EU – Leader – Nachhaltigkeit – eine kritische Betrachtung

10.11.2014

Momentan wird in der Region Braunschweig- Wolfsburg-Salzgitter und dort vor allem in den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine darum gerungen, dass man möglichst umfassend an dem Förderprogramm LEADER der Europäischen Union teilnehmen kann. Dazu sollen sich auf freiwilliger Basis sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAG) gründen, die dann selbst ernannte Schwerpunktprojekte betreuen und ausführen, selbstverständlich im Rahmen der Vorgaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums.
Zuvor muss aber ein sog. Regionales Entwicklungskonzept oder ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept erstellt werden. Es ist naheliegend, dass es eine detaillierende Regelung gibt, wie ein solches REK auszusehen hat. Wird ein neues ILEK angefertigt, so bewirbt sich die „Region“ als sogenannte ILE-Region (ILE = Integrierte ländliche Entwicklung) und nicht als LEADER-Region.
Erst danach entscheiden dann die Ämter für regionale Landesentwicklung und das ML darüber, ob das jeweilige REK oder ILEK ausgewählt wurde und sich dann eine entsprechende LAG oder ILE-Region etablieren kann. Sowohl die Erstellung der REKe wie auch der ILEKe werden bezuschusst, was aber nicht zwingend notwendig zu einer Förderung der LAG oder ILE-Region im Zeitraum von 2014 – 2020 führen muss.
Die Vorgaben seitens des ML, und damit abgestimmt der EU, lauten:
– Unterstützung der regionalen Wirtschaftsentwicklung
– Möglichst positive Beeinflussung der demographischen Entwicklung
– Berücksichtigung des Themenbereichs Klima- und Umweltschutz
Wie es inzwischen bei den Förderprogrammen üblich ist, wird bei der Bewertung der eingereichten Anträge ein Punktesystem zur Bewertung zum Einsatz gebracht.
Im Bereich des Landkreises Helmstedt haben sich interessanterweise gleich zwei potenzielle LAG gegründet, die jeweils mit einem eigenen Antrag in den Wettbewerb eintreten.
Die Vorarbeiten eines Integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK), das in der vergangenen Förderperiode 2007-2014 seitens des Landkreises Helmstedt in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie gesellschaftlichen Institutionen und interessierten Privatpersonen angefertigt worden ist, wurden per Ratsbeschlüssen in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landkreises Helmstedt für obsolet erklärt. Somit wurden die Ergebnisse des ILEK des Landkreises Helmstedt nicht als Grundlage genutzt und fanden keine inhaltlich qualitative Fortsetzung. Auch hat keine diskursive Vorprüfung auf Aktualität, ggf. Machbarkeit und Weiterführung oder gar Übernahme stattgefunden. Das Rad wird demnach neu erfunden.
Da pro zu gründender LAG max. 2,4 Mio. EURO im Zeitraum von 2014-2020 bereit gestellt werden können, trat man also lieber in einen kleinteiligen Wettbewerb ein. Diese kleinteilige Wettbewerbssituation mag aus einem Konkurrenzdenken abgeleitet worden sein und ihre Begründung darin finden, dass man auf diese Weise ggf. zwei mal 2,4 Mio. EURO in einem relativ kleinteilig abgegrenzten Gebiet „einwerben“ kann, doch in der Sache wird es aller Voraussicht nach wenig dienlich sein, denn die räumliche Komponente ist dermaßen kleinteilig, dass es schon rein planerisch zu einer Farce werden kann. Beispiel: Man stelle sich vor, es wird nur eine der LAG ausgewählt und diese möchte nun Radwege bauen oder im Gesamtnetz etablieren, dann enden diese wohlmöglich zukünftig an einer Gemeindegrenze zu einem benachbarten Gebiet, was keine LEADER-Region geworden ist. Also selbst landkreisinterne Radwege können so an dieser Kleinteiligkeit dann zumindest planerisch kritische Dimensionen erreichen.
Bei der Bildung der LAG wie auch bei der dazugehörigen geographischen Verortung ist damit bereits ein erstes kritisches Momentum zu erkennen. So wurden die geographischen Zuschnitte frei nach politischem Gusto gebildet und basieren nur bedingt auf einem objektiven Indikatorenbündel, das die bestehenden räumlichen Verbindungselemente oder potenziellen Verbindungsansätze berücksichtigt, wobei das Gebiet des Wasserverbands Weddel-Lehre für die LAG-West zumindest eine erkennbare organisatorische Basis darstellt. Im Bereich Ost sieht es dagegen anders aus. Hier fokussiert man auf das verbindende räumliche Element des sog. Grünen Bandes, also der Naturisierung der ehemaligen „Zonengrenze“, die über die Umweltbereiche seit Jahren praktiziert wird. Interessanterweise sind aber die relevanten Institutionen in der LAG-Ost noch nicht integriert worden.
Hier wurde gerade ein Indikatorenbündel für eine regionale Abgrenzung benannt. Um ein Beispiel zu nennen: zu den bestehenden räumlichen Elementen und Ansätzen können u.a. gehören, die Pendlerströme, die Internetverbindungsinfrastrukturen, die Entfernung zum nächsten Lebensmittelladen – überhaupt die dörfliche Versorgungslage, die Anzahl öffentlicher Flächen in und um die Siedlungen, die Anzahl der BewohnerInnen, der Beschäftigten wie auch der Menschen mit prekären Einkommenssituationen, die Anzahl der Jugendlichen und Kinder, die Energieversorgungsinfrastruktur, die Wasser- und Abwasserinfrastrukturen, das Wegesystem u.e.m..
Alle diese Faktoren wurden bei dem Zuschnitt nach meinem Dafürhalten nicht berücksichtigt. Wie also kam es zu so einem Zuschnitt? Meiner Meinung nach basiert die Vorgehensweise darauf, dass im Bereich West ohne weitere Absprache auf Kreisebene (z. B. der Hauptverwaltungsbeamtenebene) vorgeprescht wurde und sich aus dieser Separatisierungstendenz erst eine LAG-West-Initiative als Reaktion darauf ergab. Einmal abgesehen davon, dass gerade der Bürgermeister von Königslutter wo immer er kann öfentlich darüber lamentiert, dass die Städte im Kreisgebiet des Landkreises Helmstedtviel stärker kooperieren sollten, ist er nach meinem persönlichen Empfinden statt verbindend segregierend tätig, denn schliesslich ist er einer der wesentlichen Fürredner einer Eingemeindung seiner Stadt in die Stadt Wolfsburg und hat so auch eines der besten Gewerbegebiete im Landkreis nicht in einer Kooperation auf Kreisebene zur Weiterentwicklung angeboten, sondern einen Erschliessungsvertrag mit der WOB AG gemacht. Es ist wie es ist und soll hier jetzt auchnicht weiter vertieft werden. Dennoch ist diese Vorgehensweise kritisch und zeugt m. E. von wenig Weitsicht. So ist eine Eingemeindung in die Stadt Wolfsburg schon von Beginn an rechtlich gesehen mehr als fragwürdig und im Grunde genommen gar nicht machbar. Ein Erschliessungsvertrag mit der WOB AG ist karrieretechnisch wie auch inhaltlich zielführend, doch ob sich dort das Engagement noch forcieren läßt, steht zumindest vor einem großen Fragezeichen, denn die steuerlichen Erträge des Gewerbegebietes werden nach dem Scheitern der Kopulationsvorhaben mit der Stadt Wolfsburg bei der Stadt Königslutter und damit im Landkreis Helmstedt bleiben.

Kommen wir zurück zu den LEADER-Vorhaben der LAG-Ost und-West.

Wenn man sich das Punktebewertungssystem einmal genauer ansieht, dann erkennt man ggf. die gerade hier genannten kritischen Punkte wieder. Im Bereich „Nachvollziehbarkeit der Regionszusammensetzung“ wird es für beiden LAG im Landkreis Helmstedt nicht gerade einfach werden. Im Bereich „Regionsabgrenzung“ erhalten LAG im Bereich Südniedersachsen gleich einmal max. fünf von acht maximal erreichbaren Punkten. Hier möchte das Land sein m. E. diskriminierendes Südniedersachsen-Programm in den Vordergrund rücken. Die LAG-Anträge aus dem Landkreis Helmstedt können demnach max. drei Punkte erreichen. Auf die Nachvollziehbarkeit der Regionszusammensetzung darf man gespannt sein.
Im Bereich „Ausgangslage“ können max. 6 Punkte erreicht werden, wobei es sehr spannend sein wird, wie sich zwei so kleinteilige Regionen innerhalb eines Landkreises resp. mit kleinen Zusatzbereichen aus einem Landkreis Wolfenbüttel hier wohl unterscheiden werden? Man kann ja schlechterdings nicht schreiben, weil ich es als Bürgermeister gerade mal schick dand oder weil die anderen vorgeprescht sind, haben wir eben parallel dazu eine LAG-West erfunden, zudem in diesem eng umgrenzten Raum zwei Nod-Süd verlaufende Gebiete konzipiert wurden, wo eigentlich alle raumwirksamen Geschehnisse eindeutig Ost-West und umgekehrt orientiert sind (natürlich mit der Ausnahme der Pendlerbeziehungen zum Volkswagenwerk in Wolfsburg).
Dieselbe Kritik gilt für die folgenden Punkte des Bewertungssystems 5 „Swotanalyse“ und 6 „Entwicklungsstrategie“. Hier dürfte die avisierte Kleinteiligkeit der beiden LAG-Anträge eigentlich nicht zum Erfolg führen. Insbesondere die Unterpunkte „für die Zielerreichung liegen Indikatoren vor“ und „für die Indikatoren sind Zielwerte festgelegt“ sind mit Spannung zu erwarten, denn die beiden „Regionen“ unterscheiden sich bei der Kleinteiligkeit und Lage so gut wie nicht.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der, das es sich bei der EU-Förderung IMMER um Anteilsfinanzierungen handelt. Hier ist es von strategischer Bedeutung, dass sowohl etwaige Kofinanzierer wie auch etwaige Potenziale für Genossenschaften von Beginn an mit berücksichtigt werden sollten. Kofinanzierer können die Kommunen selbst sein, aber auch Wasserverbände, Naturschutzverbände, Landwirtschaftskammern u.ä. Bei den möglichen genossenschaftlichen InteressentInnen können z. B. Dorfenergie-Genossenschaften, Gartenproduktions-Genossenschaften u.ä. auftreten. Alle diese möglichen Kofinanzierer wurden bei dem Zuschnitt nicht von vorneherein berücksichtigt oder eben informiert und es gibt bis dato keine offiziellen Verlautbarungen, dass eben solche ggf. akquiriert worden sind.

Zuletzt sei noch der Aspekt der Nachhaltigkeit genauer benannt. Was genau ist Nachhaltigkeit?
Der Begriff entstammt in Deutschland ursprünglich der Forstwirtschaft und besagt, dass man einem Wald nicht mehr Holz entnimmt, als nachwachsen kann. Naturnahe Gesellschaften haben keinen solchen Begriff, da sie ganz anders denken und so hat die UNO vor Jahren bereits in der Biodiversitäts-Konvention offiziell anerkannt, dass eben solche naturnahen Gesellschaften schon aus Tradition (Schutz und Bewahrung des Lebensumfeldes) besonders nachhaltig wirtschaften und die Diversität fördern statt vermindern. Das wird von wachtumsorientierten Neoliberlisten gerne verunglimpft als traditionelle Lebensweise, so von wegen, wollt ihr zum Wasser holen aus dem Haus gehen oder gar in den Bäumen leben?! Das ist natürlich Blödsinn und wird gerne als Argument der wachstumorientierten HeilsbringInnen genutzt, um Ressourcen und Lebensgemeinschaften nach industriellen Gesichtspunkten „auszubeuten“ und damit auch „nachhaltig zu zerstören“.
Zur Zeit wird das Thema Nachhaltigkeit gar nicht tiefergehend in den benannten Fördervorhaben nach LEADER u.ä. bearbeitet. Auffällig ist, dass es noch nicht einmal in den Förderrichtlinien abgebildet wird! DAs zeigt genau an, dass das Thema Nachhaltigkeit keine Rolle spielt, obwohl sie für die gesellschaftliche Entwicklung so überaus wichtig ist.
Ich persönlich halte gerade das Nachhaltigkeitsprinzip für das Wichtigste, denn es ermöglicht zukunftsfähige, weil lokal orientierte Ver- und Entsorgungssysteme und hat den wunderbaren Effekt, dass es die Menschen zueinander bringt und nicht nur bestimmte und besonders lautstark auftretende Interessengruppen fördert. Nachhaltigkeit gibt gerade Gesellschaftsgruppen eine Stimme bei der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes, die sonst im Lobbygesang untergehen.
Beispiel: Wenn Dorfgemeinschaften regenerative Energiesysteme als Genossenschaften etablieren und z. B. ein Landwirt mit einer Biogasanlage Mitglied in der Genossenschaft ist und die Anlage selbst der Genossenschaft gehört, dann dient das allen und der Landwirt hat trotzdem ein zusätzliches Einkommen über die „Energieernte“. Die Dorfgemeinschaft verfügt dafür aber über das Wohl und Wehe der Energieversorgung und ist damit zukunftssicher und vor allem unabhängiger aufgestellt. Bedenken Sie bitte dabei, dass die erdölfreie Zeit kommen wird und dass bis dahin die Erdölpreise immer weiter steigen werden. Es gibt demnach keine Alternative zu den regenerativen Energiegewinnungen, doch gerade diese sollten nicht den Stromkonzernen oder einzelnen machtbewussten Einzelunternehmen überlassen werden, sondern so organisiert werden, dass die vor Ort lebenden und arbeitenden Menschen zu Miteigentümern werden.
Ein weiteres Beispiel: Wenn in einem städtischen Umfeld eine Gartenbaugenossenschaft u.a. mit z. B. einer Gruppe schwererziehbarer Jugendlicher, Langzeitarbeitslosen, GeringverdienerInnen und wie auch immer definierten Prekariatsgruppen durchführt wird, so wird zum Einen die lokale Versorgung mit frischen Lebensmitteln deutlichst verbessert und sie ist ortsnah (vergleichsweise geringe Gesteheungskosten, da u.a. keine Transporte und Kühlkosten anfallen), und zum Anderen werden randständige soziale Gruppen wieder sozial integriert und können über die Genossenschaft Auskommen und damit Lebenssicherheit erhalten, die ihnen vorher eindeutig gefehlt hat. Es ist Aufgabe des Staates, genau solche Strukturen zu fördern, denn es ist auch das staatliche Gemeinwesen, was dadurch zukünftig und vor allem nachhaltig Kosten einsparen wird (z. B. im Sozial- und Jugendbereich). Hier wird der Nachhaltigkeit also gleich mehrmals die Handgereicht.

Doch leider ist das Thema Nachhaltigkeit bis dato auf allen kommunalen Ebenen ausgespart worden und spielt bei den potenziellen LAG keinerlei Rolle. Vielmehr geht man oberflächlich darüber hinweg und erklärt jeden noch so kleinen Projektansatz als „nachhaltig“! Das das Augenwischerei ist, steht eigentlich außer Frage, oder sehen Sie das anders?!

Seid gesegnet!

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25 Jahre Grenzöffnung und immer noch ist Helmstedt grenzwertig

