehr gut geeignet.

In der aktuellen Vorlage zum Kreistag in der vergangenen Woche wird nun in kondensierter Form die Öffentlichkeit mit dem Thema betraut. In der Zwischenzeit hatten schon einige Ausschüsse, wie z. B. der Wirtschaftsausschuss, der Strategieausschusss und der Betriebsausschuss getagt. Man schaue sich nur das Datum der beschlossenen Fassung des RIK an. Es datiert auf den 7.12.2017.  Ich hatte schon alleine weil man mir nach und nach diese Projekte der Wirtschaftsförderung entzogen hat, u.a. die des RIK, keine Möglichkeit eine geordnete politische Beteiligung zu initiieren. Dabei war mein Vorschlag, die Entwurfsfassung allen Kreistagsabgeordneten zur Debatte zukommen zu lassen, leider nicht willkommen. Inzwischen schaue ich denn auch mit einem lächelnden Auge zu, denn ich kenne den eigentlichen Inhaltsgeber und dann Korrekturleser sehr genau. Und das weinende Auge sieht zu, wie dieses weittragende Dokument, das Grundlage eines Vertrags zwischen dem Bund und dem Landkreis Helmstedt ist, m. E. politisch und damit öffentlichkeitswirksam anscheinend inhaltlich gar nicht nachvollzogen und in seiner Tragweite bewertet wird. So zumindest interpretiere ich die mir zugänglichen Informationen aus der Presse und einem hoch interessanten Blog eines Kreistagsabgeordneten.

Damit die werte Leserschaft selbst bewerten kann, worum es genau geht, stelle ich hier das öffentlich zugängliche Dokument des Kreistages vom 7.3.2018 zur Verfügung. Es enthält sowohl die zu entscheidende Kreistagsvorlage, das RIK, die jeder Förderung zugrunde liegende Richtlinie sowie den Vertrag (Verwaltungsvereinbarung) zwischen dem Bund und dem Landkreis Helmstedt zu diesem Vorgang.

Bevor ich mit der Detailbetrachtung beginne, möchte ich noch etwas vorausschicken. Dieses Konzept erscheint zugebenermaßen wegen der knappen Fristen und dem daraus entstandenen Hauruck-Verfahren wie mit der heissen Nadel gestrickt. Zudem hat der beauftragte Berater herzlich wenig Plan von der industriellen Entwicklung und er hat, warum auch immer, niemals mit mir selbst gesprochen. Dazu kam ein von ihm praktizierter technischer Anachronismus, wie ich ihn bisher noch nicht erlebt hatte. Er setzte sich beim amtierenden Landrat damit durch, dass das zur Korrektur zugereichte Dokument nicht mit einem entsprechenden Textbearbeitungsprogramm bearbeitet werden konnte. Und das in der heutigen Zeit! :-) Sorry, wenn ich gerade lächle. Das muss man sich auch erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Somit musste ich aus einem inhaltlich streckenweise satt daneben liegenden Dokument handish versuchen, einen Guss zu formen. Dazu kommt, dass der besagte LR dann alles Stück für Stück mit mir durchging und hier war der zweite faux-pas zu verzeichnen. Er hat ebenso wenig Plan von industrieller Entwicklung und Standort- und Strukturwandel wie der beauftragte Berater, der den ersten Entwurf zureichte. Also versuchte ich in der Kürze der Zeit so gut ich eben konnte, die handschriftlichen Verbesserungen zu erläutern, die dann der besagte LR aufnahm und als eigenes Word-Dokument sozusagen Zeile für Zeile, Satz für Satz benennend dem Berater zukommen ließ. Wie sagte er damals so treffend: ich kann dazu nichts sagen, da ich noch viel zu kurz im Amt bin und kein Erfahrungen habe! Dennoch hat er sich breitschlagen lassen und dem Berater nicht die notwendige technische Vorgehensweise auferlegt, so dass ich das Dokument viel besser hätte inhaltlich geradeziehen können, um es dann der letzten Korrekturlesung durch den LR zuzuführen. In dieser Vorgehensweise liegt einer der grundlegenden technischen Fehlerquellen, die sich dann bei genauerer Betrachtung wunderschön im nun kritisierten Dokument belegen lassen.

Leider ist das so geschehen, doch mich haben fachliche Laien schlicht an die Wand gedrängt. Ich finde das sehr schade, denn natürlich sehe ich nach wie vor in den beiden Projekten des HRM und des RIK sehr wertvolle Impulse, doch ich sage es auch klar und ehrlich, wenn etwas m. E. nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte, denn durch solche Vorgehensweisen werden solche Papiere m. E. in ihrem inhaltlichen und konzeptionellen Wert gemindert und nicht gerade befördert. Und das lege ich im Folgenden genauer dar, damit ein jeder es ggf. selbst nachvollziehen kann. Öffentlichkeit zu schaffen ist eines der Urprinzipien freier Gesellschaften. Wie die amtierenden Mächtigen mit freier Meinungsdarlegung umgehen, das legt mal für mal Zeugnis davon ab, wie diese die freiheitlich-demokratische Grundordnung in unserem Land verinnerlicht haben oder auch nicht.

Schauen wir uns das entsprechende Papier des Regionalen Innovationskonzeptes jetzt einmal genauer an.