9.11.2014

Nun sind es doch schon wieder 25 Jahre her, dass die innerdeutsche Grenze aufgehoben wurde. Das ist ein ganzes Vierteljahrhundert. Einigen wird es wie mir ergehen, dass sie sagen, wie 25 Jahre, wo sind die geblieben?!? Das ist doch gerade erst vor Kurzem passiert?!
Ja, die Zeit rennt einem nur so davon bzw. ist die Zeit immer die Zeit gewesen und wird es auch bleiben, nur unsere gefühlte Lebens- und Aktivitätszeit erscheint uns immer kürzer zu sein und immer schneller zu vergehen. Manchmal kommt es einem vor, als flöge sie an einem vorüber.
Das soll jetzt allerdings nicht Thema dieses Beitrags sein.
Vielmehr geht es darum, was hier vor Ort in Sachen ehemalige innerdeutsche Grenze geschehen ist.
Meiner Generation und den Generationen, die vor 1960 geboren wurden, ist die innerdeutsche Grenze durchaus noch ein Begriff, haben wir es doch erlebt, dass unser Land durch eine menschenverachtende Grenze geteilt war. Und wir haben mit einer mehr oder minder großen Verwunderung erlebt, was damals im Jahr 1989 vor unseren Augen ablief und geschah. Die BürgerInnen der DDR wollten sich nicht länger bevormunden lassen und gingen auf die Straße, um Freizügigkeit zu verlangen.
Das ist für sich gesehen schon fast unglaublich. Was aber noch viel unglaublicher ist, ist die Tatsache, dass diese Revolution friedlich verlief!
Ich weiß noch wie heute, dass ich echt Bammel bekam, als ich die Nachrichten schaute und sah, was in den Städten in Ostdeutschland geschah! Das war ganz großes Theater, Freude! Wirklich! Wir saßen wann immer wir konnten am Fernsehen oder dem Radio – Internet gab es damals noch nicht – und schauten uns dieses Geschehen an. Meine ganze Solidarität und mein Herz waren ergriffen von dem, was ich da sah! Doch wir wussten auch genau, was geschehen könnte. Waren doch die Sowjets nicht immer davon angetan, dass die Völker sich vom Sowietsystem verabschieden wollten. Dass es dann doch friedlich verlief ist ganz bestimmten Personen zu verdanken und man kann es im Nachhinein nicht hoch genug anrechnen, dass es nicht zu gewaltsamen Auseinandersetzungen oder gar einem Krieg gekommen ist.
Heute, über 25 Jahre später, erleben wir Deutschen wie in anderen Länder, meist zunächst auch friedlich, versucht wird, diese Freizügigkeit ebenfalls zu erlangen. Leider wird in der überwiegenden Zahl der Fälle dann offensichtlich, dass die Menschen und entscheidenden Persönlichkeiten eben gerade nicht die Verantwortung im Sinne eines Leben schonenden Ablaufs gewährleisten, sondern im Gegenteil, Hass, Missgunst und hintertriebene Egoismen des Machterhalts in den Vordergrund rücken und diese Nationen sich dann in der Folge binnen kürzester Zeit durch einen Bürgerkrieg ins Mittelalter zurück befördern. Das ist ganz ganz schrecklich. Und vielleicht ist auch deshalb gerade dieser Ort hier, also Helmstedt von so besonderer Bedeutung. Denn schließlich liegt etwas nordöstlich dieser niedersächsischen Kleinstadt einer der wichtigsten zentraleuropäischen ehemaligen Grenzübergänge mit Helmstedt/Marienborn.
Bereits 1994 habe ich selbst versucht, hier eine Art Kompetenzzentrale für Grenzüberwindung zu initiieren. Das geschah damals noch im Rahmen einer Strukturanalyse für den Landkreis Helmstedt. Ab 1997 dann engagierte ich mich zu dem Thema erneut, um über den Werbeslogan „Helmstedt – grenzenlos“, „Helmstedt ist die Grenze los“ einen ersten Anlauf zu wagen, um kompetente Menschen zusammenzuführen, die mit dem Themenbereich Wegfall einer Grenze oder Umgang mit Grenzen Aussagen treffen können. Es blieb bei einer einmaligen Veranstaltung, der der damalige Oberkreisdirektor entscheid, dass auf Eingabe der Stadt Helmstedt hin, das Projekt auch eben dort verortet werden sollte und nicht beim Landkreis Helmstedt. Schade eigentlich, denn daraus hätte sich weit mehr machen lassen.
Zur EXPO 2000 wurde dann das Projekt „Grenzenlos-Wege zum Nachbarn“ als dezentrales EXPO-Projekt registriert. Bis heute werden im Rahmen dieses Projekts bei den sog. Helmstedter Universitätstagen Themen zur Grenzproblematik aufgegriffen. Das ist schwierig genug und hat zumindest dazu geführt, dass Thema und Intention ausgebaut und erweitert werden konnten. Der internationale Effekt blieb allerdings weitestgehend unterentwickelt, da es nicht gelang, ein tiefergehendes und das Thema intensiver bearbeitendes Management vor Ort zu etablieren. Es steht außer Frage, dass gerade die Verbindung zwischen dem Ort (ehemaliger Grenzübergang Helmstedt/Marienborn sowie das Grenzdenkmal Hötensleben bei Schöningen) und dem höchstaktuellen Themaprofil Grenzkonflikte, Grenzsicherung (Frontex, Grenzüberwindung, Migration) eine gewaltiges internationales Potenzial aufzuweisen haben. Doch warum aus drei Teufels Namen sollte sich eine internationales und in diesem Themenbereich professionelles Klientel ausgerechnet für Helmstedt interessieren. Genau darin liegt das Problem und genau deshalb ist es meiner Meinung nach, wie übrigens seit 1994, sehr wichtig, dass man sich erstens vor Ort über diese einmalige Situation bewusst ist, zweitens, dass man erkennt, dass man zusätzliche Beratungs- und Managementfähigkeiten einkaufen muss, um die Internationalität des Themas bewerkstelligen zu können und dass man sich drittens darüber im Klaren sein muss, dass man langfristige Nachhaltigkeit nur erreicht, wenn man das finanzielle und organisatorische Engagement für mindestens zehn Jahre aufrecht erhält.
Davor schreckten bisher die Verantwortlichen vor Ort stets zurück. Das mag an der kleinräumigen Mentalität liegen oder auch daran, dass man Angst vor der eigenen Traute hat – übrigens passiert ähnliches bei der NICHT-Nutzung aufzulassender ehemaliger Tagebaue im Revier Helmstedt-Schöningen – oder auch daran, dass man sogar Förderoptionen nicht wahrnimmt (so einst geschehen bei sog. Offroad-Konzept). Das Thema und vor allem seine internationalen Potenziale werden lediglich auf Sparflamme gekocht und nicht intensiv genug ausgearbeitet. Und das 25 Jahre nach der Grenzöffnung! DAs muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.
Doch es gibt Licht am Horizont. Der Landesbeauftragte der Region Braunschweig hat sich des Themas angenommen und die Allianz für die Region GmbH hat nach einer Voruntersuchung durch einen externen und international gut beleumundeten Berater nun die ersten konkretisierenden Schritte aufgenommen, um eine „Internationale Begegnungsstätte Helmstedt/Marienborn“ zu konzipieren. Leider viel zu spät, denn trotz der steuermillionen schweren 25-Jahre-Mauerfall-Hype brauchte man sowohl vor Ort als auch in der Region und erst recht auf niedersächsischer Landesebene eben diese 25 Jahre, um die ursprüngliche Idee von mir weiter zu entwickeln. Es ist der Präsentation in meinen Büroräumen zu verdanken, dass dieses internationale Beraterteam nachvollzog, dass dieses „Grenzthema“ ein nachvollziehbares und erkennbares internationales Potenzial hat. Und erst nachdem dieses Beraterteam das dann im Rahmen des sog. RIK (Regionalen Umsetzungs- und Investoren-Konzepts) als ein touristisches Schwerpunktprojekt vorgestellt hatte, wurde es folglich weiter entwickelt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren es dann schon mehrere hunderttausende Euro, die in die hochwohlfeile Papierbeschriftung geflossen sind. Inzwischen wurde dann eigens eine Fachkraft bei der Allianz für die Region GmbH angestellt, der sich mit den volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen, teils auch regionalwirtschaftlichen „möglichen“ Folgen beschäftigt. Das hätte man günstiger haben können, oder nicht?! Gut, solche hochwichtigen, exaltierten und exklusiven Think-Tanks und competence center haben durchaus ihren Sinn und wenn es der ist, dass viele Millionen an Steuermitteln und Unternehmensgeldern zunächst für Berater, Berater der Berater, Berater der Berater der Berater ausgegeben werden, um dann die Politik zu beraten, die wiederum weitere politische Ebenen beraten und wenn zum Schluss alle beraten sind, dann hat das mehrere hunderttausend Euro kostende bunt bedruckte Papier vielleicht den Sinn erfüllt, dass sich alle ganz hipp und awesome fühlen und ein regionaler Heilsbringer dann einen auf seriös machen kann und fürderhin von sich behaupten darf, dass er das ja alles erst in Gang gebracht habe. Doch weit gefehlt, es ist alles nur geklaut! Und mit ein wenig mehr Ernsthaftigkeit hätte man bereits 1995-2000 dieses Projekt zumindest in der ernsthaften Version eines Zentrums für Grenzüberwindungsstrategien o.ä. in Marienborn/Helmstedt einrichten können.
Nun, inzwischen gibt es erste Verlautbarungen, das die avisierte Internationale Begegnungsstätte Helmstedt/Marienborn mehrere hundert Millionen Euro kosten soll und es sollen sich wie in einem Walt-Disney-Park hier alle Erlebnis- und Freudenstufen zum Thema ehemalige innerdeutsche Grenze für zahlende KundInnen durchleben lassen. Wenn das nichts ist!?!

Es ist auf jeden Fall grenzwertig!

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Die KriegerInnen des Lichts tanzen mit dem Tod….

Wirsind Geschöpfe

Hörst du die Stimmen der Verzweiflung
in einer selbstvergessenen Welt
Spürst du die Zeit und all‘ den Wahnsinn
den Glauben der in uns zerfällt

Such‘ mich dort wo diese Nacht zu Ende geht

wo diese Nacht zu Ende geht

Wir sind der Traum von Unzerstörbarkeit der tief in unserem Herzen lebt
und der ist größer als die Wirklichkeit auch wenn die Welt in Flammen steht
Wir sind aus Kälte, Hass und Zärtlichkeit, wir stehen gegen unsere Angst
Wir sind Geschöpfe einer neuen Zeit
und wir bevölkern dieses Land

Es ist der letzte Funken Sehnsucht
die tiefste Qual die uns entblößt
Wo blieb die uns versprochene Freiheit
die Kraft die unsere Fesseln löst
Es gibt kein anderes zweites Leben
und keine Grenze die uns bleibt
Nun jage all‘ ihre Gespenster
zurück in die Vergangenheit

wo diese Nacht Zu Ende ist

Such‘ mich dort wo diese Nacht zu Ende geht

(Mantus, Gespenster lyrics; Album Demut, 2010)

Der Tod kann tanzen, sagte der Krieger des Lichts an diesem einen, ganz besonderen Abend als die Sonne wie immer im Atlantik versank.

Wie viele Wochen war er nun jeden Abend an diese eine Stelle gekommen, an der er sich niederließ und den Klängen der untergegangenen Kirche lauschte, von der ihm dereinst eine Lichtkriegerin erzählt hatte? Wie viele Jahre seines Lebens hatte er das Licht in sein Herz aufgenommen und die Glocken versucht zu hören?! Nichts war passiert. Nur das Rauschen des Meeres, die Klänge der Delphine am nahen Ufer, die Laute der Seevögel und da, da war es plötzlich geschehen.
Die Glocken läuteten und er sah wie die Kirche aus den Fluten auftauchte. Niemand als der Krieger des Lichts sah sie und sie ließ ihre Glocken läuten, denn sie war nur für ihn da und niemanden anderen. Sie war seine Kirche. Doch war sie es wirklich oder sahen seine Augen nur eine großartige Täuschung. Er schloss seine Augen und tastete mit seinen Händen und spürte ihre Mauern. Das war schon immer ein Zeichen für den Krieger des Lichts gewesen, denn wenn etwas nur eine Täuschung war, spürten seine Hände bei geschlossenen Augen nichts, gar nichts. Ist es aber wahr, dann konnte er mit seinen Händen sehen. Der Krieger des Lichts wusste es fortan, seine Kirche läutete für ihn die Glocken und sie ist! Und so erzählte er niemandem mehr, wohin er ging und was er an seinem Ort eigentlich gerade machte. Dieses Geheimnis hat jeder Krieger des Lichts und jeder hat ein anderes. Aber alle lauschen, schauen, fühlen ihr Dasein als das Leben eines Kriegers des Lichts. KriegerInnen des Lichts wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, sich zu erheben, das Schwert aus der Scheide zu nehmen und es mit Licht gestärkt dem neuen Horizont entgegenzurecken. Dieses war sein Moment.

We are ancients
As ancient as the sun
We came from the ocean
Once our ancestral home
So that one day
We could all return
To our birthright
The great celestial dome
(dead can dance, we are children of the sun)

Der Tod kann tanzen! Und mit ihm tanzen die KriegerInnen des Lichts. Sie tanzen seitdem jeden Abend an dieser Stelle, an der sich der Krieger des Lichts niedergelassen hatte bis er beschloss, auf sein Schiff zu gehen, die Segel zu setzen und ins Licht zu fahren. Einige blieben, andere folgten ihm ins Licht. Wieder andere tanzten fortan mit dem Tod, denn sie hatten die Kraft des Lebens und der Liebe auf ihren Lippen geschmeckt und ihr Herz wurde stark und stärker wenn sie sich als das erkannten, was sie waren – KriegerInnen des Lichts. Und sie ließen allen Ballast fallen. Liebe, Freude, Hass und Trauer – sie entsagten sich diesen Leiden der Seele und schauten in die untergehende Sonne und hörten wie aus weiter Ferne die Glocken der Kirche, die dereinst für den Krieger des Lichts aus ihrer Mitte seinen Weggang ankündigte.

Der Krieger des Lichts hatte das Ufer schon lange in seinem Rücken gelassen und sich nicht mehr umgesehen. Wie viel Zeit war schon vergangen, er wusste es nicht mehr. Dort, irgendwo im Dunst hinter ihm hatte er die Liebe und die Freude zurückgelassen, aber auch den Schmerz entsagter Zuneigung, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit. Wie lange hatte er gekämpft darum, seiner Liebe zu zeigen, was er sah, sie spüren zu lassen, was er spürte. Es waren gefühlte Zeitalter dabei vergangen und statt die ihm so wichtigen Zeichen sehen zu dürfen, wurde es von Tag zu Tag dunkler um ihn herum und so zog er sich immer häufiger an seinen Platz auf den Klippen seiner Insel zurück und schaute der Sonne zu und die Erde drehte sich immer schneller und schneller. Bis zu diesem einen Tag.

Die Glocken läuteten für ihn. Sein Herz war stark und voller Freude für diese eine wundersame Reise ins Innere allen Seins. Er sog die Luft tief ein und spürte seine Muskeln, als er die Segel setzte. Ein guter Wind, sagte er zu sich und der Tod lächelte ihn an und ließ ihn wissen, dass es ein Höllenritt werden würde. Denn das Innere allen Seins lag weiter hinterm Horizont. Folge dem Licht, Krieger des Lichts. Folge Deinem Herz, Deiner Lust und Deiner Leidenschaft. Du hast die Glocken läuten gehört, die niemand sonst als KriegerInnen des Lichts vernehmen können, denn der Tod läutet nur ein einziges Mal und fortan gehört dieser Klang zu Deiner Welt. Er ist betörend und verzaubernd und dann tanzen sie, die KriegerInnen des Lichts mit der Herrschaft des Schattenreichs.
Die Wellen tragen ihn weit weg von seinem letzten Platz und bald schon ist der Ort nur noch eine Scherbe des zerbrochenen Krugs seines letzten Seins im Hier und Jetzt. Doch das kümmert den Krieger des Lichts nicht mehr, denn er bricht auf ins Licht. Und es ist warm. Die Strömungen sind gut, um diese Reise zu machen. Das weiß er und schaut voller Freude in sein Hiersein, das schon bald im Licht des Daseins aufgenommen wird, denn es wird von Stunde zu Stunde heller und das Licht entlockt dem Herrn der Schattenreiche ein tiefes und anerkennendes Seufzen. Sie schauen sich an und lächeln gemeinsam den Horizont an.

Lass uns tanzen, Krieger des Lichts! Reich ‚mir die Hand! Unsere Welt soll brennen. Der Zweifel und die Angst, Krieger des Lichts, wird alsbald im Feuer der Reinigung untergehen. Komm, tanz mit mir! Und die Glocken läuten laut als die beiden Freunde sich an der Hand nehmen und mit emporgereckten Armen zu lachen beginnen. Sie lachen aus tiefstem Herzen und schließen die Augen.
Hört sie nur der Krieger des Lichts? Er sieht dem Tod in die dunkelroten Augen und reicht ihm seine andere noch freie Hand. Komm, lass uns tanzen! Reich´ mir Deine Hand! Siehst Du, was ich sehe und hörst Du, was ich höre? Tief in mir brennt die Glut. Du spürst es, denn Du brauchst mich, sonst ist Deine Seele kalt und leer. Der Tod schaut in das Herz des Kriegers des Lichts und drückt ihm beide Hände fest und lange. Krieger des Lichts, Du hast verstanden, was nur wenige je in der Lage sind zu erkennen. Meine Seele ist heute gefüllt mit Deiner Trauer und Deinem Schmerz und es ist wie ein Labsal und Balsam für mich. Gib ´mir Deinen Schmerz um Entsagung, gib mir Deine Agonie verzweifelter Liebe und spüre – ich bin Du und Du fortan ich, Bruder.

Und sie tanzen wie ihr Schiff auf den Wellen des weiten Atlantiks. Der Krieger des Lichts strahlt in vollem Glanz und der Tod in seinen Armen, dunkel und tief, er schenkt ihm Lust und Kraft. Ich bin in Dir, in Deinem Herz ist dieser bittersüße Schmerz. Lausche, die Glocken – sie spielen nur für UNS. Hörst Du sie? Ich höre sie!

So tanzen die Krieger des Lichts mit dem Tod….

Ich danke einigen wenigen Menschen, dass sie mich zutiefst inspirieren und ich danke vor allem ganz speziellen Begegnungen, die mir neue Wege zeigten und mich erst entdecken ließen, dass tief in meinem Herz dieser bittersüße Schmerz vor vielen Jahre entbrannte.

Ich bitte darum, dass mich die Kräfte des Lichts und des Dunkels nicht zerstören mögen obwohl ich immer mehr will und immer weiter gehe – nach Hause.
Der Horizont weitet sich und ich höre die Glocken, wenn ich am Meer sitze. Vernimmst Du sie auch? Lausche! Vielleicht, vielleicht vernimmst auch Du sie!?! Komm, reich´ mir Deine Hand und lass ´uns tanzen! Atme Deine, meine, unsere Begeisterung tief in Dich ein. Sie füllt unsere Herzen und UNS mit der Kraft der Zuversicht, der Hoffnung und dem Wissen um unsere Einmaligkeit im Meer der Gleichgültigkeiten und Egomanien.

Verzeiht mir, dass ich mir erlaube Verbindungen zu erkunden. KriegerInnen des Lichts leben bewusst und wissen um Zusammenhänge, die für alle anderen Banalitäten und damit nichts von Wert darstellen. KriegerInnen des Lichts wissen, dass wenn sie dem Augenblick der Kräfte ihre ganze Aufmerksamkeit schenken, alle anderen, denen sie davon berichten, um auch sie teilhaben zu lassen, sie belächeln und ausgrenzen. Dann schaut umso genauer hin, denn die wahren Engel lächeln immer und nicht nur, um euren Geist zu betören. Und sie fassen eure Hände fest und lassen nicht los, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt. Sie lachen mit euch und hauchen euch die Kraft ein, gemeinsam die Wolken als das zu nehmen, was sie sind, vorüberziehender Wasserdampf. Und wenn sie mit Dir im Regen stehen, dann lächeln sie mit den von euren Gesichtern abperlenden Regentropfen und lecken sie mit der Zunge auf. Kriegerinnen des Lichts erkennen die falschen Engel als BotschafterInnen der eigenen Unvollkommenheit früher oder später und entsagen sich ihnen und lassen sie los. Entsage auch Du Dich den Imaginationen Deines Herzens und suche die Reinheit Deines Seins und freue Dich mit denen, die Dein Herz, Deinen Geist und Deinen Körper als das lieben, was sie sind – DU! Lass ´das los, was sich Dir nicht mit dem Herzen widmet und so auch Dein Herz keinen Zugang bekommt. Lass´ los, was sich nur als Spiegelung von Irritationen verworrener Seelenkrämpfe hilfesuchend an Deinem Sein festklammern möchte, um Kraft zu saugen! Gib, was Du zu geben hast und gehe Deinen Weg unbeirrt weiter. Bewahre Dir Deine Kraft der Begeisterung, denn sie ist ein Schlüssel zum Sein – Deinem Sein!