Unter Punkt 2 auf S. 8 findet sich der Schwerpunkt Zukunftsfeld „Innovation: Junge Unternehmen – Neue Wege“. Das klingt zunächst wertfrei. Aber bei genauerem Hinsehen wird hier fokussiert auf  Wertstoff- und Abfallverwertung, insbesondere auf den Aufbau eines Forschungs- und Gründerzentrums im Themenfeld Recycling und Abfallverwertung. Dieses “ leitet inhaltlich sich aus den Bestrebungen ab, dass die vor Ort entwickelten und eingesetzten Technologien und wissenschaftlichen Ansätze im Sinne einer wirtschaftlichen Entwicklung genutzt werden“, so der Wortlaut. Das Engagement eines chinesischen Investors vor Ort zeigt, dass diese Technologie an dem Standort wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Parallel gibt es Überlegungen, im Wirtschaftsbereich Wertstoff- und Abfallverwertung weitere Unternehmen anzusiedeln, z.B. die Demontage und die Weiter- und Endverwertung von Batterie- und Akkumulatoren-Technik in der Auto-Region Wolfsburg“. Der Standort Buschhaus soll demnach konvertiert werden in einen Recycling und Abfallverwertungsstandort höchster Güte. Das ist insofern konsequent, als man damit den Absichten des ansässigen Unternehmens entgegenkommt, Klärschlämme zu verbrennen, um diese dann zur Phosphorrückgewinnung weiter zu veräussern. Das ist das Thema Abfall und Recycling. Mit Batterietechnik oder gar „Digitaler Kompetenz“ hat das zunächst wenig zu tun.
Selbstverständlich ist es sinnvoll, das ansässige Unternehmen bei seinen Klärschlammverbrennungsplänen soweit es geht zu unterstützen, doch es steht auch ausser Frage, dass dieses Unternehmen aus eigenen Kräften – und die sind finanziell und organisatorisch hervorragend ausgebildet – seine Pläne auch ohne externe Hilfe umsetzen können wird. Und in Sachen Batterierecycling hat sich das Unternehmen bis dato noch nicht komittet und es ist bisher auch nichts im Netz zu finden, was darauf hinweist, dass es in dieser Richtung überhaupt seine Fühler ausstreckt. Dazu kommt, dass ein Batterierecycling eher dort anzusiedeln ist, wo neue Batterien hergestellt werden, denn die Recyclingprodukte werden aller Voraussicht nach dann schnell und kostengüntig in den bestehenden Produktionsprozess neuer Batterien implementiert werden können. Zudem besagen die einschlägigen  Gesetze, dass Batterien vom Hersteller zurückzunehmen sind. Folglich werden sie sinnvollerweise auch am Produktionsstandort bzw. Veräusserungsort verortet werden. Da wäre zumindest rein ökonomisch und vom gesetzlichen Rahmen her angesagt, oder nicht?! Zudem wäre meiner Ansicht nach zu klären, was genau bedeutet denn Batterierecycling, inbesondere das von Autos und welche Verfahren sind denn momentan gängig? Hierbei ist die Rückgewinnung von Lithium wohl als die wichtigste Fraktion zu betrachten. Zur Zeit werden die Altbatterien schlicht verbrannt und aus den Aschen sowie den Flugstäuben werden die metallurgischen Anteile herausgeholt. Somit erfreuen sich die Abfallverbrenner, denn sie können ihr Anlagen besser auslasten. Doch so ganz einfach ist es dann auch wieder nicht, denn Batterierecycling in dieser Version kann meines Wissens nach nicht in einer Mischverbrennung stattfinden, was ja auch nachvollziehbar ist. Somit müssen gesonderte Anlagentypen errichtet werden.
Selbst wenn diese Betrachtung zugegebenermaßen sehr oberflächlich ist, eines zeigt sie dennoch auf: sie fehlt im RIK und wird dort leider auch nicht unter einem perspektivischen Szenario hinsichtlich der Entwicklung eines Recycling und Abfallverwertungsstandorts aufgeführt.Wie dem auch sei, das ansässige Unternehmen belegt beim Thema Klärschlamm recht eindeutig seine Position, eben die eines Verbrenners. DAs REcycling sollen andere machen, auch ausserhalb des Standortes Buschhaus. Zeigt das nicht auf sehr anschauliche Weise, dass hier bis dato keinerlei Hilfestellung bei der Entwicklung einer „neuen“ Standortsperspektive geleistet wird, sondern vielmehr nur auf die Kernkompetenzen ausgerichtet wird?! Hier ist noch viel Arbeit zu leisten, so sehe ich das.

Im darauf folgenden Abschnitt auf den S. 9 und 10 wird das Paläon als wissenschaftliches Zentrum genannt. Ein Gedanke, den auch der Berater des HRM gerne aufgegriffen hat. Doch hier wie dort ist die finanzielle Situation leider die, dass diese Institution am Steuermitteltropf hängt. Und dass ausgerechnet zwei völlig verschuldeten kommunale Gebietskörperschaften jeweils 200.000 EURO zumindest dieses und die letzten beiden Jahre zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs beigetragen haben. Ansonsten wäre das Paläon wohl schon längst insolvent. Insofern ist es berechtigt, hier Kritik zu üben, denn sollen die kommunalen Gebietskörperschaften weiterhin bei eigener finanziell prekärer Situation dafür aufkommen?!

In den folgenden Darlegungen diees Papiers wird offensichtlich, dass hier Menschen versuchen etwas zum Ausdruck zu bringen, was sie gar nicht inhaltlich und damit konzeptionell nachvollziehen können. Es ist sozusagen ein Stückwerk. Bitte verzeiht mir, dass ich es erst hier darlegen kann. ich wurde bereits im Dezember von allen wichtigen Aufgabenstellungen, u.a. HRM und RIK abgezogen und konnte so auch nicht dazu beitragen, dieses Papier eingehender zu erläutern und die inhaltlichen Dinge verständlich zu machen. Einer dieser gedanklichen Brüche findet sich auf S. 10 am Ende des vorletzten Absatzes.

Hier wird plötzlich davon gesprochen: „Es ist angedacht,das Instrument einer direkten und zielgerichteten KMU-Förderung in Verbindung mit einem spezifizierten Gründer- und oder einem Werkstattzentrum zu eruieren.“ Mehr nicht! Es war einst einmal deutlich mehr, doch das passte bestimmten Personen wohl nicht ins mentale Muster. Was ist damit genau denn beabsichtigt? Die Richtlinie und auch die Kollegen vom Bundeswirtschaftsministerium legten besonderen Wert darauf, für kleine und mittlere Unternehmen und die Gründerszene etwas zu tun. Und die Idee von mir ist nach wie vor, KMU benötigen Platz, sie benötigen Werkstätten, sie benötigen ein Sekretariat, Steuerberater, teils auch Rechtsanwaltskanzleien, vor allem aber benötigen sie Raum. Einen geschützten und buchbaren, günstigen und damit sicheren Platz, um ihre Vorhaben ins Werk zu setzen. Doch nicht nur KMU brauchen das, sondern auch sehr viele Kreative und Handwerksaffine ( so nenne ich einmal all jene, die keinen oder lediglich einen grundlegenden handwerklichen Abschluss haben) haben einen erkennbaren Bedarf an einem Werkstatt- und ggf. Gründerzentrum. Dort können Sie eingerichtete Werkstätten zu günstigem Preis buchen und ihre Ideen und Vorhaben ins Werk setzen. Werkstätten und Büroraum sind auf dem freien Markt selten und wenn dann erfüllen sie fast nie die gewünschten Voraussetzungen dieser Klientel. Und genau da setzt diese Idee an. Sie richtet ein solches Werkstätten- und Gründungszentrum ein und versieht es mit der notwendigen Infrastruktur, sowohl was die Hard- als auch die Software angeht. Die Software umfasst neben Sekretariats- und Hausmeister-, steuerlichen und anwaltlichen sowie Sicherheitsleistungen auch die Förderdienstleistung. Dadurch erst wird so ein Objekt zu einer Art Brüter! Und genau das, so verstehe ich die Vorgaben des Bundes- und Landeswirtschaftsministeriums, ist das Ziel. Und jetzt können Sie diesen einen Satz vielleicht besser verstehen. Denn genau so war er eingeplant. Als ein eigenes Vorhaben!

Das findet sich im Dokument dann im Folgenden auf S. 11 unter der Überschrift Projektideen. Sie ergänzt das eben Dargestellte und macht es greifbarer. Allerdings ist der Begriff kein Guter. Ein Regio-Büro mit daran angeschlossenen Gründer-Kompetenz-Werkstattzentren klingt sehr holprig und muss deshalb hier noch einmal genauer erläutert werden. Die Fehlleitung liegt in der Beschreibung, dass diese Zentren auf Volkswagen ausgerichtet sein sollen. Sie können, wenn das seitens der Mieter ermöglicht werden kann, sie können aber auch auf ganze andere Kunden ausgerichtet sein. Sie dienen, und das ist wichtig, als ländliche Zentren, die Werkstätten wie auch Büroräume zur Verfügung stellen. Ja warum sollen dort nicht auch Kinderbetreuungseinrichtungen sesshaft werden? Warum soll ein Teil der Büroräume nicht auch ärztlichen Dienstleistungen zugänglich sein? Das Konzept von solchen dörflichen Entwicklungszentren wird in vielen Teilen der Welt (u.a. vielen afrikanischen Staaten, in China, in einigen südamerikanischen Staaten u.v.m.) seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Und wenn wir uns Deutschland ansehen, so gab es das auch hier. Erinnern Sie sich vielleicht an das dörfliche Wasch- und Backhaus?! Dieses Konzept erweitert dieses Dorfzentrum lediglich um die Komponenten Büros und Werkstätten sowie Glasfaseranschlüsse und wird damit der Moderne angepasst.

Der letzte Absatz auf S 11, also die Domäne in Schöningen, steht in diesem Kontext als ein Beispiel für die Umsetzung des eben genannten Beispiels. Und damit bekommt dieser Satz auch erst Sinn. So wie er jetzt im Dokument steht, da fragt man sich doch ernsthaft, was wollen die uns denn jetzt damit sagen?! Hier haben Sie die Erklärung!

Und jetzt wird Ihnen dieser Teil des Dokuments vielleicht auch zugänglicher?! Ich hoffe es sehr.

Kommen wir zum nächsten Abschnitt  auf S. 12 des Dokuments mit der Überschrift Zukunftsfeld „Potenzialraum in Mitteleuropa“

Dieser Absatz ist fast vollständig aus meiner Feder, was man sofort merkt, wenn man ihn sich genauer ansieht. Die Nutzung der offenzulassenen ehemaligen Tagebauflächen für Freizeitintensivnutzung u.ä. ist von mir bereits 1995 vorgestellt worden. Und genauso lange schaut man in der Riege der politisch Verantwortlichen lächelnd auf diesen Vorschlag. Das gilt auch für die Nutzung des Schornsteins als Leuchtturm, der sich in diesem Dokument ebenfalls wiederfindet. Es geht mir wirklich nicht darum, hier ein Lob auf meine Ideen darzulegen. Viel mehr geht es mir darum, dass die politisch Verantwortlichen nicht mutig genug sind, um zu erkennen, dass das eine wahrhaft bemerkenswerte Vorgehensweise wäre, um eine Umnutzung eines Bergbaubetriebs zu beginnen. Viel mehr hört man auf die „Abwinker“, „Beschwichtiger“, „Diskreditierer“ und die vermeintlichen Fachleute. Das Konzept Leuchtturm, Freizeitintensivnutzung, Kunst- und Kulturflächen lässt sich eben nicht umsetzen, indem man diesen „Fachleuten“ Folge leistet, vor allem wenn sie immer nur von sich geben, weshalb etwas nicht geht. Oft genug schon standen Fördermittel zur Verfügung und genauso oft haben sich Verwaltungen und Politik belabern lassen, dass solche Ideen Hirngespinste sind. Lieber kriecht man dem Unternehmen in den Allerwertesten, weil das ja deutlich einfacher ist, als eigene zukunftsgerichtete und vor allem Arbeitsplatz schaffende Maßnahmen einer wirklichen Konversion standfest und verbissen durchzusetzen gegen einen unternehmerischen Dinosaurier, der zudem in den vergangenen Jahren langsam vor sich hinstirbt. Opportunismus ist eben schon immer einfacher gewesen, als gegen den Strom zu schwimmen.

Zurück zum Text des Dokuments auf S. 12.