Alles ist miteinander verbunden, und hat einen Sinn. Obwohl dieser Sinn meist verborgen bleibt, wissen wir, dass wir unserer wahren Mission auf Erden nah sind, wenn unser Tun von der Energie der Begeisterung durchdrungen ist.
– Paulo Coelho, Der Zahir

Wenn du dich in geheimnisvollen Träumen verlierst
Wenn du verwirrt und ängstlich aufwachst und nicht weißt, wie dir geschieht
Wenn du diese Sehnsucht spürst und wenn sie all deine Gedanken beherrscht
Wenn die Leidenschaft dir Leiden schenkt, weißt du, das bin ICH!
(Blutengel, L.I.E.B.E)

Ich will brennen, ich will brennen
Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist
Ich will brennen, ich will brennen
Selbst wenn Du meinen Namen morgen schon vergisst
Heißes Licht im Himmelsflug
Mit dem letzten Atemzug will ich brennen
Ich will brennen
(ASP, Ich will brennen)

 

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Wissenstransfer – vom Patent zur Serienproduktion – Hemmnisse und Lösungsansätze

Im folgenden Beitrag untersuche ich die Themenbereiche Wissenstransfer, Technologie und Serienproduktion. Diese Themen finde ich deshalb interessant, da wir es in Deutschland ja immer wieder hinbekommen, sehr gute Technologien zu entwickeln, sie aber selten bis gar nicht in eine Serienfertigung bekommen. Da muss es doch Gründe für geben, denn warum ist so ein hochentwickeltes Technologieland wie Deutschland nur so selten der Nutzniesser der hier entwickelten Technologiepatente?!?

Ich konzentriere mich bei meinen Darstellungen auf die Mustersuche. Es geht mir also nicht darum, hier einen akademisch astreinen Text hinzulegen, sondern darum einen Versuch zu unternehmen, das Muster der Hinderungsgründe aus meiner Sicht darzustellen.

Beginnen wir in den Jetztzeit, also sagen wir einem Zeitraum von vor gut zehn Jahren bis heute. Die o.a.  Problemsituation ist hinlänglich bekannt und so bestand und besteht ein Lösungsansatz darin, Netzwerke zu initiieren.

Wieviele Netzwerke wurden in Deutschland schon gegründet?! Hunderte oder sind es gar tausende inzwischen?! Seit gut 10 Jahren versucht man, auch mit Hilfe staatlicher Unterstützung, Netzwerke von Unternehmen, von halbstaatlichen und staatlichen Instituionen auf die Beine zu stellen. Das ist nun wahrlich gut gelungen. Es gab einen nachweisbaren, erheblichen Arbeitsplätzezuwachs in diesen Netzwerken, doch Serienproduktionen haben sich daraus interessanterweise wenige bis gar keine entwickelt. Obwohl ich mich in dieser Szene gut auskenne, kann ich jetzt nicht behaupten, dass mir auch nur ein Beispiel einfiele, das eben diesen Anspruch für sich erheben könnte, über eines dieser Netzwerke den vollständigen Zyklus von einer technologischen Entwicklung bis zur Serienproduktion geschafft zu haben.
Dafür wurden aber hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen, die sich mit der Vernetzung als solches und der Vernetzung bestehender Netzwerke beschäftigen. Einziger Nachteil daran ist, dass diese Institutionen fast ausschliesslich von staatlicher Unterstützung leben und sich fatalerweise kaum oder nur in geringem Ausmaß den anfassbaren Produkten widmen. Vielmehr versteht sich ein Großteil dieser Netzwerke als Fördermitteljäger und tun dann mit den Fördermitteln was ?! Richtig! Netzwerke gründen! Netzwerke für Marketing, Netzwerke für Lobbying, Netzwerke für regionale Verkehsprojekte, Netzwerke, um bestimmten Unternehmen ein besseres Standing in der Gesellschaft zu verpassen und um zusätzliche Fördermittel des Staates zu akquirieren und so weiter und so fort.
Eine treibende Kraft für diese Vernetzungseuphorie ist die sogenannte Regionalisierung. Manche MeinungsmacherInnen konstatieren, dass sich gerade die EU gegen die deutsche kommunale Selbstverwaltung wende und Städte und Landkreise gar nicht mehr kenne. Das ist, gelinde ausgedrückt, proklamatisch, denn das stimmt so nicht. Natürlich kennt die EU diese Ebenen noch. Sie werden in der Fördernomenklatura als sog. NUTS-III-Ebene bezeichnet. Dennoch ist seit Jahren ein Trend gegen die deutsche kommunale Selbstverwaltung erkennbar, doch es ist nicht die EU, die hier Streichungen vornimmt, sondern es sind die Bundesländer selbst, die festlegen, wie die Förderung in ihrem Bundesland in Sachen EU-Mittel organsisiert werden soll.
Diese Vernetzung vorhandener und Gründung neuer Netzwerke zeitigt seltsame Stilblüten. So gibt es regionale Effizienzagenturen, regionale Bildungsagenturen, regionale Optimierungsnetzwerke usw. usw. usw.. Es mögen andere entscheiden, ob das sinnvoll und zielführend ist. Ich persönlich halte es für Beschäftigungstherapie und sehe den Nutzen lediglich darin, dass viele AkademikerInnen neue Jobs bekommen, sich manches Industrieunternehmen über diese Plattformen an staatlichen Fördermitteln bedienen kann, an die es so nicht käme und – diese Netzwerke sind gute Karrieresprungbretter. Doch die Kernfrage bleibt bestehen: Warum schaffen wir es so selten, deutsche Patente in Serienfertigungen zu überführen und damit hunderten, wenn nicht sogar tausenden Menschen Arbeit und Einkommen zu sichern?!
Es gibt neben den o.a. Netzwerken diverse Fördermittel für die Unterstützung bei der Patentierung. Es gibt hunderte BeraterInnen, die sich darauf spezialisiert haben, doch warum nimmt dann die Arbeitslosigkeit nicht ab? Warum werden deutsche Erfindungen oftmals erst im Ausland zur Serienproduktion gebracht und warum verdienen dann ausländische Unternehmen an den in unserem Land gemachten Erfindungen?! Das kann es doch eigentlich nicht geben, oder?! Doch, das gibt es und es ist eine eigentlich schmerzliche Tatsache, oder nicht?!?

Netzwerke über Netzwerke allenthalben, doch wo bleibt das, was uns allen am meisten nützen würde, der Übergang von der Entwicklung technologischer Spitzenleistung hin zur Serienproduktion?! Warum klappt das nicht?!? Wäre doch gerade diese Zielsetzung ein Garant für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen – gerade auch nicht-akademischen – in Unternehmen. Denn sind es nicht genau und gerade Unternehmen, die unsere Gesellschaft zu Wohlstand und sozialer Sicherheit führen?!
Man mag diese Aussage jetzt nicht überbewerten, und so ist sie bitte nicht so zu interpretieren, dass unser aller Wohl und Wehe in den Unternehmen liegt. Doch wenn wir es einmal volkswirtschaftlich betrachten, dann sind es doch gerade die Unternehmen, die über Löhne und Ausgaben einen Mehrwert den Gewinn erwirtschaften, der für gewöhnlich nach Abzug der Unternehmerlöhne und Abgaben erneut in die Firmen investiert wird. So zumindest funktionieren gesunde Unternehmen, die von Menschen mit Sinn für Innovation und vor allem gesellschaftlicher Verantwortung geführt werden. ich möchte hier eine Lanze brechen für den deutschen Mittelstand, der zum Großteil so funktioniert, wie ich es gerade abstrahiert dargestellt habe. Und was bitte soll ein Mittelständler seine Zeit mit Netzwerkarbeit verbringen, wenn er stets an Innovationen und der Umsetzung in die Serienproduktion mit seiner Mitarbeiterschaft arbeitet!?

Bevor ich den nächsten Abschnitt starte, kann hier demnach konstatiert werden, dass trotz hunderter neuer Netzwerke für die verschiedensten Zielrichtungen, es bis heute anscheinend nicht funktioniert, über gerade diese Entwicklungsnetzwerke neue oder vorhandene Patente in die Serienproduktion zu überführen. Dass aber auf der anderen Seite der deutsche Mittelstand stets neue Produkte hervorbringt und in die Serienproduktion führt und damit dann auch wächst -!?! Zufriendenstellend ist dieses Betrachtungsergebnis doch nicht wirklich, oder sehen Sie das anders?!?

 

Warum ist die Banane krumm oder wie kann man die Banane dazu bringen, gerade zu wachsen?!?

Betrachtet man sich die wichtigsten Innovationen der Welt, so stellt man schnell fest, dass die meisten Innovationen in der jeweiligen Zeit gar nicht als solche erkannt wurden! Ich denke, das ist eine ganz wichtige Aussage! Sind wir in der Jetztzeit zu einfältig, eine Innovation zu erkennen?! Ich meine, Ja. Und warum erkennen wir nicht die Potenziale von Patenten und Produktneuerungen?! Weil niemand von uns in die Zukunft schauen kann. Und dennoch ist es möglich! Wir haben ausreichend Mittelständler in unserem Land und genau diese sind oftmals über Generationen in ihren Branchen tätig. Genau diese Leute sind eben wegen ihrer jahrzehntelangen Praxis durchaus in der Lage, Einschätzungen zu treffen, die deutlich über der Wahrscheinlichkeit von 50:50 liegen. Doch wollen sie das? Ich schätze das eher skeptisch ein. Doch was wäre, wenn man eben genau für diese Leute den Zuang zu Risikokapital erhöhen würde, ohne die bestehenden, wahrlich ultrabürokratischen Verfahren und extremen Sicherheitsabfragen der Förder- und Hausbanken!? Natürlich ist es kein Allheilmittel, hier nur den Mittelstand in Deutschland als etwaige Heilsbringer für das hier analysierte Themenfeld zu betrachten, doch meine Einschätzung ist die, dass dem deutschen Mittelstand viel zu viele Hindernisse in den Weg gelegt werden und man seitens einer überwiegenden Mehrheit der politischen EntscheidungsträgerInnen lieber der Industrie dorthin kriecht, wo nie die Sonne scheint.

Und woher kommt diese überbordende Bürokratie und dieses ausgeprägte Sicherheitsdenken bei den Banken und den Förderstellen?! Es hat meiner Meinung nach mit den Hierarchien und den darin enthaltenen Disziplinarinstrumenten zu tun! Vertrauen ist gut, Kontrolle und vor allem Sanktionen sind viel viel besser. So möchte ich diesen Grund abstrahierend beschreiben. Stellen Sie sich doch einmal vor, sie würden Risikokapital aus fremder Hand verteilen und das in einem hierarchisch, diziplinarischen System wie einer Bank oder einer Förderstelle des Staates. Sicher können Sie sich sehr lebendig vorstellen, in welche Situation die Verantwortlichen kommen, wenn ein Projekt so richtig vor die Wand fährt, selbst wenn ein Mittelständler sein eigenes Risikokapital, vielleicht sogar zu gleichen Teilen einer Projektfinanzierung einbringt!?! Beim Mittelständler werden dann sofort die Banker auf der Matte stehen und die Sicherheiten einfordern, koste es, was es wolle. Beim Banker und Fördermittelbewilliger ist die Karriere dann wohl im Eimer! Doch schauen wir uns einmal eine etwaige Vorgehensalternative an, bevor nun alle den Kopf schütteln und sagen – ja, so ist das eben und deswegen machen wir es ja auch nicht!

Ich denke, dass der Mittelstand einen eigenen Risikofonds gründen könnte. Von mir aus, in einer Genossenschaft, in der die Stimmrechte und die Einlagen gleich zusammengesetzt sind. In diese Genossenschaft gehen auch die lokale, regionale, landesweite Bankenlandschaft und Wirtschaftsförderung mit einem gleichen Anteil und damit auch jeweils einem Stimmrecht. Nun ist Risiko und dazugehöriges Kapital sowie die Stimmrechte gleich verteilt. Geographisch und branchenspezifisch betrachtet ist auf eine Verteilung zu achten, die ich für grundlegend halte. Eben die, dass das produzierende Gewerbe immer zu 75% und mehr vertreten ist und dass man sehr genau darauf achtet, dass die jeweilige Genossenschaft branchenseitig so aufgestellt ist, dass Konkurrenzen und damit Neid und Gier möglichst niedrig gehalten werden. Dieser genossenschaftliche Risikofonds kann sowohl Geld einsammeln, als es auch den Genossen, also dem Mittelstand ermöglichen, größere Vorhaben finanzierungstechnisch und organisatorisch besser zu organisieren, da für einige Vorhaben eben auch der Mittelstand kein aureichendes Risikokapital vorhält. Dennoch kann der Mittelstand auf diese Weise sowohl Fachwissen, Einschätzungsvermögen und, was viel wichtiger ist, auf vergleichsweise einfacherere Weise Risikokapital einwerben für Serienproduktionsvorhaben.

Nun möchte ich das gesellschaftliche Umfeld einmal abstrahierend dahingehend betrachten, wie es mit Neuerungen umzugehen pflegt! Ich halte diese „gesellschaftliche Grundstimmung“ gegenüber Neuerungen für maßgeblich.
Kennt nicht jeder von uns, der sich mit Neuerungen beschäftigt, das Phänomen der „gemeinschaftlichen Ausgrenzung“, des Belächeltwerdens, ja sogar der offenen und direkten Opposition bis hin zur Verunglimpfung in Verbund mit gesellschaftlicher Ächtung?!
Kann es sein, dass das Gros der uns umgebenden Menschen heute wie damals nicht in der Lage ist, Innovationen zu erkennen und positiv zu bewerten und sie nach Kräften zu unterstützen?! Ich denke, das ist eine ganz bittere Tatsache, denn dadurch werden die Innovationen, egal aus welchem gesellschaftlichen Bereich sie auch entstammen, verunglimpft, verzögert oder gar für viele wertvolle Jahre verhindert. Die „infizierte Negativpropaganda“ ist meiner Meinung nach ein Grundübel jeder gesellschaftlichen Gruppe geworden. Wie kommt es dazu und wer sind die Meinungsbildner innerhalb dieser Gruppen, die besonders auffällig sind, wenn es um eine „infizierte Negativpropaganda“ gegenüber Neuerungen oder gar KritikerInnen von organisatorischen Restrukturierungen in der Umgebung von bestehenden und zum Teil jahrzehntelang erfolgreich praktizierten Organisationsformen geht?
Ich konzentriere mich nach wie vor auf das Problem ausbleibender Serienproduktionen! Ich spreche nicht von gesellschaftsorganisatorischen Neuerungen, die by the way meines Erachtens zur aktuellen Giftmischung für den deutschen Mittelstand gehören. Unternehmen benötigen nichts mehr als verlässliche Strukturen und alle die, die denken, sie müssten die Gesellschaft mit organisatorischen Neuerungen beglücken, sind oftmals zugleich die Giftmischer für den deutschen Mittelstand. Auch wenn sie noch so laut und durchdringend ihre organisatorischen Restrukturierungen propagieren – manchmal werden Sätze wie „Alles zum Wohle des Volkes“, „Nur zum Besten aller Beteiligten“ u.ä. zu hören sein – es ist Gift für den deutschen Mittelstand, denn dadurch wächst für gewöhnlich lediglich der bürokratische Aufwand und zudem ist nichts tödlicher für die Produktentwicklung und danach dann die etwaige Serienfertigung als ständig wechselnde Spielregeln und AnsprechpartnerInnen.Und noch weniger werden immer neue Netzwerke benötigt, die sich alle nur mit „schöner neuer und heiler Weltthemen“ beschäftigen, aber nicht mit dem Kernthema, wie bekomme ich unternehmerisch entwickelte Neuerungen in eine Serienproduktion!?!

Ich möchte diese „Giftmischereien“ hier nicht weiter ausführen, denn sonst werde ich noch emotional. Ich habe es deswegen angesprochen, weil diese ganzen regionalen Heilsbringerschaften immer mehr Überhand nehmen und sich leider im Kontext dieses Themas hier als echte Giftmischer herausstellen. Und je lauter sie ihre Giftmischereien verbreiten, desto häufiger trifft man auf die übelste Form der Giftküchenchefs, die karrieregeilen Emporstrebenden.

Und damit sind wir wieder bei der Fragestellung, wer denn nun im gesellschaftlichen Kontext gesehen, eine Negativpropaganda gegenüber unserer hier dargestellten Problemstellung ausübt. Es gibt also lenkende und demagogische Köpfe innerhalb einer allseits bemerkbaren negativen Grundstimmung in der Masse. Und genau diese sind fatalerweise oft die, die alles Bestehende in Abrede stellen und sich und ihre Ideen einer Neuerung ganz besonders laut in die Gesellschaft posaunen. Dadurch wird die allgemeine Grundstimmung immer negativer und so werden auch technologische Neuerungen gleichgesetzt mit den von den gesellschaftlichen Heilsbringern propagierten Restrukturierungen zum Wohle Aller. Und weil eben diese gesellschaftsorganisatorischen Änderungen noch öfter schief gehen als die von Unternehmen oder Gründern vorgestellten technologischen Neuerungen, geschieht eine Art von Gesellschaftsvergiftung gegenüber Neuerungen, wobei natürlich technologische Innovationen nur herzlich wenig mit gesellschaftsorganisatorischen Neuerungen zu tun haben. Stop! Es gibt natürlich da schon verbindende Elemente. Zum Beispiel, wenn eine gesellschaftpolitische Entscheidung getroffen wird, die Antriebssysteme von Fahrzeugen von Benzin auf Strom umzustellen. Doch schauen wir genauer hin, dann stellen wir fest, dass diese Entscheidung keine gesellschaftsorganisatorische Komponente aufweist, sondern sich auf technologische Innovationen bezieht. Und warum kommen solche und ähnliche Entscheidungen erst, wenn die Industrie – langsam wie sie ist – signalisiert, jetzt könnten wir so etwas bauen?! Weil die Industrielobby viel viel stärker in die Politik eingreift als jede andere Lobby! So einfach ist das. Ich führe es hier nicht weiter aus, denn das würde den Rahmen sprengen.

Und nun fragen wir uns im gegebenen Kontext doch einmal folgendes: Warum ist es dem deutschen Mittelstand möglich,  in den „geschützten“ Firmenbereichen, abseits jeglicher größerer Aufmerksamkeit neue Produkte zu entwickeln und auszuprobieren und sie eben durch dieses Abgeschlossensein auch vor Neid und Misgunst zu schützen?! Ganz einfach, weil es Privateigentum gibt und weil gerade Mittelständler eben deswegen auch überwiegend Mittelständler bleiben wollen. Mit purer Absicht also schotten sich die Unternehmensführungen gegen die Aussenwelt ab, denn sie benötigen ganz besonders folgendes: geschützte Bereiche, Freiheit der Entscheidungsfindung und Zeit für Entwicklungen ohne aufdringliche, äussere Einflussnahme.

Im Folgenden möchte ich darstellen, welche gesellschaftlichen Ereignisse zu den absoluten Triebkräften technologischer Innovationen gerechnet werden können!?
Und ich widme mich diesem Bereich deshalb, weil es gerade dort gilt, alles zu ändern, denn diese Treibkraft ist die vermeintlich gesellschaftsschädlichte überhaupt – Krieg!