Unter der Überschrift fehlt denn in der jetzigen Version vom 7.12.2017 demnach auch ein ganz wichtiger Teil. Es fehlt der Teil, der weiter oben im Dokumentenext bereits beschrieben wird. Das West-Ost-Güterzentrum für die Zug-Verbindung über Russland, Weissrussland, Kasachstan nach China. Ich habe sie im ersten Korrekturgang, den ich noch vorgenommen habe, auch benannt: der Yuxinou-Güterzug!
Die Bezeichnung ist schlicht ausradiert worden. Und das trotz der bereits im Dokumententext nachvollziehbaren Tatsachenbeschreibung, die von jedem nachvollziehbar ist, würde man nur die einschlägigen Veröffentlichungen dazu endlich einmal ernst nehmen und sich aus dem eigenen dörflichen Umfeld lösen können. Warum dann ausgerechnet diese Idee unter der Überschrift „Projektideen“ weggelassen wurde, ist mir ein Rätsel. Und falls Deutschland und seine Ting-Germanen im Landkreis Helmstedt es noch nicht bekommen haben, pro Woche rollt drei-bis siebenmal ein voll beladener Zug aus China durch Helmstedt in Richtung des Warenverteilzentrums nach Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Und genauso oft fährt er fast leer wieder in die andere Richtung! Diese riesige verkehrstechnische Chance wird erst gar nicht benannt im Text, obwohl ich sie einst darin verankert hatte.

Statt dessen wird eine weitere Idee von mir unter „Projektideen“  benannt, aber so bruchstückhaft, dass es mir persönlich fast weh tut. DAs 3-D-Druckzentrum in Anbindung an die o.a. Büro-Werkstatt-Zentren. Auch hier kann ich belegen, dass ich es eingehender beschrieben habe als es im jetzigen Dokument dargestellt wird. Warum habe ich das getan? Es hat mit dem Industriewandel zu tun und mit einer der noch jungen aber bereits im Groß- wie im Kleinstmaßstab praktizierten TEchnologie des 3-D-Drucks. Diese hat, wenn man den einschlägigen Veröffentlichungen dazu vertraut, eines der größten Wandlungspotenziale für die gesamte Entwicklungs- und Fertigungskette aller vorhandenen Produktfertigungsbranchen. Und sie vereint zudem den sog. Laien- und Halblaienbereich mit dem Profi-Bereich. Warum also nicht die Werkstätten, wie ich sie o.a. beschrieben habe, mit genau so einem Segment ausstatten?! Es eröffnen sich damit riesige Ideen- und Fertigungspotenziale, denn selbstverständlich sind die „Skripte“ über Glasfaseranschlüsse jederzeit schnell austauschbar, ja es können sogar ganze Druckerkolonnen zusammengeschaltet werden, vorausgesetzt sie weisen dieselben Qualitätsmerkmale auf, um schnell Kleinserien ins Werk zu setzen. Einmal ganz abgesehen vom kreativen Bereich, der schon heute ungemein interessante Werkstücke ans Licht bringt, ist diese tiefgreifende Umwälzung des Gestaltungs- und Fertigungsprozesses mit Hilfe der 3-D-Drucktechnologie nicht mehr von der Hand zu weisen. Die rudimentär wiedergegebene und auch nicht erläuterte VErbindung zur Industrie, lege ich hier noch einmal des Verständnisses halber genauer dar. Dezentrale 3-D-Gestaltungs- und Fertigungseinheiten sind deshalb möglich – vorausgesetzt sie verfügen über eine Glasfaseranbindung – weil die Industrie ihren gesamten Fertgungsprozess vehement umbaut und sie ständig neue Zulieferer benötigt, vor allem in der Kleinteileproduktion. Und da die Procurement (Beschaffungs)-prozesse allesamt online und teils sogar voll automatisiert vorgenommen werden, ist es gleichgültig, ob die Zulieferer in Wolfsburg, Velpke, Lehre, Königslutter, Helmstedt, Schöningen sitzen. Wichtig ist alleine, dass sie schnell und in ausreichender Stückzahl liefern können. Und wichtig ist,  Und diese kann der Staat mit Hilfe der hier beschriebenen Vordass die „Gestalter“ in den kleinen Orten die entsprechenden Infrastrukturen zur Verfügung haben!gehensweise zur Verfügung stellen und dafür Sorge tragen, dass die 3-D-Technologie Eingang in die Bildungsstrukturen (Volkshochschulen, Schulen, Handwerksausbildungen) findet. Und genau darauf zielt diese, meine Projektidee ab. Und deshalb hieß es in meiner Version auch Miet-Werkstattplätze und nicht wie im Dokument auf S.  13 vorletzter Absatz „Miet-Arbeitsplätze“ .

Revier Helmstedt – Landschaftslabor Seite 14 – 17

Ich sprach gerade eben von meinem Entwurf und meiner Konzeption. Und genau diese wird ab S.14 im „Zukunftsfeld Helmstedter Revier als Landschaftslabor“ fast 1:1 wiedergegeben. Das hat seinen Grund u.a. darin, dass keiner der Korrektoren hier irgendetwas fachlich relevantes dazu tun konnte. Das Kernprojekt „Ausgleichsflächenpool“ habe ich seit 1995 oftmals erklärt. Die Reaktion war dieselbe wie beim Projekt „Leuchtturm“. Dieses seelige, abwertende und diskreditierende Lächeln ist mir inzwischen ein Graus, denn es ist der Indikator für stumpfes Nicht-Verstehen-wollen und -können. Dennoch ist es eines der wichtigsten Projekte hinsichtlich des Bundesprojektes „Unternehmen Revier“, denn hier könnte das Revier Helmstedt ein herausragende Vorreiterrolle übernehmen. Es ist nun einmal eminent wichtig, dass die Rekultivierungsplanung schon Jahrzehnte vor Beendigung eines Tagebaus die richtigen Weichenstellungen vornimmt. Ein Beispiel, wie man es nun wirklich vor die Wand fahren kann aus dem Revier Helmstedt, möchte ich hier zur Erläuterung kurz darlegen. Es betrifft das Nordufer des sog. Lappwaldsees. Ich habe immer und immer wieder versucht, die Zuständigen und Verantwortlichen dahingehend zu sensibiliseren, dass ein Nordufer DAS Sonnenufer eines zukünftigen Gewässers darstellt. Erst danach folgt in der Attraktivitätsabfolge das Ostufer. Und warum ist das so? Ganz einfach. Vor allem ein Nordufer ist logischerweise südexponiert und damit das „Sonnenufer“ schlechthin, gefolgt vom Ostufer, das folglich westexponiert ist, und deshalb den Rang zwei in der Attraktivitätsskala für touristische aber auch naturgestaltungsorientierte Planungen aufweist. Schauen Sie sich doch den Ist-Zustand einmal genau an. Das Nordufer ist als Steilufer angelegt! Und das wurde in den dazu notwendigen Planungsrunden auch akzeptiert. Jahrzehnte vor heute hat man also den Grundstein für eine Entwicklungsblockade SELBST gelegt. Genau das meine ich mit dem o.a. Text. Man hat sich damit selbst ein Entwicklungspotenzial verbaut und das legitimiert durch alle möglichen Planungsebenen. Ganz hervorragend! Und genau solche Fehler gilt es weiterzugeben andere in ähnlichen Situationen, denn sie dürfen oder sollten an anderer Stelle nicht wiederholt werden!
Ausgleichsflächen! Offen zu lassende Bergbauflächen können naturschutzfachliche und siedlungsentwickelnde Planungen auf sehr anschauliche Weise miteinander verbinden, ist die erstere doch sowohl die vorbereitende als auch die begleitende Voraussetzung für die siedlungsentwickelnde Planung. Wenn man sich all das Wissen um ökologische Beschleunigungsgestaltung zur Hilfe nimmt, so können künstlich geschaffene Landschaften von nachweisbarer hoher ökologischer Qualität entstehen. Und in diese läßt sich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch die Siedlungsplanung aufsetzen, die meist mit dem Wege- und Platzbau beginnt, um spätere Erholungs- und Wohnareale vorzubereiten, die dann ab einem beginnenden adulten Stadium der Gestaltung mit der konkreten Bauumsetzung in die ökologischen Gestaltungsmuster integriert wird.