Makabrerweise haben gerade kriegerische Auseinandersetzungen immer wieder dazu geführt, dass bis dahin „verhinderte Innovationen“ plötzlich eine starke Nachfrage erfuhren, nur weil Menschen Menschen töten wollten und wollen. Erst dieser diabolische Zug des Menschen ist die meiner Meinung nach vermeintlich stärkste Triebkraft, bis zum Zeitpunkt einer kriegerischen Auseinandersetzung belächelte, als unnütz deklarierte Innovationen zu pushen, um mit der besseren Waffe, der schnelleren Kommunikation, der effizientieren zeitlichen Abstimmung andere Menschen schlicht zu töten weil sich eine Seite davon der militärischen Erfolg verspricht. Leider schaffen und verschufen gerade Kriege der Wirtschaft schon immer einzigartige Wachstumsraten. Denn wenn plötzlich tausende bis hunderttausende von bestimmten Produkten gebraucht werden, erzeugt das eine Massenproduktion, die als Serienfertigung wiederum hunderttausende Menschen in Lohn und Brot bringt, wie es so schön heisst.  Und wir denken jetzt bitte noch nicht darüber nach, wer Vorteile daraus zieht, wenn ganze Gesellschaftssysteme in Schutt und Asche gelegt werden und es um Wiederaufbauleistungen geht!?!
Können wir das nicht ändern?! Ist es denn wirklich notwendig, dass wir erst gegeneinander in den Krieg ziehen müssen, um sinnvolle Innovationen in der Gesellschaft zu implementieren?! Darf man das so direkt überhaupt als Argument in diesem Themenkontext anführen?! Ich denke ja, denn sonst würde ich es ja auch unterlassen.
Ist dieser Ablauf im Sinne, dass erst Kriege Innovationen so richtig nachhaltig befördern in ihrem wirtschaftlichen Erfolg, ein von unserem Denken und Handeln losgelöster circulus diaboli?! Nein, im Gegenteil, denn es sind Menschen, die auf andere Menschen kriegerisch losgehen. Es sind Menschen, die anderen etwas wegnehmen wollen. Es sind Menschen, die von sich überzeugt sind, die bessere Gesellschaft etablieren zu können und es sind Menschen, die über Menschen richten durch Krieg, Machtlust und Gier nach mehr. Das kann sowohl innerhalb einer Nation gegen vermeintlich Andersdenkende, Andersgläubige u.ä. geschehen, das kann aber auch international der Fall sein – aus denselben Beweggründen.
Und genau diese widerliche Art des Überheblichen oder auch nur Abwehr von echten oder künstlich herbeigeredeten Aggressoren erzeugt eine der wichtigsten Triebkräfte für Innovationen. Nicht umsonst gibt es viele gesellschaftliche Theorien, die den Krieg als wichtigste Triebfeder der Entwicklung von Gesellschaftssystemen, damit verbundenen Wirtschaftsystemen und damit wiederum von Innovationen in den Fokus rücken.
Doch sind wir als Menschen nicht in der Lage, auch anders als mit Kriegen sogenannte Fortschritte zu erzielen!?
Zwischen der Wirtschaft und dem Militär besteht seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar seit Jahrtausenden eine unheilige Allianz. Der Militärapparat will stets bessere Technik bekommen und die Wirtschaft liefert ihm genau das. Diese Allianz ist also eine der wesentlichen Triebkräfte für Innovationen  ob es uns nun gefällt oder nicht. Und es gilt hier, genau hinzusehen, denn wenn eine Wirtschaft jegliche Ethik verliert und ausschliesslich der Gier nach Mehr folgt, dann mag man daraus entnehmen, dass Unternehmen eine ganz widerliche und gesellschaftschädigende Funktion ausüben können, eben weil sie ausschliesslich daran interessiert sind, mehr Geld zu verdienen und ihre Innovationen auch zu verkaufen!

Ist es denn auch anders möglich, Innovationen in die Serienproduktion zu führen, als durch Kriege, Militärapparate und die dazugehörige Wirtschaft?! Ich denke, das ist möglich. Allerdings müssen wir uns zuvor zwei individuellen wie auch gesellschaftlich wirksamen Krankheiten widmen: dem Neid und der Gier!
Kennt nicht jeder von uns mindestens eine Handvoll Menschen, auf die man selbst neidisch ist und nach deren Status, Besitz man gierig schaut?! Kennen wir nicht mindestens eine Handvoll Menschen, die auf unseren eigenen Status und Besitz neidisch sind und gierig danach trachten, es uns wegzunehmen?!
Gier und Neid sind zwei fürchterliche Krankheiten, denn sie sind die Triebfedern für Machtgelüste und eine der unsäglichsten und widerlichsten Formen menschlicher Grausamkeit – das gesellschaftliche Elimieren bis hin zum Töten anderer Menschen. Ausgerechnet im Wirtschaftsleben wird sehr häufig das Wort Krieg verwendet. Warum eigentlich?! Weil es um Gier und Neid geht! Viele Unternehmensführungen verwenden gerne den Satz: Wir wollen die Konkurrenz „eliminieren“! und „Da draussen herrscht Krieg! Und dazu ist uns jedes erdenkliche Mittel recht!“
Dafür gibt es genügend Beispiele auch aus der aktuellen Welt der Unternehmen. Also haben wir auch in jeder gesellschaftlichen Umgebung mit dieser Denk- und Handlungsweise zu rechnen, denn es geht um Macht, um Marktanteile, um Marktpositionen und grundlegend um die beiden Krankheitssymptome der Gier und des Neids.
Nun trete ich ganz sicher nicht an, mich in psychologischen und psychatrischen Umgebungen zu tummeln, denn dazu habe ich viel zu wenig Wissen, um diese dort gelehrten Systematiken auch nur annähern richtig wiedergeben zu können. Dennoch sei mir als Geowissenschaftler erlaubt, Systeme umfassender zu analysieren und die dort zum Zeitpunkt der eingehenden Beobachtung erkennbaren Kräfte herauszuarbeiten, um Muster zu verdeutlichen, die die jeweiligen Systeme kennzeichnen. Gegebenenfalls erlaube ich mir sogar, die eine oder andere Andeutung zu machen, wenn es Wirkkräfte und Wirkfaktorengefüge gibt, die den Frieden und die Harmonie negativ beeinträchtigen. Das geschieht hier gerade und ich bitte um Verzeihung, wenn es bei den SpezialistInnen das große Fragezeichen in den Augen hervorruft.

Kommen wir zu einem umfassenden Lösungsansatz für die Überführung von Patenten zu Serienprodukten. Wie können wir Gier und Neid so lindern, dass es nicht zu noch mehr kriegerischen Auseinandersetzungen kommt? Wie können wir überhaupt die kriegerische Auseinandersetzung als Innovationsmotor so bändigen, dass es nicht immer und immer wieder zu diesen Teufelskreisläufen kommt, die unsere heutige Welt kennzeichnen?!

Zuerst sei mir erlaubt zu sagen, dass ich ganz sicher auch keine „Patentlösung“ anzubieten habe.

Ich halte es für wichtig, dass sich der deutsche Staat in Bildung und Forschung deutlich mehr als jetzt engagiert. Grundlagenforschung ist nicht Sache von Unternehmen. Auch ist es nicht der richtige Weg, dass Universitäten dazu gezwungen werden, Partnerschaften mit Unternehmen einzugehen, ohne dass eine vollständige Transparenz der Forschungsvorhaben gegeben ist, denn schliesslich bezahlen Alle die Universitäten und so kann es nicht sein, dass sie sich der gesellschaftlichen Kontrolle entziehen können, wenn es um privatwirtschaftliche Interessen an der Forschung geht. Und es kann schon gar nicht gut sein, wenn eben diese privatwirtschaftlichen Interessen dazu führen, dass staatlich finanzierte Universitäten und andere Hochschulen zu Erfüllungsgehilfen privatwirtschaftlicher Interessen werden oder sich eben bestimmte Personengruppen, wie gerade die ProfessorInnenschaft, dann unter die finanziellen Schirme der Privatwirtschaft begeben und dort gutes Geld verdienen, ihre Institute aber vom Staat finanziert werden.
Ich halte die Gründung internationaler mittelständischer Risikofonds mit einer Mindestbelegung von 75% durch eben mittelständische Unternehmen in Form von  Genossenschaften für zielführend im Sinne einer Überführung von Patenten zu Serienproduktionen. Die Organisationsform einer Genossenschaft ermöglicht weitestgehende demokratische Entscheidungsprozesse.
Den Mittelstand sollte man weitestgehend in Ruhe lassen und ihm seine Abeits- und Entwicklungspotenziale sichern, indem u.a. fiskalische Anreize gesetzt werden, die Entwicklungsarbeiten belohnen. Der Zugang des Mittelstandes zu den Universitäten steht erst am Anfang. Der ist allerdings gemacht. Auftragsforschungen des Mittelstandes sollten ebenso unterstützt werden wie es zur Zeit schon mit industrieller Auftragsforschung geschieht, allerdings transparenter, denn solange es sich um staatliche Hochschulen handelt, kann es nicht sein, dass die Gesellschaft nicht kontrollieren kann, ob diese Forschungen ggf. für etwaige Waffenproduktionen und andere neuralgische Bereiche dient und somit Teil des grundsätzlich abzulehnenden Tätigkeitsbereiches von staatlichen Schulen gehören muss.
Ich denke, dass die Sicherung des deutschen Mittelstandes ein vordringliches politisches Handlungsfeld darstellen muss. Die Orientierung auf Industriekonzerne ist meines Erachtens ein fataler Fehler, der sich u.a. auch in solchen tragischen Verhandlungen zeigt wie den aktuellen sogenannten Freihandelsabkommen (z. B. TTIP, CETA), wo sich internationale Konzerne einen Weg bahnen wollen, staatliche Ebenen ganz gleich wo und auf welcher auch immer zuständigen Ebene im Wirkungsbereich der Verträge rechtlich angreifen zu können, wenn sie ihre etwaigen Gewinnen geschmälert sehen könnten.
Viel mehr sollten wir alle daran arbeiten, dass wo immer die Menschen- und freiheitliche Gesellschaftsrechte gefährdet sein könnten, die entsprechenden Akteure angezählt werden können! Innovationen können nur in einem Umfeld zur Serienproduktion geführt werden, wo  marktwirksame Machtoligopole gesetzlich in die Schranken gewiesen werden können.  Dazu gehören auch die Patentämter, die egal wo auf der Welt, nicht politisch und dann rechtlich dazu gezwungen werden dürfen, die Erfindungshöhen zu reduzieren und es, wie es bereits zum Alltag gehört, selbst einen DNA-Strang patentieren lassen nur weil z. B. und u.a. MONSANTO das so will, um noch mehr Marktmacht zu erlangen. Sperrpatente der Industrie sollten so und so ganz genau untersucht werden und viel mehr als heutzutage untersagt werden, denn Patente sind nicht dazu da, Marktmacht abzusichern, sondern Serienproduktionen, also Agieren, Investieren und Umsetzen zu sichern und nicht das genaue Gegenteil davon!
Ich denke, dass es wichtig ist, dass das Gemeinwohl in die Bildungsszenarien eingeht und dort begleitet durch Universitäten als ethischer Maßstab für zukünftige Generationen als einer der wichtigsten gesellschaftlichen Werte gelehrt wird. Also eine völlige Umkehrung der postindustriellen Wertenomenklatura, dass das Individuum im Vordergrund aller gesellschaftlichen Handlungen steht. Gemeinsame und auch internationale rechtlich gesicherte und geschützte aber auch transparente wirtschaftliche Zusammenarbeit kann meiner Meinung nach mindestens einen solchen Handlungsschub erzeugen wie kriegerische Auseinandersetzungen, wenn es darum geht, Serienfertigungen hervorzubringen. Es gibt mehr als genügend wirtschaftliche Potenziale, die mit dieser Vorgehensweise große und umsatzstarke Märkte generieren werden. Denken wir doch nur an die Klimaerwärmung, die fortschreitende Wüstenbildung, das Schmelzen der Permafrostböden, der Methanschelfe in den Meeren, die Überfischung der Meere, die Verarmung der Naturpotenziale – hier ist mehr als genügend Markt vorhanden, denn es wird gigantische Bedarfe erzeugen, lokal und regional zuverlässige Lebenssysteme zu erzeugen, um uns allen und den folgenden Generationen ein gesichertes und zuverlässiges Auskommen zu gewährleisten.
Selbstverständlich muss das individuelle Schutzrecht vor Staat, Industrie und anderen Verunglimpfungen des persönlichen Lebensweges weiterhin geschützt werden. Ich halte deswegen auch das deutsche Rechtssystem mit dem Schutz des Individuums vor Aussenangriffen durch den Staat, gesellschaftliche Gruppen und Gruppierungen und die im deutschen Grundgesetz verankerte kommunale Selbstverwaltung für eines der besten auf der Welt! Die Kombination und der gesetzliche sowie exekutive Schutz beider Komponenten garantiert einen umfassenden Freiraum, um die notwendige Freiheit zu sichern, die erst Innovationen gebährt. Innovationen brauchen wie selbstverständlich rechtlich gesicherte Freiräume. Sowohl technologische wie auch gesellschaftliche Innovationen benötigen diese Freiräume zum Leben und Gedeihen. Menschenrechte sind also die wichtigste Grundlage für Innovationen und nicht deren Eisnchränkung, wie uns viele Heilsbringer weise machen wollen. Nationalismus und Separatisierung sind gesellschaftliche Phänomene, die die Entwicklung der Wirtschaftsysteme stark negativ beeinträchtigen und eher zur Oligopolisierung beitragen, die wiederum zu den gefährlichsten Giftmixturen von Demokratie und Pluralismus zählen (z. B. durch Neufeudalismus und Kleptokratie). Wenn Menschen verlernen, dass nur Freiheit und der individuelle wie auch der gemeinschaftliche Schutz der Freiheit erst die Kräfte freisetzen, die uns allen zugute kommen, dann zeigt das, wie sehr die Gesellschaften durch einzelne Gruppen und deren Heilsbringer vergiftet werden. Genau gegen diese muss vorgegangen werden.
Exkurs: und es kann schon gar nicht sein, dass sich eine UNO anmaßt, erst einen Bürokraten zu fragen, wenn UNO-Soldaten im Einsatz zusehen müssen, wie waffenstarrende Milizen Frauen aufschlitzen, Gruppen exekutieren u.v.m.. Sorry wenn ich das hier zum Ende noch anspreche, doch wenn jemand ertrinkt, kann es nicht sein, dass ich einen Bundesrat oder ähnliches um Erlaubis zu fragen habe, wenn ich dem Ertrinkenden die Hand reiche, um ihn vor dem Tod oder nachhaltigem Schaden zu bewahren. Das gehört eindeutig abgeschafft. UNO-Mandate, Verhandlungsmandate u.v.m. müssen durchgängig transparent sein und im Falle von militärischen Interventionen im Umfeld menschenvernichtender Gesellschaften bedürfen UNO-Einheiten der Handlungs-und Durchsetzungsmandate, sonst haben sie keinerlei Sinn mehr und müssen dann auch nicht irgendwohin entsandt werden. Und nun sehen wir uns Patentämter an, schauen uns Fördermittelsysteme und viele viele Netzwerke an?! Sehen wir nicht auch da diesen gerade beschriebenen Wirkmechanismus!?! Die, die vor Ort arbeiten und Mandate haben, also legitimiert sind, dürfen nicht zu reinen Beobachtern und Beratern degradiert werden. Sie müssen klare und stringente Handlungsmöglichkeiten bekommen, denn sonst kann das „UNO-Prinzip“ zum Tragen kommen und das hat sich mehr als einmal bewiesen, dass das dann gar niemandem mehr nützt, schon gar nicht den Betroffenen vor Ort.

Damit komme ich zum Ende noch zu einem wichtigen Punkt. Die Handlungsfähigkeit muss dort erhalten und gesichert werden, wo sie im Einsatz ist und nicht fernab in einer drögen Beamtenstube. Wir brauchen keine Reichsbedenkenträger und pseudolegitmierte Bürokratenherrschaften, also solche, die denken, dass an irgendeinem Schreibtisch dieser Welt darüber entscheiden werden kann, ob vor Ort etwas notwendig erscheint oder nicht. Das gehört abgeschafft, denn es ist eines der größten Handlungshindernisse, auch im Kontext der Überführung von Patenten hin zur Serienproduktion. Bürokratie in allen Ehren, doch sie ist inzwischen zu einem bedeutenden und nachweisbaren Hindernis degeneriert.  BürokratInnen gehören bekanntermaßen nicht zu den Entscheidungsfreudigen und Mutigen, sondern sie entstauben lediglich schriftliche Vorgänge und wenn sie zudem noch so nachhaltig Einfluß und Macht ausüben wie es zur Zeit um sich greift, dann muss das eben abgeschafft werden, denn wir leben, zumindestens in Deutschland, noch in einer relativ freien Gesellschaft und wir können solche Hindernisse qua Volksvotum obsolet machen. Haben wir den Mut dazu!
Innovation und die Überführung zur Serienproduktion benötigt mutige Menschen und keine verstaubten Bürokratiegläubigen, die denken, ihr Schreibtisch sei die Welt. Und wenn sie das denken dürfen und können, dann läuft in dieser Gesellschaft etwas ganz heftig vor die Wand, denn kennen Sie irgendeine sinnvolle Innovation, die in der Bürokratie entstanden ist?! Ich nicht!

In dem Sinne –

Seid gesegnet!

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Wissenstransfer – vom Patent zur Serienproduktion – Hemmnisse und Lösungsansätze

Wem nutzt es, den Landkreis Helmstedt schlechter darzustellen als er wirklich ist?!?

Werte Leserschaft – seit gut drei Jahren wird der Landkreis Helmstedt, der kleinste Landkreis in Niedersachsens Osten, so schlecht dargestellt wie nie zuvor in seiner Geschichte. Im Folgenden möchte ich mich mit aller Aufrichtigkeit der Frage widmen, wem genau nutzt es, den Landkreis Helmstedt so schlecht zu machen? Und, ist er denn wirklich so miserabel, wie man ihn gerne in der Öffentlichkeit darstellt? Und vor allem, wer sind die Protagonisten dieser Negativwerbung und wo mag deren Nutzen darin liegen!?!

Zuvor aber noch einige persönliche Worte. Ich empfinde Schmerz, wenn ich dabei zusehen muss, wie mein Landkreis Helmstedt schlecht geredet wird und ich mag die Leute gar nicht, die kein gutes Wort an meiner Heimat lassen. Hier ist es so schön, dass ich jeden Tag aufs Neue denke, wie ungemein gut haben wir es hier. Es ist eine wunderbare Landschaft und ich habe hier viele liebe Menschen kennengelernt, die zuverlässig, tatkräftig und vor allem aufrichtig sind. Das macht dieses Heimatgefühl ja auch erst aus. Es ist die Landschaft und die in ihr lebenden Menschen, die man als „heimatlich“ wertschätzen lernt. Und genau deswegen ist es schmerzlich, wenn sich politische EntscheidungsträgerInnen und andere institutionelle MeinungsbildnerInnen in den öffentlichen Vordergrund rücken und kaum mehr ein gutes Wort verlieren über die Menschen und ihre Landschaft und damit auch ihre eigene Heimat. Umso mehr hege ich positive Gefühle für diejenigen, die sich gegen vermeintlich gute Perspektiven aussprechen, die bei genauerem Hinsehen gar nicht so positiv mehr sind, wie sie propagiert wurden und werden. Auch das gibt ein heimatliches Gefühl! Das der Zuversicht und Hoffnung!Unsere aller Heimat ist es wirklich wert, sie zu bewahren und zu schützen. Die Landschaften mit den Schwarzstörchen, den Milanen, den Schwalben, die Wiesen, die Wälder, die Äcker mit Weizen, Gerste, Roggen, Mais, Rüben, Raps und vor allem: die Menschen, die das als Wert zu schätzen wissen und sich dafür einsetzen, dass es nicht zerstört wird und die nachhaltig als bewahren für weitere Generationen interpretieren.
Man möge mir diese pathetischen Äusserungen nachsehen, doch der „narzisstischen Grandiosität“ (frei nach H.-J. Wirth) möchte ich eine fast grandiose Simplizität der subjektiven Eindrücke in Opposition stellen, damit diese narzisstische Grandiosität und Selberverliebtheit mancher regionaler Negativ-MeinungsmacherInnen einen Gegen“pohl“ bekommen.
Soviel zu einem wichtigen Beweggrund dieses Beitrags. Und falls jetzt wieder einigen der Hut hochgeht – Leute! – ich lasse mir nicht meine eigene Meinung verbieten und wenn sich der eine oder andere auf den Fuss getreten fühlt, so ist dem eben so. Wer es nicht ab kann, dass Menschen eine eigene Meinung haben und diese vertreten, der ist meiner Meinung nach hier in unserem schönen Deutschland nicht an der richtigen Stelle. Denn wir leben in einer Demokratie und zu einer Demokratie gehört nicht nur das Recht und auch die Pflicht auf eine eigene Meinung, sondern auch der entsprechende gesetzliche Schutz. Natürlich kann man einem persönlich unangenehme Menschen immer mit subtilen Mitteln „bekämpfen“. Toll! Werft mit Exkrementen, jault wie die Wölfe, schimpft wie die Hetären – es wird euch solange nichts nützen solange ihr nur hinten herum und hinter verschlossenen Türen agiert, debatiert und manipuliert. Ich schaue euch immer wieder auf dier Finger und das wird niemals mehr aufhören bis ich nach Hause gehe.
Mir hat einmal ein interessanter und gebildeter Mensch gesagt:“ Die Mehrheit unserer Mitmenschen wird immer gegen alles Andere, Neue, Umformende sein. Sie wird mehrheitlich immer wieder und mit viel Aufwand neue Ideen und Vorgehensweisen bekämpfen, da sie ihre Welt verteidigen muss, um sich Abends dann ins Bett legen und sich sagen zu können: Die Welt ist eine Scheibe!“

Doch unsere Welt ist keine Scheibe! Und deshalb schreibe ich an gegen die schlechten Gedanken, die mich jeden Tag heimsuchen. Ich schreibe, um kleine Zeichen zu setzen. Ob das nun allen gefällt oder nicht, das ist nicht so wichtig. Wichtig ist es für mich, denen Mut zu machen, die ebenfalls eine neben dem Mainstream liegende und vor allem eigene Meinung und Lebensansicht haben. Solange diese friedfertig ist, ist das für mich die wichtigste Voraussetzung für Respekt und Anerkennung. Ich streite für bestimte Dinge und beuge mich nicht, denn ich bin ebenso ein Demokrat wie diejenigen, die sich parteilich organisieren. Die Parteien geniessen zwar einen besonderen Schutz in unserer Demokratie, doch die von diesen Parteien entsandten VolksvertreterInnen sind nicht von Gott gewählt, sondern vom Volk! Sie sind auch nicht in ihren Positionen zuständig für die Wahrheit oder gar dafür, unser aller Leben einzuschränken und immer mehr die Freiheiten einzuschränken. Freiheit ist das oberste Gut und ich werde niemals aufhören, mich genau dafür zu verschwenden. Eben auf meine eigene Art!

Zur ersten Fragestellung dieses Beitrags. Die erste Fragestellung ist, wann begann diese Negativdarstellung unseres Heimatkreises genau? Die Negativ-Propaganda-Aktion mit dem Hauptargument der „Handlungsunfähigkeit des Landkreises“ begann m. E. Ende 2011 Anfang 2012 und hält bis zum heutigen Tage an, wenn man den Verlautbarungen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen und deren Repräsentanten Glauben schenken mag.

Wer sind VertreterInnen dieser hier angeführten gesellschaftlichen Gruppen? Meiner Meinung nach hat diese „Unfähigkeitsdebatte“ mit dem damaligen, von uns gewählten Landrat und der SPD-Bündnis90DieGrünen-Kreistagsmehrheit zu tun.  Ab Ende 2011, und verstärkt ab Jahresbeginn 2012, wurde in der Öffentlichkeit ein Bild des Landkreises Helmstedt eingeführt, das ihn als nicht mehr überlebensfähig und herabgewirtschaftet darstellte. Der vehementeste Propagandist dieses Hauptmerkmals ist bzw. war dieser neugewählte Landrat. Er ließ seitdem eigentlich kaum eine öffentliche Situation aus, um diese Negativdarstellung allen mitzuteilen. Oder sehen Sie das anders?!?
Und – das darf hier und heute im September 2014 – durchaus angeführt werden, diese Negativpropagangda ist „vererbt“ worden, denn inzwischen hat ihn dessen narzisstische Grandiosität mal eben schnell dazu veranlasst, seinen Landkreis zum Teufel zu schicken und ihn seinem Drang zur Selbstdarstellung folgen lassen zu einer neuen Position, die ihm mehr persönlich vermeintlich mehr Machtfülle in Aussicht stellt.
Nach wie vor gibt es trotz des wenig beweinten Weggangs des Grandiosen also PropagandistInnen und Gesellschaftsgruppen, die anscheinend nichts anderes über ihren Landkreis erzählen können, als negative Dinge. Leider sind viele dieser RepräsentantInnen aus politischen Parteien. By the way – ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass viele PolitikerInnen eine Gesellschaft und ihre Regeln vor allem in unserem direkten Umfeld dermaßen schlecht reden können, dass sogar Unfrieden unter uns, also der nicht parteilich organisierten Bevölkerung, entsteht!?! Das finde ich persönlich schon bemerkenswert. Statt Bewährtes zu bewahren und Neues nach und nach da wo es sinnvoll ist, zu integrieren, grenzen auffällig viele PolitikerInnen mehr aus, als dass sie integrativ und bewahrend tätig werden. Ein Grund ist vielleicht, dass diese Art der SPD-Mitgliederschaft inzwischen nachweislich dazu übergegangen ist, Prinzipien als lästiges Beiwerk politischer Alltagsarbeit zu deklarieren und programmatische Ausrichtungen als überschätzte Wegmarken verunglimpfen. Und dieser Landrat ist damit ein ganz typischer Darsteller dieser Interpretation. Sicher ist er nicht alleine, denn sonst würde es schon längst eine Kursänderung geben, oder nicht?!?

Das ist jetzt nur eine These: kann es sein, dass der ehemalige Landrat seine Negativpropaganda nur begonnen hat, um seine Karriere zu unterstützen, indem er mit dieser Negativdarstellung auf sich aufmerksam machte!?! Man erinnere sich da z. B. an den Fall, dass er als ehemaliger Bürgermeister einer Kleinstadt am Elm in den Medien genannt wurde als DER Schuldenabbauer und er lobte sich selbst stets über den Klee, dass es einem fast schwindelig werden konnte. Und wo steht die Stadt heute? Sie ist verschuldet über beide Ohren. Ist es nicht fast genauso mit der Unfähigkeitsdebatte beim Landkreis Helmstedt und dass den vielen, ach so schön gewählten Worten keine nennenswerten Taten gefolgt sind!?! Ok, es wurden Ämter in Geschäftsbereiche umbenannt und man übte ein Spardiktat aus, dass erst recht eine Handlungsunfähigkeit erzeugte! Ich sehe es so: das sind nur Mosaiksteine einer rechtlich gesehen glatten Organisationssechs. Aber sie erreichte ganz sicher ein Ziel,  trug sie doch sehr deutlich und nachweislich dazu bei, dass dieser Mann heute Landesbeauftragter ist. Also, Ziel erreicht!? Wie gesagt, das ist nur eine These. Wenn Sie mögen, dann stellen Sie eine Antithese auf! Und wenn Sie eine Antithese aufstellen, dann sagen Sie bitte auch etwas zur Komponente narzissitischer Grandiosität, ok?! :-)

Kommen wir zurück zu den damals wie heute gerne angeführten Zahlenwerken, die die Handlungsunfähigkeit des Landkreises Helmstedt belegen sollen.
M. E. stimmten die dargestellten Zahlenwerke nur teilweise bzw. waren sie reduziert auf die finanzielle Situation der Landkreisverwaltung. Die Schlechtrednerfraktion wählte ob mit oder ohne Absicht nur einen ganz speziellen Ausschnitt einer Situation im bestehenden Faktorengefüge der objektivierenden Darstellung eines Landkreises aus. Nicht, dass das nicht erlaubt wäre. Im Gegenteil! Als Landrat und auch als amtierende Kreistagsmehrheit hatten er und seine Mehrheitsfraktion ganz sicher auch die Haushaltszahlen zu analysieren. Genau diese Fokussierung auf das finanzielle Kriterium nutzte dieser Landrat und die amtierende Kreistagsmehrheit aber dann dazu, eine folgenschwere politische Entscheidung zu treffen, nämlich die einer Auflösung des Landkreises Helmstedt!
Und, er ließ nicht ab, seinen eigenen Landkreis für obsolet und vor allem handlungsunfähig zu erklären. Und genau das ist schon eigenartig, oder wie sehen Sie das?! Stellen wir uns doch einmal vor, Sie würden beim Autobauer arbeiten! Sie stellen dort fest, dass die Kosten höher sind als die Einnahmen und propagieren fortan, dass man doch lieber Toyota oder Mercedes oder BMW kaufen sollte. Und noch besser – sie propagieren fortan die Auflösung des großen Autobauers in Wolfsburg und argumentieren hin zu einer Fusion mit Toyota, Mercedes oder gar BMW. Hmm, ich wage zu bezweifeln, dass man das dort im Management ernst nehmen und es nicht sogar als geschäftsschädigend deklarieren würde, mit der Folge, dass sie schnell einen neuen Arbeitsplatz suchen müssten, oder nicht?! In unserem hier geschilderten Fall kommt dann noch eine eine übergeordnete Ebene – zum Beispiel ein Verband der Autobauer – und sagt, den Menschen müssen wir haben! :-) Sorry, doch ich muss gerade einmal lächeln, so unvorstellbar wäre ein solcher Vorgang in der Automobilwirtschaft, oder kennen Sie einen? Ich nicht!

Was mögen wir aus dem bisher Geschilderten erkennen?! Zuvorderst möge man erkennen, dass die Themen Verschuldung, Handlungsunfähigkeit und Fusion eindeutig karrierefördernd sind! Es gibt mittlerweile mindestens vier Fälle im Landkreis Helmstedt, die diesem Thema einen eindeutigen Karrieresprung u verdanken haben. Also ist diese Themenwahl anscheinend doch karrierefördernd, oder nicht!? Wir erkennen zudem, dass eine narzisstische Großspurigkeit vor allem denen nicht schadet, die die Machtsysteme dafür einsetzen. Habe ich missbrauchen gehört?! Nein, oder?!

Ich denke, diese These greift! Denn vica versa ist die Kritik an diesen drei Themenbereichen alles andere als karrierefördernd. Davon kann ich Ihnen ein Liedchen singen! Eine ganze Oper mit mehreren Akten – wenn´s gefällig sein sollte. Das will ich hier aber jetzt gar nicht. Dennoch ist Kritik an den vrmeintlich Mächtigen nicht angesagt und sogar sehr hinderlich für das „Verfassen des eigenen Buches“. Vor allem dann, wenn es ein Kontoauszugsbuch ist. Wie sagt ein Freund dazu immer?!:“Jeder schreibt sein eigenes Buch!“ Er schreibt gerne an seinem Kontobuch, denn Käuflichkeit ist in dem Kontext narzisstischer Grandiositäten ein zu bevorzugendes Prinzip, das sämtliche Wegemarken ins Abseits zu stellen vermag. Leider geht dabei etwas verloren, was eine Welt des Tohuwabohu mehr als alles andere benötigt, Loyalität!

Unser Landkreis Helmstedt – also für viele von Ihnen unsere Heimat – hat zweifelsohne seine Stärken und auch seine Schwächen. Unabhängige Bewertungen, die die verschiedensten Faktorenbündel untersuchten, sehen und sahen ihn je nach Untersuchungsthema im Mittelfeld aller deutschen und oder niedersächsischen Landkreise – aber niemals als einen der handlungsunfähigsten Landkreise, die so gar keine Chance mehr für eine Zukunft haben. Ist das nicht eigenartig?! Warum also erzählen bestimmte Menschen nicht auch davon?! Weil es nicht dem Un-Prinzip der käuflichen Karriereförderung entspricht! Einfach, oder!?!

Die Entscheidung zu einer Auflösung einer Landkreisverwaltung darf m. E. niemals für sich und alleine als ein Handlungsszenario dargelegt werden, ohne gleichzeitig die Gründe für die dieses Handlungsszenario begründende finanzielle Situation darzustellen, denn sonst wird es, wie schon angeführt, rein proklamatisch und damit auch, mindestens teilweise, unseriös. Wer also nicht klar und deutlich darlegt, warum es zu einer so prekären Haushaltssituation kommt und welches genau die Gründe dafür sind, der sollte niemals von einer Auflösung des Konstruktes sprechen, denn das ist nicht nur unfair, das ist total unsachlich. Doch was soll man sich auf nachvollziehbare Fakten überhaupt noch einlassen, warum einen kritischen Diskurs führen?! Dazu bedürfte es eine grundlegenden Loyalität mit dem Landkreis Helmstedt und den Werten dieses Landkreises.

Erinnern wir uns an das Autobauerbeispiel weiter oben! Wenn man nur eine Auflösung des Autobauers avisiert, dann wäre das eindeutig der karriereknickende Teil für den Diskutanten, oder sehen Sie das anders?! Ich sehe es so! Sich also nach Kräften dafür zu verschwenden, die kostentreibenden Ursachen herauszuarbeiten und daran konkret etwas zu verändern, gilt in Autobauerkreisen als ganz normal und vor allem zielgerichtet. Man löst doch nicht seine eigene Firma auf oder geht in eine Fusion! Und warum tut man das nicht?! Weil man loyal ist!

Und wenn der Autobauer herausbekäme, dass er Kosten hätte, die er eigentlich von einem Schuldner vollständig ausgegeglichen bekommen müsste, dann würde man aller Voraussicht nach sofort aufhören, diese Aufgabenstellungen auszuführen, oder nicht?! Oder man würde sehr nachhaltig versuchen, den Schuldner dazu zu bringen, die Schulden auch zu bezahlen! Und warum? Wieder weil man loyal ist seinr eigenen Firma gegenüber.

Hier besteht dann der wesentliche Unterschied zur Situation des Landkreises Helmstedt, denn dieser hat als unterste staatliche Ebene bundes- und landesbedingte Gesetze auszuführen, ganz gleich was sie kosten. Vergessen wir niemals, dass 99% der Aufgabenstellungen unseres Landkreises Helmstedt gesetzlicher Natur sind. So, und nun gehen Bund und vor allem Land (ein Landkreis ist verlängerter Aufgabenerfüllungsarm eines Bundeslandes) her und bezahlen die von ihnen initiierten Aufgabenstellungen einfach nicht vollständig! Und genau das ist der Grund für die Verschuldung! Nichts anderes! Und auch dagegen kann man vorgehen und sei es gerichtlich. Doch warum tut man das nicht?! Weil man gegenüber seinem Landkreis nicht loyal ist und sich der vorauseilende Gehorsam gegenüber der Landesregierung als karrierefördernder herausgestellt hat! Sehr einfach, oder?!

Trotz des Wissens um diese Zusammenhänge leiten die o.a. Propagandisten den Begriff Handlungsunfähigkeit ab und stellen diesen dann perfiderweise noch so in die gesellschaftliche Debatte als hätten die Vorgänger des Landrats und des Kreistags daran aktiv mitgewirkt, so im Sinne von, man konnte vorher anscheinend nicht richtig haushalten! Das ist wahrlich perfide und vor allem inhaltlich und sachlich die Unwahrheit! Und es zeigt erneut den vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Landesregierung, denn die läßt auch kein gutes Wort an der Vorgängerregierung und schliesslich muss man eben weil so ein Landkreis nur ein verlängerter Arm der Landesregierung ist, dieser gegenüber gar nicht loyal sein, oder nicht?!