Deshalb habe ich diesen Abschnitt des Dokuments „Landschaftslabor“ genannt. Ein solches Labor gibt es meines Wissens nach nirgends auf der Welt. Es ist immer dasselbe abgestumpfte administrativ-technokratische und oftmals lobbyistisch gelenkte „Abwickklungsmuster“, das von „geht-nicht“, „gibts-nicht“ und „das haben wir noch nie so gemacht“ gekennzeichnet ist geradezu definiert werden kann. Hunderte sog. Fachleute, Tausende sog. politischer „Entscheidungsträger“ schauen stumpf zu, wie aus einem „Impulspotenzial“ eine abgeschmackte, degenerierte und meist als lästig empfundene „Restlochfläche“ gemacht wird. Ohne jeden Esprit, ohne interdisziplinäre auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Vorgehensweisen. Beispiel aus dem Revier Helmstedt gefällig? Betrachten Sie sich einmal genau den sog. Lappwald-See. Schauen Sie sich die Uferbereiche genau an. Was sehen Sie? Nichts! Genau richtig! Und warum ist das so? Weil die Wasserqualität unter aller Kanone ist. Und warum ist das so? Weil das im Unterbau befindliche Substrat Asche-Abraum-Gemisch sauer ist und bleiben wird und weil es keinen direkten Zu- und Abfluss gibt. Diese Voraussetzung wird einfach so hingenommen, anstatt initiativ zu werden. Jeder Aquarianer weiß, wie man diese sauren ph-Werte verändert. Es ist so einfach und hätte gewaltige sichtbare und vor allem limnologische und damit gesamtökologische Folgen.  „Gutes Wasser“ kann man künstlich schaffen und „gutes Wasser“ lebt und Leben bringt Vielfalt und Vielfalt ist ein nicht von der Hand zu weisendes Qualitätsmerkmal für jedwede humanogene Nutzung, sei es als Freizeitareal, als Wohnareal o.ä..Und deshalb habe ich ja auch die „Helmstedter Wasserspiele“ erfunden, denn durch den Eintrag von u.a. Sauerstoff über Fotänen- und dazugehörige Pumpeinrichtungen entstehen „Wasserspiele“, die sogar zur Finanzierung beitragen können, indem sie als überregionale einzigartige „Attraktion angeboten werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, ist im Übrigen typisch für ganzheitlich ausgebildete Menschen, von denen es meiner Meinung nach viel zu wenige gibt und die nach wie vor ähnliche Schicksale wie ich erleiden müssen, indem sie verlacht, gehasst, diffamiert und funktionsberaubt werden, weil sie mit ihren Denkmustern nicht in die Flachlinienmuster rudimentärer mentaler Konvenienz passen.

Gut, weiter im Kontext. Immerhin wurde meine Idee der „Helmstedter Wasser-, Musik- und Lichtspiele“ unter den zum Landschaftslabor zugehörigen Leitptojekten auf S. 13 des Konzepts aufgenommen. Allerdings wird auch sie rudimentär erläutert, denn es fehlt einmal mehr der ganzheitliche Ansatz. Und der lautet: Die bestehende Wasserqualität ist unter aller Kanone. Nicht umsonst seht ihr keine Pflanzen an den Rändern des Sees. Und Leben in diesem sauren Gewässer (ph-Wert liegt nach eigenen Messungen stellenweise unter dem Wert 3!) ist fast unmöglich. Also was liegt näher als den See – übrigens wie auch andernorts (z. B. dem Leipziger Revier) –  mit Kalk aufzupuffern UND Sauerstoff einzuleiten und zwar durch Umwälz- und Fontänenpumpen, die ggf. sogar mit ehemaligen, dann umgegebauten und umgenutzten Grundwasserpumpen bestückt werden können. Damit werden zum Einen Arbeitsplätze gesichert, eine zusätzliche Einnahmequelle geschaffen für die ab 2020 ehemaligen Mitarbeiter, und zum Anderen wird damit die Wasserqualität nach und nach deutlichst verbessert UND es wird eine überregional interessante Destination initiiert. Denn mal ehrlich, es mag ja dem provinziellen Politcharme durchaus entgegenkommen, sich zum trauten Parteienstelldichein oder eben mal mit Ehefrau wandernd im Wahlkampf vor diesem toten See abzulichten, doch so richtig cool ist das nun einmal gar nicht. Es ist m. E. sogar fast so trivial wie die bereits heute durch den amtierenden Landrat verlautbarte Absicht, dann alles abzureissen und das einzigartigste Wahrzeichen des 300m-Schornsteins schlicht platt zu machen. Und das alles ohne auch nur eine einzige Verhandlung mit dem Eigentümer selbst geführt zu haben. Davon einmal ab, die zum Kraftwerk führenden Schienenwege werden ggf. an die EEW verkauft werden können, falls eine schienengebundene Klärschlammanlieferung überhaupt Sinn macht. Ansonsten wird die MIBRAG sicher sehr froh sein, wenn sie den ganzen Ausstattungsbestand schlicht abbauen kann und dadurch vielleicht eine sog. schwarze Null durch den Altstahlverkauf erzielen kann. Doch wäre sie bereit, das auch zu verkaufen und wenn ja zu welchem Preis?! Dazu gibt es keinerlei Informationen. Statt dessen kann sich die ansässige Bevölkerung schon einmal darauf einstellen, dass mind. 150.000 Tonnen Klärschlämme pro Jahr antransportiert und verarbeitet werden, falls die lobbyistisch starke EEW es schafft, dass die Landesregierung ein entsprechendes Gesetz veranlasst. Wird sie wohl, denn diese drückt in diesem Kontext noch ein ganz anderer Schuh, nämlich die Nitrat- und Schwermetallbelastung der Böden und vor allem des Grundwassers, das wir ja auch je nach Gegend dann wieder über die Wasserleitungen zu uns nehmen. Haben Sie einmal nachgerechnet, was das an VErkehrsbelastungen mit sich bringt, nur um ein einzelnes Unternehmen zu erfreuen und vielleicht ca. 50 MitarbeiterInnen?! Der Großteil der Klärschlämme wird aller Voraussicht nach per Lkw kommen. Gehen wir von einer Frachttonnage von ca 25 Tonnen pro Lkw aus, dann sind das 6.000 Lkw pro Jahr. Das sind in einer Woche 115 zusätzliche Lkw. Bei einer 8-stündigen Anlieferung sind das ca. 14 Lkw pro Stunde und noch einmal dieselbe Summe für die Abfuhr. Das erscheint auf den ersten Blick erträglich zu sein, denn wenn wenn alle 4 Minuten pro Arbeitstag ein Klärschlamm-Lkw zur Müllverbrennungsanlage fährt, dann fällt das nicht gleich auf. Klärschlamm enthält ca. 25% Trockensubstanz (nach der Verbrennung). Damit wird rein verkehrstechnisch betrachtet, etwa jeder dritte abfahrende Lkw noch Klärschlammasche abtransportieren. Die anderen fahren dann wohl leer wieder zurück. Das ist nur eine vereinfachte und grobe verkehrstechnische Betrachtung und sie betrifft nur das Plus durch die etwaige Klärschlammverbrennung. Wenn ich schon dabei bin, nur ein kleiner Exkurs in die chemische Betrachtung. Einschlägige Untersuchungen weisen darauf hin, dass bei einer Klärschlamm(mit)verbrennung mit signifikanten Erhöhungen der Schwermetallbelastungen sowohl in den Stäuben, in den Abgasen und demzufolge den Filteranlagen, den Abwässern als auch in den Klärschlammaschen zu rechnen ist.  Schwermetalle sind für die Lebewelt besonders giftig und bedürfen deshalb besonderer Aufmerksamkeit. Und was ist mit dem Abwasser der Anlage? Sie sehen, hier sind einige sehr wichtige Fragen zu beantworten, die allesamt im Genehmigungsverfahren nach dem BImSchG abgearbeitet werden, denke ich.

Und was mich besonders freut, ist, dass der „regionale Ausgleichsflächenpool“ im RIK für den Landkreis Helmstedt überlebt hat und hier dezidiert benannt wird. Diese Idee von mir gehört zu dem seit Jahrzehnten erfolglos propagierten Schwerpunkt eines Tagebaufolgenutzung. Die Gestaltung von großflächigen und mit Hilfe permakulturell und deswegen ökologischer Planungs- und Umsetzungsinstrumente kann hier eine künstliche Landschaft gestaltet werden. Was vergessen wurde, ist auch hier der ganzheitliche Charakter, denn dieser Ausgleichsflächenpool sollte so geplant werden, dass er an die potenziellen Bauflächen anschliesst und somit z. B. für den Bereich Wohnen eine Art Parklandschaft darstellt. Dort, wo später ggf. eine Freizeitintensivnutzung vorgesehen ist, bietet er Rekreationsflächen für dort Verweilende an und erweitert zudem noch das ökologische Potenzial. Eine permakulturell angelegte „Parklandschaft“ ist ein Verbundmuster, wo sich alle Teile gegenseitig ergänzen und bedingt durch ihre Anlage sogar fördern. Die zu rekultivierenden Tagebauflächen sind groß genug, damit man ein deutlich höheres Maß an Naturflächen etablieren kann,, als die laut der Rekultivierungspläne vorgesehenen 2-5%. Eine Besonderheit permakulturellen Anlagen ist die, dass das Hauptaugenmerk auf Nahrungsbeschaffungen liegt. Nahrungsbeschaffung für alle dort verweilenden Lebewesen. Das betrifft insbesondere den Amphibien-, Insekten-, Reptilien und Vogelschutz und last but not least auch den Menschen. Durch diese Besonderheit werden Permakulturdesigns zu immer wieder wunderschönen und sehr vielfältigen, parkähnlichen Nutzungslandschaften, wo es auch von vorne herein vorgesehen ist, eben nicht zu pflegen oder die Pflege durch die Integration von Nutztierarten durchführen zu lassen. Und genau dieser Aspekt wurde bedingt durch den Autoren und den Korrekturleser wohl willentlich übersehen. Leider! Doch vielleicht liegt es auch an dem ganzheitlichen Aspekt, den ich stets in der Vordergrund meiner Überlegungen stelle, und der seitens „einfach“ Ausgebildeter und Erfahrener somit u. U. sogar als „esoterischer Quatsch“ diskreditiert wird. Oder eben der Einfachheit geschuldet, einfach weggelassen wird.

Die Ausbildungsregion Helmstedter Revier Seite 17 – 19

Auch hier fehlt der ganzheitliche Ansatz! In meinem Konzept wurde als eine grundlegende Infrastruktur für die Umsetzung eben der dezentrale Charakter der o.a.  Gründer- und Werkstatt-Zentren in den Vordergrund gerückt. Diese Infrastruktur schafft den benötigten Raum für alle Bildungs- und Weiterbildungsinitiativen. Raum ist ein grundlegender Faktor! Für Alles! Ohne den notwendigen Raum in einer dezentralen Beschaffenheit, kommt kein Leben in die Dörfer und Kleinstädte, wie wir sie hier im Landkreis Helmstedt nun einmal haben. Sie erkennen unschwer, dass der ganzheitliche Charakter wieder darin besteht, dass das Eine das Andere befördert und unterstützt! Ich brauche es jetzt hier nicht mehr detaillierter darlegen, denke ich. Wichtig ist alleine, Strukturen zu schaffen, die eine dezentrale und damit bevölkerungsnahe Bildungs- und Weiterbildungsinfrastruktur schaffen. Und da der Landkreis Helmstedt in mancher Hinsicht vorbildlich ist, sei hier das Freizeitheim Scheppau genannt. Vor über einem Jahr habe ich in einem Alleingang mit einem mir sehr sympathischen Metallwerkstattleiter die bestehende EU-LEADER-Förderkulisse besprochen und wir haben Initiative ergriffen und ein Konzept für den Ausbau des Freizeitheims in Sachen Metallwerkstatt aufgelegt. Nun, ein Jahr später mahlen die Mühlen immer noch, geschehen in Sachen Ausbau ist noch nichts. Aber es ist wohl in der Vorbereitung. Und zudem ist gerade erst der Haushalt des Landkreises genehmigt worden. Also schauen wir frohen Mutes in die nahe Zukunft, denn Antrag ist gestellt und die Kofinanzierung müsste demzufolge auch im Haushalt verankert worden sein. Mal sehen. Was ich sagen wollte, dieses praktische Beispiel einer dezentralen Bildungsstruktur wie das Freizeitheim Scheppau ist genau der Ansatz, den es noch zu verstärken gilt.

Nehmen wir uns das Kapitel „Revierpakte“ ab S. 19 des RIK-Konzepts des Landkreises Helmstedt einmal vor.

Auffällig ist, dass hier das HRM als zentraler Organisationspartner benannt wird. Ich weise deshalb darauf hin, dass damit der sich nach Lorbeeren Sehnende ganz klar komittet, indem er fixed, dass die Wirtschaftsförderung trotz eines klar definierten Arbeitsvertrages meinerseits, platt gemacht werden soll. Und das ist sein Plan von Anbeginn an. Vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht. Hart nur, dass die gesamte Struktur seines Hauses in erfüllendem oder manchmal auch einfach nur karriereorientiertem Gehorsam mitzieht. Klaro, wenn die POLITIK einen Hass schiebt auf mich, was nach über 25 Jahren ständiger Dispute durchaus menschlich nachvollziehbar ist (oder haben sie in ihren Ehen das nicht auch erlebt?! 25 Jahre Bett und Tisch zu teilen, ist manchmal – vor allem nach diesem Zeitraum – nicht mehr möglich und dann schiebt man ggf. nur noch Hass, und manchmal orientieren sich die Partner neu. Das allerdings ist so einfach nicht, denn wir leben in einem Rechtsstaat, der Ausgleiche, Abfindungen und inhaltliche Vergleiche vorschreibt, vor allem dann wenn es vertragliche Vorbedingungen gibt. Ich selbst teilte – zum Glück darf ich anmerken – niemals das Bett mit irgendeinem der in meinem Fall Betroffenen). Nun, ich möchte mit meiner Kritik den Sommernachtstraum von Shakespeare einmal anführen und zwar die Szene „Handwerker im Elfenwald, Einübung eines Theaterstücks“. Genauso zeigt sich für mich das Geschehnis jetzt in Sachen Revierpakte und deren Organistionsform. Mehr brauche und möchte ich nicht sagen, denn selbstverständlich ist meine Leserschaft in Sachen Mitsommernachtstraum und Shakespeare ausreichend im Thema, um nachvollziehen zu können, was ich mit diesem Vergleich und diesem Bild dazu zum Ausdruck bringen möchte.

Nun aber zu zentralen Kritikpunkten an den Arbeits- und Entscheidungsstrukturen meinerseits.
Die Organisationsstruktur ist ein Glanzstück der Bürokratie. Also der Herrschenden am Schreibtisch, denn das bedeutet der Begriff Bürokratie. Wenn Sie sich das Organigramm der Projektstruktur auf S. 21 ff. genauer ansehen, dann werden sie zweifelsfrei schnell feststellen können, dass diese Struktur zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen wird.
1. ist das Ausgliedern des Regionalpartners an eine Beratungsinstitution, die mit industriellem Strukturwandel keine nachweisbaren Erfahrungen hat, m. E. ein Schnellschuss. Und warum das? Ganz einfach, weil die hausinterne Organsiationskraft und vor allem -fähigkeit m. E. ebenfalls keinerlei Erfahrungen im Umgang mit industriellem Strukturwandel hat. Es werden Strukturen geschaffen und fixiert, die insgesamt gesehen letal sein können, denn wenn ich eine komplizierte Operation vorhabe, dann müssen die erfahrensten Operateure an den Tisch und nicht sog. Möchtegerne und politisch gewogene Emporkömmlinge und oder Karrieristen. Und genau das ist der Fall. Zumindest sehe ich es persönlich so.
2. Projekte ab 50.000 und 100.000 Euro – und diese Beträge sind in der heutigen Zeit ganz schnell erreicht – müssen seitens des BMWI freigegeben werden. Hier liegt ein erheblicher Verzögerungsfaktor verborgen, der im dargestellten Organisationsplan ja bestimmte Vorläufe hat, die wiederum zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen werden. Strukturwandel, vor allem industrieller Strukturwandel ist ein steter Prozess mit einer vehementen, teils tagesaktuellen Dynamik. Hier wird demnach eine in sich anchronistisch wirkende Vorgehensweise zementiert. Ich halte das für nicht adäquat.
3. Der Abwicklungspartner soll der Landkreis Helmstedt sein, und wie man aus der Vorlage (s.o.) entnehmen kann, soll dazu eine Verwaltungskraft nach VErg-Gr. 9 angestellt werden. Das bedeutet, dass sich der Landrat selbst und höchstpersönlich darin kaprizieren möchte, die zentrale Steuerung inne zu haben, denn diesem Abwicklungspartner obliegt die zentrale und entscheidende Funktion der „abschließenden Projektauswahl und Förderentscheidung“! Das bedeutet, dass trotzdem das Modellvorhaben Revier Helmstedt vier kommunale Gebietskörperschaften umfasst (wir erinnern uns: Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel sowie die Städte Braunschweig und Wolfsburg), werden diese völlig aussen vorgelassen.
4. Das Regionale Empfehlungsgremium tagt zweimal im Jahr und wird überwiegend (was nicht abschließend so sein muß) aus Vertretern aus dem Landkreis Helmstedt besetzt. Das wiederum bedeutet, dass trotzdem die Führungsspitze des Landkreises über verschiedenste funktionsgebundene Tätigkeiten in der Region präsent ist, hat sie es nicht im Ansatz bewerkstelligt bekommen, die seitens des BMWI vorgegebene Modellstruktur organisatorisch auch nur im Ansatz abzubilden. Beispiel: Vorstand et al der Allianz für die Region GmbH, Verbandsdirektor et al des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Industrieclub Braunschweig-Wolfsburg , Zuständige Verwaltungsfachleute aus den Bereichen Wirtschaft u.ä. aus den zur Modellregion zugehörigen Landkreisen Wolfenbüttel sowie der Städte Braunschweig und Wolfsburg, und nicht zu vergessen die Präsidentschaften et al der Universitäten und Fachhochschulen aus Braunschweig, Wolfenbüttel und Wolfsburg u.v.a.. Von diesen eigentlich naheliegenden und unter der Prämisse der Gebietsabgrenzung des Modellvorhabens notwendigen Vertretungen ist niemand benannt worden. Was zeigt uns das? Es zeigt uns an, dass hier niemand daran gedacht hat, diese Vertretungen zu benennen! Sie können jetzt selbst eruieren, warum das geschehen ist. Sicher ist allerdings, dass in der zugehörigen Richtlinie Bundesanzeiger Bekanntmachung vom 3.11.2017 sowohl auf S.2 dieser Bekanntmachung als auch unter 3.2. (Gegenstand der Förderung) klar darauf hingewiesen wird, dass a l l e  zur Region gehörigen sog. Stakeholder zu involvieren sind und dass die Hochschulen unbedingt dabei sein sollen, was auch nachvollziehbar ist, wenn auch diese als Institute der Länder selbst keine Förderanträge stellen dürfen.

So, nun bin ich am Ende dieses einmal mehr langen und inhaltlich tiefgreifenden Aufsatzes. Ich hoffe, es ist offensichtlich geworden, dass dieses RIK und auch das darin involvierte HRM noch viele Hausarbeiten zu erledigen haben. Ich hoffe auch, dass es klar genug zum Ausdruck gekommen ist, dass hier eine fast seeligmachende Flickschusterei offensichtlich wird, was die organisatorische Ausführung angeht. Scheinbar geht es den Stakeholdern im Landkreis Helmstedt einzig und alleine darum, mich herauszudissen und umso mehr öffentlich unter Beweis zu stellen, dass alles Schlechte nur von mir kommt. Ich hoffe, ich konnte das hiermit widerlegen. Ich habe mir seit 1992, also inzwischen mehr als 26 Jahre, intensive Gedanken gemacht um die sozio-ökonomische Entwicklung und sie Stück für Stück vorangebracht. Das HRM und das RIK und vor allem die dazu gestellten und erfolgreich bewilligten Förderanträge basieren inhaltlich gesehen auf meinen Kenntnissen und Arbeiten sowie Erfahrungen aus dem genannten Zeitraum. Schade, dass ich nun kaltgestellt werde. Dennoch kann ich mitreden, und sei es hier in dieser ausführlichen Art und Weise. Ich wünsche den Beteiligten mehr Glück als ich es habe und dass sie lange leben möchten und es hoffentlich niemals erleben müssen, dass ihr Lebenswerk auf infame und hintertriebene Art und Weise Stück für Stück zerlegt wird.

Wirtschaftsförderung wie ich sie verstehe und immer praktiziert habe, besteht eben nicht nur aus dem Abnicken der proklamatorisch-politischen und administrativen Komponenten, sondern sie muss sich stets neu justierend mit der speziellen Situation und dem Geschehen vor Ort auskennen und versuchen, in diesem Gewirr von politischen,  und teils fachlich fragwürdigen Vorgehensweisen eine den Förderbedingungen und vor allem der Situation gerecht werdende Strategie durchzusetzen und dann auch „sauber“ umzusetzen. Und dazu bedarf eines fachlichen Rückgrats und nicht einer „gehorsamen“ und dienenden Ausrichtung der Verantwortlichen. Letztere ist leider zur Zeit anscheinend vorhanden. Umso mehr wünsche ich allen Beteiligten, dass es schon alles gut werde.

Erlaubt seien mir aber Zweifel daran, dass schon alles gut gehe, denn ich sehe die Zeit als einen der wichtigsten kritischen Faktoren, denn sie läuft und läuft und läuft. Und es geschieht hinsichtlich der praxisorientierten Umsetzungsschritte doch herzlichst wenig. Sicherlich knirschen jetzt einige mit den Zähnen, denn schließlich ist ja doch etwas geschehen. Hat man sich nicht unlängst sogar im  Kraftwerk mit einigen HonoratiorInnen bis hin zur ministeriellen Ebene getroffen?! Ja, hat man, doch mehr als das, was das Kraftwerk resp. die Müllverbrennung schon ständig fabriziert, ist dabei meines Erachtens nicht herausbekommen – eben viel heisse Luft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für RIK Landkreis Helmstedt – Regionales Investitionskonzept