Interessanterweise hat vor diesem Landrat von 2011 noch nie ein oberster, vom Volk gewählter Landrat ähnliches getan. Ein Landrat wird für gewöhnlich ja auch nicht gewählt, um seinen Landkreis schlecht zu reden und nicht alles nach Kräften mögliche zu unternehmen, um zum Wohle des Volkes und damit auch derer, die ihn nicht gewählt haben, zu arbeiten. Perfiderweise verstand dieser Spezielle und Grandiose es wie kein anderer vor ihm,  eine Handlungsunfähigkeits-Agitation ins Feld zu führen gegen den eigenen Landkreis Helmstedt und die daraus abgeleitete Auflösung qua Fusion mit der Stadt Wolfsburg dann als seine spezielle Handlungsweise zum Wohle Aller darzulegen und politisch mehrheitlich durchzusetzen. Eigentlich ein gekonnt dargebotenes Possenspiel, oder nicht?!
Doch es ist keine Possenspiel! Es ist Realität einer selbstsüchtigen Karriereplanung, mehr nicht!! Die amtierende Kreistagsmehrheit ab 2011 schloss sich der Argumentationslinie voll und ganz an. Es wurden sogar einstimmige Beschlüsse im Kreistag gefasst, den Landkreis Helmstedt qua einer verfassungsrechtlich schon zum damaligen Zeitpunkt (Anfang 2012) sehr fragwürdigen Fusion mit der Stadt Wolfsburg im Grunde genommen aufzulösen und in einen Gemeindeverbund zu überführen. Also zog selbst die Opposition mit an diesem Strang! Warum diese das nun tat, das erschliesst sich mir selbst noch nicht ganz. s sei auch nur gesagt, weil niemand später behaupten möge, die Oppsosition habe sich also solche geschlossen gegen solche Vorgehensweisen verwahrt. Das genau Gegenteil ist der Fall!
Die notwendigen Alltagsarbeiten vergessend, wurde fortan die gesamte Verwaltung auf Fusion getrimmt und man zerlegte so nach und nach alles, was an stabilen und arbeitenden Strukturen vorhanden ist und war. Selbstzweifel, Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühle entstanden und damit wurden die vorhandenen Strukturen nachweislich noch mehr geschwächt, denn schliesslich propagierte der oberste Chef der Verwaltung und die amtierende Kreistagsmehrheit  ja fast tagtäglich die Auflösung als das heilbringende Ziel! Ein gefundenes Fressen für die speichelleckenden Volkszersetzer innerhalb dieser Konstrukte. Und siehe da, da tauchten plötzlich eben jene Figuren auf, die manche als den Ken des eigenen Hauses bezeichnen oder als Rosettenlecker und Schnapsdrosseln, wie einige ornithologische Vergeleichsstudien darlegen.

Kritische Argumente gegen diese auflösende Vorgehensweise wurden und werden ignoriert. Teure Fachgutachten wurden erstellt, die im Übrigen genau die Fusion einer kreisfreien Stadt mit einem Landkreis in Frage stellten und als einzige Handlungsoption einen Gemeindeverbund empfahlen, der aber zwischenzeitlich ebenfalls als geplatzt gilt, da die Stadt Wolfsburg diesen so nicht akzeptieren wollte. Dann wurden interkommunale Arbeitsgruppen eingerichtet, deren Resultate kurze Zeit später völlig ignoriert wurden und in der Schublade landeten. Dann beschlossen die Räte der Stadt Königslutter und der Samtgemeinde Velpke ganz auszuscheren und fordern seitdem eine Herauslösung aus dem Landkreis Helmstedt. Insgesamt gesehen geht damit die Strategie des ehemaligen Landrats voll auf. Zerlegung, Misgunst, Angst, Zukunftsunsicherheiten, Separatistentum kennzeichnen seitdem die Situation, die ihn als den Grandiosen, den Heilsbringer etabluerten.

Es ist seitdem auch gleichgültig, ob diese Vorgehensweisen zukunftsfähige Optionen sein sollen!? Nein! Das sind sie natürlich nicht! Das sind, ich wiederhole mich, destruktive Merkmale einer perfiden Zerlegungsstrategie, die vermeintlich nur denen etwas nutzt, die daraus karrierefördernde Energien ziehen können!?! Eben die Grandiosen und Epigonen.

Kommen wir zur Frage der Fakten, also wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen. Der Landkreis Helmstedt wurde und wird stets von unabhängigen Instituten der Wirtschaft, der Wissenschaft und anderer Institutionen untersucht. Schauen Sie einfach selbst einmal im Netz nach. Sie finden dazu einige profunde Informationsgeber. Und dann schauen Sie nach den Rankings! Interessant, oder?! Da steht der Landkreis Helmstedt immer in etwa mittig im Vergleich zu anderen Landkreisen in Deutschland und Niedersachsen da. Wenn man natürlich nur die Verschuldungssituation herausfiltert, dann ist er zugegebenermaßen nicht gut aufgestellt, doch bei allen anderen Bewertungskriterien steht er stets in einem Mittelfeld. Mal weiter oben, mal weiter unten im mittleren Bewertungsbereich, doch nie unten!
Demnach kann konstatiert werden, dass die gesamte losgetretene Auflösungsdebatte letztendlich nur auf einem einzigen Argument beruht – der finanziellen Situation. Und damit ist auch bewiesen, warum dieses eine Argument in den Vordergrund gerückt wurde und von welchen Personen das vorgenommen wurde. Es geht nur und ausschliesslich um Karriere und Macht einzelner. Es geht gar nicht um den Landkreis Helmstedt als solches!

Die Verschuldung wurde seitens des ehemaligen Landrats zum Hauptargument seiner Zerlegungsstrategie. Obwohl er immer beteuerte, dass man den Landkreis Helmstedt niemals zerlegen werde, ließ er es öffentlich nicht spürbar werden, dass die Abwanderungstendenzen der kreisangehörigen Städte Königslutter und der Samtgemeinde Velpke nicht nur verfassungsmäßig unmöglich sind, sondern auch zu einer weiteren Zerlegung und zunehmenden Unsicherheit in der Bevölkerung und den vielen hundert MitarbeiterInnen in den Verwaltungen innerhalb des Landkreises Helmstedt beitrugen. Selbst politische Beschlusslagen in den jeweiligen Einheiten, die bemerkenswerterweise einstimmig – also mit den Stimmen der Opposition erfolgten – veranlassten ihn nicht zur spürbaren Intervention! Warum auch?! Es ging ihm gar nicht um den Landkreis sondern nur aus ausschliesslich um seine eigene Karriere und seinen egomanen Machttrieb.

Nun, dieser kleine Essay findet hier sein Ende. Ich wollte einmal darlegen, welches die vermeintlichen Hintergründe sind für die Negativdarstellungen unseres Landkreises Helmstedt und welche genauen objektiv messbaren Kenngrößen bei dieser „Dialektik und Polemik“zum Einsatz durch wen gekommen sind und kommen.

Machen Sie sich dazu einfach Ihre eigenen Gedanken!

Veröffentlicht in Joerg Pohl kommentiert | Kommentare deaktiviert für Wem nutzt es, den Landkreis Helmstedt schlechter darzustellen als er wirklich ist?!?

Regionalparlament – regionales Parlament – Braunschweig Wolfsburg Salzgitter

6.8.2014

Regionalparlament für die

kreisfreien Städte und Oberzentren Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter sowie die Landkreise Helmstedt, Gifhorn, Goslar, Peine und Wolfenbüttel.

Im Folgenden widme ich mich mal abseits der bestehenden Gesetze einer Vision zu einer neuen „Art von Regionalparlament“, wie es unlängst einer der Vertreter einer wissenschaftlichen Gesellschaftsgruppe forderte. Um mit den Worten des amtierenden Landesbeauftragten zu sprechen – hier geht es wirklich um eine neue Verantwortungsgemeinschaft! Das unterscheidet übrigens diesen und mich, denn ich nehme es ernst und biete etwas an und lamentiere nicht im Vakuum eigener mentaler Unfertigkeiten herum.
Die Forderung nach einem Regionalparlament ist nun weiß Gott nichts Neues, denn der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig hat erst unlängst erneut dieses Regionalparlament in der Region Braunschweig Wolfsburg Salzgitter und den umliegenden Landkreisen wieder in die Diskussion eingebracht. Vielleicht hätte man diesem Verwaltungs- und Politprofi einfach genauer zuhören sollen, statt die politisch skandierenden Stammtischparolen anderweitiger sog. Politgrößen ernst zu nehmen, die oftmals nur darauf abzielten, sich und ihre Stadt in den Vordergrund des Geschehens zu rücken, die aber letztendlich nicht wirklich regional denken und debattieren.

Ich möchte vorausschicken, dass die folgenden Eingaben unter meinem Copyright stehen und dass sie nicht erfolgen, um hier den großen Max heraushängen zu lassen. Sie erfolgen unter der Maßgabe, dass sie als eine Vision, die nicht den Anspruch erhebt, ein bestehendes System als das schlechtere zu diskreditieren, verstanden werden möchte.

Die Probleme der Kommunen sind in den wenigsten Fällen hausgemacht, sondern sind verursacht durch Bundes- und Landesgesetze, die die Kommunen nun einmal als unterste staatliche Ebene auszuführen haben. Dazu kommt, dass die Menschen, die in den vielen, kleinen und großen Orten leben, es allemal wert sind, dass ihre Wünsche und Problemsituationen ernst genommen werden und sie sich auf eine funktionierende bürgernahe Verwaltung verlassen können.

Eine Vision erhebt niemals den Anspruch, umfassend und perfekt zu sein. So auch diese Vision! Und noch eines! Einfach nur das wiederzukäuen, was seit Jahrzehnten immer und immer wieder gemacht wird, ist nicht Sache und Angelegenheit einer Vision. Eine Vision geht über die Grenzen bestehender Rahmensetzungen mehr oder minder weit hinaus, befreit sich vom Balast der Konventionen und betritt mutig Neuland. Sind Sie mutig? Ja?! Dann folgen Sie mir doch einfach!

Es geht hier um eine erste Ausformulierung zur Bildung eines Regionalparlaments mit m. E. völlig neuen Entscheidungsfindungssystemen, die stringent auf Kontrolle und Nachvollziehbarkeit sowie konsequenter Beteiligung der Bürgerschaften basieren.
Um das zu erreichen werden Onine-basierte Instrumente zum Einsatz kommen, die bis dato selten oder nie zur Anwendung kamen. Und warum kommen und kamen solche Instrumente nicht zum Einsatz? Die Antwort ist komplexer, denn es liegt nicht nur an den gesetzlichen Regelungen sondern auch an der Sturköpfigkeit und Machtlust überalterter politischer Parteien und der Bewegungslosigkeit gesetzlicher Verwaltungen sowie an der Mentalität, die domestiziert ist durch Gatter und Vergatterungen. Nur Mutige fahren wirklich hinaus aufs Meer und daddeln nicht am Strand herum und schauen aufs Meer, um dann alle mit ihrem angeblichen Wagemut zuzulabern. Echte Seeleute halten nichts von Strandläufern. Visionäre sehen hinter den Vorhang, Visionäre schauen hinter den Horizont. Und manchmal ist das, was sie dort sehen, das letzte, was sie in ihrem Dasein gesehen haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Insofern stellt das jetzt Folgende eine Revolution dar. Ja, Sie haben richtig gelesen! Eine Revolution! Revolutio, als lateinisches Verb, bedeutet umdrehen und wurde dereinst als ein astromoischer Begriff für den Umlauf von Himmelskörpern verwendet. Daraus wurde dann im Laufe der wissenschaftlichen Entwicklung und Evolution ein soziologischer Begriff entwickelt, der einen grundlegenden und nachhaltigen Wandel von Systemen (hier vorwiegend gesellschaftlichen Systemen) bezeichnet. Insofern ist diese hier vorgestellte Vision eines „anderen und neuartigen Regionalparlaments“ und einer „modernen und konsequent internetbasierte Entscheidungsfindungs- und -kontrollsysteme nutzenden Regionalverwaltung“ ein Novum. Und weil sie ein Novum darstellt, ist sie auch revolutionär. That´s easy! Wobei, nur weil etwas neu ist, heisst das noch lange nicht, dass sich alles umdreht, aber das ist ebenfalls eine andere Geschichte.

Hier also die Grundlagen für das neue Regionalparlament in der Region Braunschweig Wolfsburg Salzgitter und die umliegenden Landkreise Helmstedt Gifhorn Goslar Peine und Wolfenbüttel.

I. Das zukünftige Regionalparlament wird vollständig direkt gewählt! Das ist völlig neu auf kommunaler und regionaler Ebene, denn sonst werden die ParlamentarierInnen ja von den Volksparteien gestellt und vor allem ausgewählt und zwar nach den Sitzeanteilen, die sich durch die Kommunalwahl ergeben. Eine Direktwahl aller RegionalparlamentarierInnen gestattet eine deutlich höhere Bindung an die Wähleraufträge und eine viel tiefergehende Identifizierung der WählerInnen mit den ParlamentarierInnen. Und deshalb wird das neue Regionalparlament konsequent und vollständig direkt gewählt!

II. Das zukünftige Regionalparlament wird mit einer Regionalverwaltung unterlegt, die alle planerischen sowie alle gesetzlichen Aufgaben aller zugehörigen kommunalen Gebietskörperschaften in der Region übernimmt. Die Kernverwaltungen der ehemaligen Oberzentren, Landkreise und deren kreisangehörigen Städte und Gemeinden bleiben bestehen, denn sie bilden nach wie vor die bürgernahen und notwendigen Schnittstellen hin zu den BürgerInnen vor Ort. Allerdings werden Personalbereiche, Beschaffungswesen, Strassenmeistereien, EDV-Abteilungen, Rechnungsprüfungsämter, Kommunikation sowie die Hintergrundbereiche (neudeutsch: back offices) der Sozial- und Jugendverwaltungen, der Bereiche Ordnung, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, der Umweltämter resp. Ämter für Abfallwirtschaft, Wasser und Umweltschutz, Bauplanungsämter resp. Ämter der Bauaufsicht, Denkmal- und Immissionschutz , Rechtsabteilungen u.ä. zentral zusammengefasst. Nur diese Vorgehensweise spart Geld und Ressourcen ein, die man dann durch das Parlament für die vielen Projekte neu einsetzen kann. Allerdings kostet so eine moderne Verwaltung richtig Geld, denn sie weist durchweg topmoderne Einrichtungen in den Büros und vor allem den Kommunikationseinrichtungen auf. Die EDV-Verwaltung wird vollständig outgesourct und in der Verwaltung gibt es nur durchgeschulte EDV-Fachleute, die die EDV-Anlagen auf dem neusten Stand halten, ggf. reparieren, warten und vor allem stetig erneuern.
Vor Ort verbleiben die spezialisierten und notwendigen Bürgerservices aus den o.a. Bereichen, denn es soll eine Verbesserung der Bürgererreichbarkeit stattfinden und keine Verschlechterung. Die Vernetzung der entsprechenden EDV-Anlagen wird so ausgeführt, dass die BürgerInnen an allen ehemaligen Verwaltungssitzen in den Oberzentren wie auch den Verwaltungen der Landkreise und kreisangehörigen Städte und Kommunen über Serviceterminals und entsprechend geschultes Personal von morgens 07:00 bis Abends 19:00 professionelle Unterstützung für ihre Anliegen erhalten können.
Zudem muss gewährleistet werden, dass die gesetzlichen Aufgaben, und das sind gerade bei Landkreisen für gewöhnlich um die 98% aller Aufgabenstellungen, weiterhin eine starke Vor-Ort-Komponente aufzuweisen haben, die allerdings nicht mehr darin besteht, alles Personal und alles Equipement vollständig auch vor Ort zu halten- im Gegenteil.
Durch eine gemeinsame und zentrale Personalverwaltung, -organisation und Personalentwicklung können erhebliche Einsparpotenziale bei gleichzeitiger deutlich höherer Flexibilität in der Stellenplanung und -belegung erreicht werden. Die zentralen Dienste der „back-office“-Bereiche für z. B. die o.a. Funktionsaufgaben erzeugen einen ähnlich wertvollen Effekt und entspannen zudem die Konfliktpotenziale für die MitarbeiterInnen. Eine zentrale Rechtsabteilung übernimmt sämtliche Rechtsfälle und bedient sich dazu outgesourcter Fachanwälte. Die Sachbearbeitungen werden dadurch erheblich entlastet und können sich der Rechtsabteilungen jederzeit bedienen, wenn sich Konflikte abzeichnen.

III. Das zukünftige Regionalparlament setzt sich zu gleichen Teilen aus allen regionszugehörigen ehemaligen Oberzentren und Landkreisen zusammen.  Das Parlament weist soviele Sitze und damit Stimmrechte auf, dass die Oberzentren niemals die Landkreise und umgekehrt die Landkreise niemals die Oberzentren überstimmen können. Es gibt nur noch mehrheitliche Abstimmungsergebnisse. Ein 50zu50-Ergebnis bedeutet kein Ergbnis. Erst ab 50% aufwärts wird ein Abstimmungsergebnis gewertet.
Diese regionale Augenhöhe in Verbindung mit dem Zwang zu Mehrheitsbeschlüssen ist gerade in der Übergangszeit von besonderer Bedeutung, da damit klar geregelt werden kann, dass sich die Oberzentren qua Finanzstatus und Machtdrang nicht stärker positionieren können als die ehemaligen Landkreise als Flächenkonstrukte. Die ehemaligen Landkreise dagegen können selbst wenn sie sich stimmentechnisch zusammentun, nicht die Oberzentren überstimmen, was vor allem in Anbetracht der finanziellen Machtpositionen der Oberzentren wie z. B. der Stadt Wolfsburg von hoher Bedeutung ist. Gerade durch diese Besonderheit sind die RegionalparlamentarierInnen indirekt gezwungen, kooperative Entscheidungen zu treffen und auszuhandeln. Und es hört damit auch dieses ständige Gockelgehabe von bestimmten HauptveraltungsbeamtInnen auf, denn sie können nicht mehr alleine bestimmen, was gut oder was schlecht ist für sie, ihre Karriere unter der meist vorgeschobenen Behauptung, was für eine Stadt, Gemeinde oder einen Landkreis gut sei. Und der gesamte Unterbau sowohl in der Regionalverwaltung als auch in den verbleibenen Serviceeinheiten vor Ort kann nicht mehr den großen Max markieren, denn alle Entscheidungen liegen fortan beim Regionalparlament.

IV. Der Zweckverband Großraum Braunschweig wird aufgelöst und geht mit seinen planerischen Aufgaben und Funktionen in die Regionalverwaltung ein. Es ist zur Zeit noch ein gesetzlich eingerichteter Verband, doch man kann auch ein Gesetz machen und diesen millionenteuren Verband wieder in eine Verwaltung hineinholen, schon gar in eine Regionalverwaltung, denn genau da gehört er dann auch hin. Das Geld für diesen Verband wird zu einem bestimmten Anteil für die Kosten des Regionalparlaments verwendet.

V. Die Allianz für die Region GmbH wird aufgelöst und geht mit ihren Aufgaben und Funktionen in die Regionalverwaltung ein. Diese mit Steuermillionen unterstütze GmbH kann unkompliziert in die Regionalverwaltung übernommen werden, denn genau da gehört diese Aufgabenstellung dann auch hin. Es gibt dann auch keinerlei Ausschreibungsproblematiken mehr, denn diese GmbH ist mindestens hälftig öffentlich und so müssten eigentlich alle Arbeitsaufträge durch die Gesellschafterversammlung und den Aufsichtsrat, die ja ebenfalls paritätisch öffentlich-privat besetzt sind, öffentlich ausgeschrieben werden, was bislang kaum der Fall ist. Zudem wird dort personal der WOB AG eingesetzt, die hälftig der Volkswagen AG gehört. Zudem ist es deutlich besser, wenn diese ganze Fachkompetenz direkt an die politischen Entscheidungsgremien einer Region gebunden werden und so auch die eingeworbenen Fördermittel erkennbar regional eingesetzt werden können. Ein bestimmter Anteil der für die bisherige Finanzierung der Allianz für die Region verwendeten Gelder des öffentlichen Bereichs wird für Kosten des Rgionalparlaments verwendet.

VI. Die Abläufe für politische Entscheidungen des Regionalparlaments sind durch den Einsatz internetbasierter Instrumente vollständig transparent. Ausnahmen stellen alle datenschutzrelevanten Entscheidungen gemäß des bestehenden Datenschutzgesetzes dar. Somit wird es auch nicht-öffentliche Sitzungen geben, wo lediglich die Tagesordnungspunkte und die Abstimmungsergebnisse dargestellt werden. Die Vorlagen für alle öffentlichen Sitzungen, die zur Abstimmung im Parlament und oder seinen Fachausschüssen anstehen, werden über eine der www.demit.de ähnliche oder sogar über eine Originalversion von www.demit.de mit einem Abstimmungs- und Feedbackservice eingerichtet. In dieses System können sich aller BürgerInnen der Region nach vorheriger Registrierung und Verifizierung als BürgerIn einloggen und so nicht nur lesen sondern, viel bedeutsamer, an den Abstimmungen teilnehmen. Die eigentlichen Entscheidungen bleiben aber den demokratisch legitimierten Abgeordneten vorbehalten. Allerdings werden alle eingeloggten BürgerInnen die Abstimmungsergebnisse online wie auch real per Mail und auf einer gesonderten Homepage dargestellt bekommen, und was viel wichtiger ist, sie sehen auf einen Blick inwiefern sich die realen Entscheidungen des Parlaments von den seitens der BürgerInnen getroffenen Entscheidungen unterscheiden!
Dieses Instrument dient der konsequenten Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der regionalen Entscheidungsfindung und durch das Online-Abstimmungsmodul können sich die BürgerInnen direkt entscheiden, wie Sie abstimmen zu den vorgelegten Themen. Diese Onlineabstimmungsergebnisse dienen als Trend für die direkt gewählten RegionalparlamentarierInnen und sind für diese nicht bindend. Deren reale Entscheidungen werden allen teilnehmenden BürgerInnen direkt im Anschluss an die Sitzungen per Mail dargestellt und den Online-Wahlergebnissen der BürgerInnen gegenübergestellt. Sowohl die ParlamentarInnen können über die Ausschüsse Foren einrichten als auch die BürgerInnen als solches, um die Entscheidungsfindung zu begleiten und vor allem zu kommentieren und zu diskutieren.

VII. Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen können, falls gewünscht, für ihre Gremien daselbe System selbst nutzen, um auch ihre Entscheidungen transparent zu machen. Zudem werden sie im o.a. System automatisch einen Account in einem Forum bekommen, um ihre eigenen Statements zur Diskussion mit allen mit entsprechenden Rechten versehenen BürgerInnen im System stellen zu können. Sowohl als BürgerIn wie auch als Institution kann nur eine Stimme pro Entscheidungsthema abgegeben werden.

VIII. Der Sitzungsdienst wird allen Interessierten sowie den PolitikerInnen und BürgerInnen etwaige Fachfragen beantworten, damit die rechtlichen Dimensionen, die in manchen Vorlagen enthalten sind, allgemein verständlich und nachvollziehbar werden. Das erfolgt über eine Hotlinenummer und eine Mailbeantwortung sowie über den Sitzungsdienst auf der Homepage.
Es gibt einen direkten Protokolldienst, der die Geschehnisse aus den Sitzungen sofort online stellt. Der Sitzungsdienst wird alle relevanten Dokumente wie schon jetzt bei den meisten Städten und Kreisen vollständig und leicht nachvollziehbar auf einer Internetseite z. V. stellen. Aus den Fachbereichen werden alle notwendigen und relevanten Informationen zu den Entscheidungsvorlagen  ständig aktuell gehalten.

IX. Der Haushalt oder das Budget ist vollständig transparent. PolitikerInnen wie BürgerInnen werden von einem Controlling-Team der Regionalverwaltung die ständig aktualisierten Haushalts- und Budgetzahlen auf einer Internetseite bereit gestellt und erläutert bekommen. Es wird ein BürgerInnenhaushalt eingerichtet, dessen Entscheidungsergebnisse für das Regionalparlament bindend sind.

X. Die kommunale Selbstverwaltung und damit die politischen Entscheidungsgremien vor Ort bleiben erhalten und haben allerdings für ihre beschlossenen Entscheidungen nur mehr ein gesichertes Vorschlagsrecht für das Regionalparlament. Diese Vorschläge werden nach einem Raster bewertet, das zwischen dringend und unbedingt gesetzlich notwendig, gesetzlich notwendig aber für den Zeitraum X aufschiebbar sowie über dringend vor Ort gewünscht unterscheidet. Die Vor-Ort-Gremien haben ein Recht auf Darlegung der Gründe und sie können diese Erklärungen der Regionalverwaltung resp. des Regionalparlaments mehrheitlich akzeptieren oder ablehnen. Eine Ablehnung führt zu einer erneuten Debatte im Regionalparlament mit Anhörungspflicht für die jeweilige Kommune. Wird erneut eine Entscheidung getroffen, die das Vor-Ort-Gremium mehrheitlich ablehnt, wird das Projekt nicht durchgeführt. Ein Scoring der in das Regionalparlament eingebrachten Vorschläge wird vor allem infrastrukturelle Verbesserungen im Sinne einer Höherqualifizierung des Projekts bewerten. So spielen die Kriterien der Strahlkraft für die BürgerInnen der Region die wichtigste Rolle. Wenn die BürgerInnen mehrheitlich vor Ort entscheiden, was sie wollen und das Vor-Ort-Gremiun das entsprechend auch beschliesst, dann bekommt das Projekt eine deutliches und positives Scoring. Erst danach folgen etwaige nachweisbare und oder nachvollziehbar ableitbare Aussenwirkungen, die durch die Fachleute im Austausch  in den Entscheidungsfindungsabläufen diskutiert und dann per Abstimmungsergebnis wie o.a. mit in die Vorlagen eingebracht werden. Die Innenwirkung in dem Ort in der Region steht wertigkeitshalber über der etwaigen Aussenwirkung. So werden politische Gockelprojekte eingedämmt und der egozentrierte Beweihräucherungsmodus erheblich gedämpft und gleichzeitig die regionale und Vor-Ort-Komponente gestärkt.

XI. Alle technischen Serviceeinrichtungen bleiben vor Ort erhalten, werden aber organisatorisch (personell) und infrastrukturell zentral verwaltet. Alle infrastrukturellen Einrichtungen der Freizeit, Kultur und des Sports u.ä. bleiben vor Ort erhalten, werden aber zentral verwaltet. Ziel ist es, im Laufe von zehn Jahren ein qualitativ hochwertiges System von Infrastruktureinrichtungen anbieten zu können, das nicht mehr gegenseitig in Konkurrenz tritt und räumlich dann so aufgeteilt wird, dass z. B. parallel stattfindende Veranstaltungen sich befruchten und nicht gegenseitig die Kunden wegnehmen. Die Kundschaft in der Region kann durch eine weitestgehende Abstimmung der kulturellen Ereignisse einen deutlich höheren Mehrwert erhalten, z. B. dadurch das Kombitickets, Kombieintrittskarten ermöglicht werden, die dann gleichzeitig z. B. eine ÖPNV-Nutzung ermöglichen.

Nun, werte Leserschaft. Das ist b.a.w. die Vision des neuen Regionalparlaments und einer neuen Regionalverwaltung.

Ich hoffe sehr, dass dieser Vorschlag zum weiteren Vorankommen in unserer Heimatregion beitragen kann. Bitte vergessen Sie nach der Lektüre nicht, dass es eine Vision ist und dass diese nicht aufgezeichnet wurde, um irgendjemanden zu verärgern sondern um in unserer fortschrittlichen Region auch politisch-administrativ völlig neue Wege einzuschlagen und ein demokratisches Experiment zu starten, das m. E. zum Vorteil der Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter wie auch der Landkreise Helmstedt, Gifhorn, Goslar, Peine und Wolfenbüttel sein könnte! Warum sollen wir denn nur im technologischen Bereich Grenzen überschreiten, warum nicht auch im politisch-administrativen Umfeld!?!

Seid gesegnet!

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1:12 Kampagne – was in der Schweiz geht, geht auch in Deutschland und ganz Europa

Man denkt, man traut seinen Augen nicht! Was ist denn bitte die 1:12 Kampagne?!?

Da wird in Deutschland vortrefflichst über Mindestlöhne debattiert und gestritten und man bekommt nur am Rande mit, was da eigentlich gerade in der Schweiz mit der “1:12 Kampagne” passiert. Und dabei hat diese Aktion eine geradezu geniale Auswirkung auf jede Mindestlohndebatte: sie kann sie von heute auf Morgen beenden! Denn wozu einen Mindestlohn einführen, wenn die obersten eines Konzerns ihre Spitzenverdienste an einem gesetzlich verankerten Lohnverhältnis orientieren müssen. Das bedeutet dann nämlich, dass je mehr die untersten Lohngruppen verdienen, desto mehr kann die oberste Führungsriege verdienen.

Um es gleich vorwegzunehmen – ich trete hier nicht an, die Ideen und Initiativen dieser wehrhaften SchweizerInnen nur wiederzukäuen. Schaut einfach selbst nach! Und zwar genau HIER.

Warum wohl habe ich dazu keine Lust?!? Nun, erstens ist ein kleiner Bruchteil der politischen Parteien mit diesem Thema befasst (nach eigenen Recherchen die Parteien DIE LINKE und DIE GRÜNEN) und zweitens berichten ja einige wenige Zeitungen davon (was ein Glück, dass es die TAZ und den SPIEGEL gibt). Also gibt es etwas zum Thema zu finden!

Nun, hier schaue ich mal gerne genauer hin und siehe da. Welch´eine Freude! Die 1:12 Kampagne setzt genau das richtige Zeichen der bürgerlichen Gesellschaft gegenüber all der ganzen Abzockerei in Industrie, Fussball- und anderen Sportvereinen und einigen anderen Branchen, wie z. B. Banken und Versicherungen – insbesondere aber den Unternehmen der Deutschland-AG, wie sie sich einst so selbst beweihräuchernd benannt hat.

Da verdienen Fussballer in Deutschland mal locker das 150-fache dessen, was der ansässige Platzwart bekommt oder Manager deutscher Banken und Industriekonzerne genehmigen sich Gesamtzahlungen in einem VErhältnis von ganz locker 1:100 gegenüber dem Boten, der Putzfrau, dem Pförtner oder sonst wem in dem jeweiligen Unternehmen. Und dann jammern sie noch herum, dass der Gewinn nicht so ausfällt, wie sie sich das vorgestellt haben! Na, Hauptsache das eigene Portemonnai ist schön prall gefüllt und immer frei nach dem Motto:”Eure Armut kotzt mich einfach an!”

Und genau das will die 1:12 Kampagne in der Schweiz einen Riegel vorschieben. Am 24.November 2013 stimmt das Schweizer Volk in einer Volksabstimmung darüber ab, ob sich es ein weiteres Gesetz geben will, dass dieser dreisten Abzockerei endlich ein Ende setzt.

By the way, die Abzockerinitiative in der Schweiz hat im März 2013 dank eines eindeutigen Plebiszits dazu geführt, dass die Schweiz nun das vermeintlich härteste Aktiengesetz weltweit hat. Und was haben die Großunternehmen alles ins Werk gesetzt!?! Da wurden Schmutz- und Gegenkampagnen in Millionenhöhe lanciert, nur damit sich die MangerInnen der Banken und Aktiengesellschaften weiterhin dreist und unverhohlen den Beutel füllen können (krassester Fall war damals der Fall des Herrn D. Vasella, der sich dafür, dass er nicht bei der Konkurrenz anheuerte 72 Mio. Schweizer Franken in sechs Jahren bezahlne lassen wollte. Und dem hat der Aufsichtsrat zugestimmt! Ja, doch!! Das gibt es in der Schweiz. Das gibt es auch in Deutschland. Und dem hat das Schweizer Volk endgültig einen Riegel vorgeschoben. Nun ist es vorbei mit dieser dreisten Abzockerei der werten Damen und Herren in den Chefetagen der Großkonzerne und Banken und Versicherungen und und und – zumindestens in der Schweiz! Ab sofort bestimmt die Aktionärsversammlung, welche Gehälter Aufsichsrat, Beirat und Geschäftsleitung bekommen!

Bravo und danke an das Schweizer Volk, das damit international ein ganz hervorragendes Zeichen setzt. Und wer jetzt meint, die eben beschriebene Abzockerinitiative sei ein Kind linker Eltern, täuscht sich gewaltig. Die Initiative ging von einem Menschen aus dem rechts-konservativen Lager aus!

Und die Würze an dieser Angelegenheit ist nach Ausfassung des Autors, dass es sich bei den Aktionen um Kampagnen handelt, die z. T vom obersten politischen Entscheidungsgremium in der Schweiz mehrheitlich abgelehnt wurden und dann durch eine Volksabstimmung in die richtigen Bahnen gelenkt wurden. Geht doch! Ich finde diese Kampagnen so etws von erfreulich, dass ich seit Tagen mit einem zufriedenen Lächeln durch meinen Alltag gehe!

Und zum Schluss diesen kleinen Solidaritätsessays: Was in der Schweiz geht, geht auch in Deutschland und ganz Europa! Horrido! Ich bin gerne dabei und benötige nur ein wenig Unterstützung und dann kann es los gehen!

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Willkommen!

Jahresbeginn 2018

An alle Pogromisierungsprofilanten und Schnell-zum-Telefonhörer-Greifende, werte Audienz, geschätzte Loebeersammlerschaften, wollen wir uns gemeinsam dem Licht widmen?! Dem Licht, das einem Jedem scheine und seinen Weg beleuchte, auf dass er im Dunkel eine Orientierung finde. Dem Licht, das der vermeintlich Letzte ausschalte, wenn er den Raum verlässt!
Solltet ihr die zuletzt genannte Variante gerade bevorzugen, was ich euch nicht verübeln kann noch will, so möchte ich eure geneigte Aufmerksamkeit auf einen neuen Bericht lenken.
Nun könnt ihr vielleicht dem Zucken in eurem Arm kaum widerstehen und nehmt euer Telefon zur Hand und wählt euch zugetane Nummern, um Hofbericht zu erstatten, Lorbeerblätter zu sammeln oder einfach nur, weil ihr berichterstattungssüchtig seid und alle wissen lassen wollt, dass auch ihr etwas wisst?! Sei es wie es sei. Macht genau das, was ihr für wichtig und richtig erachtet und möget ihr gesegnet sein, denn das ist meine eigentliche Botschaft zu Beginn des neuen Jahres 2018. Mögen alle die Euren und ihr selbst in guter Gesundheit und mit einem vortrefflichen Zugewinn an Geltung, Geld und Gier das Jahr gut für euch in Wert setzen.

 

 

Es ist an der Zeit!

Winter 2017 – zur Zeit der Sonnenwende

Eine fürwahr heilige Zeit, denn es ist nur schlappe 2000 Jahre und ein paar Gequetschte her, da wurde der für die christliche Weltanschauung wichtige Mensch Jesus von Nazareth geboren. Warum nutze ich dieses etwas kritische Entré? Ganz einfach, es liegt mir am Herzen, euch LeserInnen kurz daran zu erinnern, dass wir – solange wir diesem Kulturraum entstammen und uns darin verheimatet sehen – dieses Datum schätzen, um es möglichst wertfrei auszudrücken.
Wir schätzen es schon alleine aus dem Grund, weil wir uns darauf besinnen mögen, dass es ein bedeutsames Datum ist, weil neben der Zeitenwende ab dem 21. des 12. Monats die Tage wieder länger werden, und weil wir mit diesem Jesus von Nazareth auch eine innere Verbindung haben, die uns darauf besinnen mag, wie wichtig es ist, zu verzeihen, selbst Buße zu tun und vor allem eines zu verinnerlichen – die Liebe!

Nun haben wir einE jedEr von uns auch mit Menschen zu tun, die alles andere als liebevoll sind, um es möglich wertfrei auszudrücken. Auch ich bin nicht frei davon. Wie jeder andere Mensch habe auch ich Feinde, Neider, Judascharaktere um mich herum, die teils aus Angst, aus Neid, aus egomanem Selbstverherrlichungstrieb, aus welchem Grund auch immer, sich an mir reiben und mir mein Leben vergällen und zu einem Marthyrium gestalten. Und ich sage euch eines – ich nehme es an und lasse jeden sein Buch schreiben. Sei es auf meine Kosten, sei es auf anderer Leute Kosten, denn ich bin ein ganz und gar nicht reines Wesen. Auch ich sündige. Oh ja! Ich akzeptiere es und ich arbeite daran! Doch ich respektiere nicht, wenn mir psychopathisch veranlagte Narzisten in mein Buch schreiben und sich in ihrer psychopathisch induzierten Selbstverliebtheit dann noch als pure Pogromisten kaprizieren. Ja, da ist ein O – keine Null! Ein O! Pogrome sind in unserer sprachlichen Verwendung relativ genau bestimmt. Sie bezeichnen laut Wikipedia für gewöhnlich die gewaltsame Ausschreitung gegen Menschen, die entweder einer abgrenzbaren gesellschaftlichen Gruppe angehören oder aber von den Tätern einer realen bzw. vermeintlichen gesellschaftlichen Gruppe zugeordnet werden. Häufig sind es politische Gruppen (z. B. Mitglieder einer Partei) oder Angehörige von Religionsgemeinschaften oder u.a. religiöse Minderheiten. Pogrome werden stets von den aktuellen Machthabenden gebildet und es gibt dann jene, die sie ausführen – also in meinem Sprachgebrauch sog. Pogromisten. Ihr dürft sie auch SpeichelleckerInnen, KarrieristInnen, ErfüllungsgehilfInnen, Judase, TrittbrettfahrerInnen, Abschaum – es sei euch bitte schön selbst überlassen – benennen.

Und – zurück zu unserem Freund und Vorbild Jesus von Nazareth. Jesus war ein entschiedener Gegner von Pogromisten. Er forderte auf, Widerstand und gleichzeitig Verzeihung zu üben. Welch ein diametraler Gegensatz! Wie kann ich widerständig sein und dennoch verzeihen? Wie soll ich meine Wut bändigen, mein Aufbegehren, meine Freiheitsliebe, meinen Mut zum Kampf und zur Auseinandersetzung und gleichzeitig die liebende Verzeihung, den Frieden mit mir und denen, die alles in meiner Welt werthaltige vernichten oder mindestens gefährden und für sich und ihre widerlichen Zielsetzungen vereinnahmen, finden, um dann Buße zu tun und um Vergebung bittend mein Haupt senken und mich ans Kreuz nageln lassen?! Es fällt mir so schwer!
Doch das mag der Grund sein, weshalb wir Jesus verehren und uns an dem ausrichten, was er uns verkündete – der allumfassenden Liebe und der Lernfähigkeit und Gewissheit, dass selbst den größten SünderInnen am Leben eben diese Liebe zuteil wird.
Einst habe ich gelesen, dass selbst Menschenfressergesellschaften und ihre widerlichen Blutsauger, wie es sie unzählige gab und gibt (Bsp. Hitler und der Nazismus, Stalin und der Stalinismus), eben diese Liebe widerfahren wird, selbst wenn sie Millionen unschuldige Leben genommen haben!
Schwerer Stoff, nicht wahr?! Gerechtigkeit?!
Ich beuge mein Haupt und denke, ich bin nur ein kleiner Geist, mein großer Gott. Es obliegt nicht mir, doch ich lebe hier und Du weiß der Geier wo. Mag´ sein, dass es Dich, oh mein großer Gott, nur gibt, weil ich Dich denke!
Verzeihe mir bitte meine fragenden Gedanken, doch ich lebe HIER und JETZT und nicht in irgendeinem Himmelreich, das es meiner Meinung nach nur als Imagination gibt, die uns Trost spendet und uns aber auch gefügig und geduldsam machen soll. Verzeihe mir, wenn Du magst und vor allem kannst! Doch ich bin frei und äussere eben meine Gedanken frei und unbeugsam, so wie es uns Dein vermeintlicher Sohn lehrte. Dieser lebte unter uns! Dieser litt für seine Art des freiheitlichen Denkens und wurde ans Kreuz genagelt und fürchterlich gemartert. Ihm vertraue ich, denn er ist eine Art Brückenbauer. Er baute die Brücke des Verzeihens, der Ein- und möglichen Umkehr und wies uns allen ein Licht der Hoffnung. Doch er wies auch daraufhin, dass wer seinem Weg folgt, eben jenes Marthyrium widerfahre. HAbe ich darauf Lust?! Nein, ganz und gar nicht. Doch nun beuge ich mein Haupt und sage Dir, ich werde es voller Angst und Abscheu ertragen lernen, denn Dein Sohn hat eines vermittelt, es wird der Geringste, der Kleinste und Schmutzigste, der Unbeugsamste in Deinem Sinne auffahren und es werde ihm Gerechtigkeit widerfahren. Daran glaube ich. Doch jetzt will ich gerade deswegen im Folgenden von meinen Begegnungen berichten.

 

 

Im fernen Sommer 2017, einer Zeit, die ich visionär hier bearbeite, indem ich mich transzendentiere. Fast so wie ein Jules Verne es mir mit seiner unvergleichlich vorausschauenden Art einst beim Tee im Wiener Café auf die Rotznase band.

Im fernen Sommer 2017 also –

Nun, was soll ich sagen?! Es ist soweit. Es geht in eine neue Runde. Leider! Leider? Es ist wie es und es kommt wie es kommt. Ich dachte eine ganze Zeit lang, ich werde diesen Blog nicht mehr anfassen, doch da habe ich falsch gedacht.

Die Situation beginnt, sich in eine Richtung zu entwickeln, die mich veranlasst, erneut aktiv zu werden.

Ich lerne gerade eine Situation kennen, die sich kaum sichtbar aber merklich in dieselbe Richtung entwickelt, wie ich sie seit 2011 kenne und „schätzen gelernt“ habe. Dieser neue Landrat begann mit einem sehr überzeugenden Auftritt. Ich habe ihm geglaubt. Und ich habe mich gefreut, denn ich habe mir gesagt, dass es wirklich an der Zeit ist, wieder so tatenhungrig und enthusiastisch arbeiten zu können,wie ich es bis 2011 tun konnte.

Leider stellt sich jetzt heraus, dass dieser Mann in derselben Weise mir gegenüber agiert wie es seine beiden vermaledeiten Heilsbringer-Kampfzwerg-Phänologien vor ihm getan haben. Und wieder wird nicht zugehört sondern selbstherrlich und vor allem fachlich fragwürdig agiert und an mir und meinen Funktionen herumgedoktort. Deshalb werde ich erneut dieses wunderbare Ventil nutzen, um diese Dinge aus meiner Sicht zu dokumentieren. Seine Show ist schon herzerweichend und ergreifend. Ich habe ernsthaft daran geglaubt, doch nun stelle ich fest, dass er mich anscheinend wirklich veräppeln will. Ich habe über 25 Jahre Berufserfahrung und arbeite genau dieselbe Zeitspanne in genau dem Berufsfeld, das er jetzt selbstbeweihräuchernd und im Brustton der Überzeugung  umorganisieren möchte. Doch leider hat das nur zur Folge, dass wir aller Voraussicht nach erneut in eine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung gelangen werden, denn er negiert meinen Führungsanspruch in diesem Tätigkeitsbereich und ich habe schlicht und einfach einen Vertrag. Man plant munter und selbstherrlich darauf los und avisiert sogar, mich in einer Unterorganisation eines neuen Eigenbetriebs einzuordnen. Gut und schön. Doch  Vertrag ist Vertrag und ich habe diesen Vertrag dereinst nicht umsonst gerne unterschrieben. Wie dem auch sei, es ist spannend.

Und wenn die hier Mitlesenden – und die gibt es zweifelsohne – vielleicht nur ein einziges mal ihre Intellektualität schärfen (ich weiß, das ist eine ganz große Herausforderung), dann mögen sie erkennen, dass Kommentare immer auch eine Kritik darstellen können. Ich spreche direkt und unverblümt. Doch ich kann auch ganz anders, wie z. B. die „fabulierende“ Sprechweise. Meint ihr, dass ihr dann noch etwas zum Exkremente werfen findet. Bestimmte Begriffe aus einem Kontext herauszupicken ist fast so als würde ich mich daran erinnern, dass Leute einen Kabelfinderling (eine Unterart des Rosettenleckers, einer Sperlingsart) im Garten haben und dann ein Einstimmungsgezwitscher zu einer ganz anderen Sache nutzen, um die Kabelfinderlinggesangsstudie im eigenen Garten zu eruieren. Nur eine Fabel, nicht mehr nicht weniger. Hier die Fabel vom Gartenkabelfinderling und seinem Kennenlerngezwitscher, das eigentlich nur dem Kennenlernen gewidmet ist, sich dann aber zu einer Art Homage du Kabellage entwickeln kann, wenn er blind vor Lust auf Selbstdarstellung wie wild darauf loszwitschert. Da ich nicht so kleinggeistig veranlagt zu sein scheine, widme ich mich lieber und bevorzugt der Zwitscherprägnanz des Rosettenleckers und dem immer öfter zu vernehmenden Gesang des Speichelleckers, zweier Sperlingsarten, die sich bevorzugt in den dunstig-nebligen Niederungen anmoorig-modriger, übelriechender Sumpflandschaften aufhalten und das helle Licht scheuen. Zudem ist mir der Gartenkabelfinderling einfach zu melodiös. In diesem Sinne –

Habt Spaß, denkt nach, mit oder lasst es. Hauptsache ist und bleibt – es muss Spaß bereiten.

 

 

Im November 2016

Lange ist es her, dass ich meine Wenigkeit dazu veranlassen konnte, hier in diesem Blog etwas zu schreiben. Ich lasse zur Zeit all die Geschehnisse Revue passieren. Ausserdem habe ich heute gar Denkwürdiges erlebt. Somit ist die Kombination von beidem Anlass genug, hier ein neues Entré zu verfassen.

Die, die hier fleissig mitlesen, erkennen schnell, das ist meine ganz private Seite, die sich  mit mich bewegenden Erlebnissen beschäftigt. Oh Ja, es war eine spannende Zeit seit damals. Um es kurz zu fassen, ich wurde von einem Heilsbringer direkt angegriffen. In seiner liebevollen Art des Drohens und perfiden Handelns hat er versucht, mich Maß zu nehmen und heute – ganz fünf Jahre später – wird er wieder aktiv. Natürlich indirekt, denn einen direkten Zweikampf wird er sich nie trauen. Schade eigentlich, denn Männer sind nun einmal nur Männer, wenn sie sich einer Auseinandersetzung stellen und wir können uns ansehen, wenn es rund geht. Das kann dieser Mensch nicht. Er lächelt, droht, spritzt sein Gift in seine Umgebung  und verseucht ganze Gemeinschaften mit dieser Methode. Doch, und das ist sehr tröstlich, die Anzahl derer, die diese menschenverabscheuende und egozentrierte Drohgebärdenkulisse erkennen und ablehnen, wird von Tag zu Tag größer.

Heute nehmen sich einige Leute das Recht, meine Heimatliebe zu kritisieren mit dem Hinweis darauf, dass ich hier und vielleicht auch woanders despektierliche Anmerkungen verfasst haben soll und diese doch gefälligst löschen solle. Seien sie es doch, die meine Identifizierung mit meiner Heimat in Frage stellten. Mal ganz abgesehen von dem rechtlichen Aspekt, wie weich sind doch einige Menschen, denn sie erkennen nicht die Inhalte, sondern lassen sich m. E. vergiften von einer ganz bestimmten Person und zeigen parallel dazu, dass sie wenig souverän sind. Und den rechtlichen Aspekt möchte ich noch einmal kurz erläutern. Wenn jemand auf seinen privaten Seiten seine ganz eigene Meinung wiedergibt und dabei weder konkrete Namen und Institutionen benennt oder gar beleidigt, dann nennt man das eine freie Meinung. In unserem Land ist die freie Meinung grundgesetzlich geschützt. Ob sie Dir nun gefällt oder nicht, sie ist legal. Nicht legal ist, denjenigen dann zu diffamieren, der diese freie Meinung äussert, nur weil Du Dich erkennt fühlst, ohne selbst benannt zu werden. Das gilt vor allem für das öffentliche Umfeld. Hier darfst Du sagen, ich bin ganz anderer Meinung und ich sehe das ganz anders. Du darfst nicht sagen, dieser Mensch ist nicht geeignet, weil er im Netz Dinge zu Themen sagt, die Du vielleicht gerade bearbeitest. Eine öffentliche Diskreditierung zu der freie Meinung äussernden Person, also ein in Frage stellen der Fähigkeiten, der Identifikationspotenziale aus Deiner Sicht, ist eine Diskreditierung. Also aufgepasst Freunde. Hier müssen wir feine Unterscheidungen treffen. Das gilt selbstverständlich auch für mich selbst, wovon ich mich ganz und gar nicht freimachen möchte. Auch ich mache Fehler und bin durchaus in der Lage, diese einzugestehen und dann Änderungen vorzunehmen.

Zurück zum eigentlichen Thema:
Das hier ist ein privater Blog! Ad1.
Ad2, was auch immer ich hier verfasst habe und noch verfassen werde, es ist ein wichtiges historisches Dokument. Für mich, für meine Freunde und, wie man ganz aktuell erkennt, auch meine Feinde.

Du weisst genau, dass ich Dich meine, mein Liebster. Genau Dich! Ich weiß, dass Du in die Tischkante beisst vor Wut und verzweifelter Rachsucht. Doch sei´Dir gewiß, dass ich nur verantwortlich bin für meine Worte, nicht für Deine Interpretation des Gelesenen. Das ist Dein Buch, mein Süsser! Und ich werde alles stehen lassen, denn ich will, dass es meine Nachwelt eines Tages lesen kann, was mir durch Dich angetan wurde und wie ich beschloss, zu kämpfen. Du hast den Krieg begonnen und jetzt weinst Du wegen Deiner Verletzungen und verbreitest auf ein Neues Dein Gift. Du vergiftest Dich selbst, mein kleiner Pinocchio! Nicht mich! Du hast den Krieg begonnen! Nicht ich! Das ist dokumentiert und belegbar, denn ich arbeite nicht so wie Du. Ich dokumentiere alles und bin dazu noch so ehrlich, es darzulegen, was Du noch nie konntest, denn Du bist ein kleingeistiger Pinscher, der anderen nur in die Waden beisst und einen auf ganz groß machst. Doch Du bist es nicht. Deine mickrige geistige Haltung wird sich von ganz alleine ins Abseits stellen.

Und somit ist dieser Blog für mich eine Erinnerung an einen ganz großen Kampf, den ich geleistet habe. Ich habe gegen die Ungerechtigkeit, Verleumdungen, Diffamierungen und Unwahrheiten gekämpft. Ich habe gegen all die angeschrieben, die sich Deiner feigen Art angeschlossen haben. Und ich bin im Gegensatz zu dieser mental degradierten Exkrementeansammlung mit eben jenen Waffen angegangen, die mir adäquat erschienen.

Das ist jetzt vorbei, denn es hat seit Ende September 2016 eine neue Ära begonnen. Ein aufrichtiger Mann hat das Ruder und Kommando übernommen. Ich werde alles geben, dass er seine Ziel erreichen wird, denn es sind auch meine. Und sollte die ganze Giftmischerei dazu führen, dass ich aus dieser Unterstützung entfernt werde, so werde ich es nur belächeln, denn mein Ziel ist es, meine Heimat voranzubringen und ich werde immer dafür kämpfen, auch wenn ich erneut dikreditiert werde. Und ich kann sehr wohl an meinen Taten gemessen werden, sowohl im Beruf als auch als Privatmensch.
Wer auch immer mich in Zweifel zieht, der weiß nichts und hat auch nichts verstanden und ist nicht Manns genug, zu erkennen, wer hier diffamiert und mobbt und wer nicht. Ich handele stets aufrichtig und niemand wird mir das verbieten.

P.S.: Seid´gesegnet und bitte vergesst nicht bei der Lektüre, dass ich den Krieg nicht begonnen habe, sondern mich zur Wehr setzte. Die dabei gewählten Worte entsprechen meiner zu dem Zeitpunkt des Verfassens der jeweiligen Texte einem damals bestehenden Kontext und nur ganz wenig kennen diesen genau. Also urteilt nicht, wenn ihr diese Vergangenheit nicht kennt und bleibt vor allem eines: aufrichtig, ehrlich.

Im September 2011

Hallo Ihr Lieben –

wie versprochen – es geht weiter! Nachdem der anstrengende Wahlkampf beendet ist und es einen klaren Gewinner gab, den damals Parteilosen Herrn Wunderling-Weilbier (inzwischen ist er dann doch der SPD wieder beigetreten), der von der SPD nominiert wurde, habe ich beschlossen, weiterhin an den verschiedenen Internetprojekten meiner Wenigkeit zu arbeiten.

Diese Seite hier habe ich ja schon frühzeitig angekündigt und nun ist sie online!

Schon während des Wahlkampfes habe ich festgestellt, dass sowohl für mich wie auch viele meiner WählerInnen das aktuelle Zeitgeschehen im Landkreis Helmstedt wichtig ist. Es gibt einfach zu viele drängende Themen. Gerne schweife ich aber auch mal in internationale Gefilde ab.

Vorwiegendes Anliegen aber bleibt das aktuelle politisch-gesellschaftliche Zeitgeschehen vor Ort.  Aktuell – im Frühsommer 2012 – spielen die Themen Interkommunale Zusammenarbeit und Fusion Landkreis Helmstedt  Stadt Wolfsburg ganz sicher eine bedeutende Rolle. Und damit wird auch immer der Begriff der Verschuldung von offizieller Seite kolportiert. An anderer Stelle (zum Beispiel hier) schreibe ich dazu deutlich mehr. In Sachen Verschuldung treibt mich immer wieder dieselbe Frage um: Warum hat ein Landkreis Helmstedt seit nun zwei Jahren so große Schwierigkeiten, einen genehmigten Haushalt zu bekommen, obwohl er im Landesdurchschnitt unterdurchschnittlich verschuldet ist?! Darauf finde ich keine adäquate Antwort. Aber auch das läßt sich klären.

Wohl denn – ich habe das Vorhaben einer Kommentiert-Seite verwirklicht und werde Euch mit dieser neuen Seite erfreuen – so hoffe ich zumindestens!

Und ich möchte betonen, dass dieser kleine, zarte Blog meine ganz private Meinung darstellt und ich lediglich die Geschehnisse in meiner Heimat kommentiere. Manchnmal ist die Welt meine Heimat. Ich bin Kosmopolit ;-)

Natürlich habe ich bedingt durch meine beruflichen Hintergründe als Geograph, Baubiologe u.e.m. auch tiefergehende Kenntnisse vom politischen, administrativen, sozio-ökonomischen und ökologischen Geflecht sowohl auf lokal-regionaler als auch national-globaler Ebene, doch vergesst niemals: DAS ist meine private Meinung und ich erlaube mir, eine private Meinung zu haben. Ich habe regelmässig auch eine fachliche Meinung und ich hab sogar eine professionelle Meinung. Doch! Habe ich! Auch wenn es manchen Erdenbürger gibt, der mir das völlig in Abrede stellt.

An die eifrigen MitleserInnen – hier auf diesen Seiten gilt u.a. das Mephisto-Prinzip! Wenn einige von euch also Böses wollen, kann auch Gutes entstehen. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Deshalb möchte ich es allen interessierten und geneigten LeserInnen dieser Seiten ans Herz legen, den FAUST einmal zu lesen. Mephisto ist in Dir. Mephisto ist in mir. Er ist eigentlich in jedem von uns. Mal stärker, mal schwächer ausgeprägt.Ich nenne es manchmal auch systeimmanente Irritationen in emergenten Strukturen oder einfach nur das Prinzip des Mephistopheles.

Manchen gefällt es, andere steigern sich in eine fast Leben bestimmende Antipathie hinein, dass man sich nur wundern kann. Faust bleibt Faust und Pohl bleibt Pohl – also keep cool!

Ich verbleibe hochachtungsvoll und wünsche viel Spaß beim Lesen! Und niemals vergessen: DIES ist meine ganz private Meinung und ich habe momentan auch keine Wut im Bauch. Eigentlich bin ich völlig entspannt. Geradezu empathisch…ergo stelle ich zur Zeit eher das Modell eines Empathiebürgers dar.

